Einzelbild herunterladen

Nr. 31.

Erfindung

Mittwoch und uto statt. Es weite sich noch n wurde ein

einem moder: feinen Motor heinen Akku­Teftrische Zün­ressanteste Teil wagen auffal Reihen 12 dide he Drähte ein gens baut sich Brinzipien auf.

1s einem Ver oder aus einer

hochgespannter

r Geschwindig örper, dem fie

s Prinzip ist nnt. Bei dem

agen innerhalb 5 Kilometern. csuch ab, da er

n war. Dem -Auto auf der itteilungen foll Autos, sondern In einem Jahre

n Transozean

C. B., Gießen. -Herborn, vom Breitenbach.

18.

nburg, vom h- Willingen­

Surg- Limburg, n- Dietkirchen. wischen Liebig den 16. April, raße ist deshalb er auf der einen ist größte Vor­eigene Verant

en nur dann gehändigt werden. Sonst

Imähliche Lode werden wür 1, sondern auch en zu befassen

ssteuer verwal nn die Deuts durch besagten

August 1924 zu

tigkeit hat man Diese müssen ge

tein freies Ver:

, besonders also

r nicht aus der

endig werdend

raktes durch die

das Risiko, das h, um durch die

er Veräußerung

Verwaltungs

währung solcher

üher bedeutend Hauszinssteuer

err den Besit

) und rund 12

eträgt ſein An

zent und nicht

nach der Sta apital des Bau privaten ersten

Baukosten be Die demnach von

Prozent gejunter

Cozentual den ge ooch so hoch, da

. Mietausfälle

des allgemeiner

zu erwartender glich auf Roften

Bauherrn. E

er fich jetzt noch

nter den Mieter

Illgemeinheit ent

bürger wird man jon in diesem aber von feinem verden."

Samstag, den 14. April 1928.

* Warnung für Schwerhörige! Der Reichsverband der Deutschen Schwerhörigenverbände warnt vor dem Ankauf der Breslauer Hörkapsel". Dieser Apparat, der von der Bres­lauer Hörkapselgesellschaft mit übertriebenen Versprechungen den Schwerhörigen angepriesen wird, wurde vom Landgericht Stuttgart laut Urteil vom 16. Juni 1927 auf Grund von Sach­verständigen- Gutachten als wertlos festgestellt. Nähere Aus­kunst in der Angelegenheit erteilt die Kommission zur Be­fämpfung des Kurpfuschertums des obigen Verbandes Stutt­gart, Hauptstätterstraße 53a I.

* Eine Bienenzüchterversammlung des Oberhessischen Bie­nenzüchterverbandes fand unter Leitung von Lehrer Buß- Leih­gestern hier statt. Die Wanderversammlung des Vereins und eine bienenwirtschaftliche Ausstellung finden am 28. bis 30. Juli in Schotten statt. Zu Preisrichtern des Vereins wurden Obergärtner Riedel Assenheim, Lehrer Bernhardt= Heimerishausen bestimmt. Zu Ehrenmitgliedern wurden Well­Ober- Breidenbach, Keil- Lindenstruth und Schulrat Süß- Fried­berg ernannt.

F

Aus Nah und Fern.

Lich. Der Gesangswettstreit in Verbindung mit dem 90­jährigen Jubelfeste des Gesangvereins Cäcilia" wird etwa 3-4000 Sänger nach Lich führen, davon werden 2500 am Wett­streite teilnehmen. Als Festtage sind der 9. bis 11. Juni fest­gelegt worden. Das Protektorat hat Fürst Reinhardt zu Solms­Hohensolms- Lich übernommen.

Buzzbach. Das Fortbestehen der Oberrealschule ist in Frage gestellt. Der Bürgerverein befaßte sich mit dem Thema und sprach sich für Beibehaltung der Oberrealschule aus, selbst für den Fall, daß die Stadt weitere finanzielle Opfer bringen müsse. Die Entscheidung wird in der nächsten Stadtverordnetenver­Sammlung fallen.

Liebesdrama in Bad Nauheim.

Bad Nauheim. Donnerstagnachmittag ereignete sich hier cine furchtbare Liebestragödie. Ein 24jähriger Student erschos die 21 Jahre alte Tochter eines hiesigen Arztes und dann sich selbst. Das Liebesverhältnis zwischen den beiden jungen Leu­ten wurde von der Familie des Mädchens nicht geduldet. Der junge Mann war 24 Jahre alt und studierte in Gießen Medizin; das Mädchen war 21 Jahre alt. Die Tat geschah, als Mutter und Tochter auf einer Bank die Rückkehr des Vaters abwarteten, der in einem gegenüberliegenden Hause einen Krankenbesuch machte. Das junge Mädchen wurde noch lebend in das Kran­tenhaus gebracht, wo es aber bald nach der Einlieferung ver­starb. Der Täter starb bald nach dem tödlichen Schuß, den er sich in den Kopf beibrachte. Die Teilnahme der Nauheimer Be­völkerung an dem schweren Schicksalsschlag der beiden Familien ist allgemein.

Friedberg. Im vergangenen Jahre bereitete der Chor der hiesigen Blindenanstalt den Gefangenen des Landeszuchthauses Marienschloß bei Buzzbach eine musikalische Feierstunde. Die Darbietungen des Chors haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, so nachhaltig, daß die Strafgefangenen von ihrem targen Arbeitsverdienst 274 Mark erspart und an die Blinden­anstalt als Zeichen der Dankbarkeit abgeführt haben.

Gedern. Hier stürzte vor einigen Tagen ein 28jähriger Mann mit seinem Fahrrad so unglücklich, daß er an den erlitte­nen Verletzungen starb.

Gedern. Der Frühjahrs- Prämienmarkt wurde auf den 21. Mai festgelegt. Gleichzeitig verbindet die Landwirtschaftskam­mer eine Zuchtviehversteigerung damit.

Köddingen. Hier herrscht z. 3t. dieMasern- Krankheit so stark, daß die Konfirmation auf Pfingsten verschoben werden mußte. Auch die Schulen bleiben vorläufig geschlossen.

Hartmannshain. Ueber die Förderung der Landwirtschaft durch die hessische Regierung wird Minister Korell in einer öffentlichen Versammlung des Bauernvereins am 22. April sprechen. Ein parlamentarischer Abend für Vertreter von Han­del, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft geht voraus.

Marburg. Ein in der Wilhelmstraße bedienstetes Mädchen nahm abends in Gemeinschaft mit einer Freundin, die in einem Hause der Schwanenallee ebenfalls als Dienstmädchen tätig ist, in Abwesenheit der Herrschaft ein Wannenbad. Jedenfalls in­folge Entweichens von Gas aus dem Badeofen schliefen die beiden Mädchen in der Badewanne ein. Das Mädchen aus der Wilhelmstraße wachte im Laufe der Nacht aus seiner Betäu­bung auf. Herbeigerufene ärztliche Hilfe konnte nur noch den Tod der Freundin feststellen.

Marburg. Bei dem Lustmord an der 68jährigen Efise Krä­mer handelt es sich wahrscheinlich um einen Racheakt des 17­jährigen Täters.

Kirchhain. Donnerstag wurde in der Nähe von Allendorf von dem Schnellzug Hamburg- Frankfurt ein Rottenführer überfahren. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Verunglückte befand sich in einer sehr unübersichtlichen Kurve, so daß er das Herannahen des Zuges nicht bemerkte und auch das Lokomo­tippersonal die arbeitenden Leute nicht rechtzeitig sehen konnte.

Amerika hat seinen Namen von einem Deutschen erhalten.

Bekanntlich stellt der Name Amerika" eine Anlehnung an die Person des Florentiners Amerigo Vespucci dar, welcher als einer der ersten den Pfaden des Kolumbus folgte und 1497 als Geograph und Steuermann unter dem Admiral Ojeda in der Länge von 100 Meilen zuerst die Küste des festen Landes im Süden der westlichen Neuen Welt untersuchte. Nicht er hat

,, Gießener Zeitung"

burger Geograph und Kartenzeichner Martin Waldseemüller, oder, wie er sich mit seinem ins Griechische übertragenen Ge= lehrtennamen nennt, Martinus Hylacomylus. In seiner be= reits im Jahre 1507 erschienenen ,, Cosmographiae Introduktio" findet sich zum erstenmale die Bezeichnung Amerika für den neu­entdeckten Erdteil. Dieses Werk, dessen weite Verbreitung der Verfasser schon 1508 rühmt, hat vier Auflagen erlebt, und der Umstand, daß es zweimal zu Venedig abgedruckt worden ist, beweist, von welchem Einfluß es gewesen, auf die weitere Ver­breitung sowohl der Kunde von den vier Reisen des Amerigo Vespucci als des Namens Amerika. Waldseemüller als gro­ßer Bewunderer des genannten Seefahrers war es auch, der zum ersten Male ganz ohne dessen Zutun im Jahre 1522 den Namen Amerika auf die als Orbis typus universalis iuxta hydro- graphorum traditionem" von ihm herausgegebenen Welt­farte gesetzt hat.

An diesen Tatsachen kann keine Kritik irgendwie rütteln. Die Yankees müssen es sich also gefallen lassen, daß wie in dem­selben Heft der erwähnten Zeitschrift festgestellt ist, ein Deut­scher Amerika entdeckt und ein anderer gelehrter Deutscher ihren Erdteil gewissermaßen getauft hat, leider auf den Namen eines Italieners.

Der deutsche König von Korsika.

Korsika, die schöne Insel im Mittelmeer, ist berühmt durch ihre wilde Primitivität und durch ihre Räuber. Diese Pri­mitivität Korsikas wird durch Zuschüsse reisender Engländer er­halten und der letzte Räuber der Heimatinsel Napoleons wurde kürzlich auf seinen dringendsten Wunsch und trotz des schärfsten Widerstandes der Regierung und der Bevölkerung gefangen ge= nommen. Sonst ist von der Insel nichts weiter bekannt, als daß die Italiener sie für italienisch, die Franzosen für franzö­sisch und die Korsen für korsisch halten. Die Korsen sind auf ihre Insel sehr stolz. Und mit Recht; denn Korsika hat sogar seine eigene glorreiche Vergangenheit. Die Insel hatte einmal ihren eigenen König, sieben Monate lang, vom 15. April 1736 ab. Dieser König hieß Theodor Neuhof, war ein Deutscher und abenteuerliebenden Gemütes. Er kam in Korsika mit einer Flotte an, die aus einem alten Schiff bestand und etwa 200 alte Pistolen an Bord hatte. Die Korsen unterwarfen sich, krönten ihren Eroberer mit Lorbeeren und setzten ihn auf den Thron. König Theodor schlug nun Münzen, gründete einen Orden, ver­lieh hohe Würden und erließ Gesetze. Nach sieben Monaten aber wurde es dem König langweilig und er verließ die Insel: Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Voltaire hat diesem Könige von Korsika folgende Zeilen in seinem, Candide" ge­widmet: ,, Baron Theodor erschien am 15. März 1736 im Hafen von Aléria. Er war als Türke angezogen und trug einen Turban... Er brachte Stiefel aus gutem Leder mit, was ein unbekannter Lurus auf Korsika war. Man hielt ihn deshalb für einen der größten Fürsten des Erdballs"... Sic tranſit gloria mundi.

Flieger im Kampfe gegen Heuschrecken.

Aus Kairo kommt die Nachricht, daß in Aegypten und im nördlichen Sudan, sowie auch in der Gegend des roten Meeres ungeheure Heuschreckenschwärme beobachtet werden. Seit vie­len Jahren sind diese Tiere nicht in solchen Mengen aufgetreten, und wo sie sich niedergelassen haben, ist alle Vegetation ver­nichtet; Hungersnöte und Seuchen sind die Geschenke, die sie zurücklassen. Man versucht deshalb auf alle erdenkliche Weise. diese Heuschreckenschwärme zu vernichten, was aber bei ihrer oft meilenweiten Ausdehnung sehr schwierig ist. Neuerdings hat man mit Erfolg Flugzeuge gegen die geflügelten Räuber mo­bilisiert. Die Piloten überfliegen die Schwärme, die sich stets nur in geringer Höhe halten und werfen pulverisiertes Arsenik oder Gasbomben auf sie ab. Die erstere Methode hat sich als die sicherste erwiesen, während durch die letztere bisweilen auch Vergiftungen von Menschen verursacht worden sind.

Die Hungersnot in China.

Erschütternde Berichte kommen aus Peking über die Nöte des von kriegerischen Wirren zerrissenen ,, Reiches des Himmels"

Nr. 31.

auch noch nicht endgültig, behoben, und es werden hiervon aus= teichende Mengen verteilt, aber es macht die größten Schw'erig­feiten, auch nur geringe Quantitäten Butter zu erhalten. Sehr unangenehm macht sich auch das Fehlen von Reis und Tee be­merkbar, was man auf die chinesischen Wirren zurückführt. Da die meisten Lebensmittelläden in Rußland verstaatlicht sind und in diesen die Lebensmittel nur in bestimmter L'enge und zu bestimmten Preisen verabsolgt werden dürfen, ist der An­sturm auf die wenigen freien Lebensmittelgeschäfte um so hef= tiger. Mit der sprichwörtlichen russischen Geduld versammeln sich die Käufer vor diesen schon morgens früh um 7 Uhr, obgleich sie erst um 11 Uhr geöffnet werden dürfen. Man bevorzugt diese Läden, obgleich alle in ihnen verkauften Waren um 25 bis 50 Prozent teurer sind, als in den staatlichen Verteilungs­stellen, doch auch noch aus zwei ganz bestimmten Gründen: Erstens ist die Bedienung dort schneller und zuvorkommender, und zweitens gibt es dort gelegentlich auch die offiziell ver­pönten Delikatessen, wie vor allen Dingen Wein und Süd­früchte.

Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im März 1928.

Die eingelaufenen Berichte lassen erkennen, daß die win­terliche Geschäftsstille auch für den Monat März noch nicht in allen Handwerksberufen überwunden ist. Zwar ist in einer Anzahl von Handwerken eine geringe Besserung des Auftrags­einganges zu verzeichnen, jedoch erfolgte die Belebung des Ge­schäftes nicht in dem sonst um diese Jahreszeit üblichen Maße. Für das Baugewerbe wird im allgemeinen von einer leichten Zunahme der Aufträge berichtet. Die Bautätigkeit erstreckte sich aber zum großen Teil auf die Fertigstellung von Bauten aus der vorigen Bauperiode. Neue Bauvorhaben konnten zunächst infolge der am Ende des Etatsjahres verminderten Auftrage seitens der Behörden in geringerem Umfange begonnen werden. Auch wurde die Auswärtsbewegung auf dem Baumarkt durch das Wiedereinsetzen des Frostes unterbrochen und bis nahezu zum Schluß der Berichtszeit empfindlich gehemmt. Das Her= renschneiderhandwerk, für das der Frühjahrsbeginn stets eine Zeit guter Beschäftigung bedeutet, meldet lebhafteren Ge­schäftsgang, allerdings nicht in dem gleichen Umfang wie frü­her. Am ungünstigsten war die Lage des Handwerks in den überwiegend ländlichen Gemeinden, wo sich die Notlage der Landwirtschaft in besorgniserregender Weise auf das Handwerk auswirkt. Sie erfährt durch die wieder ständig zunehmende Borgwirtschaft noch eine besondere Verschärfung, zumal der Handwerker seine Rechnungen bei seinen Lieferanten viel früher bezahlen muß und dadurch häufig in drückende Schuldverpflich= tungen kommt.

Nach der schon früher ausgesprochenen Befürchtung hat die Lohnbewegung mit wenigen Ausnahmen das ganze Handwerk ergriffen. Zum Teil haben die Lohnverhandlungen durch das Zugeständnis von Lohnerhöhungen bereits ihren Abschluß ge= Da in den meisten funden, zum Teil dauern sie noch fort. Handwerken die Beschäftigung und Verdienstmöglichkeit sehr ge= ring und eine Abwälzung der gestiegenen Kosten auf die Kund­schaft kaum möglich ist, sieht das Handwerk mit größter Sorge in die Zukunft. Die allgemeine Lage des Arbeitsmarktes hat keine wesentliche Besserung erfahren. Lediglich im Bau­gewerbe und im Schneiderhandwerk sind Arbeitereinstellungen erfolgt.

In der Materialbeschaffung werden Schwierigkeiten nicht gemeldet. Die Preise für die benötigten Rohstoffe und Materi­alien waren überwiegend unverändert. Nur für Textilien zeig­ten die Preise steigende Tendenz.

Bücherbesprechung.

Das Bayerische Hochland, illustr. Zeitschrift für den Frem­denverkehr und Wintersport im bayr. Hochland und im All­gäu beschäftigt sich in seiner März- Ausgabe wiederum in Wort und Bild mit dem bayerischen Oberland. Sie ist vor allem dem Gebirgsörtchen Bad Tölz und dem schönen Orte Lenggries im Jsarwinkel gewidmet. Auch die Perle der Chiemgaustädte Traunstein kommt zu Wort. Die Interessenten erhalten Probe­nummern kostenlos vom Verlag München 8.

zu uns. Man kann sich von den Zuständen keinen Begriff Maßgebende

machen, und zahlen geben nur einen schwachen Anhaltspunkt dafür. Mehr als vier Millionen halbverhungerter Obdach­loser durchziehen bettelnd das Land. Die Felder liegen öde und verwahrlost, teils war es infolge des Kriegsgetümmels un­möglich, sie zu bestellen, teils sind die Bauern durch eine Reihe von Mißernten entmutigt und am Rande ihrer Kräfte. Sie verschleudern ihre Aecker zu Spottpreisen, um etwas Bargeld in die Hand zu bekommen, für das sie sich Lebensmittel kaufen können. Aber nicht nur Land, Häuser und Gerätschaften wer­den verkauft, sondern auch Menschen.. Viele chinesische Eltern verkaufen ihre Kinder, da sie sie nicht mehr ernähren können. Namentlich die jungen Mädchen erfahren dieses Schicksal; sie wandern in die öffentlichen Häuser und Matrosen­kneipen der Hafenstädte und werden je nach ihrer Jugend und ihrem Aussehen mit 5 b.s zu 25 Dollar bezahlt! In Tsinan, der Hauptstadt von Shantung, leben 25 000 Flüchtlinge buch­stäblich auf der Straße, sie schlafen, in ihre zerfallenen Lum­pen gewickelt, in der bitteren Kälte auf dem nadten Erdboden. Von Zeit zu Zeit wird durch öffentliche Wohltätigkeit etwas Reis und Suppe verteilt, aber meist müssen diese Unglücklichen ihr Leben mit den Abfällen fristen, die sie auf der Straße fin­den oder sich erbetteln. Ein großer Teil der Bevölkerung nährt sich von Wurzeln, Baumrinden und feingeschnittenem Stroh, und der Todesfälle sind so viele, daß man kaum noch irgend­welche Notiz von ihnen nimmt. Ganze Dörfer und selbst grö­here Ortschaften sind völlig ausgestorben, und immer weiter

nun, wie im neuesten Heft der illustrierten Zeitschrift ,, Des deutschreitet das Hungergespenst durch das Land... schen Vaterland"( Organ der Nationalen Einheitsfront) nach­gewiesen wird, dieser neuen Welt ihren schon über 400 Jahre gebräuchlichen Namen gegeben, sondern ein Deutscher, der Frei­XXX

Drucksachen aller Art bezieht man am billigsten

von Albin Klein, Giessen

Lebensmittelschlangen" in Moskau.

Die Lebensmittelknappheit in Rußland macht sich auch, iri Straßenbilde der Großstadt deutlich bemerkbar. Menschenan­sammlungen vor den staatlichen Lebensmittelläden sind an der Tagesordnung. Zwar ist die Mehlknappheit zur Zeit, wenn

Ernährungsphysiologen

sind der Ansicht, daß diejenige gemischte Kost die zuträglichste ist, die einige Mal wöchentlich kleine Fleischgaben, täglich reich­lich Gemüse und Obst und im übrigen Milch­mehlspeisen enthält. Sicher ist es nun jedem erwünscht, auch eine Abwechselung in den Mehlspeisen zu haben. Hier kommen Ihnen Dr. Oetker's Puddingpulver, die leicht und schnell mit Milch zu bereiten sind, sehr ent­gegen. Sie ergeben schmackhafte und wohl­bekömmliche Nachspeisen. Dr. Oetker's Puddingpulver sind ebenso, wie Back­pulver Backin", Vanillin- Zucker, Gustin usw. infolge großen Umsatzes in allen Geschäften stets frisch zu haben. Viele neue und wertvolle Anregungen zum Backen bietet Ihnen das neue farbig illu­strierte Oetker- Rezeptbuch, Ausgabe F, das für 15 Pfg. in allen Geschäften erhältlich ist. Sie erfahren aus dem Buche auch Näheres über den vorzüglichen Back apparat Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können.

99

In vollständig neuer Bearbeitung ist Dr. Oetker's Schulkochbuch, Ausgabe C, wieder erschienen. Es ist mit seinen ca. 500 Koch-, Back- und Einmache- Rezepten und vielen farbigen Tafeln für jede Hausfrau und besonders für die angehenden ein guter Ratgeber für die Haushaltführung, wobei die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse, sowie die neuen Forschungsergebnisse in der Ernährungswissenschaft berücksichtigt sind. Wo nicht vorrätig, ist das 150 Seiten starke Buch in dauerhaftem Pappband gegen Ein­sendung von 30 Pfg. in Marken von mir portofrei zu beziehen.

Dr.August Oetker, Bielefeld