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Whittwoch, den 6. Juni 1928.
Fußball.
V. f. B. Gießen.
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,, Gießener Zeitung"
Turnen, Sport und Spiel.
FV. Sprendlingen Liga Liga 3: 1( 1: 1),
2.
-
Lich 1. 5: 2( 2: 0)
1. Jugend
-
VfB.-K. Marburg 1. Jgd. 0: 8, BfB. Wetter A. H. Alte Herren 1:10.
Am vergangenen Sonntag weilte die Ligamannschaft in Sprendlingen und verlor in der Ausstellung: Bingel; Schneider, Schneider; Bergener, Hausrath, Wagner; Lehrmund, Schäfer, Wilhelmi, Balser, Grünewald 1: 3.
Die Aufstellung besagt vieles. Grünewald als Reisebe: gleiter sprang als Rechtsaußen ein. Böttiger und Mittelläufer Henrichs fehlten. Kreß II. zog es vor, trok angeblicher Fußballverletzung auf hiesigem Platz in der 2. Mannschaft zu spielen.
Wenn man bedenkt, daß die Liga mit 4 Mann Ersatz spielte, so ist das erzielte Resultat als ein noch gutes anzusprechen. Es geht also auch ohne sogenannte Kanonen.
Das Spiel an und für sich war verteilt. Die VfB.- Mannschaft kämpfte mit aller Energie. Das 1. Tor für Sprendlingen war ein Selbsttor, hervorgerufen durch einen Fehler in der Verteidigung. Balser glich 10 Minuten vor Halbzeit aus. Halbzeit: 1: 1.
Nach der Halbzeit setzte beiderseits wieder flottes Tempo ein. Bis nach 20 Minuten vor Schluß konnte das Resultat 1: 1 ge halten werden. Durch ein Mißverständnis bei der VfB.- Mannschaft erzielte Sprendlingen ein 2. Tor. Das 3. Tor für Sprend lingen fiel einige Minuten später.
Die 2. Mannschaft spielte auf hiesigem Platz gegen Lich 1. Das Resultat 5: 2 für VfB. ist nicht so hoch zu bewerten, da Kreß II. als Verteidiger mitspielte.
Kreis- Turn- und Sporttag am 17. Juni.
Vorrunde der Fußballer.
Ehringshausen Niedergirmes 2: 2( nach zweim. Verl.), Edingen Holzhausen 4: 1,
Oberbiel
Hermannstein 3: 1,
Braunfels Steindorf( Letzterer nicht angetreten), Ulm Lissenberg 2: 7,
Burgholms Biskirchen 10: 1,
Azlar Nauborn
-
Sportv. Weglar 2: 4,
Werdorf 1: 3.
Die erste Etappe der Fußballrunde zum Kreis- Turn- und Sporttag am 17. Juni in Weylar ist zurückgelegt.
Hartnädig fämpften Ehringshausen und Niedergirmes. Bei Halbzeit lagen die Gäste noch 2: 0 in Führung, dann gelingt es Ehringshausen auszugleichen. Die erste Verlängerung brachte keine Verschiebung des Resultates. Auch in der zweiten Verlängerung gelang es keiner Partei, noch einen Erfolg zu erzielen. Ein gütiger Regen machte dem Ringen ein Ende. Edingen siegte unerwartet gegen Holzhausen, die zur Zeit eine Schwächeperiode durchmachen.
In Braunfels trafen sich Hermannstein und Oberbiel. Zwei Vereine, die noch an Technik lernen müssen, sonst aber sehr an= ständig spielten. Das Resultat 3: 1 für Oberbiel ist nur ein Gradmesser für Glücksmomente gewesen. Die Mannschaften sind sich ebenbürtig. Leider mußte der Torhüter von Oberbiel 8 Min. vor Schluß ausscheiden, da er im Fallen noch einen unbeabsichtigten Tritt in den Rücken erhielt und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Hoffentlich kann der sympathische Tormann bald wieder sein Tor hüten. Braunfels selbst kommt durch das Nichtantreten Steindorfs billig in die Zwischenrunde.
Ein Spiel das mit 10: 1 Toren ausfiel, lieferten sich Burg
Die Alten Herren weilten in Wetter und kongten ein gün- solms und Biskirchen, zwei alte Rivalen, die schon oft abwechselnd stiges Resultat erzielen: 10: 1 für VfB.
Die 1. Jugend unterlag auf eigenem Plage der gleichen Jugend des VfB. Kurhessen Marburg mit nicht weniger als 0: 8. Das Resultat besagt garnichts, da die 1. Jugend des VfB. in einer ganz unmöglichen Aufstellung spielte.
Die 1. Jugend in alter Aufstellung weilte Pfingsten in Alsdorf, Kreis Aachen. Ursprünglich sollte auch noch gegen VfB. Aachen gespielt werden. Jedoch zog es VfB. Aachen vor, noch am Samstag Abend durch Telegramm( Grund bis jetzt unbetannt) abzusagen. Die Jugend spielte gegen Alsdarf 2: 2. Bis zur Halbzeit führten sie 2: 0. Durch ein Mißverständnis erzielten die Alsdorfer ein glattes Abseitstor, das Ausgleichstor hätte auch gehalten werden können.
Die Aufnahme in Alsdorf war die denkbar beste und konnten dort recht freundliche Beziehungen angeknüpft werden. Die Alsdorfer wollen nächstes Jahr Ostern das Rüdspiel liefern. BfB. Gießen 2.- VfR. Lich 1. 5: 2.
-
Die durch 3 Mann Ersaz geschwächte Licher Ersie weilte in Gießen beim VfB. Das Spiel teu den Stempel eines Berbands= und keines Gesellschaftsspieles und manche unfeine Sportlichkeiten hätten sehr gut auch unterlassen werden können.
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Oympia- Fußball- Turnier.
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Samstag: Argentinien Belgien 6: 3( 3: 2) Sonntag: Deutschland Uruguay 1: 4( 0: 2)
Schwarzweiß Essen SSV. Barmen
Alemannia Aachen Arminia Bielefeld
Westdeutschland. Chemnizer BC( Sa) 3: 5 Turu Düsseldorf 6: 3 Preußen Krefeld 4: 3 Duisburg 99 0: 1
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-
Spandauer SV.-Ten.- Borussia Berlin 3: 1
Sp. Vg. Griesheim 02 Eintracht Frankfurt 4: 3 VfL. Neu- Isenburg- FSV. Frankfurt 3: 1 Schwaben Ulm 1. FC. Nürnberg 0: 6 Fortuna Magdeburg
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Sp. Vg. Fürth( Sa) 1: 7
um den Sieg rangen. Biskirchen tritt zu diesem Kampf leider nur mit 9 Mann an, so daß von vornherein ein kleines Plus für Burgsolms erkennbar war. Auf dem fast fertigen Platz, der unendlich viel Mühe, Arbeit und Geld gekostet hat, fanden sich die von der Heilquelle schwer zusammen. Das erste Tor resultiert von einem Freistoß für Biskirchen wegen zu langem Laufens des Tormann. Dies gab Mut, und man konnte feststellen, daß Biskirchen trotz seiner 9 Mann recht gut aufkam. Aber nun besannen sich auch die Leute von der Georghütte und drückten aufs Tempo. Bis zur Halbzeit, es wurde inzwischen schon sehr warm, gelang es ihnen, 3 Tore aufzuholen. Der Tormann, der unglücklich fiel( er spielte zum ersten Male) schied aus, so daß die Gäste nur noch 8 Mann zur Stelle hatten. Es ist begreiflich, daß sich diese nicht mehr gegen die 11 des Plazvereins durchsehen konnten. In regelmäßigen Abständen mußte der Ersatztorhüter hinter sich greifen. Mit beachtenswerter sportlicher Einstellung nahm der Besiegte das Resultat, das durch besondere mißliche Umstände hervorgerufen wurde, hin, wie auch der Schiri, Herr Klier, sich nur lobend über das Benehmen beider Mannschaf= ten aussprechen konnte.
In Biskirchen stießen Ulm und Lissenberg aufeinander. Zwei Gegner, die um das Prestige der Bürgermeisterei Ulm kämpften. Lissenberg, als die technisch reifere Mannschaft siegte hoch mit 7: 2. Lissenberg wird seinem Gegner in der Zwischenrunde eine harte Nuß zu fnacken geben.
In Aßlar gab es eine Ueberraschung. Die heimische Elf ließ mit 4: 2 Toren den Weglarern Sieg und Beteiligung zur Zwischenrunde. Werdorf gab Nauborn mit 3: 1 das Nachsehen und wird am kommenden Sonntag beweisen müssen, ob die Spielstärke eine stetige ist. Ueber die ganze Veranstaltung wird in nächster Nummer dieser Zeitung ausführlich berichtet.
Auch das noch
Die am Sonntag beim Spiel Deutschland- Uruguay ausgeschlos= senen Spieler Kalb- Nürnberg, Hofmann- Meerane und NasazziUruguay sind vom Schiedsrichter des Kampfes Jusuff MohamedAegypten, der Jury der Fifa zur Anzeige gebracht worden.
Deutschland geschlagen.
Uruguay siegt 4: 1( 2: 0)
nach einem mörderischen, mit äußerster Härte geführten Kampf.
Amsterdam, 3. Juni( Drahtber.) Man hatte mit einer deutschen Niederlage gerechnet, ebenso, wie man auch einen Sieg unserer Landsleute für möglich gehalten hatte. Aber das, was man jetzt aus Amsterdam berichten muß, war von niemanden für möglich gehalten worden. Es ist nicht nur von Des Deutſcher einer Schlappe des deutschen Fußballs, sondern vor allem von einem Debacle für den Fußballsport überhaupt zu melden. Vor weit über 40 000 Zuschauern, darunter wieder etwa 10 000 deutschen Schlachtenbummlern, und bei prachtvollem Frühlings wetter wurde der Kampf Deutschland- Uruguay zu einem beiderseits mit verbissener Wut, mit nie gesehener Härte geführten Kampf, der ein durchaus trauriges Erlebnis war. Unsere Elf stand der des Gegners an Härte nicht nach, aber es muß zu ihrer Entschuldigung gesagt werden, daß sie nicht mit gleichem Raffinement in der Unfairneß, mit gleich offenkundiger Absicht, Spieler des Gegners außer Gefecht zu setzen, kämpfte. Was bei einem olypischen Kampf nicht vorkommen dürfte, geschah: drei Spieler mußten vom Felde verwiesen werden. Kurz vor der Pause ließ sich der deutsche Mittelläufer dazu hinreißen, einen Spieler der Südamerikaner, der gerade nicht am Ball war, tätlich anzugreifen und unter einem Höllenlärm der anwesenden Anhänger Uruguays mußte der Deutsche vom Plaz. Kurz vor Schluß des Kampfes kam es dann noch zu einem Zusammenstoß zwischen Hofmann- Meerane, auf den man es besonders abgesehen hatte, und dem Uruguay- Verteidiger Nasazzi. Jussuf Mohamed Aegypten, der strenge Leiter des Spieles, dem man sein Amt all zu schwer machte, stellte daraufhin beide Spieler Dom Feld.
Das Torergebnis ist eindeutig, die Niederlage ist nicht ungeschehen zu machen, aber die deutsche Mannschaft hat in der weiten Halbzeit, als sie nur mit 10 Mann spielte, bewiesen, daß
fie mit Kalb, also mit ihrem besten Mann, den Kampf noch für sich hätte entscheiden können. Wohl war der Gegner technisch besser, raffinierter und wendiger, aber dafür arbeiteten die Deutschen mit gößerem Fleiß, mit flügerer Taktik. Der Kräfteunterschied war bei weitem nicht so groß, als das Ergebnis besagt. In der ersten Halbzeit spielte allerdings der deutsche Angriff schwächer, als man erwartete. Es wurde zuviel auf eigene Faust und zu nervös geschafft. Läuferreihe und Verteidigung waren in dieser, wie auch in der zweiten Spielhälfte auf der Höhe ihres Könnens. Als in der zweiten Halbzeit Leinberger für Kalb Mittelläufer und Hornauer linker Läufer spielte, war der Angriff mit nur vier Mann besser, als in der ersten Halbzeit. Der Kampf konnte jetzt durchweg offen, zeitweise sogar überlegen gestaltet werden. Aber das Ergebnis ließ sich nicht mehr ändern.
Schon in der ersten Halbzeit spielte sich der Kampf meist im Mittelfeld ab. Der erste Treffer für Uruguay fiel in der 35. Minute durch einen Meisterschuß des Mittelstürmers Petrone. Wenig später mußte Kalb den Platz verlassen. Während die deutschen Spieler noch völlig bestürzt waren, schoß der Rechtsaußen Urdinaran bereits den Strasstoß ein. In der Mitte der zweiten Halbzeit fiel durch Castor der dritte Treffer. Ein Freistoß für Deutschland wurde in der 32. Minute von Leinberger zu Hofmann- Meerane gegeben und dieser erzielte das Ehrentor für Deutschland. Der Kampf artete jetzt in eine wüste Rauferei aus. Uruguay kam durch Petrone noch zu einem vierten Tor, Hofmann und Nazazzi mußten vom Platz und dann kam endlich das Ende.
Die deutsche Elf spielte in folgender Aufstellung: Stuhlfauth; Beier, Weber; Knöpfle, Kalb, Leinberger; Albrecht, Hornauer, Pöttinger, Hofmann- Meerane, Hoffmann- München.
Nr. 46.
Handball und Leichtathletik.
SpVg. 1900 Gießen 1.-M. TV. Gießen 1. 0: 3( 0: 1). Die Rivalität zwischen Turner- und Sportlerhandball sollte durch dieses Spiel zwischen den beiden Gießener Spitzenmannschaften erstmalig am Samstag Abend beiseite gestellt werden. Dieses löbliche Unternehmen hatte unter den Handballfreunden lebhaftes Interesse erweckt und mehrere Hundert Zuschauer auf den 1900er- Platz geführt. Man wurde enttäuscht. Wenn die 1900er glaubten, mit der Mannschaft gegen die sehr guten Turner bestehen zu können, hatten sie sich sehr geirrt. Vier ,, Kanonen" waren mit Rücksicht auf die leichtathletischen Wetttämpfe am nächsten Tage nicht in der Mannschaft angetreten, der Ersatz ein unschönes Wort- machte die Mannschaft um eine Klasse schlechter.
Das Spiel zeigte schon nach wenigen Minuten die technische Ueberlegenheit der Turner. Trotzdem können die 1900er, deren Läuferreihe mit in die Verteidigung gegangen war, ihr Heiligtum noch sauber halten. Das Feldspiel litt sehr darunter, der Sturm pendelte allein im Feld herum und mußte sich, auf gelegentliche Durchbrüche beschränken. Vier Minuten, vor Halbzeit fällt das erste Tor für den M. TV. Nach Wiederbeginn scheint es, als wolle 1900 das Spiel offen halten, aber wenige Minuten später drückten die M. TV.er wieder gewaltig. Die 7. Minute der zweiten Halbzeit brachte den Turnern noch einen Erfolg, so daß das Spiel mit 3: 0 verdient für die Turner ge=
wonnen war.
Bei den Turnern erfreuten der schnelle Innensturm und die prächtige Verteidigung und das gute Abdeckungsspiel. Verwirrend war der Regelunterschied, denn es wurde nach den Regeln der D. S. B. gespielt. Die 1900er, deren Hintermannschaft durch manchmal gute Einzelleistungen eine höhere Niederlage verhindert hat, bedürfen eines viel besseren Sturmes und Läufferreihe um beim Rückspiel die Scharte auszumerzen.
*
Süddeutschlands Handballmeister,
der SV. 98 Darmstadt, schlug in Darmstadt zweimal den westdeutschen Meister VfB. 08 Aachen, und zwar am Samstag, mit 10: 6 und am Sonntag mit 12: 1 Treffern.
7. Nationale leichtathletsche Wettkämpfe der Spielvereinigung 1900 Gießen.
Den gestrigen Sonntag hatten sich viele Vereine im Reich zur Austragung leichtathletischer Wettkämpfe auserkoren. Die dadurch entstehenden Schwierigkeiten für jeden dieser Veranstal= ter lag darin, die ausgeschriebenen Konkurrenzen gut zu besetzen. Dieser Schwierigkeiten ist die SpVg. 1900 nach viel Arbeit und unter manchen finanziellen Opfern Herr geworden und vermochte einschl. einer Reihe Nachmeldungen 21 Vereine auf die Kampfbahn zu führen. Es ist nur einer der gemeldeten Vereine ausgefallen und zwar der Sportclub 1900-02 Roblenz, der durch Postkarte am Sonntag Mittag latonisch seine 14 gemeldeten Teilnehmer zurückzog. Vertreten waren folgende Orte: Altendiez, Barmen( Schwarzweiß), Dortmund( Schröder), Essen( Sp. Vg. 1899), Frankenberg, Frankfurt a. M.( FSB. und Sp. C. 1880), Gießen( VfB. und 1900), Grünberg, Kassel( VfL. HessenPreußen), München- Gladbach( SC.), Offenbach( BC. 1899 und Riders), Siegen( Sportfreunde), Sinn, Weilburg, Wissen( Obe= lode), Wetzlar( W. SpV.), Dillenburg, Betzdorf( Jugend 06)..
Der Distuswerfer Hofmann( Olympiakandidat) war leider, wie sein Kollege, der Langstreckenläufer Gerhardt- Weilburg, verhindert, somit blieben vier Olympiakandidaten übrig: Schröder ( Kugelstoßen), Schaurig, Walpert und Reichmann( Mittel- und Langstreckenläufer), die teilnahmen.
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Man sieht, der gebotene Sport mußte ein beachtliches Niveau aufweisen können. Er tat es- umso mehr als die übrigen Wettkämpfer, unter ihnen Obelode, Paul und Kaufmann alles Mannen von gutem Klang- sich tadellos in den Rahmen des Ganzen einfügten.
Mit Genugtuung und Dank darf auch die Sportpresse da von Kenntnis nehmen, daß die Stadtverwaltung der Stadt Gie ßen für unseren bürgerlichen Sport im Gegensatz zum Hochschulsport, Interesse gewinnt. Ein Pokal als Ehrenpreis der Stadt Gießen winkte dem Sieger in der Olympischen Staffel. Die Kasseler Hessen- Preußen konnten ihn mit Hilfe der beiden Olym= piamänner Schaurig und Walpert erringen.
Es wurde mithin etwas geboten. Dafür, daß der Besuch von Zuschauern hätte viel besser sein dürfen, kann man den Veranstalter nicht verantwortlich machen, der ein übriges getan hatte, und unter schattigem 3elt mit Speise und Trank aufwarten fonte, vielmehr dürfte eine Nachbarveranstaltung auf dem Trieb und dann der prächtige Sommertag auf den erwarteten Zuspruch hemmend eingewirkt haben. Aber darum war der Besuch nicht etwa schlecht.
Die Anfänger- Konkurrenzen sahen eine junge Hoffnung der Spielog. 1900 zweimal siegreich, Petersson, der den 100- MeterLauf in 11,9 Set. und den Diskus beidarmig mit 60,77 m für sich gewann. In der 4 mal 100 m Anfängerstaffel mußten sich die 1900er von Schwarz- Weiß Barmen und BC. 99 Offenbach geschlagen bekennen.
Unter den Junioren ragt in Gießen Peters- 1900 als Mittelläufer besonders hervor, der in gutem Stil die 800 m Junioren in 2: 03,9 Min. gewinnen konnte. Die 200- m- Strecke blieb Pfeiffer- Siegen wie vor einigen Wochen in Weilburg, auch hier vorbehalten. An Blums( SC. 80 Frankfurt) können im 400m- Lauf tann niemand heran, er schaffte es auf der lockeren Bahn in 53,9 Set. Den Weitsprung der Junioren gewann Maus1900, um den zweiten Platz mußten Gork- 1900 und Jüngst- Siegen stechen. 47,70 Meter Speerwerfen ist für einen Junior eine beachtliche Leistung. Hubert- Siegen gewann dadurch diese Konkurrenz. Die 4 mal 400- m- Staffel der Junioren sah die 1900er vor Schwarz- Weiß Barmen siegreich. Alles in allem hat die Spielvereinigung 1900 in diesen Konkurrenzen bewiesen, daß ihre jungen Kräfte gut sind. 5 erste, 4 zweite und 2 dritte Siege brachten den Hiesigen die Anfänger- u. Juniorenkämpfe.


