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Mittwoch, den 2. September 1931.

Lokales.

Professor Dr. E. Horneffer 60 Jahre alt.

Der bekannte Philosoph und Sozialpolitiker Professor Dr. Ernst Horneffer feiert am 7. September seinen 60. Ge­burtstag. Der vor allem durch seine sozialpolitischen Schriften und Vorträge weiten Kreisen in allen Teilen Deutschlands be­fannt gewordene Gelehrte habilitierte sich 1918 an der Uni­versität Gießen und wurde daselbst 1919 Professor. Er beschäf­tigte sich zunächst, ebenso wie sein Bruder August Horneffer, mit der Philosophie Nietzsches. Seine ,, Nietzsche- Vorträge" ( 1915) und Nietzsches letztes Schaffen"( 1907) sind neben an­deren Schriften die wichtigsten Ergebnisse dieser Tätigkeit. Unter anderem wurde er zur Herausgabe des Nietzsche- Nachlas­ses an das Nietzsche- Archiv zu Weimar herangezogen. 1900 hielt er Nietzsche die Grabrede. Jedoch schon 1922 traf Professor Horneffer in seiner Schrift Die große Wunde, psychologische Betrachtungen zum Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit" mit sozialpolitischen Problemen vor die Oeffentlichkeit. seinen neueren und neuesten Veröffentlichungen zusammen mit zahlreichen Vorträgen setzte er diese Arbeiten fort, die seinen Namen in weite Kreise trugen. Es sind dies: Frevel am Volf, Gedanken zur deutschen Sozialpolitik"( 1929), Pazifis­mus, eine philosophische Untersuchung"( 1929) und Der So­zialismus und der Todeskampf der deutschen Wirtschaft"( 1931), die bei R. Voigtländers Verlag, Leipzig, erschienen sind. Der bekannte Philosoph bringt in seinen Streitschriften eine Kampf­ansage gegen den Sozialismus.

In

,, Gießener Zeitung"

gen und Anmeldungen sind an Prof. Dr. Georg Herzog, Phatho­logisches Institut, zu richten.

* Orthopäden- Tagung. Am 9. Oktober findet in unserer Stadt der große deutsche Orthopäden- Tag statt, an dem auch die Uebergabe der neuen Orthopädischen Klinik stattfindet, die der Hessische Fürsorgeverein für Krüppel errichten läßt. Die neue Klinik, die mit allen Mitteln der modernen Krüppel­behandlung ausgestattet sein wird, ist zunächst für die Aufnahme con 80 Patienten eingerichtet.

* Devisenablieferung. Es wird darauf hingewiesen, daß die Ablieferung der Devisen auf Grund der Verordnung vom 29. August 1931 bis zum 5. September 1931 zu erfolgen hat. Hierzu ist jeder verpflichtet, der Devisen im Werte von mehr als 1000 RM. besitzt.

Theaterabend. Ein dramatisches Spiel Der Wanderer" von Dr. Goebbels wird heute, Mittwoch, abend 8 Uhr, im Café Leib, von der Deutschen Nationalsozialistischen Bühne Rhein- Main( Wiesbaden) aufgeführt.

* Schwarzhörer. In den Monaten April bis Juni 1931 sind in Deutschland wegen der Errichtung und des Betriebes nichtgenehmigter Funkanlagen insgesamt 320 Personen rechts­kräftig verurteilt worden gegenüber 217 Personen im gleichen Zeitraum des Vorjahres und 288 Personen im Vierteljahr Ja­nuar bis März 1931. Zum Teil ist auf empfindliche Geldstrafe erfannt worden.

* Hessischer Polizei: und Schutzhund- Verein. Der Verein veranstaltet am Sonntag, den 6. September eine öffentliche Zucht, Schutz- und Polizeihund- Prüfung. Die Sucharbeit findet von 8 Uhr vormittags ab im Erdkauterweg, die übrigen Arbeiten von 3 Uhr nachmittags an im Philosophenwald statt. Anschließend werden einige sehr interessante praktische Fälle ausgearbeitet, die hohe Anforderungen an die mitwirkenden, bei dem hiesigen Polizeiamt in Dienst stehenden Hunde stellen. * Vogelsberger Höhen- Club. Die Monatsversammlung findet am kommenden Freitag im Hopfeld" statt.

* Billiges Geld. In den Zeitungen erscheinen in letzter Zeit öfters Anzeigen, in denen Geld zu günstigen Bedingungen angeboten wird. Da es den Zeitungen nicht immer möglich ist, nachzuprüfen, ob tatsächlich reelle Geldgeber die Auftraggeber sind, ist es dringend notwendig, bei Verhandlungen sehr vor­sichtig zu sein und vor allem nichts zu unterschreiben, wodurch irgendwelche Verpflichtungen eingegangen werden, ehe man in den Genuß der in Aussicht gestellten Summen kommt.

Nr. 70.

249 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Philipp Hom bach erhielt 148 Stimmen und Otto Henche 27 Stimmen. Ober- Schmitten( Kreis Schotten). Der seitherige Bürger meister Mantel wurde bei einer Wahlbeteiligung von 90 Prozent am Sonntag wiedergewählt.

Verzweiflungstat eines Hausbesitzers. Büdingen. Im benachbarten Büches ließ sich ein E wohner zu einer Verzweiflungstat hinreißen, weil er sich ni damit abfinden konnte, daß sein verhältnismäßig neuerbauts Haus verkauft worden war. Er sägte die Deckbalken des obe ren Stodwerkes ein, damit das Gebäude einstürzen sollte; außer dem wurden auf dem Dachboden noch Pulver und Geschosse ga funden. Der Hausbesitzer wurde in Haft genommen, mußt später aber dem Krankenhaus zugeführt werden.

* Lotterieglück. Nächsten Samstag, den 5. September, und Donnerstag, den 10. September, finden die Ziehungen von zwei großen Geldloiterien statt und zwar die Schwarzwald­geldlotterie, sowie die Mainz- Wormser- Dombaugeldlotterie. 5000 Geldgewinne und 2 Prämien mit zusammen 28 500 Mt. kommen zur Ausspielung. Die Höchstgewinne betragen zu­sammen 12 000 Mt. Die letzten Lose zu 1,- Mt. sind noch in den durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen zu haben, sowie. bei dem Generalvertrieb A. Dinkelmann, Worms a. Rh., Post­scheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 200 60.

* Von der Universität. Die Amtsgeschäfte hat der neue Rektor unserer Universität, Prof. Dr. Vomselow, gestern übernommen.

* Reichs- Edeka- Woche. Diese seit sechs Jahren im Reiche als eine erfreuliche Erscheinung des Wirtschaftslebens begrüßte Veranstaltung des Kolonialwaren- und Feinkost- Einzelhandels findet vom 10. bis 17. Oktober statt.

* Allgemeiner Fortbildungskursus für praktische Aerzte. Die Medizinische Fakultät der Universität veranstaltet vom 11. bis einschließlich 17. Oktober für praktische Aerzte einen all­gemeinen Fortbildungskurs mit klinischen Besprechungen und praktischen Demonstrationen. Vortragende sind die klinischen Fachvertreter sowie der Fachvertreter für Physiologie. Anfra­

Das Gebot der Stunde.

Aus Nah und Fern.

Beuern. Bei 94prozentiger Wahlbeteiligung fand vergan­genen Sonntag der erste Wahlgang für die hiesige Bürger­meisterwahl statt. Der seitherige Bürgermeister Linden= struth erhielt von 673 abgegebenen Stimmen 316 Stimmen, die beiden anderen Kandidaten Johann Karl Beloff 154 und Ludwig Pfeiffer 191 Stimmen. 12 Stimmen waren ungültig. Es ist Stichwahl notwendig geworden zwischen Bür­germeister Lindenstruth und Ludwig Pfeiffer.

Der Kyffhäuserbund gibt uns nachstehende Ausführungen

bekannt:

Büdingen. Die Arbeiten am Bahnbau Birstein- Hart mannshain, die vor einigen Wochen wegen der Zahlungsmit telkrise unterbrochen werden mußten, sind jetzt in beschränkten Umfange wieder aufgenommen worden.

Mittwoch, den 2.

Ergebn

GC. 03 Rajje

Kurb. Marbu Germania Fu BfB. Gießen Hermannia Tura Kajjel GC. 05 Götti FC. Großalm Dillenburg

Wetzlar

Wiejenbadh Bottenhorn

Groß- Gerau. Mit Rücksicht auf die allgemeine Notlag Verbandsspiele:

haben die Gemeinden Dornberg, Klein- Gerau und Büttelbom beschlossen, in diesem Jahre das Kirchweihfest ausfallen zu lassa

Grünberg i. S. Die am Sonntag stattgefundene Beige­ordnetenwahl hatte folgendes Ergebnis: Metzgermeister und Landwirt Böß 464 Stimmen; Fabrikant Repp 315 Stim­und Reichsbahnassistent Schellhaas 280 Stimmen. Danach ist eine Stichwahl zwischen Böß und Repp notwendig geworden, die voraussichtlich in 14 Tagen stattfinden wird.

Seit dem Inkrafttreten der Notverordnung vom 5. Juni 1931 sind nunmehr zweimal die Rentenzahlungen nach den neu= en Sägen erfolgt. Man verrät kein Geheimnis, wenn man da­rauf hinweist, daß insbesondere durch die neue Ruhensvor schrift Resultate erzielt worden sind, die weit über die veran= schlagte Summe hinausgehen. Es wird also mehr gespart, als die Not, die die Notverordnung veranlaßte, überhaupt ver­langte, und zwar auf Kosten der Kriegsbeschädigten und Krie­gerhinterbliebenen.

men

Bingen. Der Verein zur Errichtung eines Bismard- Natis nal- Denkmals in Köln veranstaltet in der Zeit vom 12. bis 13. September in Bingen seinen Vierten Deutschen Bismar Tag.

Grünberg. Regierungsrat A. Klingelhöffer, der Vorsteher des hiesigen Finanzamts, ist auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt worden.

Segelflüge auf der Hirzenhainer Höhe.

Die Fliegerschule Hirzenhain veranstaltet in der Zeit vom 4. bis 8. September auf der Hirzenhainer Höhe im Dillkreis eine große Segelflugwoche.

Grünberg. In dem Gehöft des Fabrikanten Stamm= ler brach am Samstagabend Feuer aus, das die große, mit Heu gefüllte Scheune völlig vernichtete. Den Bemühungen der Feuerwehr gelang es, die benachbarten Gebäude zu retten. Bei den Lösch- u. Aufräumungsarbeiten erlitt ein Feuerwehrmann

Haiger. Ein neunjähriger Volksschüler stürzte infolge bruches von einem Kastanienbaum und blieb am Halse a gespießt an einem Zaun hängen. Der bedauernswerte Schwe verletzte mußte ins Städtische Krankenhaus überführt werden Ein Gelsenkirchener Arzt erschießt seine Gattin und sich selbst. Bochum. Ein blutiges Familiendrama ereignete sich Gelsenkirchen. Der praktische Arzt Dr. W. Meyer, der vo furzem wegen eines Autounfalles mit Bewährungsfrist ver urteilt worden war, aber wegen dieser Bestrafung von der Ge senkirchener ärztlichen Vereinigung ausgeschlossen wurde, erschos aus bisher nicht geklärten Gründen, wie man jedoch annimmt aus Verzweiflung, seine Frau und danach sich selbst. Das Ebe paar hinterläßt drei Kinder im Alter von einem, acht u zehn Jahren.

Leipziger Herbstmesse.

Das geschäftliche Interesse der Kundschaft konzentriert sich auf absatzfähige preiswerte Gebrauchsware. Dagegen wird alles, was unter den Begriff von entbehrlichem Luxus fällt kaum beachtet. In allen Branchen von Gebrauchswaren spielt sich ein verhältnismäßig lebhafter Verkehr ab. Auf der Textil messe sind die Aussteller, die gute und preiswerte Neuheiten gebracht haben, mit den erteilten Aufträgen teilweise recht u frieden. Auch Stapelware wird bestellt. Noch mehr trifft dos für die Möbelmesse zu, wo sich ein ziemlich flottes Geschäft enti widelt hat. Sonst dient der Eröffnungstag der Messe wie stets der Orientierung der Kundschaft. Das Ausland fragt in allen Branchen vorzugsweise nach Neuheiten.

durch die starke Raucheinwirkung eine schwere Rauchergiftung, Gegen Wundlaufen hablonberung an Idher

die seine Ueberführung in die Gießener Klinik erforderlich machte.

Hirzenhain. Bei der hier mit großer Spannung erwartete zweite Bürgermeisterwahl wurde Heinrich Vielmeter mit

dürfen weder neu bewilligt noch erhöht werden.

Der mit dem Versorgungsrecht nicht Vertraute wird leicht geneigt sein, diesen Kannleistungen" eine mindere Bedeutung beizumessen Tatsächlich sind sie aber im Laufe der Entwic lung des Versorgungsrechts immer wichtiger geworden Jm­mer mehr Rechtsansprüche sind in Kannleistungen" umge= wandelt worden, zuletzt durch die Notverordnung vom 26. 7. 1930. Es ist nicht zuviel behauptet, wenn man feststellt, daß das Gewicht dessen, was den Kb. und Kh. durch die Notver­ordnung auferlegt worden ist. durch diesen., nach allerschärf­stem Maßstab" anzuwendenden Erlaß noch verdoppelt worden ist. Der Erlag trifft zudem am empfindlichsten die Kreise, die in erster Linie hilfsbedürftig sind, nämlich die Kinder von Kriegerwitwen und Vollwaisen. denen Erziehungsbeihilfen und der Fortbezug der Waisenrente nach Vollendung des 18. Lebensjahres bei andauernder Berufsausbildung nicht neu he­williat werden darf. Daß hierbei zahllose Härten unvermeid­lich sind. liegt auf der Hand In manchen Fällen wird hier­durch die völlige Aufgabe der begonnenen Berufsausbildung erzwungen werden.

Das ist ein völlig unhaltberer Zustand, um so mehr, als bei den einzelnen Vorschriften der Notverordnung auf versor= gungsrechtlichem Gebiete die erstrebte Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte mit der einzigen Ausnahme der Behandlung der erwerbsunfähigen Schwerstbeschädigten ein unzulänglicher Ver­such geblieben ist. Erschwerend kommt hinzu, daß außerdem noch durch das Nebeneinanderwirken der versorgungsrechtlichen Sparaktion und der sonstigen Sparmaßnahmen der Notverord­nung Gehaltstürzung, Krisensteuer den Versorgungsbe rechtigten eine höhere Belastung als anderen Personenkreisen aufgebürdet worden ist. Hierfür fehlt durchaus die innere Be­gründung, denn die Versorgungsrente ist rechtlich und tatsäch= lich lediglich die begrenzte Entschädigung für den wirtschaftli­chen Ausfall, der durch die gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Folgen der Kriegsdienstbeschädigung verursacht worden ist. Es scheint beinahe so, daß es erforderlich ist, darauf hinzuweisen, daß die Versorgungsrenten feine Ertrageschenke oder Ehren­solde an die Kriegsbeschädigten und die Hinterbliebenen der Gefallenen sind. Warum also die Doppelbelastung durch die allgemeinen Sparmaßnahmen und durch den Leistungsabbau der Versorgung?

Wir müssen vom Reichsarbeitsministerium u. vom Reichs­finanzministerium erwarten, daß dieser Erlaß unverzüglich und vollständig außer Kraft gesek: wird, aus moralischen, sozia= len und politischen Gründen".

Daß die wirtschaftlichen Folgen dieser Doppelbelastung für zahlreiche Kb. und Kh. geradezu ruinös sind, ist dem RAM Aus in zahlreichen Eingaben eindringlich geschildert worden den vielen Zuschriften an uns aus dem Mitgliederkreise foun­ten wir an Hand genauer Ausstellungen ersehen, daß Schwer­beschädigte ein Viertel bis ein Drittel ihrer Gesamtbezüge auf einen Schlag verloren haben. Bei Einkommen von 800 oder 1000 R.-M. monatlich mag das schmerzlich sein, kann aber ertragen werden, aber wir haben hier Einkommen von rund 300 R.-M. im Auge, und bei den durch dieses Einkommen be­dingten Verhältnissen sind derartige Verluste mit Rücksicht auf die fixen Kosten der Wirtschaftsführung einfach nicht zu er­tragen. An der dringenden Notwendigkeit einer sofortigen Durch­führung der in Aussicht gestellten Milderung der versorgungs­rechtlichen Bestimmungen der Notverordnung und an der vor­handenen Möglichkeit einer solchen Milderung angesichts der bereits zu übersehenden Ueberschüsse" dieser Sparattion fann nicht gerüttelt werden!

und anderen Körperteilen( Wolf), Sonnen- und Gletscherbrand. Sofort schmerzstillend und heilend Leodor Fen Creme( blaue Badung) auch als Rosmetitum für Hände u. Gesicht. Tube 60 P u. 1 Mt. in allen Chlorodont. Verlaufsstellen zu haben.

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Die von uns hier erneut geforderte Revision duldet keinen Aufschub. Es geht nicht an die Kriegsbeschädigten und Kric gerhinterbliebenen wochenlang über die Gestaltung ihrer Ver sorgungsansprüche im Ungewisser zu lassen. Mit allgemein ge haltenen Versprechungen ist die tiefgreifende Erregung ni mehr zu besänftigen. Wir erwarten, daß der Reichsarbeit minister handelt!

Daneben dürfen die angekündigten Milderungen der ver­sorgungsrechtlichen Bestimmungen der Notverordnung nicht länger auf sich warten lassen Hierbei sind zahlreiche Fragen zu behandeln, und wir müssen erwarten, daß das Reichsar­beitsministerium sich hierbei auf die Mitarbeit der Organisa­tionen sei es über den Reichsausschuß oder durch Enzelver­handlungen, stützt, damit die bei der Notverordnung reichlich vorhandenen Unebenheiten beseitigt und die gerühmten io= zialen Gesichtspunkte nunmehr tatsächlich Berücksichtigung finden Das Ziel ist eine Revision auf der ganzen Linie Ohne allen zu erörternden Einzelfragen vorgreifen zu wollen, be­tonen wir wiederholt. daß wir nach wie vor jeden Leistungs: abbau und daher die ganze Notverordnung ablehnen müssen, im besonderen aber, daß vor allem die Ruhensvorschrift des § 62 RVG. in ihrer heutigen Form nicht bestehen bleiben darf. An die Stelle des Ruhens der Rente um die Hälfte des Betrages, um den das Brutto- Einkommen die Grenze von 210 R- Mt monatlich übersteigt. muß eine Staffelung der ru= henden Rententeile treten, die die geringeren Einkommen schont und auch die Schwere der Dienstbeschädigung berücü h- tigt. Vor allen Dingen muk aber auch der Begriff des Eins fommens aus öffentlichen Mitteln geseklich festgelegt werden. So fommt es, daß ein pensionierter Beamter in einem ge= mischt wirtschaftlichen Betriebe neben seinem Arbeitseinkommen seine volle Pension bezieht, während ein Kriegsbeschädigter oder ein pensionierter Offizier in der gleichen Volition mit Rente bezw. Vension der Ruhensvorschrift des RVG. und OVG. unterliegt. So tommt es, daß die Ruhensvorschrift der Ver­sorgung nicht nur auf friegsbeschädigte Beamte mit ihren ae­rade in der heutigen Zeit unschätzbaren Rechten der Unkünd barkeit und des Pensionsanspruchs Anwendung findet, sondern auch auf die vielen Tausende von Arbeitern und Angestellten von Unternehmungen, an denen die öffentliche Hand makge­bend beteiligt ist, wobei diesen Arbeitern und Angestellten irgendein Vorrecht gegenüber den sonstigen Arbeitnehmern nicht eingeräumt iſt.

Der RAM. ordnet an, daß der frühere Erlaß vom 2. 4. 1931 uneingeschränkt und in verschärfter Form anzuwenden ist. Alle Kannbewilligungen( auch die Heilbehandlung f. die Folgen mittelbarer DB. und die Heilbehandlung der abgefundenen Kb. ohne Rente gehört hierher!). Härteausgleiche, Beihilfen, Zuschüsse und sonstige Leistungen, auf die ein Rechtsanspruch nicht besteht, sowie laufende und einmalige Unterstützungen

Kriegsgräberfürsorge.

ViB- K. 3.­Dreihausen 2 Rüddingshau Bortshaujen Breidenstein 2 Wallau 3.­Oberdieten 1. Altenvers 1. Frohnhausen Lohra 1.­Weidenhausen Hartenrod 2. Neustadt 1. Homberg 1.­Momberg 2. Langenstein 2 Frankenberg Mellnau 1.

Bligturnier in Cöl Sieger: Colbe m Erdhausen Erlsdorf Niederwalgern BEB- K. Marb Marbad 1. Gladenbach

Löhnberg Nauborn Weilburg 1. Lollar

G

190

Ettingshausen Steinbach Steinberg 1.­Steindorf 1. Dutenhofen 1.

Rauborn 2.

Burgfolms 2.

Leihgestern 2.

1900 Gießen 4.

Turn: und Sportta

Niedergirmes 2

Schwalbach 1.­

Tiefenbach 1.­

Tiefenbach 1.­

Weilburg 1. Jo

1900 Gießen 2.

Ettingshausen

Burgholms g Braunfels Sch

1900 Gießen

Steinbach Sch. Ronnenroth S

Sandball: Pol. Sp. V. MTV. Gießen T. u. Sp. V.

TV. Großen- B 1900 2. TV. 1. u. Sp. V. B

Der Witteli

Ein Fußba

Auf die turze Dis

doch das Glüd war n

Ein vom Voltsbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge errichtet gatetene Ball traf die Denkmal auf der deutschen Kriegsgräberstätte Peuvillerer durch die entjehlich

Dép. Meuse, Frankreich.

wurde, sprang der Bal

Eine der vielen deutschen Kriegsgräberstätten im Verdu Re Gebiet ist die von Peuvillers, 17 Kilometer westsüdwestl

Ede!" riefen die

von Longuyon. Sie ist während des Krieges von deutschung( denn sie war

Truppen in einem Obstgarten angelegt worden und umfaßt Gegensatz zu den üblichen, meist sehr großen Sammelfriedhö

eigte der Schiedsrichte

Dean war stolz au

in Frankreich nur 617 Gräber mit 969 Toten, darunter in deln wollte, mußte m Hauptsache Angehörige rheinischer Truppenteile. Deshalb eredith schießen forn sich auch die Ortsgruppe Ronsdorf( Rheinprovinz) des Bollo gründlich trainiert, bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge dieser Ehrenstätte angnau placieren fonnte

nommen. Aus Mitteln, die die Ronsdorfer Bevölkerung a gebracht hatte, war es möglich den hier ruhenden Toten e schlichtes Ehrenmal inmitten einer malerischen Gruppe al

Sajte, mit der er imm

nehmen.

Sein Ball schien fid

Pflaumenbäume zu errichten und einen Eingang mit ein zu winden. Ein schmiedeeisernen Tor zwischen zwei Steinpfeilern zu schaffend, der besonders r Als Umwehrung dient eine lebende Hede. Sämtliche Gra bis es schließlich dem

beete sind mit Blumen bepflanzt

icuiten.

Das Leder fiel ein

bt es rasch weitergab

Der Friedhof liegt unmittelbar am Dorf. An ihm füh durch einen Grasplak getrennt, die Dorfstraße entlang. Es ihm entgegenbringt. Sein Gesamtzustand findet stets die ru haltslose Anerkennung der leider noch verhältnismäßig wenige Besucher.

erfreulich zu beobachten, welches Interesse die Dorfbevölkerut totem Dreß war au

mit feinem linten Fuß

Ds Reges. Das Tor

Reter geschossen worde