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Nr. 27

Gamstag, den

Samstag, den 4. April 1931.

Frankfurts Grundbesitz.

Nach einer Mitteilung der Frankfurter Magistrats­Pressestelle besitzen die Stadt und Stiftungen zusammen ein Gebiet, das mehr als halb so groß ist wie das gesamte Frank­furter Stadtgebiet, von dem allerdings ein erheblicher Teil außerhalb der städtischen Grenzen gelegen ist. Immerhin ge­hören der Stadt allein im Stadtgebiet 37,6 v. H. aller Grund­stücke. Bei der Beurteilung dieser Zahl muß man berücksichti­gen, daß innerhalb der Altstadt etwa 20 v. H., in den neuen Stadtgebieten sogar bis 40 v. H. des Gesamtgeländes für Straßen, Pläge, Grünflächen usw. abgehen. Der Besitz der Stadt an Baugelände beträgt 1929 10,38 v. H. des Stadt­gebietes. lleber Gebäudeankäufe und Geländeverwertung der Stadt unterrichtet folgende Zusammenstellung:

Ankäufe:

104,15 ha für 4,4 Millionen RM.

1928 1929 1930

47,8

11

"

9,21

" 1

" 1

1928

1929 1930

"

"

1,7 0,6 161,16 ha für 6,7 Millionen RM. Verkäufe:

42,5 ha für 5,85 Millionen RM.

26,2

"

"

27,8

" 1

2,7 " 3,3

"

"

"

96,5 ha für 11,85 Millionen RM. Man sieht aus diesen Zahlen, daß die Bodenspekulation für die Kommunen ganz gewinnbringend zu sein scheint.

Der Wohnungsbestand im Reich

und in Hessen.

Nach Feststellungen des Statistischen Reichsamtes sind im Reichsdurchschnitt 13,8 v. H. aller Wohnungen Neuwoh­nungen, d. h. nach dem 1. Juli 1918 errichtet. In Hessen ist dieser Anteil höher, ganz besonders in der Provinz Starken­burg. Ueber Einzelheiten unterrichtet folgende Tabelle:

Gebiete

Reich

Hessen

Prov. Starkenburg

Prov. Oberhessen

Prov. Rheinhessen

Zahl der Woh mungen

Darunter Neuwohnungen

Zahl

15 829 000

339 000

163 000

78 000

98 000

2 179 000 54 000 29 000 II 000 14 000

-

v. H. 13,8 16,0 18,0 14,1 14,2

wie

Seltsam berührt es bei diesen für Hessen sehr schmeichel­haften Zahlen, daß kein Land so rückständig in der Lockerung und endgültigen Aufhebung der Zwangswirtschaft ist gerade Hessen, in dem fast der 6. Teil aller Wohnungen neu ist. Sie sind aber ein Beweis dafür, daß leider nicht wirt­schaftliche Einsicht, sondern politisches Prestige den Ausschlag. geben.

Frauen im Dienst.

,, Gießener Zeitung"

Mehr Qualitätsware auf dem Obstmarkt. Ichmad, der sich mit dem verführerischen Aeußern der gekauften

Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Wirtschaftsberater.

Deutschlands jährliche Einfuhr an Obst betrug im Durch schnitt der letzten Jahre über 200 Millionen Goldmark nach dem Auslande. Durch die letzte schlechte Obsternte wurden diese Aus­gaben noch erheblich gesteigert, so daß man wirtschaftlich bald von einer gelben Gefahr sprechen kann. Im Herbst vergangenen Jahres war die Einfuhr an Aepfeln dem Vorjahre gegenüber um 50 Prozent größer, und dies alles in einer Zeit des wirtschaft: lichen Niederganges!

Die Anzahl der tragfähigen Obstbäume in Deutschland be­trägt 153,7 Millionen Stück; auf den Kopf der Bevölkerung tommen also über zwei Bäume. Gerade jetzt zur Frühjahrs­

zeit sehnt sich der menschliche Körper nach frischem Obst und Gemüse. Die rotbädigen Auslandsäpfel, die uns augenblicklich fast nur zur Verfügung stehen, loden in den Schaufenstern der Obstläden gar zu sehr. Schweren Herzens ersteht man diese teure Auslandsware, ist aber bald über den rübenartigen Ge­

Innerhalb der jetzigen Reichsgrenzen liegen 66 evangelische Diakonissenmutterhäuser mit 24 839 Schwestern. Das älteste wurde 1836 in Kaiserswerth von Fliedner gegründet, ist also bald 100 Jahre alt. Die größten Mutterhäuser in Süddeutsch land sind die Diakonissenanstalten in Stuttgart mit 1431 und Neuendettelsau mit 1134 Schwestern. Auf eine Schwester fom­men im Reichsdurchschnitt 1589 Evangelische. Die größten Dia­tonissenanstalten sind die von Bethel mit 1811 Schwestern und Kaiserswerth mit 1764 Schwestern. Nahezu zwei Drittel aller Diakonissen sind in der Gemeinde-, Kranken- und Siechenpflege tätig. Sie arbeiten weiter in 170 Sanatorien, 15 Herbergen, 24 Hospizen und 28 Heimen für Arbeiterinnen und Angestellte. Gin Sechstel wirkt in der Kinder- und Jugendpflege. Ein wei­teres wichtiges Arbeitsgebiet ist der Kampf gegen die sittlichen Volksschäden, die Trinkerinnen-, Polizei- und Gefangenenfür­sorge. Die Diakonissenhäuser haben 105 Erholungsheime, die nicht bloß den Schwestern, sondern zum Teil auch andern offenstehen.

Gegen üblen Mundgeruch, nach längerer Mundruhe und nach dem Rauchen benutze man zum Desodorieren und Aromatisieren des Atems eine Spülung mit dem herrlich erfrischenden Chlorodont- Mundwaffer. Flasche 1.- Mr.

Osterlied.

Von Adolf Böttger.

Die Glocken läuten das Dstern ein in allen Enden und Landen und fromme Herzen jubeln darein: der Lenz ist wieder erstanden.

Es atmet der Wald, die Erde treibt und kleidet sich lachend mit Moose und aus den schönen Augen reibt den Schlaf sich, erwachend, die Nose.

Das schaffende Licht, es flammt und kreist und sprengt die fesselnde Hülle

und über den Wassern schwebt der Geist unendlicher Liebesfülle.

Berlobung mit dem Osterhasen.

Humoreske von Ludwig Waldau.

Ein frohes Osterfest allen unseren Lesern!

Früchte keineswegs verträgt, dermaßen enttäuscht, daß man den angebiffenen Apfel am liebsten wütend und fluchend in eine Ede werfen möchte! So ergeht es den meisten der Konsumenten! Der deutsche Landwirt und Kleingartenbesitzer findet auf diesem Gebiete ein noch recht dankbares und rentables Feld seiner Arbeit. Deutsche Qualitätsware auf den Obstmarkt zu werfen, ist hier eiserne Pflicht und nicht nur eine privatwirts schaftliche, sondern vor allen Dingen volkswirtschaftliche Not wendigkeit. Das ganze Geheimnis liegt, vorausgesetzt natürlich, daß Boden und klimatische Verhältnisse sich dem Obstbau an passen, an einer richtigen Sortenwahl, einer sachgemäßen An­pflanzung, Pflege und vor allem zweddienlichen, praktisch durchs von seinem dachten Düngung. Jedem Gärtnerlehrling wird Meister als einer der ersten theoretischen Kenntnisse eingetrichtert, daß die Blüten- und Fruchtbildung in erster Linie abhängt von einer ebenso reichlichen wie rechtzeitig gegebenen Phosphor säuredüngung. Wichtig ist, gerade jetzt im Frühjahr, die leichte Löslichkeit dieses Pflanzennährstoffes; wasserlöslich allein ist das Superphosphat. Größeren und älteren Hochstämmen gebe man 1,5 bis 2 Kilo, einem jüngeren Hochstamm oder Zwerg­baum verabreiche man 0,3 bis 0,7 Kilo genannten Rährstoffes. Es ist bekannt, daß gerade die Phosphorsäuse hier qualitäts­steigernd wirft; nach dem Gesetz des Minimums dürfen bei der Düngung natürlich die anderen Pflanzennährstoffe, wie Stichstoff, Kali und Kalt, nicht außer acht gelassen werden.

Eine kaum glaubliche Grund- und Hauszinssteuergeschichte aus Wiesbaden.

In den Jahren 1894-97 ließ sich Baron Krauskopf in dem idyllisch gelegenen Georgenborn unmittelbar bei Wiesba­den unter Aufwendung von vielen Millionen durch den Wies= badener Architekten Schellenberg das Schloß Hohenbuchau er­richten, das ob seines gediegenen Prunks bald weit bekannt wurde. Allein schon die Errichtung des eigenen Wasser und Elektrizi tätswerkes war mit großen Kosten verbunden. Für die Unter­haltung des großes Parkes wandte der Besitzer jährlich 40 bis 50 000 Mark auf. Doch es kam der Krieg mit seinen Folge­erscheinungen, und die Zeitverhältnisse machten den Baron, der ein rechter Wohltäter für Georgenborn gewesen war, zu einem armen Manne, dem die Bolschewiken sein in Rußland inve­stiertes Hauptvermögen beschlagnahmten. 1921 verkaufte er seinen Besiz an einen russischen Großkanfmann zum Preise von 10 130 englische Pfund, nach dem damaligen Stand etwa 203 000 Reichsmark. Heute gehört das Schloß Hohenbuchau der Gattin des Käufers, die ihren Wohnsiz in Paris hat.

Und nun soll es dem Erdboden gleichgemacht werden, weil eben die neudeutsche Steuerpolitik jeden Besitzer des An­wesens, und sei es Krösus selbst, auf die Dauer zu einem armen Hiob machen wird. Im Vorjahre verlangten die Steuerbehör­den pro Jahr 18 000.- Mt. Hanszinsstener und 20 000 R. Mt. Grundstener. Inzwischen ist durch Erhöhung der Stener, namentlich der Grundstener für Stadt und Gemeinde, der Gesamtbetrag der jährlich aufzubringenden Steuern auf 60 000 R.-Mr. gestiegen. In einer Eingabe an den Prenßi­schen Landtag wegen Niederschlagung der Hanszinssteuer macht der Rechtsvertreter der Besitzerin darauf aufmerksam, daß die Besitzerin den Betrag von 60 000 Reichsmark im Jahre nicht mehr aufbringen kann, und sie daher, wenn die Steuerbehörden. keine Einsicht für die tatsächliche Lage der Dinge hätten, das Schloß zum Abbruch veräußern oder selbst niederlegen lassen will.

Es ist unverständlich, warum die Steuerbehörde in diesem Falle den§ 9 Abs. 3 der Preußischen Hauszinssteuerverordnung, der lautet: Die Steuer ist niederzuschlagen, wenn Mieträume ohne Verschulden des Eigentümers leerstehen, nicht gelten lassen will. Unbestritten ist, daß die seit langem zum Vermieten herausgestellten Räume seit Abzug der französischen Besagung ohne Verschulden der Eigentümerin leerstehen. In einem aus­führlichen Gutachten hebt der beeidigte Sachverständige in Grundstückssachen, H. Glücklich- Wiesbaden, hervor, daß die Tatsache, daß in das Schloß Hohenbuchau Millionen investiert wurden und die damit geschaffenen Werte heute in Wirklichkeit zum Teil wertlos sind, immer wieder Veranlassung gebe, auf die Unsinnigkeit der Steuereinschätzung des Besitzes hinzuweisen. Die Steuerbehörde schätze einfach so ab, als ob es weder Krieg, Inflation oder Besatzung gegeben hätte;

Wenn er an seinem Schreibtisch saß, konnte er den ganzen Garten übersehen, der sich an das angrenzende Haus des Herrn Kanzleirats Richter anschloß. Und er hatte oft, sehr oft sogar, an seinem Schreibtisch gesessen der junge Herr Doktor der Zahnheilkunde, Fritz Larsen. Seine Pragis ließ ihm ja auch vorläufig noch genügend Zeit dazu. Leider! Oder vielmehr: Gott sei Dank; denn es lohnte sich schon, am Fenster zu sitzen und die Blicke hinüberschweifen zu lassen nach des Nachbars Garten. Dort tauchte nämlich täglich einige Male ein weib­

die Steuerbehörde berufe sich auf die gesetzlichen Bestimmungen, die bei der Bewertung eines Grundstückes auf den Friedenswert

oder den Wehrbeitragswert zurückgehen. Bei Schloß Hohen buchau nimmt die Steuerbehörde einen Friedenswerr von 2 590 Tausend, einen Wehrbeitrag von 1 900 000 und einen Stener einheitswert von 1 197 000 Mark an. Formal ist wohl die Behörde im Recht, aber es kann nicht ihre Aufgabe sein, offen sichtliches Unrecht bestehen zu lassen, sondern sie muß das Recht ſuchen.

Das eigentliche Schloß mit dem dazugehörigen wunder­schönen Park umfaßt 14 Hektar, 67 Ar. Dazir kommen noch die außerhalb der Einfriedigung liegenden Wiesen und Aecker in einer Gesamtgröße von ungefähr 3 Hektar und 72% Ar. Entgegen der Einschätzung der Steuerbehörde kömmt der Sachverständige nach genauester Prüfung zu dem Ergebnis, den heutigen Gesamtwert des Besizes auf 423 000 Mark anzugeben. Es muß als eine Ungerechtigkeit bezeichnet werden, daß trotz des unverschuldeten Leerstehens der Haupt- und Neben räume die Hauszinssteuer in der erschreckenden Höhe von 18 000 Mark zur Erhebung gelangt. Die Hanszinssteuer soll doch eigentlich nur von dem Mietertrag eines Hauses ge nommen werden und

bei Schloß Hohenbuchau beträgt der jährliche Mietertrag ganze 960 Mark.

Unter Hinzurechnung der bereits gezahlten Steuern in dem letzten sechs Jahren wäre die Eigentümerin bei einer Zahlung von 60 000 Mark pro Jahr, wie sie jetzt verlangt wird, inner halb weniger Jahre vollkommen enteignet. Auf Eingaben mer den von der Steuerbehörde keine Antworten mehr erteilt! Macht die Besitzerin ihre Absicht wahr, und daran ist nach unseren Informationen nicht mehr zu zweifeln, und sie läßt die Ge­bände niederreißen, so gehen mindestens 95 Prozent der jetzt ge forderten Stenersummen verloren.

liches Wesen auf, das wohl geeignet war, männliche Blicke besonders zu fesseln: Kanzleirats Ursel. Lachende Augen, blau und tief wie ein Bergsee, goldschimmernde Flechten ums zier­liche Köpfchen, und wie ein Reh die schlanke, mit tadellosen Beinen versehene Gestalt! Um Frizz Larsen wars jedenfalls schon geschehen, als er Ursel das erste Mal erblickte, damals, als er furz nach Eröffnung seiner Pragis in der Liedertafel" zu Gaste war. Leider hatte er dort nur drei Tänze von ihr er­gattern können. Aber wenige Tage später war sie als Patien= tin bei ihm erschienen, geplagt von bösen Zahnschmerzen. Ach, wie weh hatte es ihm doch getan, ihr weh tun zu müssen beim Plombieren! Aber herrlich war es gewesen, sie als Arzt im­mer und immer wieder und noch einmal zur Sprechstunde be­stellen zu dürfen. Doch als er sie ihr Beißerchen waren längst in Ordnung! das vierzehnte Mal bestellen wollte, lief sie in holder Verwirrung stumm aus dem Sprechzimmer und kam nicht wieder! Sie hatte ihn durchschaut! Wohl hatte sie nachher sein Grüßen erwidert, wenn er am Fenster saß und sie drüben im Garten den Futterplatz ihrer gefederten Freunde versorgte und Harras, der Schäferhund, sie umtollte; aber weiter war leider noch nichts geschehen.

Das Nachsehen hat dann die Steuerbehörde,

Wir haben de grüßen dich, da du Ringen fich deine

Rotfchreie diefer f erwachen! Wie Land, in unfere 5

Zuversicht und Fre Die ganze Na wendet, hält ihr Bende Leben zertr

Winter gefchloffen, verfagt fein? Nei Wie die Welt dem Menschen geg nen und sich imm

Bild deffen, der d besiegte durch das von den Toten a nem Namen nen folgen.

Dem großen aber noch immer

wälzt uns den G men Frauen aufw fommen waren, Aber taum hatten tan, als fie gewal wohl er sehr schm Willens und unje schwinden zu lajj Ziele unmöglich Wie tausendfo erstehungstatfache deutsches Volk feir fönnen. Auch heu Schmiedeten, an de Zutunft. Darum jeden von uns d Nur die raftloje uns zu Persönlic licher Arbeit er so sagt es die gedanken in den dieses Stirb un dunklen Erde".

die auch hier den Bogen überspannte. Selbst, wenn die Besizerin keinen Käufer für den Abbruch findet, und sie der Abbruch selbst 20 000 Mark foften sollte, so spart sie dann immer noch in einem einzigen Jahr die Steuer in Höhe von 40 000 Mark und sichert sich sicher vor dem un ausbleiblichen wirtschaftlichen Ruin. Der nach dem Abbruch verbleibende unbebaute Grundbesig, der gärtnerisch und land wirtschaftlich genutzt werden kann, kostet an Steuern höchstens 3000 Mark anstatt der jetzt geforderten 60 000 Mark. Wie es heißt, ist die Eigentümerin bereit, 10 000 Mark Steuern zu entrichten, wenn die Steuerbehörde bereit sei zu einer ver nunftmäßigen Regelung. Es bleibt nun den Steuerbehörden die Wahl, entweder sich Vernunftgründen zugänglichy zu zeigen und dadurch 10 000 Mark Steuern aus einem vorerst under: mietbaren und unverkäuflichen Besitztum einzunehmen oder aber auf ihrem in diesem Falle für jedermann unerfüllbaren Be­gehren zu verharren, die Besitzerin dadurch zum Abbruch des Schlosses zu zwingen und anstatt 10 000 Mark Steuern nur 3000 Mark einzunehmen.

Doch morgen war Ostern! Ostersonntag! Programm: Energischer Vorstoß ins feindliche Lager"! Wenn sie früh, wie immer, mit Harras zum Futterhäuschen tommten sollte. würde sie dort ein riesiges Osterei vorfinden! Der Osterhase, d. h. Herr Dr. Fritz Larsen, wollte sich schon am frühen Mor gen über die Grenzmauer schwingen und das Osterei höchst selbst ins Futterhäusl ,, legen"! Jm Ei natürlich, inmitten der süßen Füllung, sollte sich eine fleine, zarte, poetische Widmung be­finden!

Noch hatten von den bunten Krokusblüten nur wenige ihre Kelche geöffnet, und Tau glitzerte im schüchtern: sprossenden Rasen. Die ersten Sonnenstrahlen schossen am Firmameni hoch. Da stand Fritz Larsen schon im Richter'schen Garten und baute mit bebenden Händen sein Osterei auf grad' unter das Dach des Futterhäusels. Verwundert äugte ein Fink auf sein Tun vom Baum herunter.

Da, eben, als Larsen zwei Schritte zurüdtrat, um sein heim liches Werk wohlgefällig zu prüfen, flog die Hintertür des Hauses auf und- Harras stürmte hevaus! Biel zeitiger als an jedem anderen Morgen! und jetzt, jetzt hatte er auch den Osterhasen" entdeckt! Ein Satz und mit wütendem Ge­bell hatte er den Eindringling gestellt; teinen Schritt fonnte Larsen mehr tun, weder vor noch rüdwärts.

Auf einmal Larsen fühlte sich erblassen. Ein helle Stimme rief: Harras, hierher!" und an der Tür stand Ursel, herrlich umflossen vom rosigen Frühlicht, selber ein Son­nenstrahl!

So, nun fom eine Art von Wo mehe gingen, un häften ging es Cauff: Differeler, vor den Betann fchon ausgeschri ten ihrer Teilu

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Und dann stand sie vor ihm, den Hund am Halsband, und hörte seine Beichte. Immer tiefer wurde das Rot ihrer Wangen. Und immer tiefer sentte sie das Köpfchen. Denn aus Larsens Beichte wurde ein Geständnis! Auch Harras wunderte sich nicht wenig, als dann plötzlich der Fremde seine beste Freun din in die Arme nahm und beide fich füßten, als wäre die Welt um sie versunken

Ein halbes Stündchen später suchte der Herr Kanzleirat seine Gattin in der Küche auf und meldete verschmitzt: Nu rate mal, mit wem sich eben uns're Ursel verlobt hat?! Und als er von der völlig Sprachlosen teine Antwort erhielt, schmet terte er luftig: ,, Mit dem Osterhasen!"

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