Einzelbild herunterladen

1.64.

Thilo

bungen

nd her

Verlag rtlehrer

ielhant

foll un

jammel 1 Titel

De diejer 3 Wur

iedener

auen ausge

Heraus

es deut piele it

en das ch wird In: und

wertung ung, of

er Rait

tefranz

; präd Cacht die

em grü lle Stu heim ist die ein

t genau

fannter:

es geht

Ind sein

schichten,

erhalten,

" ist im Schienen. nter dem Oten" er

0.

Sießen.

83

eg 83

den,

5 an

au

affe,

d müh­

mmeln­

e

Böden

heißt:

Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

41. Jahrg.

Politische Tagesschau.

Es ist nun sicher, daß Stresemann nach Paris fährt. Hindenburg ist nach Ditramszell zum Antritt seines Ur­laubs gereist.

Der Oberkommandierende der französischen Besagung besich­tigt zur Zeit die Truppen in der Pfalz.

*

Die Veröffentlichung des französisch- englischen Flotten­abkommens wird einen Aufschub erfahren, damit den auslän­dischen Regierungen Zeit zu Meinungsäußerungen gegeben werde.

%

Infolge der Vergiftung des Abgeordneten Galmot sind in Französisch- Guyana blutige Unruhen ausgebrochen.

Litauen lehnt die Genser Verhandlungen mit Polen ab.

*

Die äußere( Sowjet-) Mongolei hat dem Staate Barga den Krieg erklärt.

*

Die Typhusfälle in Potsdam und Umgebung haben an Ausdehnung zugenommen.

Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526 Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M

Samstag, den 18. August 1928

Die deutsche Handelsmarine.

London. Der Stapellauf der beiden 46 000 Tonnen- Damp­fer des Norddeutschen Lloyd findet in England große Beachtung. Der ,, Evening Standard" sagt u. a.: Dadurch, daß man Deutsch­land seine Handelsflotte weggenommen habe, habe man es ge­zwungen, eine neue zu bauen. Die heutige deutsche Handels­marine, obwohl dem Umfang nach noch weit hinter dem der Vorkriegszeit zurückstehend, sei die jüngste und modernste der Welt und sicherlich nicht die am wenigsten erfolgreiche.

Hindenburg tauft die Bremen".

Bremen, 16. August. Reichspräsident von Hindenburg ist in Begleitung Staatssekretärs Dr. Meißner und Majors von Hindenburg gegen 14 Uhr in Bremen eingetroffen. Zur Be= grüßung waren der Präsident des Senats, Bürgermeister Dr. Donandt, sowie vom NorddeutschenLloyd Präsident Heineken, Generaldirektor Geheimrat Stimming und Direktor Glässel, ferner der Wehrkreiskommandant zugegen. Nach Abschreiten der Ehrenkompagnie fuhr der Reichspräsident, von der Bevöl­ferung begrüßt, zur Wohnung des Präsidenten Heineken.

Beim Stapellauf des Lloyddampfers hielt Reichspräsident von Hindenburg u. a. folgende Taufrede:

,, Als die harten Bestimmungen des Vertrages von Ver­sailles Deutschland seiner gesamten Ueberseeflotte beraubten,

Paris. ging die deutsche Schiffahrt, vom Reiche opferwillig unterſtützt,

Der Reichsaußenminister fährt nach Paris.

Nachdem die deutschen Forderungen in der Auslieferungs­frage von Paris zugestanden worden sind, ist die Reise des Außenministers Dr. Stresemann nach Paris sicher geworden. Ob Staatssekretär Schubert und Ministerialdirektor Gauß den Minister begleiten werden, ist wahrscheinlich.

mit ungebrochenem Mut und festem Glauben an die Zukuft, an den Wiederaufbau dessen, was hier zerstört und genommen war. Trotz schwersten Druckes von außen, trotz wirtschaftlicher Nöte und Schwierigkeit im Innern, ist es dieser gläubigen Zu­vrsicht und diesem ungebrochenen Arbeitswillen gelungen, in wenigen Jahren eine neue Handelsflotte erstehen zu lassen, die auf leistungsfähigen, mustergültigen Fahrzeugen wieder die

Französische Spionage über Deutschland. deutsche Flagge auf den Meeren zeigt. Der heutige Tag iſt

Drei deutsche Verräter verhaftet.

Ludwigshafen, 16. August. Auf Anordnung der Staats­anwaltschaft sind fürzlich drei Angestellte der französischen Ge­Heimpolizei, der sogenannten ,, Sureté", im besetzten Gebiet ver­haftet worden.

Die Verhafteten sind drei Angestellte der J.-G. Farben­industrie in Ludwigshafen und zwar Laborant Friz Hellmann, Der Laborant Richard Müller, beide aus Ludwigshafen, und der Techniker Franz Schwarzwälder aus Mannheim. Sie wurden macheinander am 27. Juli, am 31. Juli und am 4. August fest= genommen. Bei der gleichzeitig in den Wohnungen der Ver­hafteten vorgenommenen Haussuchung fiel ein erdrückendes Be­weismaterial in die Hände der deutschen Polizei, aus dem ein­wandfrei hervorgeht, daß die drei Angestellten im Dienste der französischen ,, Sureté" standen und zu der von ihnen betriebenen Werkspionage in der deutschen Chemischen Industrie benutzt wurden. Die französische Werkspionage erstreckte sich in der Hauptsache auf das Werk Ludwigshafen und Oppau der J.-G. Farben, aber auch auf das Leunawerk in Merseburg. Die Be­ziehungen der Verhafteten zu dem französischen Spionagedienst reichten bis zum Dezember 1927 zurüd. Das Ziel der französi­schen amtlichen Werkspionage war darauf gerichtet, neue, wich­tige und erfolgversprechende Betriebsgeheimnisse auf Gebieten, die für die deutsche Wirtschaft weittragende Bedeutung haben, und geeignet sind, die deutsche Volkswirtschaft vom Auslande unabhängig zu machen, auszutundschaften und der französischen Industrie auszuliefern. Obwohl es im letzten Augenblick ge= lang, die Machenschaften der ,, Sureté" aufzudecken, tonnie lei­der nicht mehr verhindert werden, daß bereits einige Betriebs­geheimnisse in die Hände der Gegenseite geraten sind.

Durch die Aufdeckung der Spionage in den Werken Lud­wigshafen und Oppau in der J.-G. Farbenindustrie ist einwand­frei festgestellt, daß das französische amtliche Spionageneh über ganz Deutschland ausgebreitet ist.

Der Kommunisten- Terror.

Berlin, 16. August. Wie wir erst jetzt erfahren, wurde am vergangenen Sonntag das Stahlhelmmitglied Heinz Malchert in der Nähe von Mustermark bei Berlin von vier Mitgliedern des Rotfrontkämpferbundes überfallen und durch mehrere Mes= serstiche derartig verletzt, daß es bereits am Montag im Naue= mer Kreiskrankenhaus verstarb.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz­vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

für den deutschen Schiffsbau wie für die deutsche Seeschiffahrt von besonderer Bedeutung. Wir wollen heute als neuestes und größtes Fahrzeug der wiedererstandenen deutschen Handelsflotte Dieses stolze Schiff seinem Element übergeben. Erbaut nach den neuesten Erfahrungen deutscher Schiffsbau- und Maschinen­technik, ausgestattet durch Geist und Hand erster deutscher Künst­ler, soll dieses neue Schiff zusammen mit einem Schwesterschiff dem schnellen transatlantischen Verkehr dienen und ein neues Bindeglied zwischen Europa und Amerika, zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten darstellen. Es ist mir in dieser Stunde ein aufrichtiges Bedürfnis, allen denen, die mit Kopf und Hand an diesem Werte mitgewirkt haben und noch weiter arbeiten werden, aber darüber hinaus zugleich auch allen, die seit dem Kriege wieder eine deutsche Handelsflotte geschaffen haben, namens des Reiches wie eigenen Namens warme An­erkennung und herzlichen Dank zu sagen. Sie alle haben zur Wiederaufrichtung der deutschen Wirtschaft, zur Wiedererlangung deutscher Geltung im Auslande ein wertvolles Stüd beigetra­gen. Dir aber, du stolzes geben wir den Namen, den vor 70 Jahren der erste transatlantische Lloyddampfer erhielt, den Namen Bremen", und mit ihm das Wappen, das die Hoffnung und die Treue wie den Willen, die Wege zwischen den Völkern zu erschließen, verkörpert. Möge dies Schiff, in stets glücklichen Fahrten die See durcheilend, den deutschen Wil­len zur friedlichen Mitarbeit unter den Völkern über die Meere bringen, möge es ein Glied mehr sein, das uns mit den Län­Dern jenseits des Ozeans verbindet, und es möge uns mahnen, daß nur zusammengefaßte Kraft und eigenes Wollen uns den Wiederaufstieg und die Selbstbehauptung in der Welt verbür­gen! Mit diesem Wunsche taufe ich dich: ,, Bremen!".

Mit den Klängen des Deutschlandliedes, in das die riesige Menschenmenge begeistert einstimmte, fand die Tauffeier ihr Ende. Unter Hochrufen löste sich das gewaltige Schiff von seinen Vertauuungen und glitt ins Wasser.

Shurmann tauft die Europa".

Hamburg, 15. 8. Als erster der beiden für den Nord­deutschen Lloyd erbauten etwa 46 000 Tonnen großen Vier­schraubenschnelldampfer ist heute 17.20 Uhr die Europa" auf der festlich geschmückten Werft von Blohm u. Voß glücklich vom Stapel gelaufen.

Auf den großen Tribünen zu beiden Seiten an der Holling hatte sich zahlreiches geladenes Publikum eingefunden. Die Uferböschungen, Pontons sowie die Hafendampfer und Barkas­sen waren von Tausenden besetzt, die Zeugen des interessanten

Nummer 65

Der Stapellauf von zwei großen Dampfschiffen innerhalb 24 Stunden wird wahrscheinlich von fünftigen Geschichtschreibern als ein Kennzeichen angesehen werden für die Wiedererlangung des hohen Ranges unter den nordatlantischen Reedereien, den diese Gesellschaft in der Vorkriegszeit jahrelang inne hatte. Der Norddeutscher Lloyd konnte schon damals auf die Geschichte eines halben Jahrhunderts erfolgreicher Leistungen zurüd­blicken. Dabei führte er seine Geschäfte in fortschrittlichem Sinne und erhob den Dienst am Publikum zum vornehmsten Grundsay. Heute steht der Norddeutsche Lloyd auf der Swelle einer neuen Epoche. Dieses Schiff ist, wie wir in Amerita sa= gen ,,, das letzte Wort" im Schiffbau. Es ist eines der größten Schiffe und ist mit einem Tonnengehalt von 46 000 Tonnen fast 50 Prozent größer als der Columbus, der heute das größte deutsche Fahrzeug ist. Es besitzt eine erstaunliche Geschwindig­feit: sechs Tage nach New York von Bremen und fünf von den Häfen am Kanal. Ich erfahre mit besonderer Freude, daß die Vorkehrungen für die Sicherheit der Fahrgäste so vollstän­dig sind, wie es die neuesten technischen Errungenschaften ge­statten.

Der Kommunisteu- Mob gegen Hindenburg. Schauspiels sein wollten. Auf der Tauskanzel ſelbſt hatten ſich

Salle, 16. August. In diesem Zusammenhang ist es inter­effant, was Herrn Severings politische Kinder sich auch weiter­hin alles leisten dürfen. Dieser Tage beging ein Trupp Kom­munisten, der aus Nordhausen gezogen kam, im Städtchen Heringen große Ausschreitungen. Ein Redner hielt eine An­' sprache, in der er Staat und Gesellschaft in unerhörter Weise beschimpfte und u. a. sagte, Hindenburg gehöre an den Laternen­ipfahl. Als die Bevölkerung darüber erregt wurde, entwickelte sich eine Schlägerei, die nur mit Mühe von der Polizei beendet wurde. Die Polizeibeamten hatten große Mühe, die Nord­häuser Kommunisten zum Abzug zu bewegen. Es ist gegen die Ruhestörer, insonderheit gegen ihren Führer, Anzeige wegen Landfriedensbruch, Beleidigung des Reichspräsidenten und Be­schimpfung der Republik erstattet worden.

mit dem amerikanischen Botschafter Dr. Shurmann die Herren vom Vorstand und Aufsichtsrat des Norddeutschen Lloyds, sowie die Chefs der Firma Blohm& Voß mit ihren Damen einge­funden. Ferner waren neben den leitenden Angestellten des Lloyd und der Werft u. a. anwesend der amerikanische Marine­Attache Baum, der Chef der Marineleitung, Admiral Zenker, sowie andere hohe Marineoffiziere und Offiziere der Reichs­wehr, Vertreter des Hamburgischen, Bremischen und Lübecki­schen Senats, hervorragende Vertreter der Hamburger und Bre­mer Schiffahrtskreise, des deutschen und amerikanischen Han­dels, weiter Hauptmann Köhl und eine große Reihe in- und ausländischer Journalisten. Um 17.10 Uhr ergriff der ameri­kanische Botschafter Dr. Shurmann das Wort zur Taufrede, in der er u. a. ausführte:

Kraft der mir vom Norddeutschen Lloyd übertragenen Machtvollkommenheit gebe ich diesem Schiff den Namen ,, Euro­pa". Ich füge den warmen Wunsch hinzu, daß es stets von Glück begleitet sein werde und auf lange Jahre hinaus bei­tragen möge, unsere beiden Völker enger zu vereinen durch für beide Teile vorteilhaften Handel, durch gegenseitiges Verständ= nis und Bruderschaft."

Nachdem sodann Fräulein Jnes Glaessel die Taufe mit den besten Wünschen für alle Zeit und glückliche Fahrt vollzogen und nach altem Brauch eine alte Flasche Seft am Bug des Schiffes hatte zerschellen lassen, begann der Stapellauf. Die Haltevorrichtung und die Sperrpflöcke wurden gelöst, und das von Fesseln befreite Schiff glitt ruhig und sicher um 17.20 Uhr in sein Element. Brausende Hochrufe, Tücherschwenken und Heulen der Sirenen der zahlreichen Dampfer und Fahrzeuge begleiteten es auf seinem Wege.

Eisenbahnkatastrophen in Südilawien.

Belgrad, 16. August. Auf der Strecke Nisch- Stolpie ent= gleiste am Donnerstagnachmittag infolge Gleisbruches ein Per­sonenzug, der über die Böschung hinabstürzte. Dabei wurden 13 Wagen zertrümmert. Nach den ersten Meldungen über das Unglück sind über 100 Personen teils tot, teils schwerverletzt, unter den Trümmern begraben worden. Nach den letzten Be­richten sind bereits 20 Tote und 30 Schwerverletzte geborgen.

Tagung der deutschen Landkreise.

Vom 6. bis 8. September ds. Js. tritt der deutsche Land­freistag zu seiner diesjährigen Tagung in Rostock zusammen. Er beschäftigt sich in der Hauptsache mit Verkehrsfragen, be­sonders soweit die großen Verkehrsstraßen in Betracht kommen. Wegen der Wichtigkeit des zur Erörterung stehenden Gegen­standes werden der Herr Reichsminister von Guerard sowie andere leitende Beamte des Reichsverkehrsministeriums, an der Tagung teilnehmen. Als Referenten sind gewonnen Pro­fessor Knipping von der Technischen Hochschule in Darmstadt und Ministerialrat Speck, Dresden. Ueber die Stellung der Landkreise zu den Straßenfragen wird Herr Präsident von Stempel sprechen.

Weiterhin stehen zur Debatte die Frage der Reichstreis­ordnung sowie die Schaffung einer Kommunalabteilung im Reichsministerium des Innern.

SIND

ÜBERALL

Der neue Klein- Diesel Bauart DM

45479

DEUTZ MOTORF'

Die besten Antriebs MOTORENFABRI Zweigniederlg. FRANKFUR