Samstag, den 31. Dezember 1927.
Gemeinde Wurzen in Sachjen. Es stellte fich bald heraus, dag das vom Wurzener Steinbruch gelieferte Material zum großen Teil minderwertig war. Bollwertiger Schotter zollte nur felten an, meist mar das Gestein nur Splitt und Grus. Man mußte bei Bedarf an Schotter schließlich wieder auf die näher liegenden und viel besseres Material liefernden privaten Eteinbrüche der Kasseler Gegend zurüdgreifen, die man hatte ausschalten wollen. Aber Kassel liefert nicht nur bessere Steine als Wurzen, sondern liegt auch frachtlich 2,- M je Tonne günftiger, bei Massengütern eine bedeutende Spanne. Alles bas gab Anlaß zu lebhaften Erörterungen im Provinziallandtag und den zuständigen Ausschüssen.
Trok dieser Enttäuschungen ist die Provinz Hannover jekt noch einen Schritt weiter gegangen. Um das Material aus Wurzen für Straßenbeden überhaupt verwenden zu fönnen, braucht man ein Befestigungs- bezo. Bindemittel, wie 3. B. Straßenteer und ähnliche Bindemittel.
In Dresden gibt es nun eine Unternehmung Colas Raltasphalt- 6. m. b. 5. die aus ausländischen Erdölbitumen einen Raltasphalt hergestellt Mit dieser Gesellschaft zusammen hat die der Provinz Hannover gehörige Collmener Gesellschaft eine neue Gesellschaft, die Kalftra"( Raltairhalt- Straßenbau6. m. b. 5.) gegründet. 3wed dieser Gesellschaft ist der Bau ber Provinzialstraßen in der Proving Hannover unter alleiniger Verwendung des Steinmaterials aus dem Wurzener Bruch und bes Colas- Asphalts. Im Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft fihen maßgebende Herren der Provinzialverwaltung. Ge schäftsführer ist der Landesbaurat der Provinz Hannover, also ein besoldeter Beamter.
Damit schafft die Provinz Sannover für ihren Straßenbau ein Monopol zu Gunsten ausländischer Produkte, ja man fann Jagen, zu Gunsten einer ausländischen Firma, denn die Colas 6. m. b. 5. ist die Lizenzträgerin der englischen Asphalt- ColdMex Ltd. Es ist flat, daß große Teile der deutschen Industrie badurch schwer geschädigt werden. An dem Straßenbau sind u. a. beteiligt: die deutsche Steinindustrie und überhaupt das deutsche Tiefbaugewerbe, die deutsche Teerindustrie, die deutsche Eisen industrie, durch ihre für Straßenbau wertvolle Hochofenschlade( in Sannover ist die Jlseder Hütte ein bedeutendes Wert für Straßenbaustoffe aus Schlade), die deutsche Zementindustrie, die deutsche Asphaltindustrie, weiter alle Gewerbezweige, die an der Herstellung und Verarbeitung von Straßenbaustoffen beteiligt sind, so auch die Industrie der Straßenbaumaschinen. Es erübrigt sich. darauf hinzuweisen, daß mit dem Gedeihen aller dieser Industriezweige die Existenz von vielen Tausenden deutscher Arbeiter verbunden ist.
Aber von den Belangen der deutschen Industrie abgesehen, gibt es noch andere nicht minder wichtige Gesichtspunkte, von denen aus diese Monopolisierung befämpft werden muß. Der deutsche Straßenbau ist heute eine der wichtigsten öffentlichen Angelegenheiten. Große Streden des deutschen Straßennetzes sind sehr verbesserungsbedürftig. Aber überall in Staat und Brovinz, in Kreis und Gemeinde sind die Mittel Inapp. Steinpflaster als Groß- und Kleinpflaster ist gut, aber unter vielen Berhältnissen zu teuer. Wo es entbehrt werden kann, greift man zu den billigeren Straßenbauweisen der Herstellung fugenLoser Deden, wie Teerstraßenbau und ähnlichen Verfahren. Es Ilegt im Interesse der deutschen Volkswirtschaft und damit des ganzen deutschen Volfes, mit dessen Steuergroschen doch schließlich die Straßen gebaut werden, wenn auf dem Gebiet des Straßenbaus ungehinderter Wettbewerb beftcht. Das alte Wort: Die Konkurrenz hebt das Geschäft" gilt hier durchaus und fann für den Straßenbau dahin erweitert werden, daß sie die Qualität steigert und den Preis vermindert. Nur der freie Wettbewerb im Straßenbau ermöglicht eine allfeitine Prüfuna der neueren Verfahren und gibt die Gewähr. deß schließlich doch das beste und preiswürdigste Verfahren entsprechend den jeweili gen Verkehrsverhältnissen und den örtlichen wirtschaftlichen Verhältnissen angewendet wird. Eine solche Auslese ist aber ausgeschlossen, wenn der Straßenbau in weiten Landesteilen für ein bestimmtes Verfahren monopolisiert wird.
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Und ein weiteres: Dem deutschen Boffe fann es nicht gleichgültig sein, wo seine Steuergroschen bleiben. Man fann politisch oder weltanschaulich stehen, wo man will. wirtschaftlich ist uns das Hemd näher als der Rod. also die deutsche Industrie näher als die ausländische. Im Wirtschaftsleben sind gewiß internationale Bezichungen notwendig, aber was mit deutschen Baustoffen preiswert und gut hergestellt werden fann- und dazu gehören ble deutschen Straßen das darf nicht ausländis schen Unternehmungen übertragen werden. Im Jahre 1927 sind nach den Monatlichen Nachweisen über den auswärtigen Han= del Deutschlands" bereits für über 40 Millionen Mark aus: ländischer Straßenbaustoffe eingeführt, die zum Teil entbehrlich sind. Diese Zahl reicht zwar nicht an den Wert der landwirtschaftlichen Einfuhr heran, aber wenn man schon die Notwendigkeit anerkennt, die Einfuhr zu beschränken, so darf man auch verhältnismäßig fleinere Summen nicht außer Acht lassen. Zum Schluß eine nachdenkliche Frage: Der deutsche Beamte. fei er im staatlichen oder fommunalen Dienst, bezieht sein Gehalt von der Gesamtheit des deutschen Volkes, und ein wesent licher Bestandteil dieses deutschen Volksganzen ist die deutsche Wirtschaft im weitesten Sinne, also Groß und Kleinindustrie, Handel. Gewerbe, Handwerk usw. Jst es nun mit der Stellung eines Beamten vereinbar, daß er im Nebenamt als geschäftss führender Direktor oder Aufsichtsratsmitglied persönlich betet ligt ist an Unternehmungen, die der steuerzahlenden Privatwirts schaft schwerste Konkurrenz machen, daß er die Wirtschaftskreise schädigt, aus derem Einkommen zum großen Teil sein Gehalt bestritten wird?
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Silvestergloden fäufen wieder ein Jahr aus und ein neues ein. In das unendliche Meer einer Ewigkeit sinkt das alte Jahr hinab mit seinen vielen Wochen und Tagen und Stunden. Nichts olieb uns davon übrig als Erinnerung, die Freude sein fann, aber auch tiefes Leid. Sie allein fommt wieder aus dem Meeress grund der Vergangenheit, um Freude zu wecken oder alte Wunden aufzureißen.
,, Gießener Zeitung"
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Silvestergloden läuten!--Wir schauen die lange Reihe all der Tage zurüd, die das alte Jahr in wechselnder Geftalt uns brachte. Sorgfam durchsuchen wir, was dieses Jahr uns gab und nahm, an Mühsal und Arbeit, an Freude und Leid, an sonnigen und trüben Tagen. Biele famen und viele gingen. Manger, der in der Bollkraft Jeines Lebens vor einem Jahre rüftig über die Shwelle des neuen Jahres ging, fant ins Grab, und wieder andere, denen der Abschied von dieser Welt Erlösung gewesen wäre, müssen ihre Laft leuchend und mühsam weitertragen hin. ein in ein neues Jahr.
So geht es Jahr um Jahr. Keiner weiß, was der Lenker der Geschide für ihn bestimmt hat. Dort wird einer geboren, und hier fintt ein müder ins Grab. Es ist ein ewiges Wandern, ein Rommen und Gehen. Gilveftergloden läufen! Die Tore des alten Jahres schließen fich für ewig und hoch tut sich auf das Portal eines neuen. Man will vergessen, was zurüdliegt und wünscht sich gegenseitig ein glüdjeliges nenes Jahr".
Mögen all die Jahre gekommen und gegangen sein, ohne die schönen Hoffnungen vom lekten Neujahrstag erfüllt zu haben, so wünscht man sich doch immer aufs neue alles Gute, das uns auf dem langen Wege durch diese 12 Monate begleiten soll, Aber so viel Glüd, als wir uns in dieser Neujahrnacht wünschen, gibt es nicht auf diesem Planeten. Das Menschenleben bleibt allzu reich an ungeftillten Wünschen und unerfüllten Hoffnungen. Und darum geht unser Hoffen und Warten von Jahr zu Jahr weiter, in ein fernes unbekanntes Land, in das Land der Hoffnung. Silvestergloden läufen! Morgen wirst du fühlen, daß das glüdjelige neue Jahr", das dir die Menschen heute wünschen, bringt, was alle seine Vorgänger gebracht- ungeftillte Wün sche und unerfüllte Soffnungen, wenig Freude und viel Leid, Arbeit und Mühe, Sorgen und Kummer.
Aber deshalb wollen wir nicht gebeugt, sondern aufrecht durch das Tor ins neue Jahr eintreten und es benützen als Zeit der Vorbereitung zu der großen Reise in das ferne unbekannte Land.
* Das Polizeiamt läßt mitteilen: Das Schießen, sowie das Abbrennen von Feuerwerksförpern innerhalb der Straßen und Sofreiten der Stadt ist verboten. Zuwiderhandlungen sind in den§§ 367 und 368 R. St. G. mit Geld- oder Haftstrafen bedroht. Es wird auch hingewiesen auf die eigene Etrafbarkeit von Eltern, Vormündern und sonstigen Personen, die es an der nötigen Beaufsichtigung der unter ihrer Obhut stehenden Kinder und sonstigen Pflegebefohlenen fehlen lassen.
* Invalidenversicherung. Auf Grund des Gesetzes vom 8. April 1927 sind gemäß Art. 6 Abs. 2 mit Wirkung vom 1. Januar 1928 bei einem Bruttowochenlohn von mehr als 36,- RM Beitragsmarken der neuen Lohntlasse 7 zu 2,- RM zu entrichten. Bei den übrigen Lohntlassengrenzen ist eine Aenderung nicht eingetreten. Die Arbeitgeber werden hierauf nochmals besonders aufmerksam gemacht.
* Rentenzahlungen. Die Postanstalten zahlen an Empfänger von Renten aus der Invalidenversicherung, soweit ihnen eine laufende Rente für Januar 1928 zusteht. zusammen mit den Ja nuarbezügen folgende einmaligen Zuschläge aus:
a) an Empfänger einer Invalidenrente( J. K. und A) 9 RM und dazu für jedes zuschußberechtigte Kind( Kinderzuschuß) 3 RM;
b) an Empfänger einer Witwen- und Witwerrente( W und WK) 9 RM;
c) bei Waisenrenten( D) für jede bezugsberechtigte Waise 3 RM Empfänger von Zuschlagsrenten erhalten den Zuschlag nur, wenn neben der Zusahrente feine anderen Bezüge aus der Jnvalidenversicherung laufen. Bei Renten, die in Teilbeträgen an mehrere Empfänger gezahlt werden( Teilrenten), wird der Zuschlag an jeden Teilrentenempfänger voll ausgezahlt. Zu Spizrenten darf der Zuschlag von den Postanstalten selbsttätig nicht gezahlt werden. In den Fällen, wo Rentenempfängern, an die eine laufende Januarrente durch die Post nicht gezahlt worden ist, der einmalige Zuschlag zusteht, erlassen die Träger der Invalidenversicherung Sonderanweisungen auf Zahlung des Zuschlags.
* Vor etwa 8 Wochen wurde der Gießener Oberveterinärrät und Professor an der hiesigen Universität, Dr. Wilh. KneII, eine in weitesten Kreisen Hessens und des Reiches bekannte Persönlichkeit der wissenschaftlichen und proftischen Veterinärmedizin, zur operativen Behandlung eines Rindes in ein bes nachbartes Dorf gerufen. Bei der Ausübung seines Berufes zog sich Professor Knell unbemerkt eine Infektion zu, die zu einer schlimmen Blutvergiftung führte. Nach sieben Wochen währendem schmerzensreichen Kranfenlager ist der erit anfangs der fünfziger Jahre stehende Gelehrte nun am Heiligabend als Opfer feines Berufes gestorben.
* Das Jahr 1927 war für das Baugewerbe besonders arbeitsreich. Schon im Februar sekte bei günstigem Wetter solch eifrige Bautätigkeit ein, daß es zeitweilig an Sandwerkern und Arbeitern mangelte. Die Zahl der 1927 entstandenen Wohnun gen ist zirka 200. Neben dem städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsbau war auch die private Bautätigkeit erwähnens wert, denn Stadt und Land gaben z. T. billige Baudarlehen. Für 1928 sind die Aussichten weniger günstig, da die Stadt teine Zuschüsse mehr gibt, die private Bautätigkeit wird dadurch ins Stoden geraten. An halbfertigen Bauwerken felen erwähnt: Kinderklinik und Erweiterungsbau der Veterinärklinit. Finanz amt, Versorgungsamt, Polizeiami, Kulissenhaus, Pferdeställe mit Speicher der Kaserne sowie einige Privathäuser. An Neubauten find geplant und 3. T. schon beschlossen: ein Wohnhaus für die Militärverwaltung. Gendarmerie- Wohnhaus, Kapellenbau für die Gemeinde am Seltersberg, ein Boltsschulgebäude im selben Viertel, das Studentenheim am Leihgefterner Weg. ein Verwaltungsgebäude für die Krantentasse und ein Vergröße rungsbau auf dem Schlachthof. Wie man ficht, wird faft aus. schließlich nur noch von Behörden und Körperschaften gebant, während der privaten Bautätigkeit durch den horrenten Geldmangel das Bauen fast unmöglich gemacht wird.
* Der Heilstättenverein für Hessen hat dieser Tage die Er richtung einer Heilstätte Pr Tuberkulose der oberen Luftwege beschlossen. Das Institut wird hier errichtet und dem Betrieb der Universitätsklinik für Hals, Nasen- und Ohrentrante unter
Nr. 53.
Steuerkalender für Monat Januar 1928,
Reichssteuertermine.
1. Januar: Erhöhung der Auswertungszinjen von 3% auf 5%. 1. Januar: Anträge auf Lohnsteuer- Erstattung für 1927.- Fristablauf 31. 3. 1928. 5. Januar: Steuerabzug vom Arbeitslohn für die Zeit vom 16. bis 31. 12. 1927, bezw. wenn die bis zum 15. Dezember 1927 einbehaltenen Beiräge R.M 200 nicht überstiegen haben, nom 1. bis 31. Dezember 1927. Keine Schonfrift.
10. Januar: Anmeldung und Zahlung der Börsenumfassteuer fülz Dezember 1927. Reine Schonfriſt. 10. Januar: Umfagteuervoranmeldung und Umfagstenervor auszahlung für das vierte Vierteljahr 1927. Schonfrist bis 15, bezw., da der 15. auf einen Sonntag fällt, bis 16. 1. 1928.
10. Januar: Einkommen/ teuervorauszahlungen für das 4. Bier teljahr 1927 in Höhe von ¼ der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerschuld.- Keine Schonfrift.
Samstag, 31. De
3um Go
Im Schneegewand, so weit Seh ich die Welt, und lieblic Tritt aus des Waldes buntlem Das neue Jahr in Jugendfrij Sin über blendendweiße Aderb Die ruhend nun in Wintersbar Sch ich es hoch erhaben talwa
Zum Seimatdorf, wo froh mar Ein gül'ges Lächeln ruht in Sein Antlig leuchtet helle, fon Und froh erregt hab' ich dem Meuen ein Blid nun nad Da straht's hell am dunklen& Es grüßet fern her bort ein lic Ser trägt die goldne Infdrift Mun, liebes Jahr, tritt froh zu Da rühren fich der Gloden eh Jhr Jubeltlang erfüllet Berg un Za Ehre auf dem Jahre nun, be Ertant zur Welt ein madtiger G Doch wie ich lausch' der Klänge. Die sich verliern im Weltall fer Da fühle ich ein seltsam Icises Jm fillen Ridblid zur Vergan Ja Geift fann ich mein Bolt d Bon 3wietrodt, Saß und blinde Bereinsamt stehn am Abgrund, a In seinem eignen Heimatland o
10. Januar: Körperschaftssteuervorauszahlung für das 4. Vierteljahr 1927 in Höhe von% der im letzten Steuer bescheid festgesetzten Steuerschuld.- Keine Schon friſt.
14. Januar: Anmeldefrist der Neubefiganleihen der Länder Gemeinden und Gemeindeverbände.-Reine Schonfrist.
20. Januar: Steuerabzug vom Arbeitslohn: für die Zeit vom 1. bis 15. Januar 1928 für das Markenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren falls die vom 1. bis 15. Januar einbehaltenen Lohnbeträge 200 R.M übersteigen. Keine Schonfrist. Landessteuertermine für Helfen.
5. Januar: Letzter Tag für zuschlagsfreie Zahlung der am 25. bezw. 27. Dezember 1927 fällig jewesenen Dor läufigen Landessteuern 1927: Grund, Gewerbes und Sondergebäudesteuer.
der Leitung des Direktors Professor Dr. Brüggemann an gegliedert. Die Stadt hat das erforderliche Baugelände von 15 000 Quadratmeter fostenlos zur Verfügung gestellt. Der Bau wird nach Plänen des Architekten Baurat Meyer Gie ben ausgeführt und wird neben dem Erdgeschoß noch drei ber geschoße umfassen. Borerst sind 70 Betten vorgesehen. Mit den Bauarbeiten soll im zeitigen Frühjahr nächsten Jahres begon nen werden.
* Für das kommende Jahr sind in Gießen eine Reihe Tagun gen vorgesehen. Es finden am 8. und 15. Januar Ausbildungs. turse für Feuerwehrführer und Kommandanten aus Oberhessen statt. Am 3. und 4. März wird ein großer Jugendherbergstag für Mitteldeutschland mit Ausstellung im Jugendheim abgehalten. 3m Sommer tommt dann der Hessische Sängerbund zu seinem Bundestag nach Gießen, weiter plant die Landwirtschaftsfommer für Oberhessen hier eine große landwirtschaftliche Ausstellung abzuhalten.
sahresabschluß 1926
der Bezirkssparkasse Gießen.
Am 21. d. Ms. fand die diesjährige ordentliche Mitglieder versammlnug der hiesigen Spartasse statt. Die Aufsichtsbehörde war durch Herrn Oberregierungsrat Dr. 5 es vom Krelsamt vertreten. Weiter anwesend waren neben dem fast vollständig erschienenen Aufsichtsrat und dessen Vorsitzenden, Herrn Bür germeister Sei b, 50 Vertreter der Stadt Gießen und der Land gemeinden des Bezirks. Die letteren waren mit 46 Stimmen die Stadt Gießen mit 39 Stimmen vertreten. Außerdem nahm auf Einladung des Vorsitzenden des Sessischen Sparkassen und Giroverbandes, Herr Justizrat Dr. Reh, an der Versammlung
teil.
Nach einigen Begrüßungsworten an die Erschienenen erftat. tete der Vorsitzende der Versammlung. Direktor Zachels den Geschäftsbericht für das Jahr 1926. Er frug die Rechnung und den übrigen Bericht vor, welche unter Entlastung des Vorstandes von der Versammlung genehmigt wurden.
Das Geschäftsjahr 1926 ichließt mit einem Reingewinn von 32 648, RM. ab. Dieser Reingewinn nebst dem Vortrag aus 1925 mit 14 036,89 RW, zusammen 46 684,89 9. werben auf Beschluß der Versammlung der Rüdlage überwiesen.
Aus dem Geschäftsbericht für 1926 feien folgende Angaben hervorgehoben::
Die Spareinlagen, und zwar die reinen Spareinlagen( ohne Girocinlagen) zeigen auch in 1926 eine erfreuliche Aufwärtsbe wegung an. Sie stiegen von 2 213 344,40 919 auf 3 935 409,22 WI. das bedeutet eine Zunahme von 1722 064,82
In der Vorkriegszeit betrug die Zunahme 900 000,-. bis 1 000 000,- Mt. pro Jahr, somit weißt das Geschäftsjahr 1926 eine fast doppelte Zunahme gegenüber der Vorlriegszeit anf.
Die Zahl der Sparbücher betrug Ende 1925 5885 Stüd, neu famen hinzu 3138 Stüd, susammen 9023 Stüd. b gingen durch Ganzrüdzahlungen 723 Stüd, jodaß sich Ende 1926 ein Bestand von 8300 Stüd Spartonten ergibt. Die Zunahme beträgt 2415 Sparlonten,
Die im Kontokorrents( Siros) Berkehr angelegteen Einla gen ftigen von 888 290,52 97. auf 1 484 339,82 RM. Die 3u nahme beträgt somit hier 596 049,30 R. Die Kontenzahl im Giroverkehr stieg von 1436 Konten im Vorjahre auf 1803 Ronten in 1926.
Die Rechnung 1926 zeigt einen Rechnungsreft von 146 164,, 18 RM. Der Gesamtumsay stieg von 53 699 325,24 997. auf 85 495 104,74 RM.
Jm Berichtsjahr erfuhren die Ausleihungen im Realfredit ( Sypotheken-) Geschäft eine beträchtliche Zunehme. Die Snpo theldarlehen, welche 1824 noch 57 100,- RM. betrugen und in
Doch soll ich nuglos lange hier Jn jenen Jahren, jenen bittren O nein! Jh will mit rüftgen G Sin mit dem Zeitenlaufe fort u
Jt auch, mein Bolt, bein Ausb Berhüllt dein Weg ein düftrer Gs nahi ein Tag, da lichten sich d Und soll es wären auch noch Zei Dann wird die Sonn im Morge Dein Frühling leuchtet überm T Und durch dein Leben geht ein no Und Neues blüht, wo Altes ist ze Gehn doch der Völler Wege f Uremig schon im großen Weltge Sie führen hin durch Kampf zu Durch dunkle Tiefen auf zu lidh Wohlauf! Ermanne dich und mu Boll Zuversicht ins neu geborne Noh find ja reich an Wechsel di Und Gottes Mühlen mahlen w Phil Trautmann, S
Arbeitsdiens
Als Nr. 18 der Lehrfchriften ü Joeben im Verlag des Athenaeu historisch fritische Untersuchung über Dr. W. Diedmann erschienen, in w beitsdienstpflicht in seiner geschichtl Musprägung und seine Durchführun Berwirklichung dieser Jdee im Ineingehend untersucht werden, um auf trin wissenschaftliche Untersuchung Möglichkeiten und Voraussetzungen bie Arbeitsdienstpflicht darstellt, zu Ildfeit, wie man sie wohl in fei gandafchriften und Auffäge, die die
Grüner Rasen/
Roman von Otto 00 16. Fortset Mergerlich blieb er stehen und Seine Augen drohten fast. Sie spür jitterten in Echwäche. Langsam legt arme. Sie mußte bie Lider senten auf dem Löwenberg am Tage nor flagten feine zudenden Lippen, die o fern und falt. Er tat ihr leid. Urlaub und schrieb an Gerda geno night wie Aurt? Es tai gut, den Slug die Augen auf und fah Im Dammern noch leuchtend hell gen und Singen schlug an die Ohr mat ein Jubeln, als des Beilers langlam marien und hob die Lippen zu der unter ihr Kinn gri amlungen, bis ein Wagenrollen fiat er zurüd: Das war meine Dor Bremierleutnanis!"
Sie schlug die Hände vor das bar bald ein schmerzliches Schlud bidh lieb, Kurt, aber so, so hat mi bann.. mollte er nicht wie du zu
Dunkel und falt lahien ihm pl Better stand draußen im Westen. bet tem Kameraden am Feind erlen jähen Summer feines lache rig: ift du ihm versprochen?"
Chne ble Finger vom Gesicht ten Egnee: Rein, nein, ich ha reibt nie davon, Nur gefüßt hat Er bezmang die aufteimende He wieder in die Arme zu nehmen Dingen, aber als rechtlicher M len fich einmal vergessen zu hab in lieb oder mich?" fragte er. Sie ließ die Finger fallen. In Irinen. Doch fest und gerade fucht allin Thn hab ich nur als Better Sehörte feine Atem gehen. E men entschied mit einer Lu 1ien: Sag ihm das, wenn du ihn einen Cilitiei, wenn bu gefprodjen Tofon lug fie ein, aber and bot ihm einen neuen Ruß, de Führung nahm, Elisabeth war ein


