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Nr. 58

Mittwoch, den 2

Mittwoch, den 23. Juli 1930.

Der Stahlhelm dankt Hindenburg in Mainz.

Die Begrüßung des Reichspräsidenten in Mainz durch den vor drei Tagen wieder hergestellten Landesverband Westmark des Stahlhelm verlief besonders eindrucksvoll. Außer den vom Landesverband entsandten 400 Fahnen und der Ehrenfompagnie waren aus eigenem Antrieb Tausende Stahlhelmer angetreten. Der Bundesführer Mahnken sprach dem Reichspräsidenten ehr­erbietigen Dank für die erwiesene Treue und das Gelöbnis der Treue der Frontsoldaten im Kampfe um die deutsche Freiheit und die Freiheit der Staatsführung aus. Der Reichspräsident erkannte in seiner Antwort besonders die Vaterlandsliebe der Frontsoldaten an.

Ein englischer Glückwunsch.

Rotterdam, 21. Juli. Die Londoner Presse befaßt sich im allgemeinen sympathisch in ihren Sonntagsartikeln mit den deut­schen Befreiungsfeiern im Rheinland. Daily Herald", Mac Donalds Sprachrohr, schreibt, England gratuliere Deutschland herzlich zu dem wieder freigewordenen Rheinland und habe nur den Wunsch, daß Deutschland und England für ewige Zeiten nur noch als Freunde durch die Geschichte gehen möchten.

Politische Rundschau.

,, Gießener Zeitung"

zeichen einer Belebung bemerkbar. Der Baumarkt war nach wie vor still; neue Bauvorhaben wurden nur vereinzelt in An­griff genommen. Lediglich in den Gewerbegruppen, für die das Pfingstfest von Bedeutung ist, waren Umsätze besser. Auch die Heuernte auf dem Lande brachte den beteiligten Gewerben eine Besserung des Beschäftigungsgrades. Die Preise blieben in allen Gruppen außerordentlich gedrückt. Die Klagen über zu­nehmende Schwarzarbeit als Folge der großen Erwerbslosigkeit nahmen immer mehr zu. Die Preise für verschiedene Mealle, besonders Kupfer, zeigten rückgängige Tendenz.

Der Reichsminister des Innern hat zum Reichswahlleiter den Präsidenten des Statistischen Reichsamts, Geheimen Re­gierungsrat Prof. Dr. Wagemann, und zu seinem Stellvertreter den Direktor im Statistischen Amt, Geheimen Regierungsrat Messinger, ernannt.

Die deutschen Vereinigungen in New York hielten am Sonn­tag eine Rheinlandfeier ab, auf der der bekannte amerikanische Professor Barnes für die Revision des Versailler Vertrages eintrat.

In Mainz kam es während der Hindenburgfeierlichkeiten zu Zusammenstößen zwischen Reichsbannerleuten und Stahlhel= mern. Einige Reichsbannerleute wurden verhaftet.

Lokales.

bietes, der Auszüger Johann Wilhelm Dorn in Oberzell, fonnte am Samstag seinen 90. Geburtstag feiern.

Wormser Kommunistenprozeß.

Darmstadt, 22. 7. Die Zeugenvernehmung wird fortgesezt. Es sind die Belastungszeugen, in der Hauptsache Wormser Po lizeibeamte, die unmittelbar an der Unruheunterdrückung be teiligt waren. Sie stellen alle die unter Eid ausgesagten Be hauptungen und Wahrnehmungen der in den letzten Tagen ver nommenen Entlastungszeugen völlig auf den Kopf und beeiden, daß 1. die Menge angegriffen hat, 2. daß geschossen wurde, 3. daß Hauptmann Jennewein gerufen hat: Ich fordere Gir auf!", 4. daß der Abgeordnete Müller auf dem Marktplatz ge rufen hat: ,, Nieder mit der Polizei, alles stehen bleiben!" 5. daß mit Steinen und Flaschen geworfen wurde. Polizeidiret tor Dittmar- Offenbach wird am Donnerstag sein Gutachten ab geben. Feuerwehrtag in Dieburg.

* Autounfall. Auf der Landstraße Marburg- Gießen in der Nähe von Kirchberg ereignete sich ein schweres Autounglück. Dort wollte ein kleines Personenauto, das dem Kaufmann Jo­hann Schmidt aus Sterzhausen( Kreis Marburg) gehört, und in dem Schmidt mit dem Kellner Heinrich Henning aus Mar­burg auf der Fahrt war, einem entgegenkommenden Kraftwagen ausweichen. Dabei kam das Auto, das von Schmidt gelenkt wurde, von der gepflasterten Fahrbahn ab und geriet auf den weichen Bankettweg, wodurch es ins Schleudern kam, einen Baum streifte und dann mit voller Wucht gegen einen zweiten Baum rannte. Hierbei zerschellte der kleine Kraftwagen und wurde völlig zertrümmert. Henning erlitt bei dem furchtbaren Anprall schwere innere Verlegungen, die lebensgefährlich sind. Schmidt trug einen leichten Schädelbruch und erhebliche Ge­sichtsverletzungen davon. Beide wurden in die hiesige Klinik

Der Moskauer Stadtsowjet hat ein Drittel aller Delegier­ten ausgeschlossen, weil sie gegen Stalins Fünfjahrprogramm agitiert haben. Die abermalige Herabsetzung der Brotration in Moskau ab 16. Juli hat alarmierend gewirkt.

Der amerikanische Bundessenat hat die Ratifizierung des Londoner Flottenpattes mit 58 gegen 9 Stimmen genehmigt.

Der Ausschuß des japanischen Reichstages bewilligte die neue Forderung von 110 Millionen jährlich für den Bau der japanischen Seefestungen innerhalb vier Jahren.

Gandhi hat aus dem Gefängnis seinen Anhängern eine Botschaft zugehen lassen, er unterwerfe sich nicht, cher werde cr sterben. Als Gandhis Botschaft bekannt wurde, kam es zu schwe= ren Angriffen auf die Polizei. 55 Verlegungen und acht Todes= fälle werden bekannt.

bracht.

* Auslegung der Stimmlisten. Der Reichsminister des In­nern hat bestimmt, daß die Stimmlisten und Stimmfarten für die Reichstagswahl vom 24. bis 31. August auszulegen sind.

Unter den Metallarbeitern der Stadt und des Bezirkes Lille brach ein Generalstreit aus, der eine Folge des Wider. standes der Arbeiterschaft gegen die neu eingeführten Sozial­versicherungen ist. Man befürchtet, daß sich auch die Textil­arbeiter dem Streit anschließen werden. Große Massen von Mili­tär und Gendarmerietruppen sind in Lille zusammengezogen.

* Sonntagsrückfahrkarten werden in Hessen und Baden zum Verfassungstag ausgegeben. Diese Karten gelten zur Hinfahrt ab 9. August, 12 Uhr, zur Rückfahrt bis 12. August, 9 Uhr.

Die französischen Bluturteile in Indochina dauern an. In Saigon fand ein Prozeß gegen 44 Annamiten statt. Es wur­den drei Todesurteile ausgesprochen.

Dieburg. Am Samstag, Sonntag und Montag hielt der Landesverband der hessischen freiwilligen Feuerwehren seinen 26. Landesfeuerwehrtag ab, der mit einer Ausstellung von Feuerwehrgeräten verbunden ist. Nach den internen Sitzungen des Landesausschusses am Samstag fand am Sonntag die Fest sitzung statt.

* Falsche Zehn- Reichsmartscheine im Verkehr! In letzter Zeit sind in verschiedenen Städten Deutschland falsche Zehn­Reichsmartscheine ausgegeben worden. Die Vertreiber sind nicht bekannt. Die Scheine sind aus schmutzig- weißem Papier, haben Elinde Prägung. Das Wasserzeichen ist durch öligen Aufdrud vorgetäuscht. Es handelt sich anscheinend um reisende Verbreiter der Scheine. Beliebte Absatzgebiete sind Bäckereien, Fleische­reien und andere Geschäfte. Vor Inzahlungnahme wird nach­drücklich gewarnt. Ausgeber derartiger Scheine lasse man fest­nehmen.

Der Nationalverband der irischen Eisenbahner hat be= schlossen, den Generalstreit auf der Great Southern Railway in Irland zu erklären. Man hofft jedoch, daß der Streik in letter Stunde durch eine Regelung vermieden wird.

*

Aus dem Stadttheater. Franz Arzdorf, der dem hiesigen Strater zwei Jahre angehörte, wurde dem Neuen Theater in Frankfurt a. M. auf drei Jahre als jugendlicher Komiker und Bonvivant verpflichtet.

Großfeuer in Rüsselsheim.

Rüsselsheim. Am Montag brach in dem dicht am Bahnhof gelegenen Sägewerk von Bersch& Jung ein Großfeuer aus, das das gesamte Werk mit großen Holzvorräten in Asche legte. Der Schaden soll sich auf etwa 400 000 Mart belaufen. Das Wert wurde erst vor drei Jahren neu gebaut.

* Gießener Ruder- Gesellschaft von 1877. Am kommenden Samstag, den 26. Juli, findet im Bootshaus eine Generalver­sammlung statt.

Blutiger Beginn des Wahlkampfes in Berlin. Die Befürchtungen, daß der beginnende Reichstags- Wahl­fampf zu neuen blutigen Ausschreitungen führen werde, haben sich, wie aus Berlin gemeldet wird, leider bereits in der Nacht auf Dienstag bewahrheitet. An zwei verschiedenen Stellen ist es zu Schießereien und Schlägereien zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten gekommen, wobei drei Personen leichte Schußverlegungen davontrugen. Auch das Beschmieren öffent­licher Gebäude mit Wahlparolen hat bereits begonnen.

Mtbeitsdienstpflicht in Jugoslawien.

Straßensperrung,

Jam 9. Male

ihren alljährlichen Diesjährige Veransta daß fie der Auftakt fchaftlicher Veranstal des feitgebenden Be Verhältnisse drohte zu tun, denn nur i die Meldungen der a dings in den letzten fommen, trotz Meisterschaften in G ten in Staffeln und teiligung des Gieß badener Turnerbund Wettkampf mit den Vertreten waren BB. Gießen, VfL. feld, SpV. 06 Als Frankenberg, SpV. burg, Athl.- Club 18 Eintracht Frankfurt, Bolizei- Butzbach, Frankfurt- Fechenhei burg und DGC. 187 ca. 130 Teilnehmer Ganz besondere gemeldeten drei Ha Die beiden ersten zum 17. Septembe Bewährungsfrist a in Erscheinung. S guter Mittelstreder dienten im voraus im 100- m- Lauf, eb die gleiche Strede. bekannten Langstre und im übrigen Marathonlauf für worden ist. Nan ( Mittelstreden), wie Steines, R Interesse aus un wurden die Kaffe

Birstein( Vogelsberg). Hier hielt am Samstag, Sonntag und Montag zusammen mit dem 50jährigen Bestehensfest des einheimischen Kriegerverein der Kreiskriegerverband Geln hausen unter dem Protektorat des Fürsten Franz Josef zu Isenburg- Birstein und in Anwesenheit von Generalfeldmarschall von Mackensen sei drittes Verbandsfest ab. Die Veranstaltung hatte eine nach Tausenden zählende Volksmenge, darunter etwa 60 Kriegerkameradschaften aus den Kreisen Gelnhausen, Schlüch tern, Schotten und Lauterbach zusammengeführt.

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Die Provinzialstraße Büches- Düdelsheim im Zuge der Hauptstraße Büdingen- Altenſtadt wird Dom 24. Juli bis 4. August 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Orleshausen- Findörferhof.

Die Provinzialstraße Niedermörlen- Niederweisel wird am 24. und 25. Juli gesperrt. Umleitung über Steinfurth- Op­pertshofen Rodenberg- Griedel- Buzzbach und umgekehrt.

Wien, 22. 7. Die südslawische Regierung hat im Donau­banat die Arbeitsdienstpflicht der Zivilbevölkerung eingeführt. Zweck der Maßnahme ist die Durchführung großer Straßen- und Brückenbaupläne, sowie die Beseitigung evtl. Elementarschäden. Die Arbeitsdienstpflicht gilt für alle arbeitsfähigen Männer von 18-25 Jahren mit Ausnahme der Militärpersonen, der Be­amten und Geistlichen. Man kann sich gegen eine Geldentschä= digung von der Arbeitsdienstpflicht loskaufen. Beköstigung und Werkzeug haben die Eingezogenen selbst zu stellen.

Acgypten wieder ruhig.

Kairo, 22. Juli. Nach den hier um 10 Uhr vorliegenden Meldungen herrscht nicht nur in Kairo, sondern auch im ganzen Lande wieder Ruhe.

Aus Nah und Fern.

Aus Oberhessen.

Hörbach( Dillkreis). In einen Kübel mit kochender Seifen lauge fiel ein dreijähriges Kind. Die Verbrühungen waren so schwer, daß es bald darauf starb.

600 Jahre Rauisch- Holzhausen. Marburg. Jdyllisch am Rande des sogenannten Ober waldes, der zum Teil in Hessen- Darmstädter Gebiet hineinreicht, liegt im Kreise Kirchhain das Dorf Holzhausen, nach dem Git des ausgestorbenen Geschlechts der alten Ritterfamilie v. Rau Rauisch- Holzhausen genannt. Jetzt sind es 600 Jahre, daß dieses Dorf zum erstenmal in der Geschichte erwähnt wurde. Aus die sem Anlaß veranstaltete man in dem prächtigen v. Stummschen Park ein von dem Landwirt Franz Kaiser aus Holzhausen ver faßtes Festspiel, dem Bilder und Begebenheiten aus der be wegten Geschichte dieses Ortes zugrunde liegen.

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Frankfurt a. M. In religiösem Wahnsinn stürzte sich ein junges Mädchen aus dem Fenster der elterlichen Wohnung auf die Straße und starb kurz danach. Vermutlich vom 1. August an wird der Welfenschatz im Städelschen Institut zu sehen sein. Zwei Wohnhäuser und zehn Scheunen abgebrannt. Göttingen. Am Sonntag wurde Hardegsen von einem schweren Brand heimgesucht. Aus unbekannter Ursache brach in einer Scheune Feuer aus, das sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete und in kurzer Zeit zwei Wohnhäuser und zehn Scheunen bezw. Ställe in Schutt und Asche legte.

Durch die Braunkohlengruben in Trais an der Horloff und Wölfersheim und ihren jahrzehntelangen unterirdischen Betrieb haben sich große Geländestriche gesenkt. Berg und Tal sind im Feld entstanden, Tümpel und ganze Teiche haben sich gebildet. Vieles Ackerland ist dadurch den Bauern verloren ge­gangen, zumal auch einer Ausfüllung der Lücken mannigfache Schwierigkeiten entgegenstehen. Immerhin ist der Gedanke prü­fungswert, ob nicht Remedur geschaffen und in irgend einer Form Neuland, Siedlungsgelände geschaffen werden könnte. Der Einfall, den neulich ein Wetterauer Bauer hatte und aus­sprach, den aus dem Betrieb der benachbarten Zuckerfabrik zu Friedberg alljährlich entstehenden Schlamm zu gedachtem Zwecke zu verwenden, ist keineswegs von der Hand zu weisen. Schon einmal im Verlauf des letzten Weltkrieges hat die Eisen­bahn den fruchtbaren Schlamm auf ihre Kosten zu Dünge­zwecken und Schaffung von nutzbarem Gelände wegholen lassen. In vorliegendem Falle könnte dies seitens des hessischen Staates geschehen, zumal es sich um kleine Entfernungen handelt und die entstehenden Kosten früher oder später reiche Fruchi tragen werden. Es würden sich Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten bieten, allerdings, so meinte unser Bauer, müßten von vorn­herein sozialistische Arbeitsweise und Wirtschaft ausgeschaltet werden, sonst würde ,, die Brühe mehr als der Braten kosten". G.

Das erste Todesopfer des Europarundfluges. Berlin, 22. 7. Wie die Pressestelle des Internationalen Europarunt luges 1930 mitteilt, ist der deutsche Flieger von Redern, der den Wettbewerb als Mechaniker auf dem Flugzeuge D2( von Oertzen) mitmachte, bei der Landung in Heston vom Propeller erfaßt und auf der Stelle getötet worden. Das Flugzeug D 2 scheidet aus dem Europarundfluge damit

aus.

Baugerüsteinsturz auf dem Festgelände in Wilhelmsbad.

Hanau. Auf dem Festgelände für das am 31. 7. bis 4. 8. in Hanau- Wilhelmsbad stattfindende 34.Mittelrheinische Kreis­turnfest stürzte am Samstag abend der bisher aufgestellte Teil des Gerüstbaues für das große Festzelt zusammen. Die U- sachen dieses Einsturzes sind noch nicht geklärt. Personenschaden ist keiner entstanden. Der Wiederaufbau des Baugerüſtes hot bereits wieder gute Fortschritte gemacht.

Schotten. Zwischen den Orten Kestrich und Stumpertenrco verlor ein Kraftradfahrer aus Schotten die Herrschaft über sein Rod und kam zu Fall. Während der Lenker des Rades un­verlegt blieb, erlitt sein Mitfahrer August Dietz aus Stumper­tenrod einen Schädelbruch und blieb tot liegen.

Millionenbetrug in Wien.

Wien, 21. Juli. Bei der Staatsschuldenverwaltung wurder große Betrügereien festgestellt, durch die der Staat um viele Millionen geschädigt wurde. Beamte der Staatsschuldenver waltung brachten große Mengen von eingezogenen Banknoter wieder in den Verkehr.

Schotten. Lebhaft geklagt wird aus verschiedenen Vogels­bergorten über die Zunahme der Einbruchsdiebstähle, die die Bevölkerung schr beunruhigen. Erst in den letzten Tagen wurde in Burkhards nächtlicherweile ein Krämerladen heimgesucht und

Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen neben Waren auch ein Geldbetrag von 40 RM. gestohlen. Man

Handwerks im Monat Juni 1930.

Die im Berichtsmonat eingetretene geringfügige Belebung des Absaymarktes und damit auch des Arbeitsmarktes hat eine nennenswerte Auswirkung nicht gehabt. Die auf dem deutschen Wirtschaftsleben lastende Depression hält im allgemeinen unver­mindert an. Die saisonmäßige Abnahme der Erwerbslosigkeit ist nicht in gleichem Maße fortgeschritten wie im Vorjahre. So machen sich denn auch in der Handwerkswirtschaft kanm An­

nimmt nicht ohne Grund an, daß sich die Langfinger auf Schotten und Lauterbach begeben haben. Fahrrädern auf eine Rundreise durch die Kreise Büdingen,

Zwei Altersveteranen.

Paris. Bei der Zweigstelle der Neuyorker Bank wurde 25 Millionen Franken unterschlagen. Der Bevollmächtigte de Filiale ist verschwunden.

Artillerie gegen eine Räuberbande. Honkong, 21. Juli. Zwischen Truppen der Nationalregio rung und einer großen Bande gut bewaffneier Räuber ist c zu ziemlich heftigen Kämpfen gekommen. Die Räuber hatte sich etwa 40 Meilen südlich von Kanton gut verschanzt, so das sich die Truppen genötigt sahen, mit Artillerie gegen sie vor zugehen. Nach einer heißen Schlacht, die den ganzen Tag an dauerte, wurden die Räuber in die Flucht geschlagen. Sie hat ten eine Anzahl Gefangene gemacht, die ihnen aber wieder ab gejagt und befreit wurden. Mehr als 100 Räuber wurden ge tötet oder verwundet.

Schotten. Am vergangenen Freitag wurde der älteste Ein­wohner Schottens, Schlossermeister Konrad Hupfer, bei noch guter Rüstigkeit 90 Jahre alt.

Schlüchtern. Einer der ältesten Einwohner des Kreisge­

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Die Opfer der Taifun- Katastrophe. Tokio, 22. Juli. Eine offizielle Verlautbarung über die Folgen der letzten Taifun- Katastrophe gibt folgende Zahlet bekannt: Auf Korea wurden 393 Menschen getötet und 205 ver letzt, 1493 Personen werden vermißt. Man nimmt an, daß sie sämtlich umgekommen sind, 8475 Häuser sind zerstört worden. In Kiushiu sind nach einer neuesten offizielle Mitteilung 82 Personen getötet und 425 verlegt worden. 75 Personen werden vermißt. 16 890 Häuser wurden zerstört, 20 786 beschädigt. 1803 Schiffe sind gesunken.

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