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Nr. 95

Sittwoch, den 2.2

Mittwoch, den 2. Dezember 1931

Bei solchen Sparmaßnahmen würde die Steuerlast für jede Familie durchschnittlich um etwa 1000 Mark geringer, so daß bei 55 Milliarden Gesamteinkommen ca. 3000 Mark auf jede Familie entfallen. Das genügt bei gerechter Vertei lung, um aller Not ein Ende zu machen. Und die 4 Millionen Arbeitslosen würden wieder produktive Arbeit leisten können. Die meisten obigen Sparmaßnahmen werden übrigens von ge wissenhaften Soziologen seit Jahren gefordert Schon Strese mann sagte, daß wir ,, das Volk auspressen wie eine Zitrone"

und

die Ausgabenwirtschaft so nicht weitergehen könne. ( ,, Köln. Zeitung" Nr. 114 b vom 27. 2. 1929.)

Minister Treviranus meinte in seiner Rundfunkrede ( 17, 7. 1931): ,, Wer bessere Vorschläge hat als die Regierung

her damit!" Hier sind solche Vorschläge: sie stammen von einem Fachmann. Wohin uns die bisherige Verschwendung ge­bracht hat das soll kein Vorwurf sein das sehen wir jetzt vor uns. Collen wir erst unter Geschäftsaufsicht der Entente kommen? Es dürfen darum vor allem in Reich, Län­dern und Gemeinden keine Ausgaber bewilligt werden, ohne daß vorher die Deckung sichergestellt ist Wer sich weiterhin nur auf Schuldenmachen und auf Halbheiten verlegt, ohne eine grundlegende Drdnung und ein ,, regulatives Prinzip" für die Wirtschaft( Quadragesimo anno) zu schaffen, der leitet das Wasser auf die Mühle der Umstürzler. Das bisherige Fort­wursteln kann niemand mehr verantworten. Die Not des Vaterlandes ruft alle Mittel und alle Mann auf den Posten.

Goebbels

über die Legalität der Nationalsozialisten.

Im Angriff" nimmt Dr. Goebbels, bekannt als ein Füh­rer des radikalen Flügels der NSDAP., zu den hessischen Bor­gängen Stellung. Er erklärt u. a.:

,, Gießener Zeitung"

Lokales.

Goll man heutzutage sparen?

In der Gegenwart hört man oft die Frage: Soll man sein Geld ausgeben oder soll man sparen? Ost wird dann geant­wortet: Ausgeben. Zur Begründung dieser Antwort wird meist angeführt: Jede Mark, die ausgegeben wird, schafft neue Ar­beits- und Verdienstmöglichkeiten. Viele Geschäftsleute fördern natürlich im eigenen Interesse durch Reklame diese Ansicht: ..Kaufen, nicht sparen!" Und doch, diese Ansicht ist nicht richtig. Die Sparkassen steden ja das bei ihnen gesparte Geld nicht in den Tresor, sondern sie geben es weiter. Sie leihen es aus an Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, sie geben Kredite an die kleineren und mittleren Betriebe. Auch bei diesen wird das Geld nicht aufgehoben, sondern es dient dazu, um Rohstoffe, Werkzeuge, Maschinen, Land, Saatgut zu kaufen, um Arbeiter und Angestellte zu bezahlen usw. Kurz, es wird auch hier aus­gegeben.

,, Ein paar harmlose Zeitgenossen haben sich damit beschäf= tigt, Gedanken darüber zu Papier zu bringen, was die national­sozialistische Bewegung nach der Machtübernahme unter be= stimmten Voraussetzungen zu tun habe. Sie hatten dazu von der Partei keinerlei Mandat. Wir wüßten auch nicht, was die Führung der Bewegung dazu veranlassen könnte, ausgerechnet sie damit zu beauftragen, sich einen Kopf zu zerbrechen, der ihnen nicht gehört! Was wir nach dem Sieg der Bewegung tun und lassen werden, darüber sind wir uns alle einig. Man fann im gegnerischen Lager davon überzeugt sein, daß alles gesetzmäßig, legal und höflich vor sich gehen wird. Es dürfte auch in den Kreisen derer, die die Weimarer Verfassung erfunden und angenommen haben, bekannt sein, daß diese zwar gesetzlich vorschreibt, wie die Macht erworben wird, aber auch nicht mehr; wenn die nationalsozialistische Bewegung sich ausdrücklich und unter Eid zum Prinzip der Legalität bekennt, so besagt das, daß sie streng nach den Regeln der geschriebenen Verfassung an die Macht zu kommen gedenkt.

Jedenfalls: Wir richten uns nach dem Volk. Sein Wille ist oberstes Gesetz, so steht es in der Weimarer Verfassung ge= schrieben. Wir haben keine Lust, im entscheidenen Augenblick zuhandeln."

m: 11an das Malkar zumider

Dr. Best jede parteiamtliche Tätigkeit untersagt. Die Pressestelle der Reichsleitung der N.S.D.A.P. teilt mit: ,, Der Untersuchungsausschuß und Schlichtungsausschuß der Reichsleitung der N.S.D.A.P. hat angeordnet, daß die Partei­genossen Dr. Best, v. Davidson, Stavinoga und Wos= sung bis zum Abschluß der Untersuchung durch den Oberreichs­anwalt von jeder parteiamtlichen Tätigkeit zu entbinden sind. Seine weitere Stellungnahme in dieser Angelegenheit behält sich der Untersuchungs- und Schlichtungsausschuß der Reichsleitung bis nach der Entscheidung des Oberreichsanwalts vor."

Wahlen in Birkenfeld.

Sparen und Ausgeben ist also gar kein Gegensah, wohl aber gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen Sparen und Aus­geben: Das Geld, das der Einzelne von seinem Einkommen leicht ausgibt, dient im allgemeinen dem Verbrauch, d. h. dem Kauf von Verbrauchsgütern. Das Geld hingegen, das der Ein­zelne spart, dient bis er es wieder braucht- der Kapital­Fildung, d. h, der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Erwerbs= möglichkeiten. Hier zeigt sich die Unentbehrlichkeit, die Lebens­notwendigkeit des Sparens, des richtigen Sparens, freilich nur nicht des Hamsterns. Wer Geld hamstert, spart zwar auch; aber das ist ein Sparen, von dem die Gesamtheit und damit auch der Betreffende selber nicht Nutzen, sondern Schaden hat. Denn das Geld im ,, Strumpf" ist natürlich totes Kapital, es schafft weder Arbeit noch Verdienst. Die einzig richtige Parole unserer Tage lautet also: nicht Unnötiges kaufen, nicht hamstern, son­dern sparen.

Oberstein a. d. Nahe. Die Landesausschuß- und Gemeinde­ratswahlen im Landesteil Birkenfeld sind in beiden Städten Oberstein und Joar vollkommen ruhig verlaufen.

Es erhielten in Oberstein: Sozialdemokraten 1784 Stim­men 8( 10) Size, Zentrum 527 St. 2( 2) Gizze, sozialistische Ar­beiterpartei 129 St. 0 S., Bürgerblod 1129 St. 5( 10) G., Na­tionalsozialisten 1393 St. 6(-) S., Kommunisten 658 St. 3( 1) Size, Staatspartei 151 St. 0( 1) S., Wahlbeteiligung 82 Proz. In Jdar hat die Gemeinderatswahl eine absolute Mehrheit der Nationalsozialisten bei außerordentlich starker Wahlbeteili­gung erhalten: Sozialdemokraten 589 Stimmen, 2( 6) Size, Bürgerliche 838 St., 3( 8) S., Nationalsozialisten 2907 Stimmen, 12( 9), Kommunisten 454 Stimmen, 1( 1) G.

* Bürgersteuer- Erhöhung. Die Stadtverwaltung hat in­folge der schlechten Finanzlage der Stadt auf dem Wege des Not­verordnungsdiktates die Bürgersteuer von 200 Prozent auf 500 Prozent erhöht.

* Bunter Abend im Südwestfunt. Unter dem Titel ,, Dein besseres Jch" veranstaltet der Südwestfunk am Samstag, den 12. Dezember, 20.15 Uhr, einen Bunten Abend. Die belieb testen Künstler des Frankfurter Senders werden in Wort und Ton der Hörerschaft ein paar frohe Stunden bereiten. Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Gießen.

* Offenhalten der Läden an den drei Sonntagen vor Weih­nachten. Das Polizeiamt teilt mit: Auf Grund des§ 105 b Absatz 2 der Reichsgewerbeordnung ist für alle Gewerbezweige des Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufs­stellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbei­tern am Sonntag, den 6. Dezember 1931, am Sonntag, den 13. Dezember 1931, und Sonntag, den 20. Dezember 1931 in der Zeit von 12 bis 18 Uhr gestattet. Die Beschäftigung von Gehil­fen, Lehrlingen und Arbeitern bei der Herstellung von Bad­und Konditorei waren ist auch an diesen Tagen verboten.

Am vergangenen Freitag fand die diesjährige ordent­liche Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Gießen statt. Anwesend waren fast sämtliche Vertreter der Bezirksgemeinden. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Direktor 3 a cheis, on die Erschienenen, gedachte dieser in ehrenden Worten der verdienstvollen Tätigkeit der beiden Aufsichtsratsmitglieder, Herren Kirchenrat Strad, Gießen, und Bürgermeister Horn, Annerod, die 30 Jahre dem Aufsichtsrat der Sparkasse ange­hören. Auch dem verstorbenen Aufsichtsratsmitglied, Herrn Bürgermeister Kreiling, sowie dem ebenfalls verstorbenen Ver­treter der Gemeinde Heuchelheim, Herrn Beigeordnten Kreis Ting, wurden Worte des Gedenkens gewidmet.

* Nikolaustag. Am 6. Dezember ist der Nikolaustag. Die Kinder vieler Gegenden Deutschlands und Deutschösterreichs, be­sonders in katholischen Kreisen, hängen abends am 5. Dezember Strümpfe vors Fenster, um sie am nächsten Morgen, vom heili­gen Nikolaus mit Süßigkeiten gefüllt, wieder hereinzunehmen. Falsch ist die Annahme, daß Ruprecht und Nikolaus ein und die selbe geschichtliche Person seien; sie haben mit einander nichts zu tun.

Ein freidenkerischer Weihnachtsfeldzug. Die großen Gottlosenverbände in Rußland treffen Vorbe= reitungen, um den Kampf gegen die Weihnacht in allen ihnen erreichbaren Ländern schärfer als bisher durchzuführen. Der erste Weihnachtstag ist zu einem allgemeinen Feldzug auch in Deutschland vorgesehen. In Rußland selbst sind 200 Stoß­brigaden befreit, um die Ausrottung von Weihnachtsbräuchen und feiern fortzusetzen. In Deutschland haben die Kom­munisten die Losung ausgegeben: Das schwerste Bollwerk gegen den Bolschewismus auf dem Lande ist die christliche Bauern­frau. Also sollen Zellen gebildet werden, um gerade diese Festung zu unterminieren. Wie es da zugeht, zeigt ein Schrei ben, das die proletarische Freidenkerjugend von Berlin aus aufs Land versandt hat. Darin wird mitgeteilt, daß man zwi= schen dem 24. Dezember und 1. Januar Jugendherbergen sucht, und darin auch einen Raum zur Verrichtung schriftlicher Ar­beiten. Die Jugendherbergen auf dem Lande sollen also offen­bar gemäß der Losung zur atheistischen Propaganda unter den Dorfbewohnern benutzt werden. Darum ist die Warnung be= sonders angebracht: Haltet die Augen offen!

* Kupferner Sonntag. Dieser dritte Sonntag vor dem Feste in diesem Jahre der 6. Dezember ist für den Geschäftsmann mehr ,, die Probe aufs Exempel". Gekauft wird noch nicht allzu­viel, dagegen wird viel besichtigt und vorgemerkt. Nur die Land­fundschaft nimmt in der Regel am ,, Kupfernen" größere Ein­fäufe vor.

Eine Gemeinde stellt die Zahlungen ein. Andernach a, Rh. Die Gemeinde Kottenheim hat bei einem Fehlbetrag von 72 000 RM. ihre Zahlungen eingestellt. In dem Orte sind über 60 Prozent der Bevölkerung arbeitslos, weil die Steinindustrie ihren Betrieb einstellte.

Ergebni

Odershaufen Verein Boruffia Fulda Bermania Marburg Geffen 09 Raffel 6.03 Staffel Germania Fulda Arheffen Marburg Raheffen Staffel 1. B. Gezen B. Horas B. Odershaujen Spielverein Ro Tura Kajjel­Göttingen 05­Hermannia Ka BfB. Gießen VB. Gießen

Die Versammlung genehmigte sodann den von dem Vor­¡ itzenden vorgetragenen Geschäftsbericht in allen seinen Teilen. Ebenso wurden vorgetragen die Aufwertungsbilanz und der Aufwertungsabschluß für 1930, beide fanden ebenfalls die Ge­nehmigung der Versammlung. Aus dem Geschäftsbericht ergibt nich, daß trotz des im Jahre 1930 bereits einsetzenden schweren wirtschaftlichen Niederganges die Entwickelung der Sparkasse noch als günstig zu bezeichnen ist. Spareinlagen erfuhren gegen das Vorjahr immer noch eine Zunahme von 2 397 000 RM., sie sind von rund 11 843 000 RM. auf 14 240 000 RM. gestiegen. Im Kontokorrent-( Giro-) Verkehr betrug die Zunahme der De bitoren 18 492 RM., die der Kreditoren 455 980 RM. Der Um jaz im Sparverkehr betrug rund 11 900 000 RM., im Giro ( Kontokorrent-) Verkehr betrug er im Berichtsjahr in 164 000 Posten 68 400 000 RM. Gegen das Vorjahr ergab sich somit im Kontoforrentverkehr eine Steigerung des Umsages von mehr als 13 000 000 RM. Der Gesamtumsatz betrug 178 271 000 RM., er erhöhte sich gegen das Vorjahr um 30 885 000 RM. Die Bilanzsumme stieg von 14 280 316 RM. auf 17 278 412 RM. Die Rechnung schließt mit einem Rechnungsrest von 287 638 RM.

* Raubüberfall. Am 30. November, zwischen 10 und 11 Uhr wurde vor der Reichsbanknebenstelle ein dreister Raubüberfall auf ein Mädchen verübt. Als das betreffende Mädchen mit ei= nem eingelösten Wechsel in der Hand das Bankgebäude verließ, traten zwei junge Burschen auf dieses zu. Einer der Beiden ent­riß dem ahnungslosen Mädchen den wertlosen Wechsel, worauf Beide auf das Schreien der Ueberfallenen nach dem Stadtinnern zu davonliefen. Der Haupttäter ist etwa 20-22 Jahre alt, von mittlerer Größe mit rot umränderten( entzündeten) Augen. Die rechte Augenbraue ist durch eine Narbe oder Wunde auffallend in zwei Teile getrennt. Gekleidet war der Täter mit einem ver­mutlich braunen Anzug, graubraunem Pullover mit Reißver­schluß und heller Patschmütze. Der zweite Täter trug ebenfalls helle Patschmüße, im übrigen ist aber das Aussehen und die Bekleidung nicht bekannt. Beide waren ohne Mäntel. Personen, die den Vorfall mit angesehen haben und zur Ergänzung der Personenbeschreibung Angaben machen können, werden ersucht, der Kriminalabteilung Gießen Nachricht zu geben.

Die Gesamtausleihungen erfuhren eine Zunahme von rund 3 000 000 RM., darunter das Hypothekengeschäft eine solche von nahezu 1 000 000 RM., während die Bankguthaben eine Erhöhung von über 300 000 RM. erfuhren. Die Gesamt­Diejen summe der fremden Gelder betrug 16 743 000 RM. standen, von den täglich fündbaren Kontoforrentkrediten ob Der gesehen, über 3 000 000 RM. flüssige Mittel gegenüber. Reingewinn betrug nach allen Abschreibungen 144 622 RM. Entsprechend dem Antrage des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden aus diesem Reingewinn dem Fond für eine anläßlich des 100jährigen Bestehens der Sparkasse im Jahre 1934 zu er= richtende Stiftung 10 000 RM. überwiesen. Dieser Fond er reicht damit eine Höhe von 40 000 RM. Ferner wurden über­wiesen der Risiko- Rücklage 40 000 RM. und der Winternothilfe 1931-32 der Stadt Gießen und der Landgemeinden des Bezirks 10 000 RM.. während der Rest der Rüdlage zugeführt wird. Genehmigt wurde ferner der Voranschlag über die Verwaltungss fosten für 1932.

* Handwerker- Meisterprüfungen 1932. Handwerker, die in 1932 ihre Meisterprüfung ablegen wollen, müssen sich bis Ende des Jahres bei der Handwerkskammer Darmstadt anmel= den. Die Prüfungsgebühr ist auf 35 Mt. ermäßigt. Der Ge­werbeverein Gießen läßt zwei Vorbereitungskurse, Sonntag morgens und Werktag abends, abhalten.

* Straßensperrungsnachrichten, mitgeteilt vom Oberhessi­schen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Gießen. Die Provin­zialstraße Leihgestern Wagenborn- Steinberg, Ortsdurchfahrt Steinberg, ist ab 30. November für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Gießen oder Lang- Göns Grüningen. Die Ortsdurchfahrt Butzbach im Zuge der Straße Gießen- Frank­furt a. M. ist am 2. Dezember ds. Js. für jeglichen Verkehr ge= sperrt. Umleitung über die Nußallee und Taunusstraße in Butzbach.

* Aus dem Stadttheater. Als 9. Mittwoch- Abonnements­Vorstellung wird bei gewöhnlichen Preisen ,, Mary und Lisa", ein Kammerspiel von Sigmund Graff, gegeben. Anfang abds. 8 Uhr.

Bei der hierauf vorgenommenen Ersatzwahl zum Aufsichts­rat für das verstorbene Mitglied, Herrn Bürgermeister Krei ling in Heuchelheim, wurde Herr Bürgermeister Rinn in Heuchel­heim gewählt. Der Vorsitzende des Hessischen Sparkassen­und Giroverbandes, Herr Justizrat Dr. Reh, erinnerte an die gegenwärtige schwere Krisenzeit. Der Vertreter der Aufsichts­behörde, Herr Regierungsrat Schmidt, sprach alsdann den Organen der Sparkasse Anerkennung und Dank der Aufsichts­behörde für die Geschäftsführung aus.

* Hessische Vereinigung für Volkskunde. Am Samstag, den 5. Dezember, findet nachmittags um 5 Uhr, im Hotel ,, Hinden­burg" die Hauptversammlung, die Feier des 30jährigen Be­stehens im großen Hörsaal der Universität, abends 8 Uhr, statt. * Goethe- Bund. Jm 2. Dichterabend, am Donnerstag, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula, liest Hans Grimm aus seinen Werken.

* Hauswirtschaftliche Berufe. Die ,, Gartenlaube" gibt ihren Lesern in ihrer ,, Berufsberatung für die Frau" regelmäßig fo­stenlose Auskünfte über Ausbildungs- und Fortkommensmöglich­feiten aller Art.

Aus Nah und Fern.

Butzbach. Das Finanzamt Butzbach soll am 1. Januar 1932 aufgelöst und den benachbarten Finanzämtern zugeteilt werden. Bad Nauheim. Der Ehrenchormeister des hiesigen Gesang­vereins Frohsinn", Oberreallehrer W. Bechtolsheimer, konnte jetzt das äußerst seltene Jubiläum der 40jährigen Diri­gentätigkeit in seinem Verein begehen. Unter seiner bewährten Stabführung hat sich der Verein zu einer beachtlichen Höhe fünstlerischen Könnens aufgeschwungen.

Schotten. Im Kreisorte Lardenbad) begingen die Eheleute Tuchfabrikant i. R. K. Schütz und Frau, geb. Günther, das Fest ihrer goldenen Hochzeit.

Fotalipiele:

Schotten. Der Besitzer der weitbekannten Papierfabrik Oberschmitten, J. Moufang, feierte in voller Körper und Geistesfrische seinen 70. Geburtstag.

Offenbach. Die Ausstellung des Ledermuseums, die auf vielfaches Verlangen über die ursprünglich geplante Zeit hin­aus offen gehalten wurde, wird letztmals am Sonntag, den 6. Dezember, geöffnet sein.

Marburg. Am Sonntag, den 6. Dezember, wird als Schluß­stück des zum 400jährigen Universitätsjubiläum 1927 eingeweih ten Jubiläums- Kunstinstitutes der neue Musiksaal mit einer Feier eröffnet werden.

Biedenkopf. An der hiesigen Volksschule sollen zwei Schul­stellen abgebaut werden. Die Schule hat zehn Stellen bei 117 Schulkindern. Bei der Berechnung der von der Stadt an die Landesschulkasse zu zahlenden Beiträge wird auf volle 60 Kinder eine Schulstelle als Normalstelle gerechnet.

Kassel. Der Magistrat der Stadt Kassel hat eine weitere Loderung der Wohnungszwangswirtschaft im Stadtbezirk Kassel durchgeführt. Alle Wohnungen mit einer gesetzlichen Jetztmiete von 600 Mark und höher( 435 Mark Jahresfriedensmiete und höher) können ohne weiteres vermietet werden. Wohnungen unter 600 Marf gesetzlicher Jahresmiete müssen durch Mietver trag genehmigt werden.

Gegen üblen Mundgeruch will nicht versäumen,

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1900 Gießen Meglarer Sp Ehringshausen Alsfeld- Neu Lauterbach

Haiger 1. Langenaubach Offdilln 1.­Ni Burg 1.­Sinn 1.- He Rittershausen Wissenbach 1. Hirzenhain 1. Fleisbach 1. Rittershausen Haiger 3.­Beilstein 1. Sinn 2.- Br Herbornjeelbad

Biden 1.­Erda 1. Bi

Jugend:

Ihnen Mitteilung zu machen, daß ich seit dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste Chlorodont" nicht nur reine, weiße 3ähne befize, sondern aud den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde 3hr Chlorodont aufs befte empfehlen." gez. E. G., Mainz.- Man verlange nur die echte Chloro bont- Bahnpaite. Tube 54 Bf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd.

Frohnhausen 1 Eisemroth 1.

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Burgsolms Aglar- Biss Niedershausen Hirschhausen Stodhausen

1900 Gießen VjB. Gießen EC. Weglar 2 Oberbiel Steinbach Großen- Bujed Garbenteich Buzzbach 2. Waldhausen Odersbach Merenberg 2. Laubuseschbad

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