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St. L.

Da das Geschäftsjahr der meisten Ge Dere der nicht wie Volltaufleute buch derjahr zusammenfällt, gilt es nun am die Grundlagen zur Ermittlung des sbesondere gilt dies hinsichtlich des ögens am Ende des Jahres, welcher gsvermögen für das nächste Jahr gilt. ng späterer steuerlicher Benachteilig andwerker die Bestandteile seines Ge e Inventur per 31, 12, 1926 aufstellen. Gerätschaften gilt dies insbesondere vorhandenen Rohstoffen und Fertig enständen und den Schulden. Ist der ogens am Ende des Jahres geringer ird der Unterschieb am Ueberschuß der

Die Geschäftsausgaben in Abzug ge chtige Eintommen verringert sich; ist e entsprechende Hinzulegung statt. Ausführungen in Nr. 17 dieser Zeit Js. Geite 264.

hnsteuerüberweijungsblätter. pitzenverbände haben Berhandlungen iterium eingeleitet, um eine Berein umständlichen und kostspieligen Ber er Lohnsteuerüberweisungsblätter ja

n, daß vom Jahre 1927 ab eine

P.

der dem Arbeitgeber auferlegten

en aus dem Schaufenster. vielfach falsch aufgefaßtes Gutachten Istammer Berlin weist die Zentrale n Wettbewerbs darauf hin, daß die

ung ebenso wie sämtliche Kommen fezes den Standpunkt vertreten, daß st, mit Preisen ausgezeichnete Waren rkaufen, sofern diese in gleicher Güte Geschäftslokal nicht mehr vorhanden ufenster verkaufte Ware ist als per­fortige Herausnahme der Ware aus den Fällen nicht notwendig, wo die nter wesentlich leiden sollte.

müssen wir!

Sommerabend machten drei kna Dahinschreiten unterhielten sie sich gedanken und-Plänen. Der erste verden, dem zweiten dünkte der Be Der schönste. Als nun der dritte an

Sen und schaute zum Himmel hinauf, te funkelten, einer immer heller als auf einen ganz besonders prächtig möchte gern ein so hell leuchtendes

er Wunsch, wie ein Stern am dunt

in einer Welt, in der die Sünde Sprichwort sagt ganz richtig: Im . Darum ist es nötig, ein Licht zu hellt.

Schwester in einer Kinderversamm erfahren hat: In einer rabenschwar eiten Weg zu gehen. Eine Laterne machte sie sich denn ohne Licht auf ichtig bis zum Kreuzweg. Doch da

hre Schritte lenken sollte. Welcher rer Not betete sie nun zum Heiland

Da wurde es einen Augenblid ganz

I einer Rakete, die jenseits des Wal­

pper Not. Alle Geschüße, der ganze üstwagen des Henkers fielen in die anisierte sich das Bauernheer in ger, der bei dem Gefecht selbst nicht zum Oberanführer für das Haus. lt und Zeller zum Kommandanten Boiertel.

auch auf das linke Donauufer hin unheimlicher Schnelligkeit über das

e feste Plätze, Klöster und Markt

e Wels und Steyr wurden von den

aber im allgemeinen den Besitz der nten und sogar während des Auf­e herkömmlichen Roboten und Ab.

Stand, gegen die Aufständischen ir­gen, obwohl Bewaffnung und Man­ancherlei zu wünschen übrig ließen. eriebener Diplomat wiederum mit aber nahmen ihrerseits die koms und Maximilian geschick worden derherzustellen, fest und hielten fie Rückkehr der unter Führung eines Taifer entsandten Bauernbeputation ation kehrte zurüd ohne etwas zus Beschwerden erreicht zu haben. In­uern auf keine weiteren Unterhand ten sich an, die bisher noch unde is und Freitadt in ihre Gewalt zu ungstries follte die Stoßkraft des

die Scharen der Aufständigen unter sdorf versuchte sie wieder mit Un Da verlangten fie turzentschlossen tänden seine Auslieferung und be aubensgenossen zu den Waffen zu Einschließung und Beschießung in ritischen Zeit traf die Bauern das

fonnte: Fadinger wurde am 28. usketiers, der von der Stadtmauer

Sonnabend, den 15. Januar 1927.

des abgefeuert wurde und in dem Augenblid erkannte fie den richtigen Pfad, auf dem sie dann wohlbehalten an ihr Ziel gelangte.

Ohne dieses Leuchten wäre sie sicher den verkehrten Weg gegangen oder hätte sich gar verirrt.

In später Abendstunde steht ein Mägdlein unter dem Tor bogen ihres Baterhauses und leuchtet mit einer Laterne hinaus in die Finsternis. Auf der Straße naht fich, gegen Sturm und Regen antämpfend ein Wanderer. Zuerst saß das Kind in der warmen Stube beim fröhlichen Spiel mit den Geschwistern. Als es dann aber draußen dunfel wurde, der Sturmwind in den Nesten der Bäume rauschte und der Regen gegen die Fenster­scheiben prasselte, zündete es sein Laternchen an und ging hinaus, um dem Vater, der um diese Zeit nach Hause tommen mußte, den Heimweg zu erleuchten. Nicht lange mehr wird's sein, und der Bater steigt die Stufen der Treppe empor und begrüßt dankbar sein liebes Töchterchen.

Leuchten müssen wir! Der Heiland hat's gejagt mit den Worten: Ihr seid das Licht der Welt! Und in dem Liedlein heißt es so schön:

Jesus heißt uns leuchten mit hellem Schein

Wie ein fleines Lämpchen, brennend flar und rein. Christen sollen leuchten in der dunklen Welt, Jedes an dem Plätzchen, wohin Gott es stellt.

Es ist also unsere Aufgabe, was jener Knabe zu Anfang als Wunsch äußerte. Für den Heiland zu leuchten, wie herrlich ist diese Aufgabe, die auch schon Kinder erfüllen können! Ueber­all, beim Spiel mit den Kameraden, in der Schule, unter den Geschwistern, habt ihr Gelegenheit, ein Licht zu sein. Zeigt ben anderen im Reben und Tun, daß ihr etwas habt, was ihnen fehlt; dann ladet sie ein und bringt sie mit zur Sonntag schule oder zum Kinderbund, daß auch sie dort den Heiland finden, der sie heimführt in das ewige Baterhaus! Darum laßt uns bebenken:

Leuchten müssen wir!

( Aus Sonnenstrahlen".)

Lokales. Sonntagsgedanken.

,, Es werde", sprach einst der Weltenschöpfer. Und das Riesenschwungrad begann sich zu schwingen, und Milliarden Rädchen liefen im Weltall mit. Seit jenem Weltenanfang läuft in rasender Eile die große Weltmaschine und nicht ein­mal hat sie geftodt. Und die Zeit wartete auf niemanden, fie rafte unaufhaltsam weiter, wie die Erde um die Sonne jagte. Jahr um Jahr verging, es wurden Jahrhunderte und Jahr­taufende.

Wieder hat ein neues Jahr begonnen. Schon hat sich an dem langen Film desselben eine furze Spanne abgewickelt. Unaufhaltsam geht die Rolle weiter, bringt frohe und trübe Tage, Freud und Leid, Glück und Sorgen, Regen und Sonnen= schein. Keine Menschenhand vermag sie aufzuhalten, weil eine mächtigere Schöpferhand ihr die ewige Kraft der Bewegung gab. Mancher steht noch träumend da und schaut in das weite Meer hinaus, von dem die Tage fommen wie Welle um Welle. Er wartet und schaut. Schaut nach dem ersehnten Glüd und muß sehen, daß auch im neuen Jahre ein Tag wie der andere so ernst herantommt und das gleiche bringt wie im alten. Und indessen rast die Zeit weiter und der Film widelt sich ab, ein Blatt nach dem anderen. Wie im alten Jahre: Freud und Leid, Glück und Sorgen, Regen und Sonnenschein. Und wenn Stürme noch nicht da waren, auch sie werden tommen.

,, Gießener Zeitung"

Im starken Beginnen liegt jene Kraft, die so vielen großen Werten und Taten den Erfolg und das glüdliche Ende gab. Waldfried.

Warte nicht! Fang an dein Tagwert! Denn so verlierst du von Anfang an von der gemessenen Zeit des neuen Jahres. Aller Anfang ist schwer. Aber jeder Arbeit Last und Schwere hat sich schon um die Hälfte vermindert, wenn du zu frischem Anfang dich entschlossen hast. Frisch gewagt ist halb gewonnen.

Das heimliche Glüd.

Um Neujahr flatterten die Glückwünsche auf. Das ist so alte Gewohnheit. Und was sich jeder denkt unter Glüd, das ist tausendmal verschieden. Dann with nicht weiter vom Glüd gerebet. Aber ein Glüdsjehnen, das trägt so ungefähr jeder in der Brust. Oft ift's ein ganz heimliches Sehnen. Mit manchelei Seufzen und vielleicht mit viel Tränen. Doch es gibt auch ein stilles inneres Leuchten mit erfüllter Sehnsucht. Man braucht's nicht jedem zu sagen. Es ist dann eben ein heimliches Glüd. Das kann an sich eine bescheidene Sache sein. Andere, wenn sie davon wüßten, würden wohl lächeln. Aber der Trä­ger und Pfleger seines himmlischen Glüdes, der weiß schließlich besser. Und er lächelt auch. Rein, im Sinne einer Heiterkeit der Seele. Ein hervorragender Kenner sagte von der Mona Lija des Lionardo, hier schaue man das Lächeln des inneren Glücks, die Anmut der Seele." Das ist eben heimliches Glüd.

auf ihn feuerte, so schwer verwundet, daß er wenige Tage darauf starb. Nachdem der Aufstand seinen hervorragendsten Führer verloren hatte, wandte sich das Glüd.

Ein Herr von Adel, Achaz Willinger von der Au zu Katering, wurde Fadingers Nachfolger. Er setzte die Belagerung fort, nahm Freistadt, vermochte aber Linz nicht zu bezwingen. Ein­wohner und Besagung litten furchtbar unter dem Proviant­mangel, dem auch nicht gesteuert werden konnte, als es einem bayrischen Transportschiffe gelungen war, nach einem scharfen Treffen, bei welchem Zeller den Tod fand, in die Stadt zu fom­men. Der Fall von Linz schien nur noch eine Frage furzer Zeit zu sein, als Willinger den Befehl gab, die Belagerung als aus fichtslos abzubrechen.

Nicht wahr? Wir sind da mitten im Weben des Roman­tischen. Und sollte es etwas Verkehrtes, Unzeitgemäßes sein?

Das wäre doch nur dann, wenn jemand darüber den wirk lichen Alltag vergäße. Wenn jemand, in ständige Tagträumerei eingesponnen, teinen Sinn und feine Lust mehr hätte, die Pflicht des Tages zu erfüllen. Aber so muß es doch nicht sein. Im Gegenteil. Jenes heimliche Glück der Seele kann trösten, stär ten, beflügeln. So daß man gerade auch an das Alltägliche mit neuer Schwungfraft herangeht. Das heimliche Glüd ist ja zumeist einem hellen, rüftigen Hoffen verwandt. Und wo Hoff­nung ist, da ist wieder Leben und Schaffen. Go reimte es sich beispielsweise auch ein Goethe zusammen. Uns Deutschen stand das heimliche Glüd immer wohl an. Verstehen wir's recht! Be wahren wir's gut! Dann ist's eben teine bloße spielerische Phantasie, sondern eine stille und starke Wirklichkeit, die uns an ihrem Teile aufwärtsführt!

Was ihn zu diesem Schritt bewog war einmal die Uneinnig feit und Disziplinlosigkeit der Bauern, die bei zwei abgewiesenen Stürmen schwere Verluste erlitten hatten und ihren Führern im­mer mehr aus der Hand geglitten waren, dann das Herannahen von Entsatztruppen und der Wechsel des Kriegsglüds auf dem norddeutschen Kriegsschauplatz, durch welchen jede Hoffnung auf Hilfe von Seiten der Protestanten im Reich vernichtet wurde. Bor Enns war eine Bauernabteilung unter Wolf Wurm von überraschend anrüdendem kaiserlichem Militär unter Hans Chris stof Löbel und Weithard von Auersperg auseinandergesprengt worden, wobei 2000 Bauern das Leben verloren haben sollen. Ueberzeugt von der Hoffnungslosigkeit des Unternehmens mahn te Willinger die Bauern zum Frieden, ließ sich zum Abschluß eines zwölftägigen Waffenstillstandes verleiten und nahm die Frie Densverhandlungen von neuem wieder auf.

Jm Reich hatte der Krieg eine für die Protestanten ungün­stige Wendung genommen. Tilly hatte den König Christian von Dänemark bei Lutter am Barenberg aufs Haupt geschlagen und Wallenstein dem Grafen Mansfeld den Weg nach den oester­reichischen Landen verlegt. Somit war jebe Aussicht auf aus wärtige Unterstügung hinfällig geworden. Diese Lage wurde so= fort von der Diplomatie der Wiener Hofburg ausgenügt. Der Raiser forderte von den Bauern bedingungslose Unterwerfung und Auslieferung der Führer. Diese Bedingungen wurden von der rat und hoffnungslosen, unter sich uneinigen Menge nach dreitägiger Bedentzeit angenommen.

Bezirksspartasse Gießen.

Am 30. D. Mts. fand unter dem Vorsitz des Direktors Zacheis die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der hiesigen Bezirkssparkasse statt. Die Aufsichtsbehörde war durch Oberregierungsrat Dr. Heß vom Kreisamt Gießen vertreten. Anwesend waren neben dem jast vollzählig erschienenen Auf­sichtsrat und dessen Vorsitzenden, Beigeordneten Dr. Seib, 62 Vertreter der Stadt Gießen und der Landgemeinden des Be­zirkes, die letteren waren mit 48, die Stadt Gießen mit 39 Stimmen vertreten. Nach einigen Begrüßungsworten an die erschienenen Herren Vertreter, gedachte der Vorsitzende, Direk tor Zacheis, in ehrender Weise des im Sommer ds. Js. ver storbenen langjährigen Vertreters der Gemeinde Lollar, des Beigeordneten Karl Gerlach. An Stelle des Heimgegangenen hat der Gemeinderat Lollar den Beigeordneten Georg Seipp zum Vertreter bei der Sparkasse gewählt. Der Vorsitzende er= stattete sodann den Geschäftsbericht für das Jahr 1925, der ebenso wie die Rechnung für 1925 von der Versammlung ge nehmigt wurde.

Wer sich aber an dieses Abkommen nicht fehrte, das war Maximilian von Bayern, der durch dasselbe sein Pfandrecht auf

Der Reingewinn des Geschäftsjahres 1925 beträgt 33 737,65 R.-Mt. und wird auf Beschluß der Versammlung der Rücklage überwiesen, während der Vortrag aus 1924 mit 14 036,89 R.- Mt wiederum auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Aus dem Geschäftsbericht für 1925 seien folgende Angaben hervorgehoben:

Nr. 3.

Bevölkerung des Bezirkes nach der schlimmen Kriegs- und In­flationszeit haben sich also bei der hiesigen Sparkasse voll und ganz erfüllt.

Während die Spareinlagen Ende 1924 1024 030 R.-M. betrugen, sind dieselben im Lauf des Jahres 1925 um 1 189 314 R.-Mt. gestiegen und ergeben Ende 1925 einen Bestand von 2 213 344 R.-Mt. Bemerkenswert ist hierbei, daß die Zunahme der Spareinlagen in den letzten Vorkriegsjahren 1912/13 eben­falls etwa 1000 000,- M in einem Jahre betragen hat. Die Hoffnungen auf die Wiederhebung des Sparfinnes unter der

Die Zahl der Sparbücher erfuhr eine Steigerung um2500 Stild. Neu errichtet wurden im Berichtsjahre 2976 Sparkonten, aufgelöst dagegen 476.

Oberoesterreisch bedroht sah. Unter Bruch des Waffenstillstandes ließ er sein Kriegsvolt, geführt von dem Herzog von Holstein und dem Oberst Lindler, in das Land einrüden.

Im Kontolorrent( Giro-) Verkehr betrug der Bestand Ende 1925 1436 Konten mit einem Giroeinlagenbestand von 888 290,52 Rt. Die Kontokorrentdebitorien betrugen 1 804 207,70 R- Mt., die Gesamtausleihungen( einschl. dieser Debitoren) 2 193 496 R.-M., die Guthaben bei Girozentralen und Banken 854 123 R.-M., die gesamten flüssigen( fofort greifbaren Mittel 932 000 R.-Mt. oder 33 Prozent der Gesamtverbindlichkeiten.

Und nun begann der legte Kampf. Neue Führer traten an die Spitze des betrogenen, verzweifelten Landvolkes: Berndl, Brenninger und der sogenannte Student. Wie der von Hunden umstellte Eber wehrte sich der Bauer gegen die Söldner des Bayernfürsten und noch einmal schien sich das Geschid wenden zu wollen. Die Oberösterreicher schlugen den Holsteiner bet Neukirchen, Lindler bei Brinn und errangen Erfolge bei Wels und Gmunden. Auch im Mühlviertel brach der Sturm von neu em los.

Eine starke Vermehrung der Arbeiten brachte der Spar kaffe die Berechnung der aufzuwertenden Spareinlagen, wie die Auswertung der Hypotheken und sonstigen Forderungen. Es wurden Ende 1925 rund 2200 früher eingetragen gewesene Hypotheken auf einem Goldmartwert von 4,7 Millionen Gold­mark bei der Auswertungsstelle angemeldet, umzurechnen waren 1925 und 1926 über 38 000 Stüd alte Spareinlagenkonten zweds Aufwertung.

Aber Magimilian betam infolge der auswärtigen Kriegs­verhältnisse nun gänzlich freie Hand in der oberösterreichischen Angelegenheit. Durch die Kriegsnot im Reich und in Ungarn be­brängt, forderte ihn der Kaiser zu gemeinsamen Vorgehen auf und erhielt von ihm einen hervorragenden Feldherrn in Ba penheim, dem Stiefsohn Herbersdorfs.

Auch die Bezirkssparkasse Gießen hat sich nach der fürzlich erschienenen Bekanntmachung entschlossen, an notleitende und über 65 Jahre alte frühere Sparer schon jetzt im Rahmen der verfügbaren Mittel Auswertungsbeträge alter Spareinlagen, also vor dem 1. Januar 1932, auszuzahlen.-

Einstimmige Genehmigung fand ferner durch die Ver jammlung der vorgelegte Voranschlag über die Berwaltungs tosten für 1927, welcher abschließt in Einnahme mit: 331 500 R. Mt., in Ausgabe mit 326 000 R. Mt. und mit einem Ueber­schuß von 5 500 R.-Mt. Die für die fatzungsgemäß ausscheiden­den unständigen Vorstandsmitglieder, Kaufmann August Noll in Gießen und Bürgermeister Philipp Jung in Klein- Linden, erforderliche Ergänzungswahl zum Vorstand der Sparkasse er gab einstimmige Wiederwahl der genannten seitherigen Vor­standsmitglieder. Auf ebenfalls einstimmigen Beschluß der Versammlung wurde den seitherigen Gehilfen Helmchen, Bhi lippi und Wolf die Anstellung als Beamte( Sekretäre) der Be­zirkssparkasse verliehen.

Während von Böhmen aus der kaiserliche Oberst Breuner in's Land gefallen war und die Bauern gezwungen hatte, von Freistadt, Steyr und Wels zu weichen, war von Bayern her Pap penheim mit bayrischen Truppen eingerüdt und hatte sich mit dem Holsteiner und den im Lande stehenden faiserlichen und bay­rischen Truppen vereinigt. Er besiegte die Bauern in einem blu­tigen Treffen im Emlinger Holz bei Efferding und erschlug ste zu Tausenden. Dann ereilte er die Gehegten im Baurhölzl bei Gmunden und brachte ihnen eine neue Niederlage bei. Dort ist den gefallenen Helden im Jahre 1883 ein einfacher Denkstein er richtet worden, von dem jedoch die Inschrift, weil sie an die Ur fache ihres Opfertodes erinnerte, auf Befehl der damaligen K.K. Regierung entfernt werden mußte. Noch wehrten sich die Wadern mit ihrer letzten Kraft im Buchschacherhölzl bei Böcklabruck und bei Wolfsed. Hier sand der Student seinen Tod. Bei Schöndorf tam es noch einmal zu einem Zusammenstoß. Am 23. November räumten sie auch die Schaumburg und zogen ihre Wachen von der Donau zurüd.

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Mit der Kraft der Bauern war es zu Ende, Ueberall liefen fie auseinander. Der Krieg war aus, doch furchtbar war das Rachegericht, welches nun über das arme Volt hereinbrach. Das Land wurde mit 12 000 Mann Besagung belegt, die bis zum Frühjahre in ihren Quartieren auf das entseglichste hausten, wo­

Nach Erledigung der Tagesordnung sprach der Regierungs­vertreter, Herr Oberregierungsrat Dr. Heß, der Leitung, sowie den Beamten und Angestellten der Sparkasse in anerkennenden Worten den Dank der Aufsichtsbehörde und der Versammlung aus, worauf der Vorsitzende mit Worten des Dantes und hoff­nungsvollen Ausblides auf die stetige gesunde Weiterentwid lung der Sparkasse die Versammlung schloß.

* Aufgehobene Straßensperrung. Der Verbindungsweg zwischen Weser und Schillerstraße ist wieder dem Verkehr frei gegeben, da die Bauarbeiten beendet sind.

* Berbilligung der Telephongebühren? Dem Verwal tungsrat der Deutschen Reichspost ist der Entwurf zu einer neuen Fernsprechordnung zugegangen. Da unter der Wirkung des jetzigen Tarifs die Wenigsprecher, namentlich fast alle neu hinzutretenden Teilnehmer, die Selbstkosten der Post nicht auf bringen, sollen wieder Grundgebühren eingeführt, gleichzeitig aber dieOrtsgesprächsgebühren ermäßigt werden; die Bezahlung einer bestimmten Zahl von Pflichtgesprächen wird nicht mehr beansprucht. Der Zusammentritt des Arbeitsausschusses wird sofort nach der neuen Kabinettsbildung erfolgen.

* Waffenbesiger! Die im Jahr 1926 ausgestellten Waffen. scheine haben mit dem Ablauf des 31. Dezember ihre Gültigkeit verloren. Neuanträge für das Jahr 1927 find auf den zustän digen Polizei- Revieren zu stellen.

* Der Hessische Verkehrs- Verband gibt im Juftrag des Ministeriums des Innern ein Adressbuch der hessischen Kraft­wagenbesitzer heraus, in welchem ein genaues Nummer- und Namensverzeichnis, nach Kreisen geordnet, sowie ein Verzeich nis der Tankstellen, Reparaturwerkstätten, Garagen und der

bei sich die Truppen des Holsteiners in schmählichster Weise aus zeichneten. Wer sich einen Begriff von diesen Scheußlichkeiten machen will, der lese es in dem erwähnten Buch der katholischen Schriftstellerin Handel- Mazzetti nach.

Der Kaiser aber nügte den Sieg seines Berbündeten in ber niederträchtigsten Weise aus. Ehe das Jahr noch zu Ende ge gangen war, faßen schon 100 Bauernführer im Wasserturm DON Linz gefangen, von denen 37, darunter Achaz Willinger und Vischer von Ed, grausam hingerichtet wurden, während man die übrigen zu Zwangsarbeiten im Wiener Stadtgraben vez schidte. Fadingers und Zellers Familien wurden auf ewige 3ei­ten des Landes verwiesen. Die Leichname der beiden Helden wurden auf Herbersdorfs Befehl durch den Henfer aus ihrem Grab bei Efferding gerissen und im Seebacher Moos verscharrt. Auf dieser neuen Grabstätte wurde ein Galgen errichtet. Fa dingers Hof und Zellers Gasthaus wurden dem Erdboden gleich­gemacht.

Kirchhofsruhe herrschte in dem blutgebüngten, ausgebrann­ten Land. Nachdem es auf solche Weise befriedet war, erließ der Kaiser im Juni 1627 einen Generalpardon, der aber feine Gül tigkeit für die Rädelsführer hatte. Zudem mußte die ausge sogene Bauernschaft für alle Kriegsschäden aufkommen.

Mit voller Stärke sette die Gegenreformation von neuem ein. Die Bauern wanderten in Massen nach dem Reich ab, nach­dem sie ihre Güter zu Spottpreisen an fatholisch gewordene Edel­leute hatten verkaufen müssen. In ihre Stelle rüdten katholische Schwaben und Bayern. Die Unterdrüdung ward ärger als je zuvor und stieg ins unglaubliche, nachdem 1632 ein zweiter Bau­ernaufstand unter Jakob Greimb! blutig unterbrüdt worden

war.

Rom und Haus Habsburg triumphierten. Die Leuchte des Evangeliums in den oesterreichischen Landen war verlöscht, das Deutschtum in der Ostmart auf's schwerste geschädigt und der Bauer beinahe rechtlos geworden. Die Verfolgungen um des Glaubens willen dauerten ununterbrochen fort, bis ihnen viele Jahre später Josef II. ein Ende machte. Karl Gerlach.

Durch ein Versehen wurde der Name des Verfassers in der Notiz der Schriftleitung der vorlegten Nummet falsch angege ben. Schreiber des geschichtlichen Aufsages ist Pfarrer i. R. A. Gerlach in Bob Münster( nicht Berlach). Der Berlag.