Einzelbild herunterladen

Erscheint: Sa Bezugspreis 50 Pig. mona Rebottionsfolus früh 8 Uhr. bang nicht verlangter Manuftr

Gi

40. Jahrg. 1. Bla

100- m

Politische Sa

Der Konflikt in der Eisen Immer härfere Formen an, sodaß die tungsverhandlungen gefährdet erfchei Die Länder haben sich zum großen Die geplante Bohnsteuerjentun

*

Bilsubsti ist gestern zu w Mufenthalt in Genf eingetroffen.

Der Böllerbund, der in 3weigbüros unterhält, wird im tia falhes eröffnen.

*

Der Antrag auf Einführung der mich it abgelehnt worden.

Streitigkeiten, die zum Abbruc ingen mit Italien geführt ho Hiebsgericht vorgelegt.

*

Die Teilnehmer an den Grok

in Ungarn find in Bularest von M

Washington. Nachdem Präside endgültig verzintet hat, werden a bentshaftstandidaten jetzt 50ove an erster Stelle genannt. Dames

hazem abgelehnt, dod hoffen weite Kandidatur bereit finden lassen m fo national anerkannte Stellung

Regierungsbildun

Rud nach

Darmstadt. Die Mitglieder foalition haben wiederholt in lan 3ufammensetzung der neuen Regi Ergebnis werden offiziell nur a gegeben; doch hört man von un Erwägungen und Forderungen: Grundfäßliche Forderung ble fehung des Ministeriums des In fraten und zwar Lommt hier int bg. Leusner in Betracht. rung der Kreisämter nur eine Shulwesen soll diesem Minister ben. Nur im Falle der hier b

des Zentrums nicht zu überwind Ministerium dem Zentrum übe bag an Stelle des beisherigen eine meiter fints orientierte 3 lag gebracht wird. Für den Gi mill die Sozialdemokratie bas Staatspräsident rich doch inf Bürde abgeben wird, um feine su Derleben, Die von einem Bartei getragene Absicht, den um Staatspräsidenten zu ertür biese Absicht bestand), scheint an

heitert zu sein. Man will bas trum überlassen, das dazu das F Die Demofraten sollen dafür ten, die dafür den Abgeordnete Berfon vorschlagen. Nur das Wirtschaft foll feinen bisherigen peite jozialdemokratische Minist mate, behalten.

Emeute Anfechtung der S Segen die Gültigkeit der le met die Nationalsozialistis Rechtsanwalt in München Beschr eingebende Begründung beigegeb

Landtagsbeginn

Darmstadt. Der neugewählt dag feine erfte tonftituierende Gi

tag zeigt basfelbe Bild wie früher

dem Teil diefelben Abgeordneten.

ein tabifaleres Gepräge und pro

pier Reulinge. Auf der Rechten malen und Boltsparteilern die Bol beren Spike ber befannte Aufmer Staatspräsident Ulrich überr bium und stellt die Anwesenheit

Bunt und fröhlich mit Blumen bemalt lind ihre Truhen und

Schränke

Wie ihre Urgroßmütter einst vor hundert und hundert Jahren pflegen jie in grünen, jonnigen Gärtlein am Haus Rejeden und Rojen, Pilien und Rellen, Levfojen und Goldlad.

End) zum Zweiten grüße id), ihr Winzer und Häder, die ihr der Rebjtöde getreulich wartet das ganze Jahr.

In langen Reihen steht ihr im Vorfrühling schon auf eure Haden gebückt in den Weinbergen, wenn ihr die winterlich jahle Erbkrume lodert und bereitet, um Pfähle zu steden und die Reben zu binden. 3mmer jeid ihr bejorgt um euer Etüd Weinland, vom ersten Reim bis zur Juniblüte und bis zur gereisten Frucht.

Kälte und Regen, Hagel und Sturm fann eud) alles, was ihr erhofft, zunichte machen. Erst dann fällt die Gorge von euch und macht jubelnder Fröhlichkeit Piaß, wenn ihr die nebeltauigen, schweren Trauben in Butten und Rufen schüttet und sie Relter und Keller entgegenfahrt.

Was wißt ihr für Feste zu feiern in den herbstlichen Wein­dörfern bei Musik und Tanz und Geschmaus, wenn der Most ins Gären fommt und zum jungen Wein wird ihr Häder und Winzer der Heimat!

Seid gegrüßt auch ihr, Schiffs­leute und Flößer, die ihr hei­mischer seid auf unieres Flusses Wellen als in den Häufern des Landes! Mit stämmiger Hand lenkt ihr euer Floß, führt ihr euer Schiff, fundig des Wegs, um. Krüm mungen und durch Brücken.

Scheint es euch nicht oft, als ob ihr fest veranfert wäret auf dem Wasser und Wiejen, Wäl­der, Hügel, Dörfer und Stätte glitten eilig an eud) vorüber, ge­xade, als ob sie euch, mehr als den andern, alle Schönheit des Heimat landes zeigen wollten?

Starke und berbe Gesellen selb ihr mit euren struppigen, furzen Bärten. euren scharfen, hellen Augen und faltigen Gesichtern.

Aber wenn einer von euch am Sommerabend, wo die Mondsichel fich heller im Wasser spiegelt, alte Lieder spielt

-

dann sitzt ihr stille,

werdet ganz zart und lauicht, bis

alle Sterne am Himmel funkeln.

RICH

Wollet alle meinen Gruß neh Wein, robe.

men, ihr Leute der fränkischen

Gaue, ob ihr in den Dörfern lebt oder in den Häufern der Städte. Alle iprecht ihr die besondere, liebvertraute Mundart der Heimat. Manchmal, wenn ich sie in der Ferne höre, lann fie mich rühren wie ein halbvergessen Volkslied, das lelie vom Feld her erf.ingt. 3hr alle, mit meinem Gruß der Liebe und Dankbarkeit grüße ich euch!

Die Stadt.

Sanftgeschwungene Hügelfetten haben sich die Hände gereicht und liegen nun stumm um die Stadt herum, die sie hüten wie ihren Stolz und ihr Kleinod.

Nur noch dem Flusse haben sie soviel Platz gemacht, daß er sich Durchschlängeln fann durch ihre Rette.

Der Fluß ist ihnen Spiegel und Spielzeug.

Lange Stunden fönnen sie, angetan mit ihren weingrünen und violettbraunen Kleidern, in seinem Waffer ihr eitles Bild beschauen. Dann wieder spielen fie mit einem Holzfloß oder einem fleinen Schiff. das daher getrieben fommt, und vor luaner Vergnügen fangen fie an zu fangen und zu ichaufeln in den anften Wellen.

Aber wenn die Hügel auch ein wenig eitel und spielerisch find,

O fommige Bellchenhänge und Blütenheden,

fchen and

nie vergessen fie darauf, ihr Aleinod, die alte Etabt. zu zu hüten. Rie verlieren sie jelbst nur ein Haus aus den Augen, und jei es das fleinste in der engsten, ärmiften Gasse.

Die holprigen Plätze, die frummen Giebelhäuser mit dem be schnitzten Fachwerk, Erfern und Türmchen und reichen Toren, die Höfe der alten Geschlechter, die dunklen Torwege und verträumten, grasbewachsenen Winkel alle die tausend verschiedenen Angesichter der Häuser sind den Hügeln teuer und oft ichiden sie weiße, zarte Wölfchen als Boten über die alten Gaffen, Plätze und Höfe, daß sie ihnen einen Gruß bringen sollen von den Höhen.

3hr besonderer Etolz aber, das sind die hohen, schlanken Türme, die wie Sonntagsgedanken aus den Häujerzeilen hervorstreben, jo viele, daß sie fast nicht zu zählen sind.

Aber am allermeisten hängt ihre Liebe an der alten, trotzigen Beste, die, hochaufsteigend über alle Rauchjähnlein der Stadt, den Hügeln frei und offen in die Augen fieht.

Rudolf Schleftl

Gleichberechtigte, mächtige Freunde grüßen sich die alte Beste und die Hügel herüber und hinüber, und die Etadt im Tale sieht dankbar zu ihren Beichützern auf.

Dankbar schmiegen sich ihre letzten Häuser an die Abhänge der Hügel. Und das sind der Menschen glüdlichste Wohnstätten, die Der stedt und geborgen in den Falten ihrer grünen und bräunlichen Schleier ruhen.

Das freie Land!

Ich liebe die alten Städte und Dörfer des Landes, ich liebe die Siedlungen der Menschen.

Wenn mein Herz still und beruhigt ist, fühlt es sich wohl im Banne der grauen, efeuumiponne nen Mauern und der turmbefrön ten Tore.

Lieb und traulich sind mir dann die wunderlich hohen, ichmalen Häuser mit den windschießen Fen stern, den holzgeschnittenen Heiligen, den roten Dellämpchen und der Schwalbennestern, die unter vor springendem Balfenwerk vertrauend angeklebt sind

Die gewundenen Gassen, die ruhigen, verionnenen Plätze, den Bach und seine schmalen Brüdlein, die Hausgärten mit den sonnen. bunten Blumen, alle fleinen, faum beachteten Dinge habe id) in mein Herz geschlossen. Aber nie ist mein Herz lange zufrieden in Umgrenzung und Enge menschlicher Wohnstatt.

Weit wird mir erst die Brust im einsamen freien Land, wo fein Haus und fein Hof mehr erinnert an die fleinen Dinge des Menichen, auch wenn sie mir noch so föstlich sind und noch so vertraut. Dort ist Größe und Alem der Unsterblichkeit im weiten braunen Aderland, im Weinbergshügel, im Baum und im Strauch, im Fluß und in der Wolfe. Dort weben Gottes ewige Echöpfer­gedanken mit den Winden und ziehen mit den Wolfen dahin übers Lond.

Häuser werden von Händen der Menschen gebaut und zerfallen und die Menschen dauern nicht so lange wie ihre Werke: aber Ader und Feld, Wiele und Wald, Hügel und Bach sind beständig und unveränderlich is stiller Größe und tiefer Schönheit. Vor tauiend Jahren lagen die braun cholligen Aeder im Frühling und die silbern wogenden Fluren im Sommer so da wie gestern und heute, und nicht anders wird ihr Bild sein in tauiend und abertausend Jahren.

Darum muß ich mein Herz immer wieder hinonsflichten ins freie Land, wenn es mir zu eng werden will und allzu ruhig.

Heimatgruß.

Grafige Raine, wo jid die goldenen Räier verleden, Wege. wie weiße Bönder um sanfte Hügel gelegt, AusCe Wanderschant, Gedige Leria, De. Band", Rurnberg.)

Junggrüne Bäume, von zärtlicher Mailuft bewegt, Alecoder. Weingärten, Tries ar hellem Flub.

C Stadt in Granien: Heimat, nimm Dank und Gruck!

bu

mein Felman,

Franken In aliche Tanor Willen. Meines Stromes Silberband, Ren chöner Tanb il mir bekannt! Sgrüß ich dich mein Frankenland, Rach freier Sänger Sillen:

Des Franken Tied.

S+ ling mir von brinen Hängen bun! Rai Reblaub um den Fecher. Run, goldner Tropfen, Ipreng den Spund! Kein Bolzer Wein in weiler Rundl Rüd mir den hede frohen und, Du blonder Sorgenbrecher!

So kling denn, junge Melobet, Durch Franken's reiche Bauel Grüß mir brn Bruder, drullch und frei, 3m Frieden fromm, im Kampf ein Ten! Grüß mir in aller beulfcher Treu Der Heimal holdle Frauel

Aus fenilen Bauen, Verlag Black, Würzburg.)

Du Tand, froh frammer Glocken Klars

Jn Banne froher Turbe, Wie sie berein Herr Walther lang, Da er die Franken een wang! Moch hallen hell bas al sallang Dr Biber

So grüß ich bid, fa bruk Id ben, 2 immer ich man meilen!

ill dir ein treuer Buhle fein Mil deinen Sagen, deinem Wein, Mein Heima land art Ichönen Main, Soll fets mein Herze heilen!

Ueberfall und Plünderung von Sommerhausen.

Cheap

Run verging mir Hören und Eehen; ich bemerkte nur noch, daß der Schuß mußte gefehlt haben, weil mein Anabe immer mit der jelben Eile seinen Lauf fortjeßte; dann aber rannte ich eilend die Treppe hinunter auf das untere Tor und fam gerade recht, ihn noch mit meinem Arm aufzufangen, ehe er, von dem Laufe ganz außer Aicm, zusammenstürzte.

Erzählung aus dem dreißigjährigen Krieg von R. H. Kaspart Mein Kollege Johannes Fentich drüben in Winterhausen feierte Jeine berne Hochzeit. Mein Johannes, den er aus der Tause ge hoben wollte darum ichon in aller Frühe hinaus in unjern Wein­berg gehen, wo er tags zuvor ein paar reise Früh­trauben gefunden, um sie abzuichneiden und dann nebst dem Glückwunich seinem Taujpaten zu brin gen. Der Torwart hatte ilm periprochen, um dieie Zeit das Tor auszutun, das die Nacht hindurch jorgiam ver chlossen gehal Ien wurde. Als der Knabe hinweggegangen, stieg ich binauf auf den Kirchturm und zog die Frühglode. Conleich fam auch das Ge­lau. von Winterhausen berüber, und es freute mich bente ganz vornehmlich, daß mein Kollege jo pünkt­lich antwortete: schon vor Jahren hatten wirs aus. gemacht, daß das uniern Wargengruß bedeuten olle.

Als ich ausgeläutet hatte und wieder die Treppe hinabsteigen wollte. blieb ich oben am Fenster

-::

Maindorf.

des Turmes ein wenig stehen und ichaute hinaus in die frische Morgenluft. Die Sonne war aufgegangen und ein goldiger Schein lag auf dem Gipfel der Weinberge, über dem Tal aber und dem Fluß und über dem Städtchen mit seinen ichlafenden Bewohnern lag ein dider Nebel. Eben trat gegenüber auf dem Berge mein Johannes aus dem Nebel heraus und ichritt auf das alte, fleinerne Häuslein 31. das beinahe auf der Spitze des Berges und vor meinem Wein­garten liegt.

Jch iah nun, wie mein Johannes dem Häuslein zulchritt, und mußte, daß er dem Hans Mündlein und seinem Sohn Alaus einen guten Morgen bieten wollte. die heute die Wacht gehabt und darum die Nacht in dem Häuslein zugebracht hatten. Ach! es war ein frommes und feines Kind, mein Johannes, gehoriam, fröhlich. fried­lich und freundlich, und ich achte. Gott habe darum feinen Eegen auf meine Zucht gelegt. um meinem väterlichen Herzen die bittern Sorgen zu verfüßen, die mich wegen meines andern Eohnes oft quä'ten.

Raum aber, daß der Knabe das Häuslein betreten, jah ich ihn wieder herausstürzen und in großen Sprüngen den Weinberg heruntereilen. Er sprang durch die Weinstöde und das Steingeröll bin wie ein gejagtes Reh, fiel und raffte sich wieder aus und jetzte über eine Mauer hinüber, wie wenn ihm der Bluträcher auf der & erie wäre. Verwundert, was das zu bedeuten habe, jah ich voll Angst herüber, siehe, da kommen im Auger d auch zwei Rerle

in roten Mänteln, wie die Kroaten sie zu tragen pflegen, aus dem Häuslein und sind in vollem Laufe hinter ihm her. Einer 30g eine stale unter ieinem Mantel hervor zielte nach dem Rind und ichof Los. im felben Augenblid hörte ich vom untern Zor her den Bert das Pärmzeichen blajen.

Rachbar hilf, Nachbar hilft Feuerjo, Feuerjo!" hörte ich den alten Beit. schreien, der bereits auf die Straße geeilt war un ich bemite, das For

machen, aber dir

u

Π

Rroaten waren auch mon da und mit ihnen ein gan zer Trupp Gelindel von 20 bis 30 Mann. Eie warfen die Torflügel zurid und bedrohten den t wart mit greulichem chen, wenn er nur einen Mudjer hören ließe. Tet Alte behauptete aber mannhaft jeinen Posten, hielt, nachdem er sein Horn über den Rüden gemorien, ihnen den Spieß entgegen und fragte, was sie hier ins Teufelsnamen zu suchen hätten. Das seien feine Ariegsleute, die ein unichuldiges Rind verfolgten, sondern ein ichlechtes Spitzbuben. gesindel.

Rudolf Schieful

Da schrie ein Kerl zu Pferd, der eine Feder auf dem Hut trug und mir der Anführer zu sein schien: Plaz da, Rameraden! ich will ihn lehren, den kaiserlichen Werbeoffizier Rifol Paradeiser und seine tapfere Rompagnie ein Epizbubengesindel zu nennen", geb seinem Gaul die Eporen, daß er einen Satz machte, und bedrobie den Beit mit dem geschwungenen Schwerte. Nun fing ich auch ait, aus Leibesträften um Hilfe zu schreien. Es tamen auch Wars Stumpf, der Bed, und andere aus ihren Häusern. Da sie aber das Bolf ichon unter den Toren fahen und feine Waffen in Händen hatten, hielten fie es für geratener, sich nicht in den Handel zu mischen. Der Alte ließ fich nicht erichreden, sondern spreizte die Beine auseinander nach der Landsknechte Weile und führte mit dem Spieß einen Stoß nach dem de des Hauptmanns, al dieser auf ihn einritt. Der aber hob rich in den Bügel auf unt ichlug ihm mit dem Schwerte jo über den Kopf, daß er foale zu Boden stürzte. Dann schrie er: Laßt ihn liegen, den alic Narren, weil er's nicht anders gewollt hat, nur mir nach, vorwärts!' jagte dem gräflichen Echloffe zu, das in der Mitte des Städtleins steht, und der ganze Hause hinter ihm drein.

Mein Johannes drängte sich zitternd an mich und rief: Lauft, lauft, Bater, sie werden uns alle umbringen!" aber fie ritten ant uns vorbei, ohne acht auf uns zu haben. 3d lief nun jogleich unter das Tor, um nach dem Veit zu sehen. Er rochelte ichwer und ichien uns nicht zu fennen; als ich ihn aber bei jeinem Namen rief und mein Johannes auch, schlug er die Augen ein wenig auf