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Sonnabend, den 18. Juni 1927.

Absichtlich sage ich jüdisches Bolt, denn Boltstum ist durch­aus nicht gleich Rajje, ebensowenig wie Staatsangehörigkeit und Sprache heute Rajsekennzeichen sind. Zwar ist die Sprache bedingt durch die Rasse, durch die Art der Sprechwerkzeuge und die gei­stige Beranlagung, aber viele Bölter raffiger Verschiedenheit sprechen heute die gleiche Sprache wie z. B. die englische oder die spanische oder irgend eine andere. Gleiches gilt natürlich auch für die Religion. Sie ist ursprünglich auch in ihrer Eigenart dieSchöpfung einer bestimmten Rasse. Jeht haben die Angehöri gen der verschiedenen Rassen die gleiche Religion.

Wir tamen nun zur Charakterisierung der törperlichen Eigenschaften der nordischen Rajje. Der nordische Mensch ist hoch und schlank gewachsen, hat breite Schultern und schmale Hüften. Alles ist an ihm Schlankheit. Besonders fällt dies am Halse auf. Der Körperbau ist in jeder Hinsicht proportioniert. Geinen Ausdrud findet dies in der Haltung des nordischen Menschen: soldatische und turnerische Straffheit. Daher ist das Bild des nordischen Menschen bei allen Künstlern das Bild des schönen Menschen und dient daher immer als Vorwurf. ( Man betrachte einmal daraufhin die Gemäldegalerien usw) Die nordische Schlantheit weist auch der Schädel auf; langer Schädel und schmales Gesicht. Sehr charakteristisch ist das weit über den Raden ausladende Hinterhaupt. Der Hinterhaupts höder ist so ausgebildet, daß man ihn entweder durch Betaften fühlen kann oder daß man ihn schon mit dem bloßen Auge sicht. Die Stirn ist zurüdgeneigt und fliehend. Die Nase be ginnt mit hoher Wurzel und ist meist gerade. Besonders ist das schmale Kinn ausgeprägt. Dadurch entsteht ein scharfer Gesichtsschnitt. Der Nasenrücken ist schmal. Die Augen find tief eingebettet. Die Augenbrauen sind wenig gebogen und Derlaufen in fajt einer Linie. Erkennbar sind weiter der Stirn najenwulst und die Ueberaugenwülste. Die Naje ist in ihrer Länge zu den übrigen Gesichtsabschnitten verhältnismäßig sehr lang, zuweilen ist sie im unteren Drittel zu einer Habichtnaje gebogen, jedoch fommen starf gebogene Rajen selten bei nordi­schen Menschen vor. Die Najenlöcher sind, seitlich gesehen. fajt wagrecht. Infolge der Schmalheit der Naje stehen die Nasen. löcher in einem sehr spitzen Winkel zu einander. Die Weichteile lagern dem Knochenbau des nordischen Menschen so auf, daj der Eindruck des Schmalen nicht gemindert wird, z. B. leiate Augenlider, deren Spalte wagrecht liegt, schmale dünnep. pen. Die nordische Haut hat die wenigste Pigmenteinlagerung Sie ist daher durch Sonnenbrand sehr gefährdet und ist rosig weiß. Diese Zartheit der Haut drückt sich auch in dem Durch scheinen des Blutes aus. Die nordische Rasse ist nach der dina­rischen die stärkstbehaarte der europäischen, wie man auch die fünf erwähnten Rassen nennt. Das Kopfhaar, das meist etwas nachdunkelt, ist hell. Das Haar kann deshalb erst bei einem erwachsenen Menschen zur Beurteilung herangezogen werden. Die Farbe des nordischen Haares geht vom hellen Blond über Gelbblond bis zum Goldblond. Immer zeigt sich jedoch ein goldener Unterton. Das Haar macht einen leichten Eindruck Das Haargespinst ist sein und dünn. Daher ist der Haarfall

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Gießener Zeitung"

Das Grübeln und Ringen der deutschen Philosophie zeigt es. Diese Objektivität" fann bis zur Aufgabe der eigenen Ge jinnung gehen. Geringer ist die Menschenkenntnis des nordi­jchen Menschen. Sie muß er sich gewissermaßen erft erarbeiten Zweifelsucht und Mißtrauen, Haß gegen den erkannten Feind fennzeichnen ihn weiter. Auch besitzt er Leichtsinn, Sorglojig­feit, Wagemut bis zur Tollfühnheit. Indessen eignet er sich vorzüglich zu weitausschauenden Entwürfen und fühnen Un­ternehmungen. Der nordrassige Mensch ist geborener Führer und Organisator". Er hat alle Kulturen geschaffen: die Jn. diens, die Griechenlands, die Roms, die Renaissance usw. Sei­ner Rajse sind die großen Dichter, die bedeutenden Heerführer und Staatsmänner, die Schöpfer von Religions befenntnissen und Künstler. Natürlich muß man zugeben, daß dies die be jonders reich ausgestatteten nordrassischen Menschen sind. Aber auch der nordische Durchschnitt ist mit Kühnheit, heldischen Wejen, Weitblid, Erfindungsgabe, gerade auch in technischen Dingen, reich ausgestattet. Die Wesensfülle ist beim nordischen Menschen am reichsten. Es ließe sich das noch viel weiter aus führen, aber der Rahmen dieses Aufsatzes verbietet dies. Günther schreibt: Bezeichnend für das seelische Wesen des nordischen Menschen ist vielfach ein Ueberschwang des Geistes und der Kräfte, eine Raftlojigkeit des Dentens und Handelns die den nordischen Menschen von einer Tat zur anderen, von einer gedanklichen Eroberung zur anderen treibt. Ihn dräng! es am meisten dazu, im Wettbewerb der Kräfte die eigene Kraft zu messen. Wohl nie trifft man innerhalb der anderer europäischen Rassen die leidenschaftliche, reine und unfelbftige Hingabe an geistige Güter, die so oft das Leben nordischer Männer bestimmt."

Aehnlich der nordischen Rajse in ihrem Körperbau ist die weitische Rajse, die daher in ihrer Besprechung hier folgen soll. aber wegen ihrer geringen Verbreitung in Deutschland kurz behandelt werden kann. Für die ganze Art des Körperbaues gift, wie schon erwähnt, im allgemeinen das von der Nord­rasje Gesagte, nur daß die Westrasse wesentlich fleiner ist, als die erste. Die Haut des westischen Menschen ist bräunlich die Lippen etwas gewulftet und fleischiger. Die Augen sind dunkel, ebenso die Haare. Die Haut ist nicht durchscheinend wie bei der Nordrasse. Die geistigen Eigenschaften sind gekennzeichnet durch leidenschaftliches Wesen, Beweglichkeit, mangelnde Gemütstie, Gastfreundschaft, heitere Güte, daneben ein Hang zu grozer Graniamfeit und Geschlechtlichkeit. Das Leben wird von dem wustischen Menschen als ein Schauspiel aufgefaßt, durch das man sich so gut wie möglich mit allen verfügbaren Kniffen und Trids laviert, im Gegensatz zum nordischen Menschen, der es als eine Aufgabe ansieht. Eigentliche Kulturen hat diese Rasse feine zu schaffen vermocht, wie ihr überhaupt wirklich bedeu­tende Geister fehlen. Fortsetzung folgt.

Nr. 25.

Kur- und Badeorten aussieht, und das andere Länder sich ein Beispiel daran nehmen könnten.

Nachdem in unseren Kurorten bald nach dem Kriege die Kur anlagen mit großem Geschmad wieder ihr schönes Aussehen er halten hatten, geht man jetzt allerorten daran, die Kurhäuser wieder instand zu sehen oder neue Kurhäuser zu errichten, nach. dem eine Bautätigkeit möglich geworden ist.

Gonaabend, den 18. Juni 1927

für die 340 000 R.- Mark genehmigt find. rung der Kuranlagen in Bad Rothenfelde ver eines Schwimmbades im Freien. Das Golu elmen bei Magdeburg will zur Feier seine ehens den Park wesentlich verschönern un Seden- Werra hat starte Modernisierungen vo Seränderungen hat auch Bad Warmbrunn zu weltbekannte Kochbrunnenanlage in Wiesbad Den modernen Ansprüchen gemäß in vornehm umgestalten. Dabei soll ein Preisausschreiber Ritler erfolgen. Eine interessante Erweiter lagen will auch Bad Salzschlief durch seine schaffen, der sich an das neu angelegte ref Swimmbad anschließt.

Ein vollständiger Umbau der Kuranlagen erfolgte in dem Radiumbad Brambach, der sehr große Mittel erforderte.

Jn Bad Dürrheim im Schwarzwald wurde mit einem gro Ben Kostenaufwand in sonniger Lage ein neuer Kurpart angelegt. In Friedrichroda in Thüringen wurde das Kurhaus von der Gemeinde angekauft und mit einem Rostenaufwand von zirka 400 000 Rmt. im Innern so ausgestaltet, daß es allen moder: nen Ansprüchen genügt. Auf der alten Klosterherberge in Sirsan im Schwarzwald ist ein neues Kurhotel Kloster- Hirjau" hervor gegangen. Besonders großzügig ist die Anlage des neuen Kur haus Bades in Bad Kissingen. Hier ist mit einem Kostenauf wand von 1,7 Millionen R.- Mark ein Neubau errichtet worden mit über 100 Badezellen für Sole und Moorbäder. In König. stein im Taunus hat die Stadt ein sechs Morgen großes Anwesen mit Haus und Park aus den Mitteln der Besatzungsentschädi gung erworben, das zum Kurhaus und Kurpark umgewandelt werden wird. Bad Köjen hat eine neue Badeanstalt für medi zinische und Solbäder geschaffen. Große Kurbauten werden zur zeit in Pyrmont vorgenommen, deren Abschluß in nächster Zeit zu erwarten ist. Eine besonders rege Bautätigkeit zeigt das alte heilkräftige Bad Soden am Taunus. Es wurde ein neues Kur haus geschaffen, so daß ein ganz modern ausgestattetes Kurhotel entstanden ist. Mehrere Quellen wurden neu gefaßt. Die großen Opfer, welche Bad Soden bringt, werden hoffentlich dazu bei tragen, dem Bad jeine alte Beliebtheit und sein altes Ansehen wiederzugeben.

Außer diesen großen Neugestaltungen finden in zahlreichen Bädern andere wesentliche durchgreifende Aenderungen statt, die für die Entwicklung der Bäder von großer Tragweite werden dürften.

Unter Anwendung erheblicher Geldmittel erfährt das Mark grafenbad in Badenweiler durch einen Erweiterungsbau einen wesentlichen Fortschritt. Auch Bad Homburg v. d. H. sorgt durch Neueinrichtungen und Neugestaltungen seiner prächtigen Anlagen dafür, daß das Bad wieder gern besucht werden wird. Als be sonders interessante Anlage ist das Seedammbad" in Angriff genommen, ein weitläufiges Schwimm, Luft- und Sonnenbad. Bedeutungsvolle Neubauten werden in dem Sol- und Moorbad Lüneburg aufgeführt. In Bad Meinberg in Lippe ist die neu­eingerichtete, heizbare Wandel und Trinkhalle zu begrüßen. In Bad Mergentheim wird die berühmte diätetische Kuranstalt ,, Ho henlohe" wesentlich erweitert. Eine vorbildliche Anlage ist das neuangelegte Schwimmbad in Bad Nauheim, das wegen seiner großen Beliebtheit eine Erweiterung erfahren soll. Im Anschlus an den im Vorjahre hergestellten neueren Kurhausbau läßt Bab Orb im Spessart eine Trint- und Wandelhalle errichten. Zu be

glatt bis wellig. Dies ist ein sehr sicheres Kennzeichen des Wiederaufbau der deutschen Kur- u. Badeorte. grüßen ist die Asphaltierung der Hauptstraßen in Reichenhall,

nordischen Menschen. Die Barthaare umjäumen beim Manne die Lippen ganz. Das Auge zeigt eine lichtblaue, grau blaue oder graue Farbe der Regenbogenhaut.

Die körperlichen Eigenschaften wären nun für uns völlig bedeutungslos, gingen sie nicht Hand in Hand mit folgenden geistigen: Die Kerncigenschaften nordischen Wesens sind:- teilsfähigkeit. Wahrhaftigkeit und Tatkraft, Sachlichkeit, Ge­rechtigkeitsliebe und Unzugänglichkeit gegenüber dem Geiste des Massentums; klar urteilende Voraussicht, Wirklichkeitssinn, mit dem eine Kühle der Einbildungskraft zusammenhängt, sind die weiteren Kennzeichen nordischen Geistes. Der nordische Mensch neigt ferner zum Sondertum, Pflicht- und Verantwortungsge­fühl und Gewissen liten ihn bei allen seinen Taten. Infolge seines Einzeltums ist sein Sinn für das Verbundensein mit seiner Familie und anderen fleinen Gruppen gering, während dafür sein Interesse für größere Gruppen umsomehr in den Vordergrund tritt.

Er eignet sich besonders zum hervorragenden Staatsmann, Leiden= die auch immer aus seinen Reihen hervorgingen. schaft, besonders geschlecht.iche, sind ihm fremd. Leidenschaft­lich" ist er dagegen bei objektiver, wissenschaftlicher Forschung.

Grüner Rasen Blaue Wellen.

Roman von Otto von Gottberg.

Der Eilzug von Berlin nach Jüterbog jagte mit faltem Ost­wind um die Wette. Herbstzeitlosen blühten schon im wellen­den Grün, und das männerleere märkische Flachland schien unter dem schneidenden Wehen in banger Sorge zu schauern. Es war der trübe Herbst des Russenschrecks, den nur das Leuchten des Namens Hindenburg erhellte.

Durch das Abteilfenster sah Hullmann am weißen Schild eines Bahnhofsgebäudes die Aufschrift Großbeeren. Dem Ziele nahe, nahm er die Depesche aus der Brusttasche seines Ueber­ziehers und las wieder:

..Geheimrat Professor Dr. Hullmann, Königin- Augusta­Straße, Berlin.

Bitte mich zu untersuchen. Wagen mit meinen Töchtern wartet Bahnhof Trebbin morgen, Donnerstag, 11,20 pormit­tags. Drewitz- Priedelsdorf."

Das herrische Telegramm setzte voraus, der meistgesuchte Diagnostiker Deutschlands werde ungesäumt dem Rufe folgen, aber versprach dann mit fast unverständlicher Höflichkeit ein Abholen durch Damen. Zur Fahrt hatte er sich gestern Abend entschlossen, weil er neugierig war, Exzellenz v. Drewitz, den einstigen Polizeipräsidenten von Berlin und späteren Minister des Innern, kennen zu lernen.

Bald schrie ein Bremsenkreischen ins Rollen der Räder. Die Wagen verlangsamten ihren Lauf und standen. Ein Schaff­ner rief: Trebbin!" Hullmann stieg aus und dachte, die vier Gleise zwischen seinem Zug und dem Bahnsteig zu überschreiten Ein warnendes Zurücktreten!" ließ ihn stutzen, als er schon das fröhliche Leben vor dem Bahnhofsgebäude sah. Mehr als 20 Damen lachten und scherzten dort um Berge von Butter broten. Stapel von Schinken und Würsten, Batterien von Lt

Was die Kurgäste dieses Sommers an Neuerungen vorfinden werden.

ADB. Nachdem die deutschen Kur- und Badeorte durch den Krieg in ihren Einrichtungen dadurch schwer gelitten hatten, daß während des Krieges die Möglichkeit zu ihrer Instandhaltung und Instandsetzung start eingeschränkt war und in der Nachkriegs­zeit durch die traurige wirtschafliche Lage sowie durch die unge­heuren Steuerbelastungen das Versäumte nicht so schnell nach­geholt werden konnte, wie man es wohl gewünscht hätte, haben die Kurorte in erfreulicherweise den Mut aufgebracht, ihre Ein­richtungen wieder zu ergänzen und auch ihrem Aeußeren das Aussehen zu geben, das früher an ihnen mit Recht so gerühmt wurde. Man braucht heute nur einen furzen Blick in unsere Kurorte mit ihren prächtigen Einrichtungen und Anlagen zu werfen, um sich davon zu überzeugen, daß deutscher Fleiß und deutscher Ordnungssinn es fertiggebracht haben, der gewiß nicht geringen Schwierigkeiten Herr zu werden. Auch das Ausland er­fennt unumwunden die alte Ordnung der deutschen Kurorte an. Vor kurzem noch wurde von einer Seite, die durchaus nicht von Wohlwollen gegen die deutschen Kurorte beeinflußt ist, mit dem Auge des Konkurrenten betont, wie mustergültig es in unseren

monadenflaschen und Kannen mit warmen Getränken auf weiß­gedeckten Tischen. Der schneidende Ostwind zauste mit blonden Haaren und peitschte flatternde Röcke um jugendlich schlanke Glieder. Doch mit wehenden weißen Tüchern begrüßten die Jubelnden einen auf dem Strang dicht vor ihnen vom Westen in den Bahnhof rollenden Truppenzug. Aus den Frauenaugen über roten Wangen brannte vaterländische Liebe, die Deutsch­lands Streitern mit dem Besten aus Küche und Keller, mit Gebet und Segenswunsch gern wohl auch die frischen Lippen ge­

boten hätten.

Der Truppenzug kam vor den hastig zu Tassen, Tellern und Schüsseln Greifenden zum Stehen. Hullmann ging um die Wagenkette auf den Bahnsteig. Auch seine Augen brannten, als totgeweihte Jugend mit siegesfrohem Hurra die grauum­hüllten, schon von Marsch und Kampf benagten schlanken Kör­per weit aus den Wagenfenstern beugte und mit leunigen Scher­zen die Gaben deutscher Schwestern nahm. Dicht vor ihm sprang ein junger Offizier ohne Helm aus dem Zug. Den Staub fran zösischer Landstraßen noch im braunen Stoppelhaar, begrüßte er zwei der jungen Damen ohne Hüte und nahm mit beiden Händen die ihren. Frohbewegt sahen drei von der Natur mi! froher Gebelaune beschenkte junge Menschen einander tief in die Augen, und jäh wie prasselnder Feuerüberfall an den Fron­ten draußen begann hastiges Fragen und Antworten. Feine Mädchenhände haschten nach dem Kreuz an des jungen Kriegers Brust. Seiner Gesichtshaut tiefes Braun unter weißer Stirn dunkelte noch, als er mit stolzem Aufleuchten hellbrauner Augen bekannte, er trage den Schmud seit den Tagen von Lüttich

..Warum schriebst du nichts davon? Warum hast du dich nicht angejagt?"

Er lachte: Wer fände Zeit zum Schreiben oder Telegra phieren? Sabe von der französischen Grenze bis Berlin durch geschlafen!"

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Wieder plapperten und scherzten die drei, bis ein Hornruj in das fröhliche Lärmen auf dem kleinen Bahnhof hallte. Die Herren einsteigen!" gebot die Stimme des Stabsoffiziers an einem Abteilfenster. Soldaten reichten Flaschen, Tassen, Teller aus den Wagen, Offiziere bei den gedeckten Tischen zogen Notiz bücher aus den Taschen und schrieben schnell Adressen hinein Zum Zug laufend, lachten sie zurüd: Ja, gnädiges Fräulein, Sie bekommen Ihre Karte aus Rußland!" Andere drüdt.n beide Hände der ihnen doch fremden jungen Damen lange und warm. Es war die Zeit, da alle Deutschen Brüder oder Schw stern schienen.

Der junge Offizier ohne Helm hielt wieder die Hände der Mädchen: Bekomme ich vor dem Einsteigen einen Kuß?"

,, Von wem?" Die vollen roten Lippen der Braunhaarigen hatten gefragt. Ihre bernsteinfarbenen Augen tanzten fed un schelmisch. Ihr Lachen sagte, sie wünsche sich den Kuß. Stumm stand die höhergewachsene ernste Blondine mit lichtblauen Augen und einer Nase, die fast wie jene der Germania auf dem Nieder wald jäh aus der Stirnhöhle trat und in reiner, gerader Linie gegen schmale Lippen fiel. Brennendes Rot stieg langjam üb ihre lichtweise Haut vom Hals zur Stirn des Gesichts, das ment schön als hübsch schien.

Der eben dreift und wagend lachende Offizier gab die Hände der Mädchen frei. Sein unsicher verlegener Blick suchte die Erde vor den Füßen, glitt zweifelnd an den jungen Damen hinauf und von der Braunhaarigen zur Blondine. Er wußte augen scheinlich nicht, welchem Mädchen er dem im Uebermut gefor derten Kuß nehmen sollte. Sullmann trat näher und glaubte wie im Theater auf die Lösung einer Verwirklichung zu warten. Der Leutnant war wohl beiden Damen nicht nur befreundet, sondern innig zugetan. Welche ihm näher stand, verrieten auch ihre Minen nicht. Die Blondine schlug die Augen nieder. Ihre schmalen Lippen janten von der Mitte leicht gegen die Winkel.

Einberufung zweier Jahrgänge in In Kownow ist man beunruhigt über die pemansammlungen bei Minst. Der litauisch hat zum Grenzschuh die beiden letzten entlas wieder einberufen.

Ein neuer Reichskommissar für den 2 Der bisherige Dirigent im Reichswirts Ministerialrat Dr. Reichard, Geh. Regierungs nierialdirektor und gleichzeitig zum Leiter de Randsabteilung des Reichswirtschaftsministe

Auswertung der Reichsbanknoten endgü Der zuständige Genat des Reichsgerichts gegen das Urteil des Kammergerichts, das Kl tang der früheren Reichsbanknoten abgewiesen la als unzulässig verworfen. Reichsgeric Simons, auf den sich der Kläger bei seinen Best halt berujen hatte, hat inzwischen offiziell die her Bestrebungen ausgesprochen.

Fernsprechwertmarken.

Der Reichsverband des deutschen Handwe das Reichspojtministerium gewandt, um darübe halten, in welcher Weise die noch in Händen d findlichen Fernsprechwertmarken aus dem Veri den sollen. Bekanntlich können vom 1. Mai Marten nicht mehr zur Verwendung gelang prechautomaten nur noch 10- Pfennigstücke g Der Reichspostminister hat hierauf unterm wie folgt geantwortet:

Die Postanstalten sind ermächtigt wo tehr befindlichen Fernsprechwertmarken bis hließlich zum Stüdwert von 0,15 Rmf. Ende Juni zum Stüdwert von 0,10 Rmt. stellen zurüdzunehmen. Da es sich nicht wird, die Münzfernsprecher bis zum 1. Ma Einwurf von Zehnreichspfennigstüden ei die in Frage kommenden Verkehrsanstal stellen vom 1. Mai an, solange es nötig marten zum Stüdwert von 0,10 Rmf. ab Grunde ist es nicht angängig, nach dem lösung tommende Stücke zu dem jetzigen zurüdzunehmen. Die Oeffentlichkeit wir Zeitungen hingewiesen werden.

Gegen die Vordatierung vo Die Spitzenverbände der Wirtschaft, Reichsverband des deutschen Handwerks, h anlagt gesehen, gegen die mißbräuchliche gebung vordatierter Scheds Stellung zu nel listen hierzu folgende Erklärung:

,, Auf Grund mannigfacher Beschwer Kreisen der Wirtschaft über die Bezahl Sheds laut geworden sind, vertreten Spizenverbände die Auffassung, daß die gebung solcher Schecks für Handwerk, H

Das gab dem Mund etwas Herbes oder Ri ten, weißen Gesichtshaut lag noch Röte, chwangen zu hastigem Atem. Die bern

der hübscheren Braunhaarigen aber lacht gar wünschend, und Hullmann sah, daß sie ahnele. So wie jetzt sie, sah, daß sie ähmele. So wie jetzt sie, sah eben er be dern des Kusses aus.

Drewig", mahnte mit nachsichtigem aus dem Offizierswagen. Der Leutnant und wollte zum Zug laufen. Ein schelmisd bernsteinfarbenen Augen ließ ihn zögern wort auf die Frage stottern: Von... eu Die lachende Dunkelhaarige hob Mund. Der Leutnant schien ihn nur flüch len, aber das junge Mädchen warf die r Shulter und drüdte ihre Lippen fest au das triegsgebräunte Gesicht schoß eine G Stirn. Wie in jäh auflodernder Leidensa siers linte Hand zu einem zweiten Kuß fe Dann wendete er sich ab, atmete tief un Augen vor die Blondine. Sie neigte den S jacht auf seine Achselstücke und streifte mi len Lippen seinen Mund. Es war, als se Streiter für die Fahrt ins Wilde und

burgs Fahnen.

Der Leutnant schied schnell, ohne die lief zum Trittbrett des Offizierswagens. als er die Tür zuklappte und sich aus dem Sand grüßte, seine Augen brannten. Se weber die Blondine, noch die Braunhaarig lig zwischen den beiden Mädchenköp jungen Damen schwangen wehende Tücher,