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Nr. 10.

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Gießen, den 1. Februar 1928.

Fußball.

,, Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und Spiel.

Verein für Bewegungsspiele Gießen.

Schon früh morgens fingen die Kämpfe im Fußballager an Teils um die wertvollen Punkte, teils in Freundschaftsspielen. Den Reigen der Spiele eröffnete die 1. Jugendmannschaft gegen die gleiche von 1900, allerdings mit einem Fiasto. Sie verlor nicht nur 2 Punkte, sondern ließ sich auch noch von einem Lokal­Gegner schlagen. Die beiden Besten in der VfB.- Jugend, welche nicht mit in der Partie waren, wurden durch 2 Ersazleute er­jetzt, welche absolut nichts leisteten. Der Unterschied im Tor­verhältnis zum letzten Spiel, welches die VfB.- Jugend 6: 0 ge= winnen konnte ist zu hoch, um nicht mit Bestimmtheit sagen zu können, daß die Mannschaft einen schlechten Tag gehabt hat. Der Verlust dieser beiden Punkte dürfte wohl eine Lehre sein für die Mannschaft in Bezug auf die noch kommenden Spiele. Man soll seinen Gegner nicht unterschätzen, auch wenn man die Mei­sterschaft beinahe in der Tasche hat.

Hurtig, wie immer, fertigte die 1. Schülermannschaft die gleiche Heuchelheims mit nicht weniger als 5: 0 ab. Ein Glanz­stück leistete sich die 2. Mannschaft gegen Werdorf und gewann hoch mit 11: 0. Die Mannschaft war den Gästen während des ganzen Spieles haushoch überlegen und gönnte ihr nicht einmal das Ehrentor.

Die inzwischen erschienenen Zuschauer, ungefähr 1000 an der Zahl, sahen die Ligamannschaft in forscher Manier gegen Siegen mit 5: 1 gewinnen. Nicht nur die Mannschaft war dies­mal gut aufgestellt, sondern auch jeder einzelne gab sein Bestes und Letztes her zu diesem Resultat. Böttiger, der Held des Spielfeldes, überraschte die Zuschauer und die eigene Mann­schaft in höchst überragender Art. Gut waren ferner Bingel, Henrich und Boß. Von der Siegener Mannschaft hätte man eigentlich etwas mehr erwarten können. Gut bei ihnen war der Mittelläufer.

Die Lahnkreisliga.

Die Spiele vom 29. Januar 1928.

In Wetzlar konnte Dßershausen beim Wiederholungsspiel ht mehr den Vorteil des ersten Spieles herausholen, sondern verlor 3: 1( 2: 0) nach ausgeglichenen Leistungen. Kirchhain fonnte Frankenberg mit 3: 1( 2: 1) nach Hause schicken. Die Marburger Favoriten gewannen gegen Frohnhausen mit 7: 4 ( 4: 3), nach beiderseits gutem, fairem Spiel, wobei sich die Gäste als eine sehr sympathische Mannschaft zeigten.

Das Spiel Herborn Odershausen am 22. Januar ging nicht 3: 2 für Herborn, sondern 2: 3 für Odershausen aus. Die Tabelle zeigt also nach dem 29. Januar diesen Stand:

Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte

2 70: 2 25: 5 48:24 22: 6 29:32 18: 8 32:35 16:14 29:27 11:13 20:31 9:21

BfB- K. Marburg

15

12

11

Spvgg. 1900 Gießrn

14

10

2

2.

S. V. Wetzlar

13

8

3

F.V. Ockershausen

15

7

2

6

B. F. B. Kirchhain

12

5

1

6

Hessen- Frankenberg

15

1

10

B. J R. Butzbach

15

3

3

9

27:41 9:21

Frohnhausen( Dill)

11

B

1

7

29:40 7:15

14

3

1

10 18:51

7:21

*

Sportv. Herborn

Die Lahnkreisliga am 5. Februar 1928. Für den 5. Februar sind nur zwei Spiele vorgesehen. In Odershausen treffen unter Leitung von Engelter- Marburg FV.- Odershausen und VfB.- Kirchhain zusammen. Das Vorspiel am 4. September in Kirchhain ver­loren die Ockershäuser hoch mit 1: 6. Ob die vanche, die sie sicher nehmen wollen, gelingt, ist abzuwarten. Das Resultat wird jedenfalls nur eine kleine Tordifferenz aufweisen, falls nicht gar ein Unentschieden herauskommt. Das zweite Spiel mit dem Schiedsrichter Klier- Wezlar soll in Frohnhausen von den Vereinen

Oranien- Frohnhausen und VfR.:Buzbach ausgetragen werden. Butzbach absolviert sein letztes Spiel und wird alles daran setzen, die Punkte zu erlangen, um seinen Tabellenstand zu verbessern, aber auch Frohnhausen will sich in die Höhe schrauben, um nicht zu den absteigenden zu zäh­len. Es ist daher ein hartes Ringen zu erwarten, das hoffent lich nicht ausartet. Das Resultat steht erst beim Schlußpfiff fest. Beim ersten Spiel in Buzbach am 13. November gewann der Dillverein mit 6: 4. Wenn am 5. Februar das Auswahl= spiel in Gießen stattfindet, fällt das vorgenannte Spiel viel: leicht aus, weil Buzbach Spieler abgeben muß.

Lollar 1.

14

Heuchelheim 1. 5: 5( 5: 3).

Heuchelheims 1. Mannschaft trat gestern der Lollarer Ersten im Retourspiel entgegen. Wie im Vorspiele in Heuchelheim, so gelang es auch gestern wiederum den Einheimischen dem A- Klassen- Vertreter ein Remis abzutrozen. Lollar, das anschei­nend aus der vorsonntäglichen Niederlage gegen VfB.- Gießen gelernt hatte, trat in verändeter Aufstellung an. Besonders hatte man den Sturm verjüngt, der dadurch bedeutend an Durchschlagskraft gewonnen hatte.

Das Spiel begann mit einem rassigen Angriffsspiel der Gäste, die in schöner Kombination das Lollarer Tor in Gefahr brachten, jedoch wurden die sich bietenden Torchancen schlecht ausgenutzt oder verschossen, bis Christ ein Durchbruch glückte, der zum ersten Tor für die Gäste führte. Jetzt kommt aber Lollar auf; das Zusammenspiel im Sturm wird immer besser, der von den Läufern mit guten Vorlagen gefüttert wird. So fonnten Torerfolge nicht ausbleiben. Ein gesunder Schuß des Ersatz- Halblinken zappelte im Netz. 1: 1. Kurz darauf eine Unfairnis im Heuchelheimer Strafraum. Der Elfmeter wurde verwandelt. 2: 1. Bis Halbzeit dominierten die Einheimischen, und erzielten in prächtiger Zusammenarbeit noch drei Tore, denen Heuchelheim noch zwei, beidemal durch Christ, entgegen­Jezte. Nach Halbzeit waren die Gäste dauernd in Front, und

gaben der Lollarer Verteidigung Gelegenheit ihr Können zu beweisen. So gelang Heuchelheim noch ein Tor, dem sie durch Elfmeter das Zweite folgen ließen. Bis zum Schlußpfiff konnte keine Partei an diesem Resultat etwas ändern. Wegen der Kürze der Spielabmachung( Samstag) mußte Schiri Grote vom Platzverein das Spiel leiten, der wohl beide Parteien nach Ausbringung des Sportrufs zu urteilen, befriedigte. Leider war er gezwungen, vom eigenen sowohl wie vom Platzverein je einen Spieler wegen grober Unsportlichkeit vom Plaz zu stellen. Spielt Lollar seine Aufstiegspiele mit dem gestrigen Elan und gewöhnt sich noch etwas mehr Härte im Spiel an, so braucht sie sich um die Zukunft nicht zu bangen.

Daubringen 1. Weglar 3. 7: 1( 2: 0).

Zu einem Gesellschaftsspiel trafen sich heute obige Gegner. Da der Daubringer Plaz spielunfähig war, mußte auf einer Wiese gespielt werden. Auf dem kurzen Platz fanden sich beide Mannschaften anfangs nicht recht zusammen, doch bald zeigte sich Daubringen sichtbar überlegen und blieb es während des ganzen Spiels. Durch etwas mehr Schußsicherheit hätte das Ergebnis leicht höher gestaltet werden können. Wetzlar hielt trotz seiner Niederlage das Spiel stets fair und offen. Schieds­richter Diedrich leitete sehr korrekt.

Daubringens Jugend weilte zum Diplomspiel in Butzbach und verlor nach gleichwertigem Spiel 0: 1.

Niederweisel 1. Heuchelheim 2. 9: 2( 5: 1).

Die erste Halbzeit zeigte bei fairem, fast ausgeglichenem Spiel eine leichte Ueberlegenheit der Niederweiseler- Elf. Heu­chelheims 2. kam dann in der 2. Halbzeit ganz aus dem Konzept. Innere Uneinigkeit zerstörte die ganze Kampftraft. Aber nicht nur dadurch ist das hohe Resultat zu erklären, vielmehr ent­wickelt sich Niederweisel in seiner Klasse zu einem ganz beacht­lichen Gegner, der manchem Kontrahenten in den kommenden Aufstiegspielen Schwierigkeiten machen wird. Kreiling= VfB. Gießen war dem Spiel ein guter Schiri.

*

Vom westdeutschen Fußball.

Um die Bezirksmeisterschaft.

Das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft des Bezirks Hessen- Hannover zwischen Kurhessen Kassel und SC. 03 Kassel ist auf den 12. Februar verlegt worden. Die beiden Spiele um die Meisterschaft des Ruhrbezirks zwischen den ermittelten Grup­penmeistern Schwarz- Weiß Essen und SC. 04 Schalke finden am 12. Februar in Essen und am 19. Februar in Schalke statt.

44

Entscheidungen in Westdeutschland.

Im Westdeutschen Spielverband ist am Sonntag der erste Bezirksmeister ermittelt worden. Im Entscheidungsspiel zwi­schen den Gruppenmeistern des Bezirks Westfalen, schlug zur allgemeinen Ueberraschung Borussia- Rheine den VfB.- Bielefeld mit 3: 2 Toren. Mit Borussia- Rheine ist somit zum erstenmal ein Verein der Westgruppe Bezirksmeister geworden. Lange Jahre hindurch wurde der Bezirk stets durch den Ostgruppen­meister Arminia Bielefeld vertreten. Arminia Bielefeld ist in diesem Jahre knapp hinter dem VfB.- Bielefeld zurückgeblieben, und der neue Meister konnte sich im Kampfe um die Bezirks­meisterschaft nicht durchsetzen. Bei der Fortsetzung der Spiele um die Rheinbezirksmeisterschaft konnte die Sp.- Bgg.- 07- Köln­Sülz einen hohen 10: 2 Sieg über den FV.- Koblenz- Neuendorf landen. Im zweiten Spiele trennten sich Cl.f.R.- Köln und VfR.- Köln 1: 1 unentschieden. Die Swatosch- Elf aus Köln- Sülz hat schon jetzt einen so großen Vorsprung an Punkten gewonnen, daß sie als neuer Bezirksmeister angesprochen werden kann. Das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft des Bezirks Hessen- Hannover zwischen den Gruppenmeistern Kurhessen- Kas­Bei den Grup­fel und SC.- 03- Kassel mußte verlegt werden. penmeisterschaftsspielen gab es verschiedene Ueberraschungen. So wurde der Duisburger- Spielverein( durch Union- Krefeld) und Schwarz- Weiß- Essen( durch MBV.- Linden) jeweils mit 2: 3 Treffern geschlagen, aber wohl nur deshalb, weil sie ihre Titel als Gruppenmeister bereits sicher haben.

-

Die Endspiele in Süddeutschland. Langsam kommt Bewegung in die süddeutschen Endspiele. Der gestrige Sonntag ist an Ueberraschungen wirklich nicht arm gewesen. Mit einer Ausnahme brachte die Runde der Meister weniger Sensationen, als die Trostrunde, in der die meisten Voraussagen auf den Kopf gestellt wurden,

In der Runde der Meister

-

muß die Sensation in Worms vorweggenommen werden. Die Spielvereinigung Fürth, heißer Favorit und bisher ohne Punk­teverlust, mußte der Wormatia- Worms ebenfalls, wie früher Bayern- München, in einem 0: 0 endenden Treffen einen Punkt überlassen. Dies ist aber weniger überraschend, als die Tat­sache, daß Worms am Vorsonntag noch tatastrophal von Karlsruhe geschlagen dem Spielverlauf nach leicht hätte Sieger bleiben können. Die Schwäche der Fürther trat schon am Vorsonntag gegen SV.- Waldhof zu Tag, der sich diesmal den Münchener Bayern mit 2: 5 beugen mußte. Das Ergebnis Gleichfalls schmeichelt übrigens der Leistung der Südbayern. nicht ganz erwartet kommt der hohe 5: 2 Sieg der Stuttgarter Die Kit Kickers gegen den FV.- Saarbrücken auf dessen Plaz. fers erwachten lediglich in der zweiten Halbzeit und legten in wenigen Minuten die zum Sieg erforderlichen Tore vor. Ueber­zeugen konnten sie indessen auch diesmal nicht. Die Saarlän­der haben damit ihre dritte Niederlage erlitten und teilen das Schicksal mit Mannhein- Waldhof. In der

Trostrunde

-

überstürzten sich die Sensationen. Die Gruppe Südost brachte durchweg unerwartete Resultate. So mußte sich der deutsche Meister und Tabellenführer 1. FC. Nürnberg in München von Wader mit 3: 2( 2: 0) Toren geschlagen bekennen und dies nicht einmal unverdient. Damit liegen die Münchener relatio an

Nr. 10.

der Tabellenspitze. Dem SC.- Freiburg gelang es, eine so gute Mannschaft wie BFR.- Fürth mit 3: 2( 1: 2) abzufertigen und Ganz erstaunlich ist der mit diesem punktegleich zu ziehen.

2: 1( 1: 1) Sieg von Phönig- Karlsruhe über München- 1860. Der Formrüdgang der Münchener ist damit klar erhärtet. Union Böckingen bewies einmal mehr, daß es auf eigenem Platz kaum zu schlagen ist. 4: 2 lautet sein Resultat gegen den VfB.- Stutt gart. In Gruppe Nordwest gelang es dem Tabellenführer FSV.- Frankfurt durch ein knappes 0: 1 in Ludwigshafen gegen 03 seine Favoritenstellung zu wahren. Mainz3-05 mußte sich mit einem erwarteten Unentschieden von 2: 2 gegen den VfL.- Neu­Isenburg bescheiden. Abermals unentschieden spielte Rot- Weiß Frankfurt mit 1: 1( 1: 1) gegen den VfL.- Nedarau, der heute eine wesentlich bessere Leistung bot, als am Vorrsonntag in Frankfurt.

Die Tabelle der Meisterrunde.

Bayern München Sp. Vg. Fürth Suttg. Kickers Karlsruher F. V. Wormatia Worms Eintracht Frankfurt S. V. Waldhof F. V. Saarbrücken

Spiele 4

Tore

Bunk e

19.6

7: 1

3

3: 0

5: 1

9: 6

5: 3

16: 8

4: 4

6:18

4: 4

3

5: 4

3: 3

2: 8

0: 6

6:21

0: 6

Leichtathletik.

Entscheidungsspiel um die Bezirksmeisterschaft im Handball.

Spielvereinigung 1900- Gießen Kurhessen- Kassel 2: 4. Pünktlich 2,30 Uhr stellten sich dem Schiedsrichter Wald­mann- VfB.- Wetzlar die Mannschaften in folgender Aufstellung: Spielvereinigung 1900- Gießen.

Gelbert

Klös

Weller

Köhne Schneider 2( Ersay) Herberg( Ersay) Hopfenmüller, Dit, Schneider, Osterheld, Guyot Wiegand, Weingärtner, Vogt, Vesper, Sorger

Himmelmann

Kaymann

Bott

Kurhessen- Kassel.

Fröhlich

Großmann

Thomas

1900

In scharfem Tempo legt Kurhessen- Kassel los. 1900s Hin­termannschaft hat sich noch nicht gefunden, wird auch manchmal überrannt. Kassel schießt Schuß auf Schuß, darunter manche gefährliche Sache. Aber 1900 hat in Köhne einen Torhüter, wie er besser gar nicht sein konnte. Er hält alles! tommt einmal frei, der Sturm spielt sich durch. Kassels Hin­termannschaft paßt nicht auf, dafür aber deren Torwart. Er hält den von Osterheld geworfenen Ball auf. Dann liegt das Spiel wieder in Gießens Feld. Köhne läuft aus dem Straf­raum um den Ball aufzunehmen. Strafwurf, den Weingärtner Kassel unhaltbar einsendet.( 1: 0 für Kurhessen- Kassel.) Gießen stellt sich nun langsam auf das körperliche Spiel der Kurhessen ein. Das Spiel wird ein wenig verteilter. Beim Kampf um den Ball spielt Kurhessen Fuß, der Schiri pfeift und gibt Einwurf für Kassel. ein offensichtlicher Fehlentscheid 2: 0 für Kassel. Kassel stürmt durch. Weingärtner schießt Das Spiel wird nun sehr hart. Herweg- 1900 muß für eine Zeitlang vom Plaze geschafft werden. Den Ball unter sich, wirft ein Kasselaner sich auf ihn. Der Schiedsrichter, der dem Spiel nicht mehr gewachsen scheint, wird merklich nervös und trifft einen Fehlentscheid nach dem anderen. Kassel spielt wie­dermal Fuß, nicht Gießen, sondern Kassel bekommt Einwurf. Für den ausgeschiedenen Herberg spielt Ost Mittelläufer. Der Sturm fann sich mit 4 Mann nicht durchsetzen, so liegt das Spiel wieder vor Gießens Tor, in dem Köhne ganz seinen Mann steht, bis kurz vor Halbzeit Vesper- Kurhessen nach plötz= lichem Durchbruch schießt und einsendet.( 3: 0 für Kurhessen- K.) Jetzt fängt 1900 an zu drängen. Im Gegensatz zu Kassel, das Einen davon kurz zuspielt, werfen die 1900 lange Bälle. greift Osterheld, geht damit in hohem Tempo ab, Kassels Ver­teidiger passen wieder nicht auf. Osterheld wirft links, der Schuß sitzt. Jubelnder Beifall. Halbzeit( 3: 1) für Kassel.

Bei Wiederbeginn nach Seitenwechsel, darf Kassel gegen die Sonne spielen. 1900 aufgemuntert durch den ersten Tor­erfolg, drängt stark. Jm Verlaufe des äußerst erbittert wer­denden Spieles werden Klöß- 1900 und Weingärtner- Kurhessen vom Schiedsrichter verwarnt. Herberg- 1900 hat inzwischen seinen Platz als Mittelläufer wieder eingenommen und kämpft mit großer Energie. Dadurch ist der Sturm wieder vollzählig geworden, Eine Reihe von Schüssen auf Kassels Tor demon­

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geht das Spiel hin und her. Noch einmal sendet Kassel durch Wiegand ein 4: 1, versucht dann aber vergeblich das Ergeb= nis zu erhöhen, vielmehr muß es sich gefallen lassen, daß kurz vor Abpfiff Osterheld- 1900 noch einmal einen seiner unberechen­baren Bälle an Bott vorbei einsendet.( 4: 2 für Kassel.) Das Spiel Minuten später war die Schlacht geschlagen.

war aus.

-

5

Kritik: Wer zu diesem Spiel gekommen war, um einen Meister spielen zu sehen, denn das war Kurhessen bisher, mußte enttäuscht sein. Körperkraft, manchmal nicht ganz fair, und gutes Zuspiel-c'est tout das ist alles. Neben Weingärtner, Wiegand, Sorger und Himmelmann( der gesamte linke Flügel) war Bott im Zor gut. Die Verteidigung war zu bequem. Von 1900 läßt sich allgemein sagen, besseres Zuspiel und ein wenig mehr Kampferfahrung, dann hätte Kassel die Punkte noch nicht. Im Sturm waren Osterheld und Schneider gut. Die Läuferreihe fiel ab. Die Hintermannschaft Klös, Schneider 2 und vor allem Köhne waren tadellos. Schneider 2 war im übrigen fein ,, Ersag"! Der linke Stürmer darf schießen, wenn er vorm Tor steht, das beißt nicht!

Alles in allem entspricht das Ergebnis nicht ganz dem Spielverlauf. Hätte ein besserer Schiedsrichter das Spiel gelei­Vor tet, hätte das Spiel unentschieden ausfallen können.