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Mittwoch, den 13. Mai 1931

Die verfehlte Wohnungspolitik.

Unter dieser Schlagzeile nimmt der bekannte bayerische Bauernführer Geheimer Landesökonomierat Dr. Georg Heim in den ,, Münchener Neuesten Nachrichten" vom 16. März 1931 zu der Denkschrift ,, Fehlerhafte Wohnraumverteilung?" Stellung, in welcher der Grund- und Hausbesitzerverein Mün­chen das Ergebnis seiner Erhebung vom Oktober 1930 über die Lage am Münchener Wohnungs- und Geschäftsraummarkt darstellt. Dr. Heim, der die Denkschrift des Grund- und Haus besitzervereins München außerordentlich begrüßt, macht u. a. folgende Ausführungen von grundsäglicher Bedeutung:

,, Daß das gegenwärtige Wohnungsrecht und der Mieter­schuß, wie jede Zwangswirtschaft, die ungesundesten Verhält nisse hervorruft, ist heute für jedermann sichtbar und greifbar.

Die größten statistischen Lügen sind die amtlichen Zahlen der Wohnungssuchenden. Im Frühjahr 1930 gab der Stadt­rat München bekannt, daß 19 560 Parteien mit begründeten Ansprüchen auf selbständige Familienwohnung gemeldet seien.

Die Zahl ist richtig und falsch. Sie ist richtig in bezug auf das Subjekt, sie ist aber erlogen bezüglich des Objektes, d. h. es wäre eine Lüge, aus der Statistik zu folgern, daß dem ge­meldeten Bedarf ein entsprechender Wohnraummangel gegen überstehe. Es wird der Augenblick kommen, wo sich diese Lüge selbst entlarot. Dann werden die Verhältnisse, in diesem Falle die Not, stärker sein als die Scheinkulissen der Zwangswirt schaft.

Dieser Zeitpunkt ist nicht mehr fern. Dann wird sich plöglich herausstellen, daß der angenommene Raummangel gar nicht vorhanden, sondern an den meisten Drten künstlich durch falsche Gesetze und Verordnungen erzeugt ist. Diese Täuschung muß auf die Dauer schweren Schaden hervorrufen.( Verlore­nes Bankapital!) Zu diesen Drten gehören die meisten bayeri­schen Städte, vor allem München.

Der Wohnungsmangel wäre weit kleiner, wenn nicht Tausende von Altwohnungen, begünstigt durch die Zwangswirt schaft, an Familien untervermietet würden, d. h. nicht die In­haber der Altwohnungen, besonders Einzelpersonen, durch diese Möglichkeit zu verdienen, an ihrer Altwohnung festhalten

würden.

Der Verfasser dieser Zeilen kann das aus seiner eigenen Erfahrung bestätigen. Seiner Verwaltung unterstehen in einer Stadt 14 Häuser. In diesen Häusern sind vier Wohnungen mit 4-6 Zimmern, die von Einzelpersonen bewohnt sind. Ganz abgesehen davon, ob der Mieter untervermietet oder nicht, ist in unserer Zeit eine solche Raumverschwendung unwirtschaftlich. Die Zwangswirtschaft greift in täppischer Weise vollständig da­neben und läßt die Mißstände völlig unbeachtet. Die Woh­nungsnot kommt in der Zahl der Wohnungssuchenden zum Ausdruck. Nicht Raummangel, sondern die

unwirtschaftliche Verteilung des vorhandenen Raumes ist im wesentlichen die Ursache der Wohnungsnot.

Ich beobachte, mitten im praktischen Leben stehend, die Vorgänge. In den Kreisen, die in diesen Dingen Wandel schaffen müßten, herrscht eine komplette Stumpfheit. Man trottelt in den Tag hinein, bis sich der Schaden elementar meldet und zeigt

Gießener Zeitung"

Lokales.

Himmelfahrtsgedanken.

Der Tag der Himmelfahrt ist der der himmlischen Sehn sucht. Ewig lebt es in uns, dieses Sehnen nach oben, nach Licht, nach ewiger Sonne, nach ewiger Glückseligkeit. Je schwe­rer die Zeiten sind, je härter die Schicksale, je trüber die Tage, umso stärker hebt die Sehnsucht die Schwingen und will uns über Leid und Tod hinwegtragen in helle lichterfüllte Räume, wo es teinen Anfang und kein Ende mehr gibt, und wo ewiger Friede ist. Allen Zeiten und allen Völkern war diese Erkennt­his gemeinsam. Nicht dieses kurze Leben kann der Zwed un­seres Daseins sein. Seine einzige Wirklichkeit ist die große Sehnsucht, die in uns lebt und leidet. Alle Arbeit und aller Kampf, alle Freude und alles Leid können die unruhige Seele nicht ruhig machen. Erst wenn sie die Herrin wird und wir uns von ihr führen lassen über Not und Angst, über Tod und Grab hinaus, dem Lichte und der Sonne entgegen, dann erst werden wir die große Sehnsucht ganz begreifen, die diese Seele auf Erden nicht zur Ruhe kommen ließ. Das Finden dieses Lichtes inmitten aller Dunkelheit, das allein muß die schöpfe­rische Tat unseres Lebens sein. Am Himmelfahrtstage öffnen sich unseren gläubigen Blicken die Tore der Ewigkeit.

Die Lösung des Wohnungsmangels ist ein Programm­punkt im Gesundungsplan unserer Wirtschaft und gesellschaft­lichen Verhältnisse. Der bisherige Weg zur Lösung ist falsch. Die Miet- und Hauszinssteuer ist nichts anderes als eine trockene Sozialisierung des Hausbesitzes. Die aus dieser Steuer gege­benen Bauzuschüsse für Neubauten vermögen die Miete trotz aller Zuschüsse nicht so zu senken, daß sie für das Einkommen der Arbeiter, Angestellten und Beamten erträglich sind. Zu­sammenbrüche von Neubaugenossenschaften sind keine Seltenheit.

Die bisherigen gesetzlichen Maßnahmen zum Schutz der Mieter und zum Zweck der Wohnungsschaffung haben ver­sagt und bringen die Hausbesitzer zur Verarmung.

Das Problem ist: beste Ausnüßung des vorhandenen Raumes."

Wir schließen uns diesen verständigen Ausführungen des bekannten Politikers in vollem Umfange an. Möge endlich auch die Politik die wirtschaftlichen Notwendigkeiten erkennen!

Gelo Raucherzähne. Nach langem Suchen endlich das Richtige für meine Zähne. Nach dreimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, trotzdem dieselben durch vieles Rauchen braun und unschön wirkten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont." B., Horst Berg. Chlorodont: Zahnpaste 60 Pf. und 1 Mt., Zahnbürsten, Mundwasser 1 M. bei höchster Qualität. In allen Chlorodont- Verkaufsstellen zu haben.

Berufskrankheiten und Milch.

Von Dr. med. et. phil. Trendtel, Altona.

Der Sonntagsschreiber.

* Pfarrpersonalien. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Ernst Sahner zu Erndtebrück die evangelische Pfarrstelle zu Rodheim v. d. H., Dekanat Rodheim, übertragen.

* Die Pfingstferien in Hessen. Nach der hessischen gesetz­lichen Ferienordnung beginnen an allen öffentlichen Schulen in Stadt und Land die einwöchigen Pfingstferien am Samstag, 23. Mai. Wiederbeginn des Unterrichts am 1. Juni.

*

Einführung von Erkennungsmarken für die Kriminal­polizei. Nachdem die Verstaatlichung der Ortspolizei durchge­führt ist, werden sämtliche staatliche Kriminalpolizeibeamte so­wie die Leiter und Vorsteher der Kriminalabteilungen neben ihren Personalausweisen mit einheitlichen Erkennungsmarken ausgerüstet. Die Erkennungsmarken, die innerhalb jeden Po­lizeiamts fortlaufend numeriert sind, tragen auf der Vorderseite unter dem hessischen Hoheitszeichen die Ortsbezeichnung des staatlichen Polizeiamts, auf der Rückseite die Nummer des be­treffenden Beamten. Sie werden, an einer Kette befestigt, in der Tasche getragen. Als Ausweis bei exekutivischen Amts­handlungen gilt zukünftig die Erkennungsmarke. Der Personal­ausweis dient den Kriminalbeamten nur in Sonderfällen, ins­besondere Behörden gegenüler, mit denen er außerhalb seines Dienstortes in Verbindung tritt, als Ausweis.

* Sperre. Am Sonntag, dem 17. Mai 1931, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr, wird die Straße ,, Am Kugelberg" aus An­laß des Sportfestes des 1. Batls. Inf. Regt. 15 für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art polizeilich gesperrt. Den Anwei­sungen der Polizeibeamten ist unbedingt Folge zu leisten.

* Stadttheater. Heute abend Erstaufführung von Strind­bergs Märchenspiel Schwanenweiß" unter Spielleitung von Walter Bäuerle.

* Maienblasen. Das heutige Maienblasen wird anstatt vom Turm der Johanniskirche vom Turm der Stadtkirche von 7. Uhr ab stattfinden.

* Missionsfest. Das Defanat Gießen ladet zum Missions­fest in Allendorf( Lumda) für morgen nachmittag ein.

Alle Erkrankungen, die unter den Angehörigen eines be­stimmten Berufes infolge der Berufsausübung häufiger auf­treten als unter der übrigen Bevölkerung, werden als Berufs­frankheiten im engeren Sinne bezeichnet. Meistens versteht man darunter solche Krankheiten, die in Industriebetrieben bei län­gerem schädlichem Einwirken irgendeines giftigen Stoffes her­vorgerufen werden. Es kann jedoch auch der Rheumatismus eine Berufskrankheit sein, wenn der Arbeiter in einem ungünstigen Raum, der Feuchtigkeit und Zugluft ausgesetzt, arbeitet. Dieses ist jedoch nicht die eigentliche Berufskrankheit, sondern mehr eine Erkrankung, die während der Berufsausübung eingetreten ist. Die ärztliche Ueberwachung der Gewerbebetriebe, beson­ders inbezug auf die Vermeidung von Berufskrankheiten, hat in den Jahren nach dem Kriege viel größeren Umfang angenom­men als früher. Im Jahre 1921 wurden in Deutschland bereits fünf preußische Gewerbeärzte ernannt, die nicht nur die gesund­heitlichen Fragen des Arbeitsvorganges zu untersuchen und zu überwachen hatten, sondern sich auch um den Ernährungszustand der einzelnen Belegschaften zu fümmern versuchten, wobei die Bedeutung der Fabrikspeisung stark in den Vordergrund gerückt wurde. Die meisten Gewerbebetriebe sind heute dazu übergegan gen, in ihren Kantinen und Speiseanstalten Milch anzubieten und haben damit einen wesentlichen Dienst an dem Gesundheits­zustand der Bevölkerung geleistet.

Nr. 38

* Fahrpreisermäßigungen für Kriegsbeschädigte. Die Krie gerkameradschaft Hassia" Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen Provinzialgeschäftsstelle Ober

hessen, Gießen, Lindenplatz 1, bittet uns, Nachstehendes bekannt. zugeben: Die Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft gewährt auf An trag des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinter bliebenen im Deutschen Reichskriegerbund Kyffhäuser" vom 1. Mai 1931 ab den Kriegsbeschädigten eine 50prozentige Fahr: preisermäßigung bei allen Reisen, die ausgeführt werden zum Aufsuchen der Beratungsstellen, die von der amtlichen Kriegsbeschädigtenfürsorge oder von den im Reichsausschuß der Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterbliebenenfürsorge vertretenen Kriegsbeschädigtenverbänden eingerichtet sind, in Angelegenheiten der Arbeits- und Berufsfürsorge der Kriegsbeschädigten.

* Unsere Flußbäder. Die Badeanstalten an der Lahn sind in diesem Jahr bedeutend erweitert und verschönert worden. Die beiden Lahnbäder sind mustergültig eingerichtet und dürften selbst den verwöhntesten Ansprüchen genügen.

Eine der wichtigsten Berufskrankheiten ist die Bleikrankheit, die schon dem alten Hippokrates durch seine Darmkrämpse be­fannt war. Bis zu dem Entstehen der chemischen Großindustrie

Als Ausweis zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung wird für jede einzelne Fahrt eine Bescheinigung der amtlichen Fürsorge stelle für Kriegsbeschädigte nach vorgeschriebenem Muster darüber verlangt, daß die Entsendung mit der Dienstbeschädigung zusam menhängt und als notwendig anerkannt worden ist. Außerdem muß bei der Rückfahrt die Beratungsstelle bescheinigen, daß die Beratung des Kriegsbeschädigten stattgefunden hat. Mit der Ausdehnung der Fahrpreisermäßigung auf die Beratungs stellen der Kriegsbeschädigtenverbände ist die Vergünstigung für die bisher im Tarif vorgesehenen Beratungsstellen der Ge werkschaften weggefallen. In dem oben erwähnten beim Reichsausschuß der Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterblie benenfürsorge sind außer dem bereits genannten Kyffhäuserver band noch folgende Verbände vertreten: Der Reichsbund, der Reichsverband, der Zentralverband, der Internationale Bund, der Bund erblindeter Krieger und der Deutsche Offiziersbund.

* Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat einen neuen Führer durch ,, die Universitätsstadt Gießen" herausgebracht, aus dem sich der Fremde über das Wesentlichste der Stadt Gießen und ihrer näheren Umgebung unterrichten kann.

* 100 000 Gedenktaler. Anläßlich der Magdeburger Jubi­läumsfeier sind 100 000 Dreimarkstüde geprägt worden. Die Schauseite der Erinnerungsmünze zeigt in der Mitte das Stadt­bild Magdeburgs und darüber das Magdeburger Stadtwappen, daneben die Zahlen 1631 und 1931. Das ganze ist von einem Perlenkreis umgeben, unten steht das Wort Magdeburg". Fer­ner findet sich auf der Münze der Spruch ,, Wiedergeburt nach Zwietracht und Tod". Für Münzfreunde dürfte der Gedenk­taler eine sehr willkommene Gabe sein.

* Hygiene auf dem Lande. Am 30. Mai 1931 veranstaltet der Reichsausschuß für hygienische Volksbildung gemeinsam mit dem Landesausschuß für hygienische Volksbelehrung in Bayern eine Tagung in Nürnberg, der das Thema Die hygienische Volksbelehrung auf dem Lande" zu Grunde gelegt ist.

* Der Treuhandverband, Verband Deutscher Treuhand und Revisionsgesellschaften e. V., Sitz Berlin, hält seine dies: jährige Tagung in der Zeit vom 14. bis 17. Mai zu Frankfurt am Main ab. Sowohl in der Vorstandssitzung als auch in der öffentlichen Mitgliederversammlung werden besonders im Vor dergrunde der Beratungen ie Einführung der Pflichtrevision und die Neuregelung des Revisions- und Treuhandwesens stehen.

* Ausgaben für den Alkohol in Deutschland. Das deutsche Reich gab im Rechnungsjahre 1930-31 für Wehrmacht, Schule, Wohlfahrt, Wohnungswesen, Verkehr, Schuldendienst und Kriegs: lasten 8,476 Millionen aus, während das deutsche Volk im glei chen Zeitraum für Alkohol, und Tabak rund 7,500 Millionen ausgegeben hat. Für äußere Kriegslasten mußte das deutsche Volf 1,907 Millionen aufbringen, für alkoholische Getränke gab es im gleichen Zeitraum freiwillig 4,797 Millionen aus. Die Kosten für die offene und geschlossene Fürsorge betrug im Reich 1,053 Millionen, auf den Kopf der Bevölkerung entfallen RM 16,87. Die Gesamtausgabe für alkoholische Getränke war im selben Jahre 4,797 Millionen, rund RM. 79. auf den Kopf der Bevölkerung.

Offenlegung der Steuerlisten.

Die Frage der Offenlegung der Steuerlisten wird bald in den Brennpunkt des allgemeinen steuerrechtlichen und wirtschaft lichen Interesses rücken, da die Reichsregierung die Absicht hat, dem Reichstag schon in nächster Zeit eine von diesem geforderte Denkschrift hierüber vorzulegen.

Mittwoch, de

Germ. M SV. 98 3 FV. Wal

VfB. Fri Wehl, G Burg T. S. G.

06 Alsfeld Horas Sport Ka GC. 03 R Meljunger

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Weilburg Ehringsha

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1900 Gieße Megl. Spo

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Weilburg

Grünberg

Steindorf

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Grünberg Bieber

Garbentei

Die Notverordnung vom 1. Dezember 1930 ordnet bereits eine Offenlegung der Grundstückseinheitswerte an, die nach An sicht der Regierung hauptsächlich zur Vereinfachung der Verwal tung erfolgen soll und Rückschlüsse auf das Vermögen des ein zelnen Zensiten nicht zuläßt.

Sollte aber künftig eine Dffenlegung der Einkommensteuer­und der Vermögenssteuerlisten erfolgen, so muß dies aus ver­schiedenen Gründen als überaus bedenklich und unzweckmäßig für die Steuerpflichtigen angesehen werden.

Leun 1.­Steinbach

Wehl. Sp Schwalbach Lollar 2. Schwalbach Oberbiel 2

Weilburg

Jugend:

1900 Gieße

1900 Gieße

VfB. Gieße

Lollar 1.

VB. Gieß

Ettingshau

Quedborn

Well, Sp

Megl. Sp Wehl. Sp

Weilburg

Cölbe 1.

Bürgeln

Marbach

Kirchhain

Breiden

Altenpe

Caldern

Lohra

Damm

Goßfelder

Gemünden

Dernbach

Buchenau

Goßfelden

Unterrosp

Jugend:

Cappel

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Unterrosph

Sterzhauser

Runzhausen

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Offenbach

Dillenburg

Holzhausen

Eijemroth

Hirzenhain

Haiger 2.

Offdilln

Wissenbach

Jugend:

Manderbad

Sechshelden

Hitzenhain

Haiger

Altenburg Hopfgarten

Abgesehen von der Wahrung des Steuergeheimnisses und der Solvenz der Steuerpflichtigen würde die Offenlegung dieser Steuerlisten und Bekanntmachung der Steuersäße der einzelnen Zensiten in der Deffentlichkeit unverkennbar zu verstärkter De nunziation, zu politischer Verhegung und last not least audy zur weiteren Kapitalflucht führen, was unbedingt vermieden werden müßte.

war auch die Bleivergiftung eigentlich die Hauptsächlichste Be-| deren Industrien( Textilien, Keramit, Kunstseide, Gummi usw.) rufskrankheit, die wir kannten. von ganz besonderer gesundheitlicher Bedeutung iſt.

Später kamen dann andere Berufs- oder Gewerbekrankheiten hinzu, wie Kohlenoxyd- und Phosphorvergiftung, Glasbläserstar u. a. m. Die Bleivergiftung entsteht beim Arbeiten mit blei= haltigen Gegenständen im Bleiwalzwerk, in Schriftsetzereien, be= sonders bei den Schriftsatzschleiferinnen, beim Trinken von blei haltigem Wasser. Zunächst sprechen wir von einer Bleiaufnahme, bei der allmählich ein Bleisaum am Zahnfleisch erscheint. Dann erst kommt es zur Bleieinwirkung, indem bleihaltiges Blut den ganzen Körper durchströmt, und schließlich tritt die echte Bleiver­giftung mit Blässe, Bleisaum, Darmkrämpfen und Nervenläh­mungen auf. Man hat festgestellt, daß in Wasser gelöstes Blei schon bei etwa 2 mg je Tag beim Menschen in furzer Zeit eine Bleivergiftung hervorrufen kann. Noch gefährlicher ist aber der Bleistaub, der in Farbenfabriken, Schleifereien entsteht und von den Arbeitern eingeatmet wird. Hier genügt eine Menge von weit unter 1 mg, um nach wenigen Wochen eine schwere Ver­giftung hervorzurufen. Die Aufnahme dieses Giftes wie auch anderer Metallgifte geschieht in gelöstem Zustand im menschlichen Magen um so schneller, je leerer der Magen ist. Darum ist nicht nur zur Hebung des Allgemeinzustandes der arbeitenden Be­völkerung ein Milchtrinken vor oder während der Arbeit von besonderer Bedeutung, sondern zur Verhütung von Berufstrant­heiten kann Milch oft geradezu lebensrettend wirken. Milch und schleimige Stoffe hemmen die Aufnahme von Blei und sonstigen Metallgiften im Körper, und deshalb ist das Milchfrühstüc eigentlich zwingende Notwendigkeit. Die wirksamen Plakate des Reichsmilchausschusses sollten darum nirgends fehlen. Weitere Untersuchungen werden flären müssen, ob nicht Milch auch in an

Wissen Sie schon?

Die verbreitetste Sprache unserer Erde ist Chinesisch, d diese von annähernd 400 Millionen Menschen gesprochen wird. Dann solgt Indisch( 260 Mill.), an dritter Stelle erst Englis ( 170 Mill.), 80 Mill. Menschen sprechen Russisch.

In Europa gibt es, was man nicht glauben sollte, 120 ver schiedene Sprachen. Die deutsche ist in diesem Erdteil die weit verbreitetste, denn 81 Millionen Menschen bezeichnen sie als ihre Muttersprache. Dann folgt das Russische, Englische( 47 Mill.), Italienische( 40,8 Mill.) und Französische( 39,8 Mill.) In Deutschland sind 40 000 Bahnübergänge nicht dur Schranken gesichert.

Newyork hat nach der letzten Statistik 5,6 Millionen Ein­wohner, darunter 2 Millionen Ausländer

Fernsprecher be

sitzt diese Riesenstadt mehr als London, Paris, Berlin und Rom zusammen. Alle 6 Minuten wird in Newyork ein Mensch ge= boren, alle 13 Minuten findet eine Trauung statt, alle 17 Mi­nuten wird ein Mensch vom Auto überfahren, alle 51 Minute wird ein neues Haus errichtet.

wurde.

In Hatszeg, Siebenbürgen, ließ sich ein junger Schuhmacher nieder, der durch seine Wunderkuren mit Kranten bald berühmt Die Aerzte, die sich durch den Kurpfuscher geschädigt fühlten, gingen gegen ihn vor und erfuhren nun aber, daß de Mann seine Doktorprüfung an der Universität gemacht hatt­Er wollte nur als, Wunderdoktor" mehr Geld verdienen, d es noch immer viele Dumme gibt.

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