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Sonnabend, den 23. Juli 1927.

Mit dem Inkrafttreten der Anordnung ist der Aufhebungs­streit in der Hauptsache erledigt. Ueber die Kosten des Rechts­streits ist unter Berücksichtigung des mutmaßlichen Ausganges des Aufhebungsverfahrens nach billigem Ermessen zu entschei­den. Das gleiche gilt bei dem Uebergang zur Räumungsflage ( Abs. 1) bezüglich der durch das Aufhebungsverfahren ver-| ursachten besonderen Kosten.

§ 52d.

Jst in rechtsträftigen Urteilen oder Bergleichen, welche die Herausgabe eines Mietraums zum Gegenstande haben, die 3wangsvollstredung von der Sicherung eines Ersahraums ab­hängig gemacht und unterliegt nach späteren Gesetzen oder An­ordnungen das Mietverhältnis, auf das sich das Urteil oder der Bergleich bezieht, nicht mehr den Vorschriften über die Auf­hebungsflage und die Zubilligung von Erjahraum, jo fann der Bermieter die Aufhebung der Bollstreckungsbeschränkung der langen. Dem Mieter ist in diesem Falle eine den Umständen nach angemessene Frist zur Räumung zu gewähren, wenn dies zur Vermeidung unbilliger Härten erforderlich erscheint. Auf das Berfahren finden die Vorschriften des§ 6 Abs. 5 Sat 2, 3 entsprechende Anwendung.

Soweit ein Mietverhältnis sich auf Räume bezieht, die nicht Wohnräume sind, finden die Borschriften des Abs. 1 auf alle vor dem 1. Juli 1926 ergangenen Urteile und Vergleiche Anwendung. Sie gelten nicht, wenn der Mieter beweist, daß durch den Wegfall der Bollftredungsbeschränkung dringende öffentliche Interessen gefährdet werden würden.

Einem Mietraume im Sinne dieser Vorschriften steht ein Raum gleich, der in anderer Weise als auf Grund eines Miet­vertrags überlassen ist. § 52e.

Für ein Mietverhältnis, auf das sich eine Anordnung ge­mäß§ 52 Abs. 1 Satz 1 bezieht, gelten folgende Vorschriften: 1. Der§ 27 Abs. 1 Sat 3 findet Anwendung.

2. Der§ 28 Gay 1 gilt mit der Maßgabe, daß der Mieter nur aufrechnen fann, wenn er dem Vermieter die Absicht der Aufrechnung mindestens einen Monat vor der Fälligkeit des Mietzinses in schriftlicher Form angezeigt hat. Auf den ver­traglichen Ausschluß eines Minderungs- oder Zurüdbehaltungs­rechts oder eines Rechtes auf Aufrechnung mit einem Schaden­ersatzanspruch nach§ 538 Abs. 1 des BGB. findet diese Vor­schrift entsprechende Anwendung.

3. Der Vermieter fann das Mietverhältnis ohne Einhal tung einer Kündigungsfrist nur nach den§§ 553, 554 des BGB. sowie unter den Voraussetzungen fündigen, unter denen nach § 2 die Aufhebung eines Mietverhältnisses wegen erheblicher Belästigung verlangt werden fann. Geringfügige Mietzins­rückstände berechtigen nicht zu einer fristlosen Kündigung. Eine auf Grund des§ 554 erfolgte Kündigung ist unwirksam, wenn der Mieter bis zum Ablauf von zwei Wochen seit der Fällig feit des Mietzinses den Vermieter befriedigt, eine gegenüber der Mietzinsforderung zulässige Aufrechnung erklärt oder ein ihm zustehendes Minderungs- oder Zurückbehaltungsrecht geltend macht. Der§ 3 Abs. 2 findet entsprechende Anwendung; das gleiche gilt von§ 10 Abs. 2 für Mietverhältnisse über Wohn­räume.

4. Ist der Mietzins nach Monaten bemessen, so gilt für die Kündigung des Vermieters der§ 565 Abs. 1 Satz 1 des BGB. Hiervon werden Mietverhältnisse der im§ 24 bezeichneten Art nicht berührt.

Auf eine Vereinbarung, die den Vorschriften der Nr. 3 entgegensteht, kann sich der Vermieter nicht berufen. Das gleiche gilt für eine Vereinbarung, wonach die Kündigung des Mietverhältnisses zuungunsten des Mieters abweichend vom § 565 des BGB. und von Nr. 4 geregelt ist.

5. Jm§ 52 Abs. 1 Satz 2 Halbjah 2 treten an Stelle der Worte ,,§§ 9, 10, 12" die Worte ,,§ 9,§ 10 Abs. 1,§ 12".

6. Jm§ 54 tritt an Stelle der Jahreszahl ,, 1927" die Jah­reszahl ,, 1929".

Die Offensive des deutschen Volksheeres

1914 und ihr Scheitern.

Das Reichsarchiv behandelt in seinem Werk Der Weltkrieg 1914-1918" Band I, III, IV den Bewegungskrieg im Westen und besonders ein­gehend den Höhepunkt, die Marneschlacht.

Frühling am Rhein.

Von Wolfgang Kraus.

Der Flieder strömt seine sehnsüchtigen Düfte über die blauen und roten Dächer, die in der Frühlingssonne träumen. Wies­baden, weiträumig angelegt und modern, mit breiten, gerade geschnittenen Straßen, ist ein einziges großes Hotel, einladend und gut gepflegt. Fremdenlokal ohne besonders ausgeprägtes Eigenleben, aber von ungeschminkter Liebenswürdigkeit.

Der Mainzer Dom steht fast ganz im Gerüst. Drinnen rattern und dröhnen die Rammen, freischen die Aufzugswinden; das baufällige Gerippe wird mit Beton versteift. Blüte des romanischen Stils, die sich wieder entfalten soll.

Breit strömt der Rhein unter der mächtigen hochgewölbten Steinbrücke hin. Es fehlt nicht viel an einem Kilometer. Von Mainz aus trägt der Strom die schmucken Dampfer abwärts, mit denen man in vier bis fünf Stunden Koblenz erreichen fann.

Lichtblau mit gelben und grauen Reflexen schimmert der Rhein in der hellen Frühlingssonne. Flach dehnen sich noch die Ufer, zur Rechten in der Ferne von den blauen Zügen des Taunus begrenzt. Bei Biebrich, dem Anlegeplatz für Wies baden, biegt der Strom nach Westen ab. Grünbebuschte Inseln durchflechten sein breites Band. Ueber gelbgrun leuchtendes Gartenland spinnt sich weiß schimmernd das Netz der Obst­gärten. Eltville mit seinen Seftfellereien. Doch wer möchte an Seft denken, hier, wo edelste Trauben ganz andere Säfte reifen lassen? Landeinwärts versteckt sich der feurige Marko­brunner. Am Ufer winkt der liebliche Destricher. Und dann grüßt Rüdesheim herüber. Rosa mit hellgrün steigt über der Stadt das Schachbrett von Feldern und Weingärten empor. In Reih und Glied am Ufer aufmarschiert die Hotelfront. Von der

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Gießener Zeitung"

Da es für jeden Kameraden und Mitkämpfer Don größtem Interesse sein dürfte, einen Ueberblic über die Kriegsvorbereitungen und die gewaltigen Leistungen des deutschen Voltsheetes von 1914 zu gewinnen, sowie die Gründe zu erfahren, aus wel chen die Oberste Heeresleitung auf der Höhe des Sieges den Sieg aus der Hand gab, ist der Ver such gemacht worden, die in nachfolgendem Artitel geschilderten Ereignisse in gedrängter Form zur Darstellung zu bringen.

Durch die Lage seines Landes in der Mitte Europas ist Deutschland von jeher friegerischen Gefahren ausgefeht gewesen. Jahrhunderte europäischer Geschichte bestätigen dies. Der 1000­jährige Kampf der Franzosen um den Rhein hat nie geruht.

Golange nicht andere Sicherheiten gegen politische und wirtschaftliche Bergewaltigung gefunden waren, fonnte die Un­gunit der geographischen Lage nur durch eine starte Wehrmacht einigermaßen ausgeglichen werden. Daher mußte das Deutsche sich der Vorbereitung für den Krieg besondere Aufmerksamkeit und große Mittel zuwenden. Selbst unsere Gegner haben diese Notwendigkeit anerkannt. Noch am 1. Januar 1914 hat der spätere englische Premierminister Lloyd George erklärt: Das deutsche Heer ist eine Lebensfrage, nicht allein für den Bestand des Deutschen Reichs, sondern auch für das nadte Leben und die Unabhängigkeit des Volkes selbst, weil Deutschland nun einmal von anderen Nationen umgeben ist, deren jede ein etwa ebenso starles Heer besitzt wie Deutschland selbst."

Während Frankreich unter schärfster Inanspruchnahme seiner Bevölkerung seine Rüstungen bis aufs Aeußerste betrieb, blieb Deutschland weit zurüd. Deutschland hob von seiner militär­pflichtigen Mannschaft nur 53,2 v. H., Frankreich hingegen 82,9 v. H. aus. Frankreich konnte mit seinen 40 Millionen Ein wohnern zu Beginn des Weltkrieges eine fast gleich starte Ar mee aufstellen wie Deutschland mit 67 Millionen. Der fran­zösische General Buat hat berechnet, daß Deutschland mit 600 000 Mann mehr hätte ins Feld rüden fönnen. Welchen Einfluß dieser Kräftezuwachs von 20 Armeekorps auf die Ent­scheidung im Westen und die gesamte Kriegführung gehabt hätte, bedarf keiner Erläuterung.

Bei Kriegsausbruch waren die Stärkeverhältnisse folgende: Deutschland Desterreich

Rußland und Serbien

Frankreich, England und Belgien

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3 822 000

2 300 000

5 000 000

5 000 000

Es standen sich demnach 6 122 000 10 000 000 gegenüber. Die dauernde Verschlechterung unserer politischen Lage, das französisch- russische Bündnis um die Jahreswende 1893/94, die englisch- französische Verständigung, die Verschärfung der deutsch­englischen Gegensätze ließen den Krieg unvermeidbar erscheinen.

Nach der Niederlage Frankreichs im Jahre 1871 hatte be­reits Generalfeldmarschall Graf v. Moltke den Gedanken ausge sprochen: Die gefährlichste Probe, welche der Fortbestand des neuen Deutschen Reichs auszuhalten hat, würde ein Krieg gleich­zeitig mit Rußland und Frankreich sein, und da die Möglichkeit einer solchen Kombination nicht in Abrede zu stellen ist, so wird es gut sein, die Mittel zur Abwehr beizeiten in Erwägung zu ziehen."

Die Prüfung und Feststellung, wie bei Ausbruch eines Krie­ges die Schlagkraft am wirksamsten zur Geltung gebracht wer­den könne, war im Frieden eine der vornehmsten Aufgaben des Generalstabmess. Der daraus hergeleitete Kriegspla.. mußte fich nach der jeweiligen politischen Lage ändern.

Grundlegend für die Verwendung des Heeres im Weltkrieg war der Plan des Generals Graf v. Schlieffen vom Jahre 1892, die Masse gegen Westen, nur das Notwendigste gegen Osten auf­marschieren zu lassen. Er nahm an, daß die Franzosen einen Krieg gegen Deutschland nur führen würden, wenn gleichzeitig Rußland im Osten starke Kräfte fesselte. Dann aber würden sie den Kampf auch mit sofortigem Angriff beginnen. So war jetzt die Frage ausschlaggebend, welcher der beiden Gegner der ge= jährlichere sei. Das aber waren die Franzosen.

Ihr Heer war an der deutschen Grenze in größerer Stärke und weit früher zu erwarten, als das russische. Angesichts der starken französischen Festungslinie Belfort Epinal- Toul- Verdun schien im das Vorgehen mit dem rechten Heeresflügel durch Bel­gien als der einzig sichere Weg. Bedenken wegen der Verlegung der Neutralität Belgiens wollte Graf Schlieffen in einem

Höhe des Niederwaldes, zu der die Weinberge emporflettern winkt die Germania. Es gibt schlimmere Zuderbäderei als dieses Denkmal. Es hat wenigstens den großen Vorzug, daß es sich was man beispielsweise von der Berliner Sieges­allee nicht sagen tannstörungslos der natürlichen Umgebung in Form und Farbe. einfügt.

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Langsam verengt sich der Rhein, den die Bergufer zusam= menpressen, links Hunsrück und Eifel, rechts Taunus und Westerwald. Rüdesheim gegenüber sticht mit spitzen Türmen in die sich hebenden Uferhänge das von der Rochustape!! e ge­frönte Bingen. Auf der Ostseite schachteln sich die schief ge= stuften Treppen der Weinberge übereinander.

Der Rhein ist eine belebte Straße. Ein Schiff nach dem andern begegnet der Fahrt. Häufiger noch als die deutsche Flagge schwarz- weiß- rot mit meist nur ganz flein eingesetzter schwarz- rot- goldener Gösch die rot- weiß- blaue holländische. Dann und wann ein vereinzelter Belgier mit seiner schwarz- gelb­roten Trifolore. Viele deutsche Schiffe, so die von Stinnes, fahren nur mit dem preußischen schwarz- weiß. Haniel hat seine Schiffe grün- weiß- schwarz gestrichen, die badischen Kähne tra­gen ihr rot- gelb.

Der etwas nüchterne Mäuseturm, den nichts Sagenhoftes umkleidet, streckt seine Schiffahrtszeichen über den Strom Burg Ehrenfels, auf eine Felsnaje geklebt, beginnt den Reigen der Burgen, deren Kranz die Berge säumt.. Bis zu ungefähr hun­dert Meter Breit zwängt sich der Rhein zusammen. als er nach scharfer Wendung nordwärts beim Binger Loch durch die Fels barriere des Gebirges bricht. Steil steigen die Ufer empor.

Ahmannshausen ist ein Klang von fröhlicher Festlichkeit, von rötlich schimmernden Erinnerungen überhaucht. Bei Lorch der Name Klingt auf der Zunge zwei zerfallene Burgen, Nollich und Fürstenberg. Mit hohen, leeren Fenstergewölben,

Nr. 30.

Kriege, in dem es um den Bestand des Reiches ging, nicht gel­ten lassen.

In einer für seinen Nachfolger, den Generalobersten v Moltke, bestimmten Denkschrift hat Graf Schlieffen in Jahre 1905 das Ergebnis jahrelanger Studien wie folgt zusammen: gefaßt:

Frankreich ist als eine große Festung anzusehen. Die Fe ftungslinie Belfort- Epinal- Toul- Verdun ist fast uneinnehm bar. Die Linie Merzieres- Maubeuge- Lille- Dünkirchen aber nur lüdenhaft befestigt. Hier müssen wir in die Festung einzu dringen versuchen. Der deutsche Aufmarsch findet mit den Haupt­träften 23 Armeekorps, 12% Reserve- Divisionen, 8 Kavallerie torps in der allgemeinen Linie Krefeld- Metz statt, aus der mit einer Lintsschwentung gegen die Linie Dünkirchen- Verdun vorgerüdt werden sollte.

Sonnabend, den 23. Juli 1927.

jalug

Reichsoffiziersby

In Düsseldorf fand in der vergangene jabrige 8. Bundestagung des Reichsoffiziers Bundestagung, die mit einer Gedenffeier gary des R. C B. an der Richtstätte G fond mit der Annahme folgender Entschlie Gegen die Schuldlüge. Ueber acht Jahre sind vergangen, feit vo machvolle Geständnis der Schuld am Wellt en ist. Längst ist es erwiesen, daß diese, Sunden blutenden deutschen Volke aufgezwi e ungeheuerlichte Lüge darstellt, die die W njer Bolt, wenn es noch einen Funten nati beigt, kann und darf diese Schmach nicht läng bitten alle Volksgenossen, gleichgültig welche endlich politische Rüdichten beiseite zu stelle die Reichsregierung und den Reichstag zu vera Welt feierlichst die Schuldlüge zurückzuweisen tann ein Bolt seine Ehre wahren, wenn es ein Um die Befreiung der Rheinlan Tros aller Versprechungen unserer Feind jeung eines großen Teiles des Rheinlandes Immer noch sind dort die deutschen Bewohner der schmachvollen Behandlung französischer S preisgegeben. Der Reichs- Offiziersbund ist der auch hier ein einheitlicher Abwehrwille des der Regierung und dem Reichstag den notw geben fann. Es muß Ehrenpflicht aller Deutsc fing unferer Landsleute im Rheinland und Wort und Schrift durch Aufrüttelung des der beizutragen.

Südlich dieser Angriffsrichtung sollten zur Deckung der linten Flante nur verbleiben: Jn Lothringen Armeekorps, Reserve Division, 3 Kavallerie- Divisonen, im Elsaß 4% Landwehr- Brigaden.

Der Schlachterfolg wurde durch den so stark als möglich ge machten rechten Flügel erstrebt. Der rechte Flügel sollte 9 Ar­meekorps, 5 Kavallerie- Divisionen start sein, dem 7 Reserve Korps als Staffel zu folgen hatten. Während die Mitte über die Linie Reims La Fère vorging, sollte der rechte Flügel den Angriff gegen die linke Flanke der Franzosen über die Oise­linie Paris La Fère führen, Paris westlich und südlich um gehen, auf der West- und Südfront einschließen.

In seiner Denkschrift betont Graf Schlieffen: Es muß durch aus versucht werden, die Franzosen durch Angriff auf ihre linte Flante in östliche Richtung gegen ihre Moselfestungen, gegen den Jura und gegen die Schweiz zu drängen. Das französische Heer muß vernichtet werden. Das Wesentliche für den Verlauf der gesamten Operationen ist, einen starken rechten Flügel zu bilden, mit dessen Hilfe die Schlachten zu gewinnen und in un ausgesetzter Verfolgung den Feind mit eben diesem starken Flügel immer wieder zum Weichen zu bringen."

Welche Bedeutung Graf Schlieffen der Festung Paris bei maß, geht aus der Kräfteverteilung hervor, in der er 7 Armee torps für die operative Umgebung, 6 Ersatztorps für die Ein schließung auf der West- und Südfront in Ansatz brachte.

Die in Lothringen verbliebenen Teile, 3% Armeekorps. Reserve Division, 3 Kavallerie- Divisionen sollten einen An griff gegen Nancy führen, um dort feindliche Kräfte zu fesseln. Ging der Feind selbst mit stärkeren Kräften in Lothringen vor, sollten sie in Anlehnung an Meh zurückweichen. Die Preisgabe des Oberelsaß wurde bewußt in Kauf genommen.

Die Schlieffensche Denkschrift behandelte ausschließlich einen Krieg Deutschlands gegen Frankreich und England.( Rußland?)

Für Graf Schlieffens Nachfolger, den Generaloberst v. Moltke, der angesichts der Wiedererstarkung Rußlands mit der Sicherheit des 3weifrontenkrieges rechnen mußte, konnte dieser geniale Operationsentwurf nicht als bindende Vorschrift, sondern nur als Anhalt und Richtlinie dienen. Bis zum Jahre 1908 hielt General v. Moltke den letzten Entwurf seines Vorgängers für den Westaufmarsch bei. Vom Jahre 1908 an nahm er aber allmählich eine Abänderung der Stärkebemessung für den linken Heeresflügel vor. Da er bestimmt mit einer sofortigen Offen sive der Franzosen in Elsoß- Lothringen rechnete und dort einen Teilerfolg erstrebte, bestimmte er für den linken Flügel 6 Ar­meekorps und 2 Reservekorps, im ganzen 8 Armeekorps. Wäh rend sich das Kräfteverhältnis der beiden Aufmarschflügel in Graf Schlieffens lettem Entwurf wie 7: 1 gestellt hatte, verschob es sich unter General v. Moltte auf etwa 3: 1.

In den den für das Mobilmachungsjahr 1914/15 gültigen Aufmarschanweisungen war die operative Absicht folgender­maßen ausgedrückt:

,, Die Hauptkräfte des deutschen Heeres sollen durch Belgien und Luxemburg nach Frankreich vorgehen. Ihr Vormarsch ist als Schwenkung unter Festhalten des Drehpunktes Dietenhofen­Metz gedacht. Maßgebend für das Fortschreiten der Schwenkung ist der rechte Heeresflügel. Die Bewegungen der inneren Ar meen werden so geregelt, daß der Zusammenhang des Heeres und der Anschluß an Diedenhofen- Metz nicht verloren geht. Den Schutz der linken Flanke der Hauptkräfte des Heeres sollen neben den Festungen Dietenhofen und Met die südöstlich Mek aufmarschierenden Heeresteile übernehmen.

Fortsetzung folgt.

durch deren spikes, gotisches Filigranmaster das helle Tages­sicht scheint, erhebt sich über Bacharach die Wernerskirche. Hin ter Bacharach breiten sich die Weinberge nun auch westlich auf dem linken Ufer aus. Vom Strom umrauscht, ragt bei Caub. wo Blücher in der Neujahrsnacht 1813 zu 1814 mit der Schle sischen Armee über den Rhein ging, die Pfalz auf ihrem Felien aus dem Wasser, die weitaus schönste Burg des Rheins, von trotzigen Türmen und Bastionen getrönt, wehrhaft und stolz.

Ein schwarzer Dampfer rauscht vorüber aufwärts. Die J schrift fündet: Colmar, Straßburg." Blau- weiß- rot weht die Trikolore vom Hed. Die Bemannung winkt Grüße herüber, niemand antwortet, stumm blickt alles weg.

Oberwesel birgt in sich seine alte Stadtmauer mit vier fantigen Türmen. Scharf zertlüftet tritt rechts der Felsen der Loreley über den eng fich windenden Strom. Glücklicherweise spürt niemand das musikalische Bedürfnis, nicht zu wissen, was es bedeutet...

Und nun spinnt sich weiter rechts und links auf beiden Ufern die liebliche Kette der schieferblau bedachten Städtchen in Weinberge gebettet, von Burgen freundlich gekrönt, bespült vom grünblau in gelben Lichtern sich spiegelnden Rhein. In dustrie frißt sich hier und dort in die Uferberge ein. Stein­brüche mit kleinen Förderbahnen reißen Wunden auf. Ueber St. Goar die Trümmer der einstigen hessischen Festung Rhein­fels, Erinnerungsmal der Zerstörungswut französischer Horden vor mehr als hundert Jahren. Das Silber der blühenden Obit bäume umrahmt die braunrosa lachenden Weinberge. Boppard. Römergründung, hat noch Reste römischer Befestigungen. Hier macht der Rhein seine größte Schleife, fast einen Bogen um sich selbst. Span gegenüber stoßen von der bewaldeten Berghöhe drei riesige Schornsteine merkwürdig anmaßend in den Himmel. Ueber Braubach ragt als einzige unzerstört gebliebene mittel alterliche Feste die schöne Marksburg empor, an der man sich

Für Kolonien.

Der Bundestag des Reichsoffiziersbund allen maßgebenden staatlichen Behörden und 2 abdrüdlichst für die Wiedergewinnung des de beiges einzusehen. Diese Forderung ist für d eine der dringendsten. Ohne überseeischen Bes imande, unjer 60- Millionenvolt einer besser gegenzuführen.

Rechtsmittel gegen Urteile der Arb und Landesarbeitsgerichte Nach§ 9 Abs. 4 des Arbeitsgerichtsgesehe ten vor den Arbeitsgerichtsheörden auf den der Urteile und der Beschlüsse vermerkt werd Entscheidung ein Rechtsmittel zulässig und bei in welcher Form und innerhalb welcher Frist Die gleiche Vorschrift gilt für Versäumnisurte Einspruch unzulässig ist.

Nach einer allgemeinen Verfügung des ministers, in der diese Fragen im einzelnen die Bestimmung darüber, welche Rechtsmi diesen Vorschriften in jedem einzelnen Fall Sache des Vorsigenden und von diesem bei i der Entscheidung, um deren Anfechtung es sich

Nach§ 62,§ 64 Abs. 3 AGG. sind alle U gerichten oder von Landesarbeitsgerichten, ge Berufung oder Revision zulässig ist, traft vollstredbar. Mit Rüdsicht hierauf enthal Drude für die Arbeitsgerichte und Landes Bermerte über Vollstreckbarkeitserklärung bereits fraft Gesetzes eintretende Vollstrech firedbarkeitserklärung durch das Gericht fe Urteile von Arbeitsgerichtsbehörden sind h als vollstredbar anzusehen, ausgenommen denen die vorläufige Vollstreckbarkeit gem ausdrüdlich ausgeschlossen ist, solange die noch nicht rechtskräftig sind.

Eine Entschließung des Deutschen Einen Sieg des intransigenten Flüg Studentenschaft bedeutet die Dienstag abe Studertentag in Würzburg angenommene

es beigt:

Der Studententag hält an der völkisc jajjung von 1922 unbedingt fest." Der Kampf mit dem preußischen Kul erneut aufgenommen.

erfreuen kann, bevor der etwas stillose hu von Stolzenfels vor das Auge tritt.

Bon rechts führt die Lahn ihre Wasse Ujerhöhen, die Täler und Randflächen mehr Raum gegeben haben, flachen sich Aus dem Sonnendunst des Nachmittags Tets dahinter der Ehrenbreitstein unt i toter Tritolore.

Eben noch schien es der freie deutsche auf seinem Rüden trug, jetzt geht es w durch seine rauschende Stimme...

Olympia 1928 zu 2

Bon Heinz Dietrich- Am Die gesamte Sportwelt beschäftigt woh Der Borbereitungen für die kommenden Ol denen es fich nicht nur um die Ehre der mein, auch weit darüber hinaus um das Nation handelt. Wie oft und wieviel A tont, daß der Sport nicht nur die verschiede näher bringt, sondern auch gewisse Vorurt immer vorhanden sind, beseitigen kann. 2 Recht. Ich möchte nur an die beiden R Deutschland und Frankreich erinnern. I Jabel Tausender, sowie der Händedruck der fiter im Stadion zu Colombes am 2. Dit gelehrt in Frankfurt als ein Zeichen gegen bezeichnen? Oder, die Ozeanüberquerun Edener und in jüngster Zeit durch die beid mer Lindbergh und Chamberlin mit seinen Alles au sportliche Leistungen. Und in