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Mittwoch

Mittwoch, den 11. März 1931.

Tschechoslowakei

Niederlande

Polen

Desterreich

Schweiz

14,4%

13,8%

B. Staat. v. Amerika 7,0% Rußland( UdSSR.)

12,9%

12,0%

und Randstaaten 4,6% Frankreich

3,4%

8,1%

Die Beteiligung der einzelnen Auslandsstaaten an der Ueberfremdung des Grundbesizes in den Gemeinden über

,, Gießener Zeitung"

Lokales.

Das nennt man Frühling.

O ja, es hatte schon einmal nach Frühling geduftet. Die linden Lüfte waren erwacht, der Föhn war gekommen. Wir schlugen aus! Innerlich und äußerlich. In jedem Sinn. Wir wollten schon die berühmten 10 000 Stanzen dichten. Wir leug­neten jede Depression. Wir zitierten Uhland.

Nr. 20

ten. Nein, jeder einzelne von uns muß mithelfen, soweit er dazu irgend in der Lage ist, Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Wie viele solcher Möglichkeiten es gibt, das zeigt eine Broschüre, die anläßlich der Reichs- Handwerks- Woche vom 15. bis 22. März 1931 durch die Organisationen des deutschen Handwerks an das Publikum verteilt wird. Ausgehend von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung des deutschen Handwerks für eine wahre Volksgemeinschaft, zeigt sie dessen innige Verflechtung mit allen Gebieten des täglichen Lebens und weist nützliche Wege zu neuem Aufstieg. Die Probleme, die hier in leicht faß­licher Form behandelt werden, sind so lehrreich, die Beachtung der darin aufgestellten Forderungen gerade heute so wichtig, daß das Büchlein in jede deutsche Familie gelangen müßte.

Was wurde aus unseren Blütenträumen? Sie wurden zu Eisblumen. Jeden Morgen, wenn wir nach heroischer Selbst­überwindung aus dem Bette auferstanden sind, können wir sie mühsam vom Fenster wegtraßen, um das Thermometer zu er= bliden. Schaudernd wenden wir uns ab. Die Quecksilbersäule schrumpft täglich. Nur eine hohe Säule!?" Nein, ein elendes, turzes Stäbchen. Man erfältet sich, wenn man es nur sieht. Alle Depressionen gehen über uns nieder, warum soll da nicht schließlich auch die Depression der Kälte dazu kommen? Nicht umsonst wird gemeldet, in Grönland herrsche mildes Wetter. Ganz bestimmt sind auch die Kältewellen hierher verschoben worden. Wir frieren. Wir schrumpfen. Wir verlieren jeden Glauben an die Jahreszeiten und sehen entsetzt, daß unser Keller keine Kohlen und unser Schrank feinen Kognak mehr birgt.

5000 Einwohner:

Staatsangehörigkeit

bzw. Wohnfit in

Einwohnerzahl nach ber legten Boltszählung

Ausland

Zahl

%%%

Großbitannien

44 200 000

539

Frankreich

40 700 000

1922

Italien

38 700 000

511

Spanien

21 400 000

Niederlande

6 900 000

Belgien

7 500 000

Schweiz

3 900 000

Desterreich

6 500 000

Tschechoslowakei

13 600 000

Danzig

Polen

400 000 27 200 000

Rumänien

17 200 000

ausl. Staats­angehörigkeit Zahl%% 2,2 622 2,0 8,0 1045 3,4 2,1 828 2,7 815 3,4 825 2,7 1953 8,1 4251 13,8 703 2,9 608 1,9 2043 8,5 2501 8,1 2050 8,5 3698 12,0 2395 10,0 4439 14,4 278 1,2 212 0,7 2318 9,6 4001 12.9 241 1,0 360 1,2

Bebaute Grundstücke im Eigen­tum von Personen mit Wohnsitz im

Rußland( UdSSR.) 147 000 000)

Litauen, Lettland

155 300 000 772

3,2 1416

4,6

8 300 000

Estland, Finnland Dänemark

3 400 000

8 600 000

771 3,2 950 611 2,5 757

3474 14,5 2167

3,1 2,4 7,0

2671 11,1 2190 7,1

Schweden, Norw.

V. St. v. Amerika 105 700 000 Sonst. Staaten

Zusammen:

24067 100,0 30870 100,0

3. Die Ueberfremdung in den einzelnen Großstädten. Die Großstädte stehen, wie bereits erwähnt, im Mittel­punkt der Ueberfremdung. 2,21 Prozent aller Großstadtgrund­stücke gehörten Personen mit Wohnsitz im Ausland*( ohne Ber­lin 1,43 Prozent), und 2,70 Prozent( ohne Berlin 1,79 Prozent) waren im Besitz von Personen fremder Staatsangehörigkeit. Am stärksten war die Ueberfremdung in den nachfolgenden Städten.

Bon je 100 bebauten Grundstücken standen im Eigentum von Personen mit

Wohnsitz im Ausland Berlin

ausländ. Staatsangehörigkeit

Man merkt es unserer Sonne doch an, daß sie tausend Mil­lionen Jahre alt ist. Aber über anderen Ländern leuchten andere Sonnen. Man braucht nur schlotternd am Fenster des Blumenhändlers vorbeizugehen, um das festzustellen. Man gebe diese Blumen blühen läßt. Wir uns diese Sonne. Die brauchen sie.

Märzschnee.

Nicht

* Fernsprechgebühren- Ermäßigung. Vom 1. März an ist die Gebühreneinheit im Sprechverkehr mit Brasilien von 126 auf 120 RM. ermäßigt worden.

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* Führung der Weinbücher. Nach§ 19 des Weingesetzes und Artikel 9 der Ausführungsbestimmungen haben alle Perso­nen, die gewerbsmäßig Trauben zur Weinbereitung, Trauben­maische, Traubenmost oder Wein in Verkehr bringen, Bücher zu führen. Unter die hierzu Verpflichteten fallen auch die Schank­wirte, Lebensmittelhändler, Krämer und sonstigen Kleinverkäu­fer von Wein. In Kürze werden Revisionen durch das Polizei­amt erfolgen, ob die vorgeschriebenen Weinbücher geführt wer den. Nichtbeachtung der Vorschriften hat Bestrafung zur Folge. * Aus dem Stadttheater. Heute, Mittwoch, abends 7.30 bis 10.30 Uhr, wird bei gewöhnlichen Preisen ,, Nachtasyl" von Maxim Gorki gegeben.

Nun war heute früh der Winter zurückgekehrt nur, daß das Thermometer sich beträchtlich unter dem Null­punkt bewegte, der Himmel war bleigrau, wie wir ihn um die Weihnachtszeit gern sehen, und fündete Schneefall. Bald setzte auch ein leichter Flockentanz ein, und schon in den frühesten Morgenstunden sah man auch in der inneren Stadt Schnee­rieseln. Aber auf dem Trieb und am neuen Wasserbassin sah man Schnee, man registrierte es als ein nicht alltägliches Er­eignis. Und weiter nach Grünberg zu, da wurden, obwohl man sich eigentlich schon auf zeitgemäßeren Sport umgestellt und die Fahrräder blank geputzt hatte, die Rodelschlitten noch einmal hervorgeholt und man freute sich über den weißen Win­terwald.

7,4

Wiesbaden

Wiesbaden

6,9

Berlin

9,2 8,8

Aachen

4,8

Dresden

5,8

Dresden

4,3

Aachen

5,0

Breslau

4,2

Breslau

5,0

München

3,3

Altona

4,7

Altona

2,9

München

4,0

Frankfurt a. M.

2,3

Frankfurt a. M.

2,9

Stuttgart

2,1

Leipzig

2,3

Königsberg i. Pr.

2,0

Düsseldorf

2,2

Köniasberg i. Br. Plauen

2,1

2,1

* Einschließlich juristischer Personen mit Sitz im Ausland.

" In die Erde geschrieben".

In der von Heinrich von Gleichen herausgegebenen Wo chenschrift ,, Der Ring"( Heft 4 von 1931) lesen wir:

von

* Gewerbeverein. Im Krausmüller- Saal( Goethestr. 7, I) hält am Donnerstag, dem 12. März, abends 8.15 Uhr, Garten­bau- Architekt Eberh. Schwarz einen Lichtbilder- Vortrag über ,, Der schöne Staudengarten".

* Goethe- Bund. Die dänische Dichterin Karin Michaelis erzählt am Sonntag, dem 15. März, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula ,,, Aus der Werkstatt einer Dichterin".

Im Vogelsberg stellt man sich offenbar auf wintersportliche Ostern ein. Die Schneehöhen wachsen gigantisch. Auch in den anderen Gegenden ist Neuschnee innerhalb der letzten 24 Stun den gefallen. Die weitere Entwicklung der Wetterlage iſt ziemlich unbestimmt. Deutschland ist augenblicklich von einer Depression überlagert. Bei Winden von veränderlicher Rich­tung dürfte es aber wieder zum Aufklaren kommen, und es erscheint durchaus nicht ausgeschlossen, daß sich zum mindesten die Nachtfröste wieder verschärfen, wenn auch bei Tag die Sonneneinstrahlung den Märzenschnee bald wegräumen wird. Schafft Arbeit!

* Sparerbund, Ortsgruppe Gießen. Am Mittwoch, dem 11. März, abends 8.30 Uhr, findet im ,, Prinz Carl" ein öffent­licher Lichtbilder- Vortrag über ,, Versailler Diftat, Dawes und Young- Plan", statt.

* Volkshochschule. Am Samstag, dem 14. März, abends 8 Uhr, ist im Großen Hörsaal der Universität, unter Leitung des Musiklehrers Fr. Bauer jr., ein Musikalischer Volkskunst­abend.

* Städt. Gas- und Wasserwerk. Die noch rückständigen Be­15. träge für Gas im Monat Januar 1931 können bis zum ds. Mts. noch ohne Kosten bezahlt werden.

Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit darf heute kein Volks­genosse unbeteiligt beiseitestehen. Es ist den meisten nicht be-­wußt, wie sehr sie, sei es durch jenes Abgeſtumpftsein und Ver­zagen, das bald zu einer Epidemie zu werden droht, zur Ver­schlechterung der allgemeinen Lage beitragen. Schließlich darf man doch eine Ankurbelung der Wirtschaft" nicht von unbe­tannien und geheimnisvollen außenstehenden Mächten erwar­

,, Der preußische Handelsminister Schreiber äußert sich wie die meisten ,, Führenden" heute mit mehr oder weniger bil­ligem Optimismus über die Krise. Immerhin ist bei ihm ein gewisser Fortschritt aus Dämmerung festzustellen, wenn zu­gegeben wird, daß das Problem der Arbeitslosigkeit sich mit künstlichen Mitteln nicht lösen läßt; auch durch Arbeitsbeschaf fung im großen lasse sich die Arbeitslosigkeit nicht wirksam be­kämpfen. Andererseits hält aber Schreiber nach wie vor an dem Unsinn fest, daß mit Preissenkungen Hilfe zu schaffen sei. Und in einem soeben erschienenen Aufsatz über Deutschlands Not und ihre Gründe" wagt ein Minister von wirtschaftlicher Ver­antwortung den Satz zu schreiben: ,, Es ist grundsätzlich falsch, in einem Land, das wie Deutschland arm an Kapital und reich an Arbeitskraft ist, viel Kapital und wenig Arbeitskraft zu verwenden." Ein solcher Satz gewährt einen tiefen Einblick in die Ahnungslosigkeit des Ministers von dem organischen Zu­sammenhang zwischen Kapital und Arbeit. Als ob die Re­lation zwischen Kapital und Arbeit mechanisch zu regulieren Tväre!

Eine Gedächtnistafel

für Georg Büchner in Goddelau.

* Geschlängelte Stirnadern werden vielfach als Zeichen von Arterienvertaltung angesehen. Diese Ansicht ist vollkommen irrig und nur dazu angetan, in überängstlichen Gemütern un­heilvolle Verwirrungen anzurichten. Es können geschlängelte Stirnadern in ganzen Familien erblich auftreten. Meist sind sie als Zeichen eines erhöhten Blutdruces aufzufassen, der mit zunehmendem Alter normalerweise zunehmen kann.

Es ist bezeichnend für des Dichters Georg Büchner Schicksal in der deutschen Literaturgeschichte, daß an ihn bis jetzt kein Denkmal erinnerte. Man fennt ihn ja noch nicht lange. Die Jahrzehnte vor dem Weltkrieg hatten von ihrem Kultureifer nichts für ihn übrig. Zu Büchners Lebzeiten tam nur sein ,, Danton" durch Gutzkows Interesse 1835 zum Drud, fand Bei­fall, aber keine Aufführung. Das war alles. Der Vierund­

Woran wir leiden, ist die Unmöglichkeit, für die deutsche Wirtschaft selbst Kapital zu bilden. Die künstlichen Preis­senkungen nehmen uns die letzten Möglichkeiten dazu. Niemals kann durch Arbeitskraft der Mangel an Kapital ausgeglichen werden, wenn wir nicht dem bolschewistischen System zusteuern wollen. Es scheint allerdings, daß nach wie vor gerade die ,, Ver­antwortlichen" diese gefährliche Tendenz nicht erkennen wollen. So steht es auch mit dem Finanzminister des Reichs, Dr. Diet­rich, der zwar von der ernsten Sorge spricht, die die Kreditver­hältnisse der deutschen Wirtschaft machen. Da wir Eigen­kapital nicht schüfen, blieben wir auf Fremdkapital angewiesen. In der Tat ist die Ablösung der kurzfristigen Kredite mit ihren hohen Zinsen die Lebensfrage unserer Wirtschaft. Und da wagt ein Finanzminister des Reiches, öffentlich zu fordern, daß man sich von Staats wegen immer mehr dem Klein- Wohnungs­bau widmen müsse. Braucht man zum Kleinwohnungsbau Kapital oder nicht? Weiß der Minister nicht, welchen Kapi talverlust unser öffentlicher Wohnungsbau schon mit sich ge­bracht hat? Hat der Minister die Zahlen zur Kenntnis ge­nommen, die Dr. Silverberg in seiner Hamburger Rede zum ersten Male der Deffentlichkeit mitgeteilt hat, ohne daß die Parteipresse davon Kenntnis genommen hat? Es sind 47.5 Milliarden Reichsmark, die in diesem Falle nicht in den Schorn­stein, sondern in die Erde geschrieben wurden! Klein- Woh nungen, Groß- Wohnungen, die Finanzierung von öffentlichen Baueinrichtungen jeglicher Art, die einen Betrag erreicht haben, der den Kosten eines neuen Krieges gleichkommt, Beträge, die jedenfalls höher sind, als was Deutschland aus Young- Plan und Dawes Plan bisher geleistet hat.

CEBURTSHAUS GEORG BUCHNER 17-1813+ 19-1837

Konzert des Bauerschen Gesangvereins.

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Flott und unbeschwert wurden alte deutsche Volkslieder zu Gehör gebracht. Die Art, wie der Ehrenchormeister Otto Gör­lach mit seinen ,, Bauern" den schönen Männergesang in diesem Konzert wiederbrachte, zeugte von einer guten Schulung. Vor­teilhaft fügten sich ein das Streichtrio in B- Dur der Herren F. Bauer, H. Bayersdorf und H. Eger, und eine Suite von Frau E. Fischer und Herrn F. Bauer.

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bühne ,, Dantons Tod" zur Uraufführung(!) brachte, das Revo­lutionsdrama, damals ein wenig wie ein Pulverfaß empfunden. Dann führten Münchener Studenten ,, Leonce und Lena" auf, Max Reinhardt ging mit seiner ,, Danton"-Inszenierung bis nach Amerika, die Musik erreichte die erforderliche psychologische Ver feinerung zur Vertonung des ,, Wozzek", auch ,, Leonce und Lena" ward als Lustspieloper in Musik gesetzt, die Wissenschaft nahm sich des Falles an; voran Arnold Zweig und jüngst Friedrich Gundolf haben über Büchner geschrieben. Der hessische Staat stiftete 1920 einen alljährlich erteilten Büchnerpreis. Heute gilt uns Georg Büchner als eine der stärksten dramatischen Be gabungen, an geistiger Einstellung, Sprache, Form und Technit uns und unserer Kunst so nahe und unmittelbar angehend, wie feiner seiner Zeitgenossen.

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So hat man nun auch daran gedacht, an seinem Geburts haus in Goddelau bei Darmstadt eine Gedächtnistafel anzu­bringen. Die Tat ward von einem Ausschuß vorbereitet, be stehend aus dem hessischen Staatspräsidenten Dr. Adelung, Generalintendant Prof. Ebert in Darmstadt, Prof. Max Rein­hardt in Berlin, Prof. Kippenberg vom Inselverlag in Leipzig, Rektor Reiber, M. d. L., in Darmstadt, Apotheker Donat, M. d. L., und Bürgermeister Hartung in Goddelau. Eine Samm lung in ganz Deutschland brachte zwar manche Enttäuschung, aber doch eine Summe, von der ein schöner Ueberschuß zugunsten lebender Künstler verwandt werden kann. Die Enthüllung der von dem bekannten hessischen Künstler Velde gearbeiteten Tafel fand in Goddelau am 8. März statt.

zwanzigjährige starb 1837 in jähem Verlöschen, das so plötzlich fam wie sein Aufstieg, Privatdozent in Zürich, am Anfang seiner Laufbahn, nicht unbekannt als Wissenschaftler, und der Hessen- Darmstädtischen Regierung als Beteiligter an der Gießener Revolutionsverschwörung Don 1835 höchst suspekt. ,, Leonce und Lena", das süßgallige, heitere und ironische Mär­chenspiel, das Fragment der Soldatentragödie ,, Wozzek, die angefangene Novelle ,, Leng" lagen in der Schublade.

Das, Junge Deutschland" fam und ging, der Naturalismus brachte das soziale Drama, ohne den großen Vorgänger zu er­fennen Büchner schlief, bis um 1905 die Berliner Bolts­

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In dem mit den Reichsfarben reich geschmückten Riedorte Goddelau fand die Einweihung einer Gedächtnistafel für den in Goddelau geborenen hessischen Dichter Georg Büchner statt. Zu dem akademischen Festakt hatten sich u. a. Staats präsident Dr. Adelung und Minister Korell eingefunden. Abg. Donath Goddelau betonte, daß die Mittel für eine Büchner­Gedenktafel hauptsächlich von den Intellektuellen Darmstadts aufgebracht wurden. Professor Karl Ebert- Darmstadt hielt die Gedächtnisrede. Die Ausführungen wurden verstärkt durch Rezitationen des Schauspielers Franz Kutschera über Dantons Rede aus Büchners ,, Dantons Tod". Im Anschluß an die Feier begab man sich nach der Weidgasse 9, einem schlichten Holzfach werkhaus, dem Geburtshause Büchners. Unter dem Giebel ist die von Kunstmaler Velde geschaffene Tafel angebracht. In schlichten Worten übergab Kunstmaler Velde die Tafel dem hessischen Staatspräsidenten Dr. Adelung, der das Werk der Gemeinde in treue Obhut übergab. Bürgermeister Hartung übernahm die Tafel mit dem Gelöbnis, fie stets in Ehren be wahren zu wollen.

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