Mittwoch, den 15. Aug. 1928
Lokales.
Straßensperrungen,
mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Breitscheid Schönbach, im Straßenzug Haiger- BreitscheidDriedorf Löhnberg, vom 13. August bis 3. September 1928; Umleitung: Gusternhain. Lingelbach- Gehaus, im Straßenzug Alsfeld- Nieder- Aula
Hersfeld, bis 25. August; Umleitung: Richtung Görzhain. Vilbel Nieder- Erlenbach, im Straßenzug Vilbel- Ober- Erlenbach Bad Homburg, vom 13. Auguſt bis auf weiteres; Umleitung: Bonames, bezw. Kloppenheim.
Die Sperrung der Strecke Nieder- Florstadt- Staden im Straßenzug Friedberg- Ranstadt ist aufgehoben.
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* Straßensperrung. Wegen Rohrverlegungsarbeiten in der Ostanlage ist die Landgrafenstraße ab 14. August etwa 12 Tage für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt.
* Strafanzeigen. In der Zeit vom 1. bis 31. Juli sind folgende Anzeigen gegen Fahrzeugführer, bezw. Kraft- und Radfahrer wegen Zuwiderhandlungen gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben worden: 24 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 6 Anzeigen wegen Fahren auf Bürgersteigen, 16 Anzeigen wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit, 10 Anzeigen wegen Fahrens ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 70 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen, und 62 Anzeigen wegen sonstiger zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.
* Von der Universität. Zum Nachfolger des zum Wintersemester 1928-29 emeritierten ordentl. Professors für Pharmakologie, Geh. Medizinalrats Dr. Julius Geppert ist der or= dentl. Professor an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, Dr. Die veterinärmediziFrizz Hildebrand, ernannt worden.
des
nische Fakultät hat den Dr. phil. Dr. med. h. c. Heinrich Alfred Ammelburg, Direktor der Pharmazeutischen Abteilung Werkes Höchst a. M., ehrenhalber zum Doktor der Veterinärmedizin promoviert.
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,, Gießener Zeitung"
Das Erwachen der Landschaft. Rheinfranken. Die Frankenfurt.
Von A. Weitzel, Frankfurt a. M.
Die immer dringlicher sich auswirkende Notwendigkeit einer wirtschaftlichen und kulturellen Umgestaltung des Reiches ist im Werden. Deutlich bilden sich immer sichtbarere Kraftzentren aus dem Chaos territorialer Zerrissenheit einer hinter uns liegenden dynastischen Epoche heraus. So bringt die Frankfurter Zeitung in ihrer Sonntags- Nummer vom 1. Juli 1928 in einer bild- und kartenmäßig überaus interessant ausgestatteten Sonderbeilage den ersten Auftakt einer Ausführungsfolge über:
Rhein- Main Ein zufünftiges Land.
Darin kommen namhafte, außerfrankfurterische Stimmen über die bestehende schicksalhafte Verbundenheit des rheinfränkischen Gebietes zu Gehör, eines Gebietes, das sich als ein um Frankfurt gelagertes Kräftesystem heraushebt.
Es ist dies der Ausdruck engster Verbundenheit eines landschaftlich zusammengehörigen Kräfteſyſtems, das sich seiner Eigenart erneut bewußt, innerhalb des deutschen Wiederaufbaues zu einer Gemeinsamkeit wiederfindet, um in planvoller Konzentration der Kräfte gegenüber den von Berlin und München sowie von dem Rhein- Ruhrgebiet ausgehenden Strömungen widerstandsfähig zu werden: Rheinfranken, das fünftige Land in der bevorstehenden Neugliederung Deutschlands.
Ferienkurse an der Universität. Die Universität veranstaltet vom 1. bis 13. Oftober Ferienkurse für Deutsche und Ausländer. Die Vorlesungen und Demonstrationen sollen in ,, Deutsches Leben in Wissenschaft und Kunst" einführen. Neben künstlerischen und geselligen Veranstaltungen sind Lehrausflüge in die Umgebung Gießens vorgesehen. Den Abschluß finden die Ferienkurse durch eine Main- und Rheinfahrt, wobei einige hervorragende Stätten deutscher Geschichte und deutscher Kultur unter sachkundiger Führung besucht werden.
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Nr. 64.
zwischen Darmstadt und Friedberg- Nauheim andererseits anlangt, so zeigt sich daß, wie Düsseldorf und Köln mit ihren bevorstehenden weiteren Eingemeindungen zwei angrenzende weiträumige Stadtgebiete abgeben werden, so auch hier die ausge lösten und bereits vollzogenen Erweiterungen innerhalb des Städtekvanzes, aus dem Halbdunkel einer überlebten politischen Klein- und Vielstaaterei, gleich einem verloren gewähnten Demanten, eine weiträumige eng verbundene Großsiedlung hervorgezaubert haben, die sich ihrer Zusammengehörigkeit in täglich zunehmendem Maße bewußt geworden ist und für die das Problem einer großzügigen gemeinsamen Landesplanung bereits die führenden Geister auf dem Gebiete des Städtebaues beschäftigen.
Bereits 1922 hatten die Vertreter der großen Wirtschaftsund Verkehrsverbände zwischen Saarbrücken- Trier und Kassel einerseits, bezw. Koblenz- Siegen und Mannheim- Aschaffenburg andererseits, denen sich auch zahlreiche Stätte angeschlossen hat= ten, auf einer Tagung in Frankfurt a. M. vor den Vertretern des Reiches in einer gemeinsamen Resolution dieser Zusammengehörigkeit auf Gedeih und Verderb Ausdrud gegeben. Inzwischen haben die Kraftlinien dieser Landschaft auf den mannigfachen Gebieten einer großdimensionalen Lösung der Verkehrs- und Versorgungsprobleme- aber auch der Kultur sichtbaren Ausdrud ihrer Konzentration gefunden.
Windschutzanlage an der Bahn. Eine wichtige neuzeitliche Einrichtung erhält gegenwärtige der hiesige Bahnhof. Es handelt sich um eine Windsuzanlage, die am Fuße des Ablaufberges im Verschiebebahnhof errichtet wird. Die Anlage be= steht aus einer etwa 10 Meter hohen Eisenkonstruktion, die über sämtliche Gleise des Ablaufberges führt und in 5 Meter Höhe ein hohes Lattenspalier mit nur engen Zwischenräumen trägt. Dieses Lattenspalier soll den ablaufenden Wagen Schutz gegen den lästigen Nordwind besonders im Winter bieten und dadurch ein Auflaufen der Wagen und Entgleisungen abstellen. Die Anlage hat sich bereits in anderen Bahnhöfen gut bewährt.
Aus Nah und Fern.
Die Franken- Furt, die für die Verbundenheit der peripher verschobenen Einzelzentren des Städtekranzes Aufklärung gibt, löst hier jede Vorherrschaft eines einzelnen auf. Daher findet Frankfurt u. a. seine„ Techn. Hochschule“ in Darmstadt, wie Darmstadt andererseits seine„ Universität“ in Frankfurt vorfindet, so hat das„ Rhömisch- Germanische Museum" in Mainz zentrale Bedeutung für den gesamten Städtekranz; der Ort des Zusammenflusses von Rhein und Main zieht auch den natürlichen Sitz der Wasserstraßenverwaltung nach sich und die von Mainz geforderte neue Rheinbrücke, die ja in gleichem Maße im Interesse der Verkehrs- Erschließung des Untermaingebietes liegt, findet bekanntlich auch ihre lebhafteste Unterstützung durch Frankfurt. Ebenso hat Frankfurt und mit ihm der Städtekranz seine ferngelegenen und doch so nahen Hotels in Bad- Nauheim und Wiesbaden, seine Luftkurorte in den Ausläufern des Taunus, des Spessarts und des Odenwaldes. Steht schon die Siedlungsdichte des Landes Hessen und der Provinz Hessen- Nassau mit 150 Einwohnern auf 1 qkm beträchtlich über dem Reichsdurchschnitt, so übertrifft hier die Siedlungsdichte des RheinMainischen Städtefranzes mit 570 Einwohnern auf 1 qfm be= reits nicht unwesentlich die des Ruhrgebietes mit 400 Einwohnern auf 1 qfm.
In einem dreifachen konzentrischen Umkreis um Frankfurt, der alten Franken- Furt, die zum Ausgang und Ausstrahlungspunkt der„ ,, Stadt der Straßen" für das gesamte Gebiet geworden und geblieben ist, spielt sich dieses Kräftesystem der neu erwachenden rheinfränkischen Landschaft ab; in der Harmonie von Mensch und Landschaft, von Wirtschaft und Verkehr, von Kunst und Wissenschaft in ihren verschiedenartigsten und mannigfaltigsten kulturellen Zusammenhängen, dabei eine vergangene, kaum verklungene Epoche territorialer Zerrissenheit bewußt und entschieden negierend.
Bad Nauheim. Anläßlich des 150. Geburtstages Friedrich Ludwig Jahns enthüllten der Turnverein 1860 Bad Nauheim und der Männer- Turnverein Bad Nauheim auf dem Johannisberg unter zahlreicher Beteiligung eine kunstvolle JahnGedenktafel.
Friedberg. Der Konsumverein Gießen hat 14 Brandgeschädigten, wenig bemittelten Familien, neben einem Geldbetrag für zwei Monate Lebensmittel umsonst bewilligt.
Friedberg. Vor einigen Tagen wurden beim Kreisamt Friedberg zwei junge Beamte in Haft genommen, denen man größere Unterschlagungen vorwirft.
Schlig. Am 23. September findet in unserem Städtchen ein größeres Reitturnier ſtatt.
Ausgehend von Groß- Frankfurt im Umkreis von 12-15 km rd. 700 000 Menschen zusammenballend, über das weiträumige Siedlungsgebilde des Städtekranzes am Untermain im Umkreis von 30 km mit fast 2 Millionen Menschen, führen diese konzentrischen Kreise zur rheinfränkischen Gesamtlandschaft über, in einem Umkreis von 100 bis zu 150 km mit etw 7 Millionen Menschen gelagert, um Rhein, Main und Neckar, um Mosel, Saar und Nahe, sowie Lahn und der zur Weser abfließenden Fulda.
Groß- Felda. Bürgermeister O. Völzing hat aus Gesundheitsrücksicht sein Amt niedergelegt.
Bingen. In den Tagen vom 1. bis 4. September findet in Bingen a. Rh. die Tagung des Deutschen Fleischergesellenbundes statt.
Rüsselsheim. Am 26. August wird die neue Mainbrücke Rüsselsheim- Flörsheim dem Verkehr übergeben werden.
Von der Wasserkuppe.
Neben dem Rhein- Mainischen Städtekranz, dem Kernstück der Landschaft, sinden größere Einzelkraftfelder des rheinfränkischen Systems ihre Zentren in Trier- Saarbrücken Koblenz Kreuznach- Kaiserslautern- Speyer- Worms u. Neustadt, im Dreiſtädtegebiet Mannheim- Ludwigshafen- Heidelberg, in Siegen- Gießen Marburg, Fulda und Kassel, alle ihrerseits wieder in mehr oder minder stark ausgeprägtem Maße eng untereinander verbunden.
Am vergangenen Sonntag waren schäzungsweise 50 000 Personen auf der Wasserkuppe und sahen der regen fliegerischen Tätigkeit zu. Am späten Abend unternahm Hauptmann Köhl seinen ersten Segelflug.
Spritschiebungsaffäre in Arheilgen.
In gleicher Weise haben nun der Städtekranz und mit ihm das gesamte rheinfränkische Gebiet ihre„ Handels- und Börsenzentrale" in Frankfurt. Und auch ihre„ Messe", der bisher leider viel zu wenig Bedeutung in ihrer regionalen Auswirkung beigemessen wurde. Denn sie ist und bleibt vornehmlich ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für das gesamte Rheinfranken; darüber hinaus auch für West- und Südwestdeutschland, abgesehen von ihrer internationalen Auswirkung für die das von jeher fosmopolitisch eingestellte Frankfurt einen guten Nährboden abgibt. Soll man betonen, daß neben den Kunst- und KulturZentralinstituten wie Kunstschule und Konservatorium, nebst Museen und Bibliotheken, Opern- und Schauspielhaus, auch 300 und Palmengarten, Stadion und Flugplatz, RundfunkNachrichtendienst, Krankenanstalten und wissenschaftliche Insti tute ihre besondere regionale Bedeutung haben und dessen bewußt, entsprechende Förderung erfahren, die zugleich aber auch nicht unbeträchtliche finanzielle Opfer erfordern!
300 000 Winzer um Rhein und Main, um Mosel und Saar, um Lahn und Nahe rufen in dem Roman ,, Die goldenen Berge" von Clara Viebig zur Schicksalsgemeinschaft auf. Nicht ungehört! Alfons Paquet, der prophetische Rheinrebell, umreißt in seinen Werken über den Rhein mit seherischem Blick diese ge= wordene Landschaft innerhalb der rheinischen Großlandschaft, der auch Leo Sternberg in seinen Landschaftsschilderungen des öfteren Ausdruck verleiht. Und auf der letzten Tagung rheinischer Dichter durchzuckten wie Wetterleuchten die empfundenen rheinfränkischen Bindungen von Mensch und Landschaft die martante, geschichtlich gewordene Silhouette Frankfurts, der Stein gewordenen Franken- Furt mit der das Städtebild dominierenden Pfarrkirche, dem Dom, den abgetreppten Römergiebeln und dem schwer vergoldeten Kreuz der massigen Paulskirche: Natio= naleigentum!
Darmstadt. Zu sensationellen Meldungen über große Spritschiebungen und Branntweinsteuerhinterziehungen in Arheilgen erfahren wir: In dem Unternehmen der Firma Zimbo G. m. b. H. in Arheilgen wurde neben der Konfitürenherstellung auch eine Branntweinbrennerei und Liförfabrikation betrieben. Ueber 100 000 Reichsmark an Hinterzogenen Steuern soll in Frage dabei tommen.
Weilburg. Der Direktor der hiesigen Landwirtschaftsschule und gleichzeitige Leiter der wirtschaftlichen Beratungsstelle am Landwirtschaftsseminar, Weil, ist als Nachfolger des Ministerialrats Dr. Oldenburg in das Preuß. Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten berufen worden.
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Wohl über drei Viertel der Bevölkerung der Mainmetropole rekrutiert sich aus der rheinsränkischen Landschaft, die in einem ununterbrochenen Zustrom ihrer Verbundenheit immer neuen Ausdruck gibt. Allein im Nahverkehr suchen täglich über 40 000 Werftätige der weiteren Umgebung Frankfurt auf. In einem fast beunruhigenden Tempo ging das Wachstum der Stadt vor sich.
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noch 91 000 E. bei 310 000 E. bei 414 000 E. bei 445 000 E. bei 473 000 E. bei und 1928 bereits 550 000 E. bei 19 463 ha.
Die hessischen Vororte Offenbach- Isenburg und Keltersbach im Süden, Vilbel und Steinbach im Norden bilden bereits die nächsten Berührungsumgebung und erkennbare Strömungen neigen schon überaus start zur Verwaltungsgemeinschaft. Mit der Jahrhundertwende vollzog sich die bewußte Abkehr von der nur Handels- und Bankstadt zu einem jungen, lebenswarmen Industriezentrum, dem bekanntlich zuletzt durch die J. G. Farben besondere Weltgeltung erwuchs. Die ausgezeichneten Standortsbedingungen finden in dem fünftigen, im Ausbau befindlichen Großschiffahrtsweg der Rhein- Main- Donau- Wasserstraßen ihre besondere Krönung.
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Seiner überaus günstigen marktgeographischen Lage verdankt neben dem großen ,, Zentraiflughafen" Frankfurt die neuzeitliche Großmarkthalle" u. den wichtigen„ Zentralviehmarkt". Wer in den frühen Morgenstunden diese beiden Großmärkte einer näheren Beobachtung unterzieht, findet hier die landschaftliche Verbundenheit beweiskräftig unterstrichen. Zufuhr und Abgang erfolgen nämlich aus einem Umkreis von 100 bis 150 km, wie der sich dort ansammelnde schier unübersehbare Lastkraftwagenpark und die Händlernationale erkennen lassen. Und, wer den wachsenden ,, Fleiverkehr", die Kombination von Flug- und Eisenbahnverkehr verfolgt, sieht die Spezialerzeugnisse von Blumen und Edelobst der fruchtbaren Rhein- Mainsenke, von Bijou terien und Lederwaren der weltbekannten Qualitätsstätten Ha nau und Offenbach, der Aschaffenburger Konfektions- und Papierindustrie, der pharmazeutischen Produkte, der Modeartikel und der seinen Eßwaren Großfrankfurts ihren beschleunigten Luftweg über den gemeinsamen Flughafen im Westen Frankfurts nehmen.
Es ist daher nicht verwunderlich, wenn wir heute, neben den alten, auch bereits zahlreiche neuzeitliche Verbundenheiten der Landschaft vorfinden, wenn der„ Südwestdeutschen Rundfunk A. G. Frankfurt" Besprechungsräume in Mannheim und Kassel angegliedert sind, wenn die„ Südwestdeutsche Lustverkehrs- A. G. Frankfurt" mit den gleichgerichteten Bodenorganisationen in Darmstadt- Mannheim- Saarbrücken- Trier- Gießen und Kassel einen regionalen Bestandteil der„, Deutschen Lufthansa" bilden, wenn der„ Frankfurt- Offenbacher Gasgemeinschaft" mit über 100 Mill. cbm Konsumverbrauch der„ Frankfurt- Mannheimer Vertrag" auf dem Fuße folgte und mit dem bevorstehenden Einschluß der„ Sekoga" des Freistaates Hessen die landschaftliche Gruppenversorgung gesichert werden soll, wenn die HessischFrankfurter Eltversorgung in der„ Hefrag“ und„ Sefrig" mit ihrem über hundert von Millionen kWh Verbrauch ihren Wellenschlag über die gesamte Landschaft zieht, die mit einem dichten Verteilungsnetz bis zu 220 000 Volt- Leistung der„ Ueberlandzentralen" durchzogen ist und des weiteren Zusammenschlusses sehnlichst harrt, wenn die„ Hafabra" hier im rheinfränkischen Gebiet erstmals aktiv wird mit der AutostraßenTeilstrecke ausgehend von dem Städtekranz am Untermain zu dem Drei- Städtegebiet am Zusammenfluß von Rhein- Neckar, wenn die Fragen von„ Theater- und Museumsgemeinschaften", von ,, Arbeitsteilungen im Hochschulwesen" von„ gemeinsamen Werbe- und Propagandawesen" u. a. m. nicht mehr verstummen wollen, wenn neben den freien Wirtschaftsverbänden auch die öf= fentlich- rechtlichen Körperschaften der„ Hessischen und HessenNassauischen Industrie- und Handelskammer" sich zur Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden haben, ja wenn sogar die politischen Arbeitsgemeinschaften der Kommunal-, Landes- und Reichsvertreter, über Ländergrenzen hinweg sich immer enger
Haiger. In dem Dorfe Dauersberg wurde das Anwesen des Bergmanns Neubauer, bestehend aus Wohnhaus und Scheune, zur Nachtzeit ein Raub der Flammen. Die Untersuchung des Brandes ergab, daß nur durch Brandstiftung das Feuer entstanden sein konnte. Die Ehefrau Neubauer wurde verhaftet und legte ein umfassendes Geständnis ab.
enger zum gemeinsamen Handeln zusammenschließen. Rheinfranken lebt!
und
Was nun die zentrale Bedeutung des Kernstückes am Untermain zwischen Mainz- Wiesbaden und Aschaffenburg einerseits,
Mitten in diesem wirtschaftlich und kulturell ungeheuer bewegten Gebiet steht in Fortbildung der alten„ Reichsmesse", diese„ Frankfurter Messe", sein Großmarkt, Kraftzentrum für sich, das belebende Energien bis zu den südlichen, westlichen und östlichen Grenzen des Reiches, darüber hinaus aber in das der Frankreich, Frankfurter Messe neu erschlossene Westgebiet Belgien, Holland und nach der Schweiz und Italien, sowie den Balkan bis an die Ufer des Schwarzen Meeres hin auswirft.
Ohne Vorzugsstellung des einen vor dem andern, jeder Eigenart gerecht werdend, vollzieht sich hier schon lange zum Entsetzen einer erstarrten Länderbürokratie, der jeder Fortschritt suspekt erscheint, eine freiwillige Anpassung und Unterordnung, den verkehrsgeographischen und wirtschaftlichstatischen Gegebenheiten entsprechend, im Geiste der Gemeinschaft, in einem Gefühl der Verbundenheit mit der gemeinsamen Heimat der erwachenden Landschaft Rheinfranten!
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