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randwunden.

Gießener Zeitung"

trägen ausgearbeitet, von denen die wichtigsten für Gießen die folgenden find: Die D- 3üge D 27/28 Mainz- Wiesbaden- Ber lin mit ihren Flügelzügen 27a/ 28a Frantjurt- Nauheim, 123, 124 Trier- Gießen sollen ganzjährig gefahren und folgende Kurswagen vorgesehen werden: Frankfurt- Kassel- Halle­Leipzig, Trier- Berlin, Baden- Baden- Berlin und Saar brüden Wiesbaden- Berlin.

glüdsfälle in der Neujahrsnacht im Kreise Justiz, sondern bei dem Amtsgericht eingereicht werden Deutschen Industrie und Handelstages" eine Reihe von An­Da wollten der 18jährige Gohn des Oberjen. Auch die Zuständigkeit zur Entscheidung über An­zwei andere junge Leute ein mit Buloer gee auf Ehelichkeitserklärung und über Gesuche um Befreiung ngstohr zur Explosion bringen. Der Gaus dem Ehehindernis des Ehebruchs ist geändert. Es ist be: und verlegte Geft jo dywer, daß er wenigemt worden, daß in diesen Sachen der Präsident des Land­erschied. Die anderen beiden jungen Leut.hts Die Entscheidung zu treffen hat, sodas an diesen auch enartiger wie tragischer Unglüdsfall. Hier zum Ehrendoftor ernannt. Die veterinär- medizinische In Muschenheim ereignet entsprechenden Gesuche zu richten sind. e alte Ehefrau des Sattler Heinrich Häuser iltät der Universität Zürich hat Dr. Paul Martin, Pro­fugel getroffen und auf der Stelle getötet. in Anerkennung seiner Verdienste als Forscher und Autor Täter wurde eine 24jähriger junger Mann, dem Gebiete der Anatomie und Embryologie der Haustiere en Familie, verhaftet, der zugab, scharf ge- seiner Lehrtätigkeit zum Ehrendoktor ernannt.

jter aus dem Treiben auf der Straße zujah.c

- Einen schrecklichen Tod fand am

r an der veterinär- medizinischen Fakultät unserer Universi­

n Neujahrs: Legitimationsscheine zur Berteilung von Drudschriften, gehen an die gemeinnützigen Auswanderer- Beratungsstellen, in

aufen, verteilen, anheften oder anschlagen wollen, die für

heichung der im eichpflichtigen Berleht be- agen müffen.

alte Witwe Teil in Odenhausen, deren Kleisten Schriften oder Bildwerken. Das Polizeiamt weist da­nicht, die Frau zu retten. Sie starb eines ten oder Bildwerke öffentlich gewerbsmäßig ausrufen, Trotz sofortiger Bemühungen seitens thret hin, daß diejenigen Personen, welche Druckschriften, andere Die in zweijähriger Wiederkehr geseglich Jahr 1927 erforderlichen Legitimationsscheine alsbald be: e( das sind Längen- und Flüffigteitsmaße, Einlieferung der Steuertarte und Steuermartenblätter lüssigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und hans 1926. Innerhalb des Monats Januar 1927 find für alle aagen bis ausschließlich 3000 kg.) foll in eitnehmer, für die 1926 Steuermatten verwendet und ver De Zeiten festgesetzt: Bom 3. bis 8. Januar nte, abzuliefern. Näheres im Anzeigenteil der heutigen nach dem untenstehenden Berteilungsplan; wurden, die Steuerkarten an das zuständige Finanzamt, n. Für die Einlieferung beim Eichamt dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 31. Dezember 1926

"

Oberhessische Berkehrswünsche. Der Verkehrsbund Ober­

reuzplatz, Geltersweg, Maigasse, Blochstraße, gabe.) Johannesstraße und Diezstraße. Bom 1927: Bezirk 2: Marktplatz, Mäusburg, Lin en und das Eisenbahnverkehrsamt Gießen haben bei der

h, Schulstraße, Schloßgasse, Kaplaneigaffe hsbahndirektion Frankfurt a. M. eine Verbesserung des

gasse, Kirchstr., Burggraben, Auf der Bach, 17.- 22. Januar 1927: Bez. 3: Marttstr.,

t, Löbershof, Mühlstraße, Kleine Mühl

mtags- Zugverkehrs auf der Strede Gießen- Nidda- Schotten ntragt, die darin bestehen soll, daß ein direkter Sonntags­Bug Gießen- Schotten im Winter und Sommer gefahren

He, Westanlage, Nordanlage, Oswalds ben soll, um hierdurch dem Wintersportsmann und den Lahnstraße, Rodheimerstraße, Krofdorjet tüglern im Sommer Gelegenheit zu geben, leichter und be=

Hardt. Bom 2. bis 10. Februar 1927:

Be, Tiefenweg, Kaplansgasse, Katharinen Boltengasse, Schanzenstraße, Frankfurter ilhelmstraße, Liebigstraße, Leihgesterner

mer als bisher den Vogelsberg besuchen zu können. Der

etene Zug foll gegen 6% Uhr früh in Gießen abgehen und

tt bis Schotten gefahren werden, wo er gegen 8% Uhr ein­

fen würde. Der Antrag unterliegt gegenwärtig der Prü­

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en Bahnhöfen, Ebelstraße, Friedrichstraße durch die Reichsbahndirettion.- Die Reichsbahn läßt am erstraße, Hillebrandtstraße, Kliniftraße, menden Sonntag früh um 6% Uhr einen Sfizug von Gie Fraße, Hinter der Westanlage. Bom 11. nach Schotten zu dem auf dem Hoherodstopf stattfindenden

Bezirl5: Neuenweg, Neuenbäue, Sonnen

idengasse, Gartenstraße, Stephanstraße,

cennen fahren.

ergerweg, Ludwigsplay, Ludwigstraße Kraftposten in Hessen. Der Kraftpostverkehr hat sich im cake, Goethestraße, Bleichſtraße, Berg, elaufenen Jahr gut entwidelt. 1926 wurden folgende neue erstraße, Kaiserallee, Wolfstraße, Moltte ftpostlinien eröffnet:

her Steinweg, Roonſtraße, Gutenberg 1. Gießen- Krofdorf- Fellingshausen,

2. März 1927: Bezirk 6: Walltorstraße, 2. Gießen Hochelheim- Niederkleen,

iſtraße, Lindengaſſe, Brandgaſſe, Sand, 3. Mainz- Rostheim- Gustavsburg- Trebur- Nauheim( Kr.

13leiberg, Hundsgasse, 30zelsgaffe, After

Groß- Gerau) Bhf.,

augaffe, Steinstraße, Weserstraße, Damm 4. Alzey- Dautenheim- Monzernheim- Westhofen Bhf., hstraße, Marburgerſtraße, Wieſederweg 5. Groß- Bieberau Niedernhausen- Brandau.

peren noch nicht angeführten Straße Bon der Oberpostdirektion Darmstadt werden zurzeit 27 alge und angemessenem 9thstande min en betrieben. Die Vorarbeiten für zwei weitere neue Li­nd Gewichtsrevision stattfinden. Wir in: Alsfeld- Meiches und Offenbach( Main)-Bilbel find so­mertam, daß die Neigungswaagen am it vorgeschritten, daß diese Linien bald eröffnet werden ecicht werden. Diese Eichung ist beson- men.

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Auskunft erteilt das Eichamt. Amts Kennzeichnung der Luftpostsendungen. Luftpostsendungen vormittags und 2-4 Uhr nachmittags. rden oft als solche nicht erkannt, weil die Absender den Ver­geschlossen. Mit Luftpost" oder Mit Flugpost" so undeutlich und n auf den Namen der Firma Ladfabrit wenig auffallender Stelle niederschreiben, daß er im Post­zu Gießen eingetragenes Grundstüd imeb übersehen wird. Um derartigen Unzuträglichkeiten vor= jed( Schätzungswert 98 000 R.-Mt.) folgen und die Sonderbehandlung der Luftpostsendungen bruar 1927, nachmittags 3% Uhr, zwangs sichern, ist der Luftpostvermerk des Absenders, wenn ein Klebezettel Mit Luftpost" verwendet wird, fortan it links neben die Angabe des Bestimmungsortes zu

am Befreiung vom Aufgebot und ebenso eiung von dem Ehehindernis der zehn entscheiden in Hessen jetzt die Amtsge

Anträge für den Jahresfahrplan 1927/28. Der Bund Gesuche nicht mehr bei dem Ministeriumher Berkehrsvereine hat für den Fahrplanausschuß des

der Größe des Hofes von 39 bis 156 Bevölkerung. Zu den schier untragbaren Leistungen an den Tag zu 8, später 12 Arbeitstunden Grundherrschaften kamen noch hohe Notgebühren und son­Beherbergung und Verpflegung des ime kirchliche Abgaben. Das sittenlose Treiben der entarteten tischen Geistlichkeit widerte die Bauern an und trieb sie erst Jsoolfs. en Verhältnisse im Verein mit Religions it der Lehre Luthers in die Arme. Dazu kamen zwei schlechte it dem großen deutschen Bauernkrieg von iten und ein harter Winter sowie die Unterhaltung einer ei Unruhen und Wirrungen Veranlassung jagung von 3000 Mann, die zum größten Teil bei den uern im Quartier lagen und diese in unerträglicher Weise wo die Lehre Luthers unter Edelleute gten.

e Anhänger besaß, hatten die letzteren si Die katholischen Priester, welche an die Stelle der vertrie­haftlichen und religiösen Bebrüdungen er en lutherischen Prädikanten getreten waren, waren meistens Mühlviertler auf, erlitten eine Nieder durch murde die Erbitterung noch vergrößert und es fam n aber 1595 bei Neumarkt. Infolgedessen Widersetzlichkeiten. Als Ende Januar 1625 ein italienischer Kaiser Verzeihung, setzte die Frondienste lester in Natternbach eingesetzt werden sollte, liesen die en Gutsherrschaften, den Robot( Grundab lern zusammen, erhoben Einspruch, bewarfen ihn mit Stei­ie Entfernung der lutherischen Prediger und Dorf hinaus. Daraufhin ließ Herbersdorf fünf Rädels­Geld und Naturalien zu fordern. Zugleich und jagten den Dechant samt dem Reformationskommissar g der früheren katholischen Pfarrer. Die ter verhaften und lud auch den Grundherrn, Freiherrn von I Maßregel scheiterte an dem zagen Wider benfeld, nach Linz vor, weil er ihn im Verdacht hatte, er und, und Kaiser Matthias sah sich be: seinem der Anstifter des Tumults gewesen. Es fonnte jedoch nichts gezwungen, weitgehende Zugeständnisse in iesen werden, und der Statthalter sah sich sogar genötigt, es dreißigjährigen Krieges war Ferdinand II. tschen Bauern italienische Priester aufzudrängen. Ferdinano e Maximilians von Bayern zur Sändigung Maximilian teilten aber diese Anschauung nicht und ver= Protestanten und Durchführung der Gegen gten strengere Maßregen.

aliener, welche der deutschen Sprache nicht mächtig waren.

machen.

den Erzherzog Leopold zu berichten, daß es nicht angehe,

setzte sich über die verbrieffen Rechte der Land geworden.

Am 11. Mai 1625 sollte in dem Marktori

erhoben ein Geschrei und läteten die Sturmglode. Vet­erstürmten die Kirche und jagen den Pfarrer fort. Der

* Wichtig für Auswanderer. Es kommt sehr oft vor, daß sich Personen, die auswandern wollen, an die deutschen Ver tretungen, Gesandtschaften, Konfulate oder Deutsche Vereine wenden und um Auskunft bitten. Laut Ministerialverfügung dürfen dieselben keine derartigen Gesuche beantworten und deren Bezirk der Gesuchsteller wohnt. Alle Auswanderungs­willigen tun daher am besten, sich direkt an diese zuständige Beratungsstelle zu wenden. Der Bezirk der Beratungsstelle Frankfurt a. M. umfaßt u. a. Hessen- Starkenburg, Hessen- Nassau Oberhessen und Walded. Auskunft wird fostenlos erteilt. Frankfurt a. M., Rathenauplatz 3. Sprechstunden von 9-2 Samstags von 9-1 Uhr.

* Demokratische Tagung. Der Landesverein Hessen der Deutsch- Demokratischen Partei wird am 23. Januar in Frank­furt a. M. eine Landesausschussitzung abhalten, bei der Refe= rate über Reichs- und Landespolitik vorgesehen sind.

* Hauptversammlung des Hessischen Landeslehrervereins. Am 4. und 5. April wird der Hessische Landeslehrerverein seine diesjährige Haupt- und Vertreterversammlung in Offenbach abhalten.

* Ein Wanderheim der Deutschen Turnerschaft im Taunus. Auf dem Großen Feldberg im Taunus wird von der Deutschen Turnerschaft, Mittelrheinkreis, am 9. Januar das von ihr er­worbene Wanderheim geweiht werden. Als weiteres Heim wurde ein Gebäude auf der 577 Meter hohen Tromm bei Fürth im Odenwald erworben, dessen Herrichtung bevorsteht.

Aus Nab und Hern.

Bad Nauheim. Der Gesamtbesuch unseres Bades betrug in 1926 33 396 Personen. Die Gesamtsumme der im Laufe des Jahres abgegebenen Bäder betrug 367 129 einschließunch 13 958 Freibäder.

Schotten. Auf einer Verkehrskonferenz unter Leitung von Regierungsrat Weber wurde eine neue Autolinie besprochen, die von Alsfeld nach Ulrichstein über Vadenrod, Storndorf, Meiches und Helpershein führen soll und vielleicht bis Schot­ten weitergeleitet wird. Die Autolinie Schotten- Ulfa- Hungen soll diese Woche noch in Betrieb genommen werden.

Wetzlar. Nach über 20jährigem Wirken ist Bergwerks­direktor Haasters aus seinen Aemtern bei den Buderusschen Eisenwerten ausgeschieden. Nachfolger des Scheidenden als Leiter der Bergverwaltung wird Berginspektor Dr. Witte, der ebenfalls schon eine Reihe von Jahren in den Diensten der Gesellschaft steht.

Marburg. Wie mitgeteilt wird, liegen die Eisenerzlager, die man in der Nähe von Müde( Hessen) entdeckt hat, in der Gemarkung Weidartshain in der Nähe der Station Lardenbach an der Strecke Laubach- Müde.

Marburg. Wie der Marburger Verkehrsverein bekannt gibt, findet Pfingsten d. J. außer dem Reformationsfestspiel Dor der lutherischen Pfarrkirche auch noch eine Tagung der ehe­maligen 11er Jäger statt. Gegen Ende des Sommersemesters folgt die 400- Jahrfeier der Universität, und für den August sind eine große Tagung des Beamtenbundes und eine breitägige Tagung des Rhein- Mainischen Verbandes für Reichskurzschrift angesagt.

Marburg. Vor dem hiesigen Amtsgericht hatte sich ein Ar­beiter aus Marburg unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wegen Blutschande und Notzudt zu verantworten. Als ihm das Ur

nicht bestraft und feine katholischen Priester mehr angestellt werden sollten; dann erst gingen sie auseinander.

Der Statthalter betrachtete sich nicht als durch die Zusage des Pflegers gebunden. Er ließ an sämtliche Männer der Märkte Frankenburg und Vöcklamarkt sowie der Pfarreien Neukirchen, Gampern und Köndorf die Aufforderung ergehen, sie sollten sich am 13. Mai, nachmittags um 3 Uhr, ohne Waffen bei der großen Linde auf dem Haushamerfeld einfinden. Wer sich stelle, solle straflos bleiben, die Widerspenstigen sollten an Leib und Gut, an Weib und Kind den Soldaten preisgegeben werden. Daraufhin versammelten sich bei der Linde gegen 2000 Mann. Diese wurden sofort von Soldaten zu Fuß und zu Roß umringt und mit Geschützen umstellt. Herbersdorf, hoch zu Roj, befahl ihnen, nach Pfarreien geordnet, anzutreten. Als dies geschehen war, mußten die Obmänner und Ausschüsse der Gemeinden sich gesondert aufstellen, worauf eine Abteilung Soldaten sie einkreiste. Auf der anderen Seite mußten die Ge­meinden einen Kreis bilden. In diesen ritt Herbersdorf ein und erklärte, er wolle zwar Gnade walten lassen, aber die Vor­rechte der Märkte Frankenburg und Vödlamarkt seien hiermit Derwirkt; die Leute hätten sich dem Befehl des Kaisers zu fügen und katholisch zu werden; wer das nicht wolle, dürfe aus­wandern. An Stelle der entflohenen Rädelsführer sollten die Ausschußmitglieder Strafe erleiden; bis dahin dürfe keiner jeinen Platz verlassen.

Das versammelte Volt fiel auf die knie und dankte für dieje absonderliche ,, Gnade".

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Nunmehr redete Herbersdorf zu den Ausschüssen. Auch ihnen wolle er Gnade angedeihen lassen, daher würde er sie nicht aufs Rad flechten, sondern nur henken lassen, und aus ganz besonderer Gnade nur die Sälfte von ihnen. Je zwei sollten miteinander ums Leben würfern, wer verliere, würde gehenkt.

rufen und demselben an Zahlungsstatt für die Hierzu sollte sich bald en Anlaß bieten. Die Bauern auf oesterreichschen Lande ob der Enns zu verpfän: Gütern des Grafen Khevenhüller waren schon längst schwie­D ernannte den Grafen Wam von Herbersdorf lenburg ein katholischer Giftlicher eingesetzt werden. Die Dieser, wegen seines evangelischen Glaubens ger und Bauern, bei 1500 Vann, gingen nicht in die Kirche, geflüchtet und später zum Katholizismus über den versammelten sich in Wer und Waffen au vem Fried­, aber Kaiser Ferdinand verlangte von Mari ens suchte sie der Oberpfleger Grünzacher zu beschwichtigen. dersdorf, um das Volk nicht rebellisch zu machen, le Saufe, der inzwischen auf 5000 Mann angewachsen war, Serfuhr, verfügte Ferdinand am 4. Oftober 1624 lagerte sodann das Schloß Frankelburg. Herbersdorf jam­b zu räumen hätten und setzte eine Reforma Rädelsführer auszuliefern. Um seiner Aufforderung mehr

Grund seines Herzens nicht bauern- und pro­

die Auscottung jeglicher Spur der neuen

rotestantischen Pfarrer und Lehrer binnen acht

ein, die im Land herumreiste, um dieser Maj­

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te Truppen und forderte die

Belagrer auf, abzuziehen und

horud zu geben, hatte er gleich des Henker mitgebracht. die Bauern ließen sich auf nichts ein Sie expreßten noch

nn eine furchtbare Leidenszeit für die bäuer dem Oberpfleger die schriftliche eidlhe Zusage, daß sie

brud zu verleihen.

Ein schwarzer Mantel wurde auf der Erde ausgebreitet und das grausige Würfelspiel begann. Sechsunddreißig Männer mußten paarweise vortreten und auf dem Mantel um ihr Leben würfeln. Zwei von den Verlierern wurden durch Grünzacher freigegeben, die andern aber sofort vom Henter gepackt und an der Linde des Haushamerfeldes sowie auf den Kirchtürmen Don Frankenburg, Vöcklamarkt und Neukirchen aufgehängt. Am darauffolgenden Gamstag wurden die Leichname abgenommen und vor Vöcklamarkt längs der Salzburgerstraße auf Spieße ge­

Nr. 2.

teil verkündet wurde, zog der Mann ein Terzero! und gab einen Schuß auf sich selbst ab aber die Kugel blieb in der Kleidung steden.

Frankfurt a. M. Im Anschluß an die große Sunda- Expe­dition der Jahre 1911-12 des Frankfurter Vereins für Geo­graphie wird in diesen Tagen eine zweite Expedition nach den Kleinen Sunda- Inseln unter Führung von Dr. Rensch- Ber­lin abreifen. Sie ist durch Spenden Frankfurter Großindustriel­ler und unter Beteiligung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft ermöglicht worden.

Frankfurt a. M. Das Auswärtige Amt hat den deutschen Auslandsbehörden Anweisung gegeben, Besuchern der vom 27. bis 30. März stattfindenden Frankfurter Frühjahrsmesse den Sichtvermerk bei Vermittlung der Vertreter des Meßamtes fostenfrei zu erteilen.

Bad Homburg v. d. H. Die Kurverwaltung hat beschlossen, auch während des Winters im Kurhausbad sowohl die Sprudel­und Mineralbäder verabreichen zu lassen. Die Badezeit ist Mittwochs und Sonnabends

Weilburg. Bürgermeister Karthaus tritt nach 21jähri ger Wirksamkeit auf seinen Antrag hin in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Dr. Höhn aus Köln, ist am 3. Januar durch einen Vertreter des Regierungspräsidenten in sein Amt eingeführt worden.

Limburg. Ab Freitag, 7. Januar, wird der Triebwagen 462 Limburg- Laurenburg bis Bad Ems durchgeführt.

Eltville. Die Kleinbahn Eltville- Schlangenbad, die jahre lang den Dienst einstellen mußte, wurde von der Stadt Elt ville angekauft und dem Betrieb wieder übergeben.

Aus aller Welt.

Angebliche Lepra- Erkrankungen in Deutschland. Jm August v. J. hatte eine westdeutsche Tageszeitung be richtet, daß in Göttingen zwei Kinder, die auf einem orienta lischen Gebetteppisch gespielt hätten, an Lepra( Aussatz) erkrankt seien. Obwohl damals von zuständiger Seite erklärt worden war, daß diese Zeitungsnachricht jeder tatsächlichen Grundlage entbehre, hat jenes Gericht inzwischen in der Bevölkerung einer Anzahl deutscher Städte Verbreitung gefunden. Dieses Ge rücht gewinnt durch Erzählungen, die von mehreren Provinz­blättern veröffentlicht worden sind, den Anschein der Glaub­würdigkeit. Demgegenüber sei darauf hingewiesen, daß bis=" Her alle um Aufschluß gebetenen Medizinalbeamten, Kreis- und Bezirksärzte, erklärt haben, daß ihnen ein Leprafall nicht be­gegnet sei. Maßgebende Aerzte sind der Meinung, es sei nicht wahrscheinlich, daß Lepra durch Gegenstände übertragen wird, weil zur Infektion ein längerer innigerer Kontakt mit Lepra­franken notwendig sei. Diese Meinung wird vom Direktor des Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg ge­teilt; er bezeichnet die Möglichkeit einer Uebertragung von Aussatz durch Perserteppiche als ausgeschlossen. Sonach ist durchaus kein Grund zur Beunruhigung vorhanden. Eine Forschungsreise Sven Hedins nach Zentralasien.

Der jetzt 61jährige Dr. Sven Hedin wird eine neue Expe­dition unternehmen. Er hat von der chinesischen Regierung die Erlaubnis zu einer Forschungsreise nach dem Wüstengebiet Zentralasiens erhalten. Es begleitet ihn ein großer wissen­schaftlicher Stab. Die Expedition wird in den nordwestlichen Teil des eigentlichen China und das chinesische Turkestan vor­bringen.

Ein 94jähriger, der seine Unabhängigkeit schätzt.

In London lebt in einem kleinen Zimmer ganz allein ein Veteran des Krimkrieges, der an der Schlacht bei Balaclava am 25. Oktober 1854 teilgenommen hat und jetzt in seinem 94. Lebensjahr steht. Alle noch so dringenden und wohlgemeinten Aufforderungen, doch in ein Heim für alte Soldaten zu gehen, lehnt er mit der Begründung ab, daß in solchen Anstalten zu= viele Regeln und Verbote existierten, was ihm durchaus nicht paßt, z. B. müßte er abends um 10 Uhr zu Hause sein.

stedt, damit Bürger, Bauern und Wanderer sähen, welchen Ge­winn der Aufruhr gebracht."

In den Bauernhäusern aber trieb das Kriegsvolk noch lange Zeit sein schändliches Wesen.

Heute befindet sich an jener Stelle eine Bronzetafel mit den Namen der Spieler.

Das war das berüchtigte Frankenburger Würfelspiel von 1626. Es sollte nur ein Vorspiel sein.

Kaiser Ferdinand gab im August 1625 seinen Reformations tommissaren verschärfte Weisungen und ließ am 10. Ottober im ganzen Land bekannt machen und an den Kuruyenaren an­schlagen, daß die evangelischen Prediger dauernd abgeschafft bleiben sollten. Den übrigen Protestanten blieb nur die Wahl zwischen Belehrung oder Auswanderung. Jeder Auswanderer mußte der Regierung den zehnten Teil seines Vermögens als Nachsteuer und der Grundherrschaft ebensoviel als Freigeld zu­rüdlassen. Endfrist war Ostern 1626.

Dieser Erlaß wandte sich aber auch gleichzeitig gegen den Adel. Nur denjenigen Adeligen, deren Vorfahren nachweis­lich bereits vor fünfzig Jahren den Landständen angehört hatten, sollte es erlaubt sein, bei ihrem lutherischen Bekennt­nis zu verbleiben. Der Adel protestierte, erlangte jedoch nur Verlängerung der Auswanderungsfrist auf zwei Jahre und für die alten Landstände die Erlaubnis, sich in Niederoester. reich niederlassen zu dürfen, wo es ihnen gestattet sein sollte, ihre Religion beizubehalten, nicht aber, sie auszuüben.

Um dem Erlaß mehr Nachdrud zu geben, wurden die Häu­jer sämtlicher Protestanten mit starker Einquartierung belegt Der ausgeübte Drud verfehlte, wie zu erwarten stand, seine Wirkung nicht, aber das oberoesterreichische Bauernvolt war doch weit zäher, als man sich vorgestellt hatte. Bis Anfang Mai 1626 war zwar die Bürgerschaft aller Städte und Märkte fajt ausnahmslos wieder katholisch geworden, vom Adel jedoch waren nur zwei abgefallen und die Bauern verharrten steif­nadig bei ihrer Ueberzeugung: sie wollten weder vom Aus­wandern noch vom Katholischwerden etwas wissen.

Am 15. Mai befahl Maximilian die allgemeine Entwaff= nun und versprach, daß die Bejagung vermindert werden solle, wenn diesem Befehl Folge geleistet würde. Die Bauern ge horchten und lieferten ihre Waffen ab in der offnung, auf diese Weise die Soldaten loszuwerden und wieder freie Hand zu bekommen. ( Schluß folgt.)