Einzelbild herunterladen

Rs.

Danfen.

em stillen Weg, der in mal reden, was fie uns insamkeit dieset fleinen G

C. Und manchen Großen ch, was jein Kennzeichen

die hohen Jdeale, le

Biele?

ntwort: In der Stille würde und unseres Menj jamteit fich langweilt, istesbildung oder auf Ge nzige und wahre Schule jeinen Werken: Wer t injamteit träumt, mer menschliche Gesellschaft, mit der faden Welt, ja elen und wirklich guten S nicht selbst genug, wer n sich selbst, in der Tiefe seine Ansprüche auf Gei

zu den übrigen Brotfrum

in nicht mehr der Lärm isen Stimmen aus der E Männer haben dort gelau O doch war ihre Welt so gu des Geistes und des Her

Menschent deiner Umgebu

: sind es die Menschen,

I dabei sein müssen, wo

? Oder sind es nicht ger

Zeit zu Zeit die Einjamt cht in den erstidenden Rie versinken.

Sonntagsschreibet

Hessen stiegen von 66,8 51,91 RM. auf den Kopf chschnitt von 36,57 R.- M anstalten. Nachdem die S en technischen Fachschulen dert sind, ist nach dem G ichnis der auch von der Da nischen Lehranstalten heras gen technischen Kreisen na wichtig sind. Es werden

ere Bauschule in Offenba

in Bingen, Hessische höhe

Städtische höhere Majd

Zu Anträgen a gen. End möglichst die amili Postschaltern und von d alten werden. Die Ve gewährleistet die pünft ein Vorteil des Empfänger

i 1931. Das Verzeichnis i enen bezw. abgelieferten& fel im Flun des Polizeiam ehen werden. Die Empfang ihre etwaigen Rechte in während der Dienstitun

gt Beseitigung bestehen Jorschriften über die Lohnp dieses Jahres ihre Gültigh tigen Pfändungsrecht noch Dehnung und Schärfe mu ufeinander stoßen. In die ben, solange Stein, der j che Durchführung der Rej

tigen Attion abjah. Sie u in die Erhebung der Spa

ee, Bündnis zwischen Pre

er andern, die ihm die jüng

tand der unterdrüdten Nat un Gestalt des Landsturms 808, als Napoleon, in Ma

chen Lager" folgendes De

1, der Unruhen in Deutschl

en Feind Frankreichs und

er, die bejagter Stein, jei dern des Rheinbundes, be egt. Persönlich wird beja eren oder unjrer Verbände Gerhaftet."

geschichte. Napoleon hat j Eden lassen, niemals aber ein vor den Augen der Welt ei Der er genötigt sei, den Kr

cht an die Aechtung, die d ztin Luther verhängt wur dem die Hechtung ausging, beide Male war der Gea sich wendende Wortführer fiel Deutschlands Intereffe Bölferfreiheit überhaupt eide Male wurde das Achtdeh Herrschaft dessen, dem der erschüttert war; nur mit

er gestellt war als Stein.

im deutschen Volte bereits jers Landesherr gar nicht Jen Gewalten auszuliefern; eit eigentlich feinen Augen

ar sein Leben, mußte aber m die Möglichkeit, als Be Teder entscheidend in den 6 Bekanntlich erzwanger oggen, trennte Preußen da leitete damit den Befrein cung er dann entscheidend

wernder Untätigkeit verurteil

Samstag, den 4. Juli 1931

haftenden Mängel zu beseitigen, der Gewerkschaftsring dem Reichsjustizministerium in einer Eingabe entsprechende Vor­schläge unterbreitet.- Es werden darin u. a. gefordert: Anglei­chung der Rechtsverhältnisse für sämtliche Arbeitnehmergruppen und Einbeziehung der Provisionsvertreter in den Pfändungs­schutz. Eine etwaige Herabsetzung des pfandfreien Regelbetra­ges dürfe unter gar feinen Umständen eintreten.

* Reiseprüfung für Nichtschüler. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen gibt bekannt, daß Reiseprüfungen und Prüfungen für den Nachweis der Reife für Ober- Sekunda und Prima für Nichtschüler im Herbst 1931 gegen stempelpflich= tige Meldung stattfinden. Meldungen sind bis 10. Juli 1931 bei dem Ministerium einzureichen. Bewerber haben die erforder­lichen Papiere beizufügen.

* Nebenbeschäftigung der hessischen Beamten. Das hessische Ministerium für Kultus und Bildungswesen hat in einem Rundschreiben an die höheren Schulen angeordnet, daß auf Grund der Verfügung des Gesamtministeriums betreffend Ne­benbeschäftigung der Beamten auch für jeden einzelnen Fall von Privat- und Nachhilfeunterricht die behördliche Genehmi­gung erforderlich ist. Der Kultusminister behält sich bei Ueber­nahme von Unterricht an einer Privatschule oder dergleichen in jedem Einzelfall die Entscheidung vor. Für Privatunterricht, der einzelnen Schülern erteilt werden soll, sind die Direktionen der höheren Schulen zuständig. Die Genehmigung zur Erteilung von Privatunterricht durch staatlich angestellte Lehrer, Lehrerin­nen und staatlich besoldete Anwärter und Anwärterinnen darf immer nur für ein Jahr erteilt werden und auch nur dann, wenn fein geeigneter unverwendeter Assessor oder Referendar oder kein tüchtiger, auf Stundengeben angewiesener Privat­lehrer vorhanden ist.

* Ernennung. Zum Ergänzungsrichter für die Kammer für Handelssachen des Landgerichtes der Provinz Oberhessen wurde der Fabrikant Karl Georgi für die Zeit bis 31. De­zember einschließlich ernannt.

* Vom Stadttheater. Am Dienstag, den 7. Juli findet im Stadttheater ein Gastspiel der Berliner Bühnenkünstler Ernst Ludwig Franken vom Lessingtheater, Lottina Baart von der Volksbühne und Curt Unser vom Neuen Theater am 300 statt. Aufgeführt wird eine Lustspielrevue, die aus drei Einaftern besteht. Beginn 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr.

* V. D. A. Einen deutschen Abend veranstaltet heute im Caffee Leib der VDA., zusammen mit dem Deutschen Ostbund. Nach Ansprachen von Pfarrer Pelz, Cassel, und Dr. König wird ein Bühnenstüd aus der Ostmart aufgeführt.

* Geschäftsjubiläum. Der Schuhmachermeister Johannes Glitsch, Lindenplatz 12, konnte gestern auf ein 30jähriges Bestehen seines Geschäftes zurücbliden.

* Bom Gleibergverein. Es sei nochmals auf das morgen stattfindende Sommerfest des Gleibergvereins auf der Burg Gleiberg hingewiesen. Vorgesehen sind Konzert, Tanz und Volksbelustigungen. Fahrgelegenheit von Gießen aus von 14 Uhr ab mit Omnibus.

* Walter Flex Abend. Gestern Abend fand im Kaffee Leib ein Gedächtnisabend für den im Weltkrieg gefallenen Dichter Wal­ter Flex statt. Nach einem Vortrag über Flex und seine Werke wurde ,, Die Bauernführer", eine dramatische Skizze in 4 Aften, aufgeführt. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Gedichten und Bauernliedern.

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 12. Fortsetzung.

,, Unsinn! Sie müssen jetzt eine Tasse Tee mit mir trinken! Tantchen, ich hoffe, du hast deinen Tee noch nicht gehabt?" Verwirrt und bemüht, diese Tatsache zu verbergen, bat da: Mädchen die ältere Dame so deutlich, als es die Umstände ge= statteten, um Hilfe, aber die Aeltere wollte nicht verstehen.

Ja, Margery, ich habe schon Tee getrunken. Du bist ja so lange fortgeblieben, aber ich will dir gern Gesellschaft leisten, wenn du willst, während du und dein Freund den Tee nehmt

Ein flammendes Rot färbte Margerys Wangen, verebbte und machte einer unheimlichen Blässe Platz.

,, Sehr gütig," sagte sie scharf. Ich ersuche dich aber, uns mit" Standalneuigkeiten zu verschonen. Ich möchte mit Mr. Marr von Stanley sprechen."

Während sie von der Halle in den Salon traten, wo der Teetisch gedeckt wurde, fand das Mädchen Zeit, ihrem Gast zu­zuflüstern: Bitte, schenken Sie ihr keine Beachtung. Stanley haßt sie, ebenso wie ich."

Der junge Mann, dem dieses verblüffende Familiengeheim­nis auf solche Art mitgeteilt wurde, fand sich in vollster Ueber­einstimmung mit der darin zum Ausdruck gebrachten Ansicht Ein einziger Blid auf Margerys Tante hatte ihm deutlich gezeigt, was er von der Witwe zu gewärtigen hatte. Nicht einmal Die Erwähnung seiner nahen Beziehungen zu ihrem Neffen brachte auch nur ein Wort des Willkommens über die dünnen Lippen, und ihre Hand, die sie ihrem Besucher entgegengestreckt hatte, fühlte sich an wie ein falter Fisch.

Besucher wenigstens männliche Besucher waren offen­bar in diesem Hause nicht willkommen. Dieser Stopford schien jedoch eine Ausnahme zu sein. Ein neuer, merkwürdig bedrücken­der Gedanke durchschoß Marr plötzlich und führte ihn zu dem wahrscheinlichen Schluß, daß Mrs. Horrells Aerger in erster Linie dem Umstand galt, daß Margery nicht zu Hause war, als der einzige Mann, der Gnade in Mrs. Horrells Augen fand, seinen Besuch machte, und zweitens, daß das junge Mädchen sich einen jungen Mann mitgebracht hatte, von dem zu befürchten stand, daß er die Situation komplizieren könnte.

Did mußte trok allem lächeln. Eine Kette seltsamer Um­stände hatte ihn in eine verteufelte Situation gebracht, die aber einer gewissen Pifanterie nicht entbehrte. Seine Lage war wenig beneidenswert, anderseits aber so sagte er sich zum Trost war er mit einem Mädchen verbunden, dessen bloßer Anblick genügte, um sein Herz höher schlagen zu lassen.

Als er nachdenklich ein Stückchen Kuchen faute, überblickte er noch einmal im Geiste die Sachlage und resümierte schließlich, daß die Tante wahrscheinlich die Bewerbungen dieses Stopford um ihre Nichte begünstigte; denn- so sagte er sich Mann wird doch nicht im Verlauf so furzer Zeit zweimal bei einem jungen Mädchen vorsprechen, wenn diesem Mädchen nicht seine ganze Aufmerksamkeit gilt.

ein

Merkwürdig, daß der Mann gerade Stopford hieß, wie der mysteriöse reiche Bürger dieser Stadt, in dessen Händen das Schicksal des Hollywood- klubs ruhte, der Mann, der scheinbar ohne Grund einen Klub finanzierte, welcher Woche für Woche ein immer ärgeres Defizit aufwies.

,, Scheinbar ohne Grund?" Plötzlich sah er klar. Wenn War­riner recht hatte und Stopfords Reichtum wirklich so groß war,

,, Gießener Zeitung"

Weibliche Arbeitskräfte gesucht. Allenthalben wird über Ueberfüllung in allen Berufen geklagt, auch in den weiblichen. Die Folge davon ist, daß viele, die einen Beruf ergreifen möch ten, nicht wissen, wo sie Beschäftigung finden können. Demgegen­über gibt es einen weiblichen Beruf, in dem zahlreiche junge Mädchen jederzeit eintreten können; den der Kranken-, Kinder­und Fürsorgeschwester. In Hessen gibt es zwei Anstalten, die evangelische Mädchen mit einfacher und mit höherer Schulbildung zur Ausbildung und anschließenden Verwendung aufnehmen: Das Diakonissenhaus Elisabethenstift und den Hessischen Diako­nieverein, beide in Darmstadt. Vermittlungen übernehmen jeder­zeit gern die evangelischen Pfarrämter.

Straßensperre. Wegen Vornahme von Gleisarbeiten wird der Marktplatz zwischen Kirchenplatz und Schulstraße für Mon­tag, den 6. Juli und Dienstag, den 77. Juli 1931 für Fahrzeuge aller Art polizeilich gesperrt.

Aus Nah und

Fern.

Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 2. Juli 1931 der Gesamtbesuch 16 715 Gäste be­trug, darunter 2765 Ausländer. Anwesend waren am 2. Juli 1931 4 257 Gäste.

Friedberg. Am 1. Juli fanden hier die Astawahlen zur studentischen Kammer für das Wintersemester 1931-32 statt, die folgendes Ergebnis brachten: Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund 12 Size( bisher 8), Farbentragende Korpora­tionen 8 Sitze( neu aufgestellt), Finkenschaft 5 Sitze( 6).

Friedberg. Eine zweite Flugmaschine für die Fliegergruppe am hiesigen Polytechnikum ist hier eingetroffen. Es handelt sich um einen Sportdoppeldecker, der bisher im Flughafen Mainz Wiesbaden stand. Man hofft, die Maschine für Lehr­zwecke schon in Kürze in Betrieb nehmen zu können.

Schotten. Die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe an 28 Junggesellen fand hier im Beisein von Syndikus Dr. Reif- Friedberg, Baurat Kessel, Schulrat Hasenzahl und Ober­meister Zeschky statt.

Mainz. Am Mittwochabend versuchten in Mainz die Kom­munisten und Erwerbslose zu demonstrieren. Der Polizei ge­lang es, die wohlvorbereitete Aktion zu unterbinden. Ver= schiedene Trupps wollten in das Geschäftsviertel eindringen und die Lebensmittelgeschäfte plündern. Die Polizei griff je= doch rechtzeitig ein und nahm mehrere Sistierungen vor.

Frankfurt a. M. Die Adlerwerke haben etwa 130 An­gestellten voraussichtlich zum 1. August gekündigt. Ferner ist beabsichtigt, die Arbeitszeit durch Ausfall der Samstagsarbeit auf 40 Stunden wöchentlich zu verringern.

Biedenkopf. Hier fand man in einer Sandgrube einen toten Handwerksburschen. Es wurde festgestellt, daß der Mann buchstäblich verhungert war.

Wetter. Die rücksichtslosen Autofahrer, die vor einigen Tagen den Arbeiter Brunnet aus Vernau in der Nähe unseres Ortes überfuhren und tödlich verletzt liegen ließen, fonnten auf dem Viehmarkt in Hersfeld ermittelt werden. Es handelt sich um die Führer eines Lastkraftwagens mit Anhänger aus dem Kreise Gießen.

dann würde er wohl kaum das bißchen Geld entbehren, daß er für einen Fußballklub ausgab, den er selbst niemals hatte spielen sehen; besonders, wenn er mit dieser ihn so wenig drüdenden Freigebigkeit einem Ziel, das ihm am Herzen lag, näher rücken fonnte.

Und dieses Ziel? Marr biß sich vor innerer Bewegung die Lippe blutig. Dieses Ziel des geheimnisvollen Fußballmäzens war die Hand Margery Kirkbys. Alles deutete darauf hin, besonders das Benehmen der Tante.

Noch eine schwache Möglichkeit gab es. Stopford war zwar fein häufiger Name, doch vielleicht gab es zwei Stopfords in Hollywood. Vielleicht o, du gütiger Zufall! Vielleicht waren

sie beide reiche Männer.

Doch der Zufall wollte es, daß das Mädchen selbst Marrs schwache Hoffnung zerstörte.

Mr. Stopford mußte ja wissen, daß ich heute beim Wett­spiel war," sagte sie trogig, während sie an einem Stüdchen Toast fnabberte. Mr. Stopford ist nämlich der Herr, der das Geld für den Hollywood- Klub hergibt," fügte sie, sich zu Dick wendend, hinzu, der tapfer lächelte, als sie ihm diesen Dolchstich versetzte. ,, Ja, ich habe davon gehört. Ben Warriner hat mir erzählt, wie freigebig er den Klub unterstützt," antwortete Marr mechanisch.

,, Das erinnert mich gerade, daß Sie mir noch nicht erzählt haben, wie es eigentlich kommt, daß Sie für die Hollywood spielen," sagte Margery. Ich dachte, Sie wären noch an der Universität."

Von draußen drang das Geräusch eines vorfahrenden Auto­mobils in den Raum.

Mrs. Horrells Gesicht drückte Spannung aus, und auf ihren dünnen Lippen lag ein Lächeln des Triumphs.

Bevor Margery noch vollenden konnte, hörte man ein leises, diskretes Klopfen an der Tür.

Mr. Fairfax Stopford!" meldete das Stubenmädchen. Ein riesengroßer, ziemlich fetter Mann trat ins Zimmer. Trotzdem er peinlich gepflegt aussah und tadellos elegant an= gezogen war, machte er einen groben, gemeinen Eindruck.

Richard Marr empfand, als er den Mann anblidte, ein leb= haftes Gefühl der Abneigung gegen ihn.

Die kleinen Augen des Besuchers blickten mißtrauisch aus den Fettpolstern seines Gesichts auf Marr, während er mit aus­gestreckter Hand die Damen begrüßte.

,, Ah!" sagte Stopford, reichte seinen Automobilmantel dem wartenden Stubenmädchen und ließ seinen schweren Körper in einen Armstuhl fallen, den ihm Mrs. Horrell zurechtgerückt hatte. Ich freue mich, daß ich zum Tee noch zurechtgekommen bin. Darf ich auch um eine Tasse bitten?"

,, Gewiß," antwortete die seit der Ankunft des Besuchers wie umgewandelte Witwe eifrig. Sie gab dem Mädchen die notwen digen Anweisungen und wandte sich dann an Stopford.

,, Margery bedauert es so unendlich, daß sie Sie vorhin nicht angetroffen hat, Mr. Stopford," sagte sie, ohne Marr dem an­deren vorzustellen. Wahrscheinlich hat das Wettspiel heute etwas länger gedauert als sonst. Aber sie hat sich so gefreut, daß Sie noch einmal wiederkommen würden, nicht wahr, mein Liebling?"

,, Natürlich, Tantchen! Ich wollte nämlich was du schein Mr. Marr dem Mr. Stopford bar ganz vergessen hast vorstellen. Das ist"- Richard erhob sich widerstrebend, denn ihm graute davor, die fette Hand des anderen zu schütteln- ,, der beste Freund meines Bruders Stanley. Sie waren zusammen in Orford."

Abschiedskonzert Franz Völkers im Südwestfunt.

Nr. 53

Es ist wohl nichts selbstverständlicher, als daß der Südwest­deutsche Rundfunk dem Tenor Franz Völker bei seinem Weg­gange vom Frankfurter Opernhause an die Wiener Staatsoper Gelegenheit gibt, sich in einem besonderen Konzert von seiner großen Hörergemeinde zu verabschieden. Es darf dabei daran erinnert werden, daß Völkers ungeahnter Aufstieg als Tenor im Südwestdeutschen Rundfunk begann. Beim ersten Preissingen, das der Südwestdeutsche Rundfunk im Jahre 1926 veranstaltete, siegte ein damals völlig unbekannter Bankbeamter Franz Bölfer. Die Stimme hatte auch Clemens Krauß, der damalige Leiter der Frankfurter Oper, gehört. Er holte Völker an das Frank­furter Opernhaus. Und nun begann der Aufstieg des Sängers, der sich am 5. Juli in einem Sonderkonzert von der Hörerschaft des Südwestdeutschen Rundfunks verabschiedet.

Schmeling Weltmeister!

Nach äußerst hartem Kampf wurde Mar Schmeling nach der 15. Runde zum Sieger durch technisches f. o. über Young Stribb­ling erklärt. Damit eroberte Schmeling zum zweiten Mal den Titel eines Weltmeisters im Bogen für alle Kategorien.

Neue Bücher.

Im Verlag Dr. Selle- Eysler A.-G., Berlin SW. 68, ist wieder ein schmuckes Heft der, Eleganten Welt" gestartet. Was dieser Sommer an modischer Schönheit und interessanter Lebens­gestaltung zu bieten vermag, zeigen die prachtvollen Bilder in glänzender Wiedergabe. Die Beiträge mit praktischer und ge= sellschaftlicher Note werden den Leser und Beschauer in liebens­würdigster Weise fesseln.

Zwei Jahre Tonfilm in einer Woche". Die ,, Woche", die große aktuelle illustrierte Zeitschrift, gibt eine Tonfilm- Sonder­nummer heraus. Kein Filmfreund sollte sich diese Gelegenheit entgehen lassen, einmal so scharf hinter die Kulissen der neuen Großmacht zu sehen und alle ,, tonangebenden" Leute zu hören. Jeder sollte dieses Hest besitzen, vor allem, da zwei große Preis­ausschreiben seinen Wert noch stark erhöhen: 100 000 Mark sind für gute Tonfilm- Jdeen ausgesetzt, 1 000 schöne Preise locken bei dem Filmbilder- Rätsel ,, Wer liebt wen?". Wer wird da noch= gern, sofort seine Geistesblitze aufzuschreiben, den Jdeal- Tonfilm, der ihm schon lange vorschwebt, endlich zu Papier zu bringen? Wer wird nicht da man doch immer zwei Eisen im Feuer ha­ben muß außerdem das lustige Bildpreisausschreiben mit­lösen? Die Tonfilm- Sondernummer der Woche" ist für 50 Pfg. überall zu haben.

-

Die letzten Getreuen des Zaren. Ganz abgeschieden von der Welt leben in einem fleinen französischen Orte russische Emis granten, die einst im kaiserlichen Rußland eine bedeutende Rolle gespielt haben. Hier hat ihnen eine Wohltäterin ein Asyl er­richtet und mächtige Generale und Minister des 3arenhofes füh­ren hier ein bescheidenes Dasein bei der Arbeit für Haus und Hof. Die neueste Nummer der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 27) bringt viele Bilder von diesem Zufluchtsort. Aus dem Inhalt des Heftes nennen wir noch den Aufsatz über den amerikanischen Präsidenten Hoover, der mit seiner Botschaft über Einstellung als ler Kriegsschuldenzahlungen die Lösung der Weltfrise eingeleitet hat.

Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen.

eh-?"

Stopford streďte Dick, wie dieser befürchtet hatte, die große, fette Hand entgegen. ,, Und was bringt Sie in diese Gegend, Mr. ,, Marr ist mein Name," sagte Did kurz. Nun, Mr. Marr," wiederholte Stopford ,,, was bringt Sie in diese Gegend?"

,, Oh, ich habe ganz vergessen, Ihnen zu erzählen!" rief Magery, deren Augen vor froher Erregung blitten. Denfen Sie sich bloß diesen entzückenden Zufall; Mr. Marr ist hierher­gekommen, um für Hollywood Fußball zu spielen! Heute hat er das erstemal gespielt und war einfach wunderbar! Ihm danken wir es, daß wir die Wanderer geschlagen haben."

,, Ein Lebermensch also?" Stopfords Ton klang absichtlich höhnisch. Wenn Sie so eine Fußballgröße sind, warum spielen Sie dann nicht für die Corinthians oder einen ähnlichen Klub? Ich dachte, das waren die Vereine für wohlhabende Amateure!" Der Mann war offensichtlich durch die Anwesenheit des jungen Fußballers in diesem Hause erbittert und in einer gefährlichen Stimmung; auch fühlte er sich seiner Position hier sicher genug, um rüdsichtslos unhöflich sein zu können. Doch Marr blickte un­beirrt in die falten, höhnischen Augen des Mannes, von dem er nun wußte, daß er sein erbittertster Feind war. Dann warf er seine Bombe.

Ich bin zufällig nicht reich," sagte er fest, ohne Zögern. Ich fann es mit nicht mehr leisten, als Amateur zu spielen; id spiele jezt, um meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen! Das, Mr. Stopford, da Sie es nun einmal für notwendig gehal­ten haben, sich um meine Privatangelegenheiten zu fümmern, ist der Grund meiner Anwesenheit in Hollywood!"

,, Was, Sie sind wirklich Berufsspieler?" rief Margery Kirkby überrascht und begeistert aus.

Ich bin noch nicht definitiv bei Hollywood angestellt, aber ich bin Berufsspieler. Mr. Hollister, der Manager, hat mich auf einen Probemonat engagiert; hoffentlich überlebe ich die Zeit."

,, Oh, wie prächtig!" rief das junge Mädchen. Der Mittel­stürmer war seit zwei Saisons der schwache Punkt der Mann­schaft, aber jetzt werden Sie wohl jede Woche spielen, und dann geht's aufwärts. Wie kam es aber, daß...?" Margery Kirkby errötete plötzlich vor Verwirrung und ließ den Satz unvollendet.

Ich wollte Ihnen das schon früher erzählen," antwortete Marr; und wenn Mr. Stopford mich entschuldigen will, daß ich ihm soviel von meiner unglücklichen Familiengeschichte vorjezze, will ich es jetzt tun. Vorausgesetzt natürlich, daß auch Mrs. Horrell gestattet?" Er wandte sich mit einem fragenden, wenn auch etwas ironischen Lächeln an die Witwe. Bitte!" schnappte die Witwe zurüd.

"

,, Ueber meinen Vater", fuhr der junge Fußballer fort ,,, brach vor einiger Zeit eine große geschäftliche Katastrophe herein. Sie war so schredlich, daß sie ihn nicht nur finanziell vollkommen ruinierte, sondern ihn auch tötete.

Natürlich änderte das auch meine Lage. Ich mußte Oxford verlassen und einen Beruf ergreifen. Ein alter Internationaler gab mir den Rat, Berufsfußballspieler zu werden. Als ich diesen Entschluß gefaßt hatte, schrieb ich die Namen verschiedener Ver­eine auf fleine Papierſtüdchen, tat sie in einen Hut und zog eins heraus. Der Klub, den ich gezogen hatte, war Hollywood. Sie sehen also, daß es ein Zufall war, der mich nach Hollywood ge= bracht hat. Natürlich", fügte er mit einem Blid auf Margery, welcher Stopford das Blut in den Kopf trieb, hinzu ,,, wußte ich nicht, daß ich hier so gute Freunde finden würde." Fortsetzung folgt.