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Samstag, den 14. Juni 1930.

4. Ausschreibung, Vergebung und Ueberwachung der Bauar­beiten;

5. Zahlungsleistung und Abrechnung.

Seit der Gründung der Wohnungsfürsorgegesellschaft im Jahr 1924 sind von ihr im Freistaat Hessen rd. 4000 Wohnungen gebaut worden. Es ist einleuchtend, daß die Gesellschaft durch die Betreuung einer derartige großen Anzahl von Wohnungen Erfahrungswerte sammeln konnte, die sie zu einwandfreier Ge­staltung und größtmöglichster Wirtschaftlichkeit unter weit­gehendster Rationalisierung der von ihr betreuten Wohnbauten befähigen. Jedenfalls ist die Wohnungsfürsorgegesellschaft die berufene Stütze und der Sammelpunkt aller Bestrebungen, die auf einen gesunden und wirtschaftlichen Kleinwohnungsbau hinarbeiten.

Die Sonderveröffentlichung Kleinwohnungsbau in Hes­sen" bringt neben den anfangs erwähnten Aufsätzen über 100 vorzügliche Abbildungen, zahlreiche Typenpläne und Grund­risse ausgeführter Kleinwohnungsbauten. Interessenten mögen sich an die Wohnungsfürsorgegesellschaft für Hessen, Darmstadt, Nieder- Ramstädterstraße 17, wenden.

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Kaujalgefeße Wahrscheinlichkeitsgejeke.

Gleiche Ursachen bringen gleiche Wirkung. Genaueste Kennt­nis der Umstände eines Vorganges lassen eine ebenso genaue Berechnung der Wirkung zu die Wirkung muß jedesmal dieselbe sein.

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Ist aber die Wirkung anders so war eben in den Ur­sachen etwas anders. Und kann man diese Ursachen nicht be­rechnen, findet aber immer wieder dieselbe Wirkung, wenn auch nicht immer so häufig daß bei einer großen Zahl stets eine bestimmte Zahl derselben Wirkungen kommt, so spricht man von Wahrscheinlichkeitsgesetzen. Beim Roulettespiel kommen bei großen Zahlen stets gleiche Zahlen schwarze, gleiche Zahlen weiße, heraus. Unter 1000 Menschen stirbt in bestimmter Zeit ein be­stimmter Prozentsatz. Wir vermögen so nicht über einzelne 1000 Dörfer Fälle etwas voraussagen, sondern über viele. haben in 10 Jahren regelmäßig eine bestimmte Anzahl Brände, die Einzelheiten sind grundverschieden, einmal brennt es in der genannten Periode nur in 100 Dörfern, aber die Zahl ist bei den 1000 dieselbe, in der zweiten Periode verteilt sich die Zahl auf 100 oder gar die 1000.

,, Gießener Zeitung"

also alles nur Wahrscheinlichkeit? Sind die berühmten Grund­gesetze der Mechanik nicht erafter Natur oder beruhen sie und ergeben sich aus einem statistischen Zusammenwirken zahlloser Zufallsvorgänge im kleinen?

Das kann man praktisch verwerten. Mag die Bank in Monte- Carlo im einzelnen gewaltige Summen verlieren, das tut nichts. Sie ist so eingestellt mit ihrer Rechnung, daß sie bei einer bestimmten Zahl Spiele eine durchschnittliche Summe ge= winnt. So rechnen auch die Versicherungen.

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Physik und Philosophie stehen also vor einer schweren Auf­gabe. Verzweifelt die Physik an der durchgängigen Geltung der Kausalität, steht die Philosophie, die immer geglaubt hat, diese Geltung allgemein beweisen zu können, vor einer neuen Aufgabe? Kant hat die Geometrie des täglichen Lebens( eukli­dische Theorie) für a priori, d. h. unbedingt richtig erklärt. Die Relativitätstheorie behauptet, daß diese Geometrie für unsere Welt nicht zutrifft. Vielleicht geschieht mit der Kausalität et­was ähnliches.

Neben das Kausalgesetz in den Einzelfällen tritt so die Statistische Gesetzlichkeit, sie antwortet auf die Frage der Massen­erscheinung. Die Natur aber folgt dem Wahrscheinlichkeits­sie kreuzen grundgesetz- das gilt für alle Naturvorgänge und stören sich, aber das Richtunggebende ist die Wahrscheinlich­feit. Jm kleinen geht es streng kausal her, im großen nach stabilen Gesetzen.

Nr. 46/47.

oberhessische Städte überfliegen. Die Fahrt sollte ursprünglich) am 29. 6. stattfinden, ist jedoch auf Wunsch der Stadt Münster vorverlegt worden.

* Die Ausstellung von Reisepässen und Leumundszeugnissen. Die Ausstellung von Reisepässen und Leumundszeugnissen er­fordert eine Vorprüfung der Verhältnisse des Antragstellers, die einige Zeit in Anspruch nimmt. Um eine rechtzeitige Er­ledigung der Reisepaß- und Leumundszeugnis- Anträge gewähr leisten zu können, macht das Polizeiamt darauf aufmerksam, daß die Anträge auf Ausstellung von Reisepässen mindestens 4 Tage und die auf Ausstellung von Leumundszeugnissen min­destens 5 bis 6 Tage vorher bei den zuständigen Bezirken zu stellen sind. Für die Ausstellung der Reisepässe ist ein unge­stempeltes, aus neuester Zeit stammendes, deutlich erkennbares

Entschließung f. d. firchl. Zusammenschluß. Lichtbild abzugeben. Die Gebühr von 3 RM. für den Reiſe­

Die Hessische Evangelische Vereinigung( Friedberger Kon­ferenz) hielt in Frankfurt ihre Hauptversammlung, deren eigent­liches Verhandlungsthema die aktuelle Frage des Zusammen­schlusses der Landeskirchen von Hessen- Darmstadt, Hessen, Kassel, Hessen- Nassau und Frankfurt bildete. Die mehr grundsätzliche Seite der Frage erörterte Universitätsprofessor D. Cordier- Gie­ßen, während Landeskirchenrat D. Waiz- Darmstadt Vorschläge einer praktischen Lösung bot. Wie aus der sich anschließenden regen Aussprache hervorging, besteht innerhalb der Vereinigung der lebhafte Wunsch, über die theoretische Erörterung der Frage hinauszukommen und einen gangbaren Weg zu der Schaffung eines geeinten großen Kirchengebildes zu finden.

Lokales.

Die furzen Nächte.

Blau sind diese kurzen Nächte und warm und still. Der Vollmond steigt wie ein Drache, den eine Knabe an der Leine hält, bedächtig am Himmel hoch. Ein sanftes Silberwölkchen deckt sich über ihn, der Wind hält seinen Atem an, und dann ist es, als stünde die Nacht in einem schönfaltigen Sammetmantel zwischen den Bäumen und segnete die Erde.

Im Philosophenwald flüſtern die Pärchen, ein verspäteter Radler zieht wie ein Glühwürmchen seine Kurve. In den Stra­ßen erlischt die Hälfte der Laternen und die Sterne am Himmel werden größer und goldener.

paß und 1 RM. für das Leumundszeugnis ist bei Antragstellung

zu entrichten.

Das

* Fundsachen im Monat Mai 1930. Das Verzeichnis über die im Monat Mai 1930 gefundenen; bezw. abgelieferten Ge­genstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philippsplatz 1, eingesehen werden. Die Empfangs berechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte inner­halb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienstskunden geltend zu machen.

Nun rauschen selbst die Wellen der Wasserläufe kaum mehr, es geht ein Träumen über Anlagen und Straßen. Verzaubert sind diese kürzesten Nächte des Jahres, voll Glück, Erinnerungen und Versprechen. Mondbeglänzte Zaubernächte, die tausend schönste Nächte in sich bergen. Eine späte Rast unter den Ker­zen der Kastanien von Kew- Gardens, ein prasselndes Feuerwerk und leuchtende Fontänen im Park von Versailles, eine weiße Nacht in Stockholm mit nie verlöschendem Tageslicht, mit einer furzen Dämmerung und einem Freund, den man für ewig zu halten glaubte. Eine Nacht am Genfer See, mit ferner Musik und moussierendem Aste und leise spielenden Wellen, mit schnee­bedeckten Berghöhen, einem silberhellen Lachen, mit deinen gol= denen Locken und deiner Fröhlichkeit, die der Tod gierig an sich gerissen hat, mit Jugend und Glück und Glück.

Zauberhaft sind diese kurzen Nächte. Alle schönsten Augen­blicke des Lebens lassen sie wach werden, und wenn sie verdäm mert sind und der Morgen leuchtet, so beginnt der Tag mit einer gütigen Wehmut und einem bittersüßen Geschmack vom schnell verrauschten Glück und einer nie gestillten, nie zu stillenden Sehnsucht und mit dem Wissen um den Tod.

Jst das wahr? Man hegt Zweifel, seit man die Bewegung. der Atome kennt, die nicht den Bahngesehen der astronomischen Planeten folgt, sondern in denen die Elektronen aus bis jetzt unbekannten Gründen aus ihrer Bahn springen und eine engere Bahn einschlagen, womit Lichterscheinungen verknüpft sind. War­um verläßt das Elektron seine Bahn? Es ist bündig bis jetzt noch nicht geklärt es geschieht zufällig und einzeln, aber in bestimmter' Menge und Zeit kommt man zur statistischen Regelmäßigkeit. Also gilt dies statistische Gesetz nicht nur für die Erscheinungen im großen, sondern man findet im Innern der kleinsten Teile eine Unsicherheit der Gesetze. Wird der Zwie­spalt behoben oder ist die strenge Kausalität aufgehoben? Jst| Sonntag, den 15. 6., auf seiner Fahrt nach Münster verschiedene

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Das Steingewerbe in Beuern.

Von Wilhelm Arnold V., Beuern.

Die Abart des Basalts, welche die wissenschaftliche Bezeich nung, Dolerit" hat, gewöhnlich aber nach ihrer inneren Beschaffenheit ,, Lungstein" genannt wird, findet sich an verschie­denen Stellen des Vogelsberges, besonders aber am westlichen Rande desselben. Das Gebiet der Rabenau und Teile des Busedertals bergen den vielfach verwendbaren Stein, dessen Förderung im wesentlichen erst in neuerer Zeit in Angriff ge­nommen wurde. Die ältesten Spuren einer Verwendung des Gesteins führen zurück in die Zeit der gotischen Kirchenbauten der Gegend. Besonders die Kirchen zu Londorf und Beuern sind gänzlich aus Lungstein hergestellt. Die Gewinnung desselben bot damals noch keine eigentliche Schwierigkeit, da die Felsen an den Berggehängen überall zu Tage traten, einzelne Find­linge sogar lose umherlagen. Die letzteren, die meistens eine runde Form hatten, verwendeten die Alten häufig zu Tauf­steinen. Außer den kirchlichen Bauten hatte man ehedem wenig

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,, Graf Zeppelin" überfliegt oberhessische Städte. Wie wir ersahren, wird das Luftschiff Graf Zeppelin" am

* Kraftwagen auf der Reichsbahn. Die Direktion in Frank­furt hat verfügt, daß Gießen mit sofortiger Gültigkeit in das neue Abfertigungsverfahren für Beförderung von Personen-­fraftwagen zu halben Sägen der Gepädfracht eingereiht wird.

* Blizzpakete nach dem Austand. Die von der Deutschen Reichspost vor einigen Jahren geschaffene Einrichtung der Blitz­pakete nach dem Ausland scheint in der Oeffentlichkeit noch wenig bekannt zu sein. Es handelt sich dabei um Pakete bis 20 Kg. nach bestimmten größeren Städten des europäischen Auslandes, die auf dem allerschnellsten Wege wie eilige Briefpost mach einer deutschen Sammel- oder Leitstelle und von da bis zum Bestimmungsort mit Blitzügen, im allgemeinen ohne Verzol lung an der Grenze, befördert werden. Am Bestimmungsort werden die Sendungen schon am Bahnhof, meist wie Reisege­päd, schnell zollamtlich abgefertigt. Der Empfänger wird ſo­fort vom Eintreffen benachrichtigt.

* Postanweisungen nach Italien. Seit 1: Juni sind Post­anweisungen aus Deutschland nach Italien bis 2000' italienische Lire zugelassen. Für Postänweisungen aus Italien nach Deutschland bleibt der Höchstbetrag bis auf weiteres auf 250 RM. beschränkt.

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Gewöhnliche

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Postpakete nach Frankreich und England. Pakete nach Frankreich, Großbritannien und Nordirland brau nicht mehr verbleit oder versiegelt zu sein. Für die Pakete nach den französischen und britischen Besitzungen gilt die Erleichterung: jedoch nicht.

* 400 Jahrfeier der Augsburgischen Konfession: Das hess.. Landeskirchenamt hat in Erinnerung an den 25. Juni 1530, den Tag, an dem die evangelischen Stände das Augsburger Bekenntnis vor Kaiser und Reichstag verlesen ured übergeben haben, durch ein Ausschreiben an die Pfarrämter eine allge meine Feier im ganzen Lande angeordnet, die am Sonntag, den: 22. Juni, dem ersten nach Trinitatis ,, stattfinden soll. An die­sem Tage werden in alten Gottesdiensten Gedenkfeiern gehalten: werden. Gleichzeitig wird angeordnet, daß die geschichtliche und kirchlich- religiöse Bedeutung der Augustana im Religions: unterricht und in der Christenlehre behandelt wird. Ferner soll die Bedeutung des Augsburger Bekenntnisses und der Gehalt seiner wichtigsten Artikel der Gemeinde in Gemeinde abenden, Vorträgen, Bybelstunden, Gemeindeblättern lebendig gemacht werden.

Bedarf an einem Baustein. Die Wohnung der Landleute be­standen ganz aus Holz and erforderten nur eine geringe Mauer­unterlage, selbst die klösterlichen und adligen Baulichkeiten waren meist wenig gediegen hergestellt. So blieben die Dolerit­felsen in Ruhe, bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts verschie­dene Anlässe den Abbau derselben eröffneten. Auf der Rabenau war es vorzugsweise der Neubau des Friedelhäuser Schlosses ( Adalbert Freiherr von Nordeck zur Rabenau taufte im Jahre 1850 von den Erben des letzten Besitzers, eines Herrn von Dü­ring, den Gutshof Friedelhausen a. d. Lahn( 12 km. nördlich Gießen), der seit dem 16. Jahrhundert in den Händen der Fa­milie von Rolshausen gewesen war. Unter Aufwand von bez trächtlichen Kosten ließ Adalbert hier auf ödem, steinigen Ge= lände das schmude Schloß Friedelhausen mit seinen prächtigen Anlagen erstehen, wo er hinfort seinen ständigen Wohnsitz nahm. ( S. Haupt: Adalbert Freiherr von Nordeck zur Rabenau, Gier ßen, Brühlsche Druderei 1923), zu welchem die Steine am Kah­lenberg bei Londorf gebrochen und behanen wurden.

1 Die älteste Kirche des Buseckertales zu Großen- Bused zeigt, wenigstens in ihren, aus romanischer Zeit stammenden Teilen, noch keine Verwendung des so nahe zu gewinnenden Lungsteins. Die Werksteine sind den Buntsandsteinlagern aus der Umgebung von Marburg entnommen. Die Staufenberger Sandsteinbrüche lieferten noch im vorigen Jahrhundert bis zur Erschließung der Lungsteinlager bei Beuern den Werkſtein zu öffentlichen Bauten( alte Schule zu Beuern) wie auch zu Be­standteilen besserer Bauernhofreiten( Treppen, Bodenplatten, Türgewände usw.). Endlich sind auch die alten Friedhofs­denkmäler mit ihren Schnörkeln und pausbadigen Englein aus diesem Gestein hergestellt. Die neueren unter ihnen au dem Beuerer Friedhof verdanken dem Georg Steinmüller von da ihr Dasein, seines Handwerks eigentlich Drechsler, ein Mann mit starker Einbildungskraft begabt, jedoch eigentlicher, erfor­derlicher Schulung ermangelnd.

2 Die zwei ältesten Taufsteine in unserer Gegend sind wohl die zu Großen- Buseck und Winnerod, beide noch aus romani­scher Zeit. Letzterer zeichnet sich durch seine Größe, aber nicht so sehr wie der erstere durch seine stilgemäße, bessere Verzierung aus. Auch die alten Feldkreuze, von denen, meines Wissens ( nur) noch eines in der Gemarkung Großen- Bused und Winne­rod, ferner eins in der Reiskirchener Gemartung und je eines an der Kirchhofsmauer zu Großen- Buseck und Alten- Bused vor­handen ist, waren aus Lungstein verfertigt.

Gine am 18. Jun Einhorn", stattfin die nötige Auff erichtlich).

* Heimatgeid des Landeskirchend

zur Einführung in Pfarr- und Staats

D. Dr. Diehl und werden. Der Kurs mittags 10 Uhr, in Pfarrer Schäfer, M

* Aus dem St Sommerspielzeit m Flieg' roter Adler genommen wurde. mann war eine felt dorf gefiel als rub Eduard Wesener fr Kräuterwaberls gel Ludwig Linkmann größere Rolle des fichtbare Hans Haef Roche und b Donnerstag nachmi fammlung statt, au und theoretisch übe elektrischen Stro solchen Anklang,

das Maurerhandwerk und bestand die Meisterprüfung. Beim Beuerer Kirchenbau( 1843-47) war er von dem Unternehmer Becker aus Alien- Based als Aufseher angestellt ,, weshalb et späterhin der Palize" genannt wurde.. Nach Beendigung der Bauarbeiten eröffnete Sommerlad einem eigenen Betrieb und zwar vorerst ,, unter dem roten Holz" am sog. Mannetsader". Später wurde des noch seither bestehende Bruch darüber an­gelegt. Als denselbe weniger ergiebiger zu werden anfing, Keß man ihm liegen und Sommerlod erwarb an der Westseite des roten Holzberges, an der Steffe, wo jetzt das steinerne. runde Tünchen steht, ein Grundstück von einem Hiesigen Ein wohner( Bachaus). Ferner erstand er ein solches von der Pfarrei, den jogen. Berggarten. Der hier angelegte Bauch ist im wesentlichen der Schauplatz seiner Tätigkeit gewonden.. Günstige Verhältnisse, vereint mit persönlicher Tätigkeit und Sparsamkeit, haben in einem Zeitraum von vier Jahrzehnten aus dem ehemaligen armen Maurer einen vermögenden Mann er= stehen lassen. Aber auch den armen Leuten des Orts hat das neue Gewerbe regelmäßigen Verdienst gebracht und manche Familie hier festgehalten, die sonst, wie früher, zur Auswan­derung genötigt gewesen wäre. Freilich waren die Lohnver­hältnisse den Arbeitsleistungen gegenüber in jener Zeit sehr Bescheiden oder gar dürftig. Nach den Angaben Sommerlads Betrug der Tagelohn in den 1840er Jahren für einen Stein Hauergesellen 38 Kreuzer, für einen Taglöhner 30 bis 32 Kr 3 Pfennig) bei einer Tagesarbeitszeit vo ( ein Kreuzer

Für Beuern kommt der Ban der Lahnbrücke bei Gießen in Betracht, begonnen im Jahr 1843, sowie das Haus Garten­straße 14. Von da ab besteht ein ununterbrochenes Steinge­werbe an unserem Ort. Man ging den Spuren der Alten nach und entdeckte sehr schöne und ergiebige Felsen, vorzugsweise am Ziegelberg. Auch am Hasacker in der Michelbach fand man ganz am Tage einen brauchbaren Stein. Hier eröffnete der Staat selbst einen Betrieb, daher die Stelle auch späterhin der herrschaftliche Bruch hieß. In der Folge begann auch ein hiesiger, unternehmender Einwohner, der alte Gemeinderechner Lindenstruth, gewöhnlich der Gelderheber genannt, daselbst Steine zu brechen. Die Maurerarbeit an dessen Wohnhaus wurde 1841 durch den ältesten, bekannten hiesigen Maurer­meister Wilhelm Stein, gewöhnlich der alte Schampelwellem genannt, hergestellt.

5 Uhr früh bis 8 Uhr abends. Allerdings war der Geldwe damals entsprechend höher wie heutzutage, was sich auch in de Preisen für die bearbeiteten Steine( bossiert à Kubikfuß mit Transport 24 Kr., ausgeführt 30 bis 38 Kr.) fundgibt. Nach dem Sommerlad selber wegen hohen Alters zurückgetreten wat, haben seine beiden Schwagern, Christoph und Heinrich Keil, in den 1880er Jahren in bescheidenem Umfange das Geschäft wei Der eigentliche Begründer des hiesigen Steingewerbes ist tergeführt. Nach dem Tode der Sommerlad'schen Eheleute fie­len die Steinbrüche am roten Holzberg, laut Vermächtnis, der der im Jahre 1892 verstorbene Philipp Sommerlad. Er ent­stammte einer sehr armen Familie, die in dem alten Schwal- Baptistengemeinde Hassenhausen, welcher sich( Sommerlad) an geschlossen hatte. zu. Von derselben wurde das Gelände zu bachischen Hirtenhäuschen in der Metzengasse wohnte, erlernte Näheres über die Sommerlad'schen Brüche, wenigstens aus früherer Zeit, findet sich in den Selbstauszeichnungen des Begründers.

3 Ein gewisser Wahl aus Wieseck war Betriebsführer, der sich auch später neben Sommerlad am roten Holzberge einrichtete und zwar so nahe, daß es häufig zu Unzuträglichkeiten führte.

* Bootstaufe

ein Motorboot, * D. 5. V. verjammlung a * Der Bau Familienfpazierg

* Wiedersehen derjehensfeier der findet am 15. Ju statt. Gleichzeitig Regiments in So

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für 400 Gulden.

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