Sonnabend, den 17. September 1927.
Technik, der neuesten Forschungen der Wissenschaft auf allen Gebieten.
Wenn heute nach 27 Jahren die Hessische Landwirtschaft wieder einmal mit einer allgemeinen Landesausstellung an die Deffentlichkeit tritt, so will sie gerade diese Grundsätze zum Ausdrud bringen, sie will aber auch den Hochstand landwirtschaftlicher Produktion der verschiedensten Zweige, trog der vergangenen schweren Zeiten, vor Augen führen. Die Ausstellung tut dar, wie die modernen Hilfsmittel, die Entwidlung der Maschinentechnit, die Elektrizität insbesondere, die Gas- und Wasserkräfte für jeden Betrieb nugbringend anzuwenden sind, wie durch Berwertung der wissenschaftlichen Forschungen auf allen Gebieten die Rentabilität zum Nuken des Boltsganzen gehoben werden kann. Nicht zuletzt will aber die Ausstellung zeigen, in welch engster Beziehung die Landwirtschaft zu ande ren Erwerbsgruppen, zur Industrie, zum Handel und zum Handwert steht.
Besonders letztere Beziehung zum Handwerf findet ihren Niederschlag in einer Gammelausstellung des hessischen Handwerts, die mit finanzieller Unterstügung der Hessischen Hand mertstammer in die Tat umgesetzt werden tonnte. Jn Betracht fommen in erster Linie solche Handwertszweige, die mit der Landwirtschaft direkt in Berbindang stehen, z. B. das Sattlers, Wagner, Schmiede und Rüfergewerbe, aber auch Schreiner, Elettro- Installateure, Töpfer und andere Handwertszweige werden ihre Erzeugnisse zeigen, die Müller und Bäder auf der Ausstellung vertreten fcin.
Interessant ist vor allem die Zusammenarbeit der Landwirtschaft mit dem Schmiede und Wagnerhandwerk, welch letzteres einen Normalwagen zur Ausstellung bringen wird, wozu die Berechnungen und Zeichnungen in langen Verhandlungen der landwirtschaftlichen Vertretungen teils mit den genannten Handwertszweigen festgelegt worden sind. In diesem Einheitswagen finden wir ein Stüd Rationalisierung, gesunder Normung verwirklicht, der, sofern er Antlang findet, sowohl für die Betriebsführung der Landwirtschaft, wie der Frage tommenden Handwertszweige von großer Bedeutung werden kann.
Die Führer im Wagner- und Schmiedehandwerk schenkten gerade dieser Sache die größte Beachtung, da sie genau wissen. daß den Berufszugehörigen bei der heutigen Umstellung in der Wirtschaftsführung neue Wege unter Verwertung der neuzeitlichen Bestrebungen gezeigt werden müssen.
Andere Ausstellungsgüter, z. B. des Schmiedegewerbes, lajsen erkennen, wie man sich auch hier bemüht, fortgesetzt Verbesserungen und Vervollkommnungen zu erreichen. Der schajfende Geist des dentenden Handwerkers tommt hier zum Ausdruck, der immerwährend darauf bedacht ist, seine Erzeugnisse den Bedürfnissen seiner Abnehmer anzupassen. Sattler- und Rüferhandwerk sind mit gediegenen Qualitätsarbeiten für landwirtschaftlichen Gebrauch vertreten, während das Schreiner- und Töpferhandwert neben Gebrauchsgegenständen auch mit Dingen zur Ausschmüdung eines gemütlichen Heims auf den Plan treten. Die Teilnahme der Elektro- Installation ergibt sich aus dem erhöhten Gebrauch elektrischer Apparate für den Betriebs- und Havsgebrauch.
Müller und Bäder beteiligen sich unter der Devise ,, Bom Korn zum Brot" Sie wollen zeigen, wie einheimische Getreideproduktion bei sachgemäßer Verarbeitung zu Mehl, von da zu einem nahrhaften, befömmlichen Brot verwertet werden kann. Sie dienen hiermit der Roggenbrotpropaganda, der Hebung des Verbrauchs landeseigener Aderprodukte.
Die innige Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Handwert, wie sie erstmalig wieder seit langen Jahren die landwirtschaftliche Ausstellung der breiten Oeffentlichkeit vor Augen führt, ist durchaus zu begrüßen. Nicht immer haben, wie ja allgemein bekannt, in den letzten Jahren zwischen beiden Erwerbsgruppen harmonische Verhältnisse geherrscht. Mögen die Vortommnisse, erklärlich aus der seelischen Verfassung der Menschen in den schweren Zeiten, der Vergangenheit angehören. Die Ausstellung beweist, daß Landwirtschaft und Handwerk zusammengehören, ja, wenn man so sagen darf, auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden sind. Wir können im heutigen Deutschland mit seinen außerpolitischen Verhältnissen, die auf jeden Stand zurückwirken, mit der unseelischen politischen Zerrissenheit es nicht vertragen, wenn auch noch die einzelnen Erwerbszweige, von denen letzten Endes ja doch das Wiedererstarten unseres Vaterlandes abhängt, sich gegenseitig in Streugfeiten zermürben. Landwirtschaft und Handwerk gehören seit
Grüner Rasen Blaue Wellen.
Roman von Otto von Gottberg. 7. Fortsetzung.
Kein Ruf, kein Wort, nur Schurren und Klappern war zu hören. Doch fühlbar zitterte Wut in der Marschierenden verbissenem Schweigen. Der Deutsche tehrte dem Feinde nicht gern den Rücken. Links abbiegen!" gelte eine Stimme, und wieder hallte ins ferne Orgeln und Brausen nur das Schurren pon Sohlen, Knirschen von Schnee, Rauschen von Manteltuch, das Klirren von Blech. Einen seltsameren Zug erhellte dann das farge Licht der Laterne. Stöhnen, Aechzen, Wimmern, Schmer zensrufe zogen mit den Leuten, die zu vieren Bahren an wagerechten Stangen trugen. Verwundete schaukelten auf der Leinwand. Werner staunte in einem Schauern der Ehrfurcht. So fest glaubte der Divisionskommandeur an den Sieg, daß er aus dem Eisenring der Feinde sogar seine Kranken zu Hindenburgs Fahnen trug. Wäre er doch wirklich sein Vater, der stolze General!
Wieder kam Infanterie und dann ein Trüppchen von Reitern. Seines Brigadekommandeurs Rieffenbachs rauhe Stimme fluchte ins dämmernde Morgengrau: Jch sollte Sie nach den Lausekerlen in das Nest zurückschicken, Feldwebel! Gefangene nehmen Sie immer mit, ob nach vorn oder hinten, ist einerlei!"
Sein Schelten verklang hinter der Ede der Straße auf Brzeziny. Er jah ihm noch nach, als der Vater mit Kumm und Huylarn den Fuchs vor der Kirchentür zügelte: Nanu! Noch hier! Nicht bei den Kranken?"
Werner wies mit der Hand nach rechts, die Straße auf Nowo Radomst entlang: Warte auf meine Kompagnie!" Major Kumm führte die Finger zum Helm:„ Darf ich ihm das Pferd eines Meldereiters geben?"
Der Generalleutnant nidte, doch sein Sohn antwortete: ,, Danke gehorsamit, Herr Major. Ich habe ausgeschlafen!"
Der Vater beugte den Kopf neben dem Pferdehals. Seine Stimme flang weich: Du bist hier Offizier und nicht mein Junge, also fann ich nicht befehlen, sondern nur bitten, daß du das Pferd nimmst."
Gern, Papa, aber ich wette, daß mein Hauptmann mir's wieder abtnöppt. Seins haben sie in Brzezinn geffaui!"
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Gießener Zeitung"
undenklichen Zeiten zusammen, möge man sich hierauf besinnen und jedem das Geine geben.
Möge die Ausstellung jedem das bringen, was er erhofft, der Ausstellungsleitung das Bewußtsein, einen guten Schritt Dorwärts getan zu haben in der Aufwärtsentwidlung ihres Be rufsstandes. Den Ausstellern volle Befriedigung auch in materieller Beziehung, den Besuchern neue Erfahrung und Belehrung
Allen gebe aber die Ausstellung die Erkenntnis, was Orga nisation und Arbeitsdisziplin in Verbindung mit den Errungenschaften der modernen Technik und Wissenschaft zum Nutzen der Allgemeinheit zu leisten dermag. Allen mögen sie die Hoffnung geben, daß ein Bolt, das so schweres wie das deutsche Volk durchmachen mußte, nicht untergehen fann, wenn die einzelnen Er werbsschichten, wie es auch dieje große landwirtschaftliche Landesausstellung wieder zeigt, in raftlosem Borwärtsschreiten begrif fen sind.
Der Besuch der Ausstellung tann jedermann nur dringlichst empfohlen werden. W. Sch.
Die Herbittagung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft.
Die D. L. G. hält ihre diesjährige Herbsttagung vom 25. bis 30. September in Magdeburg ab. 18 öffentliche Versammlungen und eine große Reihe von Ausschußigungen werden den neu zeitigen Forderungen der Landwirtschaft gerecht. Die Tagesord nungen find auf Wunsch durch die Hauptstelle der D. L. G., Berlin SW. 11, Dessauer Straße 14, tostenfrei zu erhalten.
Die Pfalz am Rhein,
das Land, wo meine Wiege stand.
Von H. Rett, Obmann.
Das ist das Land: Der grüne Rhein, der deutsche Strom, auf dessen Grunde des Nibelungen Hortes Gold" ruht, aus defsen Wellen die Lieder und Weisen von Jahrhunderten,
Don hochgelobten Helden, von Mühsal und von Leid, Don Weinen und von Klagen, von fühner Reden Streiten
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immer wieder neu aufflingen, begrenzt die Pfalz im Osten in einer Ausdehnung von 85 Kilometer. In seinen Wassern spiegelt sich das liebliche Gesicht der fruchtbaren pfälzischen Rheinebene, die sanft westwärts ansteigt zu den bewaldeten Höhen und Bergen, deren Gipfel in weitem Umkreis gekrönt sind von den nieverstummenden, ewig mahnenden Zeugen der großen geschichtlichen Vergangenheit der Pfalz. Grünende Täler sind in den Höhenzügen des Pfälzerwaldes, der im Norden mit dem Donnersberg abschließt, eingeschnitten. Sier suchen und finden zahlreiche Bäche flint ihren Weg zum großen Bruder, dem Rhein. Die Nordausläufer des Wasgenwaldes greifen von Süden her in pfälzisches Gebiet hinein, im Westen grenzt das industrie- und kohlenreiche Saargebiet, durch Versailles bis 1932 von Deutschland abgetrennt, im Norden und Nordwesten ist der Glan ein treuer Begleiter.
Und das Land ist in Wahrheit so, wie des Dichters Auge es schaut, und begeistert zeichnet:
,, ein weiter Gottesgarten, vom Himmel reich bedacht; was nun das Herz ergözet, was nur den Blid erfreut, das findest du hier alles in Fülle ausgestreut
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Und dennoch: die sonnige Pfalz am Rhein hat etwas von ihrem heiteren Lächeln verloren. Es zeigen sich Sorgenfalten in ihrem reinen, sonst so jugendfrischem Gesicht. Das sind die Merkmale ihrer Not und ihres Leidens, das zugleich auch deutsches Leid und deutsche Not ist. Die Wasser des Rheines und die eherne Stimme der Glode des Kaiserdoms zu Speyer raunen und rauschen: Fremde Truppen in Stadt und Land" Aber das Pfalzvöltchen ist ein Völkchen besonderer Art, ein heiterer, froher Menschenschlag fränkischen Stammes, arbeitsam und geistig rege. Gastfrei öffnet der Pfälzer dem Fremden
Küche und Keller, liebt frohes Lied und Wort und hat seine Freude da, wo es laut und froh zugeht nach der Arbeitstages Last und Mühe, wo Menschen sind die die Feste zu feiern wissen, wie sie fallen. Wahrhafte Gutmütigkeit, frohe Laune gepaart mit Sinn für Witz und Humor ist, im pfälzischen Wesen der Hauptkern. Schaue den Menschen ins Auge und du wirst finden, daß sie gezeichnet sind von der Mühsal ihrer Werteltage.
Du sollst nicht zur Truppe, sondern zu den Kranten reiten!" Trotz stieg in Werner auf. Er grollte dem herrischen Mann, der wissen sollte, daß ihm ein ehrlicher Soldatentod lieber war als ein Leben unter dem Schatten lichtscheuer Herkunft. Auch er fühlte sich hier nur Offizier, aber nicht Sohn, und hob die Hand, die schnell wieder vom Kopj ohne Helm und Müze fiel: ,, Eure Exzellenz, ich gehöre zu meiner Kompagnie!"
Ein Zuden ging über das Gesicht des Generals, der den Kopf an den Hals riß, als wiche er einem Schlage aus. Den Sinn der Antwort und Anrede verstehend, schloß er für Sefunden die Augen. Dann starrte er auf den Sohn, der, wie gar mancher seines Berufes, eine Doppelnatur hatte. Durch das Leben ging er als Schwankender, als Grübler, als Sinnierer. Für den Dienst aber hatte soldatische Erziehung den Charakter gestählt und gefestet.
Werner sah die Strenge aus des Vaters Miene weichen. In seinen Augen schimmerte das Brennen, mit dem er oft von braven Untergebenen sprach. Jetzt bot er ihm die Hand: Mein Junge! Es ist möglich, daß wir uns nicht wiedersehen. Darum sollst du wissen, daß dein Vater... dein Vater, lieber Werner und dein Divisionstommandeur stolz auf dich war!"
So warm und fest drückte er die Hand, daß Werner ein Be ben seiner Kinnbaden spürte. Der Vater machte die Finger frei und legte sie zu flüchtigem Streicheln auf seine Wange. Wie frant und jung, aber auch seltsam alt und weise sah doch das Kerlchen aus. Jetzt trat dem Jungen gar Wasser in die Augen. ,, Und mein Sohn.. Doch scheute er sich, weiterzusprechen, und brach ab, denn seine Stimme hatte belegt, wie das mert Kumm würdige Räuspern aus Suẞlarns Kehle, getfungen. wendete sich gar ab. Da nahm der General nochmals Werners Hand: Gott mit dir und unserer Sache! Leb wohl, mein Sohn!"
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Er riz den Fuchs herum, ritt mit den Herren an, und Wer ner hörte wieder die fast heitere flare Stimme, die oft alle Großen und Kühnen deutschen Blutes an seine Seite rief.
Zur Rechten flapperten bald Pferdehufe. Aus grauem Wallen und schneeigem Wehen lösten sich die Schatten zweier Reiter. An den Stimmen erkannte Werner den Major Scholz und seinen Adjutanten. Während sie durch den Ostausgang in die Straße nach Brzeziny trabten, tamen die beiden Kompag nien. Er meldete feinem Kompagniechef: 3ur Stelle!" Hatte Sie doch ins Lazarett geschidt, Drewig?"
Nr. 38
Dort zu Lande sind die Menschen„ Schaffer", die die Arbeit mit beiden Händen anpaden und wer rechtschaffen schafft", der mag auch„ rechtschaffen verdienen".
Die Sonne, die über diesem Ländchen ihre Strahlen fast me in südlich fernen Ländern sendet, macht auch die Menschen heiter und froh, leicht beschwingt und temperamentvoll im Wesen, das gerne zu explosiven Ausbrüchen neigt, um nach Augenblicsdauer wieder auf ruhiger Bahn fortzuschreiten. Das liegt ihnen halt so im Blut, das gar leicht durch die Adern rollt. Ein starkes Selbstbewußtsein eignet jedem Pfälzer, das sich mit treffender, rascher Urteilstraft bindet. So also bildet das gottgesegnete Land, die fruchtbare Flur sich die Menschen nach ewigen Gesetzen und verleiht ihnen besondere Wesenszüge, macht eben die Menschen so wie sie sind.
,, Sie leben vom Geschic
Sonnabend, den 17. Gept
So fämpfen die Pfälzer mit und seelischen Kampf, der ihnen nen immer wieder mit erfreulicher indem sie nichts fürchten. Gie ha ihre Mission begriffen!
Blüht ihnen ein neuer, schön ihnen die Stunde der Befreiung? „ Korzum! Die pfälzische L Es pfälzische Milidär War's bescht im ganze deitsche Und seller Ruhm geht nit ver Do fin met Pälzer gut devor. Und fangt emol de gallisch Schun widder Hännel mit uns Dann Vadderland, kannscht rub Fescht steht in tri die Palz am
Bon
der hellen Gärten und der bunten Bäume, Don Wölbungen der Fruchtbarkeit, der Rebensäume." Eins möchte ich noch in den Vordergrund stellen: jeher bejaz der Pfälzer ein start ausgeprägtes Heimat- und Na tionalgefühl, das sich gerade bei ihm zu einem Charaktergrund zug entwideln mußte, da sein Land, die Pfalz, dem Andringen des westlichen Nachbarn immer ausgesetzt gewesen ist. Daran ist kein Zweifel: das Heimatbewustsein und das Deutschtum der Pfälzer hat zu allen Zeiten die stärksten Belastungsproben glän zend bestanden. Deutsch waren sie immerdar! Und wenn i heute noch zurüddente als ehem. Kriegsgefangener, so sind wir Bayern in den Gefangenenlagern stets zusammen gelegt worden, seht talt und bekamen feinen Brand, es war so falt, daß die Wachsoldaten über ihren Schuhen noch große Holzschuhe hatte, wit hatten des Nachts Feuer gemacht ohne Kohlen pp., und die Sol daten hatten keine Holzschuhe mehr, und wir Bayern wußten nichts davon.
Lotale
Cinit and jest im G Der von Pferden gezogene Wager Snellverlehr der Straße. Ueb wollenden Wagens auch die ,, Schnellig Färgers, so war ein Warnungszeiche als die Hufeisen der Pferde und die C Lärm genug machten, um den Fußgän Auf der Wagenführer genügte in be tionen, um die Gefahr abzuwenden nungszeichen wäre im Straßenverkehr hätte nicht die auf Schienen laufend Stogen des Krüppelpflasters befreit nat durch das Trappeln der Pferde und man müßte einen Ersatz für das Ohr des Fußgäng haben, auf das das das wat. Man fand diesen Ausgleich ei genführer betätigenden Glode, andern bei Schlittenpferden üblichen Schelle
Das ist des Landes Geschichte: Ein deutsches Grenzland war die Pfalz am Rhein von jehet. Wenn der Westen gegen den Often losbrach, immer in der Geschichte wechselvollem Lauf wat sie die Kampf- und Trümmerstätte, war sie im Mittelpunkt ge schichtlichen Geschehens. So oft auch die Pfalz geweint und ge litten hat in harter Kriegszeit, immer wieder hat sie sich durch deutsche Zähigkeit, deutschen Fleiß und deutsche Ausdauer aus Armut und Not emporgearbeitet, Schutt und Trümmer wegge räumt und Zerstörtes wieder neu aufgebaut. Bliden wir zu rüd in das Jahr 1689 wo der König Ludwig 14. die Pfalz niederbrannte. Damals wurde die Pfalz zur Wüste: Brandschutt deckte das blühende Land. Speyer und Heidelberg und manche Burg wurden ein Raub der Flammen.
Tief im Gedächtnis des Volkes lebt die Erinnerung an die Redengestalt Friedrichs 1. mit dem roten Barte, an Barba tossa. Allmächtig steht ihm auf dem Triefels ein Bett gerüstet, um hier bei nächtlicher Fahrt durchs Reich der Ruhe pflegen zu Lönnen und in Kaiserslautern, in seinem unterirdischen Schloffe.so geht die Sage fitt er auf goldenem Trone, umgeben von seiner Ritter- und Knappenschar und die Raben fliegen um den Berg.
Seit dem 1. Mai 1816 gehört die Pfalz zu Bayern. Frieden und Wohlfahrt zogen ein in das geeinte Land, das vordem mehr als sonst deutsches Gebiet ein übel Bild der deutschen Kleinstaaterei gewesen. Vom Kirchturm zu Landau schaute man herab in 35 Gebiete und die ganze heutige Pfalz gehörte mehr als 45 großen und fleinen Herren.
Am 27. Mai 1832 beging man auf dem Hambacher Schloß ,, den Deutschen Mai" als Ausdrud der großdeutschen Jdee, die in jenen Tagen in aller Herzen lebendig war. Aus allen Reden der Herzen, die gehalten wurden, flang der heiße Ruf nach Deutsch lands Wiedergeburt, nach Deutschlands politischer Einheit. Und dann brachte 1870-71 die Einheit aller deutschen Stämme.
Das Jahr 1914, wieder flammte der deutsche Gedanke empor, Herz fügte sich zu Herzen. Jedoch der Ausgang von 1918: die Pfalz unter Herrschaft, rechtlos, entwürdigt. Wieder spielt sei dem die Pfalz am Rhein eine besondere Rolle, die wie bisher als deutsches Grenzland zu dulden hat. In großartiger Ge schlossenheit haben die Pfälzer sich gegen das verbrecherische Treiben des Separatistengesindels zur Wehr gesetzt, welches die Losreisung der Pfalz von Bayern und des deutschen Reiches anfangen wollten.
Jst ambulant geworden, Herr Hauptmann!" Galligen Humor zwang er in sein heiseres Krächzen. Vom Weh im Her zen sollten andere noch weniger als vom Stechen in der Brujt ahnen. Zu seinem Zug gehend jah er vor sich schon matten Lichtschein am Himmel. Letzte Schneefloden schwebten langjam nieder. Mit ihrem Fallen schlief bald das Wehen aus Norden ein. Doch blieb der Morgen grimmig falt. Ojt zogen Leute die Fausthandschuhe ab und jaugten mit den frostgeschwollenen, aufgerissenen Lippen an den Fingerspitzen. Viele bumpelten auf erjrorenen Füßen in strohumwidelten Stiefeln. Die Köpfe hingen tief. Alle schwiegen. Doch das Schurren ihrer Füße schien die Raben von den Feldern hinter Tuszyn aufzuscheuchen Krächzend flogen sie von rechts wie links herbei und schwebten über der Kolonne, als ahnten sie ein reiches Mittagsmahl.
Ein ferner Schuß hallte ins frostige Rebelgrau. Der Major ließ hinter einer auf der Straße wartenden Truppe halten. Im Halbdunkel waren die beiden mit Rieffenbach von Starowa Gora gelommenen Kompagnien zu erkennen. Daneben stand der Divisionsstab bei den Pferden.
Leise Stimmen riefen: An die Gewehre!" Flüsternd be fahl der Hauptmann: Nachspitze Leutnant von Drewiß!" Die Kompagnie trat an und zog ins Grau.
Werner blieb zurück, hob endlich die Hand und zischte durch die Zähne:„ Sit!"
Die rechts und lints der Straße in breiter Linie wartenden acht Mann der Nachspike stapften über das Schneefeld dem Licht des anbrechenden Tages entgegen. Bald lag hell das flache Land unter dem weißen Leichentuch und der trädzenden Toten flage schwarzer Vögel. Der Knall von Schüssen ließ zurüd bliden. Aus dem Nebelschleier von Tuszyn traten Männerschatten. Das Erdbraun russischer Uniformen leuchtete jait zot im schwebenden Grauweiß. Doch waren auf die Entfernung von 700 Meter nur Flecken oder Tupfen, faum Gestalten zu erfen nen. Allmählich ward vorn der Himmel lichter. Ein Glinern ließ das Ringen der Sonne mit den Wolten ahnen. Sieghaft trat sie endlich aus den Schleiern und war blendes Blinten auf das verschneite Land. Das hatte noch gefehlt. Klar waren jetzt im Rüden die russischen Schützen und zu beiden Seiten der Straße ferne Rojaten zu sehen. Budlige effchen schienen an langer Lanze auf fleinen Pferdchen zu hoden. Born aber stapfte hinter der Marschtolone der Rachhuttompagnie der Vater mit
Ehe ein Ausgleich zwischen den i Droshkentutschern und der für billige bahn geschaffen werden konnte, trat
in die Erscheinung, das Fahrrad. Bei Geräusch der rollenden Räder, sonder und man fand dieſem neuen Ding mi gegenüber. Die Altvorderent waren z worden, als daß sie an dieses geisterh ohne weiteres hätten gewöhnen t master irgendein Warnungssignal mit den auf ihr Ohr sich verlassenden Zuerst ahmten sie die Eisenbahn nac jobald ein Fußgänger ihnen in die G ten fie fich der bei der Pferdebahn ü enied fish fließlich für das Glode tus reicher strömte" der Verkehr
Kaum aber hatte man sich an d erichien etwas Neues im Straßenb Mit der Herrschaft des Radfahrer Straße war es vorbei, aber auch Schläfchen der Fußgängers auf dem ristierte bei einem Zusammenstoß den Fußgänger angefahren haben war stärker als der gehende Mens nen, erfand man den Trompetent
Man hatte nun drei Arten al ar den Ruf des Kutschers, den und Radfahrer und den Trompet bald stellte es sich heraus, daß die Eberheit im Straßenverkehr gen hen mußten Augenmenschen geme Sprae mußte man den Strom Senager der Straße vor einander Berkehrsvolapük gewaltigsten Au meiser, Lichtsignale, Verkehrstürme Standung machte der Schutzpolizi Heile der fahrenden und gehenden Rumm durch den Schnee. Ein Unt
ten mit Gewehren unter dem Arm Waffen für die beiden Herren, und Offiziers und Sohnes. Des Fein er laut: Seht euch Exzellenz an Die Aufblidenden nidten jtu lem Berstehen. Es ging aufs Ga dem Feind die Zähne zeigte. Bal Kopje. Ohne die Augen zu wen Anicen unter gebeugten Rüden jeiner acht ging Werner auf der zerbrochenen Wagen, verlorenem ben einem Toten fam Erinnern Das Sterben war leicht, doch schr cin Wiedersehen mit den lieben M Den Träumen wedte Pferdetrappel eine breite loje Linie ruffischer Rei in die Manteltasche. Zwischen de anben die Finger den Ballen des Beer, die Lampe, Kortzieher, S Eisenpfeife. Thr Schrillen riz d ihn. Auf der Straße stand e tole in der Rechten. Den Open und der aufgeschlage
Det mit adier, roher Haut die G Der braunen Lebergamaschen deckte. bem Riemen das Jagdmesser und u Schal. Ein jah ihr Leutnant n war nicht zu vertehen. Doch befahl gholfen. Die Reiter iprizten ause Dünne graue Linie der letzten acht Um die verlorene Zeit einzubr Der Kopf glühte. Der Oberleib be and nas. Doch die schweren ta Denne Gefühl und Leben. In d und Bedien den Huiten. Hieberschau Chine aus der Tasche, jinete die Bas Pulver auf die Zunge. Biui De unb topite Schnee in den Mund. De Epuden brachte neuen Husten. Er st tragen ohne die quälende Erinner


