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Mittwoch den 5. November 1931.

schaften waren aktiv tätig. Das wichtigste Spiel fam in Bis­tirchen zum Austrag. Hier standen die beiden Tabellenersten, Biskirchen 2. und Allendorf 1. im Kampfe.( Sh. Bericht aus Biskirchen.)

Der Tabellendritte, Braunfels, war in Ulm. Die Ulmer Mannschaft befindet sich 3. 3t. wieder in guter Form. Einem 5: 3- Sieg in Niederbiel folgte ein 2: 0- Sieg in Stockhausen und am Sonntag triumphierte die Mannschaft hoch mit 6: 1 Toren über Braunfels. Das Spiel war äußerst fair und ruhig. Halb­zeit 2: 0 für Ulm. Ca. 100 Zuschauer. Gauobmann Klier- Weklar leitete das Spiel zur Zufriedenheit beider Mannschaften.

Holzhausen 2. und Niederbiel 1. freuzten in Holzhausen die Klingen. Im Vorspiel in Niederbiel trennten sich beide Mann­schaften Unentschieden 3: 3. Diesmal blieben die Platzbejizzer fnapp mit 1: 0 Toren über die äußerst fairen und sympathischen Niederbieler Sieger.

Tiefenbach 1. gegen Stockhausen 2. Kampflos gewannen die Tiefenbacher das Vorspiel, denn eigenmächtig hatten die Stod­häuser das Spiel wegen spielunfähigen Plazes abgejagt, wäh­rend der Schiedsrichter anders berichtete. Die Stodhäuser über­ließen auch diesmal den Tiefenbachern kampilos die Punkte. Grävened 1. Laubuseschbach 1. 5: 1( 2: 1).

Am Sonntag trafen sich obige Mannschaften zum fälligen Rüdspiel in Grävened. Grävened hat Anstoß und spielt zuerst mit dem Winde und der Sonne im Rüden. Es legte mächtig los und konnte ungefähr in der 15. Minute zum ersten Tor ein­senden. Laubuseschbach spielte nun mächtig auf Ausgleich, wel cher den Gästen auch furze Zeit darauf gelang. Grävened schoß aber noch vor der Pause das 2. Tor. Mit 2: 1 ging es in die Pause. Nach der Halbzeit drängte Laubuseschbach mächtig auf Sieg und Punkte. Aber die Hintermannschaft und besonders der Tormann von Grävened ließen sich nicht mehr schlagen. In regelmäßigen Abständen erzielte vielmehr Grävened noch weitere 3 Tore, darunter ein Elfmeter. Laubuseschbach hatte bei diesem Spiel viel Pech. Soviel Tore schlechter waren sie nicht. Bei der Playmanschaft waren der Tormann und der rechte Verteidiger sehr gut. Schiri Presber- Stodhausen ausgezeichnet.

Leichtathletik.

Sch.

Zwei- Stundenlaufen der Spielogg. 1900 Gießen.

,, Gießener Zeitung"

Acht Jahre von der Mutter gefangen gehalten. Darmstadt. Einen unmenschlichen Grausamkeitsaft hat die Kriminalpolizei in dem kleinen Ort Stodstadt am Rhein ent­deckt. Dort war seit einigen Jahren die Schwester eines Friseurs vermißt. Nachforschungen blieben erfolglos, bis sich erst jetzt die Kriminalpolizei der Sache annahm. Eine überraschende Haus­suchung in der Wohnung des Friseurs brachte das jetzt vierund­zwanzig Jahre alte Mädchen zutage. Sie lag in völlig verwahr­lostem Zustand und bis zum Sfelett abgemagert im Bett. Das Mädchen war von seiner Mutter seit seinem sechzehnten Lebens­jahr in einer kleinen Kammer gefangen gehalten worden, wo es infolge der schlechten Behandlung und Verpflegung geisteskrant geworden ist. Das unglüdliche Geschöpf wurde sofort einem Krankenhaus zugeführt.

Etwas spät und etwas über Bausch und Bogen hatte die Spielvereinigung 1900 noch ein Zwei- Stundenbahnlaufen aus­geschrieben. Die Veranstaltung tam am Sonntag auf dem Universitätssportplak auf dem 1900er- Sportplay waren die Windverhältnisse etwas ungünstig zur Abwidlung. Es katte sich ein fleines, aber auserlesenes Feld eingefunden. Gerhardt­1900, der Favorit, setzte sich sofort an die Spitze, wurde aber bis furz nach 10 Km. dicht von Siegel( Postsporto. Frankfurt) und seinem Clubkameraden Schaaf gefolgt. Die übrigen Läufer, Jädel- Saarbrüden, dem der Kaschauer Marathonlauf noch in den Gliedern lag, und die beiden Kasseler Jäger Hermann und Reinhardt waren schon zurüdgefallen. Zwischen 15 und 20 Km. ging Gerhardt seinen Gegnern auf und davon und lag auch bei 25 Km. noch derartig günstig, daß bei gleichmäßigem Weiter­laufen der deutsche Rekord wahrscheinlich unterboten worden wäre. Da tam nach dem 25. Km. ein plötzlicher Schwächeanfall, der vom Magen auszugehen schien, der den 1900er zwang, zu gehen und so seinen über 4 Minuten betragenden Vorsprung aufzugeben. Tragisch! Siegel lief gleichmäßig weiter und konnte dadurch noch an Gerhardt, der gerade noch vor dem ebenfalls ansprechend laufenden Divisionsmeister Herrmann den 2. Platz halten konnte, vorbeigehen. Auch Schaaf hielt sich tapfer. Das Rennen verlief jederzeit spannend. Nachstehend die Ergebnisse:

Siegel, Postsportverein Frankfurt a. M.

30 515,95 m

Zwischenzeiten: 5 Km. 17: 36,1, 10 Km. 36: 03,5, 20 Km. 1: 13,53, 30 Km. 1: 57,42. Gerhardt, Spielvereinigung 1900 Gießen. 29,717,40 m Zwischenzeiten: 5 Km. 17:36, 10 Km. 36:03, 15 m. 54: 29,4, 20 Km. 1: 12: 17,2, 25 Km. 1:32:05.

Herrmann, Jägerbatl. Kassel, Sportabtlg. Schaaf, Spielogg. 1900 Gießen Jäckel, SC. Saar 05 Saarbrüden

29 615,45 m 28 440,05 m 27 297

Aus Nah und Fern.

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Evangelisches Lehrerstudentenheim.

Mainz. Jn Mainz wurde das evangelische Melanchthon­heim eingeweiht. Der Vorsitzende des Hessischen Melanchthon­vereins und des Kuratoriums des neuen Heimes, Landeskirchen­rat D. Wait schilderte Entstehung und Bedeutung des neuen Heimes. Das Heim hat Raum für 30 Lehrerstudenten.

Herborn. In der Nacht zum Montag verübten jugendliche Mitglieder der KPD. schwere Ausschreitungen. Zahlreiche Fensterscheiben wurden zertrümmert und Drohungen ausge­stoßen.

Buzzbach. Um das Amt des Bürgermeisters in Butzbach, das am 15. November d. Js. durch den Weggang des jetzigen Bürgermeisters Dr. Jansen frei wird, haben sich insgesamt 122 Personen beworben.

Großfeuer auf einer Domäne.

Herborn. Auf der Domäne Hof Krempel im Westerwald brach am Dienstagmorgen gegen 4 Uhr ein Großfeuer aus. Die Flammen tamen in dem großen Oekonomiegebäude auf, das mit der ganzen Ernte dieses Jahres bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Nidda. In der Stadt Nidda mögen rund 600 Haushaltun­gen geführt werden. Etwa 60 davon, also rund ein Zehntel, behaupten, ihre Miete nicht mehr aufbringen zu können und beantragen Unterstützung aus öffentlichen Mitteln.

Westerburg. Zum tommissarischen Landrat des Kreises Westerburg ist Regierungsrat Schüling vom Polizeipräsidium in Berlin ernannt worden.

Fulda. Der Bahnassistent Mann hat bei der Bahnmeisterei Flieden Unterschlagungen von rund 20 000 Mark begangen.

Steuereintreibung zwei Tote.

In die Drogerie des Josef Finze in Mittellangenau bei Hohenelbe kam ein Steuerbeamter aus Hohenelbe, um die Zwangseintreibung einer größeren Steuerschuld vorzunehmen. Noch bevor die Amtshandlung beginnen konnte, zog der 38 Jahre alte Drogist plötzlich einen Revolver und schoß seine fassungslos weinende Frau von rückwärts nieder. Dann eilte er in den Laden und jagte sich vor den Augen des Steuereretutors eine Kugel durch das Herz. Beide waren sofort tot.

Bensheim. Die Vertretertagung des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen in der Krieger­fameradschaft ,, Sassia" begann am Samstag, zu der sich zahl= reiche Vertreter eingefunden hatten. Am Sonntagvormittag wurden die Hauptreferate erstattet. Ein zweistündiges Referat über ,, Arbeitslosenversicherung" hielt der Vorsitzende des Ar­beitsamtes Gießen, Regierungsrat Dr. Bues. Vom Deutschen Reichskriegerbund Kyffhäuſer", Berlin, referierte Dr. Ebert über den Stand der Versorgung nach dem Reichsversorgungs­gesetz.

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Großes Sprengstofflager ausgeplündert.

Nr. 88.

Einkünfte der Kassenärzte, die jetzt schon sehr hoch ist und die nicht nur bleiben, sondern noch steigen wird, die Einnahmen der Aerzte aus ihrer Tätigkeit für die Träger der Sozialversicherung und der Fürsorge von der Gewerbesteuer befreit werden. Die Aerzteschaft nimmt mit den jezigen Zugeständnissen die letzt nochmöglichen Entbehrungen auf sich, die ihr im öffentlichen In­teresse zugemutet werden können.

Kommunismus und Religion.

Bekanntlich ist der religiös- sozialistische Pfarrer Edert in Mannheim zur kommunistischen Partei übergetreten und hat seine Studienreise nach Rußland unternommen. Nach seiner Rückkehr soll er als Werber für die KPD. verwandt werden. Nun erklärt der Vertreter der Bezirksleitung der KPD. in Baden, Karl Fischer, wie die sozialistische Mannheimer Volks stimme mitteilt: Wir stehen der Kirche hemmungslos feind­lich gegenüber. Nur wer auf der Grundlage unseres Pro­gramms und unserer bolschewistischen Prinzipien zu kämpfen bereit ist, der ist uns willkommen. Wie Eckert die Spannung zwischen religiöser Ueberzeugung und politischem Bekenntnis in sich überwindet, ist ein nur ihn persönlich angehendes Problem. Versucht er, für seine religiösen Anschauungen in der Partei zu werben, wird er ausgeschlossen." Wir vermuten, daß Edert, wenn er wirklich noch religiöser Sozialist ist, sich seine Stellung in der KPD. anders gedacht hat.

In dem ehemaligen Heeresmunitionsschuppen in Cosel waren seit langem etwa 300 Kilo Sprengstoff und Schwarz­pulver untergebracht, die dem Wasserbauamt für Eissprengungen zur Verfügung standen. Seit einiger Zeit trugen sich die Be­hörden mit dem Gedanken, den Sprengstoff aus dem Munitions­schuppen herauszuschaffen und an einer sicheren Stelle unter­zubringen. Eine Kommission, die am Montag eine Nachprüfung der Bestände vornehmen wollte, mußte die überraschende Fest­stellung machen, daß die drei eisernen Türen des Schuppens er­brochen worden sind und das ganze Lager ausgeräumt worden ist. An einer der Türen stand mit Kreide geschrieben: Heil Mostau!"

Die Aerzte nehmen das Abkommen

mit den Krankenkassen an.

Standard- Dreißigtagefahrt auf dem Nürburgring.

Wohl noch nie stand bei einer Kraftwagenveranstaltung der Gedanke der Wirtschaftlichkeit so im Vordergrund aller Ueber­legungen wie jetzt bei der Standard- Dreißigtagefahrt auf dem Nürburgring! Schon die Auswahl einer Reihe der meist ge= fahrenen Kraftwagen durch eine neutrale Kommission des ADAC. und AvD. aus den Händlerlägern bezw. Fabriknieder­lassungen gibt der Oeffentlichkeit die Garantie, daß es sich hier um völlig normale Serienfahrzeuge handelt, wie sie jeder Kraft­wagenliebhaber beim Händler heute kaufen kann.

Zur Stellungnahme und Abstimmung über die Grundsätze, die die Beziehungen zwischen den Kassenärzten und den Kranken­fassen neu regeln sollen, hatte der Verband der Aerzte Deutsch­lands( Hartmannbund) am vergangenen Sonntag eine außer­ordentliche Hauptversammlung nach Leipzig einberufen. Der Be­deutung der Entscheidung dieser für die Aerzteschaft so schicksals­schweren Frage entsprach die außerordentliche Beteiligung aus allen Teilen des Reiches. Da die Annahme der bei den Berliner Verhandlungen aufgestellten Grundsätze die wirtschaftliche Lei­stungsfähigkeit der Aerzte aufs Aeußerste belastet, kamen im Verlauf einer vielstündigen Debatte starke Strömungen auch gegen eine Annahme des Vertragswerks zum Ausdruck.

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Ericheint Bezugspreis 2,4 Medallionsschluß früh endung nicht verlan

44 Jahrg.

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Der deutsche Botic mittag jeine zweite U Sedankenaustausches u beratende Sonderaussch Interfuchung der deuti Der neue Reichst eine Tätigkeit aufgen lan, für dessen Durch gung gestellt werden Den deutschen Kre Borauslegungen eine Dihrt werden. Die nächste Sonde wegen des mandichurij Da 16. November nad Der amerikanische Times" zufolge i ris gejezt, daß die Be Balferbundsrefolution

Einer der ersten und wichtigsten Punkte, die von maßgeben­der und ausschlaggebender Bedeutung für Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer eines Kraftwagens sind, ist das sorgfältige Ein­fahren des Wagens. Durch tägliche Leistungs- und Verbrauchs­prüfungen auf dem Standard- Prüfstand konnte der Gang des Einlaufens, die Steigerung der Motorleistung usw. genau fest­gestellt werden. Mit Beendigung des Einfahrens fielen die fest­gesetzten Geschwindigkeits- Beschränkungen fort. Jetzt laufen die meisten Wagen in dem schwierigen Gelände des Nürburgrings bereits über 15 000 Kilometer und befinden sich, trotz der schweren Prüfbedingungen, noch in ausgezeichneter Verfassung und auf der vollen Höhe ihrer Leistungsfähigkeit. Es kann also schon aus den bisherigen Ergebnissen der Dreißigtagefahrt für alle Kraftfahrer die Nuhanwendung gezogen werden, daß das deutsche Kraftfahrzeug, so wie es der Konsument erhält, ein zu= verlässiges und betriebssicheres Beförderungsmittel ist und daß Reparaturen auf ein Minimum beschränkt werden, wenn das Einfahren mit der notwendigen Sorgfalt geschieht: mäßiges Tempo, Wagenpflege und gute Betriebsstoffe!

Die Hauptversammlung stimmte schließlich den Grundsätzen zu, weil sie in dem Zustandekommen der Regelung einen Weg zu verständnisvoller Zusammenarbeit zwischen Aerzteschaft und Krankenkassen erblickt, die vor allem den Interessen der Versicher­ten, aber auch denen der Vertragsschließenden dient.

Mit Recht erwartet jedoch die deutsche Aerzteschaft, daß an­gesichts der durch das Abkommen bedingten Verminderung der

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Wer enträtselt den Zauberring? Der Schicksalsring des Grafen von Veltheim zu Harble wird urkundlich bis ins 12. Jahrhundert nachgewiesen. Besondere Bedingungen, welche mit dem Besitz des Ringes verbunden sind, sichern der Familie stän= diges Glück. Der geheimnisvolle Ring trägt eine Inschrift, um deren Entzifferung man sich bisher vergeblich bemühte. In der jetzt erschienenen illustrierten Zeitschrift ,, Neue 3. 3." ist der Ring sowie die Inschrift veröffentlicht. Vielleicht gelingt es einem Leser, das Geheimnis zu enträtseln.

Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.

Das ewige Streichholz

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Die Ausschreitung perjilat in Warschau fam es auch außerh teilen wiederholt zu wischen Studenten

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