Samstag, den 17. Dezember 1927.
Albrecht von Haller.
Um 12. Dezember waren 150 Jahre verflossen, seit Albrecht Don Haller die Augen schloß, die als die erften die ganze mun derbare Schönheit der Alpenwelt erfaßten. Seit 1908, dem 200. Geburtsjahre des überragenden Gelehrten, blidt sein Denkmal non der großen Schanze, dem herzlichen Plage der Universität Bern, über das weite Boralpengelände bis zum Firnentranze bes ewigen Stynees.
Auch wir Deutsche wollen des Dichters und Gelehrten ge benten! Des Dichters, der unsere Dichtfunft von der fast un fterblichen Nachahmerei des Fremben zu befreien versuchte, und bes Gelehrten, der in erstaunlicher Vielseitigkeit das ganze damalige Wissen auf den Gebieten der Medizin, der Mathema Hit und der Naturwissenschaften beherrschte. Seine Lehrgedichte über den Ursprung des Uebels, über Bernunft. Aber- und Unglauben, über die Ewigkeit, über die Falschheit menschlicher Tugenden usw. Tefen sich heute noch trotz des seitherigen Wanbels der Sprachformen sehr angenehm, und ihr Inhalt atmet Geist und fluge Beobachtungsgabe.
Der wissenschaftliche Scharfblid durchbrang die Kristallhöhen und ertannte die Bedeutung der heißen Heilquellen, die im Leufertal durch das versengte Gras dampften, sowie auch bie verborgenen Salzschachte im Waadtland. Hier zeigte sich ber gottbegnadete Arzt. Und während ihm die Berner Regiezung eine Professur für Geschichte und Berebfamfeit nicht bewilligen wollte, folgte er einem Rufe nach Göttingen als Profes for für Anatomie, Botanit, Chirurgie und Medizin. Sier fam er zu seiner vollen Entwidlung auch auf dem Gebiete der Phyfologie, doch er sehnte sich dann schließlich so nach der Heimat, baß er Berufungen nach Berlin, Orford, Utrecht und Halle ablehnte, um nach Bern zurüdzukehren. Dort schuf er trok seiner Beanspruchung als Mitglied des großen Rates und als Direktor der Salzwerfe Roche bei Aigle seine Elementa physiologiae corporis humani", Fundamente der neuzeitlichen Physiologie und Entwidlungslehre. Daneben befaßte er sich mit vielseitigen landwirtschaftlichen und technischen Fragen, und als Landnogt wurde der große Dichter, Naturforscher und Arzt auch zum gesekeskundigen Richter. Er verließ nun Bern nicht mehr, fondern widmete der Vaterstadt seine Dienste im akademischen Senat, im Sanitätsrät, im Ober- und im Appellationsgericht, sowie auch in der Landesökonomie- Kommission. Er wurde Stifter der heute noch blühenden ökonomischen Gesellschaft, und ihm verdankt Bern auch seinen botanischen Garten der Univer sität, der in vorbildlicher Weise und ohne falten Bürokratismus Sommer und Winter den ganzen Tag den Ruhebedürf= tigen offen steht.
Als Politiker war Saller im Geiste seiner Zeit Ionservativ, doch seine Romane über Vorzüge und Nachteile vetfchiedener Staats- und Verfassungsformen lesen sich heute mit gemischten Gefühlen. Reissein für bestimmte Formen ist alles, und dazu gehört Bolfsbildung, Kultur und heiße Vaterlandsliebe, die fleinlichen Hader und Rechthabereien nicht kennt.
Wie großes Verständnis dieser hochstehende Geist in allen Ländern gefunden, das beweist seine Ehrenmitgliedschaft der Akademieen von Zürich, Leipzig, Celle, Kopenhagen, Haarlem, Upsala, Stocholm, Wien, Paris, Florenz, Bologna, Padua, Petersburg u. a. m. Die Zahl von Hallers Werfen ist 199! Die Stadt Bern fann stolz sein auf diesen, ihren einzigartigen Bürger, doch auch wir Deutsche wollen diefes urdeutschen Mannes in Berehrung gedenken. Dr. H. Kraemer.
Lokales.
Gonntagsgedanken.
Nur noch wenige Tage, und dann ist wieder Weihnachten. Fest des Friedens, Tag der Versöhnung. Können wir noch hoffen auf solche Stunden? Soll es dunkle Nacht bleiben für und fülr; soll fein Stein mehr Kraft besitzen, durchzubringen mit seinem Licht durch das Dunfel?
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So fragen wir am letzten Adventsfonntage. Und die Frage ift tausendmal schon gestellt und noch öfter beantwortet worben. Wenn man das ewige Sternenmeer sehen will, dann muk es Nacht werden; wenn wir der Sonne im Frühling danken wollen für ihre Zauberkraft in Flur und Sain, dann müssen mir vorher den Winter Losten. Und die Menschheit erst muß burch das Tal der Not, des Jammers, der Schuld, wenn sie das goldene Sonnenlicht eines neuen Völkermorgens fehen will.
Kriege und Schreden, Nöte und Nacht waren immer die Boten und Propheten Gottes, die die Wege zu ebnen hatten für den Retter. In diesen dunklen Nächten sollen wir sehen lernen, wie düster es ist, wenn die Sterne nicht leuchten, wie leer die Welt ist, wenn die Menschen die Erdentüren vor Gott verschließen.
Das ist die große Lehre des Advents. Nicht mit Gott habern und mit aller Welt, sondern in starker Hoffnung auszuharren. Dann wird auch für uns Deutsche wieder ein Stern aufgehen, wie einst über Bethlehem.
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Vom Willi Fix und Hannes Schlau. Aber, Willi, was muß ich hören? Du bist frank? Ja, aber, Menschensfind, wie fommt denn das?! Pscht, mun sei nur ruhig, ich weiß, Du darfst nicht reden. Ne, aber sowas auch. Ja, Hannes, wie das manchmal mal so tommt. Na, alter Schwede, nun laß den Kopf man nicht gleich hängen, paß auf, Weihnachten sitt Du schon wieder im LehnStuhl unterm Tannenbaum.
Nun will ich Dir mal ein wenig erzählen. Weißt's, es ist schade, daß Du dieses Treiben in Gießens Straßen nicht sehen Lannst, direkt schade. Wenn ich so am Abend meinen Spazier bummel mache, läßt mich meine Alte nur noch mit ernsten Ermahnungen laufen, ich solle ja aufpassen, daß mir bei diesem wahrhaft großstädtischer Verkehr kein Malheur passiert Haha, sie hat Angst um ihren Ernährer. Aber man kann so nette Studien trelben. Gestern abend beobachtete ich eine ganze Zeit lang so' nen Ileinen Sosenmat, der schier durch die Schei. ben wollte, hinter denen sich die Schätze seiner Kinderträume stapelten. Es war beim Marum auf der Bahnhofstraße. Der Bub' vielleicht 5 Jahre alt. Da stand er nun, ohne Mantel, halb erfroren, den Zeigefinger ins Mäulchen gestedt, und gucie,
,, Gießener Zeitung"
Nr. 51
Stadtverordnetenversammlung vom 15. Dezember 1927.
Es sei dem Berichterstatter für diesesmal erlaubt, nicht rein chronologisch wiedergeben zu müssen, was unsere Stadtväter in ihrer vorgeftrigen Gigung beschäftigt hat. Während die Mehr zahl der Puntte der reichhaltigen Tagesordnung in rascher Reihenfolge erledigt werden tonnte, entspann fich besonders um den Bunft 4, Kreditbewilligung für die Winterbeihilfe, eine recht lebhafte Debatte, die wir als besonders wesentlich vorweg nehmen wollen. Zu diesem Puntt lag folgender Antrag des Finanz- Ausschusses vor:„ Für Zwede der Winterversorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinierbliebenen, Rapitaltent nez, Sozialzentner, Erwerbslofen und Krisenunterftügungsemp fänger, fowie für solche Bedürftige, die nicht in laufender Für forge des Wohlfahrtsamies stehen, wird ein Kredit von 30 000 Rml. zur Verfügung des Wohlfahrtsamtes eröffnet." Referent für diesen Antrag war Herr Stadtverordneter Fisher( Dem.) Er führte aus: 1423 Einzelpersonen und Familien sollen mit dieser Winterbeihilfe bedacht werden, die in vier Raten, z. T. in Sachlieferungen, Kohlen, Kartoffeln usw. ausgezahlt, die Gumme von 60 000 Rmt. ausmacht. Die Hälfte dieser Summe würde, wie die am Mittwoch im Landtag angenommenen Be schlüsse als gewig annehmen lassen, wiederum vom Staat über nommen werden, so daß es für die Stadt nur nötig sei, die angeforderten 30 00 Rmf. zu bewilligen, um durchaus notwendige Maßnahmen durchzuführen. Er bat daher, dem Beschlusse des Finanzausschusses zuzustimmen. Stadtverordneter Mann( 5.) stellte den Staatszuldug als noch recht unsicher hin, da zu seiner Durchführung im fünftigen Rabinett eine% Majorität notwendig sei, die noch auf feinen Fall garantiert ist. Bor allem, wenn man bedenkt, daß im bürgerlichen Lager eine ganze Reihe Stimmen fei, die diese Aufwendungen, wie auch in anderen Ländern, als Sache der Fürsorgeverbände bezeichnen. Sollten seine Befürchtungen wahr werden, dann solle die Stadi von sich aus mehr geben, besonders jetzt, vor Weihnachten, sollte sie dann mehr ausschütten, als sie für die erfte Rate von sich aus nötig hätte.
Inzwischen war ein Antrag der Mittelstandspartei einge gangen, der verlangte, daß die Mittel zur Beftreitung dieses Kredits aus dem etatsmäßigen Fonds des Wohlfahrtsamtes zu entnehmen seien. Zur Begründung führte Herr Stadtver ordneter Nicolaus an, daß der laufende Haushaltsplan der Stadt Gießen schon mit einem Defezit von 1,2 Millionen ab schließe, daß es also vor allem notwendig fei, bei der Bewil ligung solcher recht wohl als notwendig anerkannten Mittel, die Frage der Dedung zu klären. Und solange, wie ihnen nicht gefagt wird, wo das Geld hergenommen wird, könnten sie dem Antrag nicht zustimmen.
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Dieser Antrag wird jedem im öffentlichen Leben stehenden Kaufmann oder Gewerbetreibenden eine Selbstverständlichkeit sein, umso mehr, wenn man bedenkt, welches Defizit unseres städtischen Etats als drohendes Menetekel dem Bewilligen auf jeden Fall und einerlei woher" gegenübersteht. Anders wat die Auffassung der Mehrheit unserer Stadtverordneten. Stadt verordneter Mann stellte furz und bündig feft, da wir für diese Leute etwas tun müssen, müssen wir bewilligen einerlei woher. Stadtverordneter Ricolaus betonte nochmals, daß die Frage der Dedung ebenso wichtig sei, wie die der Bewil ligung. Man habe bei der Aufstellung des Haushaltsplans ausdrüdlich betont, es sei nicht nötig, diese 30 000 M mit hineinzunehmen, da sicher zu erwarten sei, daß dieser Betrag aus dem laufenden Etat des Wohlfahrtsamtes einzusparen sei. Und diefe Ersparnisse möge man nunmehr zur Verfügung stellen, ge schehe das, dann sei seine Fraftion ohne weiteres für die Be willigung. Stadtverordneter Fischer bat, den Antrag hier im Plenum anzunehmen, das weitere aber dem Finanzausschuß zu überlassen. Schärfe in die Debatte trugen nun die Aus
gudte. Wurde er im Gewühle ein wenig beiseite gebrüdt, so schien er das faum zu bemerfen, er gudte fest, wie hrpnotisiert auf den... ja, das konnt' ich nun nicht genau feststellen... entweder auf den imposanten Kaufmannsladen oder war's die große Eisenbahn direkt davor. Ja, Mensch, wenn's einem selbst nicht so schlecht ginge, ich würde... Du fennst ja unsere Ge fühle als Buben noch.. um diese sehnsüchtigen Augen auch einmal in heller Freude und unbändigem Besitzerstolz leuchten zu sehen... ich würde ihm seinen Herzenswunsch erfüllen. Aber leider, leider...
Uebrigens, hast's schon gehört, die Masern hausen augenblicklich unter unseren Jüngsten und haben manchem Kinde den Nicolaus verdorben.
Sannes, das ist nicht so schlimm, wie die Gicht, die mich plagt.
Na, na, freue Du Dich, daß Du meine Frau nicht hast. Die zwickt zur Zeit der Rheumatismus... also dies Gestöhne, oh, und eine Laune hat sie dabei, es ist kaum mit ihr auszutommen. Ich hab' denn auch meinem Herzen einen Stoß ge geben und mich entschlossen, ihr zu Weihnachten eine recht warme Stridjade zu laufen. Also gehe ich in die Löwengasse zu E. Dittmar... Ich möchte wissen, wo die Leute nur das Geld herhaben, bis an die Tür war der Laden voll von Menschen, von der Bedienung sichst Du kaum was, so fligen die hinter dem Ladentisch hin und her. Da habe ich meiner Alten denn so' me schöne Stridweste gekauft, für meinen Enkel hab' ich dann, weils so billig war, auch noch ein paar Stuken mitgebracht. Mehr fauf' ich nicht, wo foll ich denn das Geld hernehmen!
Hannes, das frag' doch mal die Menschen, die heute noch so viel Feste feiern. Jah erleb' das ja man nur aus der Zeitung. Aber wenn ich die düsteren Wolfen heraufziehen sehe, die die Tatsachen diktieren, die mir zumeist auf der ersten Seite der Zeitung sehen, dann staune ich nur, wie nicht viel weiter ein Festbericht den anderen jagt.
Ja, Willi, ich erzählt es ja... hier der frierende, armselige Knabe, der, faum gesättigt, nach ein wenig Freude giert, und am anderen Orte der Niggertanz, die rasselnde Jazzband, Champagner und Erstase. Es geht verfehrt zu auf dieser Welt! Doch, lieber Willi, ich habe noch ein paar Besorgungen in der Lebensmittelhandlung Karl Buß auf dem Kirchplatz zu machen, muß also gehen, aber ich verspreche Dir, recht bald mal wieder nach Dir zu schauen.
Auf Wiedersehen, after Freund, grüß auch Deine Frau von Sannes Schlau.
Camstag, 17. De Verwaltungst
Folgen der Alef Einer Zusammenstellung von B Rhein und Main" von A. Weigel men wir folgendes:
Infolge der ungünstigen peripher el belischen Provinzen finden die politischen Parteien und Wirtschaf berhalb der Hauptstadt Sessens, no Bett Ein Frankfurter Gafthof: its früber infolge feiner Beliebthe Filte den Ruf der Erterritorialität
führungen des Stadtverordneten Moosdorf hinein, der 3. T. ins Persönliche gehend, der Mittelstandspartei unsoziales Berhalten vormarf. Dabei machte er die uns ganz unverständ liche Bemerkung: wenn seine Frattion geahnt hätte, daß sid biese Debatte an den Antrag des Finanzausschusses fnüpjen würde, dann hätten sie in diesem Ausschuß noch viel weiter gehende Anträge gestellt. Stadtverordneter Nicolaus mies die ihm gewordenen Anfeindungen, daß er fein Recht habe, h Diesen Fragen zu urteilen, energis zurüd, betonte nochmals daß sie den Bedürftigen diese Gelder gern zukommen li daß es aber auch Aufgabe aller sei, zu überlegen, und zwar v her, wie diese Mittel ohne Bergrößerung des städtischen Se fizits zu beschaffen seien.
Frankfurt a. M. mit Umgebung, 000 Menschen, hat sein Landesfin ernten Stadt Kaffel. Für die heff hierfür außerdem noch Darmstadt leiner Broving Oberhelfen vollfo Die Bahnmeisterei Goldstein bei anilch über die Eisenbahndirettion meihen. Warum? Well Goldstein Maing gehört. Also hier ist ein Fern hiretion Mains als Vermittlungsstell O, bet unmittelbar vor Frankfurts C Wenn ein Frankfurter Gauertra
In der folgenden Abstimmung wurde der Antrag del Stimmenthaltung der Mittelstandspartei angenommen, deten Antrag dann dem Finanzausschuß überwiefen. Borher warm die ersten Bunfte ohne Debatte angenommen worden, nach denen 1. der Verwaltung 120 000 Rmf. zur Verfügung gestellt we ben, um Don Anleihegläubigern Anleiheablösungsstüde mit Auslosungsrechten zu einem Satz von 12% Prozent zurüd erwerben. 2. eine Aufwertung der Stadtanleihen von 12% Pro zent, die in Ablösungstüden in 30 gleichen Jahresraten durh
Auslosung getilgt werden soll. Altbesitzer, deren Anteilscheine eine Kunden in der näheren Umgebu
einen Goldwert von weniger als 500 M darstellen, ist auf trag sofort eine Barabfindung von 12% Prozent zu gewähre Bedürftige Altbesiker, deren Jahreseinkommen 1500 Rmf. mit übersteigt, fönnen die Abfindung auch für die Anleihefcheine bis 1000 M sofort erhalten. Im übrigen stimmte das Plenum den zu, daß Altbefizer, die sich jekt, nach Ablauf der Antragsfrik noch melden. gleichfalls zu berüdsichtigen sind.
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will, bezw. ihren Bedarf feststellen sier Telephonverzeichnisse haben, da Jenburg der Oberpostdirektion Da Febenbeim und Bergen- Entheim ber Rahl bei Hanau der Oberpostdirektio enderen westlichen Vororte Frankfur Grantfurt unterstellt sind. Die zur Rheinproving gehörigen K firden zählen zum Oberlandesgericht Dillenburg und Hechingen( Sohenzolle welche auch bei der Organisation de tails beibehalten wurde. Für die Regierungsbezirt Raffel gehörigen La tet das Oberlandesgericht Kassel Jedenheim zum Landgericht Hanau. Sicht und Königstein unterstehen dem den, während Homburg und Usinge Tranffurt gehören. Für alle he das Oberlandesgericht Darmstadt prechenden Landgerichten in Gießen Beffer wie hier fönnte das mach einem wirtschaftlich eng verflocht burchgeführt werden.
Aus der weiteren Tagesordnung vermerfen wir noch als von allgemeinem Intereffe, daß unter Bunft 8 der Urenen nung der Straße An der Warte" in„ Röntgenstraße" zuge stimmt wurde, gegen die Stimme des tommunistischen Stadt Derordneten, der Gießen zu gern mit einer Bebels oder Lieb Inechtstraße beglüdt hätte. Unter 12 und 13 wurde die Ab rechnung für das Jahr 1925 des städtischen Gaswerks und des Wasserwerks ohne Beanstandung zur Kenntnis genommen.
Der Punkt 14: Erhaltung alter Fachwerksbauten, wurde allgemein begrüßt und aus dem Plenum heraus gebeten, eine fleine Summe für diesen 3wed im nächsten Saushaltsplan DOD zusehen. Zu Punkt 16 e wurde Beschwerde geführt, daß nun mehr schon in wiederholten Fällen für Kabelverlegungsarbeiten in der Gegend der oberen Bahnhofstraße die Weihnachtszeit be nutzt wurde, zum Schaden der anliegenden Geschäftsleute umb des propagierten Fremdenverkehrs. Die übrigen fünf Puntte erledigten sich schnell. Zum Schluß fam vom Stadtverordneten Mayer( Dem.) die Anregung. infolge der manchmal beängiti genden Berkehrsverhältnisse recht bald eine Verbreiterung der Bahnhofstraße vom Bahnhof bis zur Liebigstraße vorzunehmen. Stadtverordneter Horn Sprach, gleichzeitig als Vorsigende: des Einzelhandelsverbandes, die Hoffnung aus, seiner Bitte um weitere Ermäßigung des Lichtstrompreises für Geschäfts häuser statt zu geben, da die dem Fremdenverkehr nur dienliche Lichtreflame die Geschäftsleute außerordentlich belafte. Ihm wurde von der Stadtverwaltung zugesagt, daß man beabsichtige, in Zukunft folgende Preise zur Geltung zu bringen: Preis für die Kilowattstunde am Tage: 10 Pfg., von 45-7 Uhr 45 Bignach 7 Uhr 30 fg.
Nachdem Herr Stadtverordneter Nicolaus die Stadtver waltung noch aufgefordert hatte, durch öffentliche Bekannt machung der Bevölkerung Giekens auf alle Fälle mitzuteilen, daß die Mieter in Zukunft Straßenreinigungs- und Müllab fuhrkosten zu ihrem Teile mitzutragen hätten, wurde die öffent liche Sigung um 7 Uhr geschlossen. 98.
* Baketannahme am Sonntag, 18. Dezember. Am Sonntag 18. Dezember ist die Paletannahme des Boftamts 1( Bahnhof straße) von 8-12 und von 14-18 Uhr geöffnet.
Das Poftamt 2( Schulstraße) bleibt geschlossen.
* Neueinteilung der Kaminfegerbezirke in der Stadt Gießen Der erste Beziart ist dem Kaminfegermeister Georg Keil, Raiserallee 11, zugeteilt und umfaßt den südöstlichen Stadtteil und ist begrenzt je zur Hälfte durch die Frankfurter- Straße, Südanlage und Oftanlage,
Der 2. Bezirk ist dem Kaminfegermeister Alexander Tafacs, Neustadt 58, zugeteilt und umfaßt den nordöstlichen Stadtteil mit den gleichen Straßengrenzen. Dazu gehört noch die Marbur ger- Straße und die in dieselben einmündenden Straßen.
An der Universität Giehen hat sich eine Bereinigung Auslandsdeutscher Studenten gebildet, der sämtliche Auslands deutschen an unserer Universität angehören. Der 3med des 3 sammenschlusses ist die enge Fühlungnahme untereinander zur Pflege des Teutschtums. die enge Zusammenarbeit mit den reichsdeutschen Reminili: rnen und die Mitarbeit im Berein für das Deutschtum im Auslande. Die Vereinigung wird sich dem Zentralverband auslandsdeutscher Studierenden in Leipzig an schließen.
• Die Krankenkassen der Kreise Gießen, Friedberg und Wetzlar beabsichtigen die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft, um dadurch eine entsprechende Fürsorgetätigteit für die Verf cherten zu verwirklichen. In diesen Tagen fanden hier die erftes Borbesprechungen statt, ferner wurden informatorische Bespre chungen mit der Kranfenfassenvereinigung Mainz und Umge gend gepflogen, wobei deren vorbildliche Einrichtung die Grund lage der Information bildeten. Ein Zusammenarbeiten im In teresse der Versicherten wurde allgemein als unumgänglich not wendig angesehen. Man hofft, die Verhandlungen baldmöglich zu einem allgemeinen beefriedigendn Abschluß führen zu fönnen
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Aus Nah u
Saalen. Der Wachtmeister Sch Ilerte eine Soufiererin. Da ihre Ba bedeutete er der angeblich Taubftur Boligelami folgen müsse. 3ut Uebe fie plöglich unter Tränen an zu erz piere von einem polnischen Jude als Taubftumme bequemen Abfo hätte.
Steinfurth. In starter Erre Landwirte unseres Rosendorfes. Loem'schen Neder, die in den Jnf wirte verlauft wurden, sollen wi es fich bei den Ländereien um
Grüner Rasen
Roman von Otto 14. For
Am 22. Dezember erwartete
hof. Elisabeth blieb nicht neben fondern lief dem aussteigenden gnügt fonnte er lachen! Die ihr gierigen aus Trebbin ficherten, a helter Berlegenheit abwinfte. 2 eine Rufine lüssen dürfe. Mitte ben herzhaften lauten Schmah, Jei der Ruß nicht genug oder sch melten, als er den Ontel, Ta tattlicher breitschultriger, doch g bes Ordens Pour le mérite, g Dolch hing über dem blauen Über frischem Wangentot jah er Menschen herab. Da dröhnte t Rehlen. Jekt hob er die Hand höflichem Dant, als sei er Sult Damen schon im Wagen faßen, Taschentüchern herbei. Der Schel
Lofes Gesicht, und laut rief er Bechvogel und immer sicher, mi Straße zu finden, wenn's endli Da machen fie einem mal schöne weil Tante und die kusinen dab Lachen und Hurrarufe flang gen nach Jm Sof trat er mit gut fenden Leute und hörte aufmerki affeinem Rüden machten die Debten Männchen, als wolle e ernst, denn ich bleibe euer Zann räusperte er sich zu ei Dant ballie in bescheidenen W
Ti er sich zwar zum Erzä das Shiltem von U- Boot- Fahrt Die niet laten noch, als von e Don Günderode am Fernsprecher Besuch machen dürfe. Die Damer lehen. Um Abend tamen ähnlich Gerda übernahm das Antworte
faum meistern. Als Werner hier hung genas, erlundigten sich No gen Begegnungen nach Jeinem niemand ihren tleinen Soldaten, Bili getan hatte.
Bremierleutnants Jahen gern barn gesucht, und Elisabeth jube entschied, zu Ehren des berühmten
Feit mit Nachmittagstee für etw Sreißig Geladene zu geben. Lante


