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Nr. 34.

Mittwoch, den

Mittwoch, den 25. April 1928.

Der hier nicht behandelte Reichswahlvorschlag ist spätestens am 14. Tage vor dem Wahltag mit den entsprechenden Erklä= rungen und Bescheinigungen der Bewerber bei dem Reichswahl­leiter einzureichen.

Das Reichswahlgesetz und die Reichsstimmordnung mit sämt­lichen Nachträgen sind als Sammelpack der Geseze zur Reichs­tagswahl" vom Gesetzsammlungsamt Berlin NW. 40, Scharn­horststraße 4( Postscheckkonto Berlin Nr. 96 200) zu beziehen.

Wieder ein Erdbeben auf dem Balkan. Nachdem vor einer Woche Südbulgarien von zwei Beben heimgesucht worden war, tommt jetzt aus Griechenland die Mel­dung, daß ein neues Erdbeben besonders schwer in der Nacht von Montag auf Dienstag in Korinth und Umgegend gewütet hat. 30 Tote und etwa 100 Verletzte werden gemeldet. 9000 Häuser sind eingestürzt. Die Zahl der Obdachlosen wird auf 50 000 geschätzt.

Lokales.

* Wegen Ausführung von Rohrverlegungsarbeiten ist der Fußweg entlang der Wieseck zwischen Roonstraße und Moltke­straße ab Montag, den 23. April 1928 einige Tage für den Fuß­gängerverkehr polizeilich gesperrt.

* Ernennung. Der Landgerichtsrat beim Landgericht Gie­ßen, Adolf Meyer, wurde zum Landgerichtsdirektor beim Land­gericht der Provinz Starkenburg und zugleich zum Amtsrichter beim Amtsgericht in Darmstadt ernannt.

* Fernsprechvermittlungsstellen. Zur Verbesserung der Sprechmöglichkeiten sind die Dienststunden in Rodheim a. d. B. und Niederkleen an Werktagen von 8 bis 20 Uhr festgesetzt worden.

* Bom Stadttheater. Der neue Intendant des Stadt­theaters Dr. Prasch, hat als Dramaturg Dr. Ritter vom Kleinen Theater in Kassel nach Gießen berufen. Vom 15. Mai bis Herbst gastiert die Gießener Bühne als Kurtheater in Bad Nauheim.

Gießener Zeitung"

der gleiche Gewinn in der zweiten Abteilung nach Hannover fiel. Die glücklichen Gewinner sind einige Arbeiter und kleine Geschäftsleute in der Stadt und Umgebung, die das Glückslos in Viertel gespielt haben und den Gewinn gut gebrauchen können. * 50 Jahre Gießener Schützenverein. Sein 50jähriges Ju­belfest begeht der Schützenverein am 15. Oftober im Café Leib. Die Schützenvereinstätigkeit blickt eigentlich 1929 auf ihr 330­jähriges Bestehen zurück. Deshalb plant der Schützenverein für 1929 das große Verbandsschießen vom Mittelrheinisch- pfälzisch badischen Verband zu übernehmen.

* Der Verkehrsbund Oberhessen, in dem seit Anfang 1927 die oberhessische Provinzialverwaltung, die Kreisverwaltungen Oberhessens, die Städte, Bade- und Kurverwaltungen, die In­dustrie- und Handelskammern, Verkehrsvereine usw. zu. gemein­samen Vertretung der oberhessischen Verkehrsbelange zusamm.- geschlossen sind, hielt hier Montag seine erste jährliche Bundes­tagung ab. Die Tagung war außerordentlich gut beschickt. Der Bundesvorsitzende, Herr Beigeordneter Dr. Hamm, erstattete den Jahresbericht über 1927. Es wird der verdienstvollen Mit­arbeit des kürzlich verstorbenen Bundesrechners Völker- Lich ge= dacht. Weiterhin werden die Bemühungen des Verkehrsbundes Oberhessen bei der Reichsbahndirektion Frankfurt zur Verbesse­rung der Fahrplanverhältnisse der Provinz Oberhessen geschil­dert. Hierbei wird mit Genugtuung festgestellt, daß die Reichs­

Aus Nah und Fern.

Wieseck. Der Gemeinderat beschloß den Bau einer Gas­leitung zur Versorgung des Ortes Wieseck von dem Gießener Gaswert aus. Die Arbeiten sollen in aller Kürze in Angriff genommen werden.

Lich. Nachdem das Kreisamt Gießen die Beschwerden gegen die Wahl des Referendars a. D. Gail aus Oberstein( Nahe) zum Bürgermeister unserer Stadt als unbegründet zurückgewiesen hatte, ist nunmehr von einem Mitbewerber um den ausgeschrie­benen Posten Beschwerde beim hessischen Minister des Innern eingereicht worden.

Schotten. Das außerordentlich ungünstige Wetter der letzten Woche hat der Bienenzucht schweren Schaden zugefügt. Die schon durch die schlechten Erträge der zwei letzten Jahre stark zurück­gegangene Zahl der Bienenvölker erfährt durch die Ungunst der Witterung eine weitere Verminderung.

Hartmannshain, 22. April. Heute nachmittag fand hier eine von etwa 400 Bauern aus der Umgegend besuchte Versammlung statt, in der Minister Korell über die Notlage der Vogelsberger Landwirtschaft sprach und Oberlandwirtschaftsrat Bauer die Umstellungsmaßnahmen und den neuen Generalkulturplan er­

örterte.

Friedberg. Ein Auto überfuhr in Dorheim das fünfjährige Söhnchen des Schreinermeisters Eißner. Den Wagenführer soll keine Schuld treffen. Der Junge erlitt einen schweren Schädel­bruch, der den alsbaldigen Tod zur Folge hatte.

Niederflorstadt. Bei Arbeiten an den Masten der elektrischen Leitung stürzte ein Arbeiter zehn Meter hoch herab und wurde schwer verletzt.

ren Städten können auch Mehrfamilienhäuser berücksichtigt werden.

Die zu beleihenden Wohnungen müssen den Anforderungen entsprechen, die an gesunde, zweckmäßig eingeteilte und solid ge­baute Dauerwohnungen zu stellen sind.

Bad Homburg v. d. H. Die dem Reich gehörige Militär­Kuranstalt, für die der verstorbene Gustav Weigand das einst einen Weltruf genießende Hotel de Russie gestiftet hat, ist jetzt fertiggestellt. Damit ist für die Schwerkriegsbeschädigten ein Heim geschaffen, dem an Gediegenheit der Einrichtung, Bequem­lichkeiten aller Art und hygienischer Ausstattung kein anderes an die Seite gestellt werden kann.

Förderung des Wohnungsbaues

Für einzelstehende Häuser werden Baudarlehen im Hin­blick auf die erhöhten Baukosten nur dann gewährt, wenn die Errichtung von Doppel-, Gruppen- oder Reihenhäusern nicht möglich erscheint.

bahndirektion Frankfurt den Fahrplanwünschen des Bundes ent- durch verbilligte Baudarlehen im Jahre 1928.

gegengekommen ist. Den Bahnbauwünschen des Vogelsberges gegenüber bobachtet der Verkehrsbund zunächst noch zurückhal­tung; die Interessenten sollten sich vor allem einmal auf ein einziges Projekt einigen.

* Wohlgelungene Konzerte zum Besten der Kranken. Der Männer- Gesangverein Liederkranz"( gegründet 1837) unter Leitung des Dirigenten, Herrn Schättler, gab ein Kon­zert in der Gießener Nervenklinik zur Erheiterung der Kranken. Die konzertlichen Darbietungen boten einige genußreiche Stun­den. Die einzelnen Stücke wurden mit großer Hingabe von der Sängerschar vorgetragen und mit lebhaftem Beifall aufge­nommen. Ferner gab am Sonntag die Neu- Apostolische Ge­meinde Gießen( Dirigent Herr Mö11) ein ausgewähltes Pro­gramm ihres gemischten Chors, das regen Beifall fand. Beiden Vereinen, sowie den mitwirkenden Herren ist der Dank der Patienten gewiß. Mögen diese Konzerte andere Gesangs- und Musikvereine zur Nacheiferung bewegen.

* Lotterieglück. Nachdem erst vor kurzem mehrere Einwoh­ner des Kreises Friedberg einen Haupttreffer von 300 000 M in der Preußisch- Süddeutschen Klassenlotterie gezogen hatten, ist bei der Ende voriger Woche vorgenommenen neuen Ziehung der gleichen Lotterie wieder ein Haupttreffer nach Oberhessen gekom­men. Auf das Los 359 098, das in der Geschäftsstelle des hiesi­gen Lotterieeinnehmers Flimm gespielt wird, fiel nämlich in der ersten Abteilung der Hauptgewinn von 100 000 Mart, während

Mit dem Rad in den Lenz.

Das Fahrrad hat zwar längst aufgehört, ein Sommerfahr­zeug zu sein, aber das Frühjahr ist dennoch für jeden Radfahrer die Zeit der Rüstung. Was das Wetter des Winters dem Rade zugetan hat, was man dem treuen Genossen aus Stahl teils aus Bequemlichkeit, teils aus Sparsamkeit an Pflege schuldig ge= blieben ist, wird im Lenzbeginn gutgemacht. Die Werkstätten der Fahrradmechaniker füllen sich mit mehr oder weniger in­validen Fahrrädern, und mit Hammer und 3ange, Feile und Schraubenschlüssel geht man den Hilfsbedürftigen zu Leibe.

Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft veröffent­licht folgende Bekanntmachung:

Baudarlehen können auch gewährt werden für Neubauten, in denen kleine Geschäftsräume vorgesehen sind; jedoch sind bei der Festsetzung der Höhe des Baudarlehens die Kosten für diese Einrichtung an den Gesamtherstellungskosten abzuziehen.

2. Für Behelfswohnungen( Wohnungen, die nach Art ihres technischen Aufbaues voraussichtlich einen Bestand von weniger als 30 Jahren haben werden) und für Notwohnungen, sowie Wohnungen, die Arbeitgeber für ihre Arbeiter und Angestell­ten als Werkwohnungen auf eigenem Gelände errichten, werden Baudarlehen nicht gegeben.

Die Förderung des Wohnungsbaues im Jahre 1928 mit Hilfe der zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel erfolgt durch Gewährung verbilligter Hypothekdarlehen nach Maßgabe der folgenden

Zu den für Beruf und Leibesübungen gebrauchten, und daher kaum einen Tag zu entbehrenden Fahrrädern kommt das Heer der aus dem Winterschlaf erweckten. Sie brauchen in den meisten Fällen nicht die Werkstatt eines Mechanikers auf­zusuchen, um wieder gebrauchsfähig zu werden, aber vorbereiten muß man sie für die Fahrt in den Lenz, sollen sie nicht den früheren leichten Lauf vermissen lassen und ihre Schuldigkeit in allen Lebenslagen des Radlers tun.

Bestimmungen. I. Allgemeines.

3. Baudarlehen können gewährt werden: a) an Gemeinden oder Gemeindeverbände, b) an gemeinnüßige Bauvereinigungen, c) an private Bauherren.

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Bauvereinigungen haben nachzuweisen, daß ihr dauernder Bestand und ihre Leistungsfähigkeit gesichert erscheint.

Private Bauherren können Baudarlehen für die Errichtung von Einfamilienhäusern nur erhalten, wenn sie nach ihren per­sönlichen Verhältnissen die Gewähr für eine rechtzeitige Ver­zinsung und Tilgung der Baudarlehen und der sonst aufzuneh­menden fremden Baugelder bieten, und wenn durch die Errich­tung der neuen Wohnung eine Altwohnung für den allgemeinen Wohnungsmarkt frei wird, oder wenn sie für eine Wohnung dringend vorgemerkt sind. Private Bauherren, die Miethäuser errichten wollen, müssen sich verpflichten, die Wohnungen nur an solche Personen zu vergeben, bei denen eine der vorstehenden Voraussetzungen gegeben ist.

1. Verbilligte Darlehen für Wohnungsbauten, in nachfol gendem ,, Baudarlehen" genannt, werden als Hypothekdarlehen nur zur Herstellung von Kleinwohnungen und solchen Mittel­wohnungen gewährt, die nach Ausmaß und Ausstattung beschei­denen Anforderungen genügen und zur Behebung dringendster Wohnungsnot unter Berücksichtigung der nach den örtlichen Ver­hältnissen wirtschaftlichsten Bauweise erstellt werden. Bauten, die nach bewährten Bautypen und unter Verwendung normier­ter Bauteile ausgeführt werden, sind in erster Linie zu fördern, besonders zusammenhängende Baugruppen von Ein- und Zwei­familienhäusern.

Einfamilienhäuſer müssen mindestens drei Wohnräume und die Küche enthalten oder so gestaltet sein, daß ein dritter Wohn­raum später ausgebaut werden kann.

Baudarlehen werden auf dem Lande und in den kleineren Städten in der Regel nur für Wohnungsbauten mit nicht mehr als zwei Wohngeschossen gewährt; in den mittleren und größe=

Unter sonst gleichen Voraussetzungen sind bei der Vertei­lung der Baudarlehen Schwerkriegsbeschädigte, finderreiche Fami­lien, Lungenkranke, sowie Vertriebene aus ehem. deutschen Ge­bieten vorzugsweise zu berücksichtigen.

4. Die Gewährung von Baudarlehen setzt folgendes voraus: A. Die Finanzierung des gesamten Bauvorhabens muß ein­wandfrei gesichert sein. Ferner muß feststehen, daß die Zins- und Tilgungsbeträge für die aufzunehmenden frem­den Baugelder und für die Baudarlehen sowie die notwen­digen Betriebs- und Instandsetzungskosten durch die anfal­lenden Mieten gedeckt werden können.

| lerin müssen ihrem Rade zuliebe einmal schmutzige Hände ris­fieren, wollen sie den Staub nicht nur vom Rahmen, sondern auch aus den Lagern schütteln. Die am besten im Freien zu verrichtende Arbeit ist nicht so schwer, als daß man sie auch ohne technische Kenntnis nicht allein ausführen könnte. Als Werk­zeug für die Reinigung der Lage dient lediglich eine Deltanne. In diese Deltanne füllt man Be.tzin, 1 b dieses Benzin spritzt man zunächst einmal in die Deler der Hinterradnabe. Läuft das Benzin in einem dunklen Strahl wieder heraus, nimmt man das Hinterrad von der Erde und das linke Pedal in die Hand und dreht das Getriebe. Durch die Drehung wird das Benzin in der Nabe herumgeschleudert und löst Schmutz und verdicktes Del. Die Prozedur wird solange fortgesetzt, bis das Benzin wieder so zutage tritt, wie man es in die Nabe gespritzt hat.

Die augenfälligen Folgen einer Winterrast lassen sich leicht entfernen. Ein Staublappen verrichtet diese Arbeit, aber der feine Staub hat nicht nur vom Aeußeren des Rades Besitz er­griffen, sondern ist auch in das Innere gedrungen. In den Wintermonaten hat sich das Del in den Lagern des Rades ver­dickt, und mit dem Staub vermischt, bildet es eine den Lauf des Rades hemmende Masse. Die Kugeln können sich nicht mehr frei bewegen, und die ehemals so sp'elend leicht zu bewegende Maschine setzt den Antriebsbewegungen Widerstand entgegen. Hinzu kommt, daß auch das an der Kette haftende Fett mit bem Staub sich vermischt hat, und der Radler bezw. die Rad­

Der Bauherr hat nachzuweisen:

a) daß er den durch die Baudarlehen nicht gedeckten Teil, mindestens ein Viertel, der Baukosten aus eigenen oder sonst beschafften, gering verzinslichen Mitteln bestreiten fann,

b) daß das erforderliche 1. Hypothef- Darlehen und das ver­billigte Baudarlehen sowie etwa sonst fehlendes Bau­geld sichergestellt ist. Diesen Nachweis hat er durch Be­scheinigung der Geldgeber zu erbringen.

B. Die von dem Minister für Arbeit und Wirtschaft oder von der zuständigen Baupolizeibehörde angeordneten Aende­rungen an dem Bauplan, die aus Ersparnisgründen oder aus Rücksicht auf die äußere oder innere Gestaltung des Bauentwurfs notwendig erscheinen, müssen durchgeführt

Wie mit der Hinterradnabe macht man es mit dem Tret­lager und der Vorderradnabe, die man nach Hochheben des Vorderrades in drehende Bewegung setzt. Der Schmutz aus den Lagern wäre entfernt, aber die Lager sind nun troden gewor­den, weil das Benzin vollkommen verdunstet. Man muß dem Rade wieder Del geben. Diese Delung soll nicht so ausgiebig sein, wie die Benzinspritzung gewesen ist. Das Del darf nicht wieder herauslaufen, und wenn es dennoch herausläuft, muß man es sorgfältig abwischen, weil es sonst, mit Staub ver­mischt, zur Schmiere wird. Für die Reinigung der Lager kann man auch Petroleum verwenden, jedoch ist Benzin besser, weil es vollkommen verdunstet, während Petroleum Reste zurück­läßt.

Auch die Reinigung der Kette ist einfach. Man nimmt sie durch Lösung der mit einer kleinen Mutter versehenen Retten­schraube ab, legt sie in einen flachen Behälter( Napf, alte

werden.

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Bratpfanne, flache Konservenbüchse und begießt sie mit Petro­leum, bis sie vollkommen mit Flüssigkeit bedeckt ist. Nach 12 Stunden haben sich die Schmutzteile gelöst, man nimmt die Kette aus dem Bad, schwenkt sie noch einmal in sauberem Benzin und wischt sie trocken. Hat man sie wieder aufgelegt, fettet man sie ein und schmiert sie an der Innenseite mit Kettenglätte, die man bei jedem Fahrradhändler erhält.

Mit dem Getriebe wäre man fertig, es fehlt von den sich drehenden Teilen nur noch die Steuerung. Man verfährt mit ihr wie mit dem Lager. Man spritzt Benzin in die Dellöcher hinein, dreht die Steuerung hin und her und ölt nach der Rei­nigung.

Hat man die Nickelteile geputzt, die Laterne und Luftpumpe auf Funktion geprüft und die Satteltasche nachgesehen, ist das Fahrrad für die Fahrt in den Lenz fertig. Es handelt sich nun nur noch darum, sich selbst für eine Lenzfahrt fertig zu machen. Der Lenz ist eine Uebergangszeit. Warme Tage verführen Radlerin und Radler oft dazu, sich zu leicht anzuziehen, darum sei hier gesagt, daß Wolle die richtige Unterkleidung des Rad­lers und der Radlerin im Lenz ist. Seidene Strümpfe sind keine Frühjahrsbekleidung für eine radelnde Venus, und der Schillerkragen kann im Lenz nur von Radlern getragen werden, die ihn auch im Winter zu tragen gewohnt sind.

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Sind Rad und Radler vorbereitet, kann die Frühlings­fahrt beginnen. Sie wird uns neu beleben, denn mit dem Er­wachen der Natur hält das Erwachen des Radeln gleichen Schritt. Alles wird uns wieder neu erscheinen, alles wieder neuen Reiz ausüben, und ein Gefühl der Freiheit wird uns wieder überkommen, wie es nur der Radler kennt, der mit beflügeltem Fuß durch Gottes freie Natur eilt.

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