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Samstag, den 25. August 1928.

peitere Geschäftsinhaber mit der modernen Ausgestaltung ihrer Schaufenster und Läden durch Umbauten beschäftigt.

* Personalie. Strafanstaltsoberwachtmeister Ludwig Rö­der am hiesigen Landgerichtsgefängnis ist auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Dezember 1928 in den Ruhestand versett worden.

* Ein tragisches Ende. Vergangenen Dienstag früh wurde auf dem hiesigen Viehmarkt der Viehhändler Hermann Mayer aus Gladenbach während des Handelsgeschäftes von einem Schlaganfall betroffen, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. * Drei Jahre Zuchthaus. Das hiesige Bezirksschöffengericht verurteilte Dienstag einen Dienstknecht aus Deckenbach( Kreis Alsfeld) wegen einer ganzen Reihe von Einbruchsdiebstählen zu drei Jahren Zuchthaus. Der Verurteilte, der schon oft mit dem Gefängnis u. Zuchthaus Bekanntschaft gemacht hat, verließ eines schönen Tages nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt seine Dienststelle unter Mitnahme eines Geldbetrages. Bei seinen Wanderfahrten in Oberhessen beging er dann in zahlreichen Orten Einbruchsdiebstähle, wobei er allerlei Gerät an sich nahm, um es durch Vermittlung gefälliger Leute zu vertreiben. Da der Angeklagte ein schwer rückfälliger Dieb ist, erhielt er jetzt eine so hohe Strafe.

*

Keine Maul- und Klauenseuche in Hessen. Am 15. August 1928 wurde festgestellt, daß sämtliche Kreise Hessens frei von Maul- und Klauenseuche waren.

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Die Jagd im September

Die Ernte der Halmfrüchte ist beendet, der Wind geht über die Stoppeln. Der Wald beginnt sein buntes Kleid anzulegen. Viele unserer gefiederten Sommergäste haben bereits ihre Reise nach dem Süden angetreten. Der Herbst naht und mit ihm des Jägers Erntezeit. Voraussetzung hierbei ist natürlich immer, daß er es an einer zielbewußten Hege nicht hat fehlen lassen.

Vor allem ist es die Hühnerjagd, die den Jäger jetzt auf den Plan ruft. In weiser Erkenntnis der Verhältnisse so schreibt die in Köthen( Anh.) erscheinende Jagdwochenschrift St. Hubertus Der Heger hat man in diesem Jahre behörd licherseits von dem Rechte, die Jagd auf Rebhühner bereits im legten Drittel des August beginnen zu lassen, fast allgemein Ab­stand genommen und hat den Beginn der Schußzeit für die Wildart auf den 1. September oder auf noch später gesetzt.

Für den Hochwildjäger bringt dieser Monat ganz besondere Freuden: die Hirschbrunst. Anfang des Monats steht der Hirsch noch in der Feiste. Mit der zweiten Hälfte jedoch äußern sich die Zeichen beginnender Brunft, die in manchen Gegenden um diesen Zeitpunkt bereits voll einsetzt.

Die Brunstzeit der Rehe ist vorbei und damit auch die Blattjagd.

Der Hase hat noch Schonzeit. Viele Häsinnen tragen und jezen noch, deshalb ist gelegentlich der Hühnersuche keine Hasen­hehe zu dulden.

Die Entenjagd wird fortgesetzt. Namentlich empfiehlt sich die Einzelsuche sowie der Anstand am Einfall an Teichen, Tüm­pein und Gräben.

Im letzten Septemberdrittel beginnt der Rückzug der Wald­schnepfen und damit die Herbstschnepfenjagd, die von vielen Jä­gern dem Frühjahrsschnepfenstrich vorgezogen wird.

Im Laufe des Monats endet auch die Schonzeit des Fasans. Wan beschränke jedoch den Abschuß auf ausgefiederte junge Hähne.

Leipzig ermöglicht. Dieser Sieg wurde von seinen Erkämpfern völlig ausgenutzt. Er riß die schwankenden und zaudernden Führer der anderen Heere mit, zwang sie zur Ausführung des Gneisenauschen Planes der Einkreisung Napoleons, der seines Prestiges halber, auf welchem für ihn alles aufgebaut war, trotz der Ungunst der Lage alles auf eine Karte setzend, den Kampf der Entscheidung über Sieg oder Untergang annehmen mußte.

Bilder aus dem sommerlichen Köln.

Von Ufer zu Ufer.

Wieder hat ein Werkeltag begonnen. Ueber dem Pressa- Ufer steht die morgentliche Augustsonne. Die Kölner Seite ist voller Leben. Durch das Gewimmel der Uferstraße schrillen sich die elektrischen Schnellbahnen ihren Weg. Autohupen dazwischen und brandeiliges Dahinfligen schwerbeladener Lastwagen. Alle Fenster der spiggiebeligen Rheinfront sind schon geöffnet. Schwal­ben ziehen über die Dächer, proben ihren baldigen großen Ab­flug. Kinder spielen schon in der Gosse, lärmen auch durch die Seitengassen. In den Uferwirtschaften stehen die Bänke und Stühle auf den Tischen: der Boden wird gefegt. An den Theken aber werden die ersten ,, Körnchen" gekippt. Die Selterwasser­buden öffnen ihre grüngestrichenen Planken, weil die Sonne einen großen Dursttag verspricht. Menschen eilen in Scharen zu den Dampferanlegestellen.

Hochbetrieb ist schon auf dem Rhein. Jn Strommitte zieht ein schwerer Schlepper fünf tiefliegende Ruhrkähne zu Berg. Man hört das Arbeiten der Maschine. Die Schaufelräder schla= gen wütend das Wasser und brummen wumm- wumm- wumm. Der Wellenberg ist hoch und brandet gegen die Flanken der Rähne, wo die braungebrannten Schiffer stehen und ein mäch­#iges Steuerrad drehen. Weißgestrichene Dampfer liegen an den Landungsbrüden. Auf schiefer Ebene schreitet man hinab zu ühnen. Auf dem Verdeck ist es schon ein Jubeln der Stimmen, ein Winken von Fahnen und Wimpeln, und dazwischen schmettert Die Bordmusik ihre lustigen Weisen. Kleine Fährboote fligen 100n Ufer zu Ufer. Landungsstege werden fortgeschoben, und die * Schiffe setzen sich in Bewegung. Von Groß- Santt- Martin schlägt es 8 Uhr. Auf dem Rhein ist immer Sonntag.

*

Im Schatten des Pressa- Turmes. Drüben liegt die Pressa, ein Märchen der Neuzeit. Zwei Brücken führen zu ihr hinüber. Wie zwei kühne Springer sind sie, die Brücken, oder wie zwei Arme von Stahl und Eisen. Tief unten fließt der Rhein, grünlich, von Sonne durchleuchtet. Vor den Brückenpfeilern staut sich das Wasser, gurgelt und dreht sich

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Gießener Zeitung"

Aus Nah und Fern.

Schotten. Der Lehrer i. R. Lind in Rudingshain konnte die­ser Tage das seltene Jubiläum seines dreißigjährigen Wirkens als Obmann des Bezirkslehrervereins Schotten begehen. Lehrer Lind ist als Vorstandsmitglied des Gesamtvorstandes des Vo­gelsberger Höhenklubs und Schriftleiter der Zeitschrift ,, Frisch­auf" dieses Vereins sowie als Mitglied des Vorstandes des hes­sischen Landeslehrervereins weithin bekannt.

Darmstadt. Unter dem Vorsiz des Ministers Leuschner fand Mittwoch nachmittag im Ministerium des Innern unter Teil­nahme von Vertretern der zuständigen Ministerien, der Stadt Darmstadt, der Technischen Hochschule und von Luftfahrtinter­essenten eine Besprechung mit dem Vertreter der Deutschen Ver­suchsanstalt für Luftfahrt, Dr. ing. Schrent, statt, die die Ver­legung des Höhenforschungsballons Bartsch von Sigsfeld" nach Darmstadt zum Gegenstand hatte. Die Aussprache führte zu einer grundsätzlichen Einigung, sodaß damit gerechnet werden kann, daß das Abkommen die Billigung aller beteiligten Stellen fin­den wird. Das Zustandekommen des Vertrages ist für die Tea­nische Hochschule, besonders die Lehrstühle für Luftfahrt und Meteorologie von größter Bedeutung.

Rüsselsheim. Die Umwandlung der Opelwerke dahier in eine Aktien- Gesellschaft steht nach einer Betätigung der Verwal­tung der Werke jetzt bevor. Die Verhandlungen sind im Gange und soll das Aktienkapital auf 50 Millionen Mark festgesetzt werden.

Michelstadt i. Odw. Jm Bergstadion soll am Sonntag das Kurtheather eröffnet werden.

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Vor der Einigung im Dillenburger Lohntonflikt? Dillenburg. Nach langwierigen Verhandlungen einigten sich die Partenvertreter auf Vorschläge, zu denen sich die Par­teien bis Samstag erklären sollen. Nehmen die Parteimit­glieder diese Vorschläge an, so kann damit gerechnet werden, daß bereits Anfang nächster Woche die Arbeit wieder aufgenom= men wird.

Wie wir von gewerkschaftlicher Seite erfahren, haben die Arbeitnehmerorganisationen die getroffenen Vereinbarungen bereits angenommen. Es wird außerdem erwartet, daß auch die Arbeitgeber, die am Samstagvormittag zusammentreten, die Vereinbarungen annehmen werden.

Dillenburg. Wie das Reichsbahnbetriebsamt Siegen mit­teilt, ist der D- 3ug 82 Hagen- Gießen- Frankfurt von einem Der mit Schiebe- Lokomotive verkeh­Unfall betroffen worden. rende D- Zug kam vor dem auf Halt stehenden Einfahrtsignal des Bahnhofs Welschenennest zum Halten. Aus bisher unge­klärter Ursache vollzog sich dieses Halten mit einem starken Ruck, daß fünf Reisende des D- Zuges Verletzungen davon­getragen haben.

Frankfurt a. M. Zur Hebung der Wohnungsnot soll der Wohnungsbau auf 2000 Wohnungen jährlich gesteigert werden.

Der 100 000. Kurfremde in Wiesbaden. Ein Beweis für die Stärke des diesjährigen Fremden besuches in Wiesbaden ist, daß es früher als sonst den 100 000. Kurfremden empfangen konnte! Es ist dies ein Deutsch- Amerikaner, Herr Georg Schmitt und Gattin aus Brooklyn. Die Kurverwaltung brachte den Gästen eine besondere Ehrung dar, indem sie neben einem Rosenstrauß eine kunstvoll gearbeitete Porzellanvase sowie eine Ehrenfurkarte für die ganze Dauer des Wiesbadener Aufenthaltes überreichte.

in mächtigen Wirbeln. Wie Striche gleiten Faltboote vorbei. Die Personendampfer schaufeln sich einen Weg durch grüne Wel­len und weißen Gischt. Dann ist man drüben, auf der Pressa­Seite. Feierlichkeit ist hier und stimmungsvolle Sonntagsruhe. Kein Fuhrwerkhasten, kein werktäglich Tun. Nur das Pressa­Bähnchen erlaubt sich ein wichtigtuerisches Schnaufen, ein lautes Pfeifen. Kann sich das erlauben, weil es das Hätschelkind ist, das vielbesuchte, vielbenutzte Pressa- Bähnchen. Ueber dem Ganzen, beide Ufer beherrschend, geruhsam, himmelanstrebend, stehen die beiden Domtürme.

Hoch sind die Säle der Pressa, weit und ohne Ende. Die

Ein Gutseleve steckt ein Gut in Brand.

Nr. 67.

In Benterode, einem Dorfe bei Kassel, stedte der Gutseleve R. den Gutshof der Witwe Fid in Brand. Das große Wohn­haus, zwei Scheunen und mehrere Stallgebäude wurden mit den gesamten Vorräten eingeäschert, obwohl die Löschmannschaften von zehn Dörfern sich um die Bekämpfung des Feuers bemühten. Der Brandstifter ist in dem allgemeinen Tumult entkommen. Große Unterschlagungen der städtischen Kassen in Kreuznach. Aus Kreuznach wird gemeldet: Zwei städtische Beamte, ein Obersekretär vom Wohlfahrtsamt und ein Oberinspektor von der Stadtkasse, wurden vor einigen Tagen wegen Unterschlagung verhaftet. Eine Prüfung hat ergeben, daß der Obersekretär Mo­rig rund 100 000 M. und der Inspektor rund 50 000 M. unter­schlagen hat. Beide hatten eine Villa und lebten auf großem Fuße.

Eisenach. Das Eisenacher Stadttheater kann dieses Jahr auf ein 50jähriges Bestehen zurückblicken. Es wird aus diesem Grun­de jetzt vollständig renoviert.

Neue Bücher.

Scherer, Peter, Jm alten frohen Rheingau. Im deutschen Straßburg. Bilder und Erlebnisse. Mit Titelbild. Freiburg im Breisgau 1928, Herder. In Leinwand 3,80 M.- Ein alter Rheingauer aus dem weinberühmten Johannisberg erzählt Ge­schichten von seiner Jugend, die um mehr als zwei, Menschenalter zurüdliegt; er erzählt sie so lieb und launig und mit einer so glücklichen Mischung von Ernst und Humor, wie nur einer er­zählen kann, dem Kopf und Herz ganz jung geblieben sind. Da stehen, mit scharfem Blick und liebender Hand gezeichnet, Typen und Originale vor uns, die den Charakter des Rheingauer Völk­chens besser erkennen lassen, als gelehrte volkskundliche Abhand­lungen. Wie frohsinnig, mutterwizig, wie einfach ihr Leben. Warm und heimelig wird dem Leser in ihrer Gesellschaft zumute. Dazu schenkt uns Scherer noch sechs Bilder aus seinen Studien­jahren an der jungen Straßburger Hochschule und aus seinem Amtsleben im deutschen Elsaß: töstliche Ausschnitte aus einer nunmehr zur Episode gewordenen Vergangenheit. Wer in der Hetze des Lebens ein paar stillfrohe Stunden haben, wer Herz und Gemüt erquicken will, der greife zu diesem Alten Jo­hannisberger". Er ist ein Sorgenbrecher gleich den abgelagerten feurigen Kabinettsweinen seiner gesegneten Heimat.

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Neue Wege im Motorenbau: Betrachtungen über die Junkers­Gegenkolben- Zweitaktmaschine. Verlag Deutsche Motor- Zeit­schrift, Dresden- A 19. Preis M. 0,60( Voreinsendung) bezw. M. 0.99( Nachnahme). Besonders wegen des niedrigen Brennstoff­verbrauchs scheinen diese Motoren berufen, auch auf dem Ver­fehrsgebiet noch eine große Rolle zu spielen. Daneben macht die Schrift auf mancherlei wichtige technische Fortschritte im Bau von Motoren und Kraftfahrzeugen aufmerksam.

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Als Monatsschrift für Geschmadspflege hat sich die in der Westfälischen Buch- und Kunstdruckerei Gustav Thomas in Bielefeld erscheinende Zeitschrift Die schöne Frau", die bereits im 3. Jahrgang ist, einen festen Platz unter den modernen illustrierten Zeitschriften erobert. Die Zeitschrift ist nicht einseitig als Frauenorgan aufzufassen, vielmehr stellt sie diejenige Frau, die nach jeglicher Geschmacksveredlung strebt und sowohl die Schönheit der äußerlichen Linie wie die des Ge­müts- und Seelenlebens zu fördern sucht, in den Mittelpunkt ihrer redaktionellen Bestrebungen.

Verantwortlich: Paul Chrißian klein in Gießen.

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sich die riesigen, Leuchtbuchstaben nach, unermüdlich, Worte, Sätze, Anpreisungen. Auf dem Pressa- Turm dreht sich der Scheinwerfer, treisen mit weitausholenden Kehrbewegungen drei dünne Strahlen, wollen die Nacht wegjegen. Aber es ge= lingt ihnen nicht, gleich hinter ihnen schlägt die Dunkelheit wie­der zusammen. Darum lommen sie wieder, immer wieder, die fegenden, kehrenden, unermüdlichen Strahlen.

Schon haben sich die Kölner aufgemacht, den schönen Abend zu genießen. Auf den Brücken formen sich endlose Reihen. Hoch­betrieb an allen Kassen der Pressa. Die Drehkreuze an den Sperren fnarren ohne mit

Hallen, Gänge und Häuser haben lebhaften Besuch. Man schreitet voller Belegung hin zum Bergnügungspart. Alle Wege, alle dieje

feierlich wie auf Gummisohlen. Rote Läufer dämpfen überall die Schritte der unzähligen Menschen. Das Auge vermag taum die Fülle der Eindrücke zu fassen. Man fühlt sich ermüdet vom Sehen und Wandeln. Bald ist es die beschauliche Ruhe des Museumsbaues, bald die geräuschvolle Unrast der gewaltigen Räume, wo neuzeitliche Rotationsmaschinen rasen. Zahlreich gehen die Besucher, meist gruppenweise, unter Führung erfah­rener Erklärer. Die Säle sind fühl, sonnengeschützt. Draußen aber liegt die Hize über den breiten Straßen u. Wegen. Spreng­wagen fligen ohne Unterbrechung auf und ab, hin und her. Die Sonne malt lebhafte Farben, läßt das Rot der Klinkerwände leuchten, das Weiß des Museumsbaues strahlen. Jm satten, ge= pflegten Grün der Anlagen findet das Auge einen Ruhepunkt. Hunderttausend Blumen duften föstlich. Aus den verschiedenen Restaurationstüchen der Pressa weht ein würziger Geruch, der die hungrigen Pressa- Besucher auf die schattigen Terrassen lockt. Bon drüben her wehen die Mittagsgloden ihren Ruf über Dächer und Strom.

Wunder des Lichts.

Zu Ende der Werteltag. Das eilige Streber: der unzähligen Lastwagen hat aufgehört. Die Sonne hat sich irgendwo hinter dem Häusermeer versteckt, ist verschwunden. Schon treffen die ersten Personendampfer wieder ein. Die Menschen sind sonnen­braun, haben die Freude in den Augen. Sportfahrzeuge eilen zu den Anlegeplägen. Musikkapellen spielen. Das Schlagen der großen Trommeln und das Toben der Bässe schallt über den Strom. Straßenbahnen sind schon erleuchtet, und vom Haupt­bahnhof herüber winken die bunten Signale und Weichenlichter. Abendzüge donnern über die Hohenzollernbrüde, geräuschvolle Schlangen, mit Licht gesprenkelt. Rudweise blitzt die Straßen­beleuchtung auf. Sofort ist der Strom dunkel, fast schwarz. Die Lichter legen tausend Brüden über die dunklen Wasser, breite,

gepflegten Straßen sind voller Menschen und Bewegung. Der Pressa- Leuchtbrunnen stäubt seine Kühle auf die Vorübergehen­den, lockt mit herrlichen, ständig wechselnden Farben. Die Pressa- Kapelle schmettert ihre Weisen, und die Menschen sitzen ringsum, fosten die liebliche Ruhe, die Erholung nach des Tages Hize und Mühe. Sie alle haben jetzt Sonntag, für Stunden wenigstens. Vom Vergnügungspark jubelt und schallt es herüber.

Da flammt auf dem anderen Ufer die Dombeleuchtung auf und das Lichtmärchen der taghellen Rheinfront. Giftgrün stehen die Uferbäume. Ihre Schatten sind scharf umrissen. Man sieht teine Dächer mehr, nur noch die bunten, romantischen Fronten. Groß- Santt- Martin steht wie ein hoher Wächter über dem Ge­wimmel der Spiggiebel. Weiter zurüd leuchtet der Rathaus­turm auf, und wie ein lichterfüllter Weihnachtsbaum streben die beiden von innen und außen erhellten Domtürme empor. Man kann sich nicht müde sehen am weltbekannten Kölner Lichtwun­der. Lampengirlanden schwingen sich über die Hohenzollernbrüde zeichnen die Bogen und Rundungen in die Nacht. Bis dann mit dem Schlage Mitternacht, alle diese Herrlichkeit jäh verlöscht. Drunten aber, im Vergnügungspark lodt die Helligkeit noch lange weiter, verlängert das Lichtmärchen der Augustnacht.

Warum ewig in Miete wohnen?

Wenn man durch Erwerb eines Baufparbriefes der G. d. J. für das Geld, das man Jonlt jährlich an Miete zahlt, fich ein freies Eigenheim Ichaffen kann. Unkündbares Baugeld schon ju 4% 3ins. Sicherster Weg, um je nach den Leistungen des Sparers in kürzerer oder längerer Zeit, u. U. Schon in 1%, bis 2 Jahren, zum Eigenheim zu gelangen. Frage an bei der Bausparkalle der Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot, Würt. Sofortige Darlehen werden nicht gegeben.

gelbe zitternde Goldbrüden. Um die Dächer und Mauern der Feder

Pressa laufen die elektrischen Lampen, bilden unendliche Perlen­schnüre, und auf den Reklamegiebeln der Zeitungsstraße rennen

Jeder Familie ein Eigenheim!

J& Jahren an 8286 Bausparer 36,7 Mi Raat, zugeteilt.