Einzelbild herunterladen

Nr.3

hist und wenn gewerbli Send erheblich geringer a eit. Undere Ermäßigung s find nicht möglich, and

at sich im allgemeinen nid 13a eingefügt, welcher b munalfondergebäudesteuer die Friedensmiete mehr d nacht. Bei einem Geban darf also die Friedensmi , weil sonst eine Erhöhu uch hier gibt es gewisse Au unterbleibt, und zwar dam Bestimmungen an sich zun

mit einer Wohnfläche be qm etc.)

12. 1918 unbelastete ode indstücke etc.) Friedenswerte der Grun voll ausgenugte gewerblic

fkommen des Condergebäu 000.- RM. Hier min dem sonstigen Standpunt liche Lage des Steuerpfli e Finanzamter find näml höhung des Zuschlages hrdet. In diesem Falle f end festgesetzt werden, eben

ie Finanzämter von sich a die Grundlagen der Bered densmiete Fehler enthalte wo Steuerpflichtige bishe nderftener zu bezahlen, fo de ihnen ein Zuschlag beigetr Verhältnisse vorliegen und d h, wird empfohlen, sich unte nifterium zu wenden. ich, daß vor allem sämtli näßigung der Sondergebän wir ja gesehen haben, d Firkung auf die jest beschl Eenerzuschläge sind. Die G bekannt gegeben, daß m men. Die Drganisationson reit, die Mitglieder in die igsjahr abgelaufen ist, mi g der endgültigen Beschei werden. Falls bereits o nd die Tatsachen, die dan It es fich, das Finanzo

i der Grund- und Gewerb bekannt gegeben, sodaß m in der ,, Hess. Hausbefize

gen sind bereits abgegebe f einzelne Punkte hinweise

ng der Erklärung oder t werden können.

umen ist die Annahme ein bsvermögen und Private

cht angängig, die Miete f u verbuchen und den gleid usberechnung einzustellen. D genuste Räume entfallend gsfähig. Bei der Verteil vie der Wehrbeitragswert geteilt worden ist. olgt)

nes, dem er ein ganzes Leb war er, wie er vorhin j an geworden, und Alter ze ng, Richard," bat er, als

habe, sollen Sie der erfte f verspreche ich Ihnen."

e Novemberfonne erhellte en Wintel des Gerichtsvierte

e trat. Auf den Dächern

nnen zwifcherten fröhlich

Einfamteit dieses Viertels,

Samstag, den 2. Mai 1931.

Lokales.

Mutter und Sohn.

Ein Wort zum Muttertag am 10. Mai.

Wie senkte sich dein Sinn, der feine, schöne, Hinein ins Tun und Denten deiner Söhne. Wir haben alles mit dir durchgesprochen, Die frohen Feste und die sauren Wochen, Und jedes Wort ward ein lebend'ger Reim! ( Stieler: Winteridyll.)

Welch innige Verbundenheit des Sohnes mit der Mutter spricht aus diesen Dichterworten! Eine Verbundenheit, die nicht allein auf der Mutter- und Kindesliebe beruht, sondern auf dem tiefen Vertrauen, das der Sohn der Mutter zu jeder Zeit entgegenbringt, auf dem nie versagenden Verständnis, mit dem die Mutter die Entwicklung des heranwachsenden Sohnes zum Manne verfolgt hat.

Wir leben in einer unruhigen Zeit, die vielfach das Kind der Familie entzieht, wenn nicht die Eltern die Erziehung auf dem festen Boden des unbedingten gegenseitigen Vertrauens aufbauen. Gerade am Muttertage, an dem die Jugend die Liebe zur Mutter stärker empfindet als im Getriebe des Alltags, soll sich auch die Mutter der Aufgabe bewußt sein, dem heranwachsenden Kinde die gute Kameradin zu sein und zu bleiben. Wenn die Mutter das Vertrauen ihres Kindes sich zu bewahren versteht, dann wird sie der erwachsenen Tochter Freundin und Beraterin bleiben und die liebste Vertraute des Sohnes, auch wenn er geistig über sie hinausgewachsen sein mag.

Möge der Muttertag dazu beitragen, das Band zwischen Eltern und Kindern in Liebe und Vertrauen fester zu knüpfen.

Verschärfte Ueberwachung der Lastkraftwagen. Zum Schutz von Menschen und Häusern.

Durch die Ueberlastung von Lastkraftfahrzeugen werden die mit hohen Kosten hengestellten Landstraßen unverhältnis­mäßig stark beansprucht und beschädigt. Die zulässigen Höchst= gewichte für zweiachsige Lastkraftwagen betragen 10,8 Tonnen, für zweiachsige Kippwagen mit Kippoorrichtung, die nicht durch Menschenkraft getrieben werden, 11,8 Tonnen, für dreiachsige Kraftwagen 16 Tonnen. Zweiachsige Anhänger dürfen höch= stens 10 Tonnen, und wenn sie nicht luftbereift sind, nur 7,5 Neben Tonnen Gesamtgewicht haben. der Schädigung der Straßen ist auch die Schädigung der Häuser und die erhebliche Störung der Bewohner von Häusern an Durchgangsstraßen eine Folge der Ueberschreitung der Gewichts- und Geschwindig­teitsvorschriften für den Lastkraftwagenverkehr.

Die Halter und Führer von Lastkraftwagen haben daher bei Nichtbeachtung der gesetzlichen Vorschriften folgende Maß­nahmen zu gewärtigen:

Nach§ 35a der Kraftfahrzeugordnung kann der kontrollie rende Polizeibeamte bei Feststellung der Ueberladung eine dem Uebergewicht entsprechende Entladung fordern, für die der Hal­ter die Kosten trägt. Ferner kann die Bestrafung des Halters und des Führers erfolgen und endlich werden Ausnahmebewil­ligungen hinsichtlich der Bereifung von Lastkraftwagen sofort widerrufen werden, wenn eine Ueberschreitung des zulässigen Höchstgewichts festgestellt wird.

Die Besitzer von Lastkraftwagen werden in ihrem eigenen Interesse darauf aufmerksam gemacht, daß mit einer verschärften Ueberwachung des Lastkraftwagenverkehrs zu rechnen ist.

* Neue falsche Fünfmarkstücke im Verkehr. Bei der Falsch­geldstelle in Frankfurt a. M. werden seit einigen Tagen Fünf­markstücke, die gefälscht sind, eingeliefert. Die Falschstücke tauchten zuerst in einigen Städten und Dörfern der Umgebung auf. Die Stücke sind im Gußverfahren hergestellt und haben eine hell­gelblich- messingfarbene Grundtönung. Die Oberflächen sind sehr start porös, beinahe fast löcherig. Der Adler und der Baum auf der Rückseite sind beim Guß ziemlich verschwommen ausgefallen, namentlich ist die Eiche ungemein schlecht gegossen worden. Die Randriffelung zeigt ganz deutlich an, daß die Münze im Gieß­verfahren hergestellt wurde. Das Stück selbst ist ohne jeden Klang und fühlt sich fettig an. Die Fälschung ist demnach selbst für ungeübte Augen sofort zu erkennen. Ferner sind die falschen Zehn- und Zwanzig- Markscheine noch immer im Umlauf. Sie sind deutlich an dem nur auf einer Seite fünstlich angebrachten und auch äußerlich schon sehr leicht sichtbaren Wasserzeichen zu erkennen. Die 3wanzigmart- Scheine sind zudem auf der Vor­derseite fleckig und stark verschwommen, so daß sie schon daran rasch als grobe Fälschung zu erkennen sind. Hauptsächlich werden die Falsifikate in Geschäften mit lebhaftem Verkehr und dann in den Hauptverkehrszeiten, wenn die Kassierer auf die ihnen ausgehändigten Münzen keine besondere Beachtung schenken, in Umlauf gebracht.

* Ungültige Freimarken auf Briefen. In letzter Zeit hat die Reichspost festgestellt, daß ungültige Freimarken, besonders solche aus der Zeit des Währungsversalls und mit politischem Inhalt, als Verschlußmarten für Briefe verwendet werden. Die Ordnung jagt aber, daß ungültige Freimarken nicht auf den Au­Benseiten von Sendungen angebracht sein dürfen. Die Postan­stalten sind angewiesen worden, solche Briese von der Beförde= rung auszuschließen und sie dem Absender zurückzugeben.

Ondons tobte, wie die tojen Iferfelfen einer winzig flein le, der jahrhundertealte, dentlichen Zeiten der Zemi und Rechtsprechung, übte d undurchdringlicher Würde 5. Er erinnerte sich, daß er zum erstenmal zu James 6 ornahm, auch Jurist zu wer Tren, die ihm hier auf G Hafen von Ruhe und Gel Juge das vertraute Bild dals möglich den Rüden werde wohl lange dauern, Tederjehen würde.

im ohrenbetäubenden Tum vie er sich bitter jagen m

en Prozession gefchäftiger

mit der leichten Anmul mancher stubenblaffe But aun des jungen Gefichts athletischen Körper und

ungen Mannes auffiel, m

t Reid betrachten. Man

jah, einen jungen Mann

e, mehr Zeit auf den E Fortjehung

aubigen, übelriechenden

* Gewährung von Unterstügungen an Reichsbahnarbeiter. Arbeiter der Reichsbahn, die in Neubauwohnungen höhere Mie­ten als in Altwohnungen zahlen müssen, können infolge der Ein­legung von Feierschichten in wirtschaftliche Notlage geraten, wenn sie zu Mietausgaben gezwungen sind, die nicht mehr ihrem Einkommen entsprechen. Diesen Umständen wollen die Reichs­bahndirektionen Rechnung tragen, indem sie in größerem Um­jange als zu gewöhnlichen Zeiten von der Möglichkeit der Un­terstützung der Arbeiter Gebrauch machen.

* Die Staatsangehörigkeit der aus den abgetretenen Ge­bieten stammenden Beamten. Dazu teilt uns das Kreisamt mit: Aus den abgetretenen Gebieten stammende deutsche Beamte, die seinerzeit nach den Vorschriften des Versailler Vertrages oder seiner Ausführungsabkommen unter Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit die deutsche Reichsangehörigkeit verloren und diese nicht etwa inzwischen wiedererworben haben, sind durch die Weiterbeschäftigung im öffentlichen Dienst des Reichs oder

,, Gießener Zeitung"

der Länder usw. nur dann wieder deutsche Reichsangehörige ge­worden, wenn die Weiterbeschäftigung als Neuanstellung im Sinne des§ 14 oder 15 des Reichs- und Staatsangehörigkeits­gesetzes( R.G.BI. 1913 G. 583) angesehen werden kann. Hierzu bedarf es aber, wie bei der Anstellung überhaupt, einer ord­nungsmäßigen ausdrücklichen Eröffnung der zuständigen Be­hörde, die nach§ 16 Abs. I. a. a. D. dem betreffenden Beamten in schriftlicher Form gemacht sein muß. Es empfiehlt sich daher, daß die aus den abgetretenen Gebieten stammenden Beamten des Reichs, der Länder, der Gemeinden usw., bei denen es ir­gendwie zweifelhaft ist, ob sie deutsche Reichsangehörige geblie= ben sind, sich an das zuständige Kreisamt wegen Nachprüfung ihrer Staatsangehörigkeitsverhältnisse wenden.

* Sprechstunden des Finanzamtes. Das Finanzamt ist der= art überlastet, daß Verhandlungen mit Pflichtigen nur während der Sprechstunden Dienstag, Donnerstag, Freitag 8-12, 3-5 Uhr erfolgen können. Außerhalb der Sprechtage bann niemand damit rechnen, daß er vorgelassen wird; es sei denn, daß er vorgeladen ist. Die Zahlstunden der Finanzkassen sind Montag bis Freitag von 8-12 Uhr; der bangeldlose Verkehr wird dringend empfohlen.

*

Unterstützung von Bolfsbüchereien. Eine Unterstützung von 50 000 Bänden( Volks- und Jugendschriften) stellt die Ge­sellschaft für Volksbildung( Berlin NW. 40, Lüneburger Straße 21) aus der von ihr verwalteten Ridert- Stiftung un­bemittelten Volksbüchereien, die Mitglied der Gesellschaft sind, zur Verfügung. Von den gebundenen Büchern ist in der Regel der Einband zu entschädigen, einige Bücher werden auch völlig unentgeltlich abgegeben. Die Stiftung besteht seit 1903 und hat bis Ende des letzten Geschäftsjahres 10 610 Büchereien mit 229 082 Büchern unterstützt. Im letzten Geschäftsjahr allein wurden Bücher im Werte von 76 238 RM. an 782 Büchereien ab­gegeben. Die Bücher können von den Antragstellern nach einem besonderen Verzeichnis selbst ausgewählt werden, das die oben genannte Gesellschaft fostenlos abgibt.

* Rüdgang der Arbeitslosigkeit. Jm Bezirk des Landes­arbeitsamts Hessen ist die Zahl der Arbeitsuchenden in der ersten Aprilhälfte um 12 487= 4,3 Prozent auf 280 071 gesunken. Die Arbeitslosigkeit geht merklich langsamer als im Vorjahre zurück, fast nur die Saisonberufe wurden entlastet.

* Maien- Blasen. Während des Monats Mai wird jeden Mittwoch und Samstag von 7-8 Uhr abends vom Turm der Johanniskirche das traditionelle Maienblasen stattfinden.

* Verkehrsunfall. Am Donnerstag abend ereignete sich an der Kreuzung Bleichstraße- Ludwigstraße ein Unfall. Ein Motor­radfahrer fuhr seitlich auf einen Lastkraftwagen der Fa. Grieb auf, wurde vom Rad geschleudert und mußte mit schweren Kopf­verletzungen in die Chirurgische Klinik geschafft werden.

* Jubiläum. Die bei der Fa. Schaffstaedt GmbH. beschäf tigten Werkmeister W. Luch und der Former K. Krombach fonn­ten dieser Tage die 25jährige Zugehörigkeit zu ihrer Firma feiern.

* Heimatgeschichtlicher Kursus für Evangelische Kandidaten und Geistliche. Der vierte vom Landeskirchenamt veranstaltete Heimatgeschichtliche Kursus findet am 18. und 19. Mai im Pre­digerseminar Friedberg statt. Der Staatsarchivdirektor Dr. Herrmann wird eine Einführung in die Literatur und Anleitung zu Benutzung von Gemeinde-, Pfarr- und Staatsarchiv geben, und Prälat D. Dr. Diehl wird am Nachmittag des zweiten Ta­ges einen zusammenfassenden Vortrag halten.

* Versammlung. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbei­terpartei hält morgen abend im Café Leib eine öffentliche Ver­sammlung ab, in der Gaupropagandaleiter Trefz- Frankfurt spre­chen wird.

* Staditheater. Morgen kommt auf vielfachen Wunsch nochmals als Fremdenvorstellung die Schlageroperette Meine Schwester und ich" zur Vorführung.

* Kulturfilm. Im Lichtspielhaus tommt morgen früh ein Kulturfilm zur Vorführung, der die Filchner- Expedition durch Tibet und China zeigt.

* Wichtige Programm- Aenderung im Südwestfunt, am Don­nerstag, dem 7. Mai, abends 20.15 Uhr: Die Befreiung des Theseus", von Darius Milhaud, und Ist die Katze aus dem Haus", von Tommaso Traetta, mußte wegen Besetzungsschwierig­feiten abgesetzt werden. Statt dessen sendet der Südwestfunk an diesem Abend: ,, Aufgemacht! Im Namen des Gesetzes", Detektiv­oper von Alfred Auerbach, Musik von Erich Grisar.

* Verbandstag der ehem. 118er und deren Formationen. Am morgigen Sonntag, dem 3. Mai, findet in Worms der Verbands­tag statt. Auf der Tagesordnung stehen sehr wichtige Punkte, u. a. die Denkmalsfrage.

* Schafflers Wettervorhersage für Mai 1931. Die ungünstige Prognose für April hat in den tatsächlich eingetretenen Wetter­ereignissen leider ihre Bestätigung gefunden. Die Nachtfröste zu Anfang des Monates haben sich hartnädig gehalten. Bedauer­licherweise ist auch für den kommenden, den sogenannten Wonne­monat, nicht viel wonniges zu melden. Der 1. Mai, der Tag, an welchem man so gerne Schönwetter hat, wird zu wünschen übrig lassen. Darauf langsames Besserwerden zu angenehmen, trodenen Wetter mit steigender Temperatur, bis gegen Ende der ersten Dekade, zu welcher Zeit wieder Eintrübung und Abkühlung eintritt. Die ,, Eismänner" werden sich heute stärker bemerkbar machen wie in den Vorjahren, wahrscheinlich etwas verfrüht, dou besteht auch für den 14. Mai örtlich Reifgefahr. Mitte des Monats für die Vegetation gutes Wachstumweiter, wechselno regnerisch fühl mit heiterem, warmem Wetter bis zu den Pfingstfeiertagen, die einen Umschlag befürchten lassen zu trü bem, windigem Wetter. Die folgende Zeit veränderlich, mehr nach schön neigend. Gegen Ende des Monates Verschlechterung, Regen, fräftige Abkühlung.

Gesunde Küche im Mai.

Jm wunderschönen Monat Mai zieht der Frühling auch in die Küche ein, freudig begrüßt von unseren Hausfrauen, die für die gesundheitsgemäße Kostgestaltung jetzt ein wenig mehr freie Hand bekommen. Das ist aber auch dringend notwendig, denn der in den letzten Wintermonaten auftretende Mangel an frischem Gemüse und frischem Obst pflegt unserem Körper un­vermeidlich gewisse Schäden zuzufügen, die jetzt schleunigst be= hoben werden müssen.

Dafür stehen zunächst die verschiedenen Maiträuter zur Ver­

Nr. 35.

fügung, vor allem Schnittlauch, Petersilie u. a., die als Zutaten zu Suppen und Tunken, zu Butter und Käse usw. Verwendung finden können. Weiterhin soll man dem Wildgemüse, wie Lö­wenmaul, Kresse und Sauerampfer die nötige Beachtung schen­ten und diese, evtl. unter Zugabe von etwas Zitrone, als schmackhaften Salat auf den Tisch bringen.

Milch und Butter sind im Mai von besonderer Güte, da das Vieh schon Frischfutter genießt und der Vitam'ngehalt desselben den tierischen Produkten für den menschlichen Genuß zugute tommt.

Einen besonderen und in vielen Gegenden Deutschlands auch durchaus nicht unerschwinglichen Genuß bereitet uns der erste Spargel. Sein Nährwert hinsichtlich Eiweiß, Fett und Kohlehydrate ist zwar gering, aber der Gehalt an Vitaminen und Salzen dafür um so höher zu veranschlagen. Außerdem eig­net sich der Spangel besonders gut als Beigabe zu verschiedenen anderen Speisen, so zum Fleisch wie zum Ei, zur Zubereitung

zweckmäßig das Kochwasser benutzen, das, wie man bei allen Gemüsen, die wesentlichsten Nährstoffe enthält und nie unge­nützt weggeschüttet werden darf. Der Mai ist auch der erste Monat ohr ,, r", d. h. die Zeit, in der besonders die Krebse am besten schmecken. Gewiß, der Krebs ist ein Leckerbissen, aber sein Fleisch ist leicht verdaulich und nahrhaft und bietet, da auch die Krebse in vielen Teilen Deutschlands billig zu haben sind, eine angenehme Abwechslung. Leider darf aber nicht jedermann ungestraft Krebse essen.

Manche Menschen bekommen nach dem Krebsgenuß einen häßlichen, juckenden, bisweilen mit Fieber verbundenen Nessel­ausschlag, der ihnen das Vergnügen am Krebsessen gründlich verdirbt. Es handelt sich dabei, ähnlich wie bei der nach Erd­beergenuß bisweilen auftretenden Erkrankung, um eine beson­dere Form der Ueberempfindlichkeit, die die davon Befallenen zur Enthaltsamkeit gegenüber solchen Speisen und Genüssen zwingt.

Steuer Termin- Kalender.

für den Monat Mai 1931.

5. Mai: Lohnsteuer zweite Hälfte für den Monat April 1931, keine Schonfrist! Wenn die Lohnsteuer in­

folge Geldmangels nicht entrichtet werden kann, so ist unbedingt die Lohnsteuerbescheinigung einzureichen. 15. Mai: Vermögenssteuer zweite Rate 1931( Steuerbescheid 1931), keine Schonfrist!

20.

o. Mai: Lohnsteuer erste Hälfte für den Monat Mai 1931, keine Schonfrist!

25. Mai: Erstes Ziel Gemeindesteuern( städt. Gewerbe, Grund- und Sondersteuer). Neuen Steuerzettel ab­warten. Schonfrist bis 5. 6. 1931! Handelskammerbeitrag erste Rate 1931. Zustellung der neuen Beitragszettel abwarten und danach die erste Rate am Fälligkeitstag, der auf dem Bescheid angegeben ist, bezahlen.

Aus Nah und Fern.

Daubringen. Von gestern ab ist die örtliche Posthilfsstelle in eine selbständige Poststelle umgewandelt.

Laubach. Wegen des schlechten Geschäftsganges beschloß die hiesige landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft ihre Auflösung.

Alsfeld. Die Kürzung der Tagegelder um 50 Prozent setzte der Kreistag zu Alsfeld für besoldete Mitglieder fest. Der Voranschlag des Kreises wurde in Höhe von 322 213 Mt. ge= nehmigt und die Kreisumlage auf 134 000 Mt. festgesetzt. In­teressant war, daß die Nationalsozialisten gegen verschiedene Streichungs- Anträge des Landbundes stimmten.

Lauterbach. Auf sein 50jähriges Bestehen kann auch in diesem Jahre der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhen­flubs zurückblicken. Er wurde am 27. Juli 1881 in unserer Stadt ins Leben gerufen. Aus diesem Anlaß ist für den 26. Juli eine kleine Jubiläumsveranstaltung vorgesehen.

Schlig. Nach einer 25jährigen Amtszeit ist Bürgermeister Hohmaier im nahen Fraurombach gestorben. Kreisdirektor Dr. Michel- Lauterbach und Bürgermeister Dr. Niepoth legten an seinem Grabe Kränze nieder.

Offenbach. Im Stadtrat kam es zu langen Auseinander­setzungen über die Festsetzung der Richtsätze für die öffentliche Fürsorge. Die Kommunisten hatten einige Anträge eingebracht, nach denen die vom Oberbürgermeister vorgeschlagene Senkung der Richtsätze nicht durchgeführt werden soll. Die Anträge wur­den angenommen, jedoch ist der Beschluß bedeutungslos, da der Oberbürgermeister von der Regierung die Befugnis erhalten hat, die Sätze festzusetzen, wie es die Situation erheischt. Ein tommunistischer Mißtrauensantrag gegen den Oberbürgermeister verfiel der Ablehnung.

Darmstadt. Das Defizit der Stadt Darmstadt beträgt 1,7 Millionen Mark. In einer erregten Stadtratssitzung forderte der Oberbürgermeister einen entsprechenden Ausgleich des Etats, damit der Staatskommissar nicht eingreifen müsse.

Darmstadt. In Darmstadt trafen am Freitag früh von Mannheim kommend, 32 niederländische Journalisten ein. Nach Besichtigung der Museen wurde im Waldhaus das Mittagessen eingenommen, an dem auch Oberbürgermeister Müller teilnahm.

Holzheim. Ein Sturm im Ortsparlament entstand wegen des Beschlusses des Kreisausschusses, der die Gemeinde bei der Ungültigkeitserklärung der Bürgermeisterwahl zur Hälfte der Kosten verurteilt. Die Sturmszenen begannen in Tätlichkeiten auszuarten.

Marburg. Während eines Gewitters erschlug der Blizz einen auf dem Felde pflügenden Landwirt. Auch die beiden Tiere wurden auf der Stelle getötet.

Entfettungs- Kuren im Frühling

sind sehr empfehlenswert, weil der Körper gerade jetzt eine be­sondere Neigung zur Stoffausscheidung besitzt. Nehmen Sie früh, mittags und abends 2-3 Toluba Kerne, die Sie in Apotheken erhalten.