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Da war es, als ob sich der Edelstein in feiner Sand in felfen, gefärbten Duft aufloderte, der zu einer morgenrolen Wolfe, die das ganze Zimmer erfüllte, anidywoll. Aus der Wolfe schimmerte eine weibliche Gestalt hervor, anfangs blaß und in einem ichwachen Umriß faum erkennbar, aber schnell aufblühend zu friichem, glühendem Dajein. Die holde Jungfrau, in ein blaues Gewand gekleidet, das Haupt in findlicher Anmut ein wenig vorwärts neigend, warf einen schüchternen Blid auf ihre Umgebung und rief: Wo bin ich?" Gleich darauf aber heftete sie, wie in trostloser Verzweiflung, ihr Auge starr und tränenlos auf Assad, vor dem es eben noch mädchenhaft icheu zurück gebebt war, und, als erbrüdte bie erst jetzt erwachte Erinnerung an holte sie einen Seufzer, in dem mehr als menschlicher Schmerz sich fund ihren Zustand, wie ein Leichenstein, jedwede ihrer Lebensregungen, zu tun schien, aus tiefster Brust.

Dieser Seufzer schnitt Assad in Mart und Bein, die Jünglings blödigkeit mit der er sich bisher in ehrerbietiger Entfernung hielt, der schwand, männlich fest und die Hand an seinen Dold) legend, trat er vor, verneigte sich und sprach: Edle Fürstin, wenn Eure Erlösung bie ichwachen Kräfte eines Menschen nicht übersteigt, so vergönnt mit, daß ich Euch mein Blut und Leben weihen darf."

Wie gern tu ich das," gab sie hastig zur Antwort, aber 3hr werbet, wie standhaft auch Euer Entschluß jel, das Werk nimmer voll bringen, nicht weil es zu schwer ist, sondern weil es zu leicht ist!*

Sabe ich recht gehört?" sagte Assad mit höchster Berwunderung. Jch begreife Eure Frage," verießte fie, 3hr fonnt Euch nicht vorstellen, daß die Leichtigkeit meiner Entzauberung fie unmöglich macht, und dennoch ist es jo. Der boshafte und verschmigteste aller Zauberer hat mich, die Tochter eines mächtigen Sultans, in einen Rubin gebannt, mich im Garten überraidhend, weil mein Vater ihm die Bitte um drei Tropfen meines Blutes, deren er zu irgend einem schnöden Zwed bedurfte, zornig abfchlug. Durch den jedesmaligen Be figer des Steines fann der Zauber gebrochen werden; damit ich aber niemals des schönen Lebens mich erfreuen möge, hat er die Ent zauberung an ein Mittel gelnüpft, auf das, weil es einem jeben an jedem Ort und zu jeder Stunde zu Gebote steht, eben darum feiner verfallen wird, und das ich, obgleich er mich, um meine Qual poll. Tommen zu machen, damit bekannt gemacht hat, als bas teuerste Ge heimnis bei mir bewahren muß, wenn ich nicht für ewig begraben jein will. Ach, wie fröstelt's mich! War's denn länger als eine Minute, daß ich der Freiheit genoß? Gib mir einen Becher Wein, schöner Jüngling, denn mich dürftet, aber schnell!"

aus dem Munde einer Sterbenden zu kommen schien, die vom Leben Vor feltsamer Rührung von dieler Bitte ergriffen, welche ihm noch einen letzten Genuß verlangt, um das Leben dadurch noch um einen letzten Augenblid zu betrügen, reichte ihr Assad mit abgewandtem Aufgeregtheit ungetrunken gelassen hatte. Freundlich frank sie den Gesicht den Wein, den feine Wirtin ihm gebracht und den er in seiner Wein, gleich darauf war sie von der Wolfe umfloffen. Mit einem glühenden Blick auf Assad, in dem sie, wie ein verlöichendes Licht, Doch leben!" Dunfler wurde die Wolfe und ringelte sich dichter und noch einmal aufzuflammen idien, rief fie aus: Gott, ich möchte dichter um sie herum. Assad sah mit herzzerichneidendem Schmerz, wie die Formen fichtlich ineinander schmolzen und zerrannen, noch immer glaubte er, ihr wie in stummen Flehen auf ihn gerichtetes Auge in Dem Rebelknäuel unterscheiden zu können, der sie einschlang, doch balb bemerkte er feinen Irrtum; was er für ihr Auge hielt, war nichts anderes als der Rubin, der ichon wieder, matt von dem letzten Ge lag. flader der nach Del schmachtenden Lampe beschienen, auf dem Tisch Ihr Leib, ihre Seele, ol" feufzte Affad und starrte den Edelstein an, die Lampe erloidh, wie ein wirkliches Wesen drängte sich die kalte, Taut und lichtlose Nacht an seine Brust.

Ein Jahr war verflossen. Es war ein ichöner Morgen. Assad hatte sich aus der großen, geräuschvollen Stadt geflüchtet; still und großen Flusses, dem die Stabt ihr reges Leben, ihre Macht und ihren bleidh iaß er auf einer Bank, die weit vor dem Tor am Ufer des Reichtum danft, an einem einiamen Platze stand; in leiner Hand hielt er, ihn nach seiner Gewohnheit in stummer Berzweiflung betrachtend, den Rubin. Das ist ein herrlicher Stein!" ericholl es auf einmal hinter ihmt. Er sah ich um und erblidte einen ältlichen Mann don hoher, gebietender Gestalt mit edlen Zügen, in denen sich ein fiefer, aber ins Innerste zurückgedrängter Lebensichmerz auszudrüden schien. Ja, ein herrlicher Stein!" wiederholte Assad düster und verbarg mit den Gefühlen eines Eiferiüchtigen den Rubin wieder auf lelner Es soll Edelsteine geben, die den Menschen sanft und mild madjen, Brust Junger Mann," sagte der Alte, dielen Stein fauf 6 bir ab.

andere, ble ihm liebliche Träume bringen. Als ich den Selmigen er blidte, bejchlich mid) wunderbare Wehmut, und das Bild einer Dr lorenen Tochter ging mir, als ob sie mir neu geboren würde, in bea Seele auf. Ueberlaß mir den Stein und bestimme selbst den Preis!

Affad schüttelte, ohne auszusehen, den Kopf und erwiderte falt und bitter: Und wenn du mir ein Königreich zu Füßen legteft, so würde ich den Stein nicht dafür geben. Ich laß ihn nur mit dem Tod, und auch dann nicht, denn selbst ins Grab nehme ich ihn mit hinunter."

Sllav," rief der Alte ergrimmt, du gibst den Stein, oder ich nehme den Kopf dazul" Er richtete sich bei diesen Worten von der Lehne der Bant, über die er sich mit halbem Leibe hingebeugt hatte, auf und wars, brennend vor 3orn, auf Assad einen durchbohrenden Blid. Affad antwortete nichts, aber er erhob sich ebenfalls, und lächelte still vor sich hin, wie in verachtendem Hohne. Der Alte, freide weiß geworden, wandte sich um und winkte mit der Hand eine stattlich gefleibete Schar Bewaffneter heran. 3eigt dem Sunde da," rief er ihnen entgegen und deutete mit einer heftigen Bewegung auf Assad, wie der Sultan mit denen verfährt, die ihm troßen".

sad zog feinen Dolch, doch sein Widerstand war fruchtlos, er lab sich alsbald von der Menge umringt und war nahe daran, über­wältigt zu werden. Da fiel sein Blid auf den Sultan, der ihn scharf beobachtete, ein spöttisches Lächeln überflog sein Gesicht, er zog dr Rubin hervor, nidte. dem Sultan zu und warf, bevor auch jem daran denken konnte, ihn zu hindern, den Stein weit von sich in den Fluß. Durchstößt ihn!" rief der Sultan und riß, zitternd vor Wut, Jetr Schwert aus der Scheide. 3h tu's selbstt jagte sad und zute den Dolch gegen die eigene Brust.

Da ertönte auf einmal ein leises Ach, es war nur ein Laut, aber ein Laut, der in Assad das innerste Leben noch im Angesichte des Todes zur ungestümen Flamme auftrieb, er ließ den erhobenen Arm sinken und stand, wie in ein Wunder verloren, regungsios.

O Fatime, Tochter, so sehe ich dich endlich wieder?" rief der Sultan aus und tat einen Schritt vorwärts, hielt dann aber plötzlich an, als ob er fürchtete, bie teure Erscheinung möchte ich in Richts auf Ijen, sobald er sie zu fassen versuchte.

Allah iet gelobt!" jauchzten die erstaunten Trabanten und war fen sich, ihr Angesicht verhüllend, zu Boden. Batet, führe mich zu meiner Mutter!" rief die füße Stimme, die Aad in jener Mitterna pernahm, und leidenschaftlich ängstlich umschlang die Jungfrau de alten Mann, Schmerz und Freude vermischten sich in Assads Brust, er jeufzte faut auf, da trat die Prinzessin zu ihm heran, faßte errötens seine Hand und fagte, indem sie ihn zu ihrem Vater führte: Hier ist mein Retter! Der Sultan blieb eine Weile Stunum und ernst. dann sprach er zu Assad: Ich wollte dich töten! Ja," erwiderte Assad, aber noch leb' ich)." Und du sollst leben bis ans Ende deiner Tage," verichte der Sultan mit erhöhter Stimme, und wenn du mein Reich fordert, so will ich dir's zu Füßen legen und mir nichts ausbedingen als einen Turban, ein Schwert und ein Grab!"

Ich habe nichts zu fordern!" entgegnete Assad düster und dumpf. Dann fuhr er, sich zu der Prinzeifin wendend, langsam und gemeffer fort, wie einer, der über sich selbst ein Todesurteil ausipricht: Ich hätte gern den letzten Tropfen meines Blutes periprißt, aber es war mir nicht vergönnt, ich fonnte dich nicht erlöien, ich fonnte dich bloß be­flagen, und das fonnte jedermann. Und heute heute war ich iogat nicht würdig genug, den Stein, der dein holdes Selbst umichloß, in die schlammige Tiefe hinabzuschleudern, als der Mann, der, wie ich jetzt sehe, dein Bater ist und in dem gewiß nur eine ahnungsvolle Schn sucht den Wunsch nach seinem Besitze so heftig entzündete, ihn von mis verlangte. D, ich Deradhte mich selbst, und du mußt mich auch ver­achten!"

Du tuft dir unrecht", sagte Fatime, denn dadurch, daß du den Rubin, den du bisher, wie alle früheren Besitzer, nur zu starrsinnig festgehalten hatteft, freiwillig und aus eigenem Antriebe von dir warfst, ward meine Entzauberung vollbracht; dies war ja eben die schlimme Bedingung, die biefelbe, obgleich ein jeder an jedem Ort und zu jeder Stunde erfüllen fonnte, ungewiffer machte wie ein Kampf mit Ungeheuern und Drachen."

Assad.

So ward ich denn glüdlich, weil ich erbärmlich war!" verjetzte

Fatime schaute ihn zugleich bittend und fragend an, denn sie ver stand ihn nicht mehr; der Sultan trat hinzu und iagte: Du bist von nun an mein Sohn; tritt nicht zurüd, ein Mann muß sich nicht schämen, das von dem Zufall als Geichent anzunehmen was er, wenn's nötig wäre, dem Schidial abtrogen würde durch Kraft Beharrlichkeit Jest aber begleitet mich in meinen Balaft; es ist nicht Mutter. recht, daß wir uns jo lange allein freuten; Fatime hat noch eine

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Eltern- und Schüler- Zeitung

Druck und Verlag von Albin Klein& Co., Dießen, Südanlage 21.

Das Märchen.

Als den Menschen ihr Schidfal zugemessen wurde in spielen. den Schalen der Schicksalswage, da legte die ewige Macht Not und Bein, Sorge und Plage, Arbeit und Mühe, Pestilenz und teure Zeit in die eine Schale, weil sie wußte, daß die Menschen ohne sie lahm und dumps würden und alles Leben zum Stillstand fame. In die andere Schale aber legte die ewige Macht einige blinkenbe Gold förner. Jhrer eines, neben der Poesie, der Kunst, der Freude, war das Märchen. Und die Schalen begannen zu spielen, und die ewige Macht lächelte und sprach: nun habe ich das Menschenleben erfunden, und so ist's recht, so muß es sein Sonnenschein und Regent So ist das Märchen zu den Menschen gefommen, als ein Geschenk des Himmels.

Es schenkt das Gold, das die Menschen sonst meidet. Es öffnet die Türen, die verschlossen sind.

Es versetzt die Berge, die im Wege stehen.

Nr.

Es hebt die Gerechtigkeit, die auf Erden feinen Platz findet, auf ihren schimmernden Thron.

Es gießt die tiefste Weisheit in blinkende, saßliche Formen, und die Treue findet ihre Statt.

Wunder blühen auf wie die Rosen im Sommer und die Retten des Tages fallen herunter wie Zunder. Die arme gebundene Erde mündet in den Himmel hinein und der Geist ergeht sich hemmungslos in den Fluren der Unendlichkeit.

Der treue Johannes.

Es war einmal ein alter Rönig, der war frant und dachte: Es wird wohl das Totenbett sein, auf dem ich liege." Da sprach er: Laßt mir den getreuen Johannes tommen. Der getreue Johannes war jein liebster Diener, und hieß so, weil er ihm sein Leben lang treu gewesen war. Als er nun vor das Bett fam, sprach der König zu ihm: Getreuester Johannes, ich fühle, daß mein Ende heran naht, und da habe ich feine andere Gorge, als um meinen Sohn: er ist noch in jungen Jahren, wo er sich nicht immer zu raten weiß, und wenn du mir nicht versprichst. ihn zu unterrichten in allem, was er wissen muß, und sein Pflegepater zu fein, fo fann ich meine Augen nicht in Ruhe schließen." Da antwortete der getreue 3o. hannes: Ich will ihn nicht verlassen, und will ihm mit Treue dienen, wenn's auch mein Leben foftet."

Da fagte der alte König: So sterb' ich getrost in Frieden." Und sprach dann weiter: Rad) meinem Tode sollst du ihm das ganze Schloß zeigen, alle Rammern, Eäle und Gewölbe, und alle Schätze, die darin liegen: aber die letzte Rammer in dem langen Gange sollst du ihm nicht zeigen, worin das Bild der Königstochter Dom goldenen Dache verborgen steht. Wenn er das Bild erblidt, wird er eine heftige Liebe zu ihr empfinden und wird in Ohnmacht niederfallen und ihretwegen in große Gefahren geraten; davor sollst du ihn hüten." Und als der treue Johannes nochmals dem alten König die Hand darauf gegeben hatte, warb dieser still, legte sein Haupt auf die Rissen und starb.

Als der alte König zu Grabe getragen war, da erzählte der treue Johannes dem jungen König, was er seinem Vater auf dem Sterbelager versprochen hatte, und sagte: Das will id) gewißlich halten, und will dir treu sein, wie ich ihm gewesen bin, und sollte es mir mein Leben fosten." Die Trauer ging vorüber, da sprady der treue Johannes zu ihm: Es ist nun 3eit, daß du dein Erbe fichft: ich will dir dein väterliches Schloß zeigen". Da führt er ihn überall herum, auf und ab, und ließ ihn alle die Reichtümer und prächtigen Rammern sehen: nur die eine Rammer öffnete er nicht, worin das gefährliche Bild stand. Das Bild war aber so gestellt, daß, wenn die Türe aufging, man gerade darauf jah, und war so herrlich gemacht, daß man meinte, es leibte und lebte, und es gäbe nichts Lieblicheres und Schöneres auf der ganzen Welt. Der junge Rönig aber merkte wohl, daß der getreue Johannes immer an einer Tür vorüberging und sprach: Warum schließest du mir diese niemals auf?" Es ist etwas darin," antwortete er, por dem du erschricht." Aber der Rönig antwortete: 3ch habe das ganze Schloß gefehen, so will ich auch wissen, was darin ist," ging und wollte die Türe mit Gewalt öffnen. Da hielt ihn der getreue Johannes zurüd und fagte: 3ch habe es deinem Vater vor seinem Lobe versprochen, daß bu nicht iehen follit, was in der Rammer steht: es fonnte dir und mir zum großen Unglüd ausschlagen." A nein," antwortete der junge König, wenn ich nicht hinein.

Hans Reghing.

tomme, so it's mein sicheres Verderben; ich würde Tag und Nacht feine Ruhe haben, bis idy's mit meinen Augen gesehen hätte. Suit gehe ich nicht von der Stelle, bis du aufgeschlossen haft."

Da sah der getreue Johannes, daß es nicht mehr zu ändern war, und suchte mit schwerem Herzen und mit vielem Seufzen aus dem großen Bund den Schlüssel heraus. Als er die Türe geöffnet hatte, trat er zuerst hinein und dachte, er wolle das Bildnis be deden, daß der König vor ihm nicht jähe; aber was half bas? Der Rönig stellte sich auf die Fußipigen und fah ihm über die Schulter. Und als er das Bild der Jungfrau erblidte, das so herrlich war und von Gold und Edelsteinen glänzte, da fiel er ohmmächtig zur Erde nieber. Der getreue Johannes hob ihn auf, trug ihn in icin Betf und dachte voll Gorgen: Das Unglüd ist gefchehen, Herr Gott, was will daraus werden!" Dann stärfte er ihn mit Wein, bis er wieder zu sich selbst fam. Das erste Wort, das er sprad), war: Adh wer ist das schöne Bild?" Das ist die Rönigstochter vom gol denen Dache," antwortete der treue Johannes. Da sprad) ber Rönig weiter: Meine Liebe zu ihr ist groß, wenn alle Blätter an den Bäumen 3ungen wären, sie fonnten's nicht ausfagen; mein Leben setze ich daran, baß id fie erlange. Du bist mein getreuefter Johannes, du mußt mir beiftehen."

Der treue Diener befann sich lange, wie bie Sadje anzufangen wäre, denn es hielt schwer, nur vor das Angefidit der Rönigstochter zu kommen. Endlich hatte er ein Mittel ausgebadht unb iprad) zur dem König: Alles, was fie um hat, ist von Gold, Tile, Stühle, Schüsseln, Becher, Näpfe und alles Sausgerät: in beinem Schake liegen fünf Tonnen Goldes, laß eine von den Goldschmieden bes Reiches verarbeiten zu allerhand Gefäßen und Gerätschaften, zu aller hand Vögeln Gewild und wunderbaren Tieren, bas wird ihr ge fallen, w wollen damit hinfahren und unser Glüd versuchen." Der Rönig hiel, alle Goldschmiede herbeiholen, die mußten Tag unb Racht arbeiten, bis ent ble herrlichsten Dinge fertig waren. Als alles auf ein Schiff gelaben war, 30g ber getreue Johannes Rauf mannsfleiber an, und der Rönig mußte ein gleidhjes tun, um fidy ganz unerfenntlich zu machen. Dann fubren sie über bas Meer, und fuhren so lange, bis sie zur Stadt famen, worin die Rönigs tochter vom goldenen Dache wohnte.

Der treue Johannes hieß den Rönig auf dem Schiffe zurüc bleiben und auf ihn warten. Bielleicht," sprach er, bring ich bie Rönigstochter mit, barum sorgt, daß alles in Ordnung ist; laßt bie Goldgefäße auf ellen und das ganze Schiff ausichmüden. Darauf fuchte er in seis Schürzchen allerlei von ben Goldfachen zusammen, stieg ans Land und ging gerabe nach bem föniglichen Schloß. Alr er in den Schloßbof fam, stand ba beim Brunnen ein jchönes Mäd chen, das hatte zwei goldene Eimer in der Hand und schöpfte damit. Und als es bas blinkende Waffer forttragen wollte und sich um drehte, sah es ben fremden Mann und fragte, wer er wäre? Da