Nr. 80.
Mittwoch, den 7.
Mittwoch, den 7. Oftober 1931.
schen Behörden nicht rühren. In diesem tiefsten Kern liegt auch die Ursache für die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Bei dieser Wirtschaftsordnung schwindet das Vertrauen nicht nur des ausländischen, sondern auch des inländischen Kapitals. Das Kapital läßt sich eben nicht betten."
Noch schärfer hat der frühere französische Handelsattaché in Berlin, Paul Maquenne, in einem Vortrage, den er im Oktober 1929 in der Société d'économie politique gehalten hat, die Wirtschaftspolitik gebrandmarkt, die bei uns unter dem Druck der Gewerkschaften getrieben worden ist; er sprach von ,, einer wissenschaftlich organsiierten Ausplünderung aller kapitalistischen Kräfte"; die Finanzen und die Wirtschaft seien ,, einer Bande von Räubern" überantwortet, denen gegenüber die Regierung nichts als Rüchsichtnahme kenne. ,, Nur auf die Arbeiterpartei", so heißt es weiter ,,, nimmt man heute in Deutschland Rücksicht; diese Partei braucht nur den kleinen Finger zu rühren und gleich wird pariert." Maquenne stellte auch fest, daß ,, der ganze Nutzen der Rationalisierung für die Produzenten gleich null war; alles ging für die Löhne drauf"; die Folge dieser Wirtschaftspolitik sei die progressive Verarmung der Unternehmer und Kapitalseigner.
In erster Linie sind es natürlich die freien Gewerkschaften, die die Verantwortung für diese unheilvolle Entwicklung trifft, deren Tempo und Takt sie schon infolge ihres gewaltigen zahlenmäßigen Uebergewichts bestimmt haben. Aber von da aus ist der Krankheitsstoff mehr oder weniger auch in die anderen Ge= werkschaften eingedrungen, sehr zum Leidwesen wirklich verantwortungsbewußter Führer, die Blick für die Größe der Gefahr haben. In der K3.( 137 vom 21. Februar 1927) flagte Verbandssekretär Emil Kandzia von den christlichen Gewerkschaften über die unerfreulichen Folgen der Monopolstellung: Man denkt zentral, gewerkschaftlich und fast behördlich(!), aber faum noch betrieblich. Man erwartet alles von oben und frankt unten. Man hat den Kopf in der Sonne und steht mit den Füßen im Sumpf. Das sagen zu müssen, ist bitter." Durch die Bürokratisierung der Gewerkschaftsfunktionäre ist ein neuer Stand entstanden, ein besonderer Berufs- und Erwerbszweig mit eigenen Standesinteressen, vor denen die wirklichen Interessen der offiziell von den Gewerkschaften vertretenen Arbeitnehmer nur zu oft zurücktreten müssen. Die Funktionäre sind großenteils, wie Kandzia richtig gefühlt hat, betriebsfremd geworden; sie leben in einer Atmosphäre für sich, die aufs stärkste bewegt wird durch die Sorge um die Erhaltung und Stärkung der eigenen Stellung und ihrer finanziellen Basis und durch den Ehrgeiz, Karriere zu machen, den die Eröffnung staatlicher und kommunaler Aufstiegsmöglichkeiten großgezüchtet hat. Man hat sich daran gewöhnt, das ganze Leben, Wirtschaft und Politik, einseitig unter dem Gesichtspunkt des gewerkschaftlichen Prestiges anzusehen.
In der Verteidigung dieses Prestiges sind sich alle Richtungen einig, so sehr sie sich sonst auch bekämpfen mögen. Sie alle sind beslissen, sich die Monopolstellung zu erhalten, die ihnen die Beherrschung der Massen erleichtert und ihnen damit die materielle Existenzgrundlage sichert. Alle diesem Zweck dienenden Institutionen sind ihnen ebenso ,, heilig", wie den Franzosen der Vertrag von Versailles. So hat sich die Gewerkschaftsbürokratie fest zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber eingeklemmt; ihr Berufsegoismus bildet das stärkste Hindernis des gegenseitigen Verständnisses und des sozialen Friedens, ohne den wir nie wieder hochkommen werden. An dieser Tatsache sind auch alle ehrlichen Versuche ideal denkender Gewerkschaftsführer zur Herbeiführung einer Arbeitsgemeinschaft gescheitert. Das Gewerkschaftsmilieu ist überhaupt wahren Führernaturen nicht günstig; sie kommen zu schwer gegen die egoistischen Instinkte der verknöcherten und durch und durch reaktionären Gewerbschaftsbürofratie auf. Wir sehen es ja in England, wo einem Staatsmann wie Macdonald seine eigenen Gewerkschaften schmählich in den
Rücken gefallen sind. Und erleben wir nicht auch in Deutschland
Aehnliches?
1923 hat im ,, Arbeitgeber"( Nr. 3) Prof. Herkner die Folgen der von den Gewerkschaften getragenen Politik vorausgesagt:
„ Gießener Zeitung"
nicht mehr im Verhältnis stehen zur Leistungsfähigkeit der Wirtschaft, die nach ehernen Gesetzen arbeitet, die beachtet werden müssen; mit weltanschaulichen Grundsägen lassen sich die Dinge nicht meistern. Die in der Nachmittagssigung vorgenommene Kandidatenaufstellung bringt auf den ersten Plätzen folgende Namen: 1. Oberamtsrichter Abg. Schreiber- Vilbel, 2. Maurermeister Gemünden- Ober- Ingelheim, 3. Hausfrau Clara Grein- Offenbach, 4. Rechnungsdirektor Koch- Darmstadt, 5. Schulrat Fischer- Gießen, 6. faufm. Angestellter Frener- Mainz. In den geschäftsführenden Vorstand der Landespartei wurden ge= wählt: 1. Vorsitzender Oberstudiendirektor Dr. Weiner- Offenbach, 2. Vorsitzender Amtmann Gosenheimer- Darmstadt, 3. Vorsitzende Frl. Dr. Sonnenberger- Sprendlingen.
,, Wir hüllen uns in eine so schwere, erdrückende sozial- und wirtschaftspolitische Rüstung, daß wir schließlich nicht mehr imstande sind, uns zu regen und auch nur den dringendsten Bedarf unseres Volkes und Staates zu decken."
Landesparteitag der Radikaldemokraten.
Der Landesverband Hessen der Radikaldemokratischen Partei hielt am Sonntag in Offenbach seinen ersten Landesparteitag ab. Dr. Neumann- Berlin vom Reichsorganisationsausschuß der RDP. gab einen Bericht über den Stand der radikaldemokratischen Bewegung in Deutschland. Der Landesparteivorsitzende, Rektor Reiber- Darmstadt, M.d.L., berichtete über die Vorschläge des Ausschusses zur Kandidatenaufstellung. Nach längeren Beratungen nahm die Versammlung die vorgeschlagene Kandidatenliste an, die 22 Namen trägt. An der Spitze der Liste steht der seitherige Landtagsabg. Reiber. Ihm folgen Studienrat BalzerOber- Ingelheim, Landtagsabg. Eberle, ferner Dr. HammerDarmstadt, Frau Nies- Sichenhausen, Schäfer- Darmstadt und Strauß- Bad- Nauheim.
Sind wir nicht heute wirklich so weit? Damais schon prägte Prof. Herkner, ein Mann, der sich immer aufs wärmste der Arbeiterinteressen angenommen hat, das bittere Wort von den ,, machttrunkenen Gewerkschaftlern, die glauben, Vernunft und Wissenschaft verachten zu dürfen". Hat sich dies Wort nicht wieder in vollem Umfang bei dem jüngsten Kongreß der freien Gewerkschaften in Frankfurt bestätigt? Stand er nicht ganz unter der Devise ,, Nichts gelernt"? Aber immer weiteren Kreisen des deutschen Volkes sind mittlerweile die Augen aufgegangen. Sie wissen genau, weshalb es heute dem deutschen Volke so unendlich viel schwerer fällt, der Not Herr zu werden, als früher:„ Ja, da= mals gab es auch noch keine Gewerkschaftssekretäre!"
Spitama in der Deutschen Bergwerkszeitung" Nr. 228 vom 29. 9. 1931.
Zwangsversteigerungen in Hessen.
Im ersten Vierteljahr 1931 wurden in Hessen 409 Zwangs= versteigerungsverfahren über landwirtschaftliche Betriebe mit einer Gesamtfläche von 660,6 Hektar eröffnet, während die Zahl in der gleichen Zeit des Vorjahres mit 280,95 Hektar 286 be= trug. Jm 3. Vierteljahr 1931 ist diese Zahl auf 459 mit 524,14 Hektar angestiegen, das bedeutet eine Zunahme der Fälle um rund 12 Prozent. Durchgeführt und abgeschlossen wurden im 1. Vierteljahr rd. 13,61 Heftar. 67 Versteigerungen über 63,03 Hektar gegen 48 Fälle mit 60,5 Hektar im Vorjahre. Im zweiten Vierteljahr wuchs die Zahl auf 84 mit 92,47 Hektar Fläche, gegen 67 Fälle mit 57,03 Heftar im Vorjahre. Die Tatsache, daß die Zahl der Zwangsversteigerungen seit 1930 sich stetig steigert, spricht deutlich von der Not der Landwirtschaft.
In England laufen die Räder.
In Deutschland ein starres Festhalten an der Deflationspolitik der Reichsbank, eine Heiligsprechung des toten Goldklumpens bei gleichzeitigem Dahinjiechen der Wirtschaft. In England eine geschlossene Abkehr vom Goldstandart und die Räder laufen. In der Wollindustrie, in der Eisen- und Stah!- industrie, in der Seifenindustrie hageln 3. 3t. die Aufträge. Die Arbeiter werden telegraphisch in die Fabriken geholt. Warum: die Geldmassen laufen. Einsichtige Menschen in Deutschland fordern deshalb mit Recht: Loslösung vom Gold, bei gleichzeitiger Stabilisierung der Kaufkraft und gleichzeitigem Antrieb des Geldes.
Landesparteitag der hessischen Staatspartei. Die staatsparteilichen Kandidaten für die Landtagswahl. Der am Sonntag, den 4. Oktober, in Offenbach abgehaltene Landesparteitag der hessischen Staatspartei stand unter dem Zeichen der bevorstehenden Landtagswahlen. Landesvorsitzender Abg. Schreiber beschäftigte sich mit der gegenwärtigen politischen Situation in Hessen. Im Anschluß an dieses Referat führte Reichstagsabgeordneter Dr. H. Fischer u. a. aus: Die in Hessen bevorstehenden Landtagswahlen sind zu führen unter Vermeidung alles Kleinlichen und müssen abgestellt sein auf die Gesichtspunkte der großen Schicksalsfrage des deutschen Volkes. Als Staatsbürgerpartei müssen wir bereit sein, der Regierung diejenigen Rechte an die Hand zu geben, die sie in den Stand unter Benutzung setzen, einer Synthese der einander widerstreitenden Interessen rücksichtslos all die Maßnahmen zu treffen, die eine Rettung des Ganzen gewährleisten; wir müssen den Männern dankbar sein, die sich der entsagungsvoller Aufgabe unterziehen, eine 10jährige, zum großen Teil falsche Finanz- und Wirtschaftspolitik wieder gut zu machen. Weltfrise gewiß: Aber wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt, zuerst der Staat und dann auch jeder Einzelne. Ein Volt muß zugrunde gehen, wenn die Ansprüche des Staates
Das Handwerk fordert!
Aufhebung von Zwangswirtschaft und Hauszinssteuer. Der Präsident des Nordwestdeutschen Handwerkerbundes E. V., Zimmerobermeister Franz Freidel, M. d. R., hat in der ,, Nordwestdeutschen Handwerkerzeitung" einen
Appell an den Reichskanzler
gerichtet, in welchem es u. a. heißt:
Lokales.
Jahrestagung des Landesverbandes hessischer Obst- und Gartenbauvereine. Unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Exz. v. Hahn. Darmstadt hielt der Landesverband für Obst- und Gartenbauvereine in Hessen am Sonntag hier seine Jahrestagung ab, die aus allen Teilen Hessens gut besucht war. Nach einer Wür digung der gleichzeitig mit der Tagung veranstalteten großen Obst- und Gartenbauausstellung erstattete Exz. v. Hahn den Jahresbericht, womit er einen Rückblick auf die Arbeit des Verbandes in den verflossenen 25 Jahren gab und in diesem Zusammenhang über eine fruchtbare Tätigkeit zur Förderung des heimischen Obstbaues berichten konnte. Ein Antrag des Obst- und Gartenbauvereins Darmstadt auf Ermäßigung der Verbandsbeiträge wurde vertagt. Hierauf hielt Bedel- Kassel einen Vortrag über ,, Lehren und Nutzanwendung aus dem Obst absatz der letzten Jahre". Zum Schluß wurde einer Entschlie Bung zugestimmt, in der die Reichsregierung aufgefordert wird, dem ständig steigenden Druck der Obsteinfuhr aus dem Ausland wirksam zu begegnen.
Im Rahmen der„ Gießener Oktober- Werbetage" wurde in den Räumen der ,, Liebigshöhe" die Obst-, Gartenbau- und Jagdausstellung in Anwesenheit der Spitzen der Behörden eröffnet. Die Ausstellung bietet eine Auslese bester heimischer Obstsorten, die dem ausländischen Obst weit überlegen sind. Neben dem Aufbau oberhessischer Sorten hat der Gartenbauverein herbst liche Flora zur Schau gestellt, die durch eine Gartenbaukunst abteilung ergänzt wird. Die Abteilung für Schädlingsfunde und bekämpfung, deren Ziel die Bekämpfung der Pflanzen frankheiten ist, füllt einen ganzen Raum aus. In Hessen allein wird durch diese Krankheiten ein jährlicher Schaden von 33 Millionen Goldmark verursacht. Einen prachtvollen Anblid bietet
*
die Jubiläums- Jagdausstellung des Vereins„ Hubertus". Falsche 20- Mart- Scheine. Der hessische Finanzminister gibt eine Mitteilung der Reichsbank bekannt, wonach eine neue Fäl schung von 20- Reichsmart- Scheinen mit dem Datum vom 11. Of tober 1924 festgestellt worden ist. Die falschen Scheine sind im Papier weicher und gering dicker als die echten; die Pflanzen fasern sind durch Braunstriche vorgetäuscht. Das Wasserzeichen ist auf der Vorderseite fälschlich durch Ausdruck ,, Reichsmart" an Stelle von Reichsbank" nachgeahmt.
Das Handwerk war immer bereit, mitzuarbeiten und mit zuhelfen, die schwersten Stunden des Vaterlandes zu über winden. Als der Krieg die waffenfähigen Männer Deutsch: lands zu den Waffen rief, eilten die Handwerksmeister, die Betriebe verlassend, zu den Fahnen; die deutsche Handwerksfrau hat nach bestem Können in jener schweren Zeit zur Aufrecht erhaltung des Wirtschaftslebens beigetragen. Das Handwerk in der Inflation seiner Barmittel und Substanzen beraubt, hat sich mit festem Willen an die Wiederaufbauarbeit begeben und ist in harter Arbeit bis heute diesem Aufbauwillen treu ge blieben. Ein großer Teil der Notverordnungsmaßnahmen im letzten Jahre erschüttern aber diesen im Handwerk gepflegten Arbeitswillen auf das schwerste. Das deutsche Handwerk er wartet daher in kürzester Zeit, wenn äußere und innere Zablungsschwierigkeiten des Reiches behoben sind, allerschnellste Hilfe von seiten der Reichsregierung. Diese erblickt das deutsche Handwerk vor allem in der Herabsetzung der steuerlichen und sozialen Belastungen auf ein erträgliches Maß und in der Beseitigung des noch im deutschen Wirtschaftsleben vorhandenen Fremdkörpers: der Wohnungszwangswirtschaft und der damit zusammenhängenden Hauszinssteuer. Der Herr Vizekanzler und Reichsfinanzminister Dietrich hat auf der Reichstagung der deutschen Schlossermeister in Eisenach darauf hingewiesen, daß Deutschland nur wieder gesunden könne, wenn der deutsche Die Voraussetzung Mittelstand zur Kapitalbildung kame. hierfür ist die Beseitigung der Zwangswirtschaft und die Be freiung des Hausbesitzes von der Hauszinssteuer. Der Herr Reichskanzler hat bereits die Wege gewiesen, die zu gehen sind um den Kommunen die bei Abbau der Hanszinssteuer in Fortfall kommenden Mittel sicherzustellen. Der Weg ist gangbar. Nur dann, wenn die Realwerte in Deutschland wieder die Höhe der Vorkriegszeit erreichen das ist nur möglich durch Aufhebung der Zwangswirtschaft ist eine Gesundung der Wirt schaft denkbar.
Aus diesem Grunde erwartet das deutsche Handwerk, daß das Reichskabinett folgende Forderungen des Handwerks in allerkürzester Zeit durch Notverordnung erfüllt:
I
Die Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft und mit ihr der Hanszinsstener:
2. die Beseitigung der Regiebetriebe und an deren Stelle Einsetzung der Betätigung der freien Wirtschaft:
3. die Bekämpfung der Schwarzarbeit durch Androhuna von Gefängnisstrafe für Auftraggeber und Arbeitnehmer, so wie die sofortige Beseitigung des Doppelverdienertums."
W
Die Reichsregierung wird an diesen drei durchaus berech tigten Forderungen des deutschen Handwerks nicht achtlos vor übergehen können.
* Aenderung der Trichinenschaugebühren. Nach einer Be kanntmachung des hessischen Ministers des Innern werden an Gebühren für die Ausführung der Trichinenschau mit Wirkung vom 10. d. M. erhoben: für das Fleisch eines ganzen oder halben Tieres 0,80 RM., für einzelne Fleischstücke( Schinken, Speditüde usw.) 0,40 RM.
* Ein Verbandskasten für jedes Auto. Jeder bei einer Be rufsgenossenschaft reichsgesetzlich gegen Unfall versicherte Arbeit geber, der Kraftwagen in seinem Betrieb benutzt, wird demnächst verpflichtet sein, in seinem Last- oder Personenwagen einen Ver bandskasten unterzubringen und mitzuführen. Die entsprechenden Vorschriften sowie die Normen für Einrichtung und Ausgesta tung der Automobil- Verbandskästen sind von den zuständigen berufsgenossenschaftlichen Stellen bereits fertig ausgearbeitet und werden nach Genehmigung durch das Reichsversicherungsamt in absehbarer Zeit in Kraft treten.
Ergebn
Breidenbach Wallau- M BottenhornWiesenbach Dillenburg Germania M Kurh. Kajjel Boruffia Fuld SC. 03 Rajje FC. Grone Helen Hersie SV. KaffelSpujp. Northe 6
Biffenberg Chringshauser
Hirschhausen Holzhausen Stodhaujen Azlar 2. Hermannstein Oberbiel-G SV. Weklar Steinberg Leihgestern Garbenteich Ettingshausen Geilshausen Allendorf Merenberg 2. Wirbelau Hirschhausen Holzhausen 2 Bistirchen 2. Tiefenbach AlbshausenNauborn 2. Oberbiel 2.Burgjolms 3. Waldgirmes Garbenheim Büblingshause Schwalbach Dutenhofen Lich- VfB. Heuchelheim Leihgestern 2. 1900 Gießen Ulrichstein Bobenhausen Weyl. SpV.
* Ein renitenter Bettler. Am vergangenen Samstag um die Mittagszeit tam der 24jährige Fuhrmann Albert Gath aus Wetzlar in die Westanlage in die Wohnung eines 70 Jahre alten Mannes, der allein zu Hause war, und hielt um ein Mittag essen an. Als der Angesprochene, der selbst in dürftigen Ver hältnissen lebt, dem Bettler erklärte, daß er für sich nichts habe, faßte ihn der Bettler mit der einen Hand an der Brust und schlug ihm mit der anderen, in der er einen festen Gegenstand, vermutlich geschlossenes Taschenmesser, hatte, mehrmals auf den Kopf und in das Gesicht, daß der alte Mann blutüberström! zusammenbrach. Nach dieser Tat verließ der Rohling die Woh nung des Mannes und ging, als sei nichts vorgefallen, nach der Frankfurterstraße nach der Wieseckbrücke zu. Ein Nachbar des verletzten Mannes, der auf die Hilferufe den Bettler aus dessen Hause kommen sah, verfolgte diesen unauffällig. An der Wiesed brücke kamen zufällig zwei Polizeibeamte, die von dem Ver folger auf den Rohling, der inzwischen in die Alicestraße nad dem Essiggäßchen eingebogen war, aufmerksam gemacht wurden Die beiden Beamten nahmen nun die Verfolgung auf und stell ten an dem Essiggäßchen den Täter. Dieser leistete nun aud den Beamten den heftigsten Widerstand, so daß seine Inhaftie rung mittels Kraftwagens notwendig wurde. Gath wurde am folgenden Tage dem Amtsgericht zugeführt und kam in Unter suchungshaft.
entwendet.
* Diebstähle. In letzter Zeit wurden in unserer Stad mehrere Stallhasen, darunter mehrere sehr wertvolle Zuchttiere Auf einem Am Kugelberg gelegenen Garten grundstück wurden fünf Tischmesser mit Nickelgriff gefunden, di vermutlich aus einem Diebstahl herrühren. Auf der Messer flinge steht die Firmenbezeichnung ,, Edgar Borrmann Gießen" Personen, die sachdienliche Angaben machen und Eigentums anspruch erheben können, werden gebeten, der Kriminalabtei lung, Zimmer 24, Nachricht zu geben.
Handball:
ViL. Weklar ViL. Wetzlar Fechenheim
Kesselstadt
Jugend:
TV. Garben
T. 11. Spp.
Weyl. SpV.
Wehl. Spr.
Wehl. Spr.
Weyl. SpV. Allendorf 1. Leihgestern 1 BfB. Gießen Dutenhojen VFB. Gießen 1900 Gießen Holzhausen S
Donsbach
Langenaubach Oberroßbach Rittershausen
Dillenburg 2.
Weidelbach
Udersdorf Ranzenbach Lükeln- All
Würgendorf
Flammersbach
Haiger 3.Riederscheld 2.
Der Mitte
Ein Fuß
Hollywood
Swifts Diefe fchreiender Delche Jimmy Dun neine Aufmertiamte Delche das gesteigerte lub mit fich brachte, Evening Times". Imgebung schien Du Den heutigen Ar erjagt hatte, die der Gefühlen entiprach, Allerdings muß ifel ein journalistijd alift schwelgt in bed Dar in diesem Falle tur begeistert nach He Swifts auserleje
* Preisabbau im Speisewagen. Die Direktion der Mitrop hat mit Beginn des Winterfahrplans, d. h. vom 4. d. M. ab, dir Preise in den Speisewagen der D- Züge erheblich herabgesetzt. Det Preis für das gemeinsame Mittagessen, der bisher 3.30 Mar war, ist auf 3.00 Mart ermäßigt worden. Daneben wird auf der meisten Kursen noch ein kleines Mittagessen für 2.00 Mark ge reicht. Der Preis des gemeinjanen Abendessens ist von 3.30 au 2.50 Mark herabgesetzt worden. Auch die Preise für Weine Bier, Mineralwasser und Kaffee sind ermäßigt worden.
Es wurde schon ichen Botals um d Hollywood ausge ejagt worden, daß di deganten Spiel ver Es ist jedoch not mmer eine geachtete Sieg eilten. Der 1ationaler Spieler, Inendlicher Mühe un einer Mannschaft je beizubringen getrach Seine mühevoll
* Oeffentliche Versammlung. Der Führer des Stahlhelm in Rheinhessen, Landtagsabgeordneter Staatsanwalt Dr. Wolf Mainz, spricht am kommenden Sonntag in einer Versammlung der Deutschnat. Volkspartei über ,, Nach Hamburg- Hessen" it der Turnhalle am Oswaldsgarten.
* Tanzturnier. Der Tanzklub ,, Rot- Weiß" e. V. bringt an Samstag, den 10. Oftober, abends 8 Uhr, im Klub( Sonnen straße) seine Klubmeisterschaft 1931 zum Austrag. Die Veran staltung wird bereichert durch Tanzeinlagen des bekannter Meisterschafts- Tänzerpaares Anni und Ewald Bäulke.
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