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Nr. 12.

5 Jahre alt. Aus dieser gesammelten ei Forderungen, die unbedingt und so werden müssen:

perrgesetz für die Anwärter, das am ft, darf unter feinen Umständen, auch Form, verlängert werden, und der ademischen Anwrter ist endlich durch Verhältnisses der planmäßigen zu den ellen zu steuern."

loß sich eine Aussprache, an der sich die eiligten. Ihre Ausführungen zeigten, Die Darlegungen gemacht hatten.

Rhein, sein Werden und Wirken". es Oberbürgermeisters Dr. Russell sand

Sonnabend, den 19. März 1927.

jame Ausstellung ihrer Erzeugnisse ermöglichen soll, liegen bis jetzt die nachstehend verzeichneten Voranmeldungen vor:

Ausstellungszweig:

Maschinenfabriken

Holzgewerbe

Anzahl d. Aus: Ausstellungs

steller: 12

fläche in qm:

270

Städt. Werte und Install.

8

660

Metallgewerbe

11

104

30

600

Baugewerbe

180

Sattler und Polsterer

4

70

Bekleidungsgewerbe

10

80

Schmüdendes Gewerbe

10

120

Fachschulen

1

100

Verschiedene Gewerbe

17

290

20

240

Handel

18

426

Nahrungsmittelgewerbe

Ein abschließendes Bild über die Beteiligung an dieser großen Schau wird erst in einiger Zeit möglich sein, wenn die den Interessenten jetzt zugestellten offiziellen Anmeldescheine zurüdgetommen sind. Täglich laufen übrigens noch Anfragen über die Beteiligungsmöglichkeit ein.

Den Hauptwert legt die Ausstellungsleitung darauf, mög lichst viele Betriebe zur Ausstellung zu bringen, welche die Ent­ftehung ihrer Erzeugnisse vorführen tönnen. Ferner wird bei einem großen Teil der Aussteller die historische oder die fabri tationsmäßige Entwidlung der bestimmten Erzeugnisse gezeigt.

sausschusses der Ausstellung Der Rhein, Ren" statt. Nachdem der Ausstellungs Ochs, über den allgemeinen Stand der atte und hierbei ein erfreuliches Bild Arbeiten geben konnte, äußerten sich die über den Inhalt ihrer Fachabteilungen ierbei zeigte sich, daß auch die Bor zelnen Ausstellungsabteilungen bereits sind und das Gesamtbild, klare Umriffe pe Das Werden des Rheins schildert graphie, Geologie, Klimatologie, Botanik en erdgeschichtlichen Vorgänge, die zur Beschaffenheit des Rheinstromgebietes n. In der Hauptgruppe, Wirtschafts Birken dieser natürlichen Grundlagen swirtschaftlichen Lebens in allen für t typischen Zweigen dargestellt. Die eit und hohe künstlerische Qualität der en Hauptgruppe in ihrer Rheinland­instzeitalter" war nur möglich bei der Bereitwilligkeit, mit der fast 100 der mäldegalerien des In- und Auslandes Künstler und Sammler ihre Kunst stellt haben.

en gedeihen, desto deutlicher wird, dah

n Kreisen die Kenntnis der schicksal

er menschlichen Lebensentwicklung mit vermitteln, darüber hinaus aber auch Wirtschaft wertvollite Anregung geben

er Frühjahrsmesse.

den 20. März, wird die Kölner Früh ist nach langer Zeit die erste Kölner ten Wirtschaftsverhältnissen stattfindet. erheblich größer als im Herbst Die tellt sich als eine in allen Gruppen viel lich hochstehende Schau dar.

Lokales.

ausstellung Gießen.

. bis 19. Juni dieses Jahres findet in n großen Hallen auf dem angrenzenden usstellung Gießen 1927 statt. Nach den Meldungen sind etwa 3000 qm Ausstel verschiedensten Gewerbezweigen und dem ngemeldet. Der Platz der Ausstellung wird 30 000 qm umschließen. Ein großer Teil Betriebe vorgeführt, damit sich der Be­Weise ein Bild vom Werden wancher verschaffen kann. Die Mannigfaltigkeit elehrender und unterhaltender Hinsicht Nichtfachmann, zu einem Besuche der Aus­

Näheres über die Ausstellung und ihre egebener Zeit in unserem Blatte bekannt

*

gen Ortsgewerbeverein und dem Volks en Gewerbeausstellung Gießen 1927, die dwerks- und Gewerbebetrieben eine wirt

gt unser schwäbischer Dichter Uhland, der Mark, und fährt dann weiter fort: Geist des Ernstes soll

Jünglingsseelen senken,

ill und andachtsvoll

heil'gen Kraft gedenken.

röhlich und wohlmeinend Geleitwort, das e deiner Jugend gehen möchte, eine freund bei dir finden!

Frommanns Verlag

1727-1927.

* Hessisches Polizeiamt. In der Zeit vom 1. bis 28. Februar wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bzw. Kraft und Radfahrer gegen verkehrs­polizeiliche Vorschriften erhoben: 6 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne; 2 Anzeigen wegen Fah rens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten; 4 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen und 3 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.

* Straßensperrungen. Wegen Vornahme von Straßenbau­arbeiten ist die Bahnhofstraße zwischen Westanlage und Schan­jenstraße bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Hausbauarbeiten ist die Wettergasse zwischen Mäusburg und Marktstraße bis auf weiteres für jeg= lichen Fahrverkehr gesperrt. Die unterm 13. Januar d. J. angeordnete Sperrung des Zufahrtsweges zur Kläranlage, bezw. zu den Lagerplätzen und Wohnbaraden zwischen dem Uebergang des Anschlußgeleises bis zur Wegabzweigung ist wie der aufgehoben, da die Kanalbauarbeiten beendet sind.

* Neue Nidelmünzen. Der Reichsrat erklärt sich damit ein­verstanden, daß für 65 Millionen Mart 50- Pfennig- Stüde aus rein Ridel geprägt werden. Die Verwendung von Nidel ist des­halb gewählt worden, weil dadurch die jetzt sehr häufigen Fäl schungen bedeutend erschwert werden. Die jetzigen 50 Pfennig­Stüde jollen in einem halben Jahr zur Einziehung kommen.

* Heimatforschung. Unter Leitung von Professor Helmke, Denkmalspfleger für Bodenaltertümer, wurden im Walde ,, Hei­denföppel" zwischen Ettingshausen und Nieder- Bessingen wert­volle Altertumsfunde gemacht. Es handelt sich um verschiedene Grabhügel aus der Hallstattzeit. Die den Gräbern beigefügten Gegenstände wurden dem hiesigen Museum überwiesen.

* Eröffnung von Jungviehweiden. Seitens der Landwirt­schaftskammer werden bereits Vorkehrungen für die Eröffnung der Jungvichweiden getroffen. Es handelt sich dabei um fünf Weiden, Lauterbach, Zell, Wenings, Warthof bei Grünberg und Tiergarten bei Hungen. Der Auftrieb soll Anfang Mai erfol= gen. Zum Weidegang werden Fohlen und Rinder zugelassen. Bezüglich der Rinder handelt es sich in erster Linie um die an­crkannten Rassen Vogelsberger und hessisches Fleckvieh.

* Großneubauten. In Kürze wird sich die Stadtverord­netenversammlung mit großen Projekten zu beschäftigen haben. Es handelt sich um Schulhausbauten in Höhe von etwa 3 Mil­lionen Marf.

* Festgenommener Wechselgeldschwindler. Der Wechselgeld­schwindler, der Ende Januar d. J. in verschiedenen hessischen Städten aufgetreten ist und bei den Geschädigten statt des ver­meintlichen Wechselgeldes einen Briefumschlag mit Papier­

Vom Werdegang des deutschen Schicksalsstromes.

Von Dr. Mordziol.

Die deutschen Geschide sind an den Rhein gebunden, und in seiner Landschaft liegen die hervorragendsten Gaue unseres Vaterlandes. Es ist schwer zu sagen, worin der besondere Reiz der Rheinlandschaft begründet ist. Sicher spielt hierbei aber die Tatsache mit, daß ein einheitlicher Charakterzug in weiten Abschnitten dem Stromlande aufgeprägt ist. Tausende und aber Tausende mögen dies ahnend empfunden haben, aber nur weni­gen ist es vergönnt, das rheinische Landschaftsbild mit solcher Tiefe zu erfassen, daß es zu reden beginnt, daß es erzählt vom Werdegang des Stromes und weit zurüdführt hinter die Zeiten der geschichtlichen und vorgeschichtlichen Ueberlieferung. Und doch gibt es nur wenige Stellen, wo die Dokumente erdgeschicht­licher Entwicklung so flar im Landschaftsbilde erhalten geblieben sind, wie bei uns im Rheintale. Hat erst einmal unser Auge gelernt, diese Zeichen der Mutter Erde zu erkennen, dann sehen wir im Antlitz der Gegenwart auch noch die Züge der Ver­gangenheit. Ein ewiges Werden und Vergehen enthüllt sich unseren Bliden, und die Starrheit des Augenblids wird gelöst. Die Arbeitsleistungen bei der Rheintalbildung sind uns Maß­stab für seine Bildungszeiten. Mit der Umgestaltung der Land­schaft sehen wir verknüpft die mannigfaltigen Erscheinungen des Lebens, und wir hüten uns, in der Gegenwart mehr zu sehen als ein flüchtiger Querschnitt zwischen gestern und morgen.

Märztagen gründete Gottlob Benjamin au in Brandenburg einen Verlag, zunächst und in Verbindung mit einer dortigen ing. Sein Gebiet war die religiöse Lite­nmen erweiterten den Besitz durch eigene uf fremden Verlags. Carl Ernst Fr. te 1789 den Verlag nach Jena. Sein er Mittelpunkt all der großen Geister, die tung ausmachten. Goethe, Hegel, Schil uer und viele andere gingen ein und aus lmäßigem Briefwechsel. Nach dem Tode ns, der ein Gortiment angegliedert hatte, hannes Friedrich das Werk weiter. e sich auch im öffentlichen Leben des Buch­and die öffentliche Anerkennung durch Ver ktors der Universität Jena und des Ehren­dt Leipzig. Mit ihm starb der letzte Buch­

Den Verlag übernahm E. Hauff und nach Stuttgart. Als Hauff in hohem Alter

en Tätigkeit sich zurüczog, übernahm der urk den Verlag, das Ueberkommene aus rgänzend. Eine kleine Festschrift berichtet te ausführlich.

Kein Zweifel, die verstehende Betrachtung vertieft den Ge­nuß der Naturlandschaft. Viel mehr sollten wir diese Betrach tungsweise pflegen, gehört sie doch mit zu den Wegen, die wieder hinführen zur Verbundenheit mit der Allmutter Natur. Immer mehr rächt sich die Entwurzelung des Ueberkulturmenschen der Gegenwart. Millionen haben die Fühlung mit der Sprache der Natur verloren. In den Steinwüsten der Städte verrinnt ihr Leben; ihre Sinne find taub geworden, und die Freude und Stärke, die echte Naturbetrachtung spenden, bleiben ihnen zeit­lebens versagt.

,, Gießener Zeitung"

ARNAUD

Es liegt am Tabak.

Das ist deshalb so wichtig weil eine gute Cigarette auch bekömmlich sein muss. Bekömmlichkeit ist aber nur zu garantieren bei Verwendung von absolut edlen Tabaken.

Also, woran liegt es? Am Tabak.

Salpaus

Mocca

die besonders gute, daher besonders preiswerte 5 Pfg.Cigarette.

schnitzel als Sicherheit zurüdließ, konnte in Landau in der Pfalz festgenommen werden. Er hat sich dort unter den gleichen Manipulationen wie hier Geldbeträge erschwindelt und dort auch die hier begangenen Betrügereien zugegeben. Es handelt sich um den 26 Jahre alten, in Wangen im Algäu geborenen an­geblichen Geschäftsleiter Friedrich August Straub. Er tam in Landau in Untersuchungshaft.

Aus Nah und Fern

Der Eisenbahndammrutsch bei Langgöns. Der Eisenbahndammrutsch zwischen den Stationen Langgöns und Großeniinden der Main- Weserbahn hat noch an Umfang zu­genommen. Die Rutschungsstelle ist jetzt etwa 60 Meter lang. Das Gleis Frankfurt Gießen hing frei in der Luft und mußte durch Träger und Stützen gehalten werden. Von dem Bahn­hofsumbau in Offenbach wurden etwa 80 Waggon Kieserde und von den Buderuswerken in Wetzlar große Schladenmassen zur Wiederauffüllung herangeholt. Jedoch bewirkten die oben aufgeschütteten Erdmassen, daß die unteren ins Rutschen gekom­menen Bodenschichten noch weiter nachgaben. Zurzeit sind an der Unfallstelle etwa 70 Arbeiter mit den Reparaturarbeiten beschäftigt. Um eine durchgreifende Verbesserung zu erzielen, wird jetzt schon ins Auge gefaßt, am Fuße des Bahndammes eine Stüßmauer zu errichten und dann den Damm von Grund auf neu aufzufüllen. Der Zugverkehr wird zwischen den beiden Stationen Großenlinden und Langgöns eingleisig aufrecht­erhalten. Wann der zweigleisige Verkehr wieder in Betrieb genommen werden kann, ist heute noch nicht zu sagen. Der

Jmmer gebieterischer erheischt unsere Kulturentwidlung eine planmäßige Erziehung zur empfindenden Naturauffassung. Gonst gehen große ethische Werte verloren, und die Empfänglichkeit für sie verkümmert mehr und mehr. Die erfreulich erstartte Naturschutz- und Heimatbewegung entspringt diesem Bewußtsein. Freilich stehen wir noch in den ersten Anfängen, und da wäre es wohl jetzt an der Zeit, auch planmäßig zur vertieften Be­trachtungsweise des heimatlichen Landschaftsbildes hinzuleiten. Da kann kein Zweifel sein, daß es unsere Rheinlandschaft ist, der in dieser Bewegung die Führung gebührt. Wie aber soll seine Pflege greifbare Gestalt annehmen? Da heißt es vor allem die Augen öffnen lehren, aber wie soll das geschehen? Haben wir in der Schule jemals nennenswerte Aufklärung er­halten, unter welchen Gesichtspunkten wir die Sprache des hei­matlichen Bodens verstehen können? Hier liegt eine große Lüde, die auszufüllen den kommenden Geschlechtern vorbehalten bleiben muß. Wir können nur zu notdürftigen Mitteln preifen, zu solchen, die eine anschauliche Sprache reden und wenigstens andeutungsweise zum Verstehen der Landschaftsgeschichte hin­führen Eine erfreuliche Mithilfe in diesen Bestrebungen ver­spricht, die große Rheinausstellung zu werden, die von der Stadt Koblenz für die Monate Juli und August 1927 in Aussicht ge­nommen ist. Hier soll unsere deutsche Musterlandschaft in den Grundzügen ihres geologischen Werdeganges veranschaulicht wer den, es soll der Rhein als Gestalter seiner Gefilde hervortreten. Es soll gezeigt werden, welche Bodenschätze seine Uferländer ber­gen und inwieweit sie die Ausgangspunkte und Wurzeln für rheinisches Wirtschaftsleben sind. Dies ist die Aufgabe des geo­logischen Teiles der Koblenzer Ausstellung 1927: Der Rhein, jein Werden und Wirken."

Frühlings Anfang.

Run ist der Lärm der letzten Wochen verstummt und die Welt ist wieder nüchtern geworden. Der Alltag hat die lärmen­den Tage verdrängt und nicht viel an Werten ist übrig geblieben

Nr. 12.

Eisenbahnverkehr erleidet naturgemäß zwischen Gießen und Frankfurt einige Verspätung. Jedoch ist eine Gefährdung der Züge in keiner Weise zu befürchten.

Nidda. Der Gemeinderat der Stadt Nidda hat in seiner letzten Sitzung den Bau einer siebenklassigen Realschule be schlossen. Mit dem Entwurf der Pläne und auch der Bauleitung und ausführung wurde das Hochbauamt zu Büdingen beauf­tragt.

Müde. Der ehemalige Flensungerhof wird zu einem Er­holungsheim ausgebaut. In diesem Jahre soll die Saison mit 200 Betten eröffnet werden.

Homberg a. d. Ohm. Auf dem letzten Schweinemarkt ver mißten zwei Landwirte ihre Brieftasche mit 200 bezw. 80 M, die sie in die äußere Rodtasche gesteckt hatten und von Taschen­dieben gestohlen wurden.

Friedberg. Die hiesige Ortskrankenkasse will 150 000 Mart für einen Neubau verwenden. Vor einem Jahre herrschte in der Kasse starte Ebbe, während das jetzt aufgespeicherte Kapital bereits 220 000 Mart beträgt. Die Beiträge werden aber auf der bisherigen Höhe gehalten, während die Arbeitgeber teilweise in stärkster wirtschaftlicher Not ſteden.

Alsfeld. Hier ist mit der Erbauung eines Bolks: und Schwimmbades begonnen worden, das im Sommer nicht nur dem Badebetrieb und Schwimmunterricht dient, sondern in dem auch Rudersport, wenn auch in kleinem Maße, getrieben werden soll. Im Winter wird der Teich eine gute Eisbahn abgeben.

Schotten, 17. März. Der gestrige Ferkelmarkt zeigte einen außerordentlich starken Auftrieb. Es waren über 500 Tiere an­aus dieser Zeit der Torheiten und Tollheiten. Mit einem Schlage hat die Wirklichkeit erbarmungslos dieser Welt allen verzaubern­den Glanz und Schein abgestreift und es blieb nur übrig, was vordem war. Viele freilich haben die tolle Zeit nicht mit­gemacht. Sie standen abseits, hatten ein Herzeleid, waren zu arm oder hungerten. Sie fonnten sich nicht freuen, weil sie aud) in lärmender Fastnachtszeit die Last ihres Kreuzes verspürten, weil feiner tam, der es ihnen abnahm. Sie schwiegen, während die anderen lachten.

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Nun ist die Fastenzeit für alle. Sie ladet uns ein zur Ein­tehr in jenes stille Kämmerlein, wo viele am wenigsten daheim sind, ins eigene Innere. Ohne diese Stunden der Einkehr wird das Kreuz, das ein jeder zu tragen hat, noch schwerer sein. Wir dürfen sie nicht vorübergehen lassen und auch die Gottes­stimme nicht überhören: Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach.

Und in diese Zeit fällt Frühlingsanfang. Frühlingsanfang!

Frühling taut herab.

Laue Lüfte fühl' ich wehen, goldner

Der Winter sammelt die letzten Reste seiner Macht und zieht über die Berge. Frühlingsdüfte drängen ihm nach, segen die Wege vom Herbstlaub frei, putzen Baum und Strauch, damit fie neue Kleider anziehen können. Der griesgrämige Alte mit dem Pelzkleid macht dem einziehenden jungen Burschen Platz, der durch die Wiesen zieht und durch Wälder und Auen. Und er schmüdt mit seinen Knospen und Blüten die Wiesen, den Strauch und den Baum, und die Sonne füßt die Knospen, die herzhaft die Augen aufschlagen und zur Blüte werden im weiten Blütenmeer der sprossenden Frühlingswelt. Und die Reben beginnen zu ranten ans goldene Licht und der erwachende Wald schüttelt die letzten Herbstblätter ab, unter die Heden streut der junge Lenz die ersten Veilchen und die Quelle fängt an, heimlich zu plaudern von lenzesfrischer sonniger Frühlingsfahrt.

Wenn alles dann hergerichtet ist wie zu einem Feste, dann fommen die Sänger von überall her, stimmen und proben zum großen Frühlingskonzert im Saal zum grünen Wald.