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der Kasseler Polizei, die mit einem groset

Gießener Zeitung

fte und aus diesem etwa 1500 bis 1800 G nition gegen das Haus richtete, und außer granaten in das Haus warf, che Claus burd vurde, hat in der Kasseler Presse eine scharfi Man fragt sich, ob es nicht eine Möglichtet ein Haus, in dem ein einzelner Mensch fi 1 gelangen, auch ohne einen größeren Auf­Waffen und Munition, ohne daß noq jenleben dadurch gefährdet wurden.

Neue Bücher.

Erscheint: Samstags.

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

mit Johann Peter Hebel. Ja, dentt cud ibhaftig begegnet. Ich griff nach dem Heft. Imichlag geschrieben: Hebels Rheinlandischer ang 1928. Die alte Cholender! Der hilft inem tapferen Mut und einem frohen Sinn

lieb hat, der muß auch den Rheinländischen

1.

40. Jahrgang

Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 fg, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Sonnabend, den 17. September 1927

Zur Landtagswahl noch eine Bartei! günstige Beschäftigung im Baugewerbe. Gegenüber den im

ben!" Hebels Rheinländischer Hausfreund fit des Oberlandesger. Präsidenten i. R. Dr. Best aus dem Hy von Moritz Schauenburg in Lahr( Baden) pothekens, Gläubiger- und Sparerschutzverband, dem Reichsbant­

Wie wir erfahren, hat sich die in Darmstadt unter dem Vor­

Jaul Christian Klein in Gießen.

gläubigerverband und Rentnerbund gegründete ,, Hessische Volts. rechtspartei" entschlossen, für die Hessischen Landtagswahlen eine eigene Kandidatur aufzustellen.

Kreditbewilligungen für Hessen.

Darmstadt. Der Finanzausschuß beschloß in seiner Mitt­woch- Sitzung, der Regierungsvorlage auf Gewährung von Melis orationstrebiten im Betrage von 8 Millionen Mark an die in Betracht tommenden Körperschaften zuzustimmen. Weiter wurde die Vorlage, betreffend Gewährung von 4 Millionen Mart an Die Hessische Landesbank für Baudarlehen, angenommen.

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Gültig ab Samstag mittag 12 Uhr­Rückreise muß Montag früh 9Uhr angetreten sein

FIM

eise zum Vorverkaufspreise bei:

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1927

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Überall zu haben Verlag Otto Beyer Leipzig T

Bekanntmachung.

Ministerbesuch in Wetzlar.

Am Dienstag weilte der preußische Innenminister Grzesin­jti, begleitet von dem Regierungspräsidenten von Wiesbaden, Ehrler, und Direktor Katz- Berlin in Weylar. Sie traten am Mittwochvormittag die Weiterreise an.

Auf der Fuldaer Bischofskonferenz

ift beschlossen worden, daß darauf hingewirkt werden soll, ein Bersäumen firchlicher Veranstaltungen durch die moderne ,, Wo­henendfahrt" und durch Sportveranstaltungen zu verhindern. Dieser Beschluß ist den Geistlichen und katholischen Vereinen übermittelt.

Die KPD. Zentrale vor dem Reichsgericht. Leipzig. Der Vierte Straffenat des Reichsgerichts setzte die mehrfach verschobene Verhandlung gegen die alte KPD.- Zen­trale nunmehr auf den 4. Oktober an. Wegen Vorbereitung um Hochverrat und Vergehens gegen das Republikschutzgesetz haben sich die Reichstagsabgeordneten Fröhlich, Hedert, Rem­mele, Lindau, Pfeiffer, Schmidt, Stödert und der frühere Reichs tagsabgeordnete Schumann zu verantworten.

In der Fachschule 1.& Damenfriseurgewerbe

Erdrosselung der deutschen Sprache.

Vormonat geäußerten Befürchtungen, daß im Baugewerbe bald ein fühlbarer Rüdgang eintreten würde, fann festgestellt wet­den, daß der Beschäftigungsgrad zunächst noch gut geblieben ist und sich auch günstig auf die Auftragserteilung in den Bau­nebengewerben auswirkte. Bei der Ausstattung der Neubauten fanden vielfach Tischler, Schlosser, Klempner, Töpfer, Glaser und Maler Beschäftigung, wenn auch die zum Teil sehr ungün stige Witterung dazu beitrug, daß die Zahl der Aufträge hier und da eine Einbuße erlitt. Die Verhältnisse im Submissions wesen haben sich allerdings noch nicht in nennenswertem Um fange gebessert; insbesondere gibt die Handhabung der Be­stimmungen der Verdingungsordnung für Bauleistungen durch einen Teil der Behörden nach wie vor zu schweren Bedenken Anlaß.

In verschiedenen litauischen Blättern taucht die Vorberei tung eines neuen Anschlags auf die Rechte des Memellandes auf; es wird die zwangsweise Einführung der litauischen Sprache im Memelgebiet verlangt.

HAMBURG, Besenbinderhof 3 beginnen wieder für Personen, welche das Damenfriseurgewerbe erlernen oder sich in demselben weiter ausbilden wollen, gründliche

Unterrichtskurse im Damenfrisieren

Ueberzeichnung der Amerika- Anleihe der Deutschen Bank.

Nach einer New Yorker Meldung wurde die am Mittwoch in New Yort zur Zeichnung aufgelegte Anleihe der Deutschen Sant sofort start überzeichnet.

Ein Millionenauftrag.

3m allgemeinen liegen die Verhältnisse für das in den Städten ansässige Handwerk günstiger als auf dem Lande. Jm Geschäftsverkehr mit der Landwirtschaft ist stellenweise eine fühl­bare Stodung eingetreten. Die schlechte Witterung läßt feine gute Ernte erwarten; mancher lohnende Auftrag für das Hand­werk wurde daher von der Landwirtschaft zurückgehalten. Auch die Bekleidungshandwerke waren, da der August noch zur Reise­und Ferienzeit gehört, sehr schlecht mit Aufträgen versehen. Eine ganze Anzahl Betriebe mußten geschlossen werden, doch kann trotz­dem festgestellt werden, daß gegenüber dem Vorjahre für diese Zweige eine Besserung der Beschäftigungsverhältnisse einge treten ist.

Die Essener Kruppwerke haben dieser Tage mit dem fran­zöfifchen Kolonialministerium einen Vertrag auf Lieferung von Eisenfonstruktionen für den Bahnbau in Indochina abgeschlossen. Die Bezahlung, 4,5 Mill. Rm., erfolgt aus Reparationsmitteln.

u. allen anderen Fächern dieses Berufes. Unterrichtszeit 6 bis 9 Stunden täglich Wohnungen mit und ohne Pension sind vorhanden. Verlangen Sie sofort kostenl Prospekt mit Preisen und Referenzen

Einigungswille innerhalb der werksgemeinschaftlichen Arbeiterbewegung.

Die Entwicklung des Geldmarktes gestaltete sich für das Handwerk nicht günstig. Der erhöhte Diskontsatz macht sich unangenehm bemerkbar. Die Schwierigkeiten in der Kapital­beschaffung wirken sich umso stärker aus, als dem Handwerk hierdurch in seinem Bemühen, die Betriebe den modernen Verhältnissen anzupassen, außerordentliche Hindernisse in den Weg gestellt werden. Auch sonst wird durch die Geldknappheit der Geschäftsgang gehemmt, da der durch die lebhaftere Ge­schäftstätigkeit verursachte größere Kpitalbedarf der einzelnen Betriebe nur mit Mühe befriedigt werden kann. Die Bezah lung der Rechnungen durch die Kundschaft ist überwiegend noch schlecht geblieben; gelegentliche Besserungen im Zahlungsver= fehr vermögen das ungünstige Gesamtbild nicht wesentlich zu beeinflussen.

Nummer 38

Zur Eröffnung der Landwirt­schaftlichen Landesausstellung.

Bor nunmehr 27 Jahren, im September 1900, hatte die Hess. Landwirtschaft auf dem Ererzierplatz zu Darmstadt eine große Landwirtschaftliche Ausstellung veranstaltet, die damals weit über die direkt interessierten Kreise hinaus großes Aussehen erregte und sich zahlreichen Besuches aus nah und fern erfreute.

Mehr als 2% Jahrzehnte sind seitdem ins Land gegangen, deren erste Hälfte der friedlichen Entwicklung gewidmet war. Ein geordnetes, in sich gefestigtes Staatswesen, blühende Wirt­schaft, fortschreitender Aufstieg der einzelnen Berufsstände ver bürgten in diesem Abschnitt zunehmenden Wohlstand breiter Schichten der erwerbstätigen Bevölkerung.

Die Preisgestaltung für Arbeiten und Erzeugnisse des Handwerks waren zum großen Teil leider unbefriedigend. Die Preise für Rohstoffe weisen vielfach steigende Tendenz auf. Be­sonders die Preise für Stoffe, Futter, Leder und Holz zogen an. Auch die Materialpreise des Elettro- Installationsgewerbes sind mit Ausnahme für Glühlampen und Beleuchtungsförper, ge­stiegen.

Die Pfuscharbeit und die Ausdehnung der Regiebetriebe hindern die Entwicklung der Handwerkswirtschaft. Auch das Ueberhandnehmen des Hausierhandels trägt in immer stärke­rem Maße zur Verringerung des Umsatzes einzelner Handwerks­

Der im werksgemeinschaftlichen Gedanken enthaltene gesunde Werksindividualismus barg die Gefahr überhandnehmender Ei­genbrödelei innerhalb der einzelnen werfsgemeinschaftlichen Gruppen in sich. Ein solcher Separatismus arbeitete geradezu für diejenigen Bestrebungen, welche die vaterländische Bewe­gung zu zerschlagen suchen und deswegen erklärt sich auch die stillschweigende Duldung kleiner, unabhängiger, nationaler Werkvereine durch die Gewerkschaften. Nachdem nunmehr der aus über 30 Wertvereinen bestehende, auf provinzieller Grund: lage aufgebaute Pommersche Arbeiterbund" sich dem Reichs­bund vaterländischer Arbeiter und Werkvereine( R. v. A.) ein­gegliedert hat, kann in letzter Zeit von neuen Anschlüssen glei cher Art berichtet werden. Insgesamt traten neuerdings 8 foge nannte wilde Werkvereine dem R. v. A. bei, so u. a. die meh­tere hundert Mitglieder umfassenden Werkvereine der Berei nigten Stahlwerke Gelsenkirchen" und der Papierfabrik Hannau a. 5." der R. v. A. umfaßt nunmehr über 450 Vereine auf wertsweiser und lokaler Grundlage und besitzt in rund tausend Betrieben zellenartige Gruppen oder Wertvereine. Durch die immer stärker anwachsende Tendenz der Zusammenfassung der werfsgemeinschaftlichen Arbeiterbewegung im R. v. A. dürfte der Befürchtung der Zersplitterung, welche der Propaganda der Gewerkschaften neuen Raum gegeben hätte, endgültig der Boden entzogen sein.

Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat August 1927.

zweige bei.

Die zweite Hälfte jedoch die letzten 13 Jahre, bergen in sich Zeiten, wie sie wohl noch kein Volf der Welt über sich ergehen lassen mußte. Zeiten des höchsten nationalen Auflebens, des unerhörtesten Heldentums, des selbstlosesten Opferfinnes, Zeiten aber auch der tiefsten Erniedrigung, des wirtschaftlichen und seelischen Zusammenbruchs, des Erduldens der Fremdherrschaft in weiten Gebieten des engeren Vaterlandes. Schwerste Not jog ein in alle Kreise unseres Volkes. Kein Stand, fein Be ruf, feine Familie blieb verschont von den furchtbaren Krisen, die Deutschland durchmachen mußte, bis langsam und zögernd. nach vielen Schwankungen, allmählich eine Stabilisierung der Verhältnisse einsetzte.

Wesentliche Aenderungen der Lage auf dem Arbeitsmarkt werden nicht gemeldet. Die Abnahme der Arbeitslosenziffer er­folgt nur noch in geringem Maße und ist vereinzelt schon ganz zum Stillstand gekommen. Die Handwerkskammer Oldenburg stellt sogar für Ende des Berichtsmonats bereits wieder ein ge­ringes Ansteigen der Erwerbslosenziffer fest. Unruhe entstand auf dem Arbeitsmarkt verschiedentlich durch den stellenweise auffladernden Streit im Baugewerbe wegen der Lehrlingsbe stimmungen im Tarifvertrag für das Baugewerbe und durch Forderungen auf Lohnerhöhungen in anderen Handwerken.

Ein allgemeiner Ueberblid über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks gibt infolge der örtlichen und fach lichen Verschiedenheiten auch für den Monat August fein ein­heitliches Bild. Wesentliche Aenderungen gegenüber dem Mo­nat Juli sind nicht zu verzeichnen. Eine nachdrüdliche Besse rung für den einzelnen Handwerksbetrieb wird durch die Ueber­sehung vieler Handwerkszweige gehindert. Ueberwiegend wird die Lage des Handwerks beherrscht durch die verhältnismäßig

Wochenrückblick.

All dies hat unser Bolt bestanden und überstanden. Es hat sich abgefunden mit dem verlorenen Krieg, den unermeßlichen Opfern an blühenden Menschenleben und materiellen Gütern, ohne den Mut zum Weiterleben, die Hoffnung auf ein Wieder emporblühen zu verlieren.

Die einzelnen Gruppen der erwerbstätigen Schichten such­ten sich neu zu orientieren, in den veränderten Staats- und Wirtschaftsformen sich zurechtzufinden, neuzeitliche Arbeits­methoden sich anzueignen und mit allen Mitteln wieder den verlorenen Boden zurückzugewinnen.

Erstaunlich sind die Leistungen der fachlichen und wirtschaft­lichen Organisationen, der genossenschaftlichen Gebilde und der berufsständischen Vertretungen der einzelnen Wirtschaftsgruppen während dieser Zeit. In treuer, nicht immer leichten Zusam menarbeit haben die privaten Organisationen und die gesetzlichen Berufsvertretungen unter Führung und Leitung umsichtiger Männer sich bemüht, in dieser Zeit dem einzelnen Berufszugehö rigen Schutz und Hilfe auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens angedeihen zu lassen. Sie haben den Boden bereitet, um den Berufsgruppen, damit aber auch jedem einzelnen Betrieb die Wiederaufrichtung der Existenz zu ermöglichen.

In Genf waren große Tage. Der Völkerbund stand vor schwersten Problemen. Vorläufig hat er sie durch tiefgründige Reden zu lösen gesucht. Der Vor­Stoß Hollands und Polens brachte Leben in die Dele­gationen. Zweifellos bekam der Völkerbund von den fleinen Nationen eine moralische Ohrfeige, als sie nach wiesen, wie er schwierigen Problemen furzerhand aus­weiche. Die Redner der Großmächte suchten den schlech­ten Eindrud zu verwischen, aber was gesprochen ist, bleibt gesprochen. Die Hauptredner dieser Session waren Stresemann( Deutschland), Briand( Frankreich) und Chamberlain( England). Zugebilligt wurde Deutschland ein Sitz in der Mandatskommission, wäh rend die brennenden Danziger Fragen verschleppt wur­den zugunsten des sich ins Fäustchen lachenden Polens.

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Mit großen materiellen Opfern, aufgebracht von Reich und Staat aus Mitteln der Allgemeinheit, unter sorgfältiger Ver wertung der von den Einzelbetrieben zu ihren fachlichen und berufsständischen Vertretungen geleisteten Beiträge werden den Berufsgruppen, sei es nun in Industrie und Handel, in Land­wirtschaft oder Handwert, neue Wege gezeigt, um die Produktion durch rationelle Gestaltung der Betriebe zu fördern, die Qua lität der Erzeugnisse zu heben, den Nachwuchs heranzubilden und weiter zu vervollkommnen, durch eigenen Zeitungsdienst die Massen zu unterrichten, furz auf allen Gebieten die einzelnen Gruppen wieder lebensfähig und lebensträftig zu gestalten.

Anerkannt und geachtet von all denen, die vorwärts fom men wollen, gehen private und gesetzliche Organisationen ihren Weg, ungeachtet des Nichtverstehenwollens, ja der Anfeindung vieler, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollen, trotzdem aber indirekt an den Wohltaten all der geschilderten Bestrebun gen teilnehmen.

Der englische Gewerkschaftstongreß beschloß mit über­wältigender Mehrheit den Abbruch der Beziehungen zu den russischen Kollegen. Immerhin stimmte eine Min­derheit, Vertreter für ca. 600 000 Arbeiter, dagegen In Litauen wurde ein kommunistischer Putsch versucht, der aber im Keime erstickt werden konnte. In Bel­gien geht unterdessen die Kriegsgreuelhete weiter, ja, man scheint das Prinzip der sonntäglichen französischen Reden direkt übernommen zu haben. Dient das zur Das bedeutsamite Verständigung unserer Nachbarn? Ereignis im Reiche ist die Veröffentlichung der neuen Beamtenbesoldungsregelung, die man vor zwei Jahren versprochen hatte.- Der Parteivorstand des Zentrums hat in Dortmund entschiedenes Vorgehen gegen die Außenseiter der Partei in der Schulgesetzfrage beschlos­sen.

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Eines der Mittel zum Aufstieg, zur Belebung und Beleh­rung sind die Ausstellungen. Sie wollen zeigen, was ein Be ruf bei guter Durchbildung für sich zu leisten vermag, was er aber auch für die Allgemeinheit, für die gesamte Wirtschaft be­deutet. Sie wollen zeigen, in welcher Weise rüdständige Be­triebe sich umstellen müssen, wie sie sich neuzeitlich zu gestalten haben, um das zu leisten, was von jedem im Erwerbsleben Tätigen zum Nutzen des gesamten Boltes erwartet werden muß. Ist es doch nicht mehr so, daß ein Gewerbebetrieb nur lebi lich der eigenen Selbsterhaltung dient. Rein, im heutigen

Deutschland mit seinen unendlichen Lasten und Verpflichtungen

aus dem verlorenen Kriege ist jeder, auch der fleinste Betrieb, nicht nur Selbstzwed, sondern er wird automatisch in das große Getriebe der allgemeinen Volfswirtschaft eingeschaltet. Als Glieb am großen Ganzen gewertet, muß jeder Betrieb sich neu­zeitlich einstellen, um neben der eigenen Existenz auch die große Aufgabe der Mitwirkung an der allgemeinen Volksgesundung erfüllen zu fönnen. Es wäre zu wünschen, daß dieses Verant­

wortungsgefühl Allgemeingut in allen Kreisen der erwerbs­tätigen Bevölkerung würde.

Besonders die Landwirtschaft ist ein Beruf, auf den diese Argumente zutreffen; hat sie doch die große nationale Aufgabe, die Sicherstellung der Voltsernährung vielfach im Zusammen­gehen mit anderen, gerade dem Handwerk zugehörigen Wirt­schaftsgruppen zu erfüllen. Die Organisationen der Landwirt­schaft, die Landwirtschaftskammer und die Fachverbände sind fich dieser Aufgabe voll und ganz bewußt und haben durch ihre Tätigkeit diese Verantwortung für das Volksganze bewiesen. Sie wissen, daß das Ziel nur erreicht werden kann durch höchste Intensivität, durch weitgehendste Ausnügung des vorhandenen Geländes, durch Verwertung der stetig sich weiter entwidelnden