Nr. 9
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Mittwoch, den 5. Dezember 1928.
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Fortjekung
Fußball.
,, Gießener Zeitung"
Surnen, Sport und Spiel.
Außerordentlicher Bezirkstag in Hessen- Hannover.
Der Bezirk für Hessen- Hannover beschäftigte sich in einer außerordentlichen Tagung in Kassel mit dem seit einigen Wochen zur Diskussion stehenden sogenannten Neuto- Vorschlag über eine Aenderung des Spielsystems innerhalb des Verbandsgebietes. Bekanntlich soll die Entscheidung über diesen Vorschlag auf der am nächsten Sonntag in Bochum stattfindenden Wahlversammlung des W. S. V. fallen. Nach mehrstündiger Beratung gab der Bezirkstag seiner Auffassung einmütig dahin Ausdruck, daß er zwar grundsätzlich einer Neuordnung des Spielsystems im W. S. V zustimme, aber nicht in der Lage sei, die fonkreten Vorschläge der Neufo für Hessen- Hannover zu akzeptieren. Das Ergebnis der Verhandlungen bildete die Annahme eines Antrages an die Neuko- Wahlversammlung, für das Jahr 1929-30 das Spielsystem in Hessen- Hannover nach einem von dem Vorschlag der Neuko abweichenden Plan seitzusetzen, für die folgenden Jahre aber dem Bezirksvorstand und dem technischen Bezirksausschuß es zu überlassen, die Gruppeneinteilung nach den in Hessen- Hannover durch die besonderen geographi= schen Verhältnisse gegebenen Zweckmäßigkeitsgründen zu regeln
1900 Liga
Dillenburg Liga 2: 1( 1: 0) Ecken 9: 7.
Auf trotz des unbeständigen Wetters gut besuchtem Blaze kämpften beide Mannschaften, vielfach durch den glatten Boden behindert, erbittert um die Punkte und den voraussichtlich 2. Platz in der Tabelle der Ligavereine des Gaues GießenWetzlar. Das Spiel zeigte aber auf beiden Seiten keine ve= sonderen
Mannschafts"-Leistungen.
Gleich nach Anpfiff setzt sich Dillenburgs Stürmerreihe, ihren flinken Jule" auf dem linken Flügel, einige Minuten vor des Gegners Tor fest. Drei Eckbälle für die Gäste bringen nichts ein. 1900 findet sich langsam und gestaltet das Spiel mehr als offen für sich, holt die drei Eden Vorsprung wieder ein und geht nach 25 Minuten Spielzeit nach schönem, kurzen Zuspiel P. Will- Karl- Erb mit 1: 0 in Führung. Das Tempo, das die Gäste zuerst vorgelegt hatten, läßt jetzt, wie vorauszu= sehen war, langsam nach. Außer einigen Durchbrüchen, besonders des Dillenburger Linksaußen, dessen wohlgemeinte Flanfen von seinen Nebenleuten aber nicht ,, nahrhaft" verwertet werden konnten, spielt sich der Kampf bis zur Halbzeit vor dem Gästetor ab.
Nach der Halbzeit umgekehrtes Bild. Zunächst der größere Spieleifer auf Seiten des Platzvereins später langsames Auftommen der Dill- Leute, die dann bis kurz vor Schluß den Ton angeben. 1900 sammelt schnell noch ein paar Edbälle ein, um dann das Dillenburger Tor für fast eine halbe Stunde zu verlassen. Eine gefährliche Sache vor dem 1900er Tor fonnte Müller im Tor retten. Der Kampf um den Ball hatte aber bei dieser Gelegenheit Formen angenommen, die Dillenburg einen Elfmeter einbringen. Ihr Elfmeterschütze Schwarz findet aber in Müller seinen Meister, der den halbhohen, kräftig getretenen Ball sehr gut hält. Dillenburg ist durch diesen Mißerfolg ein wenig deprimiert. 1900 nutzt diese Gelegenheit aus und legt 10 Minuten vor Schluß durch Erb noch ein Tor vor. 2: 0 für Gießen. Die Gäste, um die es einen leid tut, können dann drei Minuten vor Schluß das Ehrentor erzielen.
Ein Unentschieden wäre bei diesem Spiel das gerechtere Ergebnis gewesen. Gut waren bei beiden Gegnern die Hintermannschaften, d. h. immer relativ gesprochen. Vor allem die Gäste- Läuferreihe spielte ausgezeichnet. Die Sturmreihen fie= len beiderseits ab. Allgemein war man über Dillenburgs Können und über das Nachlassen der Plazmannschaft erstaunt. Der Schiri Geisel- Alsfeld gab sich Mühe, dem Spiel ein gerechter Leiter zu sein, genauere Befolgung der Abseitsregeln wäre jedoch manchmal zweckdienlich gewesen.
Niedergirmes Liga VfB. Liga.
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Frankfurter Sechstagebeginn.
Erwin Casmir schickt 13 Paare auf die Reise. Frankfurt, 30. November( Drahtber.). Pünktlich um 22 Uhr am Freitag abend gab der mehrfache deutsche Meistersechter und Olympiazweite Erwin Casmir in dem von 5000 Personen bejuchten Frankfurter Sportpalast den Startschuß zum ersten Nachkriegs- Sechstagerennen ab. Vorher waren zwei Halbstunden- Punktefahren für Amateure ausgetragen worden. Als Casmis nach den Vorstellungsrunden den Startschuß abgab, waren 13 Mannschaften in den vorgesehenen Zusammenstellungen am Start. Christmann wollte nach einstündiger Fahrt wieder auf und davon, aber ein Reifenschaden brachte ihn zu Fall. Die erste Wertung brachte 10 Spurts. Nach einer Stunde waren 42,600 Kilometer zurückgelegt.
Die erste Nacht
Die erste Nacht brachte den unermüdlich ausharrenden 5000 Zuschauern einige interessante Stunden. Nach lebhaftem Tempofahren kam es kurz vor 1 Uhr zum ersten bedeutsamen Vorstoß. Goebel und Ronße stießen vor, das wachsame Feld machte jich sofort auf die Verfolgung und holte die Ausreißer auch bald ein. Die Leidtragenden dieser Jagd waren die beiden Frankfurt/ Schweinsurier Paare Christmann- Klaß und SchäferRemold. Nach einer spannenden, 10 Minuten andauernden Jago, waren Rieger- Richli, Rausch- Hürtgen, Ehmer- Kroschel u. Choury- Fabre zu den Führenden aufgelaufen, alle anderen Paare verloren eine Runde, die beiden süddeutschen Mannschaf ten sogar zwei. Einige Prämienkämpfe belebten die Zeit bis sur 2 Uhr Nachtwertung.
Die weiteren Nachistunden brachten keine Ereignisse von Belang mehr. Um 6 Uhr Samstagmorgen waren 294,900 Km. urückgelegt. Der Stand des Rennens: 1. Ehmer- Kreschel 33 Funfte; 2. Rieger- Richli 21 Punkte; 3. Rausch- Hürtgen 20 Puntte; 4. Charlier Duroy 8 Punkte; 5. Choury- Fabre 3 Punkte; cine Runde zurück: 6. Dorn- Maczinsky 35 Punkte; 7. SchornGoebel 25 Punkte; 8. Ronẞe- Degraeve 22 Punkte; 9. StegerSchuler 11 Punkte; 10. Bossi- Bestetti 8 Punkte; 11. Louet Junge
Burg Liga Butzbach Liga 5: 1( 4: 1).
=
Dem Schiri Petry- Wetzlar stellten sich die Mannschaften zu spannendem, fairen Kampf, der von Burg nicht so überlegen geführt wurde, um den Sieg in dieser Höhe zu rechtfertigen. Buzzbach verdankt die Niederlage seiner schwachen Hintermannschaft, die den raschen Durchbrüchen des Platzvereins nicht gewachsen war.
,, Oranien" Frohnhausen Liga ( 3: 1).
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Herborn Liga 3: 4
Gleich zu Beginn dieses Treffens übernimmt Frohnhausen das Kommando und kann in der fünften Minute durch Elfer in Führung gehen. Bei einem Zusammenstoß des Herborner Rechtsaußens und Oranier linken Verteidigers wird letzterer vom Platz verwiesen. Den Elfmeter gegen die Oranier verwandeln die Herborner zum Ausgleich. Die Oranier erhöhen bis zur Pause auf 3: 1. Nach der Halbzeit spielen die Gastgeber ebenfalls eine Zeit lang überlegen, müssen sich aber dann, durch das Fehlen ihres elften Mannes ganz dem Drang der Herborner hingeben. Der Gast holte ein Tor auf, ein Selbsttor bringt ihnen den Ausgleich. Der Schiri läßt zwei Minuten nachspielen und in dieser Zeit fällt der Siegestreffer, und die Oranier müssen sich abermals, wie so oft, unverdient geschlagen bekennen. Schiri war Böcher- VfB. Gießen. Der Kampf war zeitweilig sehr unschön und konnte wenig dazu dienen, für den Fußballsport zu werben.
Niedergirmes 2.
VfB. 2.
Der VfB. fuhr mit beiden Mannschaften nach Niedergirmes zum Verbandsspiel. Beide Schiedsrichter waren da, der Plaz war spielfähig, die Gästemannschaften waren da, nur der Platzverein trat nicht an. Billiger konnte der VfB. nicht zu seinen Punkten kommen.
Laubach 1.
Heuchelheim 1. 4: 7( 4: 3).
Die 1. Mannschaft des Sp. V. Heuchelheim war gestern in Laubach zum Verbandsspiel zu Gast und konnte sich in diesem torreichen Treffen zwei wertvolle Punkte sichern. Der Platzverein legte ein mörderisches Tempo vor, ging durch Selbsttor des H. Verteidigers in Führung und erhöhte kurz darauf auf 2: 0. H. Lintsaußen stellte das Resultat auf 2: 1. Jm Anschluß an eine Ecke erhöhte Laubach auf 3: 1. Dann ist H. stark im Angriff, Pink stellt das Resultat auf 3: 2 und Christ erzielt kurz darauf den Ausgleich. Drei Minuten vor der Pause erzielt Laubach abermals durch einen Eckball ein Tor, und mit 4: 3 für den Platzverein gehts in die Pause. Nach Wiederanstoß merkt man deutlich, daß die Plazmannschaft ihrem eigenen Tempo zum Opfer gefallen ist. Heuchelheim schießt jetzt in 15 Minute 4 Tore durch Arnold, Pink, Christ und den Rechtsaußen Rinn, und damit ist das Spiel entschieden. Heuchelheim hält das Spiel mit 10 Mann offen bis zum Schluß.( Der linke Verteidiger mußte wegen Verletzung ausscheiden.) Mit dem Resultat 7: 4 für Heuchelheim pfiff der äußerst korrekte Schiedsrichter Grünewald- VfB. Gießen den Kampf ab.
Lollar 1.
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Daubringen 1. 2: 0.
Gestern standen sich obige Mannschaften in Lollar gegenüber und lieferten sich einen recht interessanten Kampf, welcher die etwa 200 Zuschauer stets fesselte. Lollar stößt an und sofort entwickelten beide Mannschaften ein ungemein flottes Spiel. Daubringen ist in den ersten 20 Minuten etwas überlegen, aber zum Erfolg reicht es nicht. Lollars Ersaktorwart konnte manche Gefahr noch rechtzeitig bannen. Scharfes Tempo bis zur Halbzeit. Nach Halbzeit geht Lollar mächtig los. Lollars Mittelläufer gibt den Ton an und bald ben seine Mitspieler zusammengefunden. Lollar drückt stark und in der 60. Minute kommt es durch seinen Halblinken zum Erfolg. Wißmann, der Mittelläufer des Platzvereins, läuft zu ganz großer Form auf und Daubringen hat Mühe, sein Heiligtum sauber zu halten. 10 Minuten vor Schluß hat Schermuly Ge
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1 Punkt. Drei Runden zurück: 12. Schäfer- Remold 18 Punkte; 13. Christmann- Klaß 15 Punkte.
Der Samstagnachmittag. Das Feld blieb ziemlich ruhig. Nach 19 Stunden um 17 Uhr waren 465,810 m. zurückgelegt.
Der Samstagabend.
Der Bejuch wurde lebhafter, gegen 22 Uhr befanden sich be
reits 7000 Personen in der Halle. Um diese Zeit setzte auch das Jagen ein. Remold riz plötzlich aus, es gab eine kurze Jagd, aber nur mit dem Ergebnis, daß Ronze- Degraeve, Schäfer- Remold, Schuler- Steger und Christmann- Klaß je eine Runde abgegeben hatten. Inzwischen hatte sich die Halle weiter gefüllt. Um 22 Uhr am Samstagabend nach 24 Stunden<- wa= ren 607,310 Kilometer zurückgelegt.
Rieger- Richli in Front.
Ueber 10 000 Menschen hatten in der zweiten Nacht des Frankfurter Sechstagerennens bis lange nach der 2 Uhr- Nachtwertung aus. Eine wahre Prämienslut gab immer wieder Abwechselung. Rausch- Hürtgen, Rieger und Ehmer- Kroschel waren die erfolgreichsten Prämienjäger. Kurz nach 11 Uhr schied der Belgier Ronße, von dem man bis dahin eine recht gute Leistung gesehen hatte, aus. Der Straßenweltmeister hatte sich am Nachmittag eine Schulterprellung zugezogen, die sich ziemlich störend bemerkbar machte. Nach Mitternacht gab der Frankfurter Christmann wegen allgemeiner Erschöpfung auf. Aus den verwaisten Degraeve und Klaß wurde eine neue Mannschaft gebildet, die mit vier Runden Rückstand und 32 Punkten ins Rennen trat. Die Nachtstunden, wie die Nachmittagsstunden des Sonntags verliefen ziemlich ruhig. Nur bei den Spurts der Sonntag- Nachmittagwertung gab es einiges Leben. Nach waren 994,440 43 Stunden um 5 Uhr Sonntagnachmittag Km. zurückgelegt.
Der Stand nach 48 Stunden.
Die Abendstunden des Sonntags wurden zunächst nur durch Prämientämpfe belebt, sonst aber legte sich das Feld bis zur 10 Uhr- Wertung etwas Zurückhaltung auf. Rund 6 bis 7000
Nr. 96.
legenheit, noch einen schönen Kopfball für Lollar zu verwan= deln, der das Resultat 2: 0 für Lollar stellt. Dieses Resultat ändert sich bis zum Schlußpfiff des ausgezeichneten Schiri BuschButzbach nicht mehr und Lollar kann zwei weitere Punkte für sich buchen.
Lich 1. Großen- Bused 1. Großen- Bused drückte zu Anfang der Begegnung merklich, ober nachdem die ersten 10 Minuten verlaufen waren passierte ein großes Malheur. Der Ball hatte sich in seinen Ausmaßen verkleinert ihm war nämlich die Luft ausgegangen und ein Reserveball, der nach wenigen Minuten herbeigeholt wurde, tvar nicht einwandfrei. Der Schiedsrichter sah sich unter diesen Umständen genötigt, das Spiel abzupfeifen. Dadurch sind dem VfR. Lich, der in dieser Verbandsserie so gut abgeschnitten hat, zwei Punkte kampflos abgenommen worden.
Garbenteich 1.
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Steinbach 1. 1: 6( 0: 4). Steinbach weilte bei dem Neuling im W. S. V. Garbenteich zu Gaste, um zu demonstrieren, wie man im W. S. V. Fußball spielt. Die Steinbacher, selbst erst zwei Jahre in Verbandsspielen geschult, waren dem Platzverein weit überlegen. Garbenteichs Elf muß noch viel an Stellungsspiel und tadelloser Ballbehandlung lernen. Der stets faire Kampf endete unter Leitung von Schiri Kreiling- VfB. Gießen mit obigem Resultat.
=
Leihgestern 1. Steinberg 1. 4: 3( 2: 2).
Das spannende Spiel obiger Mannschaften auf dem Leihgesterner Platz endete mit einem knappen Sieg der Platzmannschaft. Leihgestern zeigte eine famose Einheitsleistung, während bei den Gästen besonders die linke Sturmseite gefallen konnte. Durch diesen Erfolg hat Leihgestern seine Spitzenstellung erneut gesichert. Schiri Schäfer- VfB. Gießen leitete gut.
Meisterschaftsspiele in Hessen- Hannover.
Bei den Meisterschaftsspielen in Hessen- Hannover, die wieder unter dem schlechten Wetter zu leiden hatten, gab es eine große Ueberraschung. Der in der Nordgruppe bisher als einziger Verein ohne Verlustpunkte sührende S. C. 03 Kassel wurde in Göttingen von den immer besser werdenden 05ern mit 2: 0 geschlagen. In Northeim konnte Tura gegen Spiel und Sport, der auf eigenem Platze sehr ernst zu nehmen ist, ein 1: 1 herausholen. In der Südgruppe gab es zwei wichtige Kämpfe. Die führende Borussia Fulda besiegte den Tabellenletten Hermannia Kassel mit 3: 1, ohne dabei zu besonderer Form aufzulaufen. Allerdings waren die Platzverhältnisse sehr schlecht. Auch Kurhessen befestigte seine Position und schlug die Marburger Germanen mit 4: 1. Die Gäste lieferten wiederholt ein fast gleichwertiges Spiel, so daß die Kurhessen- Verteidigung immer wieder vor den außerordentlich schnellen Stürmern ein freies Feld schaffen mußte. Die siegreiche Mannschaft siel durch ihr genaues 3uspiel auf. Sie waren den Gästen förperlich überlegen. Bereits bis zur Pause führte Kassel 3: 0, bis die Marburger eine Schwächeperiode ausnutzen und das Resultar auf 3: 1 stellten. Erst kurz vor Schluß erzielte Strehle, der frühere Stuttgarter, den vierten Treffer.
Westdeutsche Verbandsspiele.
Auch der 2. Dezember brachte in den Bezirken des Westdeutschen Spielverbandes wieder eine Fülle von Ueberraschungen. In einer Reihe von Fällen wurden die Tabellenführer geschlagen. So zog sich in der Grppe 2 des Rheinbezirks der V. f. R. Köln seine erste Niederlage zu, er unterlag gegen Tura Bonn 0: 1. In der Gruppe 1 endete das Treffen zwischen den beiden Ersten, Düren 03 und Rheydter Sp. V. 2: 2. Der Westfalenbezirk brachte in der Gruppe 1 ein Unentschieden zwischen dem gegenwärtigen Tabellenführer Bielefeld 06-07 und dem Altmeister Arminia Bielefeld. In der Gruppe 2 unterlag der Tabellenführer Sp. Vg. Herten gegen Westfalia Scherlebed 1: 3. Mit einem hohen 9: 2- Sieg über den S. C. Lichtenplatz ver
Zuschauer waren anwesend, als die zehn Spurts der Wertung ausgefahren wurden. Nur Schuler- Steger hatten eine Bahneingebüßt. Nach dem letzten Spurt versuchte Degraeve auszureißen, aber wieder setzte das Feld energisch nach und schloß nach 15 Runden Jagd wieder auf. Der Stand des Rennens nach 48 Stunden: 1: Rieger- Richli 117 Punkte; 2. Ehmer- Kroschel 91 Punkte; 3. Rausch- Hürtgen 74 Punkte; 4. Choury- Fabre 36 Punkte; 5. Charlier- Duran 32 Punkte; eine Runde zurüd: 6 Schorn- Goebel 80 Punkte; 7. Bossi- Bestetti; 8. Dorn- Maczinsky 75 Punkte; 9. Junge- Louet 16 Punkte; vier Runden zurüd: 10. Degraeve- Klaẞ 37 Punkte; 11. Schuler- Steger 35 Punkte; fünf Runden zurüd: 12. Remold- Schäfer 72 Punkte.
Ruhiger Gang am Dienstag.
Um 5 Uhr Dienstagmorgen, also nach 79 Stunden, waren 1844,390 Kilometer zurückgelegt.
Die eigentliche Belebung des Frankfurter Sechstagefeldes setzt immer erst abends ein. Tagsüber verläuft das Rennen eintönig und einförmig, wie auch der Besuch um diese Zeit meist schwach ist. Am Dienstag ereignete sich von der Neutralisation an bis zur Nachmittagswertung nichts von Belang.
Nach Erledigung von 91 Stunden, um 5 Uhr nachmittags, hatte das Feld 2033,400 Am. hinter sich gebracht. Die Abendstunden brachten Massenbesuch. Mindestens 8000 Menschen waren anwesend. Um 10 Uhr, nach Ablauf des vierten Tages, wurden die 10 Abendspurts mit großer Erbitterung durchge= führt.
Der Stand des Rennens: 1. Rieger- Richli, 236 Punkte, 2. Ehmer- Kroschel 157 Punkte, 3. Rausch- Hürtgen 154 Punkte, 4. Fabre- Choury 68 Punkte, 5. Duray- Charlier 45 Punkte, eine Runde zurüd: 6. Bossi- Bestetti 184 Punkte, 7. GöbelSchorn 164 Punkte, 8. Dorn- Maczinski 117 Punkte, 9. Louet Junge 36 Punkte, drei Runden zurück: 10. Schäfer- Remold 91 Punkte, vier Runden zurück: 11. Alap- Degrave 112 Punkte.
Das Feld gesprengt. Nach einer großen Jagd liegen die Paare Rieger- Richli und Rausch- Hürtgen eine Runde vor dem ganzen Feld.


