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Gesellschaft Selen find. Einzelheiten g

den Eisenbahnstation Often hervor.

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J. befristeten Ausnah men, Zwetschen bei im Geltungsbereich

Samstag, den 3. Oktober 1931.

Sentel, stattfindende Monatsversammlung wird besonders in­teressant durch einen Vortrag über Kanarienzucht und Vogel­Schutz".

* Marine- Berein. Heute, Samstag, abend im Bootshaus Monatsversammlung mit wichtiger Tagesordnung.

Ueber das Nachreifen der Tomaten. Wenn im Herbst die ersten Fröste einsetzen, hört nicht nur das Wachstum der Tomaten selbst auf, sondern auch die noch halb oder unreisen Früchte werden je nach der Stärke des

en der Deutschen Reid Frostes mehr oder weniger start geschädigt, was sich bezüglich beträgt für Sendung der Haltbarkeit recht unliebsam bemerkbar macht. Es ist des Nähere Auskunft erteil halb angebracht, bei Frostgefahr die noch nicht reifen Früchte e. Für freie Berufe& Nachreifens selbst macht die Hausfrau oft noch viele Fehler! Berbungstoften abgegol Beim gewöhnlichen Lagern auf dem Fensterbrett in der Sonne er nur für normale e gehen viele Früchte bald in Fäulnis über. Auch das Auf­n ist das Finanzamt hängen ganzer Pflanzen mit Früchten bringt nach meinen eige

lieber abzunehmen und nachreifen zu lassen. Gelegentlich des

Einfommen zu ermitte

-

nen Erfahrungen meist Enttäuschungen. Bewährt hat sich ein Nachreifen der Tomaten in Torjmull; dieses ist fäulnis­

ollmächtigten mitbringe widrig und konservierend, hat außerdem eine enorme Auf­allen Fällen, wo sein p jaugungsfähigkeit, wodurch eine Anstedung gesunder Früchte so

jeinem Bevollmächtig gut wie unterbunden wird.

fahren sofort eingelen es dem Steuerpflichtig rch zu einem strofrecht

Das Nachreifen geht recht gut

daß zum Nachreifen Sonne

,, Gießener Zeitung"

Nr. 79.

10.: Einkommensteuervorauszahlung für das 3. Vierteljahr| präsidium Redlinghausen mitteilt, haben am Freitag früh gegen 1931( außer Landwirtschaft) It. letztem Bescheid. 10.: Krisensteuervorauszahlung der Veranlagten It. besonderem Vorauszahlungsbescheid.

10.:

3.

10.: Körperschaftssteuervorauszahlung für das Vierteljahr 1931 It. letztem Bescheid. Umsatzsteuervorauszahlung und Voranmeldung für das 3. Vierteljahr 1931( Schonfrist bis 15. 10. 31). Ablauf der Frist für die Abgabe der Vermögensteuer­erklärungen, der Anmeldung von ausländischen Familien­stiftungen und Beteiligungen, der Ausnutzung der Steueramnestie.

15.

20.: Lohnabzug für die Zeit vom 1.- 15. 31 für das Marken­verfahren oder wenn im Leberweisungsverfahren die ein­behaltenen Lohnsteuerbeträge RM. 200.- überstiegen haben. Dazu ist Ledigen- und Krisenlohnsteuer abzu­führen.

Hessen

26. 4. Ziel der Kommunalsteuern( Grund-, Sondergebäude­und Gewerbstener) nach dem neuen Bescheid 1931/32 ( Schonfrist bis 5. 11.)

Aus Nah und Fern.

Imächtigten und hierdu: benötigt wird, ist nicht stichhaltig, jedermann weiß, daß winters über Aepfel und Birnen im dunkelsten Keller, und zwar ohne Sonne", nachreisen. Auch zum Versand dieser Früchte hat sich verwaltung teilt mit, daß bis zum 1. Ottober 1931 der Gesamt­Torfmull recht bewährt; die überseeischen Länder haben diese

er Gerichtsvollzieher

cht tritt auf Grund

1931 in den Ruhestan Anläglich des M

ird im Auftrag des

Srofessor Dr. H. Kraem

ter Senders um 13 des Welttierschuzio

Deutsche Lufthansa& Gießen- Frankfurt- Dan En- Freiburg- Konstanz ei fünftig noch eine Frankfurt a. M. 13 U te unmittelbare Luftpo

Er 1931. Das Verzei gefundenen bezw. ab schlagtafel im Flur de eingesehen werden. S rdert, ihre etwaige Fundbüro, während

Am Sonnabend nachmi identen von Hahn- Darn ebäudes habis in da Derjammlung der 3 Alicefrauenvereine Winterhilfe" beschäftigt ripielzeit begann am Schauspiel Elisabeth Am morgigen Sonni in Wiederholung

Bernauer, zur Vorführun Gießen und Umgege 3. Oftober, bei Gaft

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Arm, lachend und vol ich, dem Ausgang zu hrem" Zimmt, wie fie

Tatsache längst erkannt. Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer.

*

3. Südameritafahrt des Graf Zeppelin". Das Luftschiff ,, Graf Zeppelin" wird am 16. bezw. 17. Of­tober die 3. Südamerikafahrt in diesem Jahre antreten. Die bis

jetzt durchgeführten Fahrten, welche in regelmäßigen Abstand von

einem Monat erfolgten, dienten hauptsächlich dem Zwede, einen

regelmäßigen Poſt- und Frachtverkehr nebst Personenbeförderung nach Südamerika durchzuführen. Auch für die 3. Südamerika­fahrt nimmt das Postamt Friedrichshafen wieder Post zur Be­förderung an. Für die deutsche Exportindustrie ist dieser regel­mäßige Postdienst nach Südamerika von allergrößter Bedeutung.

Schafflers Wettervorhersage

für den Monat Oftober 1931.

Der Oktober galt seit Jahren als schöner, wenn nicht schön­ster Herbstmonat. Der diesjährige wird sich gegen seine Vor­gänger merklich zu seinen Ungunsten unterscheiden. Zu Beginn des Monats teils heiteres, teils trübes, tagsüber mildes Wetter, nachts schon sehr fühl, stellenweise Reisbildung, Frühnebel. Knapp vor Beginn der 2. Defade ungünstiges Wetter, reichlich Nieder­schläge, windig kühl, in höheren Lagen Schneefall. Vor Beginn der 3. Dekade Besserung, heiteres, tagsüber mildes Herbstwetter, örtlich Regenschauer. Zwischen 23. und 27. Oftober voraussichtlich stärkere Erwärmung durch Zufluß südlicher Luftmassen. Hierauf Deränderlich, windig. Monatsende regnerisch, fühl, Nachtfrost­gefahr.

Steuerfalender für Oktober 1931. mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- und Treuhand Vereinigung Weise& Co. Kom.- Ges., Frankfurt- M. Reich

5. Lohnabzug für die Zeit vom 16.- 30. 9. 31. Für die Zeit vom 1.- 30. 9. 31, falls im Leberweisungsverfahren die bis zum 15. 9. 31 einbehaltenen Beträge RM. 200.­nicht überstiegen haben. Gleichzeitig ist Ledigen- und Krisenlohnsteuer abzuführen, soweit sie im Steuerabzugs­verfahren einzubehalten sind.

6.: Einreichung der Aufstellungen über die Devisenverwendung für solche Unternehmen, die die generelle Genehmigung für den Devisenerwerb erhalten haben. 10.: Börsenumsatzsteuer für September nebst Anmeldung; bei Vierteljahresabrechnung für das 3. Vierteljahr.

Schließlich wurde abgeräumt, und man setzte sich gemütlich usammen. Nun schienen auch die beiden jüngeren Leute mit ihrem Thema zu Ende zu sein und baten den Aelteren, er möge der Geschäftsfreund. Man weiß so wenig von dem schweren Dabei tupfte er sich mit dem Taschentuch auf die Stirne. Es passiert ja garnichts!", sagte der Gefragte mit leiser

elterlichen Haufe ftande doch einmal etwas erzählen. ,, Aus dem Bergmannsleben", sagte öhlich lief fie wie erford Los dieser Menschen. Und überhaupt, was da alles passiert!"

von den Geschwistern

und setzte es dem Gr

nahm er da den kleine

die Hand. Es war

und sagte dann langjun Stonie. Außerdem bin ich ein schlechter Erzähler, aber wenn es ber, der unruhig auf dehnen Freude macht, will ich versuchen, einige Kleinigkeiten zu hajchte nach der Uhte erzählen". Er wußte nicht: war es der Wein oder die Behaglich einen Hammer getreueus weiter Ferne, er brauchte nicht nach Worten zu suchen wie ten Augen betradytete jonit, ganz mühelos und flar sprach er vor sich hin, er sah plötz­Das Licht fiel in dümlich sein Leben und seine Arbeit vor sich liegen, aufgeschlagen trieben, gegeneinander lassen. Da stand vor ihm seine Jugendzeit, der eigene Vater, ern sahen die beiden dem, als er zu alt geworden war, der Sohn in den Bergmanns­das in seinen Händen beruf folgte, und das ganze Leben zu Hause, das sich mit der=

leit dieses Hauses plötzlich hörte er sich selbst sprechen wie

nmerchen, die sich, wie n

Die ein Buch, wo die Worte deutlich und einfach sich ablesen

klben Pünktlichkeit abwidelte, wie der Wechsel zwischen dieser Ind jener Schicht. Damals war das Bergmannsleben allerdings färter und schwerer gewesen als heute. Untertage die harte Irbeit, als es noch feine Breßlufthammer gab, die unendlichen Schwierigkeiten der Förderung, und überhaupt die Mängel in dem ganzen Betrieb, das primitive Handwerkszeug, und die Tüden des Berges, die man noch nicht so genau fannte wie heut utage. In den Jahren, in denen er nun schon heimisch war im Sergwert, hatte sich vieles geändert. Und er erzählte von all den Neuerungen, beschrieb Maschinen, Entlüftungs- und Beriese­Ings- Anlagen, die Transportwege und die Fördermaschinen, bei alledem aber vergaß er nicht, hier und da etwas von seinen Freunden, seinen Kumpels, zu erzählen, was sie gemeinsam lebt hatten, und mit lebhafter Eindringlichkeit erinnerte er ich an manche heiteren Ereignisse, die er beinahe schon selbst bergessen hatte.

eten Blumen über ein jagte der junge Kaufman it an der Ghrentajel zug abgeht, find es ja d hr ja!", fagte er und gi anten Hausfrau ihr Va grüßung fehte man fid r Herr, auf dein Wa mehr und mehr vereb eschäftsfreunde, die le atte genug zu tun, um ten zu fehen, und wäbre gen und wurde ein Ge en, dachte er, ist nicht ich nichts an. Ueberba

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Und dann die Grete

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leife den Kopf und jab ber fniff die Augen j Blid über das Tifind

Dinge, von denen der

Als der Geschäftsfreund gegangen war, saßen die drei noch in Weilchen zusammen, und es war der Hausherr, der das Bort nahm: Na, nun sag einmal, alter Herr, wie gefällt es dir bei uns Der fah ihn freundlich an: Ich habe mich darüber gefreut, wie schön thr alles habt, und, was die Hauptsache ist, spüre so an allem, was hier vor sich geht, daß ihr beide mit­Enander auskommt und euch gegenseitig versteht!" Die lobenden Borte freuten den Jüngeren, doch er fuhr fort: Na, wenn es ir jo gut bei uns gefällt, dann möchte ich dir" einmal einen Forschlag machen. Kurz und gut ich möchte dich fragen, ob du nicht ganz zu uns übersiedeln willst! Ich möchte dich wirklich

Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Hess. Bade- und Kur­besuch 29 085 Gäste betrug, darunter 5181 Ausländer. Anwesend waren am 1. Oftober 1931 1960 Gäste.

Rebgeshain( Kr. Schotten). Die Einweihung des Ehren­mals für die im Weltkrieg gefallenen und durch Verwundungen gestorbenen Söhne der Gemeinde findet am morgigen Sonntag statt.

Vilbel. In Vilbel und allen Nachbarorten haben die Wirte den Preis für Aepfelwein erheblich herabgesetzt. Der Schoppen ,, Alter" kostet 15 Psg., der ,, Neue" 12 Pfg. Damit haben sich die Preissätze denen der Vorkriegszeit stark genähert. Mainzer Sängertag verlegt!

Einem Antrage des Sächsischen Sängerbundes zu Folge ist der außerordentliche Sängertag des DSB., der am 3. und 4. Oktober in Mainz stattfinden sollte, verlegt. Der neue Ter­min ist noch nicht bekannt. Die vorgesehene Sitzung des Haupt­und Gesamtausschusses findet bestimmt statt.

Eine Einheitsfront der Nichtbieter". Holzheim( Unterlahn). Die Nassauische Landesbank wollte hier einem Landwirt eine gepfändete Kuh versteigern lassen. Es hatte sich zwar zahlreiches Publikum eingefunden, doch wurde feinerlei Gebot abgegeben. Selbst ein erschienener Händler hielt sich zurück, nachdem er diese ,, Einheitsfront der Nichtbieter" feſt= stellen mußte.

Fragen des Fremdenverkehrs an der Lahn. Limburg. Der Verkehrsverband für die untere Lahn hielt am Donnerstag eine Vorstandssitung hier ab. Dem Bericht über die Finanzlage war zu entnehmen, daß die ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse den Verband zu starken Sparmaßnahmen gezwungen haben. Zu der Frage der Arbeitsgemeinschaft mit den Städten an der oberen Lahn ist der Vorstand nach wie vor bereit, eine gemeine Werbearbeit durchzuführen.

Hoteldiebe, die im gestohlenen Auto reisen. Frankfurt a. M. Eine Diebesbande, die aus zwei bis drei Mann zu bestehen scheint, macht seit einiger Zeit die Umgebung von Frankfurt a. M. unsicher. In den letzten Tagen hat sie in Neuenahr eine ganze Anzahl Zimmer durchwühlt und große Beute gemacht. Die Diebe sind auch in Nauheim aufgetreten, von wo sie flüchteten. Es handelt sich um ganz raffinierte Diebe. Sie fahren einen Personenwagen Marke Nash mit dem

Polizeikennzeichen III 27865. Dieser Wagen ist natürlich auch

gestohlen.

Dynamitanschlag auf eine Zechenbahn in Westfalen.

Recklinghausen, 2. Oktob. Wie die Pressestelle beim Polizei­

von Herzen bitten, zu uns zu kommen, nicht als Freund oder als Gast, sondern wie ein Vater zu seinen Kindern!"

Und dann, als der Vater mit einer Antwort zögerte, war es die Stimme seiner Tochter, die leise und von verhaltener Er­regung getragen, in sein Ohr flang: Ach Bater", sagte sie, ,, das wäre die größte Freude, die du uns machen könntest. Wie Tange haben wir uns nicht gesehen, und jetzt, wo du hier bist, tut es mir weh, dich nach wenigen Tagen wieder weggehen zu sehen, Gott weiß auf wieviel Jahre! Das solltest du nicht tun, immer fort sein von deinen Kindern, die sich um dich sorgen".

So sprach sie weiter auf den Vater ein, der aber die Worte garnicht mehr hörte. Er hörte nur auf den eigenartigen, zwischen Schmeicheln und Bitten wechselnden Tonfall ihrer Stimme, und eine alte Erinnerung wurde jäh in ihm wach. Er sah sie wieder vor sich stehen, in jener verzweifelten Nacht: die Luft erscholl von dem Heulen der Sirenen, der Berg war in Gefahr! Er stand in Der Haustür, Regen und Wind schlugen in seinen Rüden, aber um seinen Hals flammerte sich die Frau, ihr linker Arm lag wie ein stählerner Reif um ihn und in dem rechten hielt sie das Kind, das sie in der Verzweiflung aus dem Bett gerissen hatte und das weinte. Ihre Augen sahen ihn an wie der Blid eines Sterbenden Tieres und ihr Mund schrie ihm wilde Worte ent­gegen. Da hatte er sich losgerissen, hatte den stählernen Reif um seinen Hals gebrochen, weil sie ihn riefen, zu denen er in der Gefahr gehörte, seine Stumpels, die eingeschlossen im Gestein auf Rettung warteten. Und nach einer harten Nacht, nach über­menschlichem Ringen, waren sie alle, alle gerettet! Bald darauf aber sentte man sie, die sich immer um ihn gesorgt hatte, in die Erde.

Als er, aus seinen Gedanken aufwachend, zu den beiden an deren herübersah, wußten sie, daß sein Entschluß fest stand. Ich bleibe", sagte er ,,, wo ich immer und was ich immer gewesen bin!" Und da die Tochter, um sich ihre Niederlage leicht zu machen, mit schmerzlichem Spott fragte: Dann find dir also der Berg und deine Kumpels lieber als dein eigen Fleisch und Blut?" ,, Nein!", und er lächelte ganz zärtlich, wem mein Herz gehört, das weiß meine große Tochter ganz genau, aber sie weiß auch, wohin ich gehöre. Mein Plaz ist bei meinen Kum­pels, und der da broben" und er hob die Hand, als wolle er zum Himmel weisen ,, weiß auch, warum er mich dahin gestellt hat!"

Schnarrend hob die Wanduhr an und legte zehn volle Schläge in den Raum. Da erhob er sich: Ich bin nun müde, wir wollen schlafen gehen!" Er tastete seine Uhrbette entlang und drehte ein tleines zierliches Anhängsel, einen über einen Hammer gekreuzten Schlegel, spielend zwischen den Fingern.

4.45 Uhr unbekannte Täter die Zechenbahn des Schachtes Brassert" zwischen Berg und Sidingmühle an zwei Stellen mit Dynamit gesprengt. Die Gleise sind auf einer Länge von 85 bezw. 25 cm zerstört worden. Die Explosion war weithin hörbar. Nennenswerter Sachschaden ist nicht entstanden. Straßenreinigung wieder mit Schaufel und Besen.

Gera. Aus Sparsamteitsgründen hat sich die Stadtverwal tung jetzt veranlaßt gesehen, Kehrmaschinen und die elektrischen Automüllfarren aus dem Straßendienst zu ziehen und die Stra= Benreinigung wieder auf reine Handarbeit umzustellen. Sie spart durch die Einstellung des maschinellen Betriebs Gelder zugunsten der Lohnzahlungen ein und vermeidet auf diese Weise Ent lassungen.

Neue Bücher.

Illustrierter Hessenkalender 1932. Der Hessische Verkehrs­verband bringt zum fünftenmal einen sehr gut ausgestatteten Hessenkalender heraus. Diese 104 Ansichten aus dem ganzen Lande beweisen, wie schön es im Hessenlande ist; daher eignet sich der Kalender ganz besonders als Geschenk für außer dem Lande wohnende Verwandte und Freunde. Wir empfehlen auch deshalb dieses für die Förderung des Fremdenverkehrs so vor­nehme Propagandawerk, weil dadurch die volkswirtschaftlichen Bestrebungen des Hessischen Verkehrsverbandes tatkräftig unter­stützt werden. Die gute Ausstattung rechtfertigt den Preis von 1,50 Mt.

Faust in Monbijou von Walter Bloem, Roman aus der Goethezeit. Leipzig 1931. K. F. Koehler Verlag. Brosch. 3.30 M. Ganzleinenband 4.80 M. Das Goethejahr 1932 wirft seine Schatten voraus. Walter Bloem leitet es mit einer reiz­vollen Ueberraschung ein, mit einem fesselnden Roman, der um die bisher nur wenigen bekannte wirkliche Uraufführung von Goethes Faust" gestaltet wurde. Schon 1819, also 10 Jahre vor der ersten öffentlichen Aufführung in Braunschweig hat Fürst Anton Radziwill, vom Kronprinzen, späteren König Friedrich Wilhelm IV., angeregt, im Berliner Rofofoschlößchen Monbijou vor der Hofgesellschaft die wichtigsten Szenen, unterstützt durch eigene Kompositionen, zur Ausführung gebracht. In der ihm eigenen fesselnden Darstellungskunst gestaltet Bloem diese litera­turgeschichtlich wichtige Begebenheit zu einem lebensvollen, far­bensprühenden Gemälde Alt- Berlins, besonders des damaligen preußischen Königshofes. Alles in allem ist dieser Roman ein literarisches und kulturgeschichtliches Kabinettſtüd.

" In Grün will ich mich fleiden, mein Schatz hat's Grün so gern." Die ,, Woche" beleuchtet den Charakter der neuen Herbstmode und weiß über die historischen Hintergründe der neuen Richtung amüsant zu plaudern. Das neue Heft bringt außerdem die Fortsetzung der Artikelreihe Als deutscher In­genieur bei den Sowjets".

Noch niemals hat man bisher Authentisches aus den Kreisen um Al Capone gehört. In der neuesten Nummer der ,, Mün= chener Jllustrierten"( Nr. 40) schreibt ein Gangster, ein Mitglied der sagenhaften Verbrecherorganisation Al Capones, des Königs der Unterwelt, seine Erinnerungen als Leibgardist Capones.

Geschäftliches.

Die außerordentliche wirtschaftliche Not hat mit unerbitt­licher Härte wohl jeden Stand und jeden Beruf getroffen. Alle sind gezwungen, ihre Ausgaben, wo immer nur möglich, zu beschränken. Wie erreiche ich am besten eine vorteilhafte Wirt­schaftsführung? Diese Frage hat heute größte Bedeutung erlangt. Wir weisen einen Weg! Verbillige Deinen Haushalt oder Dei­nen Betrieb durch den Einkauf von Union- Brifetts, Niedriger Preis, Wirtschaftlichkeit im Verbrauch und stets gleichbleibende, gute Qualität sind die anerkannten Vorzüge diefes Brennstoffes. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.

Das Licht fiel in dünnen Streifen über die feinen silbernen Hämmerchen, die sich, wie von einem unsichtbaren Mechanismus getrieben, gegeneinander zu bewegen schienen.

Da legte die Frau zum Gute- Nachtgruß die Hand auf seine Schulter und sagte nichts als lieber Bater!" Doch der lächelte, indem er zu ihr brat und die Hand des Schwigersohnes griff: ,, Wir wollen an seinem Bettchen vorbeigehen und nachsehen, ob er auch gut schläft. Und später, wenn er einmal groß wird, soll er von seinem Großvater ein schönes Andenken haben!"

Lebenszelle oder Parasit, Triebkraft oder Ballast?

Von J. Haußner, Worms.

Jedem deutschen Mann und jeder deutschen Frau sei hiermit die Frage gestellt: Willst du Lebenszelle oder Parasit, willst du Triebkraft oder Ballast sein?"

Jeder, an den diese Frage herantritt, hat sich zu entscheiden. Willst du Lebenszelle sein dann reinige dich im Bade des Evangeliums, schöpfe aus dem Born der Geschichte die Erkennt­nis, was das Heil deines Voltes und damit dein Heil ist, entsage, werde start und diene

Entsage den abstumpfenden Genüsien und Annehmlichkeiten und werde start am inwendigen Menschen. Losse dir nicht dienen, sondern diene.

Soll das deutsche Volt, soll Deutschland nicht untergehen, dann muß das Volt innerlich stark und stahlhart werden; es muß zu höchsten Opfern bereit sein. Bist du das, dann bist du Lebens­zelle, Triebfraft. Sind wir es in großer Zahl, dann ist nichts verloren an wirklichen Worten. Salz der Erde zu sein, ist uns verheißen. Diese Verheißung wird sich, muß sich erfüllen, wenn wir es wollen. Wollen wir, dann will Gott.

Vertrittst du dagegen den unfittlichen, tierischen Erit- komm ich- Standpuntt" bist du in erster Linie, ohne Rücksicht auf das Ganze, nur auf das Deine bedacht, dann bist du Parasit, Schma­roger am franten Boltstörper und fördert den Untergang des Deutschtums.

Machst du dir gar, um periönlicher Vorteile willen, die Rot des Voltes zu nuke, dann bist du eine Hyäne, ein Aasgeier, ein Lump.

Läßt dich das Schidial deines Volkes gleichgültig, stehst du ihm verständnis und teilnahmslos gegenüber, vertrödelst oder verspielst du deine Zeit, dann bist du lästiger Ballast.

Wähle!