Einzelbild herunterladen

Gi

Jeht

Edarzchen

Crimeint: Gam Bezugspreis 50 Big. monat Arboftions/ chluß früh 8 Uhr- Für endang nicht verlangter Manuflri

40. Sabeg. 1.Bla Politische Sa

Set Reichstag wird sich nach pam 19. Januar vertagen.

A

Reidsminister Stresemann ist hg cingetroffen, um von den maßgebe Einblid in die Verhältnisse des isolie

Lummen.

Der Reparation sagent erf Berit, dah das Reparationsproblem bay Die Söhe der 3 ahlungen insge

*

Sas amerikanische Repräse

3. über die Fregabe- Vorla eigentum, die nach Annahme im

Den Senat weitergeht, wo sie im nächst

Dang tommt

$

Der Botschafter von Brittwi wahrscheinlich in der zweiten Woche d

adh Amerita antreten.

In der gestrigen Gigung des pi

es polemificat Ministerpräsident B

wierunag

Die oberschlesise Tarifger

and Bergbau hat am 15. Dezember

if aufgefündigt. Anträge auf

noch nicht gestellt worden.

Det litauische Ministerpr maras, iraf am Freitag Abend, a lin ein und reiste ohne Aufenthalt

Sonnabend der Jahrestag seines

*

) Br. 1 Grife 2

antwortete er: 3dh bin ein Raufmann," unb öffnete

Als le nun ane Land famen, da gelchah es, wie der

Rab

und ließ sie hineinschauen. Da rief sie: Ei, was für schönes Gold- vorher gejagt hatte, und es sprang ein prächtiger fuchsroter Gaul zeug!" ießte die Eimer nieder und betrachtete eins nach dem andern. daher. Wohlan," sprach der König, der foll mich in mein Echlo Da sprach das Mädchen: Das muß die Rönigstochter Jehen, die tragen," und wollte sich aufießen, doch der treue Johannes fam hat so große Freude an den Goldfachen, daß fie euch alles abfauft." ihm zuvor, Ichwang fich ichnell darauf, zog das Gewehr aus der Es nahm ihn bei der Hand und führte ihn hinauf, denn es war Halftern und schoß den Gaul nieder. Da riefen die andern Diener bie Rammerjungfer. Als die Rönigstochter die Ware jah, war fie des Königs, die dem treuen Johannes doch nicht gut waren, wie ganz vergnügt und sprach: Es ist so schön gearbeitet, daß ich alles schändlich, das schöne Tier zu töten, das den Rönig in sein Schloß ablaufen will." Aber der getreue Johannes iprach: 3ch bin nur tragen sollte." Aber der König fprad): Schweigt und laßt ihn der Diener von einem reichen Raufmann; was ich hier habe, ist gehen, es ist mein getreuefter Johannes, wer weiß, wozu das qui nichts gegen das, was mein Herr auf dem Echiffe stehen hat, und ift. Nun gingen fie ins Schloß und da stand im Saal eine Echüssel Das ist das Rünstlichste und Röstlichste, was je in Gold ist gearbeitet und das gemachte Brauthemb lag darin, und sah aus nicht anders, worden." Sie wollte alles herausgebracht haben, aber er iprad): als wäre es von Gold und Eilber. Der junge Rönig ging darauf Dazu gehören viele Tage, so groß ist die Menge, und so viele Eäle, zu und wollte es ergreifen, aber der treue Johannes ichob ihn weg, um es aufzustellen, daß euer Haus nicht Raum dafür hat." Da padte es mit Handschuhen an, trug es schnell ins Feuer und ließ ward ihre Neugierde und Luft immer mehr angeregt, fodaß fie end- es verbrennen. Die anderen Diener fingen wieder an zu murrent lich sagte: Führe mich hin zu dem Schiff, ich will selbst hingehen und sagten: Geht, nun verbrennt er gar des Königs Brauthemd." und deines Herrn Schäße betrachten." Aber der junge Rönig iprach: Wer weiß, wozu das gut ist, laßt ihm gehen, es ist mein getreuester Johannes., Nun ward die Hochzeit gefeiert: der Tanz hub an, und die Braut trat auch hinein, da batte der treue Johannes acht und schaute ihr ins Antlik; auf einmal erbleichte sie und fiel wie tot zur Erde. Da sprang er eilends hinzu, hob sie auf und trug fie in eine Rammer, da legte er sie nieder, fniete und sog die drei Bluttropfen aus ihrer rechten Brust und speite sie aus. Alsbald atmete sie wieder und erholte sich, aber der junge Rönigsjohn hatte es mit angesehen und wußte nicht, warum es der getreue Johannes getan haite, ward zornig darüber und rief: Werft ihn ins Gefängnis." Am andern Morgen ward der getreue Johannes verurteilt und zum Galgen geführt, und als er oben stand und gerichtet werden sollte, iprach er: Jeder, der sterben soll, dari vor seinem Ende noch einmal reden, foll ich das Recht auch haben?" Ja", antwortete der König, es soll dir vergönnt iela. Da sprach der treue Johannes:" Ich bin mit Unrecht ver­wilt und bin dir immer treu gewesen," und er erzählte, wie er auf dem Meer das Gespräch der Raben gehört, und wie er, seinen errn zu retten, das alles hätte tun müssen. Da rief der König: ber der treue Johannes war bei dem letzten Wort, das er geredet hatte, leblos herabgefallen, und war ein Štein.

B

Da führte sie der treue Johannes zu dem Echiffe hin und war ganz freudig, und der Rönig, als er fie erblidte, fab, daß ihre Echönheit noch größer war, als das Bild sie dargestellt hatte, und meinte nicht anders, als das Herz wollte ihm geripringen. Nun stieg sie in das Echiff, und der Rönig führte sie hinein; der getreue Johannes blieb zurüd bei dem Steuermann und hieß das Schiff abstoßen; spannt alle Eegel auf, daß es fliegt, wie ein Vogel in Der Luft. Viele Etunden gingen herum, während sie alles bejah. Nachdem sie das letzte betrachtet hatte, dankte sie dem Kaufmann und wollte heim, als sie aber an des Schiffes Rand fam, sah sie, daß sie fern vom Land auf hohem Meer ging und mit Dollen Segeln forteilte. Ach," rief fie erschroden, ich bin betrogen, ich bin entführt und in die Gewalt eines Raufmanns geraten; lieber wollt ich sterben!" Der Rönig aber faßte sie bei der Hand und Sprach: Ein Raufmann bin ich nicht, ich bin ein König und nicht geringer an Geburt, als bu es bist; aber daß ich dich mit i entjührt habe, das ist aus übergroßer Liebe geichehen. Das erstem als ich dein Bildnis gelehen habe, bin ich ohnmächtig zur Erde gefallen". Als die Rönigstochter vom goldenen Dache das hör, mein treuefter Johannes, Gnade! Gnade! Führt ihn herunter." word sie getröstet, und ihr Herz war ihm geneigt, so daß sie gern einwilligte, feine Gemahlin zu werden.

Es trug sich aber zu, während sie auf dem hohen Meere dahin­fuhren, daß der treue Johannes, als er vorn auf dem Schiffe loß und Musif machte, in der Luft drei Raben erblidte, die dabergeflogen fomen. Da hörte er auf zu spielen und horchte, was sie miteinander Sprachen, denn er verstand das wohl. Der eine rief Ei, da führt er die Königstochter vom goldenen Dache beim".- Ja", antwortete ber zweite, er hat sie noch nicht." Sprach der dritte: Er hat sie dod), fie sitzt bei ihm im Schiffe." Da fing der erste wieder an und rief: Was hilft ihm das! Wenn sie ans Land fommen, wird ihm ein fuchsrotes Pferd entgegenipringen: da wird er sich aufichwingen wollen, und tut er das, so sprengt es mit ihm fort und in die Luft hinein, daß er nimmermehr seine Jungfrau wieder sicht." Sprach der zweite: 3ft gar feine Rettung?" O ja, wenn ein anderer schnell aufsitzt, das Feuergewehr, das in den Halftern stecken muß, herausnimmt, und das Pferd damit totschießt, so ist der junge König gerettet. Aber wer weiß das! Und wer's weiß und sagt's ibm, der wird zu Etein von den Fußzehen bis zum Knie." Da Sprach der zweite: 3ch weiß noch mehr, wenn das Pferd auch ge­tötet wird, so behält der junge König doch nicht seine Braut: wenn fie zusammen ins Echloß fommen, so liegt dort ein gemachtes Braut. hemd in einer Echüssel und sieht aus, als wär's von Gold und Eilber gewebt, ist aber nichts als Schwefel und Vech: wenn er's antut, verbrennt es ihn bis auf Marf und Knochen." Eprach der britte: Ist da gar feine Rettung?"- O ja, antwortete der zweite; wenn einer mit Handichuhen das Hemd padt und wirst es ins Feuer, daß es verbrennt, so ist der junge König gerettet. Aber was hilff's! Wer's weiß und es ihm sagt, der wird halben Leibes Stein vom Knie bis zum Herzen." Da sprach der dritte: Ich weiß noch mehr, wird das Brauthemd auch verbrannt, lo bat Der junge König seine Braut doch noch nicht: wenn nach der Hochzeit der Tanz anhebt und die junge Königin tanzt, wird sie plötzlich erbleichen und wie tot binfallen, und hebt sie nicht einer auf und zieht aus ihrer rechten Brust drei Tropfen Blut und ipeit sie wieder aus, so stirbt sie. Aber verrät das einer, der es weiß, so wird er ganzen Leibes zu Etein vom Wirbel bis zur Fußzehe." Als die Daben das miteinander gesprochen hatten, folgen sie weiter, und der getreue Johannes batte wohl alles verstanden, aber von der Zeit an war er still und traurig; denn verschwieg er feinem Herrn, was er gehört hatte, so war diefer unglüdlich entdecte er es ihm, fo mußte er felbft fein Leben hingeben Endlich aber sprach er bei fich: Meinen Searn will ich retten, und sollt ich selbst darüber zu Brunbe gehen

Darüber trug nun der König und die Königin großes Leid, und der König iprach: Ach, was hab' ich große Treue so übel be­lohnt!" und ließ das steinerne Bild des treuen Johannes aufheben und in seine Schlaflammer neben sein Bett stellen. So oft er es anjah, weinte er und sprach: Ach, fönnt ich dich wieder lebendig machen, mein treuester Johannes." Es ging eine Zeit herum, da gebar die Königin Zwillinge, zwei Söhnlein, die wuchsen heran und waren ihre Freude. Einmal, als die Königin in der Kirche war, und die Kinder bei dem Vater laßen und spielten, sah dieser wierer das steinerne Bildnis voll Trauer an, ieufzte und rief: Ach, fönnt ich dich wieder lebendig machen, mein getreuester Johannes." Da fing der Stein an zu reden und sprach: Ja, du fannst mich wieder lebendig machen, wenn du dein Liebstes daran wenden willst." Da rief der König: Alles, was ich auf der Welt habe, will ich für dich hingeben." Sprach der Stein weiter: Wenn du mit deiner eigenen Hand deinen beiden Kindern den Kopf abhaust und mich mit ihrem Blute bestreichst, so erhalte ich das Leben wieder." Der König erichraf, als er hörte, daß er seine liebsten Rinder selbst töten sollte, doch dachte er an die große Treue, und daß der getreue Johannes für ihn gestorben war, 30g fein Echwert und bieb mit eigener Hand den Kindern den Kopf ab. Und als er mit ihrem Blute den Stein bestrichen hatte, so fehrte das Leben zurüd, und der getreue Jo­hannes stand wieder frisch und gesund vor ihm. Er sprach zum König: Deine Treue soll nicht unbelohnt bleiben," und nahm die Häupter der Kinder, setzte sie auf und bestrich die Wunde mit Blut, davon wurden sie im Augenblid wieder heil, sprangen herum und spielten fort, als wäre ihnen nichts geschehen. Nun war der König voll Freude, und als er die Königin fommen fah, verstedte er den getreuen Johannes und die beiden Kinder in einen großen Schrank. Wie sie hereintrat, sprach er zu ihr: Hast du gebetet in der Kirche?" " Ja, antwortete fie, aber ich habe beständig an den treuen Johannes gedacht, daß er so unglüdlich durch uns geworden ist." Da sprach er: Liebe Frau, wir fönnen ihm das Leben wieder geben, aber es fostet uns uniere beiden Söhnlein, die müssen wir opfern." Die Königin ward bleich und erschraf im Herzen, doch sprach sie: Wir sind's ihm schuldig wegen seiner großen Treue." Da freute er sich, daß sie dachte, wie er gedacht hatte, ging hin und schloß den Schrank auf, holte die Kinder und den treuen Johannes heraus und sprach Gott sei gelobt, er ist erlöst, und unfere Eöhnlein haben wir auch wieder", und erzählt ihr, mie fich alles zugetragen hatte, Da lebten sie zusammen in Gludseligkeit bis an ihr Ende.

-

Brüder Grimm,

Bir Y Caffe

Der Rubin. Märchen von Fr. Sebbel

Es war an einem Ichönen hellen Nachmittag, da stand Assad, ein unger Türie, der vor wenigen Tagen zum ersten Male die unermeß liche Stadt Bagdad betreten hatte und sich mit Erstaunen unter all den Wundern erging, vor der Bude des reichsten und ange ehensten Jum liers. Mit inniger Luft verfenfte er sich in das mannigfaltige glühende Reben, das in Strahlen und Farben die edlen Steine durchflammte.

.D Edelstein," rief er voll Entzüden aus, in dir ist alles Herr liche zugleich zufammengedrängt und geläutert: der flüchtige Sonnen­trahl ist gefangen und in deinen geheimnisvollen Kern eingeschloffen, bie Farbe empfängt in dir Unsterblichkeit, die reinen Elemente, Luft, Feuer und Waffer, vermählen sich in deinem Glanze. Hier steh ich an Der Grenze der Natur, hier ist das letzte, höchste Produkt der ichaffenden Rräfte. Weiter schauernd fühlt es der Geist- fann die Unendlich Zeit selbst nicht.

-

Der Juwelier, ein gutmütiger Mann, der für seine Kunst einge nommen war, stand gerade in der Tür und empiand ein großes Ber­gnügen über die begeisterten Worte, die aus dem Munde des Jünglings hervorgingen. Er trat lächelnd zu ihm heran, öffnete den Rasten, erariff seine Hand und fedte ihm einen schönen Ring an den Finger. lisad bemerkte es faum, ieinen Blid fesselte mit magischer Gewalt ein 9.ubin don feltener Größe, auf den die Eonne, die eben aus einer perichleierten Wolfe hervortrat, ihren vollen Schein warf. Er drüdte unwillkürlich leine Hand gegen das Herz und tat zum Erstaunen des Ruweliers einen tiefen Seufzer, dann streifte er den ihm angestedten Ring mit dem Ausdrud ionderbaren Widerwillens wieder ab und re, auf den Rubin zeigend, leidenichaftlich aus: Behaltet das elende ng und gebt mir den!" Kopfschüttelnd erwiderte der Juwelier: Der Stein ist mir um Hunderte nicht feil!"" Ich muß ihn aber ben!" verjetzte der Jüngling wie im Wahnsinn, ergriff den Rubin und stürzte flammenden iges fort.

Der Juwelier erhob en großes Geichrei, rannte Assad nach und Jobalt ihn einen Dieb, ja, du dies nicht zu helfen ichien, einen Räuber and Mörder. Alsbald entstand ein Auflauf auf der Straße, der Jüng­Ting wurde ergriffen und mit Ungestüm vor den Radi geichleppt.

" Herr," begann der Juwelier voll 3orn, io jung dieier Menich zu sein scheint, und so viel Einnehmendes in seiner Gestalt liegt, so ist er doch ein frecher, undankbarer Böiewicht. Jch iah ihn vor meiner Rude stehen und ergökte mich, als ich ihn über die dort ausgebreiteten Echätze mit lauter Etimme, wie ein Rind, feine Verwunderung aus. braden hörte. Von Wohlwollen übermannt, dachte ich: Du iollst einmal billiger faufen als ein anderer, nahi einen tostbaren Ring aus dem Rasten und stedte ihm diesen an. Ich erwartete, er würde, So plöglich beichenft, große Augen machen und nicht wissen, wie er fich gebärden iollte. Statt dessen nahm er faum Notiz von meiner Freundlichkeit, 30g den Ring wieder ab, wari ihn mir verächtlich hin und verlangte in einem io gebieterichen Tone, als ob er, wenn es ihm beliebte, auch wohl meinen Ropf fordern dürfte, den wundervollsten Rubin, der je in meine Hände geraten ist. Als ich ihm beicheiden.be merkte, daß ein iolcher Stein mehr Wert habe, als er denfe, erflärte er geradezu, er müsse ihn haben, nahm auch, mit der befannten Ab. meigung der Straßenräuber gegen Formalitäten, ioaleich von meinem Eigentum Besitz und begab sich auf die Flucht. Ich folgte ihm; wie es mir bei der Last meines Vauches und in einer der Verdauung heiligen Stunde möglich war, ihn wieder einzuholen, begreife ich ielbst nicht, die Angst muß dem Menichen übernatürliche Arajte verleihen".

Der Kadi, ein langer, hagerer Mann, mit einem todernsten Gesicht, war einmal ielbst bestohlen worden, und prach ieitdem genen Diebe nur noch Todesurteile aus. Er fragte Assad freundlich, ob er das ibm angeichuldete Vergehen leugne. Wie fönnt' ich!" gab der Jüng. ling finster zur Antwort. Es wäre auch gleichgültig," perichte der Radi mit jenem, dem Teufel abgeborotem Lächeln, womit Gerichts. perionen in allen Ländern der zerquetichten Menschheit in einem Un glücklichen io gern den Gnadenstoß geben, man führe ihn vor die Stadt hinaus und tue, was Rechtens." Jedoch nicht ohne vorgängige nach brüdliche Bastonade!" letzte er hinzu und griff nach der Pfeise, die ein Gflave ihm darbot.

Assad wurde abgeführt. Auf der Straße wandte er sich an den Juwelier, der in seiner Entrüstung noch gar nicht daran gedacht hatte, fich den Rubin zurüdgeben zu laffen, und fagte zu ihm: Herr, idy bitte Euch um einen letzten Gefallen. Laßt mir den Stein bis zum Tode. Begleitet mich hinaus bis vor das Tor, daß ich ihn dort noch einmal an chaue und in Eure Hände überliefere. Nicht wahr, 3hr werdet es mir nicht abschlagen? Es ist ja nur noch furze Zeit." Jn dem Juwelier erwachte Mitleid, ihn danerte der ichöne, gefaßte Jüng lina, der jetzt noch in voller Kraft und Glut vor ihm stand. Bielleicht hätte er nun den Rubin gerne daran geicht, um ihn zu retten. Doch Dies war bei der Gemütsart des Radi unmöglich. er mußte fich alio darauf beschränken, dem Scheidenden jeine letzte Bitte zu bewilliam.

Angelangt vor dem Tor 30g ab den Rubin, den er bis dahin auf leinem Herzen bewahrt hatte, hervor, hielt ihn gegen die Sonne, in deren Flen er blitte, wie das Auge eines Menichen, drüdte ihn wehmütig an den Mund und machte Anstalt, ihn dem Juwelier zurückzugeben. Bevor er aber dies noch auszuführen vermochte, trat ein Greis von jehr würdigem Ausiehen, dem alles Rolf willig Play machte, auf ihn zu, maß ihn mit einem trengen Blid und iagte: Assad, du bist ein Dieb?" Glühendes Rot überströmte die Wangen des Jünglings, aber fest und unverwirrt idhaute er zu dem Greise auf and antwortete: 3a, und, wie du gleich iehen wirst, ich leide den Tod dafür!" Jst dir dein Diebstahl nicht leid?" fragte der Greis. Nein," perlegte Affad ichnell und beft mmt, ich weiß nicht, was mich an dieien Stein fettet, aber es mag gut iein, daß ich sterben muß, denn ich fühl's, ehe ich ihn in den Händen eines anderen ließe, fonnt' ich mich mit Raub und Word beileden, obgleich meine Seele vor einem Mord zurüdichaudert, wie vor dem eigenen Tode." Ei, wunderbar!" entgegnete der Greis, gib mir doch deine Hand!" Affad reichte ihm die Hand.

Plötzlich befand er sich auf einer unbekannten Landstraße. Der Greis stand neben ihm. Mehr verwundert und überraidht als erfreut, ichaute der Jüngling ieinen Retter mit fragendem Blid an. Du bst jetzt über hundert Stunden von Bagdad entfernt," begann der Greis, der feinen Blid wohl verstanden hatte, und sie fönnen dort, wenn sie wollen, ein Lamm strangulieren, das ich zum Zeichen deiner Un jchuld an deiner Stelle zurüdgelassen habe. Glaube jedoch nicht, daß ich dich gerettet haben würde, wenn Leichtsinn oder schnöde Habucht dich zum Rauben fremden Eigentums verleitet hätten. Mir stehen große Kräfte zu Gebote, aber ich m.ßbrauche sie nie, wie io manche( e noffen meiner Gewalt. Die Natur hat jene Macht, die den gewöhn lichen Lauf der Dinge aufhalten und verändern fann, vertrauensvoll in uniere Hände gelegt, damit wir in einem außerordentlichen Falle, wenn die allgemeine Regel, das einfache Ge, nicht ausreicht, zu Hilfe tommen mögen. So ein Fall ist der deinige, denn der Rubin, den du dort in der Hand hältst, ist das Grab einer wunderschönen ver zauberten Prinzeifin. Aus ihrem Blut hat er das dunfle, wunderbare Rot in sich gelogen, in das er getaucht ist. Das Feuer ihres Auces iprüht dir entgegen aus den blitzenden Strahlen, die er io veridhwende­rich per endet. 3hr ichlummerndes Leben chauerte dich an, als du den Stein im Sonnenichein glänzen' ahest. Da wurde deine Seele bis in die innersten Tiefen mit iüßer Ahnung getränkt, und deine Hand mußte vollbringen, was Herz und Sinn geboten".

Kann die Prinzessin durch mich erlöst werden?" fragte Affad tiefaujatmend.

Das weiß nur sie selbst!" Derießte der Greis, und du kannst, wenn du willst, sie einmal ieben und mit ihr reden. Sobald du um Mitternacht alle deine Gedanken in den einzigen an fie zuiammen drängst und auf den Rubin drei Küsse drücst. io meicht der Zauber auf einen Augenbid, und sie tritt in boller Glorie der Echönheit aus ihrem steinernen Gefängnis hervor. Aber wage nicht dein Glück und deinen Frieden an einen ungewiffen Woment mit dem Damon st ichwer zu fämpfen, dich aber würde die berrlichste der Jungfrauen mit unwiderstehlicher Gewalt in deinem ticiften Sein gefangen nebrien, und wenn es dir dann nicht gelänge, ihren Bann zu brechen, io wäreft du elend auf ewig. Und nun leb wohl, fein Sterblicher fieht mich zum zweitenmal!"

Der Greis war verichwunden, io wie er ausgeredet hatte, Affad bemerkte es faum, denn jede ieiner Empfindungen, jeder ieiner Ge danken war an das Wunder, das er in ieiner Hand hielt, gebunden. Wie freute er sich, daß die Sonne sich ichon zum Untercana neiate, daß die Schatten sich verlängerten; wie ehnte er sich nach der Mitternacht, die er ionst, als unheimliche Freistunde der Toten und Geipensler, ae idheut, vor der er sich ängstlich in die ichüßenden Arme des frommen Schlafes hinein geflüchtet hatte. Die Mitternacht er chien ihm jetzt wie ein Gefäß. aus dem ieinen dürftenden Lippen der holtefte Inbe griff alles Lebens engegen dhäumte. Daß sie über die ganze übrige Welt Anost, Grauen und Entießen ausaoß, gab ihr für ihn eben nody einen letzten ichauerlich zauberichen Reiz.

Unterdes eilte er, da es ichon dunkel wurde, raftlos fort, un noch vor völligem Einbruch der Finsternis die Stadt, die er in nicht gat weiter Ferne vor fich lienen iah, zu erreichen. Dies gelang ihm, auch war das Glid ibm aünstig, daß er bald bei einer alten Fran ein Unter fommen für die Nacht fand. Er 30a fich fooleich, aroße Mildinfe1 pot chüßend, in das ihm beft mmte Echlafgemach zurüd, leate dia Rubin vor sich auf den ich und zählte nun bei brennender Lamp und ver hängten Fenstern die Minuten, die lanaiam, lanaiam, als wollte jebe ihm den Inhalt der Ewiofeit vorrechnen, poriberfrohen Endlich war es zwölf Mit unäalicher Jnbrunst drüdte er jetzt den Rubin an jeinen Mund und füßte ihn dreimal

Der Internationale G in feiner geftrigen öffentlichen Lebergriffe im Chorzow- Streit

bestätigt.

&

Die Abneigung weiter Kre Staatsfire fand in der gef neue englische Gebetbuch im Unt Regierungsantrag wurde mit 247 lehnt.

12

Blond George ist wicbert beralen Barlamentsfrat menisleftion gewählt worden.

Schiedsspruch in de

Unsere Soffnung, daß es in d nicht zu den angefündigten umfan werde, erfüllt sich. Am letzten lichung der Kündigungen ist in gefällt worden, der geeignet ist, t beutschen Eisenindustrie auf ge

Schiedsspruch bedeutet eine erheb geber, immerhin darf man wohl et von beiden beteiligten Seiten auf jeden Fall besser, als wenn minifter für verbindlich erklärt w bes Schiedspruches unterrichtet Düsseldorf. Der am Donners bie Eilenindustrie zerfällt in zwe der Arbeitszeit in allen Einzelhei einen Werfen individuell regelt. bie Arbeitszeit ist ein ausführlich

Bon dem Reichsarbeitsminister in elenindustrie festgelegten Richtli de Durchführung der Verordnu in der Verordnung vorgefel unter hilfenahme der alten Bu Beirantung der Sonntagsruhe finden. Die Ausnahmen find dur Hebergangsbetimmungen festgele bie Ueberarbell gilt die am 11. fene Regelung. Der Zuschlag erhi

1. Januar 1028 auf 25 Prozent.

com 1. Januar 1928 bis zum 1.

eb eritmalig mit einmonatiger Fr

Die Erflärungsfrist läuft bis zum

Der zweite Schiedssprud regel Grundjage find folgende: Es wir Brozent feltgesetzt. Ferner ein Lof um 50 Prozent; ein Lohnausgleid beiten um 60 Prozent. Die Daue