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Mittwoch, den 23. Juli 1930.
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Turnen, Sport und Spiel. Die 9. Nationalen dubiläums- Wettkämpfe
der Spielvereinigung 1900 e. V. Gießen.
Zum 9. Male hatte die Spielvereinigung 1900 Gießen zu Akad. Weltolympiade mit Beschlag belegt. Der Sieg in beiden
ihren alljährlichen nationalen Wettkämpfen eingeladen. Die diesjährige Veranstaltung bekam eine besondere Note dadurch, daß sie der Auftakt war zu einer Reihe sportlicher und gesell schaftlicher Veranstaltungen anläßlich des 30jährigen Bestehens des festgebenden Vereins. Die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse drohte auch diesen Wettkämpfen zunächst Abbruch zu tun, denn nur spärlich gingen bis zum angesetzten Termin die Meldungen der auswärtigen Teilnehmer ein, um dann allerdings in den letzten Tagen doch noch in erfreulich starker Zahl zu kommen, trotz der gleichzeitig stattfindenden süddeutschen Meisterschaften in Stuttgart und der westdeutschen Meisterschaften in Staffeln und Mehrkämpfen. Erfreulich ist auch die Beteiligung des Gießener Männerturnvereins und des Wies badener Turnerbundes, die, mit guten Kräften ausgerüstet, den Wettkampf mit den Sportlern recht wohl bestanden haben.
Vertreten waren außer den schon genannten Vereinen der BIB. Gießen, VfL. Wetzlar, Weilburger FV. 1919, Hessen- Hersfeld, SpV. 06 Alsfeld, VfB. 1923 Diez, SpV. Hessen 1911 Frantenberg, SpV. Borussia 04 Fulda, VfB.- Kurhessen Marburg, Athl.- Club 1888 Marburg, ATV. Rheinfranken Gießen, Eintracht Frankfurt, Verein ehem. Bethmannschüler Frankfurt, Polizei- Butzbach, Fußballsportverein Frankfurt, Sp- Vgg. 03Frankfurt- Fechenheim, BC. 99 Offenbach, SC. 1920 Köln- Marienburg und DEC. 1878 Hannover. Insgesamt also 22 Vereine mit ca. 130 Teilnehmern.
Ganz besonderen Sport versprachen die in letzter Minute gemeldeten drei Hannoveraner, Jonath, Borgmeyer und Hobus. Die beiden ersten traten, nachdem die DSB. ihre eigentlich bis zum 17. September dauernde Dimittierung mit zweijähriger Bewährungsfrist aufgehoben hatte, in Gießen erstmalig wieder in Erscheinung. Hobus, der ehemalige Westdeutsche, war als guter Mittelstreckenläufer bekannt. Neben diesen Namen verDienten im voraus schon Erwähnung der Weilburger Müller im 100- m- Lauf, ebenso wie der junge Zankl aus Frankfurt für Die gleiche Strede. Die 5000 m gehörten von vornherein dem bekannten Langstreckler Gerhardt, der jetzt für 1900 Gießen startet und im übrigen von Westdeutschland als Vertreter für den Marathonlauf für die deutschen Meisterschaftskämpfe bestellt worden ist. Namen wie Kaufmann( 3000 m) und Leunig ( Mittelstrecken), wie Mohl, Hopfenmüller, Geist Guyot, Peters wie Steines, Rothermel lösten für die Veranstaltung starkes Interesse aus und versprachen interessanten Sport. Vermißt wurden die Kasseler Vereine, die sonst stets in stattlicher Zahl wertreten waren. Hoffentlich ist es nicht der Aerger über die für Kassel nicht gerade günstig verlaufenen Bezirksmeisterschaftskämpfe vor vier Wochen in Gießen und eine nicht ganz tendenzlose Berichterstattung der Kasseler Presse über diese Veranstaltung, die die gern in Gießen gesehenen Kasseler Leichtathleten nicht melden ließ.
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Der Wettergott hatte auch ein Einsehen. Nach tagelangem Regenwetter bescherte er am Sonntag einen blauen Himmel, warmen Sonnenschein und frischen Wind. Der Platz war trocken, die Bahn in guter Verfassung, wenn auch etwas schwer. So waren alle Voraussetzungen für einen spannenden und einwandfreien Verlauf der 9. Gießener Nationalen gegeben.
Unter den zahlreich erschienenen Zuschauern bemerkte man im Laufe des Tages viele Honorationen der Stadt, u. a. Herrn Bürgermeister Dr. Seib, Herrn Landgerichtsrat Trümpert, Herrn Stadtratsmitglied Schwiedert, Herrn Prof. Dr. Huntemüller, Herrn Direktor Dr. Büchner, Herrn Rektor Kling u. a. m. Auch unser Gauvorsitzender, Herr Klier, war zugegen.
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Die Wettkämpfe.
Nach zahlreichen Vorkämpfen in den Vormittagsstunden, Die schon manche Ueberraschung brachten, konnte pünktlich um 3 Uhr nachmittags mit den Entscheidungen begonnen werden, die genau nach dem Programm in rascher Folge abgewickelt wurden.
Zunächst traten die 100- m- Läufer der Leistungsklasse III an ben Start. 36 Meldungen hatten vorgelegen. Die Vorkämpfe hatten die fünf Besten herausgesiebt. Nach glattem Start fonnte Schlau- Diez als Erster in 11,5 Sek. das Zielband passieren, mit 2 m Abstand folgte in 11,7 Sef. Zankl- Eintracht= Frankfurt in 11,7 und als Dritter Schwab- 1900 Gießen in 12 Sek. Zankl, der Favorit für dieses Rennen, war schlecht abgekommen und schien auch nicht ganz aus sich herauszugehen.
Gleichzeitig wurde das Speerwerfen in der LeistungsElasse III entschieden. Hier konnte Hopfenmüller- 1900 Gießen mit 45,86 m vor Spaar Offenbach a. M. mit 45,10 m und Bachmann- 1900 Gießen mit 44,02 m die Oberhand behalten.
Jm 800- m- Lauf der gleichen Klasse traten 12 Läufer an. Nach glattem Start tonnie Glagow 1900 Gießen sich an die Spitze setzen und bis 500 m führen, um dann allerdings sehr bzufallen. Ploch vom MTV. Gießen schob sich nach vorne und ließ sich bis zum Schluß den Eigg nicht mehr nehmen ( 3eit 2: 09,8). Um den zweiten und dritten Platz kämpften erbiitert zwei Frankfurter und zwar der Eintrachtler Stanß und Neurath vom Fußballsportverein. Ersterer ging als Zweiter in 2: 10,1 Min. durch Ziel. Neurath folgte mit 10 Sef. Unterschied.
Im Hochsprung der Klasse II dominierte Capello- VfL. Wetzlar. Mit 1,68 m errang er den 1. Platz. Zweiter wurde Bruninger von der Polizei Butzbach mit 1,64 m. Um den 3. Platz mußten Malfomesius- MTV. Gießen und Hopfenmüller- 1900 Cießen stechen( Sprunghöhe beider 1,52 m), Malfomesius war Der Glüdlichere.
( Eine der besten Kräfte der 1900er im Hoch- und Weitsprung, Weil, war leider für einen Ausscheidungskursus für die
Konkurrenzen wäre sonst an diesen gefallen.)
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Das Kugelstoßen tonnte Mohl- VfB. Gießen sein schärfster Konkurrent, Schäfer- 1900 Gießen, war auch verhindert anzutreten( Akadem. Welt- Olympiade) mit 12,89 m für sich entscheiden. Den 2. Platz belegte Gary- Athl.- Klub 1888 Marburg, mit 12,26 m. Mit 1 m Abstand folgte Enders- Eintracht Frankfurt, der körperlich behindert war und dem der anwesende Sportarzt Vorsichtigkeit empfohlen hatte.
Inzwischen waren die Favoriten zum 100- m- Lauf in der Leistungsklasse I angetreten und zwar Jonath und Borgmeyer vom DSC. 1878 Hannover, Müller- Weilburg und Geist und Guyot von 1900 Gießen. Die zwei ersten Plätze standen von vornherein fest. Unter dem Applaus der Zuschauer konnte Jonath, in diesem Jahre noch ungeschlagen, die Bahn in 10,5 Sef.( mit Rückenwind) durchmessen, sein Klubkamerad folgte mit nur 10 Set. Abstand. Der junge Müller kam als Dritter in 11 Sek. durchs Ziel.
Die Weitspringer in der III. Leistungsklasse ermittelten dann in Krischel- FSpV. Frankfurt den Sieger mit 6,18 m. Zweiter wurde Bruninger- Polizei Butzbach( 5,95 m) und Dritter Krämer- 1900 Gießen( 5,78 m).
Das Feld im 800- m- Lauf der Leistungsklasse I war nicht übermäßig stark besetzt, die Kräfte selbst aber waren gut. Es starteten Hobus- Hannover, Leunig- Eintracht Frankfurt, Böselt= Eintracht Frankfurt, Peters- 1900 Gießen und Duchardt- Alsfeld. Nach einem Fehlstart gings los. Der Favorit Hobus setzte sich gleich an die Spitze und legte Tempo vor. Peters blieb in seiner Nähe, Leunig er wird alt gab nach 500 m auf.
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Böselt folgte mit Abstand. In dieser Reihenfolge gings auch durchs Ziel, und zwar Hobus mit 1: 59,7 Min., Peters mit 2:03 Min. und Böselt mit 2:08 Min.( Viele Einheimische hatten Bepperling- 1900 am Start erwartet, ein Fußverletzung ließ diesen aber ausscheiden, auch ihm wäre sonst ein Platz sicher gewesen.)
Zahlreich waren die Meldungen zur 4 mal 100- m- Staffel in der Klasse III eingegangen. Aus den Vorkämpfen waren für die Entscheidung festgestellt Borussia- Fulda, Eintracht Frankfurt, FSpV. Frankfurt und MTV. Gießen. Eintracht zog im letzten Augenblick seine Mannschaft zurück. Die Staffel wurde in folgenden Zeiten durchlaufen: MTV. Gießen 46,7 Set., Borussia- Fulda 47 Set. und Frankfurter FSpV. 47,5 Sek. Borussia- Fulda mußte dann allerdings auf den 2. Platz verzichten, da sie beim letzten Wechsel 2 m überwechselt hatten.
Das Speerwerfen in Leistungsklasse II entschied sich dann mit einigen Umstellungen unter den Konkurrenten der 3. Leistungsklasse. Diesesmal war Spaar Offenbach der Bessere, mit 47,02 m belegte er den ersten und Hopfenmüller- 1900 Gießen mit 46,56 m den zweiten Platz. Vogt- 1900 Gießen schloß sich mit 46,49 m als Dritter an.
Der zweite Höhepunkt des Programms war der 200- m- Lauf der Leistungsklasse I. Dem Starter meldeten sich: BorgmenerHannover, Voiß- Köln- Marienburg, Zanfl- Eintracht und Geist1900 Gießen.
Der Sieger stand von vornherein in Borgmeyer fest, wer aber besetzte die Plätze? Geist- 1900 war dem Tempo nicht gewachsen, denn während er im Feld an 3. Stelle lag, fonnte er in den letzten 50 m nichts mehr zusetzen und mußte auch noch Zankl an sich vorbeigehen lassen. Borgmeyer schaffte es in 21,7 Sef., Voiß in 22,9 Sef. und Zankl in 23,1 Set. Geist kam mit 2 m Abstand.
14 Wettkämpfer gingen gleich anschließend über 3000 m auf den Weg. Der 1900er Koch, reichlich unerfahren, setzte sich an die Spitze und machte den Schrittmacher. Die routinierten Läufer ließen sich ruhig führen, um erst später zum Angriff überzugehen. Nach 4 Runden war Koch schon von der Spize verschwunden. Vorne lagen 1. Hornung- Turnerbund- Wiesbaden, 2. Wöll- Ffm.- Fechenheim, 3. Pfeil- Kurh. Marburg, 4. Lohberger- Eintracht Frankfurt. Schon bei Antritt der letzten Runde standen die drei Besten endgültig fest. Wöll hatte sich vor Hornung geschoben und an den dritten Platz hatte sich Niedenthal- Borussia Fulda gesetzt. Zeiten: 1. 9:36 Min, 2. 9:45 Min., 3. 9:50 Min.
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Jm Stabhochsprung der Leistungsklasse I belegte Roden= kirchen Köln- Marienburg mit 3,20 m den 1. Platz, Steines vom MTV. Gießen den zweiten mit 3,15 m und der gehandicapte Jung- 1900 Gießen mit 3 m den 3. Platz.
Recht schwach besetzt waren die 400 m der Leistungsklasse II. Nur drei Konkurrenten gingen in den Kampf, die im übrigen noch recht schwache Leistungen boten. Leunig- Eintracht Ffm. wurde mit 53,9 Set. Erster, Frante- Köln- Marienburg brauchte sogar 57,2 Set., um als Zweiter und Letzter durchs Ziel zu gehen, denn Schaub- Fulda hatte schon nach 150 m aufgegeben.
Es verlohnt sich, wenn in unserer Heimat die Leichtathleten dieser Strecke wieder mehr Beachtung schenken. Sie ist eine der schwersten, die die Energie eines Sprinters und Routine und Können eines Mittelstreckenläufers verlangt.
Während auf dem Rasen die Diskuswerfer der Leistungsklasse I ihre Kräfte maßen und hier den Marburger Gary in Front sahen( 37,01 m), gefolgt von Mohl- VfB. Gießen mit 34,66 m und Enders- Eintracht- Ffm. mit 34,22 m. widelten sich auf der Bahn die restlichen Lauffonkurrenzen bei wachsendem Interesse des Publikums ab.
Einen äußerst spannenden und abwechslungsreichen Verlauf nahm der 1500- m- Lauf der Leistungsklasse II, der 10 Teilnehmer aufwies. Roessing- Wiesbaden und Hollstein- KölnMarienburg lagen in dauerndem Kampf um die Führung, um dann doch zum Schluß dem routinierten Kaufmann FSpV. Frankfurt die Siegespalme lassen zu müssen, der 4: 26,9 Min.
Nr. 58.
benötigte, 2. Hollstein- Köln- Marienburg 4:28 Min., 3. RoessingWiesbaden 4: 28,1 Min.
Der Austrag der 4 mal 100- m- Staffel in der Klasse I war ein wenig vom Pech verfolgt. Von vier startenden Vereinen mußte Köln- Marienburg wegen zwei Fehlstarts distanziert werden, Eintracht- Ffm. gab nach dem letzten Wechsel wegen Wechselüberschreitung von selbst auf, so daß nur 1900 Gießen und Weilburg noch für die Besetzung der Plätze in Frage kamen. Die Zeit von 46,4 Set. der siegreichen 1900 er= Mannschaft ( Hopfenmüller, Schwab, Geist, Guyot) ist allerdings von KölnMarienburg außer Konkurrenz um 8/10 Set. unterboten worden, aber war doch 3/10 Set. besser als die der Weilburger und ge= nügte, um den Wanderpreis, dessen Verteidiger die HessenPreußen Kassel waren, wieder einmal in die Hände der Stifter gelangen zu lassen. Seit 1921 wird um diesen Wanderpreis gefämpft, nacheinander war er im Besitz von: 1921 Berliner Sportclub, 1922 1900 Gießen, 1923 IV. 1860 Frankfurt, 1924 Kölner Ballspielclub, 1926 Eintracht Frankfurt, 1927 Essener Sporiv. 99, 1928 SC. 1880 Frankfurt und 1929 Hessen- Preußen Kassel. Hoffentlich bleibt er nun längere Zeit im Besitz der Blau- Weißen.
5 Leichtathleten bestritten dann den 5000- m- Lauf: Gerhardt und Paul- 1900 Gießen, Roessing- Wiesbaden, Seifert- Eintracht Gerhardt war Frankfurt und Niedenthal- Borussia Fulda. natürlich nicht zu schlagen, er konnte das Rennen leicht und
ungefährdet in 16:39 Min. nach Hause bringen. Paul gab, wie
bei den Bezirksmeisterschaften wieder vorzeitig auf. Es wäre am Plate, den anscheinend übertrainierten Läufer ein wenig pausieren zu lassen. Zweiter wurde Seifert- Eintracht- Ffm. in 17: 07,2 Min. vor Roessing- Wiesbaden mit 17: 22,3 Min. Beifall lohnte alle drei für ihren Lauf, der eine Bahnseite immer gegen den recht frischen Wind gelaufen werden mußte.
Als vorletzte Konkurrenz kam der 100- m- Lauf der Leistungsklasse II zum Austrag, der den Frankfurter 3ankl mit 11,3 Set. als Sieger sah. Kriz- FSpV. Frankfurt konnte mit 11,4 Sef. vor dem 1900er Guyot mit 11,5 Sef.( G. war nach dem Start gestolpert), als Zweiter das Ziel passieren.
Einen spannenden Abschluß fanden die Wettkämpfe mit der 4 mal 800- m- Staffel der Klasse II. Drei Mannschaften waren am Start: Fußballsportverein Frankfurt, Turnerbund Wiesbaden und die Spielvereinigg. 1900 Gießen. Letztere trat in der Aufstellung: Glagow, Dr. Tönges, Günther und Peters an und hätte einen haushohen Sieg landen können, wenn der 1. Mann ( Glagow) nicht wieder in den letzten 300 m ganz abgefallen wäre und ca. 80 m an Boden verlor. Dr. Tönges- 1900 holte 40 m wieder auf; die guten Wiesbadener hatten als 2. Mann den sichtlich ermüdeten Roessing laufen( 1500 m und 3000 m) und verloren dadurch an Boden. Günther- 1900 lief gleichfalls ein schönes Rennen und konnte dem Schlußmann Peters den Stab auf gleicher Höhe mit den Gegnern übergeben. Peters fonnte dann unter dem Jubel der Zuschauer mit mehr wie 10 Set. Vorsprung in 8: 48,2 Min. das Ziel passieren. An die zweite Stelle hatten sich die Frankfurter gesetzt, die mit 8:59 Min. vor den Wiesbadenern mit 9:11 Min. einliefen.
Ein Schuß beendete um 5.30 Uhr die diesjährige 9. Nationale in Gießen.
Neben den überragenden Leistungen der Hannoveraner im 100, 200 und 800- m- Lauf scheinen die anderen Leistungen zu nächst abzufallen. Es sind aber immerhin sehr gute Durchschnittsleistungen, die gezeigt worden sind. Besonders hervorzuheben sind: Gerhardt- 1900 im 5000- m- Lauf, Peters- 1900 im 800- m- Lauf, Müller- Weilburg im 100- m- Lauf, Rodenkirchen- KölnMarienburg im Stabhochsprung. Eine weitere Freude ist es, festzustellen, daß der Veranstalter nicht nur organisatorisch so Vorzügliches bot, sondern auch mit seinen Sportleistungen erneut unter Beweis stellte, daß er, der jetzt 30 Jahre Pionierarbeit im deutschen Rasensport geleistet hat, immer noch an der Lahn an erster Stelle steht und unermüdlich schafft. Ein Glückauf für das 4. Dezennium!
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Die Ergebnisse. Leistungsklasse I: 100 m: 1. Jonath- DSC 78 Hannover 10,5 Set., 2. Borgmeyer- DSC. 78 Hannover 10,6 Get., 3. Müller- Weilburg 11 Sef, 200 m: 1. Borgmeyer- DSC. 78 Hannover 21,7 Get., 2. Voiß- Köln- Marienbung 22,9 Set., 3. 3antlEintracht Frankfurt 23,1 Set 800 m: 1. Hobus- DSC. 78 Hannover 1: 59,7 Min., 2. Peters- 1900 Gießen 2:03 Min, 5000 m: 1. Ger 3. Böjelt- Eintracht Frankfurt 2:08 Min. hardt- 1900 Gießen 16:39 Min., 2. Seifert- Eintracht Ffm. 17: 07,2 Min., 3. Roessing- Turnerbund Wiesbaden 17: 22,3 Min. Kugelstoßen: 1. Mohl- VfB. Gießen 12,89 m, 2. Gary- Athl- Club 1888 Marburg 12,26 m, 3. Enders- Eintracht Frankfurt 11,26 m. Distuswerfen: 1. Gary- Athl.Club 1888 Marburg 37,01 m, 2. Mohl- ViB. Gießen 34,66 m, 3. Enders- Eintracht Frankfurt 34,22 m. Stabhoch: 1. Rodenkirchen- Köln- Marienburg 3,20 m, 2. Steines- MTV. 4 mai 100- m- Gießen 3,15 m, 3. Jung- 1900 Gießen 3 m. Staffel: 1. 1900 Gießen 46,4 Sef., 2. Weilburger Fußballverein 1929 46,7 Get. Leistungsklasse II: 100 m: 1. 3antl- Eintracht Frankfurt 11,3 Set., 2. Krik- FSpV. Frankfurt 11,4 Set., 3. Guyot- 1900 Gießen 11,5 Gef. 400 m: 1. Leunig- Eintracht Frankfurt 53,9 Gef., 2. Frante- Köln- Marienburg 57,2 Gef. 1500 m: 1. Raufmann- FSpV. Frankfurt 4: 26,9 Min., 2. Hollstein- KölnMarienburg 4:28 Min., 3. Roejjing- Turnerbund Wiesbaden 4: 28,1 Min. Speerwerfen: Spaar- BC. 99 Offenbach 47,02 m, 2. Hopfenmüller- 1900 Gießen 46,56 m, 3. Vogt1900 Gießen 46,49 m. Hochsprung: 1. Capello- VfL. Wetlar 1,68 m, 2. Bruninger- Polizei Butzbach 1,64 m, 3. Malfomesius- MTV. Gießen 1,52 m. 4 mal 800- m- Staffel: 1. SpVgg. 1900 Gießen 8: 48,2 Min., 2. Fußballsportverein Frankfurt 8:59 Min., 3. Turnerbund Wiesbaden 9:11 Min. Leistungsklasse III: 100 m: 1. Schlau- Diez 11,5 Set., 2. 3antlEintracht Frankfurt 11,7 Get., 3. Schwab- 1900 Gießen 12 Sef. 800 m: 1. Ploch- MTV. Gießen 2: 09,8 Min., 2. StaußEintracht Frankfurt 2: 10,1 Min., 3. Neurath- FSpV. Frankfurt 2: 10,2 Min. 3000 m: 1. Wöll- Frankfurt- Fechenheim


