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Mittwoch den 5. November 1931.

Viel gefährlicher für die Wirtschaft ist die Aufblähung des­jenigen Teils öffentlicher Verwaltung, der einem erhöhten all­gemeinen Konsum dient und sich die Anlage und den Betrieb kostspieliger Erholungs- und Vergnügungsstätten und Plätze, Stadien, Bäder, Parks, Spielwiesen usw. zur Aufgabe macht, Einrichtungen, zu denen auch teilweise solche zu rechnen sind, die einem gesunden sozialpolitischen Gedanken entsprungen waren. Dieser Teil der öffentlichen Wirtschaft lebt ausschließlich auf und von der Privatwirtschaft und kommt dazu größten­teils nur gewissen willkürlich bevorzugten Kreisen zugute.

Wir haben also gar keinen echten Sozialismus, der die Privatwirtschaft zu ersehen fähig wäre, sondern ein auf der Privatwirtschaft wucherndes schmaroßendes Gebilde, das der Privatwirtschaft, die ihr zum Leben und zur Entwicklung nötige Luft, nämlich die Wirtschaftsfreiheit, in zunehmendem Maße entzogen hat. Dahin hat uns der Mißbrauch des staatlichen Hoheitsrechtes auf Zwangsbeiträge der Untertanen geführt, daß wir heute in Deutschland zwar einen kranken Kapitalismus, aber keinen Ansatz zu einem irgendwie selbständig lebensfähigen Sozialismus haben. Gerade während der Krise und dem Rückgang der Privatwirtschaft hätte der Sozialismus die beste Gelegenheit gehabt, die dem kapitalistischen System vorgeworfe nen Mängel zu beseitigen und etwas Besseres an seine Stelle zu setzen. Im Bewußtsein seiner Schwäche hat er das nicht gewagt, sondern sich mit politischen Mitteln auf die Ausbeu­tung der Privatwirtschaft beschränkt. Aus eigener Kraft hat noch kein sozialisierter Betrieb auch nur einen Nagel mit Deckung der eigenen Kosten herstellen können. Nicht vor dem Ende des Kapitalismus stehen wir, sondern vor dem Ende sozia listischer Weisheit, die ihren Bankerott nur durch Aufrecht­erhaltung eines schmarogerhaft aufgeblähten Verwaltungs­betriebes verschleiern will. Es ist ein Wunder, daß die deut­sche Privatwirtschaft den Verwaltungskünften der Nachkriegs­zeit noch nicht gänzlich erlegen ist. Damit ist der Beweis er­bracht, daß gerade die Privatwirtschaft ein ungeheuer zähes Leben hat, und sie würde trotz der gebrachten großen Opfer ver­hältnismäßig rasch gesunden, wenn man sie von dem Alpdruck der allzu großen Steuer- und Zwangswirtschaft befreien wollte. Wie schrieb die amerikanische Zeitschrift ,, Iron Age" kürzlich? ,, Seine( d. h. Deutschlands. D. Red.) gegen wärtige Verlegenheit ist die Rückwirkung einer verschwenderi­schen Lebenshaltung, eines Kreditmißbrauchs und politischen Unfugs". ,, Deutschland ist den sozialistischen Weg ge wandelt und hat viele seiner öffentlichen Dienste durch die Re­gierung betreiben lassen, was immer verheerend gewesen ist.". ,, Das Schicksal Deutschlands besteht in Arbeit, in der es vol­lendete Glückseligkeit finden kann, aber es muß ein gut Teil seines Sozialismus los werden."( S. ,, Köln. 3tg." vom 9. August 1931.)

Alles dies ist richtig, wenn man unter Sozialismus die gewaltsame Ausdehnung der öffentlichen Haushalte auf Kosten der Privatwirtschaft versteht. Einen selbständig lebensfähigen Sozialismus auf dem Gebiete der Warenproduktion hat es in Deutschland überhaupt noch nicht gegeben, und alle Anzeichen, daß auch nur ein Ansatz zum echten Sozialismus in absehbarer Zeit gefunden werden kann, fehlen gänzlich.

In allen Industrieländern, in denen die sozialistischen Parteien zur politischen Macht gelangten, sehen wir als kenn­zeichnendes Merkmal zerrüttete Finanzen, so in Australien, England, Desterreich und im Deutschen Reich als Folge einer gewaltsamen und unwirtschaftlichen Bevorzugung der Gegen­wart vor der Zukunft. Das ist die Hauptleistung und das ge­schichtliche Kennzeichen des modernen Industriesozialismus.

Wenn der ehemals stolze Forst der deutschen Privatwirt: schaft, in dem so mancher kräftige Stamm bereits verdorrt ist, neu ausschlagen und grünen soll, dann müssen die gefährlichen Schlingpflanzen des öffentlichen Apparates stark zurückgeschnit

Feuerschuß im Hause.

Von Branddirektor a. D. Düwer Berlin. Unsummen wertvollen Volksvermögens und zahlreiche Menschenleben gehen jährlich in Deutschland durch Schaden­feuer zugrunde. Obgleich diese Brandschäden und Menschen verluste unendliches Elend und Trauer im Gefolge haben und trotzdem der zu einer Wissenschaft ausgebaute Feuerschutz in­folgedessen mit allen Mitteln gefördert wird, gelingt es nicht, die Zahl der Schadenfeuer und der damit zusammenhängenden Verluste in dem für das Gemeinwohl erforderlichen Umfange einzudämmen. Diese Tatsache und die Notwendigkeit der Er­haltung des Restes unseres zusammengeschmolzenen Volksver­mögens zwingt dazu, immer wieder breiteste Volkskreise für den Gedanken des Feuerschutzes zu interessieren und auf Abhilfe maßnahmen aufmerksam zu machen.

Die uns zur Verfügung stehenden Hilfsmittel, die den Ausbruch von Bränden tunlichst verhindern und trotzdem ent= stehende Brände auf ein möglichst geringes Maß beschränken sollen, fassen wir unter dem Begriff des vorbeugenden und ab wehrenden Feuerschutzes oder mit anderen Worten, der Feuer verhütung und Feuerbekämpfung zusammen.

Zum vorbengenden Fenerschutz rechnet man alle die vor­sorglich im Hause zu treffenden Maßnahmen, die geeignet sind, die Brandentstehung von vornherein zu verhindern und vor allem rechnet man dazu die Aufklärung über die am meisten vorkom menden Brandmöglichkeiten und Brandursachen, denn die mei­sten Feuer entstehen durch Fahrlässigkeit.

Dahin gehört z. B. das achtlose Wegwerfen von brennen­den Streichhölzern, sowie von noch glimmenden Zigarren- und Zigarettenresten. Ueberhaupt ist beim Rauchen Vorsicht am Plaze. Unbedingt zu vermeiden ist das Rauchen in feuergefähr lichen oder in Räumen mit leicht brennbarem Inhalt, 3. B. auf Böden, in Kellern, in Garagen und dergl., auch in solchen Räumen, in denen sich Gasmesser oder Gasanlagen be­finden, sowie im Bett.

Besonders zu warnen ist vor dem fahrlässigen Umgehen mit Licht und Feuer beim Umfüllen oder bei der Verwendung brennbarer und feuergefährlicher Flüssigkeiten. So ist es ein großer Leichtsinn und mit Lebensgefahr verbunden, wenn Petroleum und Spiritus in brennende Lampen und Kocher ein gefüllt werden

Ebenfalls anscheinend nicht auszurotten ist der leicht.

Gießener Zeitung"

ten und das Unkraut der Rechtsunsicherheit u. Korruption aus­gerottet werden; aber auch die ausländischen Ausbeuter müssen ihm die nötige Erholung gönnen, ehe sie wieder einen Schnitt an ihm machen. Der technisch vollkommene Produktionsappa­rat, über den Deutschland nach ,, Iron Age" immer noch ver­fügt, verbürgt an sich noch keine Wirtschaftsblüte, wenn die Möglichkeit zu seiner wirtschaftlichen Ausnutzung mit Ueber­schüssen und Reservenbildung, mit einem Worte die Möglich keit der Rentabilität fehlt. Das sollte sich auch ,, Iron Age" und mit ihm ganz Amerika und alle Gläubigerstaaten gesagt sein lassen.

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Lokales.

Kinder, die schlecht essen.

Es hat wenig Zweck, schlecht essende Kinder zum Essen zu zwingen, und wenn man es nicht aus erzieherischen Gründen tun muß, sollte eine Mutter es erst gar nicht versuchen. Dem Kinde bekommt das aufgezwungene Essen meistens schlecht und seine Unlust zu essen wird durch den Zwang nur noch vergrö­Bert. Appetitlosigkeit ist meist ein Zeichen, daß mit dem Kinde etwas nicht stimmt. Deshalb ist zuerst der Arzt zu befragen.

Viel Bewegung und viel Aufenthalt im Freien fördern bei gesunden Kindern den Appetit, darum muß dafür reichlich ge­sorgt werden. Gut ist es, wenn die Mutter mit dem Kinde vor den Mahlzeiten Freiübungen als Spiel macht, noch besser sind Spiele im Freien. Das Kind muß aber vor zu großer Er­müdung bewahrt werden, weil sich sonst erst recht kein Appetit einstellt.

Jede Näscherei zwischen den Mahlzeiten ist schädlich, ein Stück gute Schokolade oder eine andere bevorzugte Süßigkeit kann nach der Mahlzeit als Belohnung gereicht werden. Wird von den Kindern Honig gern genommen, dann soll er vor allen Süßigkeiten den Vorzug haben, denn er ist sehr nahrhaft und fördert Gesundheit und Wachstum des Kindes. Kaffee und Tee sind keine Getränke für ein Kind, ein schlecht essendes darf sie niemals bekommen. Dagegen gebe man, so oft das Kind trinken will, Teeaufgüsse von Lindenblüte, Fenchel, Anis, Pfef= ferminze, Kamille und einen leichten Tee von Waldmeiſter. Auch Mischungen von diesen Kräutern sind sehr schmackhaft, man kann dem Kinde viel Abwechslung bieten. Wo auch Milch nicht gern genommen wird, kann man halb Milch, halb Kräutertee versuchen, am besten mit reinem Honig gesüßt.

Kommt das Kind durch das schlechte Essen in seinem Er­nährungszustand herunter, dann kann man oft mit Nährge­tränken helfen.

Man brüht einen fräftigen Tee von einem oder mehreren der oben erwähnten Kräuter auf und läßt ihn fünf Minuten ziehen. In einen Topf kommt ein frisches Eigelb, ein Löffel Malzertrakt, ein paar Tropfen Zitrone, ein gehäufter Löffel Sonig, ein Löffel dicke Sahne oder gezuderte kondensierte Milch und ein Glas voll Tee. Nun wird das Ganze gequirlt oder mit dem Schneebesen geschlagen, bis es eine schaumige Emulsion ist. Jetzt gießt man den schönen Nährtrank in ein hohes Glas. Von dem Eiweiß setzt man ein Schaumhütchen auf, das noch mit etwas geriebener Schokolade geziert wird. Gibt man dem Kinde nun noch einen Strohhalm zum Trinken, dann wird auch der unwilligste kleine Esser begeistert sein.

Die sorgliche Mutter muß die Nährgetränke recht abwechs­lungsreich gestalten. Das Ei kann auch einmal fortfallen und statt dessen Fruchtgelee genommen werden. Einige süße, gerie­bene Mandeln geben wieder einen anderen Geschmack. Auch Schokolade ist zu gebrauchen. Das Getränk schmeckt kalt und warm gleich gut.

Nr. 88 Mittwoch den 5

* Gekündigtes Arbeitsabkommen. Der Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen hat den drei tarifbeteiligten Ge werkschaften der Metallindustrie Lahngau und Oberhessen des Kollektivabkommen über die allgemeinen Arbeitsbedingungen Arbeitszeit, Akkordregelung, Urlaub usw.) zum 31. Dezember gekündigt. Der Verhandlungstermin über ein neues Abkommen steht noch nicht fest.

* Abänderung des hessischen Ausführungsgesetzes zur land wirtschaftlichen Unfallversicherung. Die Genossenschaft kann mi Zustimmung des Kreisamts künftighin die Beiträge unmittel bar von den Pflichtigen anfordern. In diesem Falle ist der Beitrag innerhalb vier Wochen kostenfrei an die Genossenschaft einzusenden. Im Falle des Verzugs kann Beitreibung auf dem beamten der Finanzämter übertragen werden.

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Verein

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8. G. 03 Staffel

Verwaltungswege erfolgen, solche auch auf die Vollziehungs Germania Marburg * Evangelisch- kirchliche Dienstnachrichten. Durch die Kir dessen 09 Kassel chenregierung wurde Pfarrer Hoffmann zu Westhofen zum De SBR. Marburg

Germania Fulda

Surheffen Staffel

fan des Dekanats Worms sowie Pfarrer Repp zu Nieder- Flörs heim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Worms die 8. j. B. Gießen Bestätigung erteilt. Ferner wurde dem Pfarrer Jllert zu horas Groß- Gerau die evangelische Pfarrstelle zu Heuchelheim, Deka Cdershausen nat Gießen, übertragen.

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Justizpersonalie. Der Justizsekretär Karl Möll beim hiesigen Amtsgericht wurde mit Wirkung ab 1. November zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Gießen ernannt.

Hermannia Helfen Hersf FC. Grone Sport Rajjel Butzbach Frohnhausen

Bottenhorn

Verein

* Das Säuglingsheim wird stillgelegt. Das seit 23 Jah ren hier bestehende, von dem Verein für Säuglingsfürsorge un terhaltene Säuglingsheim, das alljährlich einer großen Anzahl Ballau von Säuglingen, die kein Elternhaus hatten, während des Betlar ersten Lebensjahres ein Heim bot und dadurch außerordentlich Bottenhorn segensreich wirkte, muß jetzt infolge der Wirtschaftsnot geschlof: 1900 Gießen sen werden. Die Organisation des Vereins für Säuglingsfür: Frohnhausen sorge wird aufrechterhalten, da man hofft, nach Ueberwindung der Wirtschaftskrise das segensreiche Institut wieder aufleben zu lassen.

* Wahlversammlung. Ueber das Thema, Reichs- und Lan: despolitik" sprachen am Freitag abend im Café Leib in einer Versammlung der Deutschen Staatspartei Reichstagsabgeord neter Prof. Dr. Heuß, Landtagsabgeordneter Dannenberg und Frau Grein- Offenbach.

* Aus dem Stadttheater. Als 5. Vorstellung im Mittwoch Abonnement wird bei gewöhnlichen Preisen heute abend ,, Liebe und Film", ein Lustspiel in vier Bildern von Francis de Crois­set gegeben.

* Ehem. Reichswehr- und Freikorpsangehörige. In Witten ( Ruhr) wurde der Reichsbund" ehem. Reichswehr- und Frei­forpsangehöriger" mit dem gleichzeitigen Sitz daselbst gegrün­det. Seine vornehmste Aufgabe erblickt der Bund in der Pflege der im neuen wie im alten Heere so müstergültig getätigten Kameradschaft. Die Geschäftsstelle des Bundes ist in Witten­Ruhr, Neue Bahnhofsstraße 1.

* Peter Bothmann, Altona a. d. Elbe, Königstraße 225, ver sucht Geldbeträge in Gestalt von Interesseneinlagen und Kautio nen dadurch zu erlangen, daß er den Geldgebern verspricht, sie an einem von ihm angeblich gegründeten oder noch zu gründen. den Transportunternehmen zu beteiligen oder ihnen Anstellung, zum Beispiel als Beifahrer, zu gewähren. Obwohl er den Geld: gebern stets verspricht, die erhaltenen Summen sicherzustellen, verbraucht er die Gelder nachgewiesenermaßen stets für sich selbst. Irgendwelche ernst zu nehmenden Unternehmungen hatte er nie inne, bei den 11 von ihm bisher ins Leben gerufenen Gründun gen handelt es sich stets um Scheinfirmen. Vor Verbindungen mit Bothmann muß dringend gewarnt werden.

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Auch bei Krankheiten, die das Kind sehr herunterbringen, Druckarbeiten Albin Klein, Giessen.

helfen diese Nährgetränke die Körperkräfte heben.

sinnige Gebrauch von Petroleum, Spiritus oder gar Benzin zum Feueranmachen. Dadurch können schwere Explosionen entstehen, wobei die Stichflammen vielfach die Kleider in Brand setzen und den Tod oder schwere Verbrennungen verursachen. Groß ist auch die Gefahr, wenn offene Petroleum- und Benzin­gefäße, nicht geschlossene Spiritusflaschen und dergl. in der Nähe von Feuer oder Flammen stehen. Dann können die sich aus der Flüssigkeit entwickelnden Gase leicht in Brand geraten und ebenfalls Stichflammen und Explosionen verursachen.

Auch das Waschen mit Benzin, Spiritus, Terpentin und dergl. in geschlossenen Räumen ist wegen der Explosions gefahr außerordentlich gefährlich, denn die sich bildenden brenn­baren Gase haben die Eigenschaft, sich auf ziemliche Entfernung zu verbreiten. Diese Arbeiten sind deshalb nur zulässig im Freien und auch dort nicht in der Nähe von Feuerstätten.

Das Spielen der Kinder mit Streichhölzern, sowie an brennenden Defen, Spirituskochern usw. ist mit allen Mitteln zu verhindern.

Eine häufige Brandursache ist weiter das unvorsichtige Umgehen mit Streichhölzern und unverwahrtem Feuer und Licht. Dadurch entstehen leicht Brände aller Art, z. B. Gar­dinenbrände Auch Weihnachtsbaumbrände, besonders wenu der Baum trocken ist, können großen Schaden anrichten. An­dere Brandursachen sind überhitte Defen, Unachtsamkeit beim Löten und Auftauen eingefrorener Wasserleitungen durch Klempner, unvorsichtiges Hantieren mit unverwahrtem Licht und Fener in Boden und Kellerräumen, Unvorsichtigkeit beim Ausschwefeln von Räumen usw.

Petroleum und Gaslampen dürfen nicht zu nahe unter oder neben brennbare Gegenstände gestellt oder gehängt werden. Der Abstand muß nach oben mindestens 1 Meter und seitlich mindestens 25 cm betragen.

Blühende Kohlen sollen nicht zum Feueranmachen benutzt werden, weil beim Tragen von einem zum anderen Dfen leicht ein Brand entstehen kann. Brennende Fette, Mineralöle und dergl. sind besonders gefährlich, weil sie nicht mit Wasser ge­löscht werden können, da sie darauf schwimmen und den Brand weiter verbreiten; zweckmäßig löscht man durch Zudecken mit einem Deckel, nassem Tuch, Sand und dergl. oder durch Con­derlöscher

Es ist darauf zu achten, daß Defen, Herde und Schorn steine, einscht. Reinigungstürchen, keine Risse und Fugen haben, aus denen Flammen und Funken nach außen ringen können

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und daß sie genügenden Abstand von Holz und brennbaren Gegenstände haben seitlich etwa 50 cm und nach oben mindestens 1 Meter sowie daß die Rauchrohre dicht sind und daß Vorlegbleche in ausreichender Größe vor den ene rungstürchen auf dem Boden befestigt sind, damit heraus­fallende glühende Kohlen oder Ascheteile nicht zünden können. An oder in zu großer Nähe von Defen, Herden u. Heizungen zum Trocknen oder sonstigen Zwecken aufgehängte oder aufbewahrte brennbare Gegenstände können ebenfalls leicht zur Entzündung gelangen Als Kohlenkästen und zum Hinaustragen von Asche sind nur unverbrennliche, am besten eiserne Gefäße wegen der Brandgefahr zu verwenden.

Gerümpel und brennbare Gegenstände sollen nicht unter Treppen un auch nicht in größerem Umfange auf dem Boden und im Keller aufbewahrt werden, weil dadurch ein Brand ge fördert wird und bei Feuer unter der Treppe der Fluchtweg ob geschnitten werden kann.

Breidenbach

Butzbach Dillenburg Biesenbach

Niedergirmes

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Ağlar Steindorf Bissenberg Biskirchen Löhnberg 2. Nauborn ViB. Gießen Daubringen Großen- Bused Verein

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Leihgestern Butzbach II.

Daubringen Gr. Bujed

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Grävened Elfershausen Holzhausen Ulm-Bra Biskirchen 2. Tiefenbach

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Biekirchen 2. Holzhausen 2.

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Besondere Vorsicht ist im Umgang mit Gasbeleuchtung, Gasöfen und Gaskochapparaten nötig, da Gasausströmungen Explosionen und Gasvergiftungen zur Folge haben können. Gasschläuche sollen möglichst durch eiserne Rohrleitungen ersetzt, mindestens aber gut befestigt werden. Bei Leuchtgasgeruch sind die Fenster zu öffnen und die Ursache festzustellen, aber auf keinen Fall durch Ableuchten der Rohrleitungen mit Streichholz oder Licht, sondern durch Bestreichen mit Seifenwasser, wo­durch Blasen an den undichten Stellen erscheinen, denn die Entzündungsgefahr ist so groß, daß selbst durch Betätigung elektrischer Schalter infolge der Funkenbildung eine Explosion ausgelöst werden kann. Auch die elektrischen Einrichtungen können zu Bränden Anlaß geben, wenn sie nicht fachmännisch angelegt und unsach gemäß benugt werden. Kleinere schadhafte Teile, vor allem auch Sicherungen, dürfen nicht geflickt, sondern müssen sofort ausgewechselt werden. Erforderliche Ausbesserungen an elektri­schen Geräten lasse man nur vom Fachmann ausführen. Man schalte die Apparate nach Gebrauch aus und stelle Apparate, die dei der Verwendung heiß werden, wie Plätteisen, Kocher usw. auf unverbrennliche, z. B. eiserne Unterlagen mit Asbest­auflage, weil schon sehr viele Brände dadurch entstanden sind, daß z. B. vergessen wurde, ein elektrisches Plätteisen auszu­schalten, so daß das Eisen durch eine hölzerne Unterlage durch­brannte und einen erheblichen Brand verursachte. ( Schluß folgt.)

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