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n den Bestand des Reiches ging, nicht ge

Sonnabend, den 23. Juli 1927.

inen Nachfolger, den Generalobersten Dentschrift hat Graf Schlieffen in Jah ahrelanger Studien wie folgt zusammen seine große Festung anzusehen. Die Epinal- Toul- Berdun ist fast uneinnehm zieres- Maubeuge Lille- Dünkirchen abe

Reichsoffiziersbund.

In Düsseldorf fand in der vergangenen Woche die dies­jährige 8. Bundestagung des Reichsoffiziersbundes statt. Die Bundestagung, die mit einer Gedentjeier und Kranznieder­legary des R. C B. an der Richtstätte Schlageters endere, sand mit der Annahme folgender Entschließungen ihren ab­schluß:

t. Hier müssen wir in die Festung ein r deutsche Aufmarsch findet mit den Haup rps, 12% Reserve- Divisionen, 8 Kavalleri meinen Linie Krefeld- Meh statt, aus der fung gegen die Linie Düntirchen- Berbur Ite. Ingriffsrichtung sollten zur Dedung der erbleiben: In Lothringen 3% Armeekorps, 3 Kavallerie- Divisjonen, im Eljah 4%

g wurde durch den so start als möglich g

el erstrebt. Der rechte Flügel sollte 9

rie- Divisionen start sein, dem 7 Reserves

1 folgen hatten. Während die Mitte über

Fère vorging, sollte der rechte Flügel den

inte Flanke der Franzosen über die Dies

e jühren, Paris westlich und südlich um

und Südfront einschließen.

rift betont Graf Schlieffen: ,, Es muß dur die Franzosen durch Angriff auf ihre linte Richtung gegen ihre Moselfestungen, gegen

die Schweiz zu drängen. Das franzöfifte werden. Das Wesentliche für den Verlauf tionen ist, einen starken rechten Flügel ilfe die Schlachten zu gewinnen und in un ung den Feind mit eben diesem starten zum Weichen zu bringen."

ng Graf Schlieffen der Festung Paris bei

Träfteverteilung hervor, in der er 7 Armee ive Umgehung, 6 Ersatztorps für die Ein

est- und Südfront in Ansatz brachte.

gen verbliebenen Teile, 3% Armeekorps

3 Kavallerie- Divisionen sollten einen An

hren, um dort feindliche Kräfte zu fesseln

t mit stärkeren Kräften in Lothringen vor,

ung an Metz zurüdweichen. Die Preisgabe

e bewußt in Kauf genommen.

e Denkschrift behandelte ausschließlich einen

Jegen Frankreich und England.( Rußland?)

Gegen die Schuldlüge.

Ueber acht Jahre sind vergangen, feit von Deutschland das schmachvolle Geständnis der Schuld am Weltfriege erpreẞt wor den ist. Längst ist es erwiesen, daß diese, dem aus tausend Wunden blutenden deutschen Volte aufgezwungene Erklärung die ungeheuerlichste Lüge darstellt, die die Weltgeschichte kennt. Unser Bolt, wenn es noch einen Funten nationales Ehrgefühl besigt, fann und darf diese Schmach nicht länger ertragen. Wir bitten alle Volksgenossen, gleichgültig welcher Parteirichtung, endlich politische Rüdsichten beiseite zu stellen und geschlossen die Reichsregierung und den Reichstag zu veranlassen, vor aller Welt feierlichst die Schuldlüge zurüdzuweisen. Auch wehrlos fann ein Bolt seine Ehre wahren, wenn es einig ist.

ieffens Nachfolger, den Generaloberst ts der Wiedererstarfung Rußlands mit der frontentrieges rechnen mußte, konnte dieser ntwurf nicht als bindende Vorschrift, sondern d Richtlinie dienen. Bis zum Jahre 1908 Itte den letzten Entwurf seines Vorgängers ch bei. Vom Jahre 1908 an nahm er aber derung der Stärkebemessung für den linken Da er bestimmt mit einer sofortigen Offen n Elfoß- Lothringen rechnete und dort einen bestimmte er für den linken Flügel 6 Ar­erveforps, im ganzen 8 Armeekorps. Wäh teverhältnis der beiden Aufmarschflügel in tem Entwurf wie 7: 1 gestellt hatte, verschob al v. Moltke auf etwa 3: 1.

r das Mobilmachungsjahr 1914/15 gültigen Jen war die operative Absicht folgender­

Um die Befreiung der Rheinlande.

Trog aller Versprechungen unserer Feinde wird die Be­jegung eines großen Teiles des Rheinlandes aufrecht erhalten. Immer noch sind dort die deutschen Bewohner der Willfür und der schmachvollen Behandlung französischer Heeresangehöriger preisgegeben. Der Reichs- Offiziersbund ist der Auffassung, daß auch hier ein einheitlicher Abwehrwille des deutschen Voifes der Regierung und dem Reichstag den notwendigen Rückhait geben fann. Es muß Ehrenpflicht aller Deutschen sein, zur Ber freiung unserer Landsleute im Rheinland und an der Saar in Wort und Ehrift durch Aufrüttelung des deutschen Gewissens beizutragen. Für Kolonien.

Der Bundestag des Reichsoffiziersbundes fordert von allen maßgebenden staatlichen Behörden und Parlamenten, sich nachdrücklichst für die Wiedergewinnung des deutschen Kolonial­besitzes einzusetzen. Diese Forderung ist für das deutsche Volk eine der dringendsten. Ohne überseeischen Bejizz sind wir nicht imstande, unser 60- Millionenvolf einer besseren Zukunft ent­gegenzuführen.

te des deutschen Heeres sollen durch Belgien ch Frankreich vorgehen. Ihr Vormarsch it er Festhalten des Drehpunktes Dietenhofen­gebend für das Fortschreiten der Schwenkung sflügel. Die Bewegungen der inneren Ar eregelt, daß der Zusammenhang des Heeres an Diedenhofen- Metz nicht verloren geht. en Flanke der Hauptkräfte des Heeres sollen en Dietenhofen und Mez die südöstlich Mes Heeresteile übernehmen.

Fortsetzung folgt.

Rechtsmittel gegen Urteile der Arbeitsgerichte und Landesarbeitsgerichte.

,, Gießener Zeitung"

Die Rentenbankanleihe überzeichnet.

Die drei Millionen Dollar 6proz. Goldanleihe der Deut­schen Rentenbank- Kreoitanstalt( Landwirtschaftliche Zentral­bank), die inholland aufgelegt worden ist, ist nach Mit­teilung der holländischen Emissionsbanken derart überzeichnet worden, daß die kleineren Zeichnungen unberücksichtigt bleiben mußten und auch auf die großen Zeichnungen nur ein Teil der Zeichnungsbeträge zugeteilt werden konnte.

Nach§ 9 Abs. 4 des Arbeitsgerichtsgesetzes soll im Verfah­ren vor den Arbeitsgerichtsheörden auf den Ausfertigungen der Urteile und der Beschlüsse vermerkt werden, ob gegen die Entscheidung ein Rechtsmittel zulässig und bei welcher Behörde, in welcher Form und innerhalb welcher Frist es einzulegen ist. Die gleiche Vorschrift gilt für Versäumnisurteile, gegen die der Einspruch unzulässig ist.

Ein Reichsgerichtsurteil

gegen den freien Wettbewerb.

Das Reichsgericht hat soeben in einem Urteil die Nicht­einhaltung eines Tarifvertrages als einen Verstoß gegen die guten Sitten angesehen und den Beklagten Firmeninhaber, der die Minimalsäge eines für seine Branche gältigen Tarifver­trages nicht innegehalten hat verurteilt, so teilt uns das Meß amt der Frankfurter Internationalen Messen am 21. Juli mit. Diese Stellungnahme des Reichsgerichts gegen den freien Wett­bewerb ist naturgemäß außerordentlich bedeutsam sowohl für die gesamte Wirtschaft als auch für die Sozialpolitik. Ohne zur Sache selbst Stellung nehmen zu wollen, muß gesagt werden, daß jede Störung des Präzisions- Räderwertes des freien Wett­bewerbs gerade in dieser wirtschaftlich so komplizierten Zeit vermieden werden sollte.

Nach einer allgemeinen Verfügung des preußischen Justiz­minifters, in der diese Fragen im einzelnen geklärt werden, ist die Bestimmung darüber, welche Rechtsmittelbelehrung nach diesen Vorschriften in jedem einzelnen Falle zu erteilen ist, Sache des Vorsitzenden und von diesem bei der Interzeichnung der Entscheidung, um deren Anfechtung es sich handelt, zu treffen.

Nachzahlung auf die Vermögenssteuer.

Der Reichstagsausschuß für Steuerfragen beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 5. Juli mit einem zur Vermögenssteuer vor liegenden Antrag, wonach die Reichsregierung ersucht werden soll, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, daß die vorgeschlagene Nachzah­lung auf die Vermögenssteuer erhoben werden kann. Der An trag nimmt darauf Bezug, daß das Aufkommen der Vermögens­steuer im Jahre 1926 400 Millionen R.-Mt. betragen sollte; in Wirklichkeit betrug jedoch das Aufkommen lediglich 354 Millionen R.-Mt., sodaß ein Minus von 46 Millionen R.-Mt. eingetreten ist. Nach lebhafter Aussprache, an der sich auch Staatssekretär Dr. Popitz beteiligte, wurde folgender Antrag angenommen:

Nach§ 62,§ 64 Abs. 3 AGG. sind alle Urteile von Arbeits­gerichten oder von Landesarbeitsgerichten, gegen welche Einspruch Berufung oder Revision zulässig ist, traft Gesetzes vorläu ig vollstrecbar. Mit Rücksicht hierauf enthalten die Urteilspor­drude für die Arbeitsgerichte und Landesarbeitsgerichte teine Vermerke über Bollstrecbarkeitserklärung des Urteils, da die bereits fraft Gesetzes eintretende Vollstrecbarkeit für eine Voll­firedbarkeitserklärung durch das Gericht feinen Raum läßt. Alle Urteile von Arbeitsgerichtsbehörden sind hiernach ohne weiteres als vollstrecbar anzusehen, ausgenommen allein diejenigen, in denen die vorläufige Vollstrecbarteit gemäß§ 62 Abs. 1 S. 2 ausdrücklich ausgeschlossen ist, solange die letztgenannten Urteile noch nicht rechtskräftig sind.

Eine Entschließung des Deutschen Studententages.

Einen Sieg des intransigenten Flügels in der Deutschen Studentenschaft bedeutet die Dienstag abend auf dem Deutschen Studententag in Würzburg angenommene Entschließung, in der Les heißt:

gotisches Filigranmuster das helle Tapes sich über Bacharach die Wernerskirche. Hir en sich die Weinberge nun auch westlich au us. Vom Strom umrauscht, ragt bei Caub Neujahrsnacht 1813 zu 1814 mit der Schle den Rhein ging, die Pfalz auf ihrem Felie die weitaus schönste Burg des Rheins, vo und Bastionen gekrönt, wehrhaft und stolz. Dampfer rauscht vorüber aufwärts. Die In olmar, Straßburg." Blau- weiß- rot weht die d. Die Bemannung winkt Grüße herüber

t, stumm blidt alles weg.

gt in sich seine alte Stadtmauer mit vier Scharf zerklüftet tritt rechts der Felsen der eng sich windenden Strom. Glüdlicherweise musikalische Bedürfnis, nicht zu wissen, was

,, Der Studententag hält an der völkischen Würzburger Ver fassung von 1922 unbedingt jest."

Nr. 30.

Das Reichsłabinett stimmte in seiner Sigung vom 30. Juni 1927 dem ihm vom Reichswirtschaftsminister und Reichsjustiza minister vorgelegien Entwurf eines Gesetzes zur Menderung der Gewerbeordnung und des Handelsgesetzbuches( Handwerks- No­velle) zu. Die Novelle sieht vor allem die Einführung des all gemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts zu den Handwerks lammern und die Errichtung einer Handwerksrolle vor, in die alle selbständigen Handwerksbetriebe einzutragen sind; die Hand­werksrolle wird die Grundlage für die Wahlen zur Handwerkss fammer bilden und die Möglichkeit statistischer Erhebungen über das Handwerk schaffen. Die Novelle bringt ferner eine Aende rung des Handelsgesetzbuches dahin, daß fünftig großen Hand­werksbetrieben die Eintragung in das Handelsregister ermög licht und damit diesen das Firmen- und Profurarecht gewährt wird.

,, Der Ausschuß nimmt Kenntnis von der Erklärung des Herrn Staatssekretärs Popiß, daß die Reichsregierung entschlos= sen ist, das im Rechnungsjahr 1926 zu verzeichnende Minder­aufkommen, an Vermögenssteuer gegenüber dem Etatsansatz von 400 Millionen R.-Mt. einzuziehen und zu diesem Zweck dem Reichstag beim Wiederzusammentritt im Herbst einen Gesetz­entwurf vorzulegen."

Der Kampf mit dem preußischen Kultusminister wird also erneut aufgenommen.

erfreuen kann, bevor der etwas stillose hundertjährige Neubau von Stolzenfels vor das Auge tritt.

Steuerliche Begünstigungen.

Damit ist der Wunsch des Handwerks, wichtige berufsstän dische Fragen einer gesetzlichen Lösung zuzuführen, einen Schritt der Verwirklichung näher gekommen. Angesichts der Tatsache, daß das Handwerk 6 Jahre vergebens um die nunmehr zurüd­gestellte Reichshandwerksordnung fämpfte, darf erwartet wer den, daß seitens der Reichsregierung nichts unversucht bleibt, damit baldmöglichst die Vorlage vor dem Reichstag zur Ver handlung und zur Verabschiedung gelangt.

In seiner Sitzung vom 4. Juli beschäftigte sich der Reichs­rat unter dem Vorsitz von Staatssekretär Dr. Popit vom Reichs­finanzministerium mit zwei Vorlagen der Reichsregierung zur Verlängerung der Geltungsdauer des Steuermilderungsgesetzes und der steuerlichen Begünstigungen von Auslandsanleihen. Die steuerlche Begünstigung von industriellen Zusammenschlüssen wurde zum Zwed der rationellen Umstellung der Wirtschaft be­schlossen und läuft am 30. September ds. Js. ab. Nach dem Vorschlag der Reichsregierung soll die Dauer des Gesetzes um ein weiteres Jahr verlängert werden, da es die Reichsregierung für untunlich hält, den geplanten oder eingeleiteten Zusammen­schlüssen die bisherige steuerliche Begünstigung zu versagen. Der Reichsrat stimmte dem Gesetzentwurf gegen die Stimmen Sach­sens zu.

Bon rechts führt die Lahn ihre Wasser in den Rhein. Die Uferhöhen, die Täler und Randflächen bereits mehr und mehr Raum gegeben haben, flachen sich allmählich weiter ab Aus dem Sonnendunst des Nachmittags taucht Koblenz auf rechts dahinter der Ehrenbreitstein unter riesenhafter blau­weiß roter Trikolore.

Eben noch schien es der freie deutsche Rhein, der das Schiff auf seinem Rüden trug, jetzt geht es wie ein leises Stöhnen durch seine rauschende Stimme...

Olympia 1928 zu Amsterdam.

Von Heinz Dietrich- Amsterdam.

Die gesamte Sportwelt beschäftigt wohl zur Zeit die Frage

Kette der schieferblau bedachten Städtchen in der Vorbereitungen für die kommenden Olympischen Spiele, bei

nt sich weiter rechts und links auf beiden

Lokales. Sonntagsgedanken.

Die höchsten Tage des Werdens sind gekommen. Die Tage der Vollendung. Jeder Werktag trägt ein Stüd Festtag vor sich her. Vom Sonnenfuß geweiht, ernteschwer und mahd­bereit winkt der Aehre Segen.

Das Steuermilderungsgesetz hat bisher die industrielle Zu­sammenfassung von Betrieben erleichtert, damit zugleich aber auch zu einer starten Konzentration der deutschen Wirtschaft beigetragen. Ob es immer noch geboten ist, steuerliche Erleich­terungen für industrielle Zusammenschlüsse zu geben, muß be­zweifelt werden. Gerade das Handwerk hat mit Recht auch auf Die nachteiligen Folgen dieser Entwidlung aufmerksam gemacht, die letzten Endes zu einer Gefährdung der Konsumkraft der brei­ten Masse und zu einem Hindernis für freien wirtschaftlichen Aufstieg führen müssen.

Es ist Erntezeit! Im Sonnenschein wogen draußen die Halme. Weithin öffnen sich die goldenen Gefilde. Die Zeit des Wartens ist vorüber. Mit der Sense stehen sie bereit, der Erde Früchte zu ernten. Sehnsüchtig schauen wir hinaus, denn die goldenen Aehren sollen uns Brot bringen.

Der Reichsrat stimmte ferner Anträgen für 5 Anleihepro­jekte zu, darunter einem Antrag, wonach für den Wohnungs­bau Anleihen bis zu einem Gesamtbetrage von 100 Millionen R. Mt. im Ausland aufgenommen werden sollen.

denen es sich nicht nur um die Ehre der einzelnen Kämpfer, nein, auch weit darüber hinaus um das Ansehen einer jeder Nation handelt. Wie oft und wieviel Mal wurde schon be= tont, daß der Sport nicht nur die verschiedenen Länder einander näher bringt, sondern auch gewisse Vorurteile, die nun einmal immer vorhanden sind, beseitigen kann. Und dies mit vollem Recht. Ich möchte nur an die beiden Rugbykämpfe zwischen Deutschland und Frankreich erinnern. Ist nicht der ehrliche Jubel Tausender, sowie der Händedrud der beiden Mannschafts­führer im Stadion zu Colombes am 2. Ostertage und auch um= gekehrt in Frankfurt als ein Zeichen gegenseitiger Annäherung zu bezeichnen? Oder, die Ozeanüberquerung zunächst durch Dr. Edener und in jüngster Zeit durch die beiden fühnen Amerika­ner Lindbergh und Chamberlin mit seinem Begleiter Levine. Alles auch sportliche Leistungen. Und in soviel Begrüßungs­

et, von Burgen freundlich gekrönt, bespül gelben Lichtern sich spiegelnden Rhein. In jier und dort in die Uferberge ein. Stein Förderbahnen reißen Wunden auf. Ueber mmer der einstigen hessischen Festung Rhein mal der Zerstörungswut französischer Horder dert Jahren. Das Silber der blühenden Obj die braunrosa lachenden Weinberge. Boppard hat noch Reste römischer Befestigungen. Hier eine größte Schleife, fast einen Bogen um fib enüber stoßen von der bewaldeten Berghöh steine merkwürdig anmaßend in den Himmel agt als einzige unzerstört gebliebene mittel schöne Marksburg empor, an der man fib

Zustimmung des Reichskabinetts zur Handwerksnovelle.

Das Reichswirtschaftsministerium hat am 1. Juli d. J. nach stehende Veröffentlichung bekanntgegeben:

Brot!

Wieder steigt aus Millionen Herzen gebetet die Bitte zum Himmel: Gib uns heute unser tägliches Brot!" Sorgende Väter und Mütter rufen es, darbende Greise flüstern die Bitte und die Kinder stammeln sie nach.

Fragend überschauen wir die weiten Fruchtfelder, fragen den Landmann, der die Saat gestreut, schauen zum Himmel empor, ob nicht Unwetter in letzter Stunde Vernichtung bringen. Wie ein Alp drückt die Sorge ums tägliche Brot so viele Millionen Menschen im armen Deutschland. ,, Aller Augen warten auf dich, o Herr!"

Heute zum Sonntag möge ganz Deutschland zu ihm auf schauen und flehend die Vater unser" Bitte sprechen: Gib uns unser täglich Brot!"

Unglüdsfall. In der hiesigen Brauerei Denninghoff er eignete sich ein bedauerlicher Unfall. Jm Neubau des Mäl zereigebäudes stürzte der Maurer Klee von einem hohen Ge­rüst herab und blieb mit schweren Verletzungen an Kopf, Hän den und Schultern liegen. Er wurde von der Rettungswache in die Klinik verbracht.

ansprachen wurde immer wieder von gegenseitiger Annäherung usw. gesprochen? Man hört oft: Sport hat nichts mit Politit zu tun. Ja, gewiß, in innerpolitischer Hinsicht teinesfalls, doch auf außenpolitische Verhältnisse tann der Sportgedanke einen sehr großen Einfluß ausüben. Nach dem unglüdlichen Kriege lag unser geliebtes Vaterland ohnmächtig und gefettet am Bo­ten, doch die Leistungen deutscher Sportleute, wie Houben, Dr. Belzer usw. ließen allmählich die ganze Welt aufhorchen. Man kam sehr bald zur Erkenntnis, daß deutsches Wollen und deutsche Energie, trotz allem Elend, immer noch nicht dahin ist. Es wäre jedoch ganz falsch, den unverkennbaren, wenn auch langsamen Aufstieg Deutschlands einzig und allein als ein Verdienst des Sportes zu bezeichnen, aber ein gut Teil dazu beigetragen hat er, dies ist nicht von der Hand zu weisen.

* Personalien. Oberforstmeister Gustav Schneider von hier wurde mit Wirkung vom 1. August ds. Js. in den Ruhe­stand versetzt.

Die kommenden Olympischen Spiele zu Amsterdam gewin­nen für uns Deutsche nun ganz besondere Bedeutung. Jst es doch zum ersten Male nach dem Kriege, daß man wieder die Träger des Adlers unter den Bewerbern um die höchste Ehre, olympischer Sieger zu werden, findet. Jch möchte hier nicht auf die evtl. Aussichten unserer Teilnehmer eingehen, doch wollen wir alle hoffen, daß mehr als einmal die deutsche Flagge als Siegerjahne gehiẞt wird.

* Ortsbriefe allgemein 10 Pig. Der Arbeitsausschuß des Verwaltungsrates der Reichspost hat die Gebührenvorlage der Post erledigt. Dabei hat er die Erhöhung der Ortsbriefgebühr für Orte mit über 100 000 Einwohnern auf 10 Pfg. abgelehnt,- dagegen das Ortsbriefporto allgemein auf 10 Pfg.( anstatt der vorgeschlagenen acht Pfg.) festgesetzt.

* Ermäßigte Fernsprechgebühren. Seit 1. Mai ist für Fern gespräche, die in der Zeit zwischen 19 und 8 Uhr geführt wer den, eine Ermäßigung der Gebühr auf zwei Drittel der ge­wöhnlichen Sätze eingetreten. Nach den bisherigen Beobach tungen der Postverwaltung scheint diese Neuerung dem großen Publikum, das die öffentlichen Sprechstellen benutzt, und auch vielen Fernsprechteilnehmern, die nicht an die Geschäftszeit gebunden jind, noch nicht genügend bekannt zu sein. Die Neue­rung bewirkt eine fühlbare Verbilligung der Fernsprechgebühr. * Wichtig für die Reisezeit. Die Bezirkssparkasse Gießen weist im Anzeigenteil unserer heutgen Nummer darauf hin, daß sie dieses Jahr wieder, wie seither, Reisekreditbriefe ausstellt.

Sehr zu begrüßen war die Quartierwahl des D. R. A. Das fleine, idyllische Nordseebad Zandvoort, welches bekanntlich der Stammsiz der Deutschen während den Onlmpischen Spielen sein soll, wird den Teilnehmern die so überaus nötige Ruhe und Entspannung viel eher bieten fönnen, als das immerhin schon sehr unruhige Amsterdam. Die beiden vom D. R. A. gewählten Hotels( Hotel d'Orange und Grand- hotel) liegen in unmittel barer Nähe des Strandes. Zandvoort selbst ist ungefähr 25 Kilo­meter von Amsterdam entfernt und mit Auto, Tram, sowie Eisenbahn bequem zu erreichen.

Die Vorbereitung des Niederländischen Olympischen Comi­tés schreiten rustig voran. Das olympische Stadion, gegenüber dem jetzigen, in dem schon so manches Mal deutsche Fußballer mit den Orangehemden ihre Kräfte maßen, gelegen, ist etwa zur Hälfte nun fertig. Am 18. Mai legte J. K. H. Prinz Hendrid der Protektor der Olympischen Spiele, den ersten Stein zur Marathonpforte, er sprach dabei die Worte:" Möge das neue Stadion beitragen zum Gelingen des internationalen Amateur sports".

Es steht fest, die Olympiade wird für das fleine Holland ein Erlebnis allergrößter Art sein. Man ist daher auch schon jetzt mit der Frage des Fremdenzustroms, der insbesondere aus dem naheliegenden Ländern, wie Deutschland, Frankreich und Bel­gien, nicht unbeträchtlich sein wird, sehr start beschäftigt. Wie jedes Land, so hat auch die Niederlande ihre Reize. Ich möchte da vor allem die schöne Handelsstadt Amsterdam mit ihren an mutigen Grachten( Kanäle) und den großen Kunstsinn ver ratenden Bauwerten usw. nennen. Auch dürfte sich ein Besuch Martens und Volendams unbedingt lohnen. Die Residenzstatt, den Haag, mit dem bekannten Badeorte Scheveningen in alle: nächster Nähe, alles dies sind Plätze, auf die der Holländer und nicht mit Unrecht, sehr stolz ist, und welche auch sicher von vielen Olympiadeteilnehmern( Teilnehmer wie Schlachten­bummler) besucht werden dürften.

Möge nun ,, Amsterdam 1928" ein Martstein werden in der Geschichte des Sports, insbesondere jedoch des deutschen, und mögen es unsere Auserwählten als eine ernste Aufgabe betrach ten, nicht nur ihren eigenen Namen zum Siege zu führen, son­dern auch damit den unseres lieben Vaterlandes, und so mit dazu beitragen, daß wir dereinst wieder die Steuung im oben der Völker einnehmen werden, die uns gebührt und dann wieder freier singen fönnen:

,, Deutschland, Deutschland über alles."