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en, bleibt nichts übrig, nur noch die Fürsorgeunt önne mangels Mittel ni Die Auszahlung in permin wenn umgehend Reich un
Beihilfen gewähren.
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Samstag, den 11. Juli 1931
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Ferienzeit, Wanderzeit! Aus den Schulhäusern strömen jubelnd die Kinder und freuen sich des Beginns der schönen Ferienzeit. ,, Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt." Wenn ich in diesen Tagen über Schienenstränge der Eisenbahn gehe und die Julisonne auf sie brennt, dann blizen sie wie Silbersaiten einer Harfe und meine Sehnsucht spielt auf ihnen das Lied von der weiten schönen Gotteswelt. Da gibt es jetzt ein Raten und Ueberlegen derer, die fortlönnen aus dem Gewühl der Großstadt und dem grauen Häusermeer.
Wohin? Nach dem Süden? Nach Italien? Warum wollt ihr die Heimat jegt vergessen, die weite,
stadium. Er bietet, fein herrliche deutsche Welt? Jst sie euch nicht groß und schön genug?
Cog der französischen Wite
Iten Volt eine Chance, b irtschaftlichen und soziale Reparationsfrage bedeute
e Erfüllung. Die wirtsch cht, ihr auf dem Gebiet de um Trok, zum Siege zu be e der nächsten Zukunft jei darauf hinzuweisen, in gsversuche des Reparations ngsfähigkeit und den geg er deutschen Volkswirtió ing- Plan! Gerade er übe sschlaggebend wichtiges Me aus dem Wirtschaftsverte hlung der Reparationsrate gewinnen.
Der deutschen Zahlungsbila schlagend. Dieses volkswin Einnahmen und Ausgabe Ausland gegenüber- ei eiche Bild, trok sprunghajte jeweils vier große Pofte estimmen: 1. der Warenbar und Ausfuhr), 2. die Ein enstleistungsverkehr, d. h. au rungen, dem Reiseverkehr dskredite und Auslandsgu en. Eine Gegenüberstellung Jahre einen Ueberschuß -Zeitspanne seit 1924 forni durch Aufnahme von Aus Der Zuftrom ausländischer auf insgesamt 15% Mi
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n, wenn wirklich einmal eine en, er wird es auch jest ni Der Mann mich für einen gte Marr verdugi. Der Epur, du Sherlod Holme
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Dort oben ist die deutsche Nordsee und die unendlich lange Küste der Ostsee. Blaue Ferne, Luft, Luft und Wasser. Wellen und Wogen branden dort und weit ist dort die Welt, grö ßer als nur die Erde. Die Ewigkeit ist dort am Meer so Oder schaut die herrflein; man liegt am Rande des Ails. lichen Wälder im Herzen der deutschen Heimat, in Thüringen und Franken, den reich gesegneten Vater Rhein oder die schöne herrliche Welt der Alpen. Im Tale bleiben dort die Sorgen und leicht befreit umarmt man die Welt. Da fährt ein Ferienzug an mir vorüber. Lachende und jubelnde Kindergesichter schauen aus den Fenstern und aus vollen Lungen rufen sie der Stadt ihre Abschiedsgrüße zu. O glückliche Ferienfahrt, erfüllte Sehnsucht aller Kinderherzen!
Auch wir Großen haben Ferien. Verbringt sie in der schönen deutschen Heimat, denn sie braucht euch und eure Sparpfennige, weil sie arm ist und durch euch wieder reich werden soll. Das ist echte Vaterlandsliebe.
Und kein Mißmut und keinen Groll bei euch, wenn nicht Ostsee und Nordsee oder die Berge euch grüßen. Auch eure kleine enge Heimat hat einen Fleden mit Wiesen und Wäldern, wo ihr ein Lied singen könnt von Ferienfreuden und Zufriedenheit. Der Sonntagsschreiber.
* Keine Inflationsgefahr. Von der Industrie- und Handwerkskammer Gießen wird geschrieben: Wiederum sind gewissenlose Menschen am Werk, das Gespenst der neuen Inflation an die Wand zu malen und damit in weite Kreise der städtischen, besonders aber der ländlichen Bevölkerung, größte Beunruhigung zu tragen. Ihre unverantwortliche Handlungsweise läuft in Wirklichkeit darauf hinaus, eigene Geschäfte zu machen, indem sie die Bevölkerung zu überſtürzten Wareneinkäufen jeder Art veranlassen, die in vielen Fällen über die Verhältnisse des einzelnen weit hinausgehen, ihm unerfüllbare Verpflichtungen auferlegen und für längere Zeit/ große Sorge machen. Entgegen solchen unlauteren Machenschaften fann gar nicht oft und scharf genug darauf hingewiesen werden, daß bei der heutigen gesetzlich verankerten Verfassung der Reichsbank die Wiederkehr der Inflation ein Ding der Unmöglichkeit ist. Es darf daher auch erwartet werden, daß die Bevölkerung allen Elementen, die unter dem Vorwand der Inflationsgefahr an sie herantreten, die gebührende Behandlung zuteil werden läßt.
* Vom Stadttheater. Der Dramaturg des Gießener Stadttheaters, Dr. Karl Ritter, der auch als Schauspieler tätig war, wurde für die kommende Spielzeit als 1. Dramaturg und Propagandachef an das Oberschlesische Landestheater in Beuthen verpflichtet.
* Lahnsperre. Das Kreisamt gibt bekannt, daß während der Jubiläumsregatta des Lahnregattaverbandes die Lahn vom
1866
Um Zepter und Kronen!
Ein Erinnerungsblatt an die Zeit vor 65 Jahren: Bange Spannung lag vor 65 Jahren im Mai und Juni über ganz Deutschland Jedermann sah diesen unheilpollen Krieg herausziehen, der über die Vorherrschaft in Deutschland entscheiden sollte. Um Zepter und Kronen" wurde wahr haft dieser Krieg geführt, von dem Moltke am 20. Mai 1866 jeinem Bruder Adolf schrieb:
,, Der Krieg ist unvermeidlich. Ich glaube nicht, daß es in eines Menschen Hand liegt, ihn zu vermeiden. Die Geschicke Deutschlands werden sich jetzt vollziehen. Es mag wohl wahr sein, was die österreichischen Blätter behaupten, daß zwei Großstaaten nebeneinander in Deutschland nicht bestehen können. Einer von beiden muß untergehn. Der Kampf wird furchtbar werden. Desterreich hat gerüstet wie nie zuvor, auch wir stellen unsere ganze Macht ins Feld. Fünfzig Friedensjahre haben gezeigt, daß es bei dem unpraktischen Sinne der Deutschen zu einer Einigung auf dem Wege friedlicher Verständigung niemals tommen wird Ist es Gottes Wille, daß Preußen diese Ausgabe lösen soll, so sind die europäischen Verhältnisse im allgemeinen nicht ungünstig Wir haben in Deutschland keinen Freund. Der Bund" ist eine österreichische Einrichtung geworden, seine Mehrheitsbeschlüsse sind der Ausdruck des Wiener Kabinetts! Desterreich hat noch nie gerüstet, ohne auch zuzuschlagen, es ist nicht reich genug, um ohne Erfolg abzurüsten."
In Bayern regierte König Ludwig II., der am 10. März 1864 Seinem Vater, dem König Mar II., gefolg: war. Und dieser ju= gendliche Bayernkönig war der Sohn einer preußischen Prinjejjin. Seine Mutter. die Königin Marie, war die Tochter jenes berühmten Prinz Wilhelm von P.eußen eines Bruders Friedrich Wilhelms III- der sich mit seiner edlen Gemahlin, der Prinzessin Marianne von Hessen- Homburg dem Korjen als Geisel angeboten hatte, um für sein Vaterland eine Milderung der Tilsiter Bedingungen herbeizuführen! Wie sehr die FamilienBeziehungen vorübergehend durch diesen Bruderkrieg gestört wurden, beweist die Tatsache, daß nach dem Gefecht bei Kissingen, als die Königin- Mutter ihren Sohn zu prechen wünschte, dieser ihr sagen ließ, er sei in dieser Stunde nicht in der Lage, eine preußische Prinzessin zu empfangen. Dabei war der König sonst der liebevollste Sohn!
Enge Bande umschlangen auch das Haus des letzten Weljenönigs Georg V. von Hannover mit den Hohenzollern. König Georgs V. Mutter war die Prinzessin Friederide von Mecklen burg- Strelit, die Schwester der Königin Luise! So standen sich awei richtige Vettern im Kriege gegenüber. Im Kurfürstentum Hessen- Kassel regierte der Kurfürst Friedrich Wilhelm I. Auch Er war der Sohn einer preußischen Mutter Die Kurfürstin Auguste war eine Tochter des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II.; demnach war König Friedrich Wilhelm III. von Preußen sein Onkel und König Wilhelm I. sein richtiger Vetter. Ein preußischer Offizier war der Erzieher des Kurfürsten in seinen Jugendjahren, nach der ganzen Tradition seines Hauses war er von jeher ein Anhänger Preußens, für alle preußischen Einrichtungen
,, Gießener Zeitung"
Felsen bis zum Wehr heute und morgen von 7 bis 19 Uhr für alle Boote und Personen, die nicht an der Durchführung der Regatta beteiligt sind, gesperrt ist.
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Universitätsgottesdienst. In der neuen Aula der Universität findet morgen 11.15 Uhr, ein Gottesdienst statt. Die Predigt hält Privatdozent Lic. Dr. Allwohn.
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Probealarm. Wie das städtische Tiefbauamt mitteilt, werden heute um 15 Uhr die Feueralarmsirenen in Betrieb gesetzt. Es handelt sich nur um einen Probealarm, Grund zur Beunruhigung ist also nicht vorhanden.
* Straßensperre. Der Aulweg, entlang der Oberhessischen Eisenbahnwerkstätte, ist vom Freitag, den 10. Juli 1931, ab zweds Vornahme von Neueinwalzen der Chaussierung auf die Dauer von etwa einer Woche für Fahrzeuge aller Art polizeilich gesperrt.
* Verkehrsstörung. Es wurde beim Polizeiamt darüber geflagt, daß durch Ansammlungen auf der Straße die Fußgänger belästigt und der Verkehr gestört wird. Unter Hinweis auf§ 16 der Polizeiverordnung über die Verkehrsregelung in der Stadt Gießen vom 30. November 1928 macht das Polizeiamt darauf aufmerksam, daß das Stehenbleiben auf den Bürgersteigen verboten ist, wenn hierdurch der Verkehr gestört wird. Das Stehenbleiben auf der Fahrbahn ist allgemein verboten. Die Polizeibeamten sind angewiesen gegen Zuwiderhandelnde einzuschreiten.
* Erhöhte Freigrenze für die Umsatzsteuer. Ab 1. Juli 1931 sind Lieferungen und Leistungen, die im Jahre den Betrag von 5000 RM. nicht übersteigen, umsatzsteuerfrei.
* Politischer Hochbetrieb. In einem Monat 752 Versamm= lungen. Nach Feststellungen des Landeskriminalpolizeiamts haben in Hessen während des Monats Mai insgesamt 752 öffentliche Versammlungen, Kundgebungen, Aufzüge und sonstige Demonstrationen politischer Art stattgefunden, d. h. pro Tag durchschnittlich 25 Versammlungen und sehr wahrscheinlich an den Samstagen und Sonntagen, den Höhepunkten des politischen Hochbetriebes, noch ein Vielfaches davon. Aller Wahrscheinliche feit nach dürfte die Zahl der Versammlungen im Monat Juni noch gestiegen sein, so daß der Erlaß des hessischen Innenministers, einmal fünf Wochen Ferien zu machen in der Politik, für Polizei, Publikum und Parteien mehr als gerechtfertigt erscheint.
* Die Finanzämter auf der Geldsuche. Die Arbeitsgemeinschaft des Einzelhandels Groß- Hamburg teilt mit: Ein Geschäftsinhaber verkaufte seinen Laden; der Käufer erkundigte sich beim Finanzamt, ob Steuerrüdstände vorhanden wären und betam eine verneinende Antwort. Am 4. März d. J. erhielt der neue Geschäftsinhaber vom Finanzamt folgenden Vollstreckungsbefehl: Umsatzsteuer 1929: Restzahlung 0,04 RM, Zwangsvollstreckungskosten 1,55 RM., zusammen 1,59 RM, überflüssig!
Kommentar
* Kürzung der Hebammengebühren in Hessen. Nach einer Verordnung des hessischen Ministers für Arbeit und Wirtschaft wird die den Hebammen von den Krankenkassen zu zahlende Gebühr mit Wirkung vom 1. Juli dieses Jahres um 10. v. H. gefürzt. Eine Herabsetzung der übrigen Gebühren findet zunächst nicht statt.
* Oberhessischer Turnerschaftstag. Heute treffen sich die Turnerschaften des VC., der Verbandes der Turnerschaften auf deutschen Hochschulen, von Marburg, Darmstadt, Frankfurt a. M. und Gießen zu einem„ Oberhessischen Turnerschaftstage" in unserer Stadt. Nach einem festlichen Umzuge vereinigen sich alte und junge VC.er im Klub zu einem Festkommers.
*
25. Lahnregatta. Gießen hat seine 25. Jubiläumsregatta, die Rennen sind recht gut besetzt. Frankfurt, Offenbach und Mainz sind gut vertreten, selbstverständlich auch alle Lahnver
zeigte er eine besondere Vorliebe, die sich sogar in den geringsten Kleinigkeiten offenbarte. Immer wieder wies der Kurfürst auf seine alten, herzlichen Beziehungen zu dem preußischen Königshause hin, besonders zu seinem Dheim Friedrich Wilhelm III., dem er als Knabe nach der Schlacht bei Leipzig für die Erhal tung des Kurfürstentums habe danken müssen. Stolz trug er die Kette des Schwarzen- Adler- Ordens, die ihm am 22. Juli 1864 der preußische Gesandte Prinz Reuß überbracht hatte als Anerfennung für die politische Haltung des Kurfürsten in dieser Zeit. Der Kurfürst selbst hatte am 1. Juli 1865 an Bismard den ,, Goldenen- Löwen- Orden" verliehen; es ist eine eigenartige Fügung, daß nach dieser Verleihung keiner mehr diesen Orden verliehen erhalten hat! Bismard war der letzte Ritter dieses Drdens!
In Hessen- Darmstadt regierte Großherzog Ludwig III., der mit der bayerischen Prinzessin Mathilde, einer Tochter König Ludwigs I. von Bayern vermählt war; die Ehe blieb finderlos. Sein Bruder Prinz Karl war mit der preußischen Prinzessin Elisabeth, einer Tochter des schon vorerwähnten Prinzen Wilhelm von Preußen, einer Nichte König Friedrich Wilhelms III. vermählt. Wiederum war der aus dieser Ehe entsproßene Prinz Ludwig, der spätere Großherzog Ludwig IV. seit dem 1. Juli 1862 mit der Prinzessin Alice, einer Tochter der Königin Vittoria von England vermählt. Auf diese Weise war Prinz Ludwig der Schwager des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen geworden, der am 25. Januar 1858 die Prinzessin Vittoria von England heimgeführt hatte! Auch hier traf der Krieg eine nahe Verwandtschaft! Der Kronprinz berichtet uns am 8. Mai 1866:
,, Louis von Hessen tam inkognito an, um zu erfahren, ob Preußen wirklich in das Großherzogtum einrüden oder zur Annektion schreiten werde."
An die badische Regenten- Familie stellte der Krieg ganz besonders hohe Anforderungen Der Großherzog Friedrich I. von Baden war als Gemahl der preußischen Prinzessin Luise der Schwiegerjohn König Wilhelms 1. Er war in der peinlichen Lage, gegen den eigenen Schwiegervater seine Truppen ins Feld senden zu müssen Der Großherzog war preußisch, sein Minister Freiherr Ludwig von Edelsheim ganz österreichisch gesinnt. Gu stav Freytags Freund, der badische Minister Karl Mathy, schrieb am 18. Juni 1866 in grimmigem Schmerze in sein Tagebuch: ,, Wir stehen auf der unrechten Seite, für das Faule, für der Ausgang wird Habsburg und Welf, gegen das Frische es lehren!"
Auch zwischen dem württembergischen Königshause und den Hohenzollern bestand Verwandtschaft. König Karl von Württemberg war seit dem 13. Juli 1846 mit der Großfürstin Olga von Rußland vermählt. Die Königin war eine Tochter des Zaren Nikolaus I. von Rußland und der Prinzessin Charlotte von Preußen. Ihre Mutter war demnach eine Tochter des Königs Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise; der Preußenfönig war der Onkel der württembergischen Königin. Ein besonders scharfer Gegner Preußens war damals der württembergische Minister von Varnbüler, der seiner Stimmung gegenüber Preußen Ausdruck gab, indem er bei einer Rede in der
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eine. Kastel startet im Achter gegen Gießen 77, Offenbacher RV. fommt gegen Mühlheimer Wassersport im Vierer, am Sonntag hat Offenbach gegen die Frankfurter Germanen zu Außerdem fämpfen im Vierer ohne und mit Steuermann. haben Meldungen abgegeben Höchst, Sachsenhausen, Frankfur ter RC., Universität Frankfurt und Undine Offenbach.
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Missionsfest. Morgen findet hier das Missionsfest statt. Festprediger ist Missionar L. Blümer, Marburg. Gottesdienste finden morgens 10 Uhr in der alten Friedhofskapelle und nachmittags 3 Uhr auf der Waldbühne statt.
* Notgemeinschaft erwerbsloser Segelflieger. Hier hat sich vor einigen Wochen eine Notgemeinschaft erwerbsloser Segelflieger gebildet, die aus stellenlosen jungen Ingenieuren, Technikern und Handwerkern besteht und sich die freiwillige Betäti gung im Segelflugzeugbau zur Aufgabe gemacht hat. Die Notgemeinschaft, die in enger Verbindung mit dem Verein für Luftfahrt arbeitet, hat im Verlauf der letzten drei Wochen ein Segelflugzeug mit zehn Metern Spannweite erbaut, wozu 12 Mitglieder der Notgemeinschaft insgesamt rund 250 Arbeitsstunden leisteten. Die Gruppe ist dieser Tage mit dem Segelflugzeug in die Gegend von Homberg( Oberhessen) zu Schulungsflügen abgerückt.
* Einbruch. In einem Haus der Westanlage wurde Mittwoch nachmittag eingebrochen. Die Einbrecher öffneten die Wohnung durch einen Nachschlüssel. Gestohlen wurde eine go!- dene Herrenuhr mit geripptem Sprungdedel, eine schwere goldene Uhrkette und etwa 60 Mark Bargeld.
* Von der Straffammer. Einen bösen Reinfall erlebte ein Kaufmann aus Bad Nauheim, der sich mit einer zweijährigen Zuchthausstrafe wegen Sittlichkeitsverbrechens nicht einverstanden erklärte und gegen das Urteil Berufung einlegte. Der Kaufmann, der wegen des gleichen Vergehens an Kindern schon mit Zuchthaus vorbestraft ist, wurde nun von der Großen Straffammer zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, da auch der Staatsanwalt sich mit dem Urteil des Bezirksschöffengerichts nicht zufrieden gegeben hatte. Die Berufung des Angeklagten wurde verworfen.
* Tinte aus Stoff zu entfernen. Um Tinte aus Stoff zu entfernen, durchtränkt man zunächst den Stoff mit Speiseeisig oder mit einer Mischung von 5 Gramm Salzsäure und 95 Gramm Wasser. Fünf Minuten nach Durchtränkung mit einem dieser Mittel, wird eine 10prozentige Lösung von Kleesalz, Oralsäure oder Weinsteinsäure aufgeträufelt, dann in Wasser gelegt und ausgespült, oder man bestreicht mit warmer konzentrierter Oralsäurelösung und bestreut mit Zinkstaub. Durch wiederholte Behandlung lassen sich die Flecke vollständig beseitigen. Nach der Entfernung der Flecken wäscht man gründlich in fließendem 5. K, Wasser aus.
Maschinenbauschule Gießen.
Wie uns die Maschinenbauschule Gießen mitteilt, ist dieser Anstalt die Berechtigung erteilt worden, das Zeugnis der ,, mittleren Reife" zu erteilen. Hierdurch wird den Schülern dieser Anstalt, welche nur Volksschulbildung haben, Gelegenheit geboten, die gleiche ,, mittlere Reife" mit den gleichen Berechtigungen zu erlangen, wie die Schüler höherer Lehranstalten.
Hühneraugen
Hornhaut, verbidte Sornschwieler an Händen und Füßen, überhaupt alle harten Hautwucherungen wer werden gründlich auf fauberfte und bequemste
Art beseitigt durch Leolin". Padung für mehrmaligen Gebrauch mit genauer Gebrauchsanweifung 60 Pf. In allen Chlorodont. Berlaufsstellen zu haben.
Kammer nach Preußen hin den berühmten Ausruf: Victis
Vae
Wehe den Besiegten" tat Er hat später sehr schnell den Anschluß an Bismard gefunden. Zwar hat Bismard es zunächt abgelehnt, bei den Friedensverhandlungen Barnbüler zu empfangen, aber später hat er mit ihm in Berlin verhandelt. ,, Seine bewegliche Empfänglichkeit für die politischen Eindrüde jeder Situation erzählt Bismard- betätigte sich dort darin, daß er der erste unter den süddeutschen Ministern war, mit dem ich einen Bündnis- Vertrag der bekannten Art schließen fonnte. Später hat Varnbüler dann Bismard den vollen Beistand seiner Sachkunde und Arbeitstraft geliehen", wie Bismard dankbar anerkennt.
Auf die Zeit des Großen Kurfürsten u. seine Gemahlin Luise Henriette von Oranien gingen die Bande des Blutes und der Freundschaft zurück, die zwischen Nassau- Oranien u. Hohenzollern bestanden Frig- Oranien" war der Lieblingsfreund König Wilhelms 1. gewesen. Seine Schwester Luise war mit dem Prinzen Friedrich Karl von Oranien vermählt. Auch diese Verwandtschaft wurde durch den Krieg schwer getrübt. Herzog Adolf von Nassau, aus der ,, Walramischen Linie" des Hauses Oranien, verlor sein Herzogtum.
Man kann sich denken, welche Aufregung an diesen Hösen im Mai und vor allem in den Juni- Tagen des Jahres 1866 ge herrscht hat; es war dieselbe Spannung die ganz Deutschland bis ins innerste Mark bewegte.
Endlich am 14. Juni 1866 fiel im Bundes- Palais" zu Frankfurt a M. die Entscheidung Der österreichische PräsidialGesandte Baron Kübed, eröffnete die dentwürdige Verhandlung. Desterreich hatte seine Rüstungen und die Versammlung seiner Haupt- Armee am 10. Juni beendet; am 11. Juni erhob es beim Bundestage Klage gegen Preußen und stellte den formell gegen die Bundes- Verfassung verstoßenden Antrag das ganze Bundesheer bis auf die dazu gehörenden drei preußischen Korps gegen den gewalttätigen Störenfried zu mobilisieren Bayern stellte den Gegen- Antrag, daß von der Mobilmachung nicht nur die preußischen, sondern auch die österreichischen Korps auszuschlieBen seien Als Zwed der Maßregel wurde angeführt, der Bund müsse Vorkehrungen treffen, um etwaigen Friedensstörungen entgegentreten zu können. Für diesen Antrag stimmten: Dester reich, Bayern, Württemberg, Sachsen, Hannover, Hessen- Kassel, Hessen- Darmstadt, Nassau, die Freie Stadt Frankfurt, Liechtenstein, Walded, Reuß, Lippe und Hessen- Homburg. Mit Preußen stimmten Luxemburg, Coburg, Sachsen- Weimar, Oldenburg, Anhalt, Schwarzburg und die Freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck. Baden enthielt sich der Abstimmung. Sofort nach der Abstimmung erhob sich der preußische Gesandte, Herr v. Savigny, und erklärte, schon die Einbringung, geschweige denn die Annahme des Vertrages stehe im Widerspruch mit den Grundgesehen des Bundes. Das Bundesrecht jei gröblich verlegt, der Bundesbruch sei vollzogen und der Bundes- Vertrag nicht mehr rechtsverbindlich.
Der gefürchtete Krieg war da! Die Würfel waren gefallen! Das Spiel ging ,, um Zepter und Kronen"!
Dr. Ludwig Roth.


