Nr. 27 Sonnabend, den 2. Juli 1927.
ören zum Betriebsvermögen und sind nic
fönnen Steuerrüdstände, die nach Fälligte den, in Abzug gebracht werden. Handwerkern wird die Vermögenserklärun
en bereiten. Die Bilanz, sofern e ritt Höhe mit 4% herangezogen und nicht etwa für die ersten
diglich unter Beachtung der Bewertungsto rschriften für die Abzüge in eine Vermögens andeln. Die im Anhang zur Erklärung a
hen:
ng über das Vermögen fönnte daher fo
A
Se=
Geschäftsschulden
Sypothefen
20000 M Reinvermögen
5000,
5000,
1000"
4.000
35 000 M
Passiva
10 000,
5000.
20.000
35.000.
ende Handwerker haben auf Grund ihres
jes ihren Vermögensbestand pro 1. 1. 1827
uſw.
Zu beachten ist, daß es sich dabei nicht um einen Staffel tarif handelt, sondern daß jedes Vermögen einheitlich im gan zen nur mit einem einheitlichen Prozentjak herangezogen wird. Es wird also ein Vermögen von 40 000 Rmt. in seiner ganzen 10 000 Rmf. 1%, für die nächsten 10 000 Rmt. 20 Die Bermögenssteuer wird im Jahre 1927 auch wieder mit dem vollen Jahresbetrag erhoben. Im Jahre 1926 tamen betanntlich auf Grund des§ 20 des Steuermilderungsgesetzes vom 31. März 1926( RGBI. 1 S. 187) nur% des Jahresbetrages zur Hebung.
Freigrenzen. Im§ 8 des Vermögenssteuergesetzes werden zwei Freigrenzen, nämlich eine allgemeine und eine besondere Freigrenze festgesetzt:
,, Gießener Zeitung"
| Polizeiverordnung vergessen worden, auch Bestimmungen über den Anstrich zu treffen, so werde in§ 63 ausdrüdlich hervorgehoben, daß für den Anstrich der Gebäude teine grellen Farben gewählt werden dürfen. Es sei aber nicht bestimmt, daß eine Genehmigung zum Anstrich des Gebäudes erforderlich sei. Könne nur ein Verbot der Verwendung besonders greller Farben erfolgen, aber feine Genehmigung für den Anstrich eines Gebäu des gefordert werden, so tonne ein Verstoß gegen die Polizeiverordnung in der Wahl des Anstrichs der Fenster- vorliegend war braun gewählt worden nicht gefunden werden, um so weniger, als in der Baupolizeiverordnung auch für das Verputzen von Häusern, das viel eher als bauliche Maßnahme angesehen werden könne, nur eine Anzeige an die Polizeibehörde gefordert werde und von der Polizeibehörde nur ausnahmsweise aufgegeben werden könne, eine Genehmigung einzuholen. Bei der Wahl der braunen Farbe könne auch von einer Verunjtaltung oder Beeinträchtigung des Straßenbildes teine Rede sein,( IV. A. 84. 26.)
Die allgemeine Freigrenze beträgt 5000 Rmt. Hat ein Steuerpflichtiger ein Vermögen von 5099 Rmt., so bleibt et steuerfrei, da zunächst die Abrundung gemäß§ 6 des Vermögenssteuergesetzes auf volle 100 Rmt. nach unten Platz greift. Beträgt das Bermögen dagegen 5100 Rmf., jo unterliegt es in voller Höhe und nicht nur mit 100 Rmf. der Steuer. Es bleiben also nicht in jedem Falle die ersten 5000 Rmf. eines jeden
zusammen zu stellen. Jit auch kein Japen Vermögens vermögenssteuerfrei, sondern nur diejenigen Ver muß möglichst genau ermittelt werden in mögen, welche in die Freigrenze fallen und den Betrag von ermögensgegenstände der oben bezeichneter 5100 Rmt. nicht erreichen. Die Freigrenze von 5000 Rmt. gift en werden dürfen. Zweifelhafte Forderun es natürliche Personen oder Gesellschaften, z. B. fleine G.m.b.5.
orhanden gewesen sind, wobei die Augen
em Wert eingesetzt werden, der vorausfi
. Eine derartige Aufstellung fönnte etwa
nacht werden:
Einheitswertbescheid des Be:
ögens)
rräte
pothekenanteil
stige Betriebsschul
vermögen
3.000
4000.
3000 500
2000 J
12500 M
1000 M
4000 M
5000 7500 M
ufstellung errechnete Betrag des Betriebs Vermögenserklärung unter Ziff. 1 Spalte: Sten ist noch, daß in den Fällen, in denen zum Teil gewerblichen Zweden dient, ein nur im gleichen Verhältnis gemacht wer
gaben der Vermögenserklärung werden den
nur für unbeschränkt Steuerpflichtige ohne Rüdsicht darauf, ob
sind. Bei beschräntt Steuerpflichtigen gibt es die Freigrenze von 5000 Rmf. nicht, diese sind auch dann steuerpflichtig, wenn ihr steuerpflichtiges Vermögen 5000 Rmf. nicht erreicht.
Besondere Freigrenzen gelten nur für natürliche Personen mit Rüdsicht auf ein bestimmtes geringes Einkommen, große Kinderzahl und sogenannte Rentnereigenschaft. Auf Grund des § 8 Abs. 2 ergibt sich folgende Uebersicht: Es bleiben vermögensSteuerfrei:
Schwierigkeiten bereiten. Eine genau den Vermögenserklärungen beigefügt. Het ediglich, daß die beim sonstigen Vermögen mulars) anzugebenden Aufwertungsforde Jahre 1932 zur Rückzahlung fällig, nur mi ertet, und wie gesetzlich vorgeschrieben, ver it 87 Prozent des Aufwertungsbetrags an en. Wer Effekten besitzt und die Steuer ann auch die Wertpapiere in der Steuer einer Anlage genau bezeichnen und es dem en, den Steuerwert einzusetzen. stimmungen über den Vermögenssteuertan 9 des Vermögenssteuergesetzes. Der Tarif iber Steuermilderungen vom 31. März 1925 Bermögen herabgesetzt worden. Nach der ften wird zunächst das Vermögen auf volle en abgerundet. Der Tarif für die Ve t alsdann:
Bermögen bis zu 10 000 Rmt. 1° 0 20 000, 2,
11
30 000
3
"
"
"
, 50 000 von über 50 000
4
"
5
"
"
das Vermögen bis zu 10 000 Rmt., wenn das Einkommen des Jahres 1925 nicht überstiegen hat
grundsätzlich
bei 2 Kindern
bei 3 bis 4 Rindern
bei 4 und mehr Kindern
3000 Rmf.
4000 Rmt.
5000 Rmt.
6000 Rmt.
das Vermögen bis zu 20 000 Rmf., wenn es sich um Rentner handelt und das lehte Jahreseinkommen nicht überstiegen 6000 Rmt. bei mehr als 2 Kindern Bermögen bis zu 30 000 Rmt., wenn es sich um Rentner handelt und das letzte Jahreseinkommen nicht überstiegen hat
En Vermögen, die nicht der Ertragsbesteue - und Gemeinden unterliegen, insbesondere alvermögen, gelten seit dem 1. Januar 1927 und zwar erhöht sich die Vermögenssteuer. dete Vermögen
nicht 500 000 Rmt. übersteigt auf 5,5% 1000000
" 1
2 500 000
"
5 000 000
übersteigt
"
6,0,
6,5
7,0
7,5
hat
grundsätzlich
grundsätzlich
bei mehr als 2 Kindern
5000 Rmf.
4000 Rmt.
5 000 Rmf.
Unter Rentnern" werden solche Personen verstanden, welche über 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig oder nicht nur vorübergehend behindert sind, ihren Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb zu bestreiten.
Sonntag.
Lokales. Sonntagsgedanken.
Wie dies Wort dem Menschen wohltut, der sechs Tage lang nur Arbeit tannte. Glodenflang und Liederflänge haben das Sausen der Räder und den Lärm der Maschinen abgelöst. Als wüßte die Natur davon, daß alle Räder stille stehen, so feierlich ernst begrüßt sie den Sonntag.
Unter Kindern im Sinne der vorstehenden Freigrenzen sind nur minderjährige Kinder zu verstehen, welche zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören.
Dorten auf sich zu nehmen und hob den Kopi sie freilich nicht voll aufschlagen, und ihr er: ,, Papa, auch ich habe ihn zum Abschied
Darf die Polizeibehörde einen weißen Anstrich der Fenster verlangen?
Nr. 27.
Kreistagssigung. Am Samstag, den 9. Juli 1927, vormittags 10 Uhr, findet im Sigungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen die diesjährige ordentliche Sigung statt mit folgender Tagesordnung: 1. Rechnung der Kreistasse und Verwaltungsbericht des Kreisausschusses für Rj. 1925. 2. Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben der Kreiskasse Rj. 1927. 3. Tätigfeitsbericht der Bezirksfürsorgestelle und des Jugendamts des Kreises Gießen für Rj. 1926 und Bericht des Kreisschularztes für 1926. 4. Kreisjagung über Erhebung einer Wertzuwachs steuer in den selbständigen Gemarkungen des Kreises Gießen. 5. Durchführung der Reichsverordnung über die Fürsorgepflicht vom 13. April 1924; hier: den Erlaß einer Kreissagung für den Kreis Gießen. 6. Wahl der Körkommission.
Komm! Laß uns heute wandern! Die Blumen im Wiesengrund, der grünende Wald, der murmelnde Quell, Tal und Höhen, sie alle sollen uns erzählen heute vom lieben Sonntag und ihrem Schöpfer. Wandern wollen wir durch alle Gärten der Schöpfung, der Liebe und Freude. Alle hinaus in Gottes schöne Sonntagswelt, auch ihr Einsamen und du mit den schlaflosen Nächten in den brennenden Augen und dem gramgezeichneten Mund! Laßt alle Bitterfeit hinter euch, schließt zu die Kammern der Qual in eurer Brust, alle, alle sollt ihr euren Sonntag haben! Nehmt Freude mit auf den Weg, laẞt die Sorgen zu Haus, daß Glodenklang und Lieder nicht verstummen und Blüten nicht verlöschen.
In Freude und Andacht wollen wir wandern durch die Hallen im weiten Gotteszelt, über Tal und Höhen, durch das heilig ernste Schweigen der Wälder, durch Gottes große Wun derschöpfung, vor der sich betend unsere Seelen neigen.
Komm! Die Freude wartet. Laß uns wandern heute, bis der Abend sich der stillen Nacht will in die Arme legen. Und Gottes Segen sei unser stiller Begleiter durch Gottes schöne Sonntagswelt. Waldfried.
* Straßenreinigung. Nach§ 3 des Lokalreglements über die Reinhaltung und Wegfamkeit der Straßen und Plätzen sind auf Aufforderung der Polizeibehörde die Bürgersteige täglich zweimal, morgens zwischen 6 und 8 Uhr und mittags zwischen 12 und 2 Uhr, mit reinem Wasser zu begießen. Wir machen daher die Interessenten darauf aufmerksam, die Besprengung der Bürgersteige bei heißer und trodner Witterung vorzuneh men, da Zuwiderhandlungen der im§ 366 3iffer 9 und 10 des Reichsstrafgesetzbuches bezw. des Art. 114 und 120 des Po lizeistrasgesetzbuches, angedrohten Strafe unterliegen.
Persönliches. Ernannt wurden: Der Schulamtsanwär ter Ernst Butteron aus Nonnenroth zum Lehrer an der Volksschule zu Unter- Seibertenrod, Kreis Schotten, und der Rechtsanwalt Ludwig Peters in Gießen zum Notar mit dem Amtssitz in Gießen als Nachfolger des verstorbenen Notars Justizrat Hermann Kay in Gießen. Auf Grund der Altersgrenze der Staatsbeamten tritt am 1. Juli 1927 Institutsgehilfe Friedrich Belloff am Anatomischen Institut der Landesuniversität in den Ruhestand.
Die Altonaer Feuerversicherungsgesellschaft von 1830, welche am Platz der Republik in Altona ein Gebäude besitzt, war durch polizeiliche Verfügung aufgefordert worden, ihre Fenster weiß anstreichen zu lassen. Die Feuerversicherungsgesellschaft bestritt ihre Verpflichtung zum Anstrich der Fenster in einer bestimmten Farbe und erhob nach fruchtloser Beschwerde beim Regierungspräsidenten und Oberpräsidenten Klage beim Oberverwaltungsgericht, welches auch den Bescheid des Oberpräsidenten nebst der Verfügung der Baupolizeibehörde in Altona aufhob, indem u. a. ausgeführt wurde, eine anfechtbare polizeiliche Verfügung sei barin zu erbliden, daß zunächst der Feuerversicherungsgesellschaft ein Bericht des Sachverständigenbeirats des Baupflegeamts, wonach die Fenster des betreffenden Gebäudes weiß zu streichen jeien, übersandt und ferner den Malern von einem Polizeibeamten gedroht worden sei, sie vom Gerüst zu entfernen. Diese polizeiliche Anordnung sei von der vorgesetzten Behörde gebilligt worden. Die Verfügung sei aber als unrechtmäßig anzusehen. Reinesfalls habe der Versicherungsgesellschaft aufgegeben werden dürfen, die Fenster weiß streichen zu lassen. Eine bestimmte Farbe habe nicht vorgeschrieben werden dürfen. Es fönne da hingestellt bleiben, ob der Anstrich eines Gebäudes unter den Begriff der baulichen Veränderung falle, denn aus der Baupolizeiverordnung für Altona ergebe sich, daß der Anstrich feinesfalls genehmigungspflichtig sei. Es sei allerdings nicht in der
en schienen ihre Worte den Vater zu besänf reundlicher:„ Dann ist es nicht so schlimm wirst du rot und scheinst dich wenigstens z e. Die Küsse von zwei jungen Mädchen duri andtschaftliche gelten. Jetzt hätte er den ihrer Zukunft und vom Heiraten gesprochen idchen mußten sie hören, daß Frauen zwar iraten, aber doch Vorsicht im Verkehr mit hern walten lassen sollten. Das Vermöger
Elisabeth sprang gar schon auf die Füße und neigte die Lippen zum Kuß auf des Vaters Wangen.„ Bekommen wir den Wagen?"
* Auswertung von Spareinlagen. Laut einer sich im Anzeigenteil dieser Nummer befindenden Bekanntmachung der Bezirkssparkasse Gießen erfolgt bei dieser Kasse die Auswertung der Spareinlagen mit 18 Prozent des Goldmarkwertes.
4
Straßensperrung. Anläßlich der am 3. Juli 1927 stattfindenden Ruderregatta wird der Bootshausweg am Bahndamm vom Bootshause der Gießener Rudergesellschaft bis an den Durchgang nach der Ederstraße( Bahnüberführung) am 3. Juli 1927 für die Zeit von 12-7 Uhr nachmittags für den Durchgangsverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten ist die Bahnhofstraße von Westanlage an bis zur Alicestraße vom 30. Juni 1927 ab bis auf weiteres für jeg lichen Fahrverkehr gesperrt worden.
* Polizeiliches Dienstjubiläum. Am 1. Juli d. J. kann Herr Polizeiverwaltungsoberassistent Georg Klös auf eine 25jährige Tätigkeit im Polizeidienst zurückblicken. Nachdem er bis zum Jahre 1920 als Polizeiwachtmeister im Außendienst tätig gewesen war, wurde er alsdann als Polizeiverwaltungsoberassistent in den inneren Dienst übernommen. Herr Polizeiverwaltungsoberassistent Klös hat sich in seiner langen Polizeidienstzeit und insbesondere auch seit der Zeit seiner Tätig keit auf dem Meldeamt des Polizeiamts durch seine Kenntnisse, sein zuvorkommendes Wesen und seine Pflichttreue das Vertrauen seiner Vorgesetzten, sowie der Bürgerschaft erworben.
Er strich ihr unschlüssig über das braune Haar, denn ungern versagte er den Kindern Wünsche.
Gerda tam ihm zu Hilfe:„ Elisabeth, wir müssen bis zum Frieden die Pferde schonen und unsere Räder nehmen."
Der Vater lächelte:„ Gerda, du bleibst mein Musterkind!" Doch zog er sich Elisabeths Köpfchen näher, um einen Kuß auf ihren Mund zu drüden. Die Aeltere streichelte er nur mit den Fingern, während ihre Lippen seine Wangen streiften Gerda wunderte sich nicht. Alle Menschen und Tiere, auch Tyras, die Dänin, und Ajax, der Schotte, schenkten Elisabeth
ts v. Drewig war klein und nicht nur seines mehr Liebe als ihr.-
die Töchter ein Grund, in Werner nie mehr sehen. Er räusperte sich wieder, stühte die e Tischplatte und den Rüden an die Stuhl
Durch das Fenster seines Arbeitszimmers sah der Alte die Töchter aus dem Haus treten und auf ihre Räder steigen. Ueber den Kleidern trugen sie gestridte Seidenjaden, die ein Gürte! über den Hüften umschnürte. Die der blonden Gerda war hellblau. Die braunhaarige Elisabeth trug leuchtendes Altgold. Auf beiden Köpfen lagen Zipfelmützen von Farbe und Gewebe der Jaden. Allerliebst sahen die Kinder aus. Er durfte wohl stolz auf sie sein. Auch hübsch waren beide, aber verschieden, wie von Erscheinung, so auch von Art.
gen suchten die der Schwester. Wenn Vater bequem machte, statt nach der Mahlzeit in zu gehen, hielt er gewöhnlich eine Rede cher die alte mit der neuen Zeit. Gegen ſchnitten dann ſchlecht ab, obwohl Gerda ofi widersprechen oder zu scherzen, bis der Ba Jugend habe ein Recht auf eigene Gestal
Die Weltere verstand den Blick und drehte Bater: ,, Dürfen wir aufstehen? Es ist Zeit gehen."
Die schon wieder lachend scherzende Elisabeth lag beim Anjahren vornüber und hob bei einem Schwanken des Rades den rechten Arm mit dem durch die Scheiben Hallenden Jauchger eines ausgelassenen Jungen. Gerda saß mit der gemessenen
Jhr Eingemachtes
Dr. Oetker's
Einmache- Hülfe
Raine Salicylakur
ist gegen Schimmel u. Gärung sicher geschützt, wenn Sie
Dr. Oetker's Einmache- Hülfe verwenden. Es ist das einfachste, billigste und trotzdem ausgezeichnete Verfahren. 1 Päckchen Dr. Oetker's Einmache- Hülfe für 7 Pfg. genügt, am 10 Pfund eingemachte Früchte, Gelee, Marmelade, Fruchtsäfte. Gurken usw. haltbar zu machen. Gebrauchsanweisung ist jedem Päckchen aufgedruckt.
* Straßensperrung. Wegen Vornahme von Neubauarbei ten wird hiermit die Wettergasse zwischen Marktstraße und Mäusburg bis auf weiteres für jeglichen Fahr und Fußgängerverkehr gesperrt.
Dr. Oetker's Einmache- Rezepte erhalten Sie kostenlos in den einschlägigen Geschäften. Ver. langen Sie ebendaselbst das neue farbig illustrierte Rezeptbuch, Ausgabe F für 15 Pfgwenn nicht vorrätig, geg. Einsend v. Marken von
Dr. A. Oetker, Bielefeld.
Straßensperrungen,
mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Ortsdurchfahrt Hungen im Straßenzug Gießen- Büdingen für alle Fahrzeuge Dom 7.- 14. Juli; Umleitung: Trais Hor loff Steinheim- Rodheim.
Einhaus Weilburg von Km. 45,9-57,0 im Straßenzug Frank furt- Siegen für alle Fahrzeuge bis 8. Juli; Umleitung: über Weilmünster.
Km. 3,0 5,2 im Straßenzug Dillenburg- Wetzlar für alle Fahrzeuge bis auf Weiteres.
Km. 24,1-25,5( zwischen Montabaur und Neuhäusel) im Stra ßenzug Limburg- Koblenz für alle Fahrzeuge bis 9. Juli; Umleitung: alte Straße Montabaur.
Würde einer Dame auch auf dem abscheulichen Fahrzeug einer neuen Zeit. Da sauften sie aus dem Hof.
Km. 29,0-30,6( zwischen Ransbach- Hilgert) im Straßenzug Hachenburg- Koblenz für alle Fahrzeuge bis auf Weiteres; Umleitung: Hundsdorf- Hilgert.
Nieder- Mörlen Bad Nauheim im Straßenzug Gießen- Frant furt für alle Fahrzeuge bis Ende Juli; Umleitung: nach und von Usingen- Ziegenberg- Bad Nauheim über Ziegenberg Obermörlen- Hof Hasselbec.
Auf der Landstraße drehte Elisabeth den Kopf zu der Schwester:„ Papa meint es herzlich gut, aber als er jung war, muß das Leben entsetzlich langweilig gewesen sein. Warum jollen wir einen ins Feld gehenden Vetter nicht füssen?"
Gerda sah lange vor sich auf den Weg und fragte dann dringlich:„ Hast du wirklich nur den Vetter gefüßt?" Sie drehte den Kopf.
Bad Nauheim- Friedberg in dem Straßenzug Gießen- Frankfurt für alle Fahrzeuge bis 9. Juli; Umleitung: neue Straße Bad Nauheim- Friedberg. Chaussehaus Dortelweil- Bilbel in dem Straßenzug GießenFrankfurt für alle Fahrzeuge bis 10. Juli; Umleitung: Kloppenheim- Ober- und Nieder- Erlenbach.
In ihren großen blauen Augen stand so banges Warten oder Zweifeln, daß Elisabeth ihren Blid mied:„ Er ist doch vorläufig nur unser Vetter!"
,, Vorläufig, Elisabeth, das klingt..
Nieder Mörlen Bad Nauheim in dem Straßenzug GießenFrankfurt für alle Fahrzeuge 4 Wochen; Umleitung: But bach Griedel- Steinfurth- Rödgen- Schwalheim. Km. 3,0-5,5 in dem Straßenzug Dillenburg- Siegen( b. Haiger) für alle Fahrzeuge bis 9. Juli; Umleitung: über Donsbach.
,, Nein, nein, Gerdchen!" Die Jüngere wäre fast mit dem Rade gefallen. Schnell fing fie das Gewicht des Körpers mit dem die Erde stapfenden rechten Fuß auf und stand verwirrt, während die wartende Gerda eine Kurve fuhr.
Endlich saß die Jüngere wieder auf, holte die anfahrende Schwester ein und fragte leise, fast ängstlich:„ Gerdchen, glaubst du, wir könnten uns je streiten oder entzweien?"
Aus Nah und Fern.
Grünberg. Das Basaltwerk auf dem Helllopf, das der Gießener Eisen- und Betongesellschaft gehört, hat eine bedeutende Erweiterung erfahren. Gegenwärtig wird der Betrieb in zwei Schichten durchgeführt, wobei das Werk von morgens 4,30 Uhr bis abends 8,30 Uhr ununterbrochen im Gange ist. Steinfurth. Anschließend an die Sommertagung des Lan desverbandes Hessen- Darmstadt veranstaltet der Gärtnerver
Gerdas nachdenkliche Augen sahen gerade aus. Langjam, aber entschieden, schüttelte sie den Kopf.„ Nein, Liebes, wir sind uns gut und wollen es auch bleiben. Nicht wahr?"
Da erst drehte sie wieder den Kopf zur Schwester Ihre weiße Gesichtshaut flammte bis zum blauen Zipfelmühchen in heißer Röte.
,, Gerda Drewitz, wenn du dich so malen lassen könntest wunderschön siehst du aus." Die Blonde lachte frölich:„ Aber dich nennen alle die hübschere Schwester."
Auf dem Bahnhof war mehr als sonst zu tun. Wieder rollten Truppenzüge von West nach Ost. Die Mädchen fanden teine Zeit zum Lesen der Berliner Abendblätter, die sie abends nach Gewohnheit dem Vater mitbrachten. Beim Essen las er dann den Generalstabsbericht vor und war wohl ärgerlich, wenn sie ganze Sätze schon auswendig tannten. Als er heute sein Blatt über dem Teller entfaltete, zog er mit einem Freudenruf die Töchter aus ihren Stühlen neben sich. Sein Finger deutete auf die Meldung unter der des Generalquartiermeisters:
,, Eines unserer U- Boote, Kommandant Kapitänleutnant v. Drewitz, versentte am 3. d. M. im Aermelmeer den englischen Kreuzer Eagle" durch Torpedoschuß.
Der Chef des Admiralstabes." Lauter las er nochmals den nun auch schon von den ju= belnden Mädchen gesehenen Satz und fragte feierlich, fast er: griffen: Habt ihr gehört und verstanden?"
Gie bejahten. Wieder las er langjam Wort für Wort und warf dann den Rüden gegen die Stuhllehne und die Armgelente auf die Tischkante, als wolle er eine seiner Reden halten. Stolze Freude erhellte das sonst strenge, graue Gesicht: ,, Da seht ihr unseren Namen für immer mit der Geschichte auch des größten aller Ariege verknüpft. Ueberhaupt der Kurt. Ich traute ihm immer mehr zu, als eurem Werner!" Fortsetzung folgt.


