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Mittwoch, den 29. August 1928.

Fußball.

,, Gießener Zeitung"

Surnen, Sport und Spiel.

Spielvereinigung 1900 e. V. Gießen.

Liga 3.

Germania Marburg 1: 4( 1: 0)

Steinbach 1. 7: 2

1. Jugend 3. Jgd.

Wetzlarer SpV. 1. Jgd. 3: 3 Hermannstein 1. Jgd. 2: 1( 2: 1).

Gesellschaftsspiele

-

Das Ligaspiel.

und das ist das typische an ihnen, be­ginnen nie pünktlich. Auch das gestrige Spiel der Liga 1900's gegen die der 1. Bezirksklasse angehörenden Marburger Ger­manen macht davon keine Ausnahme. Komplett waren beide Mannschaften nicht. In 1900's Reihen fehlte vor allem im Sturm Adelberger, Luft und Will. Diese Lücken, in die Jung, Schneider und Theiß eingesprungen waren, ließen den Platzver­ein sein Spiel verlieren. A. Jung merkte man wohl noch die feine Manier des denkenden Routiniers an, aber das physische Können war nicht mehr da, trotzdem, in der 2. Halbzeit ließ er noch manche gute Leistung sehen. Der zweite Ersatzstürmer, Schneider, war ein franker Mann und gehörte nicht ins Feld. Binden und Bandagen machen einen verstauchten Fuß noch lange nicht wieder spielfähig. Das Fehlen Adelbergers im Innensturm machte sich tatastrophal bemerkbar, denn zu zweien, Heilmann und Erb, schafften sie es gegen die nicht schlechte Mar­burger Hintermannschaft nicht. Theiß als Linksaußen dürfte noch nicht ganz ligareif sein, er muß vor allem viel schneller werden, aber das Fehlen von P. Will wurde hier am wenigsten bemerkt. Bei Heilmann vermißte man manchmal seine Schuß­ficherheit und sein sonst gewohntes sauberes Zuspiel. Erb, der Schütze des einzigen Tores für die Hiesigen, schien von den Marburgern wegen seiner kleinen Statur zuerst nicht ernst ge= nommen zu werden, aber bald merkten sie: Klein!... aber oho! Die Läuferreihe war in der Gesamtleistung schon etwas besser. Vorzuwerfen wäre ihr, daß sie die Verbindung mit der Stürmerreihe nicht immer genügend aufrecht erhielt.

Der beste Teil der 1900er Mannschaft war die Verteidigung. Hohmann und Balser arbeiteten vorzüglich. Leider rückten sie zum Schluß des Spieles zu weit auf. Einige rasche Durchbrüche der Gäste wurden dadurch den 1900ern zur Katastrophe und Nie­derlage. Brambach im Tor war gut.

Die Gäste! Man weiß nicht, sie tun den weitaus größten Teil des Spieles so, als ob sie sich nicht finden könnten, um dann zum Schluß mit verblüffender Schnelligkeit und Durch­schlagskraft den Gegner niederzuringen. Der Tormann war nicht sehr sicher. Die Verteidigung gut, nur brauchte der linke Berteidiger zum Schluß nicht jeden Ball ins Aus zu treten. Sturm und Läuferreihe wurden zum Schluß besser und besser, in der ersten Halbzeit zeigten sie außer sauberem Zuspiel nicht viel. Ueberhaupt ganz allgemein, den Hiesigen, das merkte man, fehlt nichts als Training und nochmals Training, um dann in Zukunft derartige Niederlagen nicht mehr erleben zu brauchen. Der Schiri Fischer VfB. war gut.

Der Spielverlauf: Gießen spielt gegen Wind und Sonne an. Das schnelle Spiel ist vorerst ausgeglichen, Gießen drückte dann ein wenig und kann bald eine Vorlage vom L. A., weitergegeben von Heilmann, durch Erb, zum Führungstor ein­senden. Beide Tore kommen noch einigemal in Gefahr, die Brambach mit großem Können meistert; sein Gegenüber hat wiel Glück, die Gießener schießen viel vorbei. Das Tempo des Spieles verlangsamte sich nach und nach und bis zur Pause passiert nichts mehr. 1: 0 für Gießen, Eden 1: 1.

Es scheint ohne große Begeisterung dann weiter zu gehen, bis Marburg plötzlich ausgleichen kann. Jetzt, wo es um die Entscheidung geht, versuchen beide Parteien, das Spiel an sich zu reißen. Die 1900er entwickeln bei mehreren totsicheren Chan­cen vor des Gegners Tor, aber ein unsagbares Pech. Mit mehr noch kämpfen Glück können die Gäste das Ergebnis auf 2: 1

die Hiesigen auf 3: 1 und kurz vor dem Schlußpfiff auf 4: 1 stellen. Die Gießener hatten 3. T. resigniert aufgehört, gegen Diese gegnerische Vitalität anzu kämpfen. An den Erfolgen der Marburger ist Brambach schuldlos, die Schüsse waren nicht zu halten. Wen die Schuld trifft?

... Mehr trainieren, damit beim nächstenmal 1% Stunden durchgehalten werden kann.

Ergebnis: 4: 1 für Marburg, Eden 3: 3

Die 2. war ohne Gegner, da Lich nicht antrat. Die 3. wurde mit den Steinbachern leicht fertig. Die 1. Jugend traf in Wetzlar auf einen harten Gegner, dem die Hiesigen nur ein Unentschieden abringen können.

Die 3. Jugend konnte trotz Ueberlegenheit das Ergebnis der ersten Halbzeit 2: 1, nicht mehr verbessern. Hermannsteins Tor­wart machte einen guten Eindruck.

V. f. B. Gießen.

Liga VFR. Offenbach Liga 5: 2( 3: 1) Ehringshausen 1. VfB. 2. 2: 2

Ehringshausen 2. BfB. 3. 3: 4

1. Jgd. Niedergirmes 1. Jgd. 5: 0

Heuchelheim 1. Jgd.

-

VfB. 2. Jgd. 1: 5

-

Weglarer SpV. 3. Jgd. VfB. 3. Jgd. 8: 0 Weglarer SpV. 1. Schüler VfB. 1. Schüler 1: 5 Heuchelheim 1. Schüler BfB. 2. Schüler 5: 0

-

A.-H. Germania Marburg A.-H. 2: 2.

Die Liga des VfB. spielte in der Aufstellung: Boeckler I., Hezzel, K. Schneider, Schäfer, A. Kreß, Hausrath, Kleinke, Lehr­mund, W. Henrich, G. Balser gegen VfR. Offenbach.

Trotzdem VfB. reichlich Ersatz eingestellt hatte, konnte der jüddeutsche Gegner mit einer Niederlage heimgeschickt werden. Auf beiden Seiten großer Eifer, 1. Halbzeit ausgeglichenes Spiel. In der 2. Halbzeit war VfB. überlegen, was auch zah­mäßig zum Ausdruck kam.

Das 1. Tor fiel für Offenbach, das 1. und 2. Tor für Gie­Ben durch Hand- Elfmeter. Eine Flanke des Rechtsaußen köpfte der Halblinke direkt ein: 3. Tor für VfB.

2. Halbzeit: Wider Erwarten hält das Tempo trotz der Hihe an und der unermüdliche Eifer der VFB.er brachte zwei weitere Erfolge für Gießen. Wohltuend wirkte die Ruhe der Gießener Mannschaft, alle gaben ihr bestes her.

frei.

=

Schiedsrichter Paulus 1900 Gießen amtierte einwand­

FSPV. 26 Steinbach 1. Jgd. FC. Teutonia Steinberg 1. Jgd.

1: 1.

Am vergangenen Sonntag weilte die 2. Jugend Steinbergs zu einem Gesellschaftsspiel gegen die neu gegründete 1. Jugend des dortigen Vereins. Das Spiel, das beiderseits fair durch­geführt wurde, läßt auf einen guten Nachwuchs beider Vereine schließen.

Westfalenbezirk:

Westdeutschland.

VfL.Osnabrück Viktoria Recklinghausen 5: 1 Arminia Bielefeld Preußen Essen 3: 1. Ruhrbezirk:

Schalke 04 SpVg. Köln- Sülz 07 3: 3 Berg.- Märt. Bezirk:

-

-

Turu Düsseldorf FC. Roermond Holland 6: 0 Fortuna Düsseldorf Rhender SpV. 4: 2 Eller 04 VV. Venlo Holland 14: 5 SC. Sonnborn Viktoria Düsseldorf 2: 3 Schwarz- Weiß Barmen SpVg. Bremen 5.1

Rheinbezirk:

Borussia M. Gladbach Rhenania Köln

Niederrheinbezirk: SpV. Mörs

-

-

VfB. Bielefeld 5: 1 Alemannia Aachen 1: 1

FV. Kaiserslautern( Ga.) 5: 2 Duisburger SpV. Homberger SpV. 3: 3 Duisburg 99 Meiderich 06 0: 5 Hamborn 07 VsvB. Ruhrort SC. M. Gladbach 2: 2 Union Krefeld FV. Kaiserslautern 9: 4

-

Dortmund 08 1: 2

Deutschlands Elf gegen Dänemark.

Der Spielausschuß des Deutschen Fußball- Bundes hat für das am 16. September in Nürnberg stattfindende Fußball- Län­derspiel die folgende Mannschaft nominiert:

Stuhlfauth( 1. FC. Nürnberg); Beier( Hamburger SV). Weber( Kurhessen Kassel); Knöpfle( FSV. Frankfurt), Gruber( Duisburger SpV.), Leinber ger( SpVg. Fürth); Reinmann( 1. FC. Nürnberg), Horn( Hamburger SV.), Schmid II( 1. FC. Nürnberg), Pöttinger, Hoffmann( beide Bayern München).

Berlin.

Hertha BSC. Alemannia Berlin 8: 1 Adlershofer BC. Minerva Berlin 2: 5 Riders Schöneberg Norden- NW. Berlin 2: 2. Norddeutschland.

Union Altona Altona 93 4: 2 Arminia Hannover Dortmund 95 2: 2 Eintracht Braunschweig Schwarz- weiß Essen 1: 2

Dresdener SC. SpVg. Dresden Dresdener SC. Chemnitzer BC. Wacker Halle Fortuna Leipzig

-

Mitteldeutschland.

SC. Enschede Holland( Sa.) 3: 1 Guts Muths Dresden( Sa.) 2: 1 Dresdensia Dresden 6: 1 SC. Enschede Holland 6: 2 Borussia Halle 0: 2

Gut Muths Dresden 2: 4 Südostdeutschland.

Breslau 08 Union- Wacker Breslau 7: 1 VFR. Breslau Vorwärts Breslau 1: 1 Germania Breslau 1: 0 Sportfreunde Breslau Askania Forst Union Roitbus 1: 3

Der Punktekampf in Gruppe Main. ,, Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt..." war

-

je nach dem Die Stimmung der Mainanhänger nach der Spielen des Samstags und Sonntags. Es hagelt Ueberraschun­gen fast auf der ganzen Linie. Am Samstag ließ sich der Alt­meister FSV. Frankfurt auf eigenem Plag mit 0: 1 von Rot: Weiß Frankfurt schlagen. Eintracht zog sich in Niederrad eine noch empfindlichere 4: 2- Niederlage zu. Germania Bieber hatte gegen Fechenheim 02 nichts zu bestellen und verlor 1: 3. Glatt mit 2: 0 unterlagen auch die Viktorianer von Aschaffenburg gegen Hanau 60-94, während sich Hanau 93 und Kiders Offen­bach mit 3: 3 unentschieden trennten. Es gibt also Leben in der Gruppe Main!

Der Punktekampf in Gruppe Hessen.

In der Gruppe Hessen hat der Meister Wormatia Worms wieder eine ausgesprochene Favoritenstellung. Er vermochte den gefürchteten BIL. Neu- Isenburg glatt mit 5: 1 Treffern zu bezwingen. Auch Alemannia Worms fehrte mit einem 3: 0- Sieg über Hassia Bingen heim. Der FSV. Mainz 05 erfocht einen nicht überzeugenden 2: 0- Sieg über die SpVg. Arheilgen, während der SV. Wiesbaden auch diesmal in einem 1: 1 in Langen einen kostbaren Punkt einbüßte.

Die Punktekämpfe in der Gruppe Baden. Die drei Spiele des Sonntags brachten in dem Kampf um die so heiß ersehnten Punkte wohl die erwarteten Siege, ver­liefen aber sämtlich nicht ohne Ueberraschung. Als solche ist in erster Linie der eindrucksvolle Sieg zu buchen, den Phönix Karlsruhe nach durchweg guten Leistungen über den SC. Frei­burg mit 5: 2 Toren errang. Einen Glücksieg erfocht SpVg. Freiburg über den FV. Rastatt 04 mit 1: 0, wobei das Resultat mindestens umgekehrt hätte lauten müssen. Nur mit Mühe und Not brachte der Freiburger FC. von Offenburg Sieg und Punkte mit nach Hause, denn diese lagen bei der Pause noch mit 2: 1 in Front und mußten erst nach dem Wechsel noch 3 Treffer hin­nehmen( 2: 4).

Gruppe Württemberg.

Stuttgarter Kickers Union Bödingen 3: 1 VFR. Heilbronn Sportfreunde Stuttgart 5: 2 Germania Brögingen VfB. Stuttgart 3: 1 Stuttgarter SC. FC. Birkenfeld 4: 3.

Nr. 68.

Der Punktekampf in Gruppe Nordbayern. Das Programm in Gruppe Nordbayern war mager. Nur zwei Spiele fanden am Sonntag statt, da der dritte Kampf VFR. Fürth ASV. Nürnberg, den Nürnberg unverdient mit 1: 2 gewann, bereits am Samstag ausgetragen worden war. Wäh ren der FV. 04 Würzburg troh Ersah, darunter für Sepp Mül­ler, einen ganz überlegenen 6: 0- Sieg über Franken Nürnberg landete, trennten sich Bayern Hof und 1. FC. Bayreuth un­entschieden mit 1: 1.

Gelegentlich der Feier des 25jährigen Jubiläums der SpVg. Fürth fand als Clou der Kampf SpBg. Fürth- 1. FC. Nürnberg, den die Kleeblättler sicher mit 5: 2( 4: 1) für sich ent­schieden. Die Anteilnahme der Oeffentlichkeit war begreif licherweise stark.

Handball und Leichtathletik. Internationales Sportfest in Bochum.

Bochum, 26. Auguſt( Drahtber.) Eine selten schöne sportliche Ausbeute brachte das internationale Sportfest des TSV. Bei prächtigem Sommerwetter sahen 7000 Zuschauer spannende Kämpfe und hervorragende Leistungen. Den Vogel schoß wieder der Reichswehrsoldat Hirschfeld ab, der mit 16,045 m seine: eigenen deutschen Rekord und die Weltbestleistung des Olympia­siegers Kud- USA. erheblich verbesserte. Altmeister Houben legte in 10,7 Gef. auf die 100 m Beschlag.

Die Ergebnisse:

100 m: 1. Houben- Bochum 10,7 Gef., 2. Schüller- Krefeld Hand­breite zur., 3. Hamm- USA. Handbreite zurück.

200 m: 1. Rörnig- Charlottenburg 21. Sef., 2. Houben 21,1 Sef., 3. Schüller- Krefeld Handbreite zurück.

400 m- Einladung: 1. Spencer- USA. 47,8 Set., 2. Taylor- USA. 48,2 Gef. 3. Story- Halle 49,1 Sef.

400 m- offen: 1. Krebs- Hamburg 49,9 Set., 2. Roßkamp- Duis burg 50,1 Set.

800 m: 1. Böcher- Berlin 2,00 Min., 2. Müller- Zehnlendorf 2,01 Min.

1500 m: 1. Krause- Berlin 4,01,8 Min., 2. Boltze- Hamburg 4,04 Min.

5000 m: 1. Kilp- Düsseldorf 15,30,6 Min. 2. Kohn- Berlin 15,35 Min., 3. Capp- Stettin 15,35,1 Min.

110 m Hürden: 1. Leistner- USA. 14,8 Set., 2. Maxwell- USA 15 Gef., 3. Steinhadt- Karlsruhe 15,1 Set.

400 m Hürden: 1. Leistner- USA. 55,5 Sek., 2. Neumann- Berlin 56 Gef.

4 mal 100 m: 1. SC. Charlottenburg 42,2 Gef., 2. USA. 42.4 Get. Olympische Staffel: 1. TSV. Bochum 3: 41,2 Min., 2. Münster 08 3: 42,7 Min.

3 mal 1000 m: 1. Preußen- Stettin 7:58 Min. Hochsprung: 1. Köpple- Stettin 1, 92 m, 2. Ladewig- Berlin 1,83 m. Weitsprung: 1. Meier- Charlottenburg 7,54 m, 2. Mölle- Köln 7,57 m, 3. Hamm- USA.( Olympiasieger) 7,30 m. Kugelstoßen: Hirschfeld- Allenstein 16,045 m( Neuer Weltre=

kord).

Distuswerfen: 1. Hirschfeld- Allenstein 42,62 m. Speerwerfen: 1. Schnaderh- Köln 59,11 m.

*

Leichtathletik in Wald.

Das am Samstagabend in dem kleinen bergischen Städtchen Wald( bei Solingen) veranstaltete Leichtathletik- Meeting war bei einer Zuschauerzahl von 4000 ein hervorragender Erfolg, zu­mal auch die sportlichen Leistungen durchaus befriedigend waren. Ergebnisse. 100 m: 1. Rörnig Charlottenburg 10,6 Sef.; 2. Fischer- Düsseldorf 10,9 Sef. 400 m: 1. Dr. Peltzer­Stettin 50,1 Sef.; 2. Cornelius- Bochum 51 Set.; 3. Böcher- Ber­lin 51,2 Gef. 800 m: 1. Krause- Berlin 1: 58,3 Min.; 2. Gawahn­Stettin 1: 59,2 Min. 2000 m: 1. Rapp- Stettin 5:43 Min.; 2. Schillgen- Darmstadt 5:43 Min. 4 mal 100 m Staffel: 1. SC. Charlottenburg 44,3 Set. Schwedenstaffel: 1. Teutonia Ber­lin( ohne Zeit); 2. Preußen Stettin. Kugelstoßen 1. Hirschfeld­Allenstein 15,20 m. Distuswerfen: 1. Hirschfeld 40,92 m.

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Sp.- Bg 1900 Gießen gewinnt den Jugendvereinskampf gegen B.f.B. 05 Kurhessen Marburg mit 81: 62 Buntten. Es ist zu begrüßen, daß Marburg nun auch einmal aus seiner Reserve auf leichtathletischem Gebiet herausgetreten ist, indem die gut geleitete Jugendabteilung des V.f.B. 05 Kur­hessen Marburg die 1900er zu einem Jugendvereinskampf einlud. Die am Sonntag im Marburger Stadion stattgehabte Ver­anstaltung zeigte einmal, welch' wertvolle Einrichtung die Ver­einswettkämpfe bilden, andererseits dürfte sie dazu beigetragen haben, die bestehenden guten Beziehungen zwischen den beiden ältesten Lahnkreisvereinen zu fördern und zu festigen.

Der Vereinskampf selbst zeitigte interessante Kämpfe bei teilweise vorzüglichen Leistungen. Die Abwidlung klappte in allen Teilen und ließ auf sorgsame Vorbereitung schließen. Lei­der wurden die Laufzeiten nicht unwesentlich durch die infolge Regens mitunter start aufgeweichte Bahn beeinträchtigt. In den Sprungfonkurrenzen hatte Marburg in dem Hochspringer Bett­ner, der 1,70 m bewältigte und somit unbedingt die beste Tages­leistung schuf, einen überragenden Mann. Ueberhaupt war das Material der Marburger A- Kl. ganz vorzüglich. Die 1900er, die dazu noch auf ihre beiden besten Leute verzichten mußten, zogen hier meistens den Kürzeren. In der B- Klasse war die Sache gerade umgekehrt, und in der C- Klasse hatten die Schim­melreiter überraschenderweise garnichts zu bestellen. Es zeigten beim Jahrgang 12/13 wieder ansprechende Leistungen: Schüz über 800( 2: 23,421), Balser im Weitsprung 5,44 m und Will im