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Für Monat Januar 1928, chssteuertermine. Auswertungszinsen von 3% auf 5%
1.3.1928.
Lohnsteuer- Erstattung für 1927,
vom Arbeitslohn für die Beit Dom 2. 1927, bezw. wenn die bis zum 15.
27 einbehaltenen Beträge RM 200
gen haben, vom 1. bis 31. Dezember ne Schonfrift.
and Zahlung der Börsenumfagsteue 1927. Reine Sonfrift.
ranmeldung und Umsatzsteuervor ür das vierte Bierteljahr 1927.- 15, bezw., da der 15. auf einen bis 16. 1. 1928.
nervorauszahlungen für das 4. Biez
n Höhe von ¼ der im lehten Steuers etten Steuerschuld.- Reine Gon euervorauszahlung für das 4. Bier
Höhe von% der im legten Steuer egten Steuerschuld.- Reine Schon
der Neubesihanleihen der Länder nd Gemeindeverbände.
Reine
om Arbeitslohn: für die Zeit vom uar 1928 für das Martenverfahren; weisungsverfahren falls die vom 1. einbehaltenen Lohnbeträge 200 R.M
Reine Schonfrist.
rtermine für Seifen.
rzuschlagsfreie Zahlung der am 25. ember 1927 fällig ewefenen voz esteuern 1927: Grunds, Gewerbes äubesteuer.
Professor Dr. Brüggemann an das erforderliche Baugelände von los zur Verfügung gestellt. Det Architekten Baurat Meyer- Gie ben dem Erdgeschoß noch drei ber ind 70 Betten vorgesehen. Mit den
n Frühjahr nächsten Jahres begon
hr sind in Gießen eine Reihe Laguns
am 8. und 15. Januar Ausbildungs
und Kommandanten aus Oberhessen rd ein großer Jugendherbergstag für tellung im Jugendheim abgehalten. Der Sessische Sängerbund zu seinem
er plant die Landwirtschaftskammer toße landwirtschaftliche Ausstellung
bschluß 1926 parkasse Gießen.
Samstag, 31. Dezember 1927
= diesjährige ordentliche Mitglieder Sparkasse statt. Die Aufsichtsbehörde rungsrat Dr. 5 eß vom Kreisamt waren neben dem fast vollständig id dessen Vorsitzenden, Herrn Bür ter der Stadt Gießen und der Land legteren waren mit 46 Stimma timmen vertreten. Außerdem nahm den des Hessischen Sparkassen- und at Dr. Reh, an der Versammlung
sworten an die Erschienenen erstat ammlung, Direktor 3acheis den
1926. Er trug die Rechnung und e unter Entlastung des Vorstandes tigt wurden.
chließt mit einem Reingewinn von eingewinn nebst dem Vortrag aus ammen 46 684,89 M. werden auf Der Rüdlage überwiesen.
t für 1926 seien folgende Angaben
zwar die reinen Spareinlagen( ohne 1926 eine erfreuliche Aufwärtsbe 213 344,40 9 auf 3 935 409,22 97. von 1722 064,82 M.
etrug die Zunahme 900 000,- M hr, somit weißt das Geschäftsjahr ahine gegenüber der Vorkriegszeit
betrug Ende 1925 5885 Stild, neu mmen 9023 Stild. Ab gingen durch , sodaß sich Ende 1926 ein Bestand ergibt. Die Zunahme beträgt 2415 Giro-) Berkehr angelegteen Ginla M. auf 1484 339,82 RM. Die 3
96 049,30 R. Die Kontenzahl im
onten im Vorjahre auf 1803 Ronten
zeigt einen Rechnungsreft von
von 53 699 325,24 M. auf
die Ausleihungen im Reallredib trächtliche Zunchme. Die Hype 57 100,- RM. betrugen und in
Zum Geleit.
Jm Schneegewand, so weit die Bilde reichen, Eeh ich die Welt, und lieblich märchenhaft Tritt aus des Waldes bunflem, tiefen Schweigen Das neue Jahr in jugendfrischer Kraft. Sin über blendendweiße Aderbreiten, Die ruhend nun in Wintersbann erstarrt, Sch ich es hoch erhaben talmärts[ chreiten 3um Heimatdorf, mo froh man seiner harrt.
Ein gül'ges Lächeln ruht in feinen Zügen, Sein Antlig leuchtet helle, Jonnderflärt Unb froh erregt hab' ich dem monniglichen Neuen in Blid nun nachgefehrt. Da straht's hell am dunklen Firmamente, Es grüßet ferm her bort ein fighter Egein. Der trägt ble goldne Jnschrift Jahreswende", Run, liebes Jahr, tritt froh zur Zeit herein. Da rühren fich ber Gloden eherne Zungen, Ihr Rubelflang erfüllet Berg und Tal; Zu Ehre aus dem Jahre nun, dem Jungen, Ertönt zur Welt ein mächtiger Choral. Doch wie ich laufdh' der Klänge. da den schönen, Die sich verliern im Weltall fernenmeit, Da fühle ich ein feltfam Teljes Sehnen 3m stillen Ridblid zur Vergangenheit.
3m Geist kann ich mein Volf de wiedersehen, Bon Zwietrodt, Saß und blinden Wahns verwirrt, Bereinsamt stehn am Abgrund, an dem jähen, In seinem eignen Seimatland perirrt. Doch soll ich nuglos lange hier verweilen
3n jenen Jahren, jenen bittren dort?
O nein! Jh will mit rüftgen Schritten ellen
Sin mit dem Zeitenlaufe fort und fort.
Jst auch, mein Bolt, dein Ausblid noch kein freier, Verhüllt bein Weg ein düftrer Nebelhang. Es nahi ein Tag, da lichten sich die Schleier Und soll es wären auch noch Zeitenlang. Dann wird die Sonn im Morgenrot dir lagen, Dein Frühling leuchtet überm Trümmerfeld Und durch dein Leben geht ein neu Erwachen Und Neues blüht, wo Altes ist zerschellt.
Gehn doch der Böller Wege so verschieden Urewig schon im großen Weltgeschehn; Sie führen hin durch Kampf zum stillen Frieden, Durch dunkle Tiefen auf zu lichten Höhn. Wohlauf! Ermanne dich und mutig blide Boll Zuversicht ins neu geborne Jahr. Noch sind ja reich an Wechsel die Geschide Und Gottes Mühlen mahlen wunderbar.
2. Blatt der Gießener Zeitung
Nr. 53
ders ben Führern des Volfes non oben bis unten, wird sie über die Fragen Auskunft geben, denen sie bisher scheu aus dem Wege gegangen find, weil ihnen die Lösung zuviel Kopfzerbrechen machte.
der Arbeitsdienstpflicht zum Inhalt haben, findet, und die der Ghrift einen dauernden Wert sichern, behandelt der Verfasser im ersten Abschnitt die Entwidlungsgeschichte des Gedankens einer rechtlichen Arbeitspflicht. Im zweiten Abschnitt gibt er einen geschichtlichen Ueberblid über die bisherige Durchführung der Arbeitsdienstpflicht in der Vorkriegszeit, während des Weltfrieges, in Sowjet- Rußland und in Bulgarien, Ohne die so vielfach erhobene Forderung nach Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht erneut propagandistisch zu stellen und zu be gründen und ohne ein Programm für die Organisation einer folchen Einrichtung in allen feinen Einzelheiten zu entwideln, erörtert Dr. Diedmann auf Grund der Entwidlungsgeschichte und der bisherigen Durchführung der Arbeitsdienstpflicht im dritten Abschnitt die Frage über die Voraussetzungen für die Einführung einer allgemeinen Arbeitsdienstpflicht. Offen gesteht er zu, daß die bisher gemachten Erfahrungen mehr gegen als für den praktischen Wert einer solcher Institution zu sprechen heinen. Der Grund für dieses vermeintliche Versagen" liegt aber nicht in der Institution selbst, sondern war verursacht ein. mal durch die fehlerhafte Konstruktion der Einrichtung, nicht minder aber auch durch äußere Umstände und Verhältnisse, die ihren 3wed beeinträchtigten und Wirkungen auslöften, die in dem Wesen der Arbeitsdienstpflicht jedenfalls nicht begründet liegen. Zeipe body gerade die Turd, führung der Arbeitsdienst pflicht in Bulgarien, daß sie, richtig organisiert und den nun einmal vorhandenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedin gungen angepaßt, nicht nur ein brauchbares, sondern höchst wertvolles und bedeutsames Instrument der Staatspolitik fein Lönne. Man muß dem Verfasser zustimmen, wenn er zusammen fassend sich zu dem Grundsatz Bismards bekennt, daß der Staat nicht nur die Macht, sondern auch die Pflicht hat, die anarchi schen Kräfte der Wirtschaft und Gesellschaft zu bändigen, und daß im neuen Deutschland ein leitender Staatsmann mit diesem bismardschen Zutrauen bitter nötig wäre. Hätten wir ihn, dann tünnte auch das deutsche Volt auf Verwirklichung der Arbeitsdienst flichtidee hoffen.
Phil Trautmann, Landwirt, Reichelsheim.
Arbeitsdienstpflicht.
J.B. Wolfgruber, Pfarrer in Niederstaufen.
Aus Nah und Fern.
Bad Nauheim an führender Stelle unter den europäischen Kurorten.
Ein amerikanisches Uriell. Unter dieser Ueberschrift brachte die Pariser Ausgabe der Chicago Tribune", einen Artikel über die Eindrüde, die Mr. George Ringler, ein Beauftragter des Bürgermeister Wal fer Newport, auf einer Europareise erhalten hatte. Die ges nannte Zeitung schreibt mörtlich: Mr. Ringler macht seine jekige Europareise in erster Linie, um die Gesundheitsverhält nisse in Deutschland und Frankreich für das Gefundheitsamt in Newport City fennenzulernen. Mr. Ringler wurde vom Bür germeister Walter beauftragt, alle merivollen Anlagen und Maßregeln zum Schute der Gesu.dheit zu besichtigen, welche auf dieser Seite des Atlantischen Ozeans durchgeführt Find. Ju diefem 3wede tam Mr. Ringler vor zwei Monaten nach Europa. Seitdem ist er durch ganz Deutschland und Frankreich gereift, hat sich an vielen der größten Kurorte und Badepläke aufge halten und sagt nun, daß er nirgends etwas gesehen hat, was Bad Nauheim nahe fam. Alle Bedingungen sind dort ganz wundervoll erfüllt" fagt Mr. Ringler, ble Gauberfeit läßt sich nicht beschreiben und die Kurmethoden sind die besten, die ich ie gesehen..."
Lich. Mit dem projektierten Bostneubau, der mit rund 100 000. veranselagt ist, beschäftigte sich die Tette Situng des Gemeinderats. Es wurde ein Bauplatz von 1000 Quadrat meter Größe an der Bahnhofstraße zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde beschlossen, mit der Reichspostverwaltung einen Darlehens und Mietvertrag abzuschließen. Die Erbauung
Ob mir jemals einen solchen Staatsmann erhalten werden? Man möchte daran zweifeln, menn man die Erfahrung macht, tag die Führer" des Volkes es faum der Mühe wert erachten, sich mit der Arbeitsdienstpflicht idee zu befassen, daß sie vor lau ter Rüdsichtsmeierei auf das Ausland und vor lauter Furcht vor den Arbeitsscheuen im Inland sich nicht getrauen, dieses Problem zur Diskussion zu stellen, und meinen, alle Unzufriedenheit und Arbeitsscheu mit den Steuergroschen der Arbeitsamen, mit Sport und Vergnügen befriedigen zu können. Eine programma tische Erklärung des Dortmunder Ratholitentages empfiehlt den Führern des Volles dringend, ihre Aufmerksamkeit auf die inneten Zeitschäden zu lenfen und an ihrer Bekämpfung taifräftig mitzuwirken. Sie empfiehlt den deutschen Katholiken, jegliche ernste Arbeit als etwas Vornehmes zu betrachten und damit dem einfachsten Arbeiter Hochachtung entgegenzubringen. Das ist alles recht und schön. Ob es aber helfen wird? Zeitschäden werden mit bestem Erfolg durch Arbeit bekämpft. Hunderttaus sende haben aber feine Arbeit. Führer des Volfes, verschafft den Arbeitslosen Arbeit, und wenn ihr nicht wißt in welcher Weise, dann leset das Heft: Die Arbeitsdienstpflicht von Dr. W. Diedmann! Und wenn jegliche ernste Arbeit als etwas Vorneh mes zu betrachten ist und auch der einfachste Arbeiter Hochach tung verdient, dann ist jedenfalls die Arbeit im Dienste des Baterlandes und des Nächsten, wie sie durch die vaterländi sche Arbeitsdienstpflicht geleistet wird, die vornehmste, und ver dient der im vaterländischen Arbeitsdienst Beschäftigte unsere größte Hochachtung. Darum sollten sich zur Vaterländischen Dienstpflicht nicht bloß die Statholiken, sondern alle bekennen, sollten sich auch bekennen müssen Sie Arbeitsscheuen, die Müßig gänger, jogar jene, welche es nicht nötig haben, zu arbeiten, um leben zu können.„ Die Arbeitsdienstpflicht" des Dr, W. Died mann verdient weiteste Verbreitung. Allen, die sich mit Politik und Wirtschaft aus Liebhaberei oder Beruf beschäftigen, beson
Is Nr. 18 der Lehrschriften über Staat und Wirtschaft" It soeben im Verlag des Athenaeums in Füssen a. Lech eine historisch fritische Untersuchung über die Arbeitsdienstpflicht von Dr. W. Diedmann erschienen, in welcher der Gedanke der Arbeitsdienstpflicht in seiner geschichtlich gewordenen Gestalt und Ausprägung und seine Durchführung, soweit es bisher zu einer Berwirklichung dieser Jdee im In- und Auslande gefommen ist, eingehend untersucht werden, um auf Grund der durch eine solche tein wissenschaftliche Untersuchung erzielten Ergebnisse die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Institution, wie sie bie Arbeitsdienstpflicht darstellt, zu prüfen. Mit einer Gründ lichfeit, wie man sie wohl in feiner der zahlreichen Propas. gandaschriften und Aufsätze, die die Forderung nach Einführung
Grüner Rasen/ Blaue Wellen.
Roman von Otto von Gottberg. 16. Fortsetzung.
Mergerlich blieb er stehen und nahm sie mit trokigem Griff. Seine Augen brohten fast. Sie spürte prideinde Angst. Die Knie gitterten in Echwäche. Langsam legte er die Hände um ihre Oberarme. Sie mußte die Lider senten und glaubte plötzlich Werner euf dem Löwenberg am Tage nor der Abreise zu sehen. Traurig flagten feine zudenden Lippen, die Sterne über Franfreich wären fo fern und falt. Er tat ihr leid. Doch warum fam er nie auf Urlaub und schrieb an Gerda genou mie on fie? Warum war er nicht wie Kurt? Es tai gut, den Drud seiner Finger zu spüren. Sie schlug die Augen auf und fah in die seinen. Da schien auch im Dämmern noch leuchtend hell der herrliche Wintertag. Alin gen und Singen schlug an die Ohren. Das Klopfen des Herzens langjam, piel zu war ein Jubeln, als des Bellers Hand langfam unter ihr Kinn griff. Sie fonnte nicht länger marien und hob die Lippen zu den seinen. Dann hielten fie fich umschlungen, bis ein Wagenrollen ihn aufschredte. Tief aimend frat er zurüd: Das war meine Orchidee! Jegt treten wir Dor Wremierleutnants!"
Sie schlug die Hände vor das Gesicht Ihr kurzes Stöhnen war bald ein schmerzliches Schluchzen: Nein, nein! 3 hab dich lieb, Kurt, aber so, so hat mich auch Werner gefügt, aber bann.. wollte er nicht wie du zu Ontel und Tante gehen!"
Dunkel und falt schien ihm plötzlich der Abend. Der fleine Better stand draußen im Westen. Darum erwachte der Offialer der dem Kameraden am Feind nicht das Liebste Picht. Im ersten jähen Stummer feines lachenden Lebens fragte er trau tig: Bist du ihm versprochen?"
Ohne die Finger Dom Geficht zu heben. Stapfte sie den har ten Schnee: Nein, nein, ich habe ihm nichts gesagt, und er Schreibt nie davon, Nur gefüßt hat er mich."
eines neuen Schulhauses, welches bringendes Bedürfnis ift. fam ebenfalls zur Sprache. Mit dem Neubau wird in den nächsten Jahren zu rechnen sein.
Büdingen. Die Bestrebungen zur Erschließung des Vogels berges beschränken sich nicht, wie man bisher annahm, auf die beiden Bahnprojekte Büdingen bezw. Hanau- Ober- Secmen und Birstein- Hartmannshain, sondern bestehen auch noch in einem dritten, wesentlich älteren Projeft, das von Schotten über Ulrichstein nach Alsfeld gedacht ist, direkt an den höchsten Erhöhungen vorbeiführen, für die Basalt, Holz und Eisensteinvorkommen des gesamten Landstriches eine gute Ablakvermitt lung, und für die Strede Frankfurt a. M.- Alsfeld schließlich eine Abkürzung von etwa 20 Kilometern bedeuten würde.
Drei Tage später sprang Rapitänleutnant v. Drewig auf dem Bahnhof von Emden aus dem Zug. Das Handgepäd nahm Wullin, sein Bursche und auch Hauptrudergänger von U 444. Der schmalbriftige, früher bleide Glasbläser aus bem fäch lifchen Erzgebirge schien mit den spindeldürren D- Beinen ein Jofei, seit Seclust seine Baden braun und die Augen flar machte. Gewohnt, den Kommandanten nach Urlaubsreisen zu empfangen, fam er den oft gehörten Fragen auf dem Weg zur Sperre in einem Gemisch von Platt und Sächlich zuvor: Be sonderes wäre ja nich vorjefallen, Herr Kapinleitnam! Eenge loofen find U 440, 442 und 445, und dem Friedchen jeh's soweit janz fchcene. Herr Kapinleitnam Bremmer is uff Unterneh mung und hat dichte bei Malda zwee englische Transporter torpediert."
Er bezwang die aufteimende neue Freude und den Wunsch, fte wieder in die Arme zu nehmen Gewinnen wollte er das liebe Dingchen, aber als rechtlicher Mann und Offizier, Elisabeth chien fich einmal vergessen zu haben, aber sie war jung.„ Sast bu ihn lieb oder mich?" frogte er.
Sie lich die Finger fallen. In den Augen schimmerten no Tränen. Doch fest und gerade suchten sie die seinen:„ Dich, dich allein! Jhn hab ich nur als Better gern!"
Sie hörte seine Aiem gehen. Er hob den Kopf zu den Bäu men und entschied mit einer Luftigkeit, die night natürlig Igien: Sag ihm das, wenn du ihn wiederstehst, und schide mir einen Cilbrief, wenn bu gesprochen haft. Deine Hand darauf!"
Schotten. Der Bogelsberger Höhenflub hält seine nächst jährige Hauptversammlung in Nidda ab.
Da wußte Drewiß, welche Boote der Flottille in der Werft lagen. Aum nach Friedchen fragte er fte's. Sie war nicht nur die Brout feines Burschen, sondern auch Hausmädchen der Frau Jeines Freundes und Crewfameroden Bremmer, der ein U- Boot im Mittelmeer führte. Friedes Briefe an den Burschen gaben oft Nachricht von der befreundeten Familie.
Sofort flug fie ein, aber schnellte in den Fußipigen auf and bot ihm einen neuen Ruß, den er mit einem Lächeln ber Rührung nabm Elisabeth war ein Kind, aber unsagbar lieb.
Weylar. Der Kreistag des Kreises Wetzlar bewilligte gum Straßenbauprogramm für 1928 insgesamt 640 000 M. Ferner wurde beschlossen, im Mai nächsten Jahres einen Kreisturn, und Eporttag in Wetzlar abzuhalten. Die Kreisfommunaltasse für 1927 schließt mit einer Einnahme von 2 629 436 und einer Ausgabe von 2 533 158 M, so daß ein Kaffenbestand von 96 278.M Derbleibt.
Frankfurt a. M. Der Raiffeisen- Verband e. V. zu Frank furt a. M., der Revisionsverband von 680, in der Proving Ober hessen, im Reg.- Bez. Wiesbaden, sowie im Kreise Wetlar domi ailierten Raiffeisen- Genossenschaften, hält in den Tagen vom 2.- 5. Januar 1928 im Hotel Russischer Sof" in Frankfurt a. M. einen genossenschaftlichen Ausbildungslehrgang für die Rechner und Verwaltungsorgane seiner ihm angeschlossenen Genossenschaften ab.
heilahnens. Dremiß schmunzelte schon, ehe er die dumpfe Antwort hörte: Dreizehnte. Herr Kapitänleutnant!"
Kurz, aber vielfagend flang es. Aehnliches hotte er erwar tet. Doh Ichien die neheffaute Luft jekt ein röfteln unter ben Baletot zu tragen. Vielleicht dachten auch endere der Besat ung mit Bangen an die dreizehnte Fahrt, Seit Menschen in Schiffen zu Wergingen. trugen fie an Bord ihren Aberglau ben, der das Geemannsleben mit bem 3auber von Romontif unh Rorsie erhellte. Unmitürlich bette cu er fich eben heim Frösteln gefragt, ob er Elisabeth nicht wiedersehen solle. Ver stimmt sprang er auf die Fühe, slug den Baletotfrogen hoch und soh an der Haube vorbei über bas trübe, platte Maller bes Kanals. Voraus hing unter dünnem granem Rebel eine bun lete Wolfe aus den Schornsteinen ron Torpedobroten. Durch trägen, jamutigen Qualm maten foum die Molten. Stenen und Hede der schwarzen Schiffchen zu sehen. Die Binasse huschte schnell vorbei. Dort stießen die Slote eines alten Rreuzers ihren pechschwarzen Atem aus. Der greife Bott zitterte an ten Trollen, als freue er sich auf das Auslaufen. Ein heimfehrendes Vorpostenboot wuchs höher, immer höher aus dem Grau und flikte vorüber. Ein junger Offizier grüßte von der Brüde und verschwand im folten Rebel, ber Rouhreif auf Ufer und Eiffe geworfen hatte. In der Ferne heulte eine Sirene. Eine Nuß fchale schien dann seine inalle neben den hohen rotbraunen Bäumen dreier großer Erhempfer. The Monnjohet tölte mit zaffelnden Kränen die Ladung aus Schweben. Also hielt die Hochseeflotte der Einfuhr noch Wege offen Draußen hing der Rebel tiefer, und ganz plöglich ragte zur Rechten das Wohnschiff Pommerania" mit dem unbefractelen roten Rumpf hoch aus Sem Wasser. Eine Henne mit Küchlein sien der frühere Ame zilafahrer neben den smalen und flachen grauen 3igarren Don Stahl. Die Binalle leate am Ufer an. Auf Land springend, watete Dremig mit dem Burschen durch schlommigen Solid au dem haushohen Solzgerüst, ging die Treppe hinauf und über die an das Wohnschiff gelehnte breite Blattform auf Ded der Bom. merania". Ein Poften ftand stramm. Stein onderer Mensch mar jekt um 11 hr vormittags zu sehen. In fumme Leere Jflug das Echo seiner Tritte im langen Rozribor des Aufboues, durch den einft wohl das Lachen flirtender Danfeetäter mirrte. Türen zu beiden Seiten trugen Visitenkarten mit den Namen Don Offizieren. Er öffnete die zur eigenen Kommer und trat wieder in den Raum, in dem er nach der Heimlehr von Unternehmungen faft mie der Fahrgast eines Ueberseebamplers wohnte. An der Wand gegenüber stand unter dem Bullouge ein Schreibtisch, an der linten der Waschtisch neben dem Aleider jchrant. 3u renter Sand barg ein Vorhang die Koje mit Bettzeug Tem Erinnern an die hohen, lustigen Fremdenzimmer in Briedelsdorf schien das Heim wohl eng, do fhön, weit wub Jauber fand er es beim Betreten nach langer Seefahrt
Auch der alte Dienstmann, der als einziger seiner Zunft noch die Nummer 18 an roler Müke trug, nahm den Gepäd. Jchein, ohne zu sprechen. Wie den Kapitänleutnant fannte er ben Koffer, den er dem mit seinem Burschen plaubernden Seeoffizier auf einem Handwagen zum Rai vor dem Gasthof Weißes Haus" rollte. Dort sah Drewig die Pinale des WohnSchiffes Bommerania". Der Bootsmann am Hed stand stramm Der Heizer hinter der Haube turbelte an. Der Kapitänleutnant ftieg ein. Doch aus der Gasse neben dem Hotel haftete ein Ded offizier mit dichtgefrauftem rotem Spitbart unter vielfaltigem Geficht. Zwei aufgezwirbelte Spigen tagten wie Hörner jast bis zur Höhe der in schwarze Ringe gebetteten Augen. Auf den Uferfteinen fam er zum Stehen: Darf ich mitfahren, Herr Kapitänleutnant?"
Bitte, Steuermann", sagte Drewitz und bot dem Eingestiegenen die Hand.
Fiebner war Steuermann feines Brofes und ein Schwarz seher, der überall Gefahren witterte. Das verbrickliche Pol fern der rauhen Stimme schien stets zu murren, au flagen und Unheil zu finden. Doch der Dien't fonnte den bejahrten Rapitulanten zum Jüngling mochen. Seine Augen sohen scharf und Ilar, wenn er als Wachhabender auf der Bride stand Seine brummige Stimme flug hell und froh wie Trompetentek an die Stahlwände der Zentrale, menn fie in Stunden wirflicher Gefahr Eifer und Mut von den Lenten heischte. Nach zwölf gemeinsamen Fahrien war der Alte ihm lieb cis Mensch mie Soldat. Am Aermel zog er ihn neben sich in den Sig: Na, Fiebner, was prophezelen Sie für die neue Unternehmung?"
Die Augen in schwarzen Ringen suchten die Stiefel. Auf das runglige Gesicht fiel der düftere Schatten gräßlicheen Un
Fortsegung folgt.


