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Nr. 17.

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Samstag, den 25. Februar 1928.

Aus Nah und Fern.

Friedberg. In der Zeit seines 10jährigen Bestehens seit 1917 wurden im hiesigen Krematorium insgesamt 513 Personen eingeäschert. Im vergangenen Jahre fanden 50 Einäscherungen itati.

Großfeuer im Vogelsberg.

In dem Dorfe Eichenrod brach nachts in der Scheune des Gastwirts Theodor Schaaf Feuer aus, dem die Scheune vollkommen zum Opfer fiel. Ferner wurde eine daneben­stehende Scheune mit eingeäschert und das Haus des Gastwirts Schaaf starf beschädigt. Den vereinten Bemühungen der ein­heimischen und mehrerer benachbarter Feuerwehren gelang es schließlich, die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Als Brandursache wird Kurzschluß der elektrischen Leitung

angenommen.

Engelrod. Am Sonntag, den 26. Februar, nachmittags Uhr, findet im Schäferschen Saale in Engelrod eine öffent­liche Versammlung statt, die sich mit dem Bahnbauprojekt UI­richstein- Engelrod- Stockhausen beschäftigen wird. Jedermann ist zur sachlichen Mitarbeit eingeladen.

Schotten. Die neu errichtete Jugendherberge wird heute eingeweiht werden. Die neue Herberge enthält drei Schlaf­räume mit 25 Betten und steht von jetzt ab wanderern und Wintersportlern zur Verfügung.

Oberrodenbach. Der hiesige Gesangverein Sängervereini­gung( Leitung Chormeister Heinrich Frank) begeht am 10. Juni dieses Jahres sein 50jährige. Vereinsbestehen mit einem großen nationalen Wertungssingen. Der Delegiertentag findet am 4. März statt.

Büdingen. Zu den im Kreise Büdingen bereits vorhan­denen Kraftwagenlinien ist eine neue gekommen. Der Zweckverband Nidda- Ulfa hat eine neue Verbindung zwi­schen Nidda und Hirzenhain ins Leben gerufen. Hiermit sind gute Anschlußmöglichkeiten für die zwischen den beiden Bahn­streden Frankfurt- Stockheim, Lauterbach und Gießen- Geln­hausen belegenen Ortschaften des Vogelberges geschaffen worden. Darmstadt. Pfarrer Korell zur Nieder- Ingelheim ist auf sein Nachsuchen aus dem Dienst der hessischen Landeskirche wegen Uebernahme des Ministeriums für Arbeit und Wirt­schaft entlassen worden.

Darmstadt. Donnerstag mittag um 3 Uhr stürzte der bekannte Pilot Jährling bei der Ausführung von Loopings tödlich ab. Jährling befand sich, als er die Loopings flog, über dem Flugplatz. Beim dritten Sturzflug klappten die Flügel zusammen und das Flugzeug fiel senkrecht zur Erde. Der Apparat ist vollkommen zerstört. Jährling erlitt derartige Berletzungen, u. a. war sein Schädel gespalten, das der Tod auf der Stelle eintrat. Auf die Nachricht von dem Absturz des beliebten Darmstädter Piloten, der durch seine Erfolge in vielen Flugkonkurrenzen bekannt ist, eilte eine große Menge Neugieriger an die Unfallstelle.

Darmstadt. Gestern nachmittag ist ein Flugzeug infolge Motorschadens in einem Baum des nahegelegenen Stadions hängen geblieben. Die Maschine wurde an den Tragflächen schwer beschädigt.

Rüsselsheim. Auf der Eisenbahnstrecke Rüsselsheim Bischofsheim wurde eine Frau entkleidet und tot aufgefunden. Es handelt sich um ein Fräulein Sp. aus Rüsselsheim, das nach einem Familienstreit sich vor einen fahrenden Zug warf. Dabei waren die Kleider des Mädchens an den Rädern des Zuges hängen geblieben.

Trebur. Der Bau einer modernen Chaussee von Trebur nach Hof Schönau wird endlich Wahrheit. Die Arbeiten sollen in diesem Jahre nach den Erntearbeiten in Angriff genommen werden. Die Straße wird so gebaut, daß für die Zukunft die Legung einer elektrischen Straßenbahn möglich ist.

Weglar. Um dem postalischen Verkehr in der Stadt zu genügen, soll in Wetzlar ein zweites Postamt errichtet werden. Als Lage würde ein Gebäude am Bahnhof in Frage kommen. Die Nebenanstalt soll volle Annahmebefugnisse erhalten. Der Blan soll unmittelbar vor der Verwirklichung stehen.

Gladenbach. Eine höhere Privatschule soll hier nach Ostern errichtet werden, die als Vorläufer für eine öffentliche Voll­

Sport, Technik und Mode.

Der Titel dieser kleinen Abhandlung kann leicht den An­schein erwecken, als wolle ein Taschenspieler drei grundverschie­dene Dinge durch Fingerfertigkeit unter einen Hut bringen, aber der Titel ist durchaus ernst gemeint und wir werden sehen, daß die tyrannische Königin Mode sowohl zur Technik, als auch zum Sport Beziehungen besitzt. Es soll hier nicht die Rede von dem Einfluß der Mode auf die Bekleidung der Sportsleute sein, sondern auf die von ihnen benutzten, von Technikern hergestellten Geräten. Wohl könnte man sagen, daß bei den großen Fortschritten in der Technik von einer Mode nicht gesprochen werden kann, sofern es sich um Verbesserungen der Sportgeräte aufgrund von Erfahrungen handelt, aber die ser Einwurf ist nur dann berechtigt, wenn man die vom Tech­niker gewissermaßen trocken" hingelegte Verbesserungen aner­fennt, aber die Macht der Mode, d. h. das Verlangen nach dem Neuen leugnet.

Schon vor fast einem halben Jahrhundert hat man in der Technik die werbende Kraft der Mode erkannt und wenn wir aus der Fülle der Sportgeräte nur das Fahrrad herausgreifen, werden wir bhld sehen, welchen Einfluß der Wunsch nach Neuem, Epochalen auf die Vervollkommnung des Fahrrades gehabt hat. Wir wollen nicht zu weit zurückgehen und den Ein­fluß der Mode auf das Dreirad und das Hochrad erörtern, sondern nur soweit zurückblicken, wie es die in den besten Mannesjahren stehenden Sportsleute vermögen und zwar bis auf das Erscheinen des Niederrades, wie wir es heute zu Mil­lionen in Deutschland sehen. Wohl stieß die Einführung des mit gleichen Rädern ausgestattetem Rovers" auf Widerstand, aber dieser Widerstand entsprang weniger der Ueberzeugung von der Unbrauchbarkeit des Rovers", als der Sucht, das Neue zu bekämpfen und am Althergebrachten festzuhalten. Die kleine Maschine setzte sich durch und als sie die Zuneigung wei­terer Kreise gewonnen hatte, begann der Kampf der Techniker um die Gunst der Masse.

,, Gießener Zeitung"

anstalt gedacht ist. Ein Schulverein ist bereits gegründet und ein Garantiefonds gezeichnet.

Montabaur. Morgen findet hier eine Notkundgebung der Westerwälder Bauernschaft statt. Als Redner ist der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Limburg, Dr. Pfisterer gewonnen.

Schlüchtern. Schlüchtern ist als Plaz der Hauptversamm­lung 1928 der kurhessischen Zweigvereine der Gustav- Adolf­Stiftung in Aussicht genommen. Die Veranstaltung findet vor­aussichtlich am Sonntag, 3. Juni, statt.

Frankfurt a. M. Der Weichensteller Wilhelm Prez= mann aus Rothenbergen( Kreis Gelnhausen) wurde auf dem Bahngleis beim Bahnhof Frankfurt a. M.- Süd tot aufgefun­den. Er ist wahrscheinlich von einem Schnellzug Frankfurt­München überfahren worden.

Weißkirchen a. T. Jm hiesigen Bahnhof wurden am 24. Februar durch französische Gendarmen die Pässe kontrolliert.

Nastätten. Einem hiesigen Einwohner brachte der Klapper­storch zum 13. Male 3willinge. Von den vorhergeborenen Kindern leben noch 13.

Bilanz der Ozeanflüge.

Jm Jahre 1927 wurden 20 Versuche unternommen, den Atlantischen Ozean zu überfliegen, acht von Amerika nach Europa, zwölf von Europa nach Amerika. Von den ersteren glückten vier Flüge, in drei Fällen ertrank die Mannschaft, in einem Falle wurde sie gerettet. Von den durch die Wetterver­hältnisse ungleich schwierigeren Flügen der Europäer glückten ebenfalls vier, die bezeichnenderweise aber alle auf der südlich­sten Route nach Südamerika ausgeführt wurden, während auf der nördlichen Route kein europäischer Flieger das Ziel: die Vereinigten Staaten, erreichte. Dazu kamen noch sieben Flüge über den Stillen Ozean von San Franzisko nach den Hawej­Inseln, von denen wiederum vier erfolgreich waren, während drei Flugzeuge verschollen blieben. Insgesamt wurden also 27 große Ozeanflüge unternommen. 12 Flugzeuge erreichten ihr Ziel, neun gingen mit den Mannschaften unter.

Den Reigen der Flüge eröffnete am 13. Februar der italie­nische Hauptmann De Pinedo. Er flog in Abschnitten nach Südamerika und zurück, im ganzen 45 000 Kilometer. Auf dem Rückfluge mußte er in der Nähe der Azoren niedergehen, sein seetüchtiges Flugboot konnte sich aber schwimmend erhalten, bis Rettung kam. Gleichfalls auf italienischen Wasserflugzeugen überquerten der portugiesische Hauptmann De Beiros und der brasilianische Major De Barros von Osten nach Westen die südliche Atlantik. Ein viertes italienisches Flugzeug dagegen fiel bereits an der afrikanischen Goldküste ins Meer. Die Be­satzung wurde von den Eingeborenen aufgefischt und nur gegen schweres Lösegeld wieder freigegeben. Sie tam immerhin mit dem Schrecken davon, während man von den drei Franzosen, die am 5. Mai von der Senegalfüste aus nach Südamerika star­teten, nichts mehr gehört hat. Wenige Tage später ereilte zweł weitere Franzosen, Nungesser und Coli, die als erste die nörd­liche Route wagten, das gleiche Schicksal. Auf dieses tragische Vorspiel folgten die von ganz Europa enthusiastisch gefeierten glücklicheren Amerikaner aus der anderen Richtung. Lindbergh am 20. Mai, Chamberlin und Levine am 4. Juni, Byrd, der hart an der französischen Küste notlanden mußte, mit Acosta, Noville und Balchen am 29. Juni. Am Tage vorher waren Maitland und Hegenberger zum Fluge nach Honolulu aufge= stiegen; am 16. August folgten ihnen gleichzeitig vier amerika­nische Flugzeuge im Wettbewerb um den ausgesetzten Preis von 35 000 Dollar. Zwei Flugzeuge mit fünf Menschen an Bord sind nie angekommen. So erging es auch zwei weiteren Flie­gern auf derselben Strecke. SOS- Ruf war ihr letztes Lebens­zeichen. Am 27. August folgte dann der vierte erfolgreiche Amerika- Europaflug der Flieger Brock und Schlee auf ihrem ,, Stolz von Detroit". Sie erreichten in der Rekordzeit von 24 Stunden die englische Küste und flogen dann in riesigen Tages­etappen weiter bis noch Tokio. Dort brachen sie unter dem Ein­druck des Mißgeschicks der Honoluluflieger ihren Flug rund um die Erde ab. Zwei weitere Flüge nach Europa endeten tragisch Bertaud, Hill und Payne, die nach Rom wollten, und die zwei Kanadier Tully und Metclaff, die sich London als Ziel gesetzt hatten, blieben verschollen. Von London aus war der, St.

Das Luxusbedürfnis der ersten Radfahrer ließ den Fahr­radverschönerern einen weiten Spielraum. Man suchte zuerst die Linie des Fahrrades zu verbessern. Alsdann suchte man sein Gewicht zu erleichtern und seinen Schwung zu erhöhen. Später verlegte man die Modernisierung auf das Aeußere und unbewußt wurde die Radlerwelt in den Strudel der Mode gerissen. Die Technik ließ sich diese Förderung gern gefallen und so schwankte das Fahrradmodell vor weiland vierzig Jah-| ren von Parteien Haß und Gunst verwirrt in der Geschichte des Sports.

Einen Stillstand gab es, als man den heute noch üblichen Rautenrahmen als das alleinseligmachende Modell erkannt hatte, als die heute noch verwendete Tangentspeiche sich durch­gesetzt hatte und man zu der Ueberzeugung gekommen war, daß man das Fahrrad aus bestem Stahl herstellen, mit luftgefüll­ten Reifen versehen und seine schwingenden und drehenden Teilemit Kugellagern ausrüsten müsse. Ehe es aber so weit tam, hatte das Fahrrad viele Modekrankheiten über sich erge­hen lassen, und wir wollen hier einige dieser Kinderkrank­heiten" unseres Stahlrosses der Vergessenheit entreißen.

In der Hand der oberen Zehntausende" war das Fahr­rad ein Luxusgerät. Alles was praktisch wirken konnte, war verpönt. Man hatte keine Schmutzfänger, sah auf eine mög­lichst kleine Glocke, auf ein Lämpchen mit vernickeltem Gehäuse und auf eine möglichst unscheinbare und ebenso unwirksame Bremse. Das Fahrrad mußte schick aussehen, aber in der Praxis zeigte sich die Schattenseite dieser Eleganz" des Rades bald. Die Radler und Radlerinnen wurden von oben bis unten naß, die Gefahr der unwirksamen Brems- und Signalvorrichtungen wuchs und man versuchte nun Eleganz und Komfort zu ver= einen. Dieser Versuch brauchte einen harten Kampf, in dem die Fahrradindustrie kein leidtragender Teil war. Sie belieferte beide Kämpferparteien und in unermüdlichem Verbesserungs­streben gab sie dem Fahrrade die von der Mode diktierte Gestalt.

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Raffael", geführt von dem englischen Flieger Hamilton, mit der Fürstin Loewenstein- Wertheim an Bord am 31. August auf­gestiegen, um schon westlich Jrlands ein Opfer des Ozeans zu werden. Die vier deutschen Versuche sind bekannt. Sie ende­ten nicht eben rühmlich. aber sie haben wenigstens kein Men­schenleben gefordert. Sehr viel Glück hatte die amerikanische Miß Ruth Edler, die von dem Piloten Haldemann begleitet wurde. Nachdem sie 4500 Kilometer zurückgelegt hatten, stürz­ten sie ins Meer. Ein vorbeifahrender holländischer Dampfer rettete sie. Spät im Jahre noch tam ein mit Erfolg durchge­führter französischer Flug nach Südamerika zustande. Die Flie ger de Costes und Le Brix erreichten in Etappen Buenos Aires Den tragischen Ausklang des Flugjahres brachte der am Frei­tag vor Weihnachten von der ehrgeizigen Nichte Wilsons, Miß Grayson, mit drei Begleitern unternommene Ozeanflug Ame­rika- Europa. Das Flugzeug und seine Besatzung müssen als verloren gelten.

So sind durch die Ozeanflüge des Jahres 1927 mindestens 23 Menschenleben verloren gegangen. Sie sind gefallen als Pioniere des Fortschrittes, wenn auch nicht immer nur heldi­scher Geist den Antrieb gab. Manche wurden das Opfer einer übertriebenen Sportleidenschaft, ihres Ehrgeizes und des allge= meinen Sensationsfiebers. Für einen kommenden Luftverkehr über den Ozean haben die Non- Stop- Flüge auf Landflugzeugen jedenfalls keine praktische Bedeutung. Die Zukunft gehört dem Etappenflug mit hochseetüchtigen Flugbooten. Hoffen wir, daß es in diesem Sinne der Fliegerei des Jahres 1928 gelingen wird, ohne nuglose Opfer an Menschen und Material, die Ozeane zu erobern.

Bücherecke.

Methode Jopp: Ihnen oder Sie? 264 Seiten. Preis 3 M. Zu beziehen durch den Buchhandel oder vom Verfasser M. Jopp, Berlin O 17, Stralauer Allee 34a. Selbstunterrichtsbücher über ,, mir oder mich" gibt es genug. Das vorliegende nimmt aber eine besondere Stellung ein. Es gibt dem Selbstlehrer nicht nur die erforderlichen sprachlichen Belehrungen, sondern ermög­licht ihm zugleich durch eine sinnreiche Einrichtung, fich münd lich in der Anwendung der gelernten Sprachregeln zu üben und jeden Sprachfehler sofort zu verbessern. Wir möchten darum dieses praktische Buch allen Bildungsbeslissenen warm zur An­schaffung empfehlen.

Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen.

gen. Die Lanzierer" dieser Mode verlangten wahre Schwung­scheiben als Kettenräder, um mit der Uebersetzung über 100 Zoll zu kommen. Hand in Hand mit diesem Uebersetzungsfimmel ging die Mode der tiefgebogenen Lenker. Bis unter den Gabel­topf reichten manche Lentstangen und in unmöglicher Haltung rasten die Modenärrchen die Landstraßen entlang. Dann tam die Zeit der ganz kleinen Kettenräder, der Holzartig lakierten Lenker und Felgen, der riesenhaften Glocken und Laternen, der vernickelten oder verkupferten Felgen, der sogenannten Polizeibremse"" die mehr dekorativ, als zweckentsprechend war, dann sehnte man sich nach ungeheuer breiten Lenkstangen, nach farbigen Gummireifen und nach farbigen Rahmen. Der Techni­fer wurde allen gerecht und der Lackierer stand nicht hinter ihm zurück. Eine Zeit lang mußten die Fahrräder rot, grün, gelb oder blau sein, alsdann verlangte man bambusartig ge­strichene Fahrräder und die ganz Feinen wollten vernickelte oder verlupferte Fahrradrahmen haben.

Die Haltung des Fahrers auf dem Rade wurde ebenfalls von der Mode diktiert. Als der Hannoveraner Willy Arend die Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wollte jeder Jüngling so auf dem Rade sitzen, wie Arend. Sattel und Lenker wurden ,, arend­mäßig" montiert, aber Arend kam aus der Mode, als der Münchener Dauerfahrer Robl populär wurde. Unter unsägli­chen Qualen versuchten die Moderadler die für Rennen hinter Motoren gebauten Spezialmaschinen mit dem kleinen Vorder­rade und nach vorn gerückten Sattel und Lenker auf der Land­straße zu benutzen und schließlich wurden sogar die Zweifizer auf Huberseidl montiert, als diese Mannschaft ihre großen Erfolge hatten.

Die Mode erstreckte sich auch auf Einzelteile, wie Pedale, Ketten, Tretkurbellager und Kurbeln, aber eine epochale Ver­änderung erfuhr das Fahrrad erst durch die Freilaufnabe, ohne die ein ,, modernes Fahrrad" damals undenkbar war. Und wenn man heute von einem Fahrrad spricht, sagt man, ohne dabei etwas zu denken: Jedes moderne Fahrrad hat Freilaufnabe. Man gibt also den Einfluß der Mode unbewußt zu, was zu

Eine Modenarrheit war die Benuhung hoher Uebersezun- beweisen war.