,, Gießener Zeitung"
Nr. 86. Mittwoch, d
Mittwoch, den 31. Oktober 1928.
Bundestag des Heffischen Sängerbundes.
der Ehrenurkunde des D. S. B. belohnt. 57 Vorstandsmitglieder und 26 Chormeister erhielten für 25jährige, aufopferungsvolle Tätigkeit innerhalb ihrer Vereine die Plakette des H. S. B.; die erſteren mit der Inschrift ,, Dem Verdienſte“, die Chormeister mit ihrem dadurch verliehenen neuen Titel„ Ehrenchormeister".
Zum ersten Male seit seinem Bestehen hatte der Hessische| Und zwar wurden drei Sänger wegen 50jähriger Aktivität mit Sängerbund, der Kreis 12 des D. S. B., zum Bundestage nach Gießen eingeladen. Es ist ein Zeichen der Aktivität, des pulsierenden Lebens, das in der hessischen Organisation dieses großen deutschen Bundes steckt, daß Hunderte aus allen Teilen Heſ-| sens, des angrenzenden Preußens und die Vertreter einer Reihe bayerischer Vereine am vorigen Sonntag, den 28. Oktober, in die bis auf den letzten Platz gefüllte„ Liebigshöhe" zusammengeströmt waren, um mit ihren bewährten Führern Rückschau auf Geleistetes und Rat für die Zukunft zu halten.
Als der 1. Vorsitzende des Hessischen Sängerbundes, Herr Ministerialrat Dr. Siegert- Darmstadt, kurz nach 11 Uhr die Tagung eröffnete, hatten sich als Vertreter der Behörden Herr Oberbürgermeister Dr. Keller, Herr Reg.- Rat Schmidt vom Kreisamt und Herr Reg.- Rat Wolf von der Polizeiverwaltung eingefunden.
Zunächst sammelten sich die Sänger der Gießener Gesangvereine, um unter Leitung des Gauchormeisters, Herrn Musikdirektor Kasten, im Massenchor den„ Deutschen Sängergruß" vorzutragen. Herr Koch- Gießen, Vorsitzender des LahngauSängerbundes, begrüßte dann namens der Gießener Bundesvereine die Behördenvertreter, den Bundesvorstand, die Presse und die Sangesbrüder und hieß alle in Gießen herzlich willkommen. Er wünschte, daß die Beratungen der Weiterentwickelung des hessischen Sängerbundes und der Hebung der Bewegung ganz allgemein dienen möchten. In diesem Sinne hieß Herr Koch die Sänger nochmals in unserer Baterstadt willkommen. Der Chor der Gießener Bundesvereine( Heiterkeit, Bauer'scher Gesangverein, Harmonie, Concordia, Quartett usw.) trug dann unter Leitung desselben Dirigenten das Weihelied Mozarts ,, D, Schutzgeist" in vollendeter Form vor. Die Klangfülle und Tonreinheit des 1. und 2. Basses fielen dabei ganz besonders auf. Herr Musikdirektor Kasten beherrschte den fast 200stimmigen Klangkörper vollständig und fand vor diesem wohl sachverständigen Auditorium reichen Beifall für seine und der Sänger Leistung.
Nach kurzer Pause ergriff Herr Ministerialrat Dr. Siegert das Wort zu seiner Begrüßungsansprache, in der er u. a. ausführte, daß die alljährlich im Oktober stattfindende Bundestagung die Generalversammlung des Bundes darstelle, die der Rückschau auf das abgelaufene Geschäftsjahr und den Beratun= gen für den Ausbau der Sangesbewegung diene. In ihr verkörpere sich somit ein Stück Geschichte. In diesem Jahre gelte es nun, vor allem den gesanglichen und künstlerischen Ausbau des H. S. B. vorzunehmen, nachdem die verflossenen Jahre besonders dem äußeren Aufbau des Bundes in starke Provinzialund Gauverbände gedient haben.
Nach der Ehrung improvisierte Provinzialchormeister Musikdirektor Specht einen imposanten Massenchor, indem er mit der ganzen, fast 1000köpfigen Versammlung, den ,, Deutschen Sängergruß" intonierte, dem ein kräftiges„ Heil" folgte.
Im Anschluß daran stand der Geschäftsbericht des Vorstandes über das verflossene Amtsjahr zur Debatte. Wir entnehmen demselben folgendes allgemein Interessierendes:
Durch die neuen Bundessazungen war es möglich, straffe Unterorganisationen Provinzial- und Gauverbände อิน schaffen, mit denen der Vorstand nach festen Richtlinien einwandfrei arbeiten konnte. Die Zahl der Bundesvereine beträgt 650 mit rund 27 000 aktiven Sängern, einschließlich 5 gemischten Chören. Das Verbandsorgan, die„ Hessische Sängerwarte", war reformbedürftig und ist nunmehr dem Zeitungsverlag Albin Klein in Gießen übertragen. die wunschgemäße Ausgestaltung ist einer neuen Redaktion anheimgestellt, die äußerliche Aufmachung ist jetzt schon eine wesentlich bessere.
Am 10. Deutschen Sängerbundesfest in Wien nahmen 50 Bundesvereine mit 2000 Sängern teil. Nicht nur diesen Gängern werden die Tage unvergeßlich sein, sondern auch den Wienern nicht die Hessen, die vor der Karlskirche in glühender Begeisterung sangen und redeten. Die Beziehungen des völlig neutralen H. S. B. zu den Arbeitergesangvereinen war durchaus befriedigend. Von irgend welchen Zwischenfällen ist nichts bekannt geworden. Sowohl der Geschäftsbericht, wie der Kassenbericht fanden die Zustimmung der Versammlung. Dem Bundesschahmeister, Herrn Bitter- Darmstadt, wurde Entlastung erteilt und für seine große Arbeit der Dank der Versammlung ausgesprochen. Als Ort des nächsten Bundestages wurde auf Vorschlag des Vorstandes Worms einstimmig gewählt. Das nächste Bundessängerfest findet im Juli nächsten Jahres in Darmstadt statt und scheint zu einer ganz imposanten Rundgebung des hessischen Männergesanges zu werden, die auf sehr beachtlichem künstlerischen Niveau stehen wird. Alle nähe= ren Einzelheiten, die für den Sangesfreund von Bedeutung sind, werden rechtzeitig durch die„ Hessische Sängerwarte" befanntgegeben werden.
Ein Teil der Tagung habe aber auch den materiellen Sorgen der Vereine zu dienen. Es sei zu beraten über Bergnügungssteuerbefreiung, über die Abgaben an die Tonsezerverbände Afma und Gema, und über verbilligten Notenbezug, um den Vereinen zu ermöglichen, weiter zu leben und zu arbeiten. Welche Kulturwerte diese Vereinsarbeit umfasse, zeige schon die Satzung des ersten Gesangvereins, der Zelterschen Liedertafel, 1809 in Berlin gegründet, die die Pflege der Heimat- und Vaterlandsliebe sazungsgemäß verlangte. Und daß diese Kulturwerte heute Allgemeingut des deutschen Sängers seien, daran würde keiner zweifeln, der die denkwürdigen Tage des Wiener Sängerfestes miterleben durfte. Deshalb habe die Sängerbewegung auch bisher die Unterstützung von Staat, Städten und Gemeinden begehrt und erhalten darin könne aber noch mehr geschehen. Herr Dr. Siegert dankte dann dem leider dienstlich verhinderten Ehrenvorstandsmitglied des H. S. B., Herrn Schulrat Hassinger- Darmstadt für seine Unterstützung beim hessischen Staate. Er begrüßte weiter die Herren Reg.- Räte Schmidt und Wolf und ganz besonders den Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller, dessen Hilfe er bei der Ueberlassung von Schulen zu Uebungsabenden und Konzerten und der Senkung der Vergnügungssteuer usw. erbat. Er gedachte der Presse, der Bundesgenossin des Gesanges, und bat um mehr Raum und Zeit in derselben, damit der Geist, der in der Sängerbewegung stecke, auch in breitester Oeffentlichkeit zu seinem Recht komme, um dann die Sänger zu begrüßen, die Vertretern aus Hessen, Breußen, Bayern, und zum ersten Male die Vertreter gemischter Chöre. Einen besonderen Willkomm rief Herr Dr. Siegert aber den Veteranen, den Jubilaren des Verbandes zu. Er eröffnete dann mit dem Ruf: Möge ein guter Stern über dieser Tagung walien! und mit einem donnernden, begeisterten„ Heil!" die vorliegende Tagesordnung.
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Lokales.
* Ernannt wurden:
1. Der Schulamtsanwärter Goswin Rayz aus Frankfurt a. M. zum Lehrer an der Volksschule
zu Steinfurth, Kreis Lauterbach, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts. 2. Die Schulamtsanwärterin Emma Müller aus Lang- Göns, Kreis Gießen, zur Lehrerin an der Volksschule zu Großen- Linden, Kreis Gießen, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts.
Das Arbeitsprogramm, d. h. die große Linie, nach der die fulturelle Arbeit des H. S. B. im nächsten Jahre geleitet wer= den soll, lag noch nicht endgültig fest, doch wird es auf das schon zu Anfang von Herrn Dr. Siegert Gesagte hinauslaufen das künstlerische Niveau innerhalb des Ganzen zu heben. Weiterhin soll beim Kultusministerium erreicht werden, daß die Musik bei der Ausbildung der jungen Lehrer wieder Hauptfach zu sein hat, und daß für die hessischen Volksschulen einheitliche Liederbücher zu beschaffen seien, in denen Uebergänge zum Chorgesang vorhanden seien.
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* Der Oberhessische Verein für Innere Mission begeht am 6. November die Feier seines 50- jährigen Bestehens durch eine große Tagung in Gießen. In der öffentlichen Jahresversammlung wird Universitätsprofessor D. Dr. Cordier- Gießen über ,, Die Krisis der modernen Wohlfahrtspflege und Innere Mission" sprechen. Nach einem Festgottesdienst spricht dann in einer öf fentlichen Rundgebung Professor Veidt- Herborn über„ Innere Mission und soziale Frage". Am zweiten Tage der Jubiläumstagung folgen die Jahresversammlungen des Landesvereins und des Landesverbandes in Hessen.
Der Fortfall der Vergnügungssteuer soll von Fall zu Fall bei den zuständgen Verwaltungen beantragt werden und durch Selbstverlag Gelegenheit zu billiger Notenbeschaffung gegeben werden.
* Diebstahl. Am 24. Oktober, gegen 18 Uhr, wurden einer Bewohnerin der Hofmannstraße aus dem hinter dem Hause ge legenen Garten 6 Paar fast neue, hellseidene Damenstrümpfe entwendet. Als Täter kommt eine Dame, von etwa 1,70 Meter Größe, gesetzter Statur, die mit einem dunklen Mantel und einer dunklen Müze bekleidet war, in Frage. Personen, die Wahrnehmungen über den Verbleib der in Frage kommenden Sachen bezw. der Täterin gemacht haben, werden gebeten, der Kriminal- Abteilung Mitteilung zu machen.
Nach Erledigung dieser Punkte kam man zu dem Hauptpunkte der Tagung, zur Aussprache über den Konflikt mit den Tonsetzergesellschaften, bezw. mit einer derselben, der Gema. Ausgehend von dem Standpunkt, das Urheberrecht auch geistiger Arbeit weitgehendst zu schützen, schlossen sich die deutschen und österreichischen Tonsezer zu einer Gesellschaft zusammen und erhoben auf Reichsgesetze gestützt, von Sängern, Musikern und Veranstaltern Tribute für das Vortragen ihrer Musik, bezw. Gesangsstücke. Bisher war der gesamte D. S. B. für 15 Pfg. pro aktiven Sänger bei dieser Gesellschaft versichert. In diesem Jahr spaltete sich nun die Tonsezergesellschaft in die sog. Afma und Gema. Die laufenden Verträge blieben mit ersterer bestehen. Die Gema aber kündigte dem D. S. B. den Vertrag und versucht jetzt in der gegenwärtigen vertragslosen Zeit durch Prozesse und Zahlungsbefehle die deutschen Gesangvereine gefügig zu machen. Auf Grund langer Verhandlungen ist sie bereit, mit dem S. S. B. wie folgt abzuschließen:
Gleich anschließend sprach Herr Oberbürgermeister Dr. Keller, der nach herzlichen Willkommensworten, um die EntschlieBung im Laufe der Verhandlungen bat, recht bald in Gießen nicht nur eine Bundesversammlung, sondern auch ein Bundessängerfest zu veranstalten. Mit weit ausgebreiteten Armen und offenen Herzen würden die Gießener dastehen und die Sänger empfangen. Die große Voltshalle warte auf die Sänger, nachdem sie vor zwei Jahren die mittelrheinischen Turner und im nächsten Jahre die mittelrheinischen Schützen beherbergen werde. Herr Oberbürgermeister Dr. Keller begrüßte ganz besonders die Vertreter aus den besetzten Gebieten und rief ihnen zu, auszuharren, bis sie in hoffentlich nicht zu ferner Zeit wieder frei aufatmen könnten im freien deutschen Vaterland. Herr Dr. Keller verglich dann den Männergesang mit einer leuchtenden Flamme, für den eine Herdstatt gefunden sei. Und diese Herdstatt, dieser Zentralpunkt sei der nun vier Jahre alte Hessische Sängerbund, dessen Schaffung den Gründern, unter denen er Herrn Dr. Siegert besonders hervorhob, immer zum Ruhme gereichen werde. Herr Oberbürgemeister Dr. Keller schloß mit dem Wunsche, daß der Bundestag zum Besten der Bewegung dienen möge. Anschließend an die äußerst beifällig aufgenom= menen Ausführungen des Gießener Stadtoberhauptes schloß sich der Mendelssohnſche, stets wirkungsvolle Chor: ,, Wer hat dich, du schöner Wald". Die Gießener Sänger zeigten auch hier unter der sicheren Stabführung des Musikdirektors Kasten eine harmonische Ausgeglichenheit. Das kleine Manko im zweiten Tenor beeinträchtigte die Wirkung nicht.
Nach dieser Einleitung trat man nunmehr in die Tagesordnung ein, nach der zunächst die Jubilare geehrt wurden.
Aus Nah und Fern.
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Lauter. Sonntag wurde hier im Gottesdienst die neue Glocke geweiht. Es ist die dritte Glocke, so daß das alte Geläute wieder vollständig ist.
Ober- Bessingen. Da bei der Wahl unseres Bürgermeisters ein zweiter Wahlvorschlag nicht einging, so war unser seitheriges Ortsoberhaupt, Bürgermeister Keil, wiedergewählt, ohne daß eine Wahl ſtattzufinden hatte.
Bad Nauheim Rege Umbautätigkeit. Wie alljährlich im Herbst, werden hier auch jetzt wieder an einer Reihe von Gebäuden größere Umbauarbeiten vorgenommen. Im Heim der Buchdrucker werden größere bauliche Aenderungen vorgenommen. Auch an der Umgestaltung des Kurheims der Reichsversiche rungsanstalt wird gegenwärtig gearbeitet. Seit einiger Zeit wurde auch mit den Bauarbeiten am großen Bühnensaal des Kurhauses begonnen, der ein großes Foyer und erweiterte Garderobenräume erhalten wird.
Einzelversicherung des Vereins pro aktiven Sänger 60 Pfg.; die Vereine eines Gaues insgesamt versichert, pro aktiven Sänger 30 Pfg.; und der gesamte H. S. B. für eine Kopfgebühr von 20 Pfg. bei einem Rabatt von 12,5 Prozent. In der äußerst lebhaften Debatte beantragte Herr Becker- Kesselbach, den Vorstand zu beauftragen, beim D. S. B. zu beantragen, daß auf eine Aenderung der fraglichen Reichsgesetze hingewirkt wird. Es soll mit dem Arbeitersängerbund bei diesem Vorgehen Füh= lung genommen werden. Herr Becker begründete seinen Antrag damit, daß es wahrscheinlich nicht in der Absicht des Gesetzgebers legen habe, bei allem Schuh der einen Seite, die Volkskultur und-bildung so zu benachteiligen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Desgleichen ein weiterer Antrag: Für die Zwischenzeit eine Versicherung des gesamten H. S. B. auf der Basis von 20 Pfg. abzuschließen und die Gelder von allen angeschlossenen Vereinen bis 15. November d. J. einzuziehen.
Wölfersheim. Bei Reparaturarbeiten an der 100 000- BoltLeitung des hiesigen Kraftwerkes geriet der Oberelektriker Kögel aus Bad Nauheim in die unter Hochspannung stehende Leitung und wurde sofort getötet.
Darmstadt. Der mit der Leitung der Oberpostdirektion Darmstadt seit 1. April dieses Jahres betreute Abteilungsleiter Leister ist jetzt zum Präsidenten der Oberpostdirektion ernannt worden.
Darmstadt. Am 10. November wird in den Räumen des Landesmuseums in Darmstadt eine Naturschutzausstellung eröffnet. U. a. wird Lehrer Oßwald- Bad Nauheim eine interessante Ausstellung über die oberhessischen Salzpflanzen, die ein einzigartiges Naturschutzdenkmal darstellen, zeigen.
Nach einer kurzen Mittagspause wurde dann der Rest der reichhaltigen Tagesordnung erledigt. Von den zahlreichen Anträgen, die durch die vorhergehenden Verhandlungen z. T. schon erledigt waren, fand ein Antrag einstimmig Annahme, nach dem der H. S. B. auf einen eigenen Sängergruß verzichtet und sich auf den deutschen Sängerspruch beschränkt. Ein Antrag des Gaues Mainspite verlangte feste Sätze im Bund für Tage- und Reisegelder. Weiterhin verlangte derselbe Gau bei Beschdung des Deutschen Sängertages paritätische Zusammensetzung der Delegierten aus Vorstandsmitgliedern u. befähigten Mitgliedern des H. S. B. Zu Rechnungsprüfern für das Jahr 1929 wurden einstimmig gewählt: Bender- Bad Nauheim, Roth- Kelsterbach, und Guthmann- Alzey.
Pfungstadt. Die große Zahl der hier wohnenden Oberhessen gab den Anlaß zur Gründung eines„ Oberhessenvereins", die demnächst erfolgen wird.
Mit diesem Punkte war die Tagung erschöpft und fand nach harmonischem Verlauf und einigen Schlußworten des 2. Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Rehn- Mainz und des Herrn Ministerialvat Dr. Siegert mit begeistertem ,, Heil"-Ruf ihr Ende.
Erzhausen. Ende der Wohnungsnot. Hier wurde soeben die Tätigkeit der Wohnungskommission für beendet erklärt, da die Wohnungsnot für Erzhausen beseitigt ist. Seit 1922 wurden ins= gesamt 124 neue Häuser mit 280 Wohnungen. Frankfurt. Der Tarisstreit der Straßenbahner um die Arbeiszeitfrage droht in einen Streif auszuarten.
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