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Sonnaben, den 8. Januar 1927.
Die Spigenverbände zur Wohnungszwangswirtschaft.
Der Reichsverband des deutschen Handwerts hat sich einer gemeinsamen Erklärung der Spigenverbände gegen die Wohnungszwangswirtschaft angeschloffen. Die Erklärung fordert unter Darlegung der Gründe im Interesse der Ausgestaltung der freien Wirtschaft die Beseitigung der 3wangswirtschaft auf bem Gebiete des Wohnungswejens, damit mit möglichster Be schleunigung der Ausgleich Don Angebot und Nachfrage berge stellt und die Wohnungsnot behoben wird. Hierzu werden nach stehende Einzelforderungen aufgestellt:
1. Gofortige Beseitigung des Wohnungsmangelgesetzes und bamit der Zwangswirtschaft der Wohnungen und gewerblichen Räume durch die Wohnungsämter.
2. Abbau des Eingriffs in das freie Bertragsrecht der Barteien.
3. Die Ausgleichung der Mieten in alten und neuen Räu men ist mit möglichster Beschleunigung fortzusehen.
4. Ein derartiger Ausgleich wird naturgemäß erfordern, daj medmäßige, den Bedürfnissen der großen Masse ent sprechende Häuser, die gesundheitlich einwandfrei sein müssen, in genügender Anzahl erstellt werden. Bauordnungen, bie dem entgegenstehen, sind entsprechend umzugestalten.
5. Soweit Zuschüsse aus allgemeinen Mitteln notwendig sind, ist zu prüfen, ob sie nicht zwedmäßiger in Form von Zins zuschüssen als durch Sergabe von Rapitalien gewährt werden. Die Umwandlung der Hauszinssteuer in eine öffentlich- rechtliche Rente ist unter allen Umständen abzulehnen.
Wohlfahrtsminister Hirtfiefer für 30prozentige Mieterhöhung.
Wohlfahrtsminister Sirtjiefer sprach in einer Zentrums bersammlung in Duisburg über den Wohnungsbau. Von 1918 bis 1925 jeien in Breußen 850 000 Wohnungen errichtet worden. Für die nächsten fünf Jahre sei jedoch die Herstellung von je 200 000 Wohnungen notwendig. Wenn man annehme, daß jede Wohnung 10 000 Marf fofte und die Hälfte davon aus der ber Hauszinssteuer eintomme, so müsse noch eine Milliarde Mart aufgebracht werben, man werde daher um eine Steigerung der Mieten um dreißig Prozent nicht herumfommen.
Erleichterung der Wohnungszwangswirtschaft in München.
Der Fremdenverkehrsverband München teilt mit: Der Wohmungsmangel in München ist soweit behoben, daß einfache Woh nungen mit 5 3immern bereits nach einem Jahr Vormerkung erhältlich find. Größere Wohnungen find sofort durch das Wohnungsamt zu bekommen.
Der Streit um die Fridericus- Marte.
Die Arbeitsgemeinschaft entschiedener Republikaner, die sich in einer Eingabe an die Reichsregierung gegen die Einführung der sogenannten Fridericus Marke gewandt hatte, hat nunmehr Dom Reichs postminister eine Erwiderung erhalten, in der betont wird, daß politische Momente bei der Auswahl der Köpfe für die neuen Briefmarken ebensowenig eine Rolle gespielt hätten, wie solche fonfeffioneller Natur.
Ausschluß Heidelbergs aus der Deutsch. Studentenschaft. Der Konflikt zwischen dem preußischen Kultusministerium und den Mehrheitsführern der Deutschen Studentenschaft" hat zu einem Beschlusse geführt, daß sämtliche Beziehungen zwischen ber Deutschen Stubentenschaft und der Studentenschaft ber Universität Heidelberg gelölt sind.
Grippe- Epidemie in Breslau.
Infolge der ungünstigen Witterung ist hier eine Grippe Epidemie ausgebrochen. Bei der Allgemeinen Ortsfrankentasse sind allein einige Tausend dieser Krankheitsfälle gemeldet.
Vom Kampf um den Glauben.
Nachstehend bringen wir aus der Feder von Herrn Pfarrer K. Berlach- Bad Münster einen interessanten geschichtlichen Auffah, der uns die Glaubenstämpfe und die Gegenrefor mation um das Jahr 1626 in Desterreich schildert. Die Schriftleitung.
Stöffen Fadinger, der Keker und Rebell, ein Streiter für Glauben und Heimat.
Als Student bin ich auch einmal nach Innsbrud gekommen, wo ich nicht versäumte, mir das Landesmuseum, die Schloßkirche und das Regimentsmuseum der Kaiserjäger auf dem Berg Jsel anzusehen. Selbstverständlich führte mich mein Weg auch hinaus nach dem Schloß Ambras, in welchem einst Erzherzog Ferdinand mit seiner wunderschönen Philippine Welser gehaust hatte. Weit mehr als die Liebesgeschichte eines mir herzlich gleichgültigen Habsburgers und einer Augsburgischen Patriziertochter interessierte mich das, was von der nach Wien überführten, ehemals weltberühmten Ambraser Sammlung noch im Schlosse zurüc geblieben war. Es war wenig genug.
Während ich mit meinem Begleiter, dem damaligen Konservator des Tiroler Landesmuseums, in den lichthellen Früh lingsmorgen hinauswanderte, gesellte sich ein weißhaariger Mönch zu uns, der sich im Lauf der Unterhaltung als ein guter Kenner der Heimatgeschichte entpuppte und an Ort und Stelle mir freundliche Führerdienste durch die Sammlung leistete.
Ein äußerlich unscheinbares Stüd fiel mir in die Augen; es war ein altes Roller aus Elenshaut. Daneben lehnte eine wuchtige Partijane an der Wand. Diese ergriff der Mönch, gab mit sie in die Hand und forderte mich auf, die der Klinge ein geätzte Inschrift zu lesen. Da las ich: stöffen fadinger". Wissen Sie denn auch, junger Mann," fuhr der Mönch fort, ,, was Sie da in Ihrer Hand halten? Diese Waffe geführt und dieses Koller getragen hat ein Mann, der sich für seinen evan gelischen Glauben, welcher auch der Jhrige ist, hat totschlagen laffen. Wohlgemertt! In Oesterreich für den evangelischen Glauben. Doch ihr im Reich wißt nichts vom ober- oesterreichi schen Bauernkrieg und von dem Bauernhauptmann Stöffen Fadinger."
"
Gießener Zeitung"
Lokales.
Hohneujahr.
Gießen.
erlitten schwere Brandwunden.
Naben, den 8. Januar 1927.
* Tödliche Unglüdsfälle in der Neujahrsnacht im Kreise Jais fondern bei dem Amtsgericht eingereidh In Lumba wollten der 18jährige Sohn des Ober- Auch die Zuständigkeit zur Entscheidung steigers Geft und zwei andere junge Leute ein mit Pulver ge- auf Ehelichkeitserklärung und über Gesuche um fülltes Wasserleitungsrohr zur Explosion bringen. Der Shuß dem Ehehindernis des Ehebruchs ist geändert. G ging zu früh los und verlegte Geft so schwer, daß er wenigemt worden, daß in diesen Gachen der Präsident b Minuten später verschied. Die anderen beiden jungen Leutets die Entfeidung zu treffen hat, sobaß an bie In Muschenheim ereignete entsprechenden Gefuche zu richten sind. sich ein ebenso eigenartiger wie tragischer Unglüdsfall. Hier zum Chrendoftor ernannt. Die veterinär- me wurde die 36 Jahre alte Ehefrau des Sattler Heinrich Häuser, altät der Universität Zürich hat Dr. Paul Marti die von ihrem Fenster aus dem Treiben auf der Straße zujah, or at der veterinär- medizinischen Fakultät unserer von einer Revolvertugel getroffen und auf der Stelle getötet. nerfennung seiner Verdienste als Forscher un Als mutmaßlicher Täter wurde eine 24jähriger junger Mann, dem Gebiete der Anatomie und Embryologie der 5 Sohn einer achtbaren Familie, verhaftet, der zugab, scharf ge- jeiner Lehrtätigkeit zum Ghrendoftor ernannt. Einen schrecklichen Tod fand am Neujahrs Legitimationsfeine zur Verteilung von Drud tage die 51 Jahre alte Witwe Teil in Obenhausen, deren Kleieren Shriften oder Bilbwerten. Das Polizeiamt m der Feuer finden. Trotz sofortiger Bemühungen seitens ihrer hin, daß diejenigen Personen, welche Drudfdriften,
Der 6. Januar, der Hohneujahrstag, in einigen Gegenden auch Oberneujahr genannt, ist auch in Hessen fein staatlicher Feiertag. Gleichwohl rufen die Gloden zum Gottesdienste. Die Kirche feiert ihr Epiphanias, das will fagen, Erscheinungsfest. Man benkt an die Bibelstelle:„ Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes." Das past auf das Geburtsfest des Erlösers, und das sollte ja der 6. Januar ursprünglich sein. Nachdem dann der 25. Dezember zum Geburtstag Chrifti auserjehen wurde, dachte man bei Epiphanien teils an das Tauffest Chrifti, teils an das besondere Erscheinen des Erlösers für die Heidenwelt, wobei die biblische Erzählung von den Weisen aus dem Morgenlande einen anschaulichen Hintergrund abgeben konnte. Und damit hängt es wieder zujammen, daß man Epiphanien als das allgemeine firchliche Missionsfest feiert.
Jm Blid auf jene Weifen" hat man, besonders in fatho lischen Gegenden, auch die Bezeichnung Fest der heiligen drei Könige oder Dreitönigsfeft. Die Dreizahl, erst im fünften Jahrhunders firchlich verordnet, hat ihren Grund in den drei biblischen Geschenken an das Chriftfind,
schossen zu haben.
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Kinder gelang es nicht, die Frau zu retten. Sie starb eines qualvollen Todes.
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ten oder Bilderte öffentlich gewerbsmäßig a aufen, verteiler, anheften oder anschlagen wollen,
vorgeschriebene Racheichung der im eichpflichtigen Verkehr betragen müßen.
M
* Racheichung. Die in zweijähriger Wiederkehr geseglig Jahr 1927 aforderlichen Legitimationsfheine alst findlichen Meßgeräte( das sind Längen- und Flüffigkeitsmaße Ginlieferung der Steuerfarte und Steuermarte Megwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und trans Innerhalb des Monats Januar 1927 find - Gold, Weihrauch, Mort portable Handelswaagen bis ausschließlich 3000 Kg.) foll in nehmer, für die 1926 Steuermarken verwendet u der Stadt Gießen nach dem untenstehenden Berteilungsplan wurden, die Steuerfarten an das zuständige Fin durchgeführt werden. Für die Einlieferung beim Eichamt dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 31. Dezembe Gießen sind folgende Zeiten festgesetzt: Bom 3. bis 8. Januar nie, abzuliefern. Näheres im Anzeigenteil der H
hen. Die Legende berichtet sogar von den, übrigens auch in den Kalender aufgenommenen Namen dieser ersten Sendboten aus Heidenland: Kaspar von Persien, Melchior von Rubien und Balthasar von Saba. Viel Bolfstümliches hat sich um diese Gestalten geranft. Man fennt vielfach noch heute das Dreifönigsfingen, zumal von ländlicher Jugend mit Lust geübt. und der Umzug mit dem Stern soll dann allerlei Geschenke einbringen. Rein Geringerer als ein Goethe hat in humorvoller Weise die heil'gen drei König' mit ihrem Stern" bejungen. Mit Hohneujahr endet nicht nur die Neujahrszeit, sondern auch der von viel Sage und Aberglaube durdywobene Zeitraum der sogenannten zwölf Nächte. Jedenfalls geht es nun schon in den Alltag des neuen Jahres hinein..
* Berjonalien. Am 4. Januar beging der Direktor unserer Universitäts Kinderklinit, Prof. Dr. Hans Koeppe, feinen 60. Geburtstag. Reben seiner Tätigkeit an dieser Klinik be mühte sich Brof. Dr. Koeppe besonders start um die Kinderfür forge und den Säuglings- und Mutterschutz in Heffen, um die er sich in hohem Maße verdient machte.
I Festnahme eines Heiratsschwindlers. Der Heiratsschwindler Otto Nikolaus, geb. am 11. 2. 1892 zu Dunzweiler, wurde in Mainz festgenommen. Da anzunehmen ist, daß derselbe noch mehrere Betrügereien begangen hat, welche evtl. nicht zur AnBeige gekommen find, so wird hiermit aufmerksam gemacht. Die Geschädigten werden hiermit ersucht, soweit Fälle in hiefiger Gegen vorgekommen sind, sich mit der Kriminalpolizei Gießen ins Benehmen zu setzen.
* Unterschlagung beim Konsumverein durch einen 14jähri gen Lehrling. Der Kaufmannslehrling Heinrich Schuchhardt, geb. 20. 3. 1912, ist am 4. Januar 1927 nach Unterschlagung von 3050... 3. N. des Konsumvereins Gießen flüchtig Ber sonen, welche über die nähere Fluchtrichtung desselben inzwischen etwas in Erfahrung gebracht haben, werden gebeten,
der Kriminalpolizeit Gießen Mitteilung zu machen.
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* Polizeiamt. Festgenommen wurden zwei Personen wegen gewerbsmäßiger Unzucht, 3 stedbrieflich gesuchte Personen, sowie 8 weitere Personen wegen verschiedener Strafen.
* Schlägerei in der Gießener Nervenheilanstalt. Nach einem Streit zweier Patienten der hiesigen Heil und Pflegeanstalt verstarb nach dessen Beendigung einer der Kranten, und wir erfahren von zuständiger Geite, daß nach dem Ergebnis der ge richtsärztlichen Geftion der Tod des Kranken nicht auf Gewaltanwendung zurüdgeführt werden kann, sondern daß der Mann einem Schlaganfall infolge Aufregung erlegen ist. Der ebenfalls Nervenfrante Gegner des Toten kann für seine Handlungsweise nicht verantwortlich gemacht werden.
Da steckte ich nun in der Patsche. In solchen Dingen ver sagte damals der Geschichtsunterricht in den preußischen Schulen vollständig und Bücher wie Schönherrs„ Glaube und Heimat" oder„ Die arme Margaret" von Handel- Mappetti waren noch nicht geschrieben. Doch halt! Daheim auf dem Bücherschäft meines Vaters gab es ein altes Buch aus dem 17. Jahrhundert ,, Keyserlicher Triumphwagen oder erenwertes Heldenbuch", an welchem ich schon als Kind meine Freude gehabt hatte. Darin war u. a. erzählt, daß ,, in keyserlichen Erblanden ob der Enns die Bawren" sich unter dem„ Ketzer und Rebellen" Fadinger ,, wider keyserl. Majestät erhoben hatten, aber schmählich unterlegen waren". So wußte ich denn ein weniges und konnte noch zur Not bestehen. Der Mönch machte mich auf die Schreibweise des Namens aufmerksam und erwähnte, in den Büchern Tese man ,, Stephan Fadinger oder Fattinger", das müsse aber ein Irrtum sein, denn Stöffen" nicht„ Steffen" habe sich der Mann genannt, mithin müsse er„ Christof" geheißen haben. Was mir dann die beiden gelehrten Herren weiter von dem oberoesterreichischen Bauernfrieg 1626 erzählt haben, das ist mir
1927: Bezirk 1: Kreuzplah, Seltersweg, Maigaffe, Plodstraße, Teufelsluftgärtchen, Johannesstraße und Diezstraße. Bom 10. bis 15. Januar 1927: Bezirk 2: Marktplatz, Mäusburg, Lin
Dreihäusergasse. Bom 17.- 22. Januar 1927: Bez. 3: Marktstt.,
gasse, Kornblumengasse, Westanlage, Rordanlage, Oswalds
gabe.)
Oberhessische Verkehrswünsche. Der Verkehrsbun en und das Eisenbahnverkehrsamt Gießen haben
.
tragt, die darin bestehen soll, daß ein direkter Go
ben soll, um hierdurch dem Wintersportsmann un
denplatz, Kirchenplay, Schulstraße, Schloßgaffe, Kaplaneigasse, bahndirektion Frankfurt a. M. eine Verbesseru Wagengasse, Wettergasse, Kirchstr., Burggraben, Auf der Batags- Zugverkehrs auf der Strede Gießen- Nibba- G Rittergasse, Neustadt, Löbershof, Mühlstraße, Kleine Mühlhug Gießen- Schotten im Winter und Sommer g straße, Schützenstraße, Hardt. Bom 2. bis 10. Februar 1927: mer als bisher den Vogelsberg befuchen zu können garten, Hammstraße, Lahnstraße, Rodheimerstraße, Krofdorfer üglern im Sommer Gelegenheit zu geben, leichter straße, Alicestraße, Wilhelmstraße, Liebigstraße, Leihgesternet en würde. Der Antrag unterliegt gegenwärtig de gajje, Löwengasse, Wolfengasse, Schanzenstraße, Frankfurtet bis Schotten gefahren werden, wo er gegen 8% U Hofmannstraße, Trednerstraße, Hillebrandtstraße, Klinifstraße. menden Sonntag früh um 6% Uhr einen Stizug p Weylarerweg, Grabenstraße, Hinter der Westanlage. Bom 11. nach Schotten zu dem auf dem Hoherodskopf stattfi
Bezirk 4: Bahnhofstraße, Tiefenweg, Kaplansgasse, Katharinen
weg, Riegelpjad, An den Bahnhöfen, Ebelstraße, Friedrichstraße
bis 19. Februar 1927: Bezirf5: Neuenweg, Neuenbäue, Sonnenstraße, Erlengasse, Weidengasse, Gartenstraße, Stephanstraße,
teme
Jug foll gegen 6% Uhr früh in Gießen abgeh
durch die Reichsbahndirektion.- Die Reichsbahn
rennen fahren.
Hessenstraße, Schiffenbergerweg, Ludwigsplatz, Ludwigstraße. Kraftpoften in Hessen. Der Kraftpostverkehr hat Süldanlage, Bismardstraße, Goethestraße, Bleichstraße, Bergelaufenen Jahr gut entwidelt. 1926 wurden folgen
straße, Löberstraße, Licherstraße, Kaiserallee, Wolfstraße, Moltke aftpoftfinien eröffnet:
1. Gießen- Krofdorf- Fellingshausen, Gießen- Hochelheim- Niederkleen, Mainz- Kostheim- Gustavsburg- Trebur-- Nauh Groß- Gerau) Bhf.,
straße, Eichgärten, Großer Steinweg, Roonstraße, Gutenberg straße. Bom 3. bis 12. März 1927: Bezirk 6: Walltorstraße, Wetzsteingasse, Wetsteinstraße, Lindengasse, Brandgasse, Landgraf Philipp- Platz, Kanzleiberg, Hundsgasse, Zozelsgaffe, After weg, Schillerstraße, Braugasse, Steinstraße, Weserstraße, Damm. 4. Alzep- Dautenheim- Monzernheim- Westhofen straße, Ederstraße, Schottstraße, Marburgerstraße, Wiesederweg 5. Groß- Bieberau- Niedernhausen- Brandau. Oftanlage und alle anderen noch nicht angeführten Straßen Von der Oberpoftdirektion Darmstadt werden 3 In aleicher Reihenfolge und anaemeiionem hitande minh n betrieben. Die Vorarbeiten für zwei weitere die polizeiliche Maß- und Gewichtsrevision stattfinden. : Alsfeld Meiches und Offenbach( Main)-Bilbe machen noch darauf aufmerksam, daß die Neigungswaagen am sit vorgeschritten, daß diese Linien bald eröffnet Standort der Waage geeicht werden. Diese Eichung ist besonnen. ders zu beantragen. Auskunft erteilt das Eichamt. Amis Kennzeichnung der Luftpostsendungen. Luftpost stunden von 8-12 Uhr vormittags und 2-4 Uhr nachmittags. arden oft als solche nicht erkannt, weil die Absender Samstags nachmittags geschlossen.
-
Wir
* Amtsgericht. Ein auf den Namen der Firma Ladfabril Gebrüder Löb A.-G. zu Gießen eingetragenes Grundstück im Ortsgericht Großen Bused( Schätzungswert 98 000 R.-Mr.) foll am Freitag, den 25. Februar 1927, nachmittags 3% Uhr, zwangs versteigert werden.
* Ueber Gesuche um Befreiung vom Aufgebot und ebenso über Gesuche um Befreiung von dem Ehehindernis der zehn monatigen Wartezeit entscheiden in Hessen jetzt die Amtsge richte, sodaß derartige Gesuche nicht mehr bei dem Ministerium dienst und Robot, nach der Größe des Hofes von 39 bis 156 Arbeitstagen im Jahr, den Tag zu 8, später 12 Arbeitſtunden gerechnet, ferner die Beherbergung und Verpflegung des im Lande stehenden Kriegsvolks.
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Mit Luftpost" oder„ Mit Flugpost" so unde mig auffallender Stelle niederschreiben, daß er übersehen wird. Um derartigen Unzuträglichte und die Sonderbehandlung der Luftposts sichern, ist der Luftpostvermerk des Abjende Alesezettel„ Mit Luftpoft" verwendet wi links neben die Angabe des Bestimmun
träge für den Jahresfahrplan 1927/28.
Berkehrsvereine hat für den Fahrplanaus
Bevölkerung. Zu den schier untragbaren Leis Grundherrschaften kamen noch hohe Notgebühren fitchliche Abgaben. Das sittenlose Treiben der ischen Geistlichkeit widerte die Bauern an und tr
Diese unerträglichen Verhältniffe im Verein mit Religions W der Lehre Luthers in die Arme. Dazu kamen zw bedrückungen hatten seit dem großen deutschen Bauernkrieg donen und ein harter Winter sowie die Unterhalt 1525 schon zu mancherlei Unruhen und Wirrungen Veranlassung ung von 3000 Mann, die zum größten Teil ern im Quartier lagen und diese in unerträgli
gegeben.
Jm Traunviertel, wo die Lehre Luthers unter Edelleuten magten.
hoben.
uliener, welche der deutschen Sprache nicht mächtt
und Bauern zahlreiche Anhänger besaß, hatten die letzteren ſich die katholischen Prieſter, welche an die Stelle de 1588 gegen die wirtschaftlichen und religiösen Bebrüdungen er en lutherischen Prädikanten getreten waren, waren 1594 standen die Mühlviertler auf, erlitten eine Rieder prdurch murde die Erbitterung noch vergrößert un lage bei Zell, siegten aber 1595 bei Reumarkt. Infolgedessen Biderjehlichkeiten. Als Ende Januar 1625 ein it gewährte ihnen der Kaiser Berzeihung, setzte die Frondienste ester in Natternbach eingesetzt werden sollte, I herab und verbot den Gutsherrschaften, den Robot( Grundab mein zusammen, erhoben Einspruch, bewarfen ihn gabe) gleichzeitig in Geld und Naturalien zu fordern. Zugleich und jagten den Dechant samt dem Reformations aber verlangte er die Entfernung der lutherischen Brediger and Dorf hinaus. Daraufhin ließ Herbersdorf fün die Wiedereinsegung der früheren fatholischen Pfarrer. Die et vethaften und lud auch den Grundherrn, Freit an Herz und Nieren gegangen. Der Gedanke an jenen tapferen Durchführung dieser Maßregel scheiterte an dem zagen Wider onjeld, nach Luz vor, weil er ihn im Berdacht Bauernführer hat mich in der Folgezeit nicht mehr losgelassen, stand der Bauern und, und Kaiser Matthias sah sich bei seinem Der Anstister des Tumults gewesen. Es fonnte jed Regierungsantritt gezwungen, weitgehende Zugeständnisse in wiefen werden, unt der Statthalter sah sich sogar
und ich habe jede sich bietende Gelegenheit benutzt, um weiteres über ihn zu erfahren. Was ich in Erfahrung gebracht habe, will ich nun erzählen.
Die Geschichte des oberoejterreichischen Bauernaufstandes von 1626 ist ein entsetzliches Trauerspiel. Man müßte die Feder in Blut und Feuer tauchen, um ihn in würdiger Weise zu schil= dern, und in den Grundserdboden hinein möchte man das Haus Habsburg verfluchen allein wegen dieses Stüdes, das doch nur ein einzelnes Glied ist in der langen Kette seiner Verrätereien am deutschen Volkstum.
Glaubenssachen zu machen.
en Erzherzog Leopold zu berichten, daß es nid
Bei Beginn des dreißigjährigen Krieges war Ferdinand II. schen Bauern italienische Priester aufzudrängen. genötigt, die Hilfe Magimilians von Bayern zur Bändigung Magimilian teilten aber diese Anschauung nicht der unbotmäßigen Protestanten und Durchführung der Gegensten strengere Maßregen. reformation anzurufen und demselben an Zahlungsstatt für die Sierzu sollte sich bald in Anlaß bieten. Die B Kriegskosten die oesterreichschen Lande ob der Enns zu verpfän Sitern des Grafen Kheonhüller waren schon län den. Maximilian setzte sich über die verbrieften Rechte der Land Borden. Am 11. Mai 1625 sollte in dem schaft hinweg und ernannte den Grafen Adam von Herbersdorf lenburg ein tatholischer Giftlicher eingesetzt wer zum Statthalter. Dieser, wegen seines evangelischen Glaubens er und Bauern, bei 1500 Mann, gingen nicht in t aus Steiermark geflüchtet und später zum Katholizismus über n verjammelten sich in Wer und Waffen au getreten, war im Grund seines Herzens nicht bauern und pro- ehoben ein Geschrei und lästeten die Sturmglo testantenfeindlich, aber Kaiser Ferdinand verlangte von Marins fuchte fie der Oberpfleger Grünzacher zu besch atilian nunmehr die Ausrottung jeglicher Spur der neuen ettürmten die Kirche und jagen den Pfarrer f Lehre. Als Herbersdorf, um das Volk nicht rebellisch zu machen, Hause, der inzwischen auf 500L Mann angewad mit Mäßigung verfuhr, verfügte Ferdinand am 4. Oftober 1624. ette jobann das Schloß Franke burg. Herberst day sämtliche protestantischen Pfarrer und Lehrer binnen acht Truppen und forderte die Belagrer auf, abzusi Tagen das Land zu räumen hätten und setzte eine Reforma adelsführer auszuliefern. Um seier Aufforderu tionskommission ein, die im Land herumreifte, um dieser Mag. rud zu geben, hatte er gleich der Henker mit Hiermit begann eine furchtbare Leidenszeit für die bäuer dem Oberpfleger die schriftliche eidliche Zusage,
zu jener Zeit zählte man in Oberoesterreich ungefähr 350 000 Einwohner, meistens Bauern deutschen Geblüts, die fast ausnahmslos die Lehre Luthers angenommen hatten. Diese Leute lebten unter schwerem Drud, denn sie saßen nicht als freie Männer auf eigener Scholle, sondern waren Hörige der weltlichen und geistlichen Grundherren. Bei jeder Gelegenheit hatten fie schwere Steuern und Abgaben zu zahlen: die Anleit beim Antritt, die Ableit beim Verlassen eines Bauerngutes, das Besthaupt beim Tode des Besitzers, den Zehnten vom Getreide, die Kleinrechte, d. h. Abgabe von Kälbern, Geflügel, Eiern, Schmalz, Schafen, Lämmern u. dergl. m. Dazu kamen Fron
regel mehr Nachdruck zu verleihen.
die Bauern ließen sich auf nichts ein Sie erpre


