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Sonnabend, den 16. April 1927.

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Anfangsstadium noch nicht hinaus. In Heffen zeigte sich der Staat durch Bewilligung von Mitteln für die Kirche etwas erkenntlicher als seither. Ofterfriede liegt über der Politit. Es ist kein Friede, nur ein Waf­jenstillstand, denn im Laufe des Sommers werden über eine Reihe wichtiger Lebensfragen, innen- und außen­politisch, neue Kämpfe entbrennen.

Wie sag' ich's dem Käufer?

Der Propaganda- Direktor der Bereinigung der amerikanischen Zeitungsverleger teilte in einem Bortrage mit, daß im Jahre 1925 in amerikanischen Zeitungen für 2900 Millionen Mart Anzeigen er Schienen find.

In früheren Wirtschaftsepochen war der Grundsatz vor herrschend, nur soviel Waren zu erzeugen, wie der Markt tat­sächlich aufnehmen konnte. 3m Gegensatz zu dieser lediglich auf den Kundenbedarf eingestellten Produktion erzeugt in der modernen Bolfs- und Weltwirtschaft jedermann soviel er will und fann. Die Folge davon ist ein Ueberangebot an Waren und das Bestreben, das fertige Produkt restlos an den Mann zu bringen. Der Käufer wird mit nimmermüder Zähigkeit und von dem ganzen Einsatz der modernen Reflamefunft um­worben. Und tatsächlich ist es möglich geworden, durch wir fungsvolle Werbearbeit das Ueberangebot in Waren den Käufer­freifen zuzuführen.

Jede richtig verstandene Reflame läuft auf die Frage hin­aus: Wie jag' ich's dem Käufer? Dieser muß, bevor er zum Erwerb der Ware schreitet, wissen, woher fie stammt, in welcher Güte und Besonderheit und zu welchem Preise sie feil ist. Der Mittel und Wege, über diese den Käufer zunächst interessieren­den Fragen Klarheit zu schaffen, gibt es viele. Von der primi­tioften Form des Ausrufens, Ausschreiens der Waren auf Jahr­märften angefangen bis zum Aushängeschild des Kaufmanns oder Handwerkers, dem einfach ausgeführten Ankündigungs­zettel oder bem mit allen Borzügen und Effekten moderner Drudtechniken ausgestatteten Werbeblatt und Katalog bis hin zur alle Bevölkerungsschichten berührenden Anfündigung im Anzeigenteil der Zeitung, welch' ein vielgestaltiges, tausend­züngiges Aufgebot an Werbemitteln im Dienste der modernen Warenerzeugung und Absatzgewinnung.

Nordamerika, dessen beispiellose Erfolge auf technischem und wirtschaftlichem Gebiete Deutschland zur Nacheiferung die­

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,, Gießener Zeitung"

muß der Geschäftsmann, der Fabrikant und Handwerksmeister auch darauf sehen, mit dem geringsten Einjah den größtmöglichen Nugeffett zu erzielen. Auf die Werbe- und Reflamearbeit an­gewandt, ist es längst erwiesene Tatsache, daß die Anzeige der billigste Weg zum Käufer ist, um ihm zu sagen, die und die Ware habe ich in gediegener Qualität und besonders preis: würdig anzubieten. Amerita, ein Land, das alle Reklamearten, auch die modernsten, erprobt hat, fehrt immer wieder zu der alt­bewährten, stets jungen, stets wirtungsträftigen Form der Re flame zurüd, der Zeitungsanzeige. Denn es hat erkannt, dag hier der billigste, wirfjamite und einzig vollen Erfolg ver­heißende Weg zum Käufer liegt.

DEUTZ

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nen, ist auch in der Reklame vorbildlich geworden. Dieses Land MOTORENFABRIK DEUTZ A- G.

hat alle nur erdenklichen Propagandamöglichkeiten erwogen und fie der Absatzgewinnung nutzbar gemacht, es hat aber schließlich der Kundengewinnung und Absagerhöhung auf dem Wege der Anzeige den Vorzug gegeben. Wir erwähnten bereits ein­leitend, daß Amerifa in einem einzigen Jahr allein für Zei­tungsanzeigen 2900 Millionen Mark verausgabt hat, es ist das eine so horrende, fast märchenhaft anmutende Gumme, daß sie allein schon für Nutzen und Wirkungsweise der Anzeigenreflame spricht.

Amerika gibt auf diese Weise insbesondere auch dem deut­schen Kaufmann, Handwerker, Gewerbetreibenden vollgültige Antwort auf die Frage: Wie sag' ich's dem Käufer?" Die Zeitungsanzeige ist in der Tat dasjenige Werbemittel, das zu allen Berufs- und Bevölkerungsschichten allen gewerblichen und gesellschaftlichen Kreisen dringt, also überall dorthin, wo nur irgendwie Käufer anzutreffen sind. Sie ist universell, allum­fassend, mehr als jede andere Reklameart, und nicht nur dies allein, denn in der heutigen Zeit der geldlichen Knappheit und des Strebens nach sparsamstem Haushalten in allen Ausgaben,

Der Traum vom Osterhasen.

Eine Ostergeschichte für Groß und Klein. Wenn man den Rhein hinuterfährt, tommt man an einem lleben, freundlichen Städtchen vorbei. Ueber den Häusern ragt ein kleines Kirchlein empor. Die Bewohner schlagen sich recht und schlecht mit dem Weinbau durchs Leben, der bei ihnen nicht besonders lohnend ist infolge einer ungünstigen Lage. Auf dem Rüden müssen sie alles in den Weinberg mühselig tragen, und Mizernten sind zahlreicher als gute Jahre. Aber die Einwohner des kleinen Städtchens lassen sich ihre Arbeit nicht verdrießen. Gott ergeben pflanzt jeder ein Stüdchen Feld und hungert sich, wenn's nötig ist, auch durch.

Eine Reihe der männlichen Einwohner hat den Weinbau ganz aufgegeben und den Fischereiberuf ergriffen oder fährt auf einem der Lastschiffe den Rhein talauf und talab.

Ganz am Ende des Städtchens steht ein kleines, unschein bares Häuschen. Es hat nur zwei Stuben und eine Küche. Blitzblank sind die Fenster immer gewesen, seit der junge Schif fer mit seiner fleißigen jungen Frau eingezogen war. Innen herrschte die peinlichste Ordnung. In einem Gärtchen neben dem Häuschen zeugten sorgfältig angelegte Beete vom Fleiß der Bebauer.

Unter einem Apfelbaume ließ es sich da an den warmen Sommerabenden, wenn der Rhein sein Lied dazu murmelte, gar gut sitzen. Am schönsten war es, wenn einmal der Mann von einer Reise auf einige Tage kam, sich dort mit seiner Frau nach Feierabend unterhielt und mit dem kleinen Kindlein, dem Gretelein, das gar munter auf seinem Schoße hüpfte, spielte.

Da tam das Schicksal. Eines Abends, es war kurz nach Neujahr, traf ein Telegramm von der holländischen Grenze ein, daß Greteleins Vater ertrunken sei. Wahrscheinlich ein Fehltritt bel nassem Wetter in der Nacht, sodaß man es erst am nächsten Morgen merkte. Die Leiche wurde nie geländet.

Das Gretelein hatte dabei gestanden mit seinen fünf Jahren, als Mutter den Zettel las. Es hatte auch in seiner Art ge= holfen, die Mutter betten, als der Postbote, der das Telegramm brachte, die ohnmächtig Zusammenfallende gerade noch auffing. Und nun ging eine schwere Zeit an. Die Mutter lag frank dar nieder, der Schicksalsschlag hatte sie zu schwer getroffen. Täglich fam die Schwester, um nach der Kranken zu sehen. Auch die Nachbarin war bei der Hand; sie hielt das kleine Anwesen in Ordnung und sorgte für das Gretelein.

Ja, wer weiß, wenn das Gretelein nicht gewesen wäre, welchen Verlauf Mutters Krankheit dann genommen hätte. Aber das Gretelein, das ja alles noch nicht recht verstand, war ein Sonnenschein. Mit ihrem Geplauder half sie den Lebens­geistern der Kranken.

Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Kaiserstr.23

Lokales. Sonntagsgedanken.

Fast 2000 Jahre sind hinabgezogen in das unergründliche Meer der Ewigkeit, seit in Jerusalem jenes Drama begann, das mit einem Hosianna anfing und mit einem Kreuziget ihn" endete. Seitdem ziehen Jahr für Jahr jene trüben, düsteren Schmerzensbilder an den Augen der Christenheit vorüber. Die schweren Stunden der Passion nahmen ihren Anfang. Er, dem die ganze Stadt zujubelte, blieb ernst, denn er wußte, daß dieser Weg, blumengeschmückt und palmenberauscht, auf der steinigen Höhe von Golgatha enden werde. Er wußte, daß einer, der am lautesten Hasianna rief, ihn in wenigen Tagen um schmutziges Geld veraten werde.

Und so ist es im Leben. Der offene Feind schadet dir nicht soviel, als der versteckte in der Maske des Freundes, der dich

nun werden? Wie sollte sie ihr Brot für sich und das Kindlein verdienen?

Sie war, elternlos, früh schon in Stellung in die Stadt ge= kommen, hatte dort schöne Stellen innegehabt bei reichen Leu­ten, die sich aber um das Personal wenig fümmerten, bis sie schließlich bei einer Familie untergekommen war, in deren Hauss halt es nach strengen Grundsätzen zuging. Christlicher Geist lag über dem Hause und hier hatte sie, die das Beten in der Stadt fast verlernt hatte, es wieder gelernt. Dort war sie geblieben in dem Hause, in dem sie sich wohlfühlte, bis sie geheiratet hatte. Ungern hatte man sie scheiden sehen, aber ihrem Glüde wollte man nicht entgegen stehen.

Dorthin hatte die Kranke schon vor Wochen geschrieben, hatte um Rat gefragt. aber es war teine Antwort eingetroffen. Sie wußte gewiß, daß man ihr im Städtchen, so weit es ging, half, aber sie wollte kein Almosen, sie wollte arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und das konnte sie am Plaze

nicht.

So kam der Karfreitag. Gar trübe Gedanken beschlichen die Frau an diesem Tage, und als die Einwohner des Städt­chens sich anschickten, den Gottesdienst zu besuchen, da konnte die Arme ihre Tränen nicht zurückhalten.

Erschrocken lief das Gretelein zu seiner Mutter: ,, Gelt, Mutter, du weinst nicht mehr? Sieh, der liebe Gott im Himmel will das nicht haben. Die Schwester hat's gesagt. Und weiter hat sie gesagt, der Vater, der im Himmel beim lie­ben Gott ist, will's auch nicht haben."

,, Ja, mein Kind, du hast recht," sagte die Kranke und ver suchte, den immer wieder hervorbrechenden Tränenstrom zu er stiden. Du bist mein liebes Kind; wenn ich dich auch nicht hätte!"

,, Gelt, Mutter, und wenn ich recht lieb bin, da fommt auch übermorgen der Osterhase zu mir."

Neue Tränen entfielen den Augen und mit erstidter Stimme sagte die Frau: ,, Bielleicht, mein Kind, wenn Gott es will."

,, Doch, die Schwester hat es gesagt, daß der Osterhase zu allen lieben Kindern käme," beharrte das Gretelein auf seinem Glauben.

Am Karjamstag wachte das Gretelein mit einem frohen Herzen auf. Mutter," sagte es ,,, dente einmal, was ich heute Nacht geträumt habe?"

Die Mutter hatte schon manche Stunde wach gelegen. ,, Run,

was denn, mein Kind?"

,, Vom Osterhasen habe ich geträumt," antwortete der Blond­topf. Ich war in einem großen, schönen Hause, da nahm mich der Vater an der Hand und führte mich in einen Garten. Als wir hinein kamen, da stand gerade so ein Apfelbaum wie in unserem Garten. Auch so eine Hede war um den Garten wie

Doch die quälte sich in Sorgen auf ihrem Lager. Was sollte bei uns; da schlüpfte gerade ein Häschen hinaus. Und überall

Nr. 16.

lobt und feiert, der am gleichen Tische sigt, in der gleichen Stube arbeitet und dann hingeht und zum Judas wird. Und plötzlich siehst du dich allein, verlassen von allen Freunden, weil der Berräter durch Lüge und Verleumdung auch die anderen blen dete, die zu dir hielten.

So sind heute noch die Wege der Menschen. Von der Freundschaft zur Feindschaft, von der Feindschaft zum Verrat. Solche Stunden der Mißgunft, des Verrats bleiben keinem Menschen erspart. Es kommt über jeden eine Stuiroe, wo aller gute Wille vertannt und vergessen wird, wo die besten Absch ten falsch ausgelegt und gefälscht werden, wo viele an dir irre werden, umkehren, treulos dich verlassen, höhnen, spotten und tränken. Wehe, wenn dann auch der Freund noch geht! Du wähntest, einen Stab als Stütze zu haben, und ein Schilfroht bricht in deiner Hand zusommen.

Und Undant ist die Ernte, wo nur Liebe gejät war.

Die günstige Stunde.

Sonnabend, den 16. April 1927.

Jahre 1925 auf diese Weise für etwa 16 000 jejtitellbar, erschwindelt. Aber auch bei den ü ten gehen die erschwindelten Gummen in die Urteil dürfte voraussichtlich Mitte nächster Wo Giner der Angeklagten, der Kaufman delheim, wurde bekanntlich vor einigen Tag al unter Meineidsverdacht in diefer Straffache

Giljendungen, nicht zug Batetzustellung an Ostern. Um Ostern Balete, abgefehen von findet am Dtersonntag vormittag eine Pafetzu

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Warnung vor einem Schwindler. In unse jade ein angebledher rumänischer Student unter fei politischer Flüchtling, bei einem hier studie mann Unterfommen zu finden. Da der angebl rinen guten Eindrud machte und er seine Angaben würdig vorbrachte, wurde er auch von dem Gh bergt und verpflegt. Nach einigen Tagen jedoch windelung eines Geldbetrages und unter Mitn ientenzeugniffes des Studenten verschwunden. er hat darauf in Marburg a. d. L. und in Detti unter Vorzeigung des entwedeten Abiturientenz auf den Namen Moses König, geboren am 29. 2 ceava, ausgestellt ist, größere Geldbeträge ersch Beträger nannte sich Marto Hoffmann, Student etwa 25 Jahre alt, 1,65 Meter groß, von mi Hand, trug dunkelgeränderte Hornbrille, braune en Smoking, Ladichuhe und braunen Mantel.

Zwischen fünf und sechs Uhr in der Morgenfrühe erwoest in den Städten das wochentägliche Leben. Der Mann der Arbeit" beherrscht zunächst das eilende Getriebe in den Straßen; recht zahlreich auch gehört die weibliche Bevölkerung zu diem frühaufstehenden Mann der Arbeit". Eine Stunde später iritt das Heer der Angestellten mit starkem männlichen und weib lichen Aufgebot auf den Plan. Dazwischen die Scharen der, wenn's noch Zeit ist, allotriafreudigen Schulkinder. Dann ebbt der Strom erheblich ab. Gegen neun Uhr früh sind auch die Männer der leitenden und verwaltenden Bürokratie in ihren Wirkungsstätten.d

Fast feiertäglich mutet dann auf einmal die Strafe ar. Leere Straßenbahnen. Die wenigen Fußgänger weden feine Er innerung mehr an das Gewimmel zuvor; und wären nicht die Geschäfstwagen, die das Straßenbild wochentäglich charakteris fieren, man würde an Feiertagsstille glauben. So fahl, so un­belebt bleibt es bis in die elfte, bis in die zwölfte Stunde. Allenfalls zieht der Markt einiges Leben aus der Umgegend an sich und gibt es ihr wieder. Aber in den Geschäftsstraßen bleibt es stundenlang merkwürdig einsam. Die wenigsten ron denen, die es tönnten, sind so flug, diese ruhigen Stunden von neun bis elf zu ihren Einkäufen zu nutzen. Häusliche Geschäftig feiten verhindern die meisten Frauen daran, da man sich nur schwer zur Umdisposition eines gewohnten Trotts entschließt. Und doch würde die frühe Stunde den Besorgungen so manche Haft und Ueberstürzung nehmen.

Der große Gießener Betrugsprozej.

In dem großen Betrugsprozeß gegen die Kaufleute" Stehling und Genossen, der bereits seit dem 6. April im Gange ist, wurden bisher 40 Zeugen vernommen; außerdem wurden die protokollarisch festgelegten Aussagen von etwa 200 in allen Teilen Deutschlands wohnenden Zeugen verlesen. Es stellte sich immer wieder dasselbe Bild heraus: Einer der Angeklagten be­stellte die Ware oder forderte Offerten, wobei abwechselnd Briebogen mit der Firmenbezeichnung Belzwaren-", Schuh waren-", Trifotagen-", Wollwaren-" ,,, Lederwaren- Handlung" usw. verwandt, nichtexistierende Bankverbindungen Fernsprech anschlüsse, Telegrammadressen und Postschedfontis angegeben wurden. Diese glänzende Aufmachung machte viele Firmen ver trauensselig, die denn auch prompt hineinfielen. Die Vorsich tigeren erkundigten sich nach dem Besteller; da die Angeklagten sich aber gegenseitig als Referenz angegeben hatten, fieelen die Auskünfte natürlich glänzend aus. Stehling hat allein im lagen schöne Ostereier; die habe ich alle in mein Schürzchen ge tan. Gerade wollte ich eines essen, da bin ich aufgewacht."

Wehmütig lächelte Greteleins Mutter: Ja, Kind, das war ein schöner Traum für dich. Aber nicht wahr, es war ja nur ein Traum. Vater kann dich nicht mehr führen und der Oster­hase hat an so viele Kinder zu denken, daß er auch manchmal cines vergiẞt."

,, Ach, Mutter, mich soll er doch nicht vergessen," meinte das Kind.

Ein strahlender Ostermorgen stieg über dem Rheintal auf. Es war, als wolle die Natur bekräftigen: Der Herr ist auf erstanden! Freue dich, Menschheit!"

Das Gretelein lief gar oft zur Türe hinaus, um zu schauen, ob der Hase noch nicht dagewesen sei. Aber immer fehrte es enttäuscht zurüd. Gegen Mittag tam die Schwester und die Nachbarin. Jede erzählte dem Gretelein, daß bei ihr der Hase schon gewesen sei und auch für sie ein paar Eier abgegeben habe. Aber das Gretelein war nicht zufrieden. Er soll auch in unse­ren Garten tommen!"

Mutter und Kind waren über Mittag gerade etwas einge­schlafen, als es klopfte. Beide fuhren in die Höhe. ,, Mutter, ist das der Osterhase?" flüsterte die Kleine. ,, Ich glaube nicht," sagte die und rief: Herein!" In die Stube trat ein Herr mit einer Dame, gingen auf das Bett zu, und, o Freude, es war die ehemalige Herrschaft der Frau, die selbst einmal gekommen war.

,, Liebe, arme Frau," sagte der Herr, entschuldigen Sie, wenn Sie bis jetzt noch teine Antwort von uns erhielten, aber wir waren verreist. Auch haben wir, wie Sie, Schweres durch gemacht. Ihnen starb der Mann, uns unser einziges Kind, das Sie ja fannten. Bei unserer Rüdfunft von der Reise fanden wir gestern Ihren Brief. Wir machen Ihnen folgenden Vor­schlag: Sie kommen wieder zu uns und bleiben ganz bei uns. Ihr Kind soll so gut wie unseres sein, damit auch unser Leben noch 3wed und Ziel hat. Schlagen Sie ein."

Damit streďte er der Kranken die Hand hin. Auch die Dame bat: ,, Erfüllen Sie uns unseren Osterwunsch, Sie werden es nie zu bereuen haben."

Da legte die Kranke dankerfüllt ihre Hände in die der Freudenbringer. Reden konnte sie nicht, nur schluchzen vor Freude und Glüd.

Das Gretelein hatte derweilen aus seinem Bettlein sein Köpfchen immer höher geredt und rief jetzt mit seinem feinen Stimmchen: Die Mutter soll aber doch nicht weinen!"

Da wandten sich der Herr und die Dame dem Kinde zu: Ei, Gretelein, Mutter weint nicht mehr! Sich, du und die Mutter, ihr geht jetzt mit uns in die Stadt in ein schönes Haus. Da find viele Spielsachen, mit denen du spielen kannst."

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Dammrutsche. An der Eisenbahnstrecke Gie

fen haben sich zwei schwierige Bahnrutsche ereig befindet sich zwischen Gießen und der Station G andere zwischen Lich und Garbenteich. Die Züg Etellen im Tempo eines Fußgängers. Es sind b Genbahnzüge mit Schotter und Schlacken in di den geworfen worden; die Lettmassen, welche a werden auf Feldgleisen entfernt. Beide Rutsch ich in Talmulden, in denen das Grundwasser f den Drud gegen den Bahndamm veranlaßt hat.

a das Abbrennen von Heden und Buschwe Bolizeiverordnung vom 31. März 1913 verboten; neiben von Heden und Buschwerk in der Zei bis 1. Oktober jeden Jahres. Zuwiderhandlung

traft.

* Die Berunreinigung von Gebäuden. D unter der Schuljugend verbreitete Unsitte, Ge bigungen ufm., namentlich solche mit frischem Schmieren mit Kreide, Schmutz usw. zu verun legter Zeit wieder überhand genommen. Das ich veranlagt, vor solchen Ausschreitungen ern

warnen, sowie an Lehrer, Eltern, Vormünde gende Ersuchen zu richten, die ihrer Obhut un mit allen ihnen zu Gebote stehenden stehenden artigem Unfug abzuhalten. Gegen Zuwiderha unmadichtlich mit Strafanzeige vorgehen.

Erben gesucht! Am 17, September v. New- Südwales( Australien), etwa 81 Jahre alt aus Deutschland stammende Franz Friedrich R Etwaige Erbberechtigte mögen sich unter Glaubh Ansprüche an die Reichsstelle für Nachlässe un im Ausland, Berlin W. 8, Wilhelmstraße 61

I

Bom Schenten auf Ostern. Wer sich u burch Ausstattung des Heimes eine Freude

and fie lanzierte ihn, denn sie hatte eine gro ..Sabt Ihr auch einen Garten?" fragte d Ei gewiß, wir haben auch einen Garter Hörst Du, Mutter, da ist ein Garten und gewig der Osterhase!"

Gretelein," meinte der Herr mit einem teft du ja jo lange warten. Ich will mal in e Jehen. Vielleicht war der Osterhase doch auch Da sprang das Gretelein mit einem Gaz

lein, streifte seine Kleider an, und gerade wat Sert von draußen rief: Gretelein, ei der T ja der Osterhase!"

Das Gretelein war wie der Wind dra hajen hat es nicht mehr sehen können. Der über alle Berge. Aber überall im Garten Deritedt, tote, grüne, gelbe, blaue. Sogar e

ciez hatte er mitgebracht! Das war ein J Als am Abend sich die Gäste verabschie Berficherung, in einigen Tagen die Ueberfie

de fagte das Gretelein nach dem Abendgebet Siehst du, liebe Mutter, es war fast so, habe mit dem Osterhasen. Nur daß mich i Der Bater geführt hat, sondern der neue O

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Ihr Bild.

Bon Regine Tauber- Mi

Magda war ein entzückendes junges M ( Na rehbraunen Augen und einem hellen, zart Elfenbein schimmerte. Sie war das vewöhnte Eltern, die ihr jeden Wunsch freudig erfüllten mah und tränklich und es war ihr sehnl Then bald zu verheiraten, um sich noch glide erfreuen zu fönnen. Bei dem großen Ve Den jungen Erbin fehlte es ihr natürlich nic Eltern übten aber teinerlei 3wang auf ihre mollten ihr ganz allein die Wahl ihres Leb

faffen,

Magda hatte sich in einen jungen Geiger Derliebt, wie sie sich nach strenger Prüfung e molte fte zum Gatten nehmen. Den schlanken jungen Künstler hatte sie er Tätigkeitsfonzert tennen gelernt, wo er

immer ein Autogramm gegeben hatte. Er benbingen und war vermutlich ein Zigeuner. Frembe war von einer unermüdlichen Komite tätigeitsfeites in einem Cafétonzert entdeckt