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Samstag, den 23. Juni 1928.

der Länder gerichteten Erlaß, der eine gewisse Abschwächung dieser Auffassung zu erkennen gibt, zu dieser Frage Stellung genommen.

Der im Reichsarbeitsblatt Nr. 13 vom 1. 5. 1928 Seite 1 160 unter Nr. Va 2914-28 v. 1. 3. 1928 veröffentlichte Erlaß lautet wie folgt:

Einer Entschließung des Reichstages entsprechend hat die Reichsregierung einen jährlichen Betrag von 20 Millionen RM zur Verfügung gestellt, aus dem laufende Erziehungsbeihilfen für Kriegerwaisen gewährt werden sollen. Die Richtlinien für die Gewährung der Beihilfen sind im Reichsversorgungsblatt 1928 S. 17 Nr. 26 veröffentlicht.( Zusatz der Schriftltg.: s. Vers.- Fürs." Nr. 6 v. 28. 3. 1928 Ifd. Nr. 71.) Durch diese Maßnahme wird der sozialen Fürsorge für Kriegerhinterblie­bene die ihr obliegende Aufgabe der Erziehungs- und Berufs­fürsorge für die Kriegerwaisen wesentlich erleichtert werden. Es werden dadurch in einer großen Zahl von Fällen Fürsorgemittel freigemacht werden können, die dazu verwendet werden soll­ten, andere Aufgabengebiete der sozialen Fürsorge, insbesondere die Krankenhilfe für bedürftige Kriegerhinterbliebene stärker auszubauen, als das vielfach bisher möglich war.

Reinesfalls aber darf die Bereitstellung von Reichsmitteln zum Anlaß genommen werden, um die soziale Fürsorge von den ihr obliegenden Aufgaben der Erziehungs- und Berufsfür­sorge für Kriegerwaisen ganz zu befreien. Die soziale Für­sorge wird vielmehr auch weiterhin überall da ergänzend ein­zutreten haben, wo die Erziehungsbeihilfen des Reiches nicht ausreichen, um die für zweckmäßig gehaltene Berufsausbildung sicherzustellen. Ich bitte, die Bezirks- und Landesfürsorge­verbände hierauf besonders hinzuweisen und mich von dem Ver­anlaßten zu verständigen. Dabei bemerke ich noch, daß Für­sorgestellen und Landesfürsorgestellen bei dem für die Gewähr­ung der Erziehungsbeihilfe vorgesehenen Verfahren so einge­schaltet sind, daß sie auf die Gewährung der Beihilfe Einfluß haben, so daß auch weiterhin die gesamte Berufsfürsorge für Kriegerwaisen in ihrer Hand liegt."

Lofales.

Ein Wort für unsere Zeit.

,, Gießener Zeitung"

die Sperrung der Ortsdurchfahrt Lauterbach auf der Provin­zialstraße Alsfeld- Fulda;

die Sperrung der Provinzialstraße Gießen- Friedberg.

** Kreistagssigung. Am Samstag, den 30. Juni, vormit­tags 10 Uhr, findet im Sigungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Kreistags statt mit fol­gender Tagesordnung: 1. Dienſteinweisung eines Kreistagsmit­glieds; 2. Rechnung der Kreiskasse und Verwaltungsbericht des Kreisausschusses für Rj. 1926; 3. Voranschlag des Kreises Gießen für Rj. 1928; 4. Tätigkeitsbericht der Bezirksfürsorgestelle und des Kreisjugendamts für Rj. 1927 und Bericht des Schularztes für 1927; 5. Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachssteuer in den selbständigen Gemarkungen für den Kreis Gießen; hier: Erlaß einer Kreissatzung.

Befehl und Gehorsam sind die Grundlagen des sittlichen Lebens. Unsere Zeit aber ist von einem leeren Freiheitsschwin­del ergriffen. Die erhabene Lehre unserer Denker von der sittlichen Freiheit, welche eine Freiheit unter dem Gesetz ist, hat man in die Freiheit des Beliebens und der Willkür um­gelogen. Soll unser Volk gesunden, so muß es zuerst den sitt­lichen Grund des Lebens wiederfinden. Der aber heißt Achtung vor dem, was Ehrfurcht verdient. In nichts offenbart sich die tiese Gemeinheit unserer Zeit so deutlich als in ihrer Unfähig­keit, Großes und Heiliges anzuerkennen. Als ob eine still­schweigende Uebereinkunst bestünde, wird es heruntergerissen, verhöhnt und verächtlich gemacht. Der mehr oder weniger deut­lich ausgesprochene Grundsatz lautet: Wir wollen, daß alles so gemein ist, wie wir selber. Leerer Dünkel, Frechheit und maß­lose Ansprüche gerade derer, die am meisten Veranlassung hät­ten, bescheiden zu sein, sind die notwendige Folge.

*

( Prof. Dr. W. Wundt.)

Straßensperrungen,

* Ungeschickte Steuerpflichtige. Die Rechte ungeübter und ungeschickter Steuerpflichtiger will der Reichsfinanzhof in einem Urteil waren. Auch wenn eine Rechtsmitteleingabe ungeschickt und mißverständlich gefaßt ist, so soll die Steuerbehörde Gewicht darauf legen, welche Anfechtung sachlich den Belangen des Pflichtigen entspricht, wenn in Frage kommt, welcher von meh­reren Bescheiden angefochten ist.

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Löhlbach- Hundsdorf, im Straßenzug Marburg- Gemünden­Bad Wildungen, bis 30. Juni; Umleitung: Heina- Hütten­rode- Arnsfeld,

Km. 0,6 1,6 und 2,4-3,4, im Straßenzug Marburg- Kirchhain, halbseitig, bis 28. Juni.

Schmitten- Oberursel, im Straßenzug Weilburg- Frankfurt, bis 30. Juni; Umleitung: Bad Homburg- Usingen. Folgende Sperrungen sind ab 23. Juni 1928 aufgehoben:

Englische Kabelmeldungen nach Südamerika.

( Fortsetzung.)

Die Haltung Japans und der Neutralen.

* Ermäßigung der Gebühr für die Ausstellung von Pässen. Auf Grund von Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und der Länderregierungen ist eine Einigung dahin erzielt worden, die Gebühr für die Ausstellung von Pässen von 5 M auf 3 M herabzusetzen. Diese Gebühr gilt sowohl für Einzel­pässe wie für Familienpässe, in welche die Ehefrau und die noch nicht 15 Jahre alten Kinder des Paßinhabers mit eingetragen werden. Die Geltungsdauer der Pässe beträgt regelmäßig fünf Jahre. Die Neuregelung tritt bereits am 1. Juli 1928 in Kraft.

* Der Gewerberat i. R., Dr. phil. Ludwig Adolf Sprud, geb. am 30. März 1858 in Gießen, gest. auf dem Dampfer ,, Saarbrücken" auf der Höhe von Ceylon im Mai 1928 hat seiner Vaterstadt in seinem Testament ein Grundstück und eine Sammlung geschenkt. Prof. Dr. Helmke, Direktor des Ober­hessischen Museums, hat sich nach Hamburg begeben, um die Sammlung in Empfang zu nehmen.

Nr. 51.

oder nach dem 15. 6. 22 erfolgte. Eine Anmeldefrist wurde bis­her bei keiner Versicherungsgesellschaft festgesetzt. Da sich die Durchführung des Aufwertungsverfahrens bei den meisten Bere sicherungs- Gesellschaften noch längere Zeit hinziehen wird, er­klären sich die Treuhänder in einzelnen Fällen bereit, die Auf­wertungsanteile in Höhe der mutmaßlichen endgültigen An­Sprüche jetzt schon auszuzahlen. Auch werden auf bereits fällige Versicherungen Vorauszahlungen von 8-10 Prozent der Gold­markprämienreserven, bei noch nicht fälligen Policen vielfach Darlehen in entsprechender Höhe, auf Antrag durch die Treu­händer bewilligt. Die Anschriften der Treuhänder sind durch den Schutzverband der Lebens- und Feuerversicherten e. V. in München, Neureutherstraße 13, gegen Einsendung des doppelten Rückportos zu erfahren, ebenso erteilt der Verband Auskünfte in allen einschlägigen Fragen.

* Flugzeugunfall. Am Mittwoch um 22 Uhr rollte ein von Frankfurt kommendes Flugzeug bei der Landung auf unse­rem Flugplatz zu weit über den Platz in einen Graben hinein, wobei der Propeller brach. Die Reisenden wurden mit einem Ersatzflugzeug nach Kassel weitergebracht. Das beschädigte Flugzeug war am Spätnachmittag auch schon wieder in Stand gesetzt.

* Sonnenwendseier der Gießener Studentenschaft. Am Donnerstag Abend bewegte sich unter reger Beteiligung wei­tester Philisterkreise die Jugend unserer alma mater im Fackel­zug zum Bismarckturm zur traditionellen Sonnenwendfeier hinauf. Die Ansprachen des Vorsitzenden der Studentenschaft, stud. Schmidt, S. Magnifizenz des Rektors und des dritten, cand. jur. Reusch fanden begeisterten Widerhall unter den Jung­akademikern. Mit dem Deutschlandlied nahm man von den lodernden Feuern des Bismarckturmes Abschied und warf Punkt 12 Uhr, um Mitternacht, auf dem Oswaldsgarten die Fackeln zusammen.

Am 19. Auguſt wurde bekanntlich das Ultimatum Japans an Deutschland überreicht, das im allgemeinen unerwartet tam. Hatte man doch noch kurz vorher Japaner in Berlin als Bundesgenossen auf die Schulter gehoben! Die hinterlistige Haltung Japans war aber vollauf vorherzusehen, wenn man den dem Engländer nahe verwandten Geschäftssinn und skrupel­losen Charakter in Berücksichtigung zog. Die Ausnutzung der Konjunktur war selbstverständlich; sie war nur eine logische Folge der japanischen asiatischen Politik; und sie wird sich ebenso selbstverständlich wieder zeigen, wenn der spätere Streit zwischen England und Rußland eine Gelegenheit zur geschäft lichen Ausnutzung der Lage bieten wird. Wer aber die Ja­paner weder persönlich noch aus ihrer Politik kannte, dem hät­ten japanische und englische Meldungen und ihre Wiedergabe in südamerikanischen Blättern die Augen öffnen müssen.

Aus Rah und Fern.

Gas aus Braunkohle.

Gamstag, den 23.

Jahresveriam Der Kr und Krie Desdeulichen Reichs

Gejan

Am 5. Mai ds. Js. fo gung des Verbandes de terbliebenen des Deutsch und der Landesgruppe begrüßte zunächst die A Male hier erschienenen 2 lsdann dem geschäftsfü amerad Major a. D. Tagesordnung: Besprech ertretertag am 6. Mai 1 ilber die dem Reichsvert führenden Vorstand beant mandes statt, die bezwedt, lem dem Vorstande, einfac sourde beschlossen, die von Bertreterversammlung zu der Beisizer jedoch von 1 Zu Punkt 3 der T wies Kamerad Goedide de füllung der Stärkenachwe ereine hingewirkt werden Joer Lage sei, alle in un mind Kh. restlos zu erfasse Doppelmitgliedschaft" w dieser Beziehung versage Ariegervereinen. Im L Doppelmitgliedschaft jede

Errichtung der ersten Anlage in Deutschland. Kassel. Eine Reihe bedeutender Unternehmen haben eine Braunkohlen G. m. b. H. gegründet und mit der Stadt Kassel einen Vertrag abgeschlossen, der die Stadt Kassel unter Mit­wirtung dieser Braunkohlen G. m. b. H. verpflichtet, in Kassel eine Braunkohlen- Gaserzeugungsanlage von 10 000 Kubikmeter Tagesleistung zu errichten. In dieser Anlage, die die erste in Deutschland ist, sollen praktische Versuche zur Vergasung von Braunkohlen durchgeführt werden. Derartige Vergasungen von Braunkohlen sind bisher in großem Maßstabe noch nicht ge­lungen. Man hofft jedoch, die in wissenschaftlicher Labora­toriumsarbeit erfolgreich durchgeführte Vergasung auch im großen zu erreichen und auf diese Weise die Grundlage für die Gasfernversorgung für das mitteldeutsche Braunkohlengebiet zu

finden.

Bad Nauheim. Die Feier seines 50jährigen Bestehens be­geht heute und morgen der Krieger- und Militärverein Hassia". Ober- Mockstadt. Donnerstag stürzte der Rangierer Karl Kaiser von hier auf dem Stockheimer Bahnhof und wurde Dabei von einem Wagen überfahren, so daß ihm beide Beine zermalmt wurden. Am Abend ist er seinen Verletzungen er­legen.

Mainz. Zwei Landwirte aus Gau- Odernheim befanden sich auf dem Heimwege vom Felde, als sie vom Gewitter überrascht wurden. Der Landwirt Pusch wurde vom Blitz erschlagen, wäh­rend der andere gelähmt wurde und schwere Brandwunden erlitt.

Wetzlar. Am Samstag, den 23. Juni, nachmittags, wird hier ein neues Selbstanschlußamt eröffnet.

Weglar. Frankfurter Kriminalbeamte nahmen im Kreise Wetzlar ein 14jähriges Dienstmädchen fest, das nach anfänglichem Leugnen unter dem Druck des zusammengetragenen Beweisa materials ein Geständnis ablegte. Auf Konto dieser jugend­lichen Brandstifterin sind zu setzen die Brände im Kreise Wetzlar und das Großfeuer in Kirberg.

Lebensversicherungs- Aufwertung. Der Schutzverband der Lebens- und Feuerversicherten e. V. München, Neureuther­straße 13, teilt uns mit: Täglich gehen uns Anfragen von Jn­habern alter Lebensversicherungspolicen zu, ob ihre Ansprüche ebenfalls aufgewertet werden müssen und ob eine Anmeldung zur Auswertung notwendig sei. Wir weisen deshalb darauf hin, daß nach dem Gesetz vom 16. 7. 1925,§§ 59-61, alle vor. dem 14. 2. 24 abgeschlossenen Lebensversicherungen( als solche gelten die Versicherungen auf Lebens- und Todesfall, Kapital­und Rentenversicherungen, ferner die Invaliditäts-, Alters-, Witwen, Waisen, Aussteuer- und Militärdienstversicherungen, gleichviel, ob auf Kapital oder Rente) aufgewertet werden müssen, vorausgesetzt, daß eine Auszahlung überhaupt noch nicht Geschwader, sowie ein Heer von 10 000 Mann für den Feld­zug nach Tsingtau bezw. Kiautschou bereit stelle und außerdem noch 10 000 Mann zur Entlastung der englischen Garnisonen in Tienisin und Peking, die somit für den europäischen Kriegs­schauplatz freiwerden sollten. Nach Londoner Meldungen vom 7. tritt Japan bereits aus seiner Reserve heraus, gibt offiziell dem Foreign Office in London bekannt, daß es im Falle eines Krieges treu auf Englands Seite stehen werde. Die Folgen dieser Stellungnahme zeigten sich sofort: am naaten Tage schon meldete Tokio, daß zwei Geschader nach der japanischen See aus­gegangen seien, um deutsche Schiffe abzufangen; eine Nachricht, die am folgenden Tage aus Tokio dahin ergänzt wurde, daß es sich um das erste und zweite Geschwader gehandelt habe. Ein Zufall bringt am 9. bezw. 10. ein Kabel aus Tokio in London verstümmelt an, in dem von der Stellung eines Ultimatums" die Rede ist. London nimmt an, daß es sich um ein Ultimatum Japans gegen Deutschland handele. Der Moment zur Ueber­reichung des Ultimatums an Deutschland schien aber noch nicht gekommen zu sein, wenngleich eine Meldung aus Petersburg vom 13. die Kriegserklärung bereits nahe bevorstehen läßt. Die Haltung der Neutralen.

Herborn. Große Vorbereitungen sind zu dem vom 30. Juni bis 2. Juli hier stattfindenden Bundesfest des Nassauischen Sängerbundes mit der 100jährigen Jubelfeier der Sängerver­einigung Herborn getroffen. Der Höhepunkt wird der Chor der Tausende nach dem Festzug am Sonntagnachmittag sein. Eine Totenehrung geht dem Feste morgen, am 24. Juni, voraus. Hachenburg. Ein mit sechs Kölner Herren besetzter Kraft­wagen, der sich auf einer Ausflugsfahrt durch der Westerwald befand, fuhr bei Weiherbusch in einer scharfen Wegbiegung in den Straßengraben und schlug um. Ein Wirt war sofort tot, zwei andere Personen wurden hoffnungslos verletzt. Die drei anderen Fahrgäste kamen mit leichteren Verletzungen davon. Das Unglück wird auf das Versagen der Bremse zurückgeführt.

Durch die Teilnahme Englands am Kriege wurde die Bündnisfrage nicht nur Japans akut, sondern auch die Ver­pflichtungen derjenigen Staaten, die in früheren Jahren mehr oder weniger freiwillig einen Vertrag mit England geschlossen hatten. Die ,, do ut des Politit" Englands, wobei es sich auf der einen Seite nur um Anleihen oder sonstige Finanzopera­tionen handelt, die in irgend einer Form, z. B. Schiffsbauten, gleich wieder einen Rückweg nach England finden, während der andere Teil zu aktivem Eintreten oder wertvollen Konzessionen verpflichtet ist, wird im vorliegenden Kriege noch manche Ueber­raschung zeitigen.

Schon vor Beginn des Krieges war Japan in ständigem Kontakt mit dem englischen und französischen Kabinette, wie eine Meldung aus Paris vom 1. offen zugibt. Die Haltung Japans stand von vornherein fest. Konnte doch der Bericht­erstatter der ,, Times" in Tokio bereits am 31. melden, daß der Minister des Aeußeren die Versicherung gegeben habe, treu am japanisch- englischen Bündnisse festzuhalten. Und so fügte Paris am folgenden Tage hinzu, daß Japan offiziell sich an den Ver­trag halte. Die anscheinend inspirierten Meldungen aus To­kio, die wohl für die weitere Deffentlichkeit bestimmt waren, hatten allerdings gesagt, daß Japan eventuell still bleiben werde, so lange der Krieg lokalisiert bleibe und Indien im Was die Stellung Portugals anbelangt, so meldet ein englischen Interesse nicht gefährdet sei. In wie weit die ,, Lo- Kabel aus Lissabon bereits am 31. Juli, daß die Republik talisierung" gehen sollte und welcher Art die Gefährdung" ihrem Vertrage mit England gemäß 10 000 Mann zur Ver­Indiens sein müsse, um Japan zum Eingreifen dem Vertrage fügung Englands halten müsse. Deutschland will aber wissen, nach zu nötigen, wurde allerdings nicht hinzugefügt. Aber be- woran es bei Portugal ist und verlangt daher laut Kabel aus reits am 6.- die Meldung stammt vom 6. gibt das japa Lissabon vom 8. eine Entscheidung über seine Stellungnahme. nische Konsulat in Schanghai offiziell bekannt, daß Japan ein| Die portugiesische Regierung ruft daraufhin sofort das Parla­

ment ein, um die offizielle Erlaubnis zu erlangen, England aktiv helfen zu dürfen. Die außerordentliche Sitzung beschließt, sich in Anbetracht des alten Vertrages bedingungslos an Eng lands Seite zu stellen. Machado verkündet, daß Portugal gar nicht anders handeln könne, und die Regierung ordnet die Mobilisierung von drei Divisionen an, während den Schiffen der Kriegführenden, die im Hafen liegen, anbefohlen wird, die Vorrichtungen für die drahtlose Telegraphie abzunehmen.

Italiens Haltung bereitet England offensichtlich Kopf­schmerzen. Zwar stellt nach einer Meldung aus Washington vom 6. Deutschland ein Ultimatum an Italien; eine Meldung, die auch aus Paris und London am gleichen Tage gebracht wird. Der Sun" in Newyork vom 7. gibt sogar bekannt, daß der italienische Botschafter in London offiziell erklärt habe, daß seitens Italiens nunmehr der Krieg an Deutschland erklärt worden sei. Der einzige Erfolg dieser Lügenmeldung ist aber nur der, daß der italienische Botschafter in London wegen die­ser Unterstellungen eine geharnischte Erklärung vom Stapel läßt, die endgültig mit diesem Schwindel aufräumt. Bezüglich Schwedens meldet Washington am 6., daß es entweder neutral bleiben oder sich der Tripleentente anschließen werde; eine gleichzeitige Meldung aus Stockholm bestätigt die­sen Standpunkt.

Deutschland dagegen achtet Neutralitäten überhaupt nicht und besetzt nach Meldung aus London vom 4. Basel; es be= mächtigt sich ferner, wie aus Kopenhagen vom 9. berichtet wird, eines soeben fertiggestellten norwegischen Unterseebootes, als dieses gerade aus dem deutschen Hafen auslaufen will, um in Norwegen der Flotte eingereiht zu werden.

Die Südafrikanische Union endlich wird einem Kapstadter Kabel vom 12. zufolge ein Heer aufstellen, um die englischen Truppen zur Verwendung auf dem Kontinent freizumachen.

Die englischen Operationen zur See. Bereits am 31. Juli teilt London der übrigen Welt mit, wie der Verlauf der ersten Operation zur See gedacht und be­absichtigt ist. Die erste Handlung nach der Kriegserklärung wird die Zerstörung der deutschen Flotte sein; und falls diese sich verkriecht, das Bombardement von Hamburg sowie aller sonstigen im Bereiche der englischen Kanonen liegenden Häfen.

Kamerad Goedide ge chreiben 5 ein, welche Wehrkurse nicht von der and Provinzialgruppen noon Giedlungsunternehm Werbandes sei, und daß Sterbekasse Abstand zu 1 amark teilte noch mit, daß miedrigen Preisen zu erh underen Gruppen, dies e Da die Niederlassung D Stärkung des Deutschtum Der Provinzialgruppe S Werkehr als Bezeichnung shäuserverband der Krie men" anzuwenden.

Reichs

Am 6. Mai ds. Js. versammlung statt. Der

rat Dr. Quard, begrüßt den Herrn Präsidenten tillerie von Horn, sowi nen u. a. Ministerialro Obermagistratsrat Dr. Berlin und Dr. Ulric jahrtsamts, erschienen Exzellenz von Horn

men der Versamlung Verbande jederzeit sei Den Landeskriegerverb auch weiterhin die für

ung stellen.

Kamerad Kemper meraden aus dem bese feiten hin, unter denen

In Admiralitätstreifer Gange, wie englische herausfahren könnten,

der Strede liegenden Rußland von der and

hat England von No Schiffsdivisionen soller gehen. In den norda Newyorker Kabel bere deutschen dort treuzend Straßburg" verlieren englischen Kreuzern zu entfliehen. Bei Algi dem muß am nächsten

Kreuzer, Esser" um nordamerikanischen

Den fanarischen Inseln Kriegsschiff versenkt un geschleppt jei. Asquith befannt zu geben, daß

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Flucht gelungen sei, sich lijden Bolte die beruhi lischen Kriegsschiffen of Feindliche Flotte fange Nordschottland eine See man noch nichts wisse; ausgeschifft.( Vermutli Deutscher Unterseeboot!)

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Aires trifft dort vom e Meldung ein, daß die vollem Zustande vor de

Den spanischen Gewässer

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