Ausgabe 
31.10.1928 Erstes Blatt
 
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Mr.& Mittwoch, den 31. Oktober 1928.

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Fußball.

,, Gießener Zeitung"

Surnen, Sport und

Bezirksklasse II, Gruppe Gießen- Wetzlar.

Herborn Liga 1900 Liga 4: 2( 4: 1)

Die Herborner, die bisher in dieser Serie nur 2,, Unent­schieden" erreicht haben, kamen gestern zu ihrem ersten Sieg und

hens durch eine war gegen einen nur dem Namen nach starken Gegner- denn er- Gießen übrig von ihrer Gefährlichkeit. Desto mehr die Herborner, deren

die Ligamannschaft der Gießener mit vier Ersatzleuten, zeigte we­

Hartmann besonders

Innere Missio Sturm das Spiel die ganze erste nn in einer halbzeit vor das Tor der 1900er legen konnte. Nach der Pause über Inne gestaltete sich der Kampf offener aber auch härter. 1900 hatte der Jubiläum umgestellt und konnte noch ein Tor aufholen, während die neue

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Berteidigung und Brambach im Tor eine Ausdehnung der Ka­tastrophe verhinderten.

Schiri Mehl- Merkenbach, der Leiter des Spiels der Liga­reserven mußte auch für den ausgefallenen Ligaschiedsrichter

dem Hause geinspringen und zeigte sich diesem Spiel nicht gewachsen. etwa 1,70 Met die a. I. in Schlägereien ausarteten. Es wäre bedauerlich, wenn En Mantel und dem Platzverein aus der Disziplinlosigkeit des Publikums Personen, die Schwierigkeiten entſtänden.

Vor und nach dem Spiele ereigneten sich allerhand Vorfälle,

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Reihe von 6 Im Heim

V. f. B. Gießen Liga V. f. R. Bußbach Liga 3: 1 Beide Mannschaften lieferten sich einen zähen und erbitter­ten Kampf bei durchaus ebenbürtigen Leistungen, denn Buzz­bach lieferte wohl sein bis jetzt in dieser Serie bestes Spiel und hatie besonders in dem Tormann eine sehr gute Stüße, der manchen guten V. f. B.- Angriff zunichte machte. Auch die Tor­chancen waren verteilt, wurden aber von den beiderseitigen Stür­mern nicht genügend ausgewertet.

W. Sp. V. Liga- Frohnhausen Liga 7: 3( 3: 1)

Die Wetzlarer haben die Schlappe vom letzten Sonntag schnell wett gemacht, indem sie die Frohnhäuser mit 7: 3 Toren heimschickten. Der Sieg ist ihnen nicht leicht gefallen, denn im großen und ganzen waren die beiden Gegner sich ehrenbürtig. Frohnhausen hat die hohe Niederlage vor allem seinem Tor­mann zu verdanken, der überhaupt keine Leistungen zeigte. Der Kampf war im allgemeinen nicht besonders schön, woran der Boden, aufgeweicht durch den vielen Regen, schuld ist. Schiri

n vorgenommen Grünewald V. f. B. Gießen leitete korrekt. Reichsversic Stand nach dem 28. Oktober 1928.

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Gauklasse I, 2. Mannschaften der Ligavereine.

1900 2. 0: 4( 0: 3).

Frohnhausen 2. 7: 0( 5: 0).

Stand nach dem 28. Oktober 1928.

Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte

Einheimischen nicht mehr ankämpfen und konnte Heuchelheim in gleichmäßigen Zeitabständen bis zum Spielende das Resultat auf 5: 1 stellen. Lich stellte eine äußerst flinke und zähe Elf, die ihre Niederlage sehr sportlich hinnahm. Die Platz- Mannschaft, in ihrer neuen Aufstellung lieferte ein recht gutes Spiel, nur muß im Sturm immer noch besser zusammengearbeitet werden. Nächsten Sonntag kommt die 1. Mannschaft von Daubringen nach Heuchelheim. Die Gäste haben im Spiel gegen Laubach ihre Stärke bewiesen und sind nicht zu unterschätzen.

Daubringen 1.

Großen- Buseck 1. 3: 3( 1: 3).

Bei regnerischem, zuweilen stürmischen Wetter, trafen beide Mannschaften zum Punktekampf aufeinander. Das Spiel ver­lief in jeder Beziehung ruhig und fair. Gleich zu Anfang konnte Großen- Bused durch einen Elfmeterball( getreten von Konrad) in Führung gehen. Ein Elfer für Daubringen konnte nicht verwandelt werden. Kurz vor Halbzeit erzielte Eisen­nacher- Gr.- Bused ein weiteres Tor, dem Konrad- Gr- Bused spä­ter noch eins hinzufügte, während es den Gastgebern gelang, durch Verschulden der Hintermannschaft der Gäste, das Resultat 3: 1 zu stellen. Der erste Teil der zweiten Spielhälfte verlief zunächst torlos. Daubringen wurde besser und konnte in der letzten Viertelstunde das zweite Tor und drei Minuten vor Schluß den Ausgleich erzielen. Großen- Buseds Mannschaft hinterließ in Daubringen einen tadellosen Eindruck und viele Sympathien. Ihr Sturm arbeitete sehr gut. Die Läuferreihe war gut und der Tormann ausgezeichnet. Daubringens Mann­schaft ließ zu wünschen übrig, vor allem im Sturm und in der Verteidigung haperte es. Die Verdienste von Riedesel sollen deshalb nicht geschmälert werden. Erst gegen Schluß wurde die Gesamtmannschaft gut. Schiri Jor- Ettingshausen gut.

Niederweisel 1. Lollar 1. 0: 2( 0: 2).

Ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, die sich in der ersten Halbzeit ein völlig offenes Spiel lieferten. Lollars Linksaußen sandte zu erstenmale ein. Niederweisels Tormann konnte den Ball nicht halten, desgleichen kurz danach einen zweiten Ball aus dem Gedränge vor dem Tor. Nach Halbzeit spielte Niederweisel bergab und versuchte mit allen Mitteln, das Resultat zu seinen Gunsten zu ändern. Dadurch kamen von beiden Seiten unnötige Schärfen ins Spiel. Die wuchtig vor­getragenen Angriffe des Platzvereins scheiterten aber an dem Schlußtrio der Gäste. Schiri Kreiling, der einen sehr schwe­ren Stand in diesem Spiel hatte, hätte ruhig das eine oder andere Mal auf Platzverweis erkennen dürfen.

Laubach 1. Grünberg 1. 4: 0( 0: 0).

Beide Mannschaften lieferten sich ein faires Spiel, in dem die Laubacher Elf als die technisch und taktisch bessere Mann­schaft verdient den Sieg errang. Schiri Schäfer- VfB. war ein­wandfrei.

Stand nach dem 28. Oftober 1928.

Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte 21: 6 8: 2 13: 9 7: 3

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B. 1. B. Gießen

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Tore Punkte 20: 4 10: 0 8: 2

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Sp. V. Herborn

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S. C. Niedergirmes

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B. F. R. Butzbach

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Heuchelheim

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Herborn 2.

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Laubach

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W. Sp. V. 2.

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B. f. B. Gießen

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Niedershausen Aßlar

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Burgsolms 1. 6: 1( 3: 1).

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Butzbach hat seine 2. Mannschaft zurückgezogen. richtung, daß die 2. Mannschaften stets gleichzeitig mit( bezw. Dor) den Ligamannschaften spielen, hat sich gut bewährt. Er­tens tommen dann keine oder nur wenig Verstärkungen der 3. und 2. Mannschaften durch Spieler der 2. bezw. Ligamann­haften vor, und zweitens sparen die Vereine und deren An­hänger Reisekosten, indem sie die Fahrten zu den Gegnern nur inmal zu machen brauchen; auch können sich die Begleiter so gleich zwei Spiele auf einen Schlag ansehen, was eine Ver­mehrung ihrer Zahl mit sich bringt; sie bilden daher für die jeweils spielende Mannschaft durch ihre Anwesenheit einen guten moralischen Rückhalt. Manchen Vereinen scheint aber die Aufstellung einer 2. Mannschaft schon Schwierigkeiten zu machen; Butzbach z. B. hat die Meldung derselben bald zurück­gezogen; Burg, das in der Ligatabelle ganz gut steht, hat hier das Ende besetzt, und Dillenburg scheint sich in ähnlicher Lage u befinden, d. h. für eine starke 2. Mannschaft nicht das ge= nügende oder passende Spielermaterial zu besitzen. Vielleicht ändert sich aber noch die Lage.

Gauklasse I, Gruppe Gießen.

-

VfR. Lich 1. 5: 1( 2: 1). SpV. Heuchelheim 1. Edenverhältnis 9: 2 Unter der Leitung des sehr korrekten Schiri Fischer- V. B. Gießen stellten sich obige Mannschaften zum Verbandsspiel. Die Gäste wählten den Wind im Rücken. Der Anstoß der Platz­elf endete beim Gäste- Torwart, der übrigens eine glänzende Battie lieferte. Lich finder sich anfangs schlecht zusammen, um­o besser die Platzelf, die schon in der 7. Minute durch Arnold in Führung geht. Jetzt werden auch die Gäste gefährlicher und haffen kritische Situationen vor Heuchelheims Tor, die ihnen in der 16. Minute den Ausgleich bringen. Die Einheimischen er­jaten nun den Ernst der Lage. Angriff auf Angriff rollte vor daos Gästetor, jedoch verstehen diese ihr Heiligtum zu ſchüßen. 8 Minuten vor Halbzeit gibt es Handelfmeter für Heuchelheim, dieser wird von Schleenbecker zum 2. Tor verwandelt, und mit derm Resultat 2: 1 ging es in die Pause. Nach Wiederanstoß manchte sich die Ueberlegenheit der Plazelf immer deutlicher be= me erfbar. Die Gäste- Mannschaft konnte schließlich trotz allen Cijfers und Kampfgeistes gegen die technische Ueberlegenheit der

Burgsolms Holzhausen Steindorf Biskirchen

Gautlasse I, Gruppe Weglar.

Stand nach dem 28. Oktober 1928.

0:11 0: 4 2:15 0:10

Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte 6: 2 6: 2 6: 2 6: 2 2: 4 3:11 2: 6

Ehringshausen 1.

2: 5 0: 6 3:13 0: 8

Der Sieg von Ehringshausen ist in dieser Höhe nicht ganz verdient. Beide Mannschaften seien für diese stets anständige und doch flotte Spiel gelobt. Steindorf 1. Weilburg 1. 1: 3( 0: 2). Aplar 1. Biskirchen 1.

-

Für Aßlar gewonnen, da Biskirchen nicht angetreten war. Holzhausen 1. Niedershausen 1. 2: 3. Ballersbach 1. Offdilln 1. 3: 1( 1: 0). Hörbach 1.

-

Sinn 1, 2: 5( 1: 4).

BfB. Gießen 3. Großzen- Bujed 2.

Daubringen 2.

-

Laubach 2. 2: 0.

Quedborn 1. 1: 3( 1: 0).

Leihgestern 1. 1: 3( 1: 3). Daubringens Mannschaft mit nur 8 Mann und ohne Tor­mann anfangend, mußte sich gleich in den ersten Minuten drei­mal geschlagen bekennen. Jedoch nach der Vervollständigung war es mit der Ueberlegenheit Leihgesterns dahin. Daubringen fonnte trotz Eifers nur ein Tor erzielen. Schiri Noll- Gie­ßen befriedigend.

Steinbach 1.

Steinberg 1. 7: 1( 0: 1).

Zum fälligen Pflichtspiel weilte am vergangenen Sonntag die 1. Mannschaft Steinbergs in Steinbach. Jm Spielaufbau und Technik zeigte sich Steinbach überlegen. Durch Strafstoß fam Steinberg zum Ehrentor. Mit 1: 0 für Steinberg wurden die Seiten gewechselt. Steinbach, mit dem Wind im Rücken, konnte jetzt den Gegner, der nur mit 9 Mann spielte noch siebenmal schlagen. Schiri Bed- V. f. B. Gießen war gut.

VfB. 4. Lollar 2. 9: 2.

-

VFB. 4. trat mit unberechtigten Spielern an. Das angesetzte Pflichtspiel hat Lollar also gewonnen. Das Gesellschaftsspiel endete mit obigem Resultat.

Spiel.

Azlar 2.

W. SpV. 3.

Braunfels 1.

-

Hermannstein 1. 1: 4( 0: 3). Werdorf 1. 3: 3( 2: 0).

-

Nr. 86.

Bissenberg 1. 1: 2( 0: 1). Ausgeglichenes Spiel. Bis Halbzeit führt Bissenberg 1: 0. Nach Wiederanpfiff gleicht Braunfels aus und erst zwei Mi­nuten vor Schluß kann Bissenberg den Sieg an sich reißen. Oberbiel Hirschhausen 3: 0( 2: 0). Sechshelden 2. Medenbach 1. 3: 2( 0: 2). Herborn 3. Nanzenbach 1. 0: 2( 0: 1). Grünberg 1. Jgd. Weglar 1. Jgd. 2: 1. Großen- Bused 1. Jgd. Heuchelheim 1. Jgd. Großen- Bused gewonnen, da H. nicht angetreten. Lollar 1. Jgd. 1900 1. Jgd. 1: 6. Herborn Jgd

-

Herbornseelbach Jgd. 2: 2.

Steinberg 1. Jgd.- VfB. 3. Jgd. 0: 1.

Das Spiel war von seiten der Steinberger sehr mäßig. Auf alle Fälle müssen sich die Steinberger, die nächsten Sonntag die 2. Jugend des VfB. zum Verbandsspiel empfangen, sehr zusam menreißen, um in Ehre zu bestehen.

Steinberg 1. Schüler VfB. 2. Schüler 3: 3

Rund um den Marburger Schloßberg. Germania Marburg hatte als Gegner die erste Mannschaft des Sportvereins Hermannia Kassel zu Gaste und konnte einen etwas glücklichen Sieg erringen. 5: 0 lautete das Resultat für Germania, ein Resultat, das in keiner Weise vorausgeahnt war. Wenn auch die Hermannen zu keinem Torerfolge gekommen waren, so muß doch festgestellt werden, daß die Hermannen- Elf ein flottes Spiel vorführte und meistens den Germanen im Feldspiel überlegen war. Aber was nützt dies alles, wenn keine Tore geschossen wer­den und die Punkte alsdann weg gehen. Germania hatte mit der Einstellung des früheren rechten Verteidigers Schmidt ins Tor einen sehr guten Griff getan. Mit Ruhe und Sicherheit meisterte er manch schönen Schuß, auch konnte er den Ball stets wieder weit nach vorne befördern und damit seine Hintermann­schaft entlasten. Die Verteidigung Weber- Merlau verstand sich im Anfang nicht so recht und Weber jagte manchen Ball ins Aus. Später liefen jedoch beide, besonders Merlau zu guter Form auf. Die Kasseler fünf Stürmer hatten es nicht leicht dieses Boll­werk zu überwinden. Die Läuferreihe mit Inkermann, Happ und Kuhl L. war nicht besonders. Happ flankiert viel zu viel in der Weltgeschichte herum, anstatt den Ball zu stoppen und seinen Mitspielern zuzuschieben. Auch müssen von demselben die Flügel besser bedient werden. Infermann war gut in der Zerstörung, je­doch im Abspiel konnte derselbe nicht gefallen. Kuhl L. gibt manchen Ball blindlings in den Tag hinein. Die Ueberlegung fehlt demselben fast vollständig. Der Sturm zeigte recht gute Leistungen mit Ausnahme von Rechtsaußen Lauer, der keinerlei Energie aufbrachte. Wagner Willi verspricht in Zukunft noch eine Kanone zu werden. Kuhl K. weiß genau, was er mit dem Balle will, ein kräftiges Angehen könnte jedoch nichts schaden. Adorf ist immer noch der geistige Führer, wenn er auch früher im Spiel mehr leistete. Sein Lintsaußen hat an ihm einen guten Lehr­meister und wird des öfteren kolossal auf den Lauf geschickt. Man merkte bei Germania genau, daß nur auf Sieg gespielt wurde, um die in Kassel gegen Sport erlittene Niederlage wieder wett zu machen. Und es hat geklappt. Die Hermannen hatten eine ausgeglichene Mannschaft. Der Torhüter schien allerdings im Anfang etwas aufgeregt zu sein, doch später bewies er sein Kön­nen mehreremale. Die Verteidigung war schlagsicher. In der Läuferreihe ragte der rechte, Völke, etwas heraus. Der Sturm war zu nervös. Auch spielte die Mannschaft zeitweise zu hoch, dagegen hatte Germania einen schönen flachen Paß. Die erste Hälfte brachte den Germanen schon mit drei Toren ein guten Vorsprung. Wenn H. auch alles versuchte auf Ausgleich zu spie= len, sich denselben auch Chancen boten, wurden sie im Ueber­eifer versiebt. Selbst kurz vor Schluß war es dem Halbrechten nicht vergönnt, den Ball ins leere Tor zu bringen. Sonst ist es nicht meine Art, einen Schiedsrichter zu kritisieren, heute aber muß ich sagen, daß dieser, Herr Lomb Horas, in keiner Weise dem Spiele gewachsen war. Er begrüßte ja auch die Mannschaf­ten mit den Worten: Ich bin der Ersatzschiedsrichter für Herrn Hornschuh- Hersfeld". Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Ich wähle man daher das lettere. Zwei Platzverweise, wie unter hundert keine zweimal vorkommen, waren seine besten Leistungen. Nach dem Spiel hörte ich einen Herrn, der hinter mir herfam, sagen: Wenn für die 1. Bezirksklasse aber keine anderen Schieds­richter zur Verfügung stehen, dann sieht es doch traurig aus. Es entspann sich noch ein reges Wortgefecht, bei welchem ich mich jedoch aus dem Staube machte.

V. f. B. Kurhessen war spielfrei.

In der 2. Bezirksklasse führt Odershausen weiter. Dieselben schlugen Wiesenbach in W. mit 2: 0, somit hat Ockershausen bei vier Spielen acht Punkte. In Ahlendorf konnte Kirchhain nur mit Mühe und Not noch ein 4: 3- Resultat herausholen, nachdem A. in Halbzeit mit 3: 0 geführt hatte. Schiedsrichter Grüne= wald V. f. B. Gießen war dem Spiele ein gerechter Leiter. Wallau hatte Gladenbach zu Gaste und gewann auch erwartungs­gemäß mit 6: 0. Hier amtierte Kreiling Gießen, der auch in jeder Weise sein Amt gut ausführte.

0: 3.

=

In den Gautlassen sah es wie folgt aus:

Germania

V. f. B.-K. fuhr nach Endbach und gewann 5: 0. weilte in Sarnau und gewann 6: 4. Marbach 1. gegen Oders: hausen 2. 5: 3. Dreihausen 1 gegen Langenstein 1. 6: 2. Feu­dingen 1. gegen Wallau 2. 5: 3. Holzhausen gegen Laasphe 1. - Cappel 1. Wehrda 1. 4: 3.- Sterzhausen 1. gegen Mell­nau 1.( M. nicht angetreten): Wallau 3. gegen Breidenstein 2. 4: 0.- Cölbe 1. gegen Kirchhain 2. 1: 1. Begiesdorf 1. gegen Schweinsberg 1. 8: 1. Bürgeln 1. gegen Erdsdorf 1. 1: 1. Germania 3. gegen Schröck 1. 4: 0.- Dreihausen 2. gegen Nieder­walgern 1. 2: 0. Mornshausen 1. gegen Bottenhorn 2. 3: 6. Sintershausen 1. gegen Hartenrod 2. 3: 1. Germania 2. und auch 3. stehen mit 4 Spielen und 7 Punkten an der Spitze der Tabelle. In Biedenkopf hat sich der V. f. L. und der F. V. 1911 wieder vereinigt. Ein recht erfreuliches Ereignis.

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