Nr. 37.
Nr. 7 Sonnabend, den 10. September 1927.
Wohnungszwangswirtschaft
fratische, Volkswacht für Schlesien" in Bres
cer Ausgabe vom 25. Juli ds. Js..
gegen 5563,9 Millionen R.- Marf eingegangen. Die steuerliche Belastung pro Kopf der Bevölkerung betrug durch diese Steuern im Jahre 1913 37,05 Mart und im Jahre 1925 89,15 R..M jährlich, jodaß eine Steigerung auf das 2% fache zu verzeichnen Die Verkehrssteuern( Umsatzsteuer, Grunderwerbs. und
springt aus dem Fenster. Eine große Gift.
Donnerstag nachmittag in einem Hause de Wertzuwachssteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer, Vermö örlitz. Die Hausbewohner gingen wegen Migenssteuer, Beförderungs- und Kraftfahrzeugsteuer sowie sonjen gegen den Hauswirt vor. Als die Ri ftige Verkehrssteuern) erbrachten im Jahre 1913 den Betrag aus dem Fenster des 1. Stodwertes auf di R.- Mart, d. h. pro Kopf der Bevölkerung 8,68 Mart im Jahre
Hauswirt aus seiner Wohnung herauszu
trug er nur leichtere Berlegungen davon
Solizei stellte die Ordnung wieder her."
ter Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe von
igkeiten erschossen. Im Verlaufe von Miet
Don 501,9 Millionen Mart, dagegen 1925 2 335,6 Millionen
1913 und 37,43 R.- Mart im Jahre 1925. Die Zunahme der Steuerlichen Belastung auf diesem Gebiet ist besonders groß. Die Steuern find auf das 4% fache gewachsen. Die dritte Steuergruppe, Verbrauchs und Aufwandssteuern sowie Zölle zeigten 1913 eine Einnahme von 1 415,2 Millionen Mart, 1925 eine
,, Gießener Zeitung"
Alles in allem betrachtet ergibt die Reichsfinanzstatistik ein flares Bild, wie start die steuerlichen Lasten heute unsere deutsche Wirtschaft bebrüden, man fann beinahe sagen erdrüden. Es darf mit Fug und Recht als zweifelhaft angesehen werden, daß die deutsche Wirtschaft auf die Dauer derartige Belastungen tragen fann, wenn sie überhaupt existenzfähig bleiben soll, namentlich wenn man bedenkt, daß zu den steuerlichen Abgaben noch die mindestens ebenso gesteigerten sozialen Lasten der Nach friegszeit hinzutreten. Es wird aus den angeführten Tatsachen aber auch verständlich, daß die Preise für unsere gesamte Lebenshaltung in Deutschland durch solche Vorbelastung der deut schen Wirtschaft gegenüber der Friedenszeit beträchtlich steigen mußten und man darf sich nur darüber wundern, daß diese Steigerung nicht noch größere Formen angenommen hat. Die in manchen Kreisen bestehende falsche Auffassung von den soge nannten ungeheuren Unternehmergewinnen, fann nicht besser in das Reich der Fabel verwiesen werden, als durch diese darf, weil sie zur Klarstellung der wirtschaftlichen Zustände wesentlich beiträgt.
efter nachmittag ein 29jähriger Schuhmah solche von 2 201,3 Millionen R.- Mart oder pro Kopf der Behrigen Handelsmann Karl Fischer erjoe volterung gerechnet 24,48 Mart im Jahre 1913, im Jahre 1925 aftet. Ueber den Vorfall erfahren wir fe dagegen 35,27 R. Mart. Somit ist hier die Belastung nicht so Reichsfinanzstatistit, die aus diesem Grunde begrüßt werden -Untermieter mit in der Wohnung des San Jagt man die gesamte steuerliche Belastung einschließlich Zöl Der Schuhmacher, der verheiratet ist, weh starf gestiegen. Sie beträgt 1925 das 1½fache gegenüber 1913.
Verhältnis zwischen den beiden Familie len zusammen, so stehen den Einnahmen von 1913 in Höhe Vereinfachte Einreichung der Belege über den SteuerDaß es zu feinerlei Reibungen fam. Epäte von 4058,5 Millionen Mart im Jahre 1925 solche von 10 100,8 oft Zusammenstöße und es entstand zwische Millionen R.- Mart gegenüber und pro Kopf der Bevölkerung abzug vom Arbeitslohn für das Kalenderjahr 1927.
ige Feindschaft, daß der Handelsmann di
gen den Schuhmacher anstrengte, da ja be R- Mart zu zahlen. Das bedeutet eine Gesamtsteigerung der Wohnungen der Zwangsbewirtschaftung un steuerlichen Belastung des deutschen Bolles auf etwa das 2%- ihnen ein eigener Haushalt betrieben min fache der Borkriegszeit. Nimmt man noch die Sonderleistungen ber vom Gericht auf einige Zeit zurüdgeftel in Erfüllung des Londoner Abkommens hinzu, so ergibt sich eine er. Eines Tages beschimpfte der Schuhmache oder pro Kopf der Bevölkerung auf 169,20 R.- Mart. Die Stei elsmannes. Als der Handelsmann hinterbe gerung wächst somit auf das 2 zwei Fünftel fache der Belastung
war demnach im Jahre 1913 70,21 Mart, 1925 dagegen 161,85
eitigkeiten weiter und das Verhältnis wurd
ntermieter traf, forderte er ihn auf, feine
weitere Erhöhung für 1925 auf 10 559,7 Millionen R.- Mart
lassen. Daraufhin drohte der Schuhmacher deutsche Wirtschaft eine lebhafte Blütezeit erlebte, das Volts:
von 1913. Wenn man berüdsichtigt, daß im Jahre 1913 die
ieße ich dich nieder!" Mit den Worten: D
vermögen groß und vor allem die deutsche Zahlungsbilanz be=
die Wirtschaft in
en?" stellte sich der Handelsmann dem Sdu trächtlich aktiv war, dagegen 1925 das deutsche Voltsvermögen und entblöste die Brust. Im selben Augen außerordentlich zusammengeschrumpft war, nacher seinen Revolver und tötete seinen Geg Deutschland sich in einer schweren Krise befand, die auch heute
schuß. Als Fischer umgefallen war, jho de zweimal auf ihn und brachte ihm schwen
noch trot vielfach anderer, jedoch falscher Auffassung im Ausland besteht, so ergibt sich mit Klarheit, daß die heutigen Steu
Die sofort benachrichtigte Polizei sorgte fi erlaften auf das deutsche Volf einen unerträglichen Drud be
eiche Fischers nach dem Krankenhaus. Don nur den durch Herzschuß erfolgten Tod je
Zeitung" meldet aus Offenbach: hießt seinen Hauswirt. Am 19. ds, Mis Räumung der Wohnung des Mieters Adle ericht. Laut Urteil muß Adler die Wah muar 1928 räumen. Schon im Gerichtssal zur Beratung zurückgezogen hatte, gerd wirt Weider in Streitigkeiten, die sich au Sjaales fortsetten, wobei Adler gegen Weider ider hat nun am Samstag, den 20. bs. Ms. seine Müllgrube entleert, den Müll auf einer
und diesen vor die im Erdgeschoß gelegen gestellt. Dem Ersuchen des Adler, den Ste Fenster zu entfernen, tam Weider nicht not s Weider, welche mit einem Kind auf den ien, den Karren beiseite schieben wollte, gai ht zu. Adler versuchte nun selbst, den Kare Hierbei kam es erneut zu Streitigkeiten, Adler drei Schüsse auf Weider abgab. Ein vährend die beiden anderen. Weider an de der linken Brustseite trafen. Weider ma as Dazwischentreten der Ehefrau des Weider uf dem Arme, wurde auch das Kind leid
he Belastung 1913 und 1925.
achrichtendienst für das Steuerwesen.) ebnisse der Reichsfinanzstatistik für 1913 und Aus den gewonnenen Resultaten fin Gesonders bemerkenswer
or.
für
und Vermögenssteuern, Steuer und Gewerbebetrieben und Hauszinssteuer 3 insgesamt 2141,4 Millionen Mt., 1925 de
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deuten.
Lokales. Sonntagsgedanken.
Es war im Herbste des Vorjahres. Da legte der Landmann das Saatftorn in sein Aderland. Korn und Land waren scheinbar tot. Und doch war Leben darin, das der Winter hegte und die Lenzjonne weckte, und die Halme strebten mächtig zum Licht. Sie wuchsen und erstarkten, bis sie dastanden als ein wogendes, tausendfältiges Zeugnis der Gottestraft.-- Wie viele Sorgen und Hoffnungen, wie viele Wünsche und Gebete des Landmannes weben und schweben über so einem Fruchtfelde. Denn all' sein Schaffen und Tun ist wertlos, wenn nicht Gottes Segen über aller Arbeit ruht. Wenn vom Wetterhimmel der Hagel niederfaust, wenn die Schleusen des Himmels sich zum Wolkenbruch öffnen, dann fann in wenigen Minuten das schöne, im Segen stehende Feld vernichtet, zerschmettert sein.
Nach einer Verordnung des Reichsministers der Finanzen vom 2. August ds. Js. haben die Arbeitgeber, die im Kalenderjahr 1927 den Steuerabzug vom Arbeitslohn im allgemeinen Ueberweisungs- und Behördenverfahren nach SS 42 bis 45, 50 der Durchführungsbestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn vorgenommen haben, nach Ablauf des Kalenderjahres 1927 in die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten nur dielenigen Arbeitnehmer aufzunehmen, die im Kalenderjahr 1927 während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder während cines Teiles derselben in einer anderen Gemeinde( Sitzge meinde) als in der Beschäftigungsgemeinde einen Wohnsitz oder in Ermangelung eines inländischen Wohnsitzes ihren gewöhn lichen Aufenthalt hatten. Als Beschäftigungsgemeinde gilt die Gemeinde derjenigen Betriebsstätte, von der aus die Steuerabzugsbeträge für im Kalenderjahr 1927 gezahlten Arbeitslohn an eine Kasse der Reichsfinanzverwaltung abgeführt worden sind. Jm Behördenverfahren ist der Sitz der abführenden Kasse maßgebend.
Und so schaut der Landmann denn dankend zum Himmel und freut sich über die heimfahrenden Wagen seiner reichen Ernte.
Der Segen, der im wallenden Saatfelde reifte, gehört aber nicht nur dem einzelnen, er gehört dem ganzen Volfe. Glücklich und gesegnet das Volt, dem noch das Brotkorn zuwächst auf der heimischen Scholle, das nicht draußen leihen und kaufen muß, was es zu seiner Nahrung braucht.
Hat ein Arbeitgeber Arbeitnehmer beschäftigt, die während der ganz Dauer der Beschäftigung oder während eines Teis de: selben in anderen Gemeinden als in der Beschäftigungsge. meinde einen Wohnsitz oder in Ermangelung eines inländischen Wohnsitzes ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, so ist für jede dieser Gemeinden( Sitgemeinden) eine besondere Lohnsteuer Ueberweisungsliste auszuschreiben. Arbeitnehmer, die während der Dauer der Beschäftigung im Deutschen Reich weder einen Wohnsiz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, sind für sich in einer gemeinsamen Lohnsteuer- Ueberweisungsliste zusammen aufzuführen. Besitzt der Arbeitgeber mehrere Betriebsstätten, von denen aus im Kalenderjahr 1927 Steuerabzugsbeträge ab geführt worden sind, so sind von jeder dieser Betriebsstätten cus die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten besonders auszuschreiben. Hat ein Arbeitgeber die in mehreren Betriebsstätten einbehal tenen Steuerbeträge durch ein Stelle gesammelt an eine Kasse der Reichsfinanzverwaltung abgeführt, so sind die Ueberwei sungslisten von dieser Stelle aus auszuschreiben.
Bon besonderem Interesse dürften noch einige Zahlen sein, die für einzelne Steuerarten festgestellt worden sind. Die Eintommensteuereinnahme stieg von 1913 mit 1399,9 Millionen M auf 2 455,1 Millionen R.- Mart im Jahre 1925, d. h. sie betrug 1925 etwa das 1% fache von 1913. Besonders stark sind die Einnahmen aus der Vermögenssteuer gestiegen, nämlich auf über das 3% fache und das, obwohl das Vermögen des deutschen Volkes durch Inflation und Deflation außerordentlich start geschwunden ist. Interessanter als die Erhöhung der Ein nahmen aus der Vermögenssteuer dürfte eine Feststellung darüber sein, ein wie starker Prozentsatz des Vermögens im Jahre 1913 und im Jahre 1925 an Vermögenssteuer abgeführt werden mußte. Hierüber gibt aber die Finanzstatistik leider keine Auskunft. Die Gewerbesteuer hat im Jahre 1913 einen Ertrag von 177,7 Millionen Mart, im Jahre 1925 dagegen 568,4 Mill. R. Mart ergeben, sodaß hier fast die gleiche Steigerung wie bei der Vermögenssteuer festgestellt werden muß. Diese Steuer ist aber eine Sondersteuer für die deutsche Wirtschaft und stellt demgemäß eine über Gebühr große Belastung für sie dar. Bei den Verbrauchssteuern ergibt sich für die Tabaksteuer eine Erhöhung auf über das 12fache gegenüber 1913. Dagegen liegen die Erhöhungen bei der Getränke und Zudersteuer unter dem Durchschnitt, während sogar die übrigen Verbrauchssteuern eine Abnahme gegenüber 1913 aufweisen. Es zeigt sich hier die Tendenz der Nachkriegszeit, die direkten Steuern hinaufzu schrauben, die indiretten Steuern dagegen abzubauen. Eine besonders starke Steigerung hat auch die Beförderungssteuer er fahren, die die 8fache Einnahme im Jahre 1925 gegenüber 1913 zeigt. Dadurch ist eine starke Belastung des Personen und Güterverkehrs eingetreten, die sich auch wieder in erster Linie auf die deutsche Wirtschaft auswirken muß. Die Erhöhung der Beförderungssteuern ergibt sich zum Teil aus den für Reparationszwede nötigen Beträgen, die dieser Steuer zu ents nehmen sind.
Frachtschiffen den Dienst. Die Eisenbahn von Hinterlande von Mosambiqure arbeitete nur in man es recht überlegt, war alles eigentlib e Mobilmachung gegen ein fleines Hauffe jahr und Tag zu trotzen und mit der Waf der Gelegenheit die Stirn zu bieten wagte. nahme der Festung Ngomaño hatte der deu Tätigkeit vom Rovuma bis zum Zambesi, vo Meere ausgedehnt. Dieses Gebiet ist kaum
eich. In ihm bewegte er sich mit einer fabe her. Werden wir ihn endli
feit
Shter rend mir marschierten.
hierten! Das Gelände war ungeheuer schwi icht, daß die Straßen nur noch Tunnels dur nd Elefantengras glichen, während lan t fit Boote als für Motortransporte gee tamen nur unter steten Hemmungen, ve The Angriffe, langsam vorwärts. Die De terhalten, belauerten unsere Verpflegungs und nahmen sie weg. Sie drange sporte und
inie: ein, störten den Dienst oder rollten d onel Christie, der Etappenkommandant, ta nahe.
fen, gaben sich mit den Eingeborenen ab, stampften in Ermange lung von Mühlen in Holzmörjern Korn, bereiteten Medikamente, heilten ihre Kranken und Verwundeten und mar schierten!
Dies ging Tag um Tag und Woche um Woche und war umso bmerkenswerter, als die Grippe in bösartiger Weise un ter den Deutschen und ihren Schwarzen hauste und die Kranken in Ermangelung genügender Transportgelegenheit, wofür im weglosen Urwald nur Träger in Frage fommen konnten, selbst bei hohem Fieber das Marschtempo einhalten mußten.
Dafür müssen wir alle die Hände falten zum Dante. Erntetage wedken die Dankbarkeit. Gottes Großmut gegen uns steht in scharfem Gegensatz zu so viel Undank oder so viel Gedanken. losigkeit im Gegenüber. Wir sollten nicht aufstehen vom Tisch, ohne zu danken; wir sollten den Tag der Arbeit und der Ernie nicht enden, ohne zu danken; wir sollten nicht Monate oder ein ganzes Jahr hindurch von seiner Hand leben und von seiner Güte zehren, ohne zu danken. Wer an ihn denkt, dankt ihm auch.
Der Arbeitgeber hat die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten auf Grund der Eintragungen in dem Lohntonto(§ 38 der Durchführungsbestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn) auszuschreiben. Die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten sind aufzu rechnen und vom Arbeitgeber oder einer Person, die zur Ver tretung der Firma rechtlich befugt ist, zu unterschreiben.
Es ist ein Geben und Spenden aus weitgeöffneter Hand, was Gott uns gab. Wir fühlen wieder den ,, Segen, mit dem er alles erfüllt, was- da lebt."
Darum wollen wir ihm alle danken.
Provinzial Sängerbundestag.
Unter zahlreicher Beteiligung hielt der Hessische Sängerbund am Sonntag eine Provinzial Sängertagung ab, um dem Provin zialverband eine bessere Organisation zu geben. Vom Vorstand des Landesverbandes des Hessischen Sängerbundes waren u. a. Landesvorsitzender Oberregierungsrat Dr. Siegert Darmstadt, Schatzmeister Bitter- Darmstadt und der Direktor des Landesamts für Volksbildung, Schulrat Hafsinger- Darmstadt, erschienen. Nach der Begrüßung des 1. Vorsitzenden der Seiterfeit" Gießen, Koch, namens der Gießener Bundesvereine sprach Provinzialvorsitzen der Gengnagel- Grünberg. Für den Bundesvorstand sprach Ober Regierungsrat Dr. Siegert- Darmstadt zur Organisationsfrage. Schulrat Hassinger Darmstadt gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Tagung dem Deutschen Sängerbund einen fräftigen Zweig zuführen möge. Der Provinzialvorsitzende erstattete dann den Geschäftsbericht, aus dem ein Anwachsen auf 519 Vereine mit 25 000 Mitgliedern hervorgeht. Im Winter sollen Dirigenten turse abgehalten werden. Ferner gab er gefaßte Beschlüsse be
Soweit nach den§§ 2, 3 Lohnsteuer- Ueberweisungslisten auszuschreiben sind, sind sie mit der Versicherung einzusenden, daß die Angaben vollständig und nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind, und zwar spätestens bis zum 29. Februar 1928 dem Finanzamt, in deffen Bezirk die Beschäftigungsge meinde liegt. Sofern Lohnsteuer- Ueberweisungslisten von einem Arbeitgeber nicht auszuschreiben sind, hat er dem Finanzamt Fehlanzeige spätestens bis zum 29. Februar 1928 einzusenden. Die zu den Meldungen vorgesehenen Vordrude sind den Arbeitgebern auf Verlangen fostenlos zur Verfügung zu stellen.
Wir hatten es trok großer Truppenaufgebote nicht verhin dern können, daß die Deutschen nach einer Abwesenheit von fast einem Jahr von ihrer eigenen Kolonie, welche wir ganz in Befit genommen hatten, dorthin zurüdlehrten. Als einzige Hoffnung mun blieb uns der Plan, alle Wege, die der deutsche Kommandeur möglicherweise dort einschlagen konnte, durch eine Uebermacht von Truppen zu sperren. Aber wenn drei Wege für den Feind offen sind, so nimmt er gewöhnlich den vierten. Nachdem der deutsche General das Livingstone- Gebirge umSchritten hatte und den gewaltigen Sümpfen des Rudwasees sich näherte, in die wir ihn zu jagen hofften, war nur anzuneh men, daß er das Gebiet nördlich zu gewinnen strebte, denn füd.. im Rhodesia- Gebiet gab es nur geringe Verpflegung. Aber gerade dort ging er hin! Er rollte mit seiner Gruppe unsere neu errichteten Etappenlinien auf, griff den von uns stark befigten Ort Fife an, nahm Kijambi und Kasama und fämpfte in den Tagen des November 1918 bis zwei Tage nach dem Waffenstillstand in Europa mit dem stets frengebliebenen Siegerglüd. Der Krieg ging zu Ende. Wir haben die Deutschen nicht besiegt. Sie haben sich selbst besiegt, d. h. fie haben auf Grund der Be
dingungen des Waſſenſtillstandes, den deutsche Regierung
mich Major G J Giffert mit einem 3 einen vorgeschobenen Posten. Nachts wurde indlichen Streife überfallen und mußten und nur halb bekleidet Hals über Kor wir am Morgen mit Verstärkung auf de en, waren die Deutschen fört. Sie hatten an genommen. Meine neuen Langschäfter ware ein Paar zerrissene Schnürschuhe am Pras St fich einen Begriff, welch Streden wir hinte Jergelaufen sind. Und die Deutschen fande ugreifen, befestigte Plätze zu überraschend alle Windrichtungen tage-, ja wochenla unternahmen Jagdzüge, fischten in den F
Wenn die Nachbarin
staunt
daß Ihnen Ihr Kuchen immer gut gerät, so erzählen Sie ihr, daß Sie nur mit Dr. Oetker's Backpulver, Backin nach den schönen Oetker- Rezepten backen. Solch guter Rat wird sich belohnen. Zahlreiche neue Anregungen zum Backen bietet Ihnen das neue farbig illustrierte OetkerRezeptbuch, Ausgabe F.
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Die deutschen Soldaten in Ostafrika, die in der Hauptsame| zarte, leichtschaumige, weißliche Schicht, die Sahne" gebildet. aus Siedlern bestanden, haben Ungeheures geleistet. Wir müssen es anerkennen."
Das Einglasen des Honigs.
ip reifen Dann
mit Sonauber, stehen ihm
Mit scharfem Imferauge wird nun jedes Glas gemustert. Fin det sich noch ein Wachs: oder ein Pollenförnchen an der Ober fläche, so wird es vorsichtig entfernt. Luftbläschen werden aufgestochen, damit nichts, aber auch gar nichts den Honig auch nur im allergeringsten unansehnlich mache. Nun werden auf das Glas zwei weiße Papierblättchen gelegt, und dann wird der metallene Dedel aufgeschraubt. Durch einen Schlitz an seiner Seite wird ein dünnes Bändchen gezogen, und über dasselbe und um das ganze Glas wird nun er Bürgschafts- oder Gewähr leistungsstreifen mit dem Wahr- und Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes gelegt.„ Gewähr für echten deutschen Ho nig". So ist nun der Honig jeden Augenblid greifbar, Der faufs- und eßbereit. Nicht nur durch seine innere Bollwertig feit, sondern auch durch sein Aeußeres, fein Kleid, seine Aufmachung ziert er die vornehmste Tafel. Er ist so ganz Sonnenschein, Duft und Licht".
Der Immenvater hat mit aller Sorge und Behutsamkeit völlig Honig geschleudert, denselben dann aufs sauberste geflärt und dann täglich gerührt, daß er noch nachreift und feinförnig fandeln soll. Ließe der Imker nun den Honig in einem großen Gefäße stehen, so würde derselbe schnellstens tan deln oder kristallisieren. Bald wäre er hart, und wenn man dann etwas davon verkaufen oder verbrauchen wollte, so müßte man ihn Stud um Stüd mit Mühe ausstechen oder ihn bei einer Immenstodwärme von etwa 35 Grad wieder langsam flüssig machen. Beide Arbeiten gehören aber nicht zu den angenehmsten und erhöhen die Schönheit und den Duft des Honigs auch nicht gerade. Darum läßt der Imfer den Honig nicht im großen Sam mel, Klär und Rührgefäße landeln, sondern füllt ihn, so lange er noch flüssig ist, in seine Soniggläfer, die Einheitsgläser des Deutschen Imterbundes. Diese, Har und bor ihm auf dem zur Hand, das große Abfüllgefäß mit Tische, und nun ist es ein Leichtes, die Gläser zu füllen. Die finte Hand hält das Glas unter, die rechte öffnet den Quetschhahn, und in glattem, gleichmäßigem Strahle fließt das köftliche Naß, weiß, golden, braun oder gar grünlichschwarz, je nach der Art und Herkunft des Honigs, ins Einheitsgefäß. Kein Tropfen fommt vorbei, weder die Außenseite des Glases noch fein Innenrand über dem Honig wird behonigt. Der Imfer setzt das eine bis zum Martſtrich gefüllte Glas nady bem andern auf den Tisch oder eine Borte und sorgt dafür, daß es völlig wegerecht steht, damit später der getandelte Honig nicht eine zum Glase schiefe Oberfläche zeigt. Endlich steht Glas neben Glas aufmarschiert. Ueber das Ganze wird nun Papier gelegt, damit fein Staub hineinfällt. Nach einigen Tagen ist der Honig gefandelf, und auf seiner Oberfläche hat sich eine dünne, feine,
in Europa mit uns schloß, unter Proiest die Waffen niedergelegt. Ich sah den deutschen General und seine Soldaten nun don Angesicht zu Angesicht. Es war faum einer unter ihnen, der nicht frank, elend und abgemagert aussah. Aber alle gingen sie aufrecht und stolz!
Arbeit oder Vergnügen was ist vergnüglicher?
„ Glauben Sie mit, das Leben und die Arbeit hier im Fa britsaal ist tausendmal furzweiliger als der öde Betrieb auf den Fünf- Uhr- Tees und den Tanzabenden." Diesen Bescheid gab eine einfache Arbeiterin Neudorfer Zeitungsspähern zur Antwort, als diese fie aufsuchten. Die Arbeiterin ist( laut einer Meldung des Tags") die 18jährige Ellinor Dorrance, die bru derlose einzige Tochter eines Konservenfabrikanten, den man Suppenfönig heißt. Sie meldete fich als einfache Arbeiterin in der Fabrit ihres Baters an, ohne dies ihren Eltern zu sagen, und erklärte dann, nachdem sie durch die besagten Zeitungsspäher endlich entbedt war, das vorhin Gejagte, und fügte hinzu:„ Ich habe keine Brüder, die meines Baters Wert fortsetzen fönnten; also muß ich einspringen. Ich will mich gründlich in den Betrieb einleben, damit mir später niemand etwas vormachen fann." Dieser Bericht steht nach etwas Besonderem aus; aber ist nicht in der Tat ein arbeitslojes Leben voll Bergnügen die Hölle?
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