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die Menschen Schaffer", die die Arbeit ni paden und wer rechtschaffen schafft", te Oct. 33. ffen verdienen".

Sonnabend, den 17. September 1927.

So tämpfen die Pfälzer mit herrischem Mute den geistigen und seelischen Kampf, der ihnen aufgezwungen wird und beto­nen immer wieder mit erfreulicher Eindeutigkeit ihr Deutschtum, indem sie nichts fürchten. Sie haben, als Deutsche, als Pfälzer, ihre Mission begriffen!

über diesem Ländchen ihre Strahlen fast indern sendet, macht auch die Menschen hee hwingt und temperamentvoll im Wejen, Ausbrüchen neigt, um nach Augenblidsda Bahn fortzuschreiten. Das liegt ihnen ba hr leicht durch die Adern rollt. Ein starte gnet jedem Pfälzer, das sich mit treffende bindet. So also bildet das gottgelegne Flur sich die Menschen nach ewigen Gejeze

n besondere Wesenszüge, macht eben d

find. eschid

I und der bunten Bäume,

Der Fruchtbarkeit, der Rebensäume."

noch in den Vordergrund stellen: Bo ger ein start ausgeprägtes Heimat- und Re

Blüht ihnen ein neuer, schönerer Tag?, Wann schlägt ihnen die Stunde der Befreiung?

gerade bei ihm zu einem Charaktergrumb e, da sein Land, die Pfalz, dem Anbringen barn immer ausgefekt gewesen ist. Dara s Heimatbewußtsein und das Deutschtum de Zeiten die stärksten Belastungsproben glän eutsch waren sie immerdar! Und wenn id te als ehem. Kriegsgefangener, so find wi

ngenenlagern stets zufammen gelegt worden ten feinen Brand, es wat so talt, daß di ren Schuhen noch große Holzschuhe hatte, wit Feuer gemacht ohne Kohlen pp., und die Sol Holzschuhe mehr, und wir Bayern wußten

Des Geschichte: Ein deutsches Grenzland war von jeher. Wenn der Westen gegen den er in der Geschichte wechselvollem Lauf war Trümmerstätte, war ste im Mittelpunkt ge is. So oft auch die Pfalz gemeint und ge Kriegszeit, immer wieder hat sie sich burd eutschen Fleiß und deutsche Ausdauer aus otgearbeitet, Schutt und Trümmer wegge wieder neu aufgebaut. Bliden wir zu

89 wo der König Ludwig 14, die Pfalz

Is wurde die Pfalz zur Wüste: Brandschutt and. Speyer und Heidelberg und manche b der Flammen.

is des Volkes lebt die Erinnerung an di s 1. mit dem roten Barte, an Barb

t ihm auf dem Triefels ein Bett gerüste

r Fahrt durchs Reich der Ruhe pflegen

slautern, in seinem unterirdischen Schloffe. fitt er auf goldenem Trone, umgeben von Knappenschar und die Raben fliegen um

1816 gehört die Pfalz zu Bayern. Friede ein in das geeinte Land, das vorden ches Gebiet ein übel Bild der deutscher en. Vom Kirchturm zu Landau schaut biete und die ganze heutige Pfalz gehört und kleinen Herren.

beging man auf dem Hambacher Schloß der Ausdruck der großdeutschen Idee, die in Herzen lebendig war. Aus allen Reden der wurden, klang der heiße Ruf nach Deutsch nach Deutschlands politischer Einheit. te 1870-71 die Einheit aller deutschen

ieder flammte der deutsche Gedanke empor zen. Jedoch der Ausgang von 1918: , rechtlos, entwürdigt. Wieder spielt sei hein eine besondere Rolle, die wie bishn and zu dulden hat. In großartiger Ge ie Pfälzer sich gegen das verbrecherishe istengesindels zur Wehr gesetzt, welches die z von Bayern und des deutschen Reiches

Korzum! Die pfälzische Leit, Es pfälzische Milidär

War's bescht im ganze deitsche Heer. Und seller Ruhm geht nit verlor, Do sin met Pälzer gut devor.

Und fangt emol de gallisch Hahn Schun widdet Hännel mit uns an: ,, Dann Badderland, fannscht ruhig sein, Jescht steht un tri die Balz am Rhein!!

Lokales.

Einst und jest im Straßenverkehr.

Der von Pferden gezogene Wagen war die erfte Erscheinung im Schnellvertehr der Straße. Uebertraf die Echnelligkeit des rollenden Wagens auch die Schnelligkeit" des zu Fuß gehenden Bürgers, so war ein Warnungszeichen insofern nicht von nöten, als die Hufeisen der Pferde und die Eisenreifen der Wagenräder Lärm genug machten, um den Fußgänger zu warnen. Ein He" Ruf der Wagenführer genügte in besonders gefährlichen Situa tionen, um die Gefahr abzuwenden und ein besonderes War nungszeichen wäre im Straßenverkehr nicht erforderlich gewesen, hätte nicht die auf Schienen laufende Pferdebahn sich von den Stößen des Knüppelpflafters befreit. Die Pferdebahn machte nur durch das Trappeln der Pferde auf ihr Rahen aufmerksam und man mußte einen Ersatz für das Geräusch rollender Räder haben, auf das das Dhr des Fußgängers nun einmal eingestellt wat. Man fand diesen Ausgleich einerseits in einer vom Wa­genführer betätigenden Glode, andernteils in den bis dahin nur bei Schlittenpferben üblichen Schellen.

,, Gießener Zeitung"

Zum Afustischen war das Optische gekommen und mit Oh: und Auge haben die modernen Berkehrstinder im Strudel des Verkehrs sich zurechtzufinden. Für den Uneingeweihten hat diese Sprache etwas verwirrendes, aber dem Eingeweihten ist alles bettraut und ohne Gefahr bewegt er sich auf der Straße Et kennt die Richtungsweiser und Pfeile, er kenni die Zeichen für Einbahnstraßen, verbotene Straßen ufw., er weiß die Licht signale zu deuten und kennt die Bedeutung der Armbewegungen des Schumannes.

Zu den Straßenkennzeichen und den Richtungsweisern der Kraftwagen ist ein neues Zeichen getreten. Es ist der bei den Blinden bekannte gelbe Kreis mit den drei Punkten, der be hördlicherseits auch für die Gehörlosen und Schwerhörigen als Erkennungszeichen freigegeben worden ist. Der Bund Deutscher Radfahrer hat dieses Abzeichen für gehörlose und schwerhörige Radfahrer in Emaille herstellen laffen, um diese Radfahrer vor den Gefahren der Straße zu schützen. Das Schild wird unter dem Sattel, für alle dem gehörlosen Radfahrer folgenden Straßenbenutzern sichtbar angebracht und macht mit feinen leuchtenden Farben darauf aufmerksam, daß bei dem mit diesein Schilde bezeichneten Radfahrer ein atustisches Signal unwirk jam iſt.

Ehe ein Ausgleich zwischen den in ihrer Existenz bedrohten Droschkentutschern und der für billiges Geld fahrenden Pferde­bahn geschaffen werden tonnte, trat ein neues Verkehrsmittel in die Erscheinung, das Fahrrad. Bei ihm entfiel nicht nur das Geräusch der rollenben Räder, sondern auch das Hufgetrappel, und man stand diesem neuen Ding mit Mißtrauen und Verdruß gegenüber. Die Altvorderen waren zu sehr Ohrenmenschen ge= worden, als daß sie an dieses geisterhaft dahinhuschende Gefährt fich ohne weiteres hätten gewöhnen tönnen und die Radfahrer mußten irgendein Warnungssignal suchen, um Zusammenstöße mit den auf ihr Ohr sich verlassenden Fußgänger zu vermeiden. Zuerst ahmten fie die Eisenbahn nach und begannen zu pfeifen, sobald ein Fußgänger ihnen in die Quere fam, alsdann bedien­ten sie sich der bei der Pferdebahn üblichen Glode. Die Polizei entschied sich schließlich für das Glodengeläute, und um ein Ge­räusch reicher strömte" der Verkehr dahin.

Ist der taube Radfahrer durch diese Schilder geschützt, so hat er sich inbezug auf andere optische und akustische Warnungs­zeichen dem Verkehr anzupassen. Der Umstand, daß selbst in einer Weltstadt wie Berlin Radfahrerunfälle verschwindend ge­ring sind, zeigt, wie der Radfahrer in den modernen Verkehr fich eingefügt hat. Bedenkt man, daß es in Deutschland rund 10 Millionen Radfahrer und Radfahrerinnen jeden Alters gibt und vergleicht man mit dieser Zahl die Unfallstatistik, dann wird man erkennen, ein wie sicheres Fahrzeug das kleine, flinte Fahrrad ist, wenn der Fahrer dem Berkehrsstrom sich einfügt und alle Zeichen beachtet, die seine Sicherheit und die der an­deren hüten und bewahren sollen.

Kaum aber hatte man sich an das flinke Fahrrad gewöhnt, erschien etwas Neues im Straßenbilde; der pferdelose Wagen. Mit der Herrschaft des Radfahrers als schnellster Mann der Straße war es vorbei, aber auch mit dem beliebten Mittags= schläfchen der Fußgängers auf dem Fahrdamm. Der Radfahrer ristierte bei einem Zusammenstoß zuviel, als daß er mutwillig den Fußgänger angefahren haben würde, aber das Automobil war stärker als der gehende Mensch, und um die Gefahr zu ban= nen, erfand man den Trompetenton der Hupe als Warnung.

Man hatte nun drei Arten akustischer Warnungsmittel und zwar den Ruf des Kutschers, den Glodenton von Straßenbahn und Radfahrer und den Trompetenton der Kraftwagen, aber bald stellte es sich heraus, daß die Akustik allein nicht mehr zur Sicherheit im Straßenverkehr genügte. Aus den Ohrenmen­schen mußten Augenmenschen gemacht werden und in stummer Sprache mußte man den Strom des Verkehrs regeln, um vie Benutzer der Straße vor einander zu schützen. Es entstand eine Verkehrsvolapük gewaltigsten Ausmaßes. Pfeile, Richtungs­weiser, Lichtsignale, Verkehrstürme erstanden und inmitten der Brandung machte der Schutzpolizist seine Freiübungen zum Heile der fahrenden und gehenden Großstadtmenschen.

Rumm durch den Schnee. Ein Unteroffizier und ein Mann folg ten mit Gewehren unter dem Arm. Es sah aus, als trügen sie Waffen für die beiden Herren, und Werner fühlte den Stolz des Offiziers und Sohnes. Des Feindes Nähe vergessend, trächte er laut: Scht euch Exzellenz an!"

geworden, Herr Hauptmann!". Galligen sein heiseres Krächzen. Vom Weh im Her och weniger als vom Stechen in der Bruit Zug gehend, sah er vor sich schon matten el. Legte Schneeflocken schwebten langjam Fallen schlief bald das Wehen aus Norden Morgen grimmig falt. Oft zogen Leute ab und saugten mit den frostgeschwollenen, an den Fingerspiken. Viele humpelten in strohumwidelten Stiefeln. Die Köpfe chwiegen. Doch das Schurren ihrer Füße Den Feldern hinter Tuszyn aufzuscheuchen von rechts wie lints herbei und schwebten Is ahnten sie ein reiches Mittagsmahl. hallte ins frostige Nebelgrau. Der Majo: f der Straße wartenden Truppe halten n die beiden mit Rieffenbach von Starowa Rompagnien zu erkennen. Daneben stand den Pferden. iefen: An die Gewehre!" Flüsternd be Nachspize Leutnant von Dremiz!" Die nd zog ins Grau, üd, hob endlich die Hand und zischte durch nts der Straße in breiter Linie wartenden ize stapften über das Schneefeld dem Licht ges entgegen. Bald lag hell das flache Sen Leichentuch und der frächzenden Toten l. Der Knall von Schüssen lich zurüd Rebelschleier von Tuszyn traten Männer

Straßensperrungen,

mitgeteilt vom Obethessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Kilometer 22,5 bis 22,8 in dem Straßenzug von Weilburg nach

Nr. 38.

* Bom städt. Gaswert. Zwischen der Stadt und Wieseck ist ein Gaslieferungsvertrag zustande gekommen, nach welchem Gie Ben sich verpflichtet, die Vorortsgemeinde Wiesed mit Gas zu be liefern. Der Vertrag ist zunächst auf 25 Jahre abgeschlossen wor den. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Tatsache, daß Gießen sich das Recht vorbehalten hat, durch die Gemarkung Wiesed hindurch auch anderen Gemeinden Gas zuzuführen. Hierin fann man den Auftakt zu einer großzügig gedachten Fern gasversorgung erbliden.

Schmitten( Weilstraße) ist für alle Fahrzeuge bis zum 17. September. Umleitung über Grävenwiesbach- Usingen. Lauterbach Bligenrod, in dem Straßenzug Lauterbach- Herb­steint- Stödheim ist für alle Fahrzeuge vom 14. September bis auf Weiteres. Umleitung über Rudlos- Angersbach oder Frischborn.

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* Tierschugverein für Hessen. Auf der Landwirtschaftlichen Landesausstellung in Darmstadt vom 15. bis 20. September 1927 ist der Hessische Tierschutzverein auch vertreten,

Berkehrsstunden des Polizeiamtes. Dienststunden des Po­lizeiamtes für den Publikumsverkehr ab 15. September If. Js. find von 8 Uht vormittags bis 12,30 Uhr mittags und von 2,30 Uhr bis 6 Uhr nachmittags. Samstags von 8 bis 12,30 Uhr mittags. Für Samstag Nachmittag ist in der Zeit von 4,30 bis 5,30 Uhr ein Eildienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können.

* Durchfahrtssperre. Wegen Umbau wird die Bahnunters führung von Oswaldsgarten nach der Lahnbrüde auf die Dauer von einigen Wochen für den gesamten Verkehr gesperrt.

* Die Geologische Landes- Anstalt Darmstadt auf der land. wirtschaftlichen Landes Ausstellung. Auf einer landwirtschaft. lichen Landes- Ausstellung muß auch Gelegenheit geboten sein, fich über die im Lande vorkommenden Böden zu unterrichten, von deren Art und Behandlung der Erfolg der Wirtschaft in ho hem Maße abhängt. Deshalb versucht es die Hessische Geolo­gische Landes- Anstalt, die Bodenbeschaffenheit des Landes zur Darstellung zu bringen. Sie zeigt an natürlichen Proben, die Adererde, und die Veränderungen, die sie unter dem Einfluß ver schiedener Klimas und verschiedener Bewirtschaftung erleiden fann.

* Bolizeiamt. Die Sperrung des Biadults Neustadt für jeglichen Verkehr gibt uns Veranlassung darauf hinzuweisen, daß aus verkehrspolizeilichen Gründen der Fahrverkehr von der Rodheimerstraße nach der Stadt, durch die Lahnstraße- Gabels= bergerstraße nach der Westanlage, der Fahrverkehr mit Aus­nahme von Langholzfuhrwerken von der Stadt nach der Rod= heimerstraße durch die Hammstraße geleitet wird. Langholz­fuhrwerke haben durch die Gabelsbergerstraße- Lahnstraße zu fahren.

Die Ausblickenden nidten stumm, aber grimmig in schnel lem Berstehen. Es ging aufs Ganze, wenn ihr alter iegrim" dem Feind die Zähne zeigte. Bald schwirrten Geschosse über die Köpfe. Ohne die Augen zu wenden, stapften sie auf frummen Knieen unter gebeugten Rüden müde weiter. In der Mitte jeiner acht ging Werner auf der Straße an gefallenen orden zerbrochenen Wagen, verlorenem Gepäd und Gerät vorbei. Ne ben einem Toten fam Erinnern an die Gedanken der Nacht. Das Sterben war leicht, doch schwer schien das Verzichten auf ein Wiedersehen mit den lieben Mädchen in Priedelsdorf. Aus den Träumen wedte Pferdetrappeln. Den Kopf drehend, sah er eine breite lose Linie ruffischer Reiter antraben und griff haitig in die Manteltasche. Zwischen der klebrig- feuchten Schafwolle janden die Finger den Ballen des schmutzigen Teimer Messer, die Lampe, Kortzieher, Kartenzirfel und endlich die Schützenpfeife. Thr Schrillen riß die acht herum. Ihre Augen juchten ihn. Auf der Straße stand er mit erhobener linker Hand, icine Biltole in der Rechten. Den bloßen Kopf inütten marze Ohrenklappen und der aufgeschlagene Kragen des Panjepelzes, Der mit nadter, roher Haut die Glieder bis zum oberen Rand Der braunen Ledergamaschen deckte. Um den Leib hing an gel­bem Riemen das Jagdmesser und um den Hals ein rofwollener Schal. Schön sah ihr Leutnant nicht aus. und sein Krächzen war nicht zu verstehen. Doch befahl er natürlich zu feuern. Sie schossen. Die Reiter spritzten auseinander. Weiter stapfte die Dünne graue Linie der letzten acht am Feind.

Um die verlorene Zeit einzubringen, ging Werner eliger. Der Kopf glühte. Der Oberleib in feuchter Schafwone war heiß und naß. Doch die schweren falten Füße jchienen Eistlum­pen ohne Gefühl und Leben. In der Brust stachen Schmerzen und wedten den Husten. Fieberschauer schüttelten ihn. Er zog Chinis aus der Tasche, öffnete die Papierhülle und urtelte das Pulver auf die Zunge Pfui Deibel! Schnell büdte er sich und stopfte Schnee in den Mund. Der efle Geschmad wich mt. Epuden brachte neuen Husten. Er stolperte. Doch alles wäre u tragen ohne die quälende Erinnerung an des Vaters Worte

aun russischer Uniformen leuchtete fait rot weiß. Doch waren auf die Entfernung von en oder Tupfen, kaum Gestalten zu erken to vorn der Himmel lichter. Gin Glizern Sonne mit den Wolken ahnen. Siegbai en Schleiern und war blendes Blinten auf Das hatte noch gefehlt. Klar ware fischen Schüßen und zu beiden Seiten der zu sehen. Budlige effchen schienen en en Pferdchen zu hoden. Born aber stapi

ne der Nachhutkompagnie der Vater mi

Sonderzugverkehr nach Darmstadt. Die von der Land­wirtschaftskammer bestellten Sonderzüge mit Fahrpreisermäßi­gung verkehren bestimmt auf folgenden Streden an nachfolgenden Tagen: aus Richtung Bad Salzschlief- Lauterbach- Alsfeld­Gießen Friedberg Darmstadt und zurüd, am Sonntag, den 18. September; aus Richtung Alsfeld Gießen Friedberg­Darmstadt, an Samstag, den 17. September Hinfahrt und am Sonntag, den 18. September Rüdfahrt; aus Richtung Nidda Stodheim- Bilbel- Frankfurt- Darmstadt und zurüd, Sonntag, den 18. September.

am

die ihn aus der Gemeinschaft chrbarer Menschen stießen. Wes­sen Sohn mochte er sein? Vielleicht war er ein Findelfind, das nie wieder die Augen zu Gerda und Elisabeth heben durfte.

Aus Nah und Fern.

Die nahezu 200 Jahre alte Fahne

des Veteranen- und Kriegervereins Bollar. Durch verschiedene Tageszeitungen ging vor Monaten eine Notiz, nach der der Veteranen und Kriegerverein Lollar eine nahezu 200 Jahre alte Vereinsfahne befißt. Wir freuen uns über diese Mittellung, wurde doch dadurch die breite Deffentlich. teit von dem Vorhandensein dieser ehrwürdigen Fahne unter­richtet. In der Annahme, daß es insbesondere für unsere Hassia. mitglieder erwünscht sein dürfte, näheres darüber zu erfahren, bringen wir nachstehend einige, in gedrängter Form zusammen gestellte, erläuternde Ausführungen. Da der Beteranens und Kriegerverein Lollar auch der älteste Kriegerverein Hessens und der Haffia ist, verbinden wir damit in turzen Zügen die Ge schichte dieses Vereins.

Bis!" Dicht am Kopf vorbei schwirrte ein Geschoß. Das nächste schlug hoffentlich nicht nur eine Wunde, sondern schidie ihn in die Ewigkeit. Dort fragte niemand, wer er sei. Dort gab es fein Fieber, tein Bruststechen, teinen Hunger oder Durit, Leine Müdigkeit. Da schien alles einerlei. Das Sausen in den Ohren schläferte ein. Der schwere Kopf jant zur Brust. Ohne Denten und Fühlen stapfte er weiter.

Der Verein wurde am 9. Juni 1844, am Geburtstage des Erbgroßherzogs Ludwig III. von Hessen, wie es in der Grün­dungsurkunde wörtlich heißt, von 15 nur noch vorhandenen Veteranen unter dem Namen: Veteranen- Verein Ludwig zur Treue" gegründet. Die Urschrift dieser Gründungsurkunde be­findet sich in Händen des derzeigen 1. Vereinsvorsitzenden. Die Urkunde, die handschriftlich ausgefertigt ist, umfaßt auf 9 Sei­ten in 21 Paragraphen die Bestimmungen über den Zwed des Zusammenschlusses, worüber§ 1 wörtlich sagt:

Herr Leutnant." Nach einem Stolpern schlug er die Augen auf. Die Hand des Gefreiten wies nach rechts und lints. Dort jagten feindliche Reiter. Von hinten schwirrte er Bs" und Huit!". Er schlug mit der Hand einen Kreis über den Kopi. Seine acht warfen sich nieder, und.peng" hallte der trodene Knall des ersten Schujies aus ihren Gewehren. Erschredend flohen die Raben vom blendend weißen Leichentuch und stoben droben auseinander wie unten die Rojalen. Doch die erdbraune Rette blieb im Marsch und fam näher wie eine brüdende Wand obwohl das Knattern der acht Gewehre Löcher riß. Das Ba­taillon hatte an der Straße nach Nowo Radomst wenia Patro­nen verschossen und die acht zielten mit dem Licht im Rüden. Ihre Gegner blendete das Glikern der Morgensonne.

,, Kehrt marjch!" winkte Werner. Der Mann rechts der Straße sant im Anschreiten mit leisem Aufschrei in die knie.

Er frächzte den Gefreiten zur Linten an: ,, Geben Sie mir sein Gewehr und die Patronen! Nicht bei ihm bleiben, geht nicht, Kerlchen!"

Es ging wirklich nicht. Schmerzliche Pflicht gebot, einen Sterbenden dem Feind zu lassen. Er hängte das Gewehr um die Schulter und schleppte sich weiter, Acht Uhr", hatte der Gefreite auf seine Frage gejagt.

..Jeder von uns soll dem anderen in tameradschaftlicher Liebe und Freundschaft bis zum Grabe treu bleiben, und ihm an demselben das dem Krieger gebührende Ehrenfeuer zum Abschied geben helfen."

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Alle anderen Paragraphen erläutern die Einzelheiten dieser Ehrung. Um zu verhindern, daß den zuletzt lebenden Bete ranen die drei. Ehrensalven überhaupt nicht oder nur ungenü­gend gegeben werden fönnte, wird noch bestimmt, daß als Er fagmannschaft zum Ehrenfeuer jungen, ehrenvoll gediente und unbescholtene Männer, die in der Urkunde als Ehrenmitglieder bezeichnet sind dem Veteranen- Berein angegliedert werden sol Ien. Am Schlusse trägt die Urkunde die eigenhändige Unter­schrift der 15 Veteranen, anschließend die von 15 Ehrenmitglie dern. Wir lassen die Namen folgen, da Nachkommen noch heute in Lollar leben und z. T. Mitglieder des Veteranen- und Krie­gervereins find: a) Beteranen: Georg Philipp Schmitt, Heinrich Krumbach, Heinrich Deibel, Dietrich Simon, Johannes Rohr bach, Konrad Klippel, Johannes Riehm, Konrad Rohrbach. Konrad Krumbach, Georg Heinrich Groß, Friedrich Deibel, Georg Leo, Christoph Schwalm, Adam Schmitt, Balser Rohrbach. b) Ehrenmitglieder: Friedrich Weinrich( Grenzaufseher und Schreiner), Georg Großmann, Gerhard Rohrbach, Johannes Wigner, Franz Schmitt, Philipp Rohrbach, Philipp Schmitt. Ludwig Schön, Heinrich Schaded, Friedrich Weinrich( Schuh­macher), Heinrich Hofmann, Johannes Seipp, Ludwig Seipp III, Den Johann Junter, J. Weege( Schullehrer in Mainzlar). Vorsitz führte der Veteran, Hauptmann Georg Led. Aus dem

Zwei Stunden war die Kolonne in Marsch. Wenn der Gegner nicht stärfer nachdrüdte und die Division Litmann den Rufenring bei Brzezing sprengte, fonnte er morgen in einem Lazarett schlafen. War der Wunsch, zu leben, wieder erwacht?

Ein Donnerschlag schien vorn in die Straße zu fallen. Von der Spitze der Nachhuttompagnie sprigte ein Regel von Schnee und Erditaub auf. Dann hauren wie schnelle und harte Ham merschläge aus starter, flinter Hand Granaten rings um die Ko­lonne ein. Auch die runden weißen Kringel von Schrapnell:

wöllchen hingen darüber. Die Leute porn sprigten auseinander. Dann lagen graue Fleden auf dem glitzernden Schnee. Borbei, Dorbei! Nicht hinsehen! Niemand fonnte helfen.

Weiter vorn griff des Gegners Eisenfaust in den langen Heerwurm. In der Brigade Rieffenbach mordete sie jest. Doch hinten, den armen tleinen Leutnant ohne Vater, juchte feine Granate. Wie gern hätte er für immer geschlafen! Er war zum Sterben müde, und alles, alles einerlei.

Plöglich jah er sich zwischen den ersten Stämmen eines Kiefernwaldes. Zur linten stand hinter Schneebeladenen Zwei gen ein umzäuntes Gehöft mit Stall und Scheuer. Ein Forster hatte dort wohl gewohnt. Doch warum ftodie vorn der Marsch der Nachhutkompagnie und der Kolonne? Bon rechts preſchten Dragoner zum Vater, der mit dem Stab und Major Scholz beim Forsthaus stand.

Werner hob die Arme wagerecht zur Schulterhöhe und drehte fich zum Feind. Seine Leute machten tehrt und warfen fich am Waldrand hinter Stämmen in den Schnee. Als nächster zur Rechten lag der Gefreite dreißig Schritt von ihm am Bretter zaun der Försterei. Dicht neben ihm tniete sein Sauptmann und hob das Fernglas. Also wachten andere Augen. Er durfte die seinen schließen. Der müde Kopf fiel mit heißer Stirn auf den Unterarm. Wie aus weiter Ferne hörte er den Kompagnie chef sagen, der Ruffe habe der Kolonne den Weg auf Brzezing Derlegt. Ihre Spike jei vor der Brüde über die Miazga auf den Feind gestoßen und versuchte, fich den Uebergang zu erfämpfen. Hier im Walde drohe der Nachhut Umklammerung.

Wenn er ihn nur schlafen lassen wollte! Das Bewußtsein schwand. Das ewige Saufen in den Ohren blieb. Sinein schlug ein Lärmen, das Träume zu erflären schienen. Das Echutten Don Füßen im Rüden, das Niederfallen von Männern und Ge wehren jagte, das Bataillon besehe den Waldrand. Spatentnir schen erzähtle vom Schanzen und der Schlag der Aeste vom Be­festigen der Forsterei. Dann schwoll Hammern, Knallen, Krachen und Ohrensausen zum Brausen von Fieber und Kampf zu­jammen.

Eine Hand rüttelte an seiner Schulter. Auch Höllenlärm wedte. Werner hob den Kopf und jah in das Geficht des Haupt­manns. Seine Augen bedauerten, aber die Stimme flang streng: ,, Ent- oder weder, Drewig! Führen Sie Ihren Zug, oder melden ( Fortjehung folgt.) Sie nicht frant!"