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Donnerstag, 22. Dezember 1927
2. Blatt der Gießener Zeitung
Nr. 52
und für euer Streben vielleicht auch find, a einen teils erfreulichen, teils verbitternben E on die angeführten Fälle nur eben als te Beispiele herausgegriffen sind, der Alltag lich greifbare Leben, ihn müssen mit Gritt n Geist zu erfüllen und zu durchbringen fu er Zeit vermissen. Erit wer die feinen R tch her als sittlich starter unb religiös erfit nd gestaltet, der wird zu jenen weiten Rre enen fich die Arbeit aller Menschen des ter aufbauenben, versöhnenden und vormo ballt, die Kulturen schafft und erhält. raft, das sollte unfer aller Streben fein, log wir die Bergänglichen, geeint in ihr die wennt, wie es bei Menschenwert immer mi und wird, einmal ein Mikverständnis auf Deurer Ansicht und dem andern und feiner&
wir solches Mißverständnis nicht ausdeuten
schlechten Willen, wir wollen immer de Erde Raum hat für alle, daß wir nicht als a über unsere Mitmenschen gefeht find.
e, auch da, wo wir mit uns selbst darum ring die Bausteine, aus denen ich menschenwild ufbauen läßt.
noch manches auf dem Herzen, was mit m gebärde zu euch hin möchte, aber ich wei, h
ich so.
Weihnachtsgrüßen und herzlichen Neujahrsw treuer Berbundenheit Euer
Seinrich Hassinger, Schultat,
tralstelle zur Förderung der Bolfsbildung Jugendpflege in Sessen.
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chen Urlaub hatte er dort verlebt und rele Brite des Landes Sprache, von der er det nicht gern in den Mund, aber wir mülle ehen. Solltest mich mit den Slippern gelto ern hören!"
ihn jetzt bis in die tiefften Rammern feines he Trauer wedte nur der Gedanke, daß er müsse!„ Dabei verstehen wir uns nach E gut!" seufzte sie.
ren Arm:„ Nur Dummlöpfe verschwenden Borzimmern zur Freundschaft!" Wie die Menschen und ihr Leben zu lennen. Doch m Freude beim Finden der Orchidee:„ So wi st an Deinem Arm zumute. Jah Lönnte jaud einer Finger auf ihren Arm ließ Elisabeth sh stotterte verwirrt:„ Wir müssen eilen, damit
eln allein nach Hause kommen", und hob
n blaffen Mond.
:„ Ist der schmunzelnde Alte nicht Begle
te wieder unbefangen: Nach Tante Bärb
scheinlich night, obwohl fie mich jetzt unter
n zwei Rittern willen sollte."
te:„ Sie fagen uns Komplimente und fle
Haar! Das war unser erster Tanz Elisab und wieder flopfte ihr Herz, bis er un
th, ich muß meine Orchidee haben!" Jetzt fan fede Lachen wieder. Sie hatte ihn verstanden Darum beruhigte er:„ Natürlich kann und während des Krieges sollst Du Dich nic Tommandanten letten. Für tommende Tage Blag in Deinem Herzen belegen. Jah dente mangenehm bin!"
war er nicht. Doch glaubte sie ihn hinhalten Augenblids länger austoffen zu müssen:
a night! Was macht Dich so sicher?"
in mertt, ob ein Mädchen ihn mag!" Er fr unfiderer als fonft. Es tat gut ihn demüt Jronie in ihre Stimme: Du willst fager Daß ich Dich mag, oder gar Dich gefödert. Da Dir angetane Ehre höflich erwidern. Nein, i
verlegen, polterte aber doch: Soll ich den wil mir die Saare raufen und mit schäumendem allen?" Dogh nur aus den Worten sprach der
faft zweifelnder Blid gab ihr Mut, den Bitte, raufe und falle!" ( Forthegung folgt)
B
röhliche Weihnachten
Weihnachten!
Weihnachten, du Fest der Freude Kehre fröhlich bei uns ein, Jubel, Sang und festgeläute Werden dein Begleiter sein.
Weihnachtstag, du Tag der Hoffnung Und der Wünsche ohne Zahl, Allen Kranken bring' Genesung Lind're ihnen Schmerz und Qual
Wenn die Weihnachtsgloden flingen Feierlich in uns'rer Näh'.
Dann laßt uns dem Herrn lobsingen: ..Ehre sei Gott in der Höh".
Großeltern, mit Silberhaaren Freu'n sich noch des Baumes Pracht, Wo der munt'ten Engelscharen Singen Stille, heil'ge Nacht".
Komm, du schöne. Fest hinieben Nach so langer Not und Leid, Bring den Völkern wieder Frieden, Fröhlich fel'ge Weihnachtszeit! Gießen..
2. Roloff
Der Mutter Weihnacht.
Bon Oscar Leede.
Christabend! Es wirbeln in Iuftigem Tanz Vom Himmel die schimmernden Floden, Manch Fenster erstrahlt schon in festlichem Glanz,
Sell tönt das Geläut der Gloden.
Wie ist es so still im Gemach und so falt,
Die Uhr, fie fidt leis' wie im Traume,
Rein jubelndes Stimmen mehr lärmend erschallt
Wie einft in dem schweigenden Raume.
Die totblaffe Frau in dem schwarzen Gewand Erschüttert ein qualvolles Beben;
Nicht mag sie von dem, was die zitternde Sand Umflammert, den Blid mehr erheben.
Ein Pferdchen von Solz mit drei Beinen nur ist's, Es fehlt ihm der Schweif und die Mähne. Sie neigt sich darüber, sie streichelt's und füft's Und nieber fällt Träne um Träne.
Weihnacht.
( Nachdrud verboten.)
Ein Bäumchen, mit Kerzen halb abgebrannt, 3mei alte Leute, Hand in Hand. Ju ihre Weihnachtseinsamkeit Schleicht leis sich die Vergangenheit.
Da springt, wie einst, in den Lichterschimmer Blond Lodentöpfchen jauchzend ins Zimmer; Eilt zu den Gaben, ftaunt felig und lacht:
O feht, was das Christkind mir alles gebracht!" Doch plöglich im Jubel sich unterbricht Blondlöpfchen, faltet die Hände und spricht: Fast hätt' ich's Dergeffen, lieb' Christkindlein, 36 dank' dir, will immer recht artig sein! Die Lichter verlöschen am fleinen Baum,
Die beiden Alten, sie achtens faum; Träumen zurüd sich durch manches Jahr, Habens vergeen schier ganz und gar,
Daß heute ihr Liebling ein Bäumchen wohl schmüd:
Und selber ein herziges Kleinchen beglüdt!
21fel Megbrunn, Konstaną.
Heiliger Abend.
Bon Otto Bromber, Dresden- Laubegast.
Nun tamst du schöner Weihnachtsglaube, Und machst das Heim zum Sternenzelt; Run schwebst du nieder, Friedenstaube, Als Lichtsymbol der finstern Welt. Aus allertiefstem Herzensbronnen Rauscht wunderbare Melodie;
Da treisen neue Lebenssonnen, Und selig foften wir die Wonnen Liebholder Weihnachtspoesie.
Selbst in die ärmsle Sütte leuchtet Ein wenig Glanz vom Kerzenschein, 3m Auge, das die Träne feuchtet, Blintt's auf wie Kinderglüdlichsein. Der Kranke hofft. Und wer verlassen Und einsam durch das Leben geht, Mag heute durchwandern dunkle Gassen, Ganz still ein Kinderhändchen fassen Und Gabe wandeln in Gebet...
So arm ist feins der Menschenherzen, Wie falt auch scheinen mag die Welt, Daß nicht ein Strahl der Weihnachtskerzen Erwärmend in die Tiefe fällt.
Da schmilzt das Eis; und neue Bande Verknüpfen Herzen nah und fern.
Es prangt das Helm im Festgewande; Auch Alte geh'n durch Kinderlande Und jedem strahlt ein lieber Stern.
Weihnachten!
Stille Nacht, heilige Nacht
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Und wieder läuten burch die helle, falte Winternacht im feierlichen Klange die Gloden. Im einsamen Dörflein sowohl, als vom Dome der Stadt fünden sie die heilige Weihnacht, fünden das Fest der Liebe, künden die Weihnachtsbotschaft von bes Lichtes Sieg und Freude. Feierliche Stille ringsumber, als hielte die Natur den Atem an in seliger Erwartung eines großen Augenblids.
Nach after schöner Sitte begeht wieder die Christenheit das Weihnachtsfest. Deutsche Weihnacht, wie warst du einst so schön, wie leuchtete so rein und hell der deutsche Lichterbaum, wie freute fich jung und alt an der gnadenbringenden Weihnachtszeit! Aber heute wollen Mie Kerzen noch nicht so strahlend leuchten, die Tannenbäume so würzig duften, die Festesfreude so rein hervortreten, wie einft in früheren und besseren Tagen. Roch ist es nicht helf in deutschen Landen, die Rot und Sorge liegt noch so schwer auf ihnen. Leid, Knebel und Knechtschaft waren bie lekten Jahre immer wieder die Weihnachtsgaben für das deutsche Volt.
Es bleibt aber nicht immer Nacht, und auch die Not hat ihre Zeit. Im Kampfe auf dieser Welt fiegte immer wieder bas Licht und die Sonne. Es ist feine Nacht so dunkel, fein Winter so streng und lang, benen nicht ein neuer Tag und Frühling folgt.
Unter dem brennenden Lichterbaume, in der stillen, heili gen Weihnacht, am Felle der Liebe und der Versöhnung, werden Millionen deutsche Serzen hoffend schlagen und mit brennendem Berlangen sich sehnen nach Licht, nach Freiheit, nach Leben.
Wenn die Weihnachtsbotschaft von Betlehem erst einmal auch von denen richtig verftanben wirb, bie heute noch unsere Feinde sind, dann erft ist jene herrliche Weihnacht auch für uns Deutsche gekommen, in deren wunderbaren Leuchten zu glei cher Zeit aufftrahlt: Gottes Ehre und der Menschen Friede!
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