Sonnabend, den 2. April 1927.
wachung mehrerer Teilbezirke obliegt. Schließlich gipfeln sämtliche Eisenbahnbezirke in einer Zentralstelle, dem Eisenbahnminister.
Genau so ist auch das Ordnungsorgan eines Staates eingerichtet. Auch bei dem Staate gipfeln alle, die Funktionen ordnenden Organe, in einem Zentrum. Dieses Staatsoberhaupt tann den Namen eines KaiFür den jers, Königs oder Präsidenten tragen. Staatsorganismus ist der Name ganz gleichgültig.. Wie der Körper eines Lebewesens Nerven besitzt, die im Nervenzentrum, dem Gehirne, endigen, so hat jeder Staat Fühlfäden- ebenfalls Menschenketten
welche ihn mit Nachbarstaaten verbinden und im Staatszentrum endigen. Wir erkennen demnach auch im Staatsorganismus eine Analogie mit den bewegenden und den fühlenden Nerven eines Lebewesens. Das Beamtentum des Staates ist als Ordnunasorgan dem Nervensystem eines Tieres zu vergleichen. Die Obrig: teit gewährleistet die Ordnung im Staate. Ein Staat ohne Obrigkeit ist so unmöglich wie ein Tier ohne Nervensystem.
Damit seien die Gedanken des Verfoliers über die Anatomie des Staates furz dargestellt. Im Folgenden wenden wir uns der Betriebslehre oder der Physiologie des Staates zu.
Fortjehung folgt.
scheitert. Dagegen hat sich der Berjuch örtlicher Verhandlungen von Fall zu Fall als aussichtsreicher erwiesen. Nach den Er fahrungen, die in den Verhandlungen mit der ersten Schiedsstelle gemacht werden konnten, fommen für solche örtlichen Ver handlungen in erster Linie die Landbünde in Frage. So ist es gekommen, daß sich der Reichsverband des deutschen Handwerts zunächst an den Reichslandbund gewendet hat, um mit diesem zu einem Abkommen über wirtschaftspolitische Verstän= bigung zu gelangen. Mit dem deutschen Bauernbund und den christlichen Bauernvereinen find gleiche Verhandlungen eingeleitet worden, damit allmählich alle im Reichsausschuß der deutschen Landwirtschaft beteiligten Vertretungen dieses Berufsstandes in ein wirtschaftlich- friedliches Abkommen mit dem Handwerk einbezogen werden fönnen.
Dem Abschluß des Abkommens hat der Vorstand des Reichsverbandes seine Zustimmung erteilt. Sozialreaktionäre Maßnahmen sind von dem Bündnis zwischen Landwirtschaft und Handwerk ebenfalls nicht zu erwarten. Der Reichsverband des deutschen Handwerts hat als erster von den wirtschaftlichen Spitzenverbänden den Grundsatz einer berufsständischen Zujammenarbeit zwischen den Meistern und Gesellen im Handwerf vertreten. Der Reichsverband lehnt die schematische Uebertragung des Arbeitsverhältnisses, wie es in der Industrie besteht, auf das Handwert ab und ebenso die entsprechende arbeitsrechtliche Schematisierung. Dieses Verlangen nach objektiver Anordnung der arbeitsrechtlichen Sonderverhältnisse im Handwerk kann nicht als reaktionäre Sozialpolitik bezeichnet werden.
Der Reichsverband des deutschen Handwerks denkt ebensowenig daran, ein Bündnis mit der Landwirtschaft abzuschließen, das seine Spitze gegen die Industrie richtet. Ebenso wie der Reichsverband die Landwirtschaft als einen wichtigen Abnehmer für die Erzeugnisse des Handwerks und als wichtigen Lieferanten für Rohstoffe des Handwerks zu würdigen weiß, ebenso hat er sich bisher der gleichen Bedeutung der Industrie für das Handwerk noch nicht verschlossen. Deswegen arbeitet der Reichsverband des deutschen Handwerks auf das engste mit dem Reichsverband der deutschen Industrie zusammen. Man wird sich in dem Lager der Kritiker des Abkommens zwischen Reichslandbund und Reichsverband des deutschen Handwerks damit abfinden müssen, daß der Reichsverband des deutschen Handwerks eben eine selbständige Politik treibt, die ausschließ lich durch die Vertretung der Interessen des Handwerks diktiert wird, die aber gleichzeitig sich dem notwendigen Ausgleich der Interessen zwischen den wirtschaftlichen Berufsständen nicht verschließt. In diesem Zusammenhang sei endlich noch bemerkt,
Ein freundliches Wort.
In einem Badeort war in einer Verkaufsbude ein junges Mädchen als Verkäuferin angestellt. Jedermann hatte sie gern um ihres gefälligen, heiteren Wesens willen. Eine christliche Frau hatte schon manches bei ihr gekauft und sie liebgewonnen. Heute jedoch eilte sie rasch an der Bude vorüber, bemerkte aber doch, wie die Verkäuferin, den Kopf in die Hände gestützt, bitterlich weinend in einer Ecke saß. Wohl mahnte sie ihr mitleidiges Herz, dem jungen Mädchen einige teilnehmende Worte zu sagen; allein es war ein gemeinschaftlicher Ausflug verab= redet, die Freundinnen warteten, sie durfte nicht zu spät fom= men. Rechtzeitig traf sie ein, aber das Bild der Weinenden ließ den ganzen Nachmittag keine fröhliche Stimmung in ihr aufkommen. Aber was war das für ein Auflauf auf der Straße, als sie endlich abends müde und unbefriedigt heimlehrte? Die Polizei brachte eben eine Leiche, die im Fluß aufgefangen worden war. Die Dame erkannte sofort tief erschüttert die Züge der jungen Verkäuferin. Ein böser Verdacht, der auf dieselbe gefallen war, hatte sie zu diesem Schritt der Verzweiflung getrieben eine offene Aussprache, ein guter Rat hätte sie wahrscheinlich retten können; aber es war zu spät.
O, wenn du jemand weinen siehst,
Oft ist's ein kleines Leid, Das dir zu lindern möglich ist Durch wenig Freundlichkeit.
Oft unter seinem Kreuze bricht
Zusammen fast ein Herz.
Du fannst es trösten, gehe nicht Vorüber an dem Schmerz.
Weißt du, wie wohl ein liebes Wort Oft tut zur rechten Zeit? Die Bitterfeit nimmt sanft es fort, Erleichtert jedes Leid.
Ja, selbst vor der Verzweiflung bat Solch Wort gerettet schon. Ein gutes Wort find't gute Statt Und trägt in sich den Lohn.
,, Gießener Zeitung"
daß der Abschluß eines gleichen Abkommens auch mit der Sauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels bevorsteht.
Arbeitsmarttlage und Erwerbslosigkeit in Hessen, Hessen- Nassau und Walded im Monat März 1927. Das Landesamt für Arbeitsvermittlung in Frankfurt a. M. teilt mit:
Im Verlaufe des Monats März hat sich die Arbeitsmarkt:
lage im Landesamtsbezirk merklich gebessert. Infolgedessen ist die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Erwerbslojenjürsorge am 15. 3. um 18 907 auf 101 531( am 15. 2. 120 438), 15,7 v. H. gejunten. Auch die Zunahme der aus Mitteln der Krisenfürsorge unterstützten Erwerbslosen ist geringer geworden. Von den insgesamt 121 190 Hauptunterstützungs empfängern in der Erwerbslosen- und Krisenfürsorge am 15.3. entfallen auf 1000 Einwohner im Regierungsbezirk Kassel 31,0, im Reg.- Bez. Wisbaden 29,6, im Freistaat Hessen 36,2, im Kreis Weglar 21,2 und im Freistaat Walded 4,8. Von den Außenberufen ist besonders die Landwirtschaft und das Baugewerbe in den letzten Märzwochen verstärkt aufnahmefähig gewesen. In fait allen anderen Gewerbezweigen ist gleichfalls eine Belebung des Arbeitsmarktes zu verzeichnen, die Zahl der Arbeitsuchenden in der Steinindustrie, im Metallgewerbe( Autound Fahrradindustrie), im Holz- und Bekleidungsgewerbe geht von Woche zu Woche ständig zurüd. Ungelernten Arbeitsträften ist besonders als Bauhilfsarbeiter und als Zeitarbeiter bei der Reichsbahn vermehrte Arbeitsgelegenheit geboten. Die Zahl der bei Rotstandsarbeiten beschäftigten Personen ist gleich: falls beträchtlich, und zwar von 14 114 am 15. 2. auf 17 936 am 15. 3. gestiegen.
Die Steuerbelastung in Deutschland.
( Nach dem„ Berliner Börsen- Courier".)
Die steuerliche Belastung der deutschen Privathaushaltungen vor dem Kriege und nach der Inflation ist der Inhalt einer sehr tüchtigen Arbeit, welche eben von Dr. Herbert Conrad, Cherregierungsrat im Landesfinanzamt Kassel, und von Privatdozent Dr. Friedrich Raab, Vorstand der Arbeitsstätte für sachliche Politik", veröffentlicht worden ist. Es handelt sich um die tatsächliche Erfassung der gesamten Steuerbelastung in einer einzigen, auf die Konjumkraft bezogenen Zahl, welche auf den einzelnen Deutschen je nach Verschiedenheit seines Einkommens und seines Berufes entfällt. Die verschiedenen Steuern find in der Art ihrer Erhebung und in ihrer individuellen Aus- und Rüdwirkung ganz verschieden. Sie alle auf einen gemeinsamen Renner zu bringen, auf den Renner der Schwächung der Konsumkraft des Einzelnen, ist eine schwierige Aufgabe, welche ganz befriedigend zu lösen wohl unmöglich ist. Aber soweit die Aufgabe gelöst werden kann, ist wohl diese Lösung in dem vorliegenden Bändchen durchgeführt; die Arbeit ist in der technischen Ausarbeitung von großer Gewissenhaftigkeit im Detail.
Die Durchschnitts- Steuerbelastung, bezogen auf das gesamte Einkommen, betrug nach den Berechnungen von Conrad und Raab für 1913 10,5 Proz., dagegen für 1925 22,4 Proz., und dies war bereits ein wesentlicher Rüdgang gegenüber 1924 mit 24,1 Proz. Die gesamte Abgabenbelastung ist gegenüber der Vorkriegszeit, also nunmehr die absoluten Zahlen der Abgabensteigerung verglichen, auf das 2,82fache gestiegen. Die Steigerung des nominalen Volkseinkommens( von 42,5 Milliarden Mart 1913 auf 45 Milliarden RM. 1925), bezogen auf eine kleinere Bevölkerungszahl, erklärt die Tatsache, daß die absolute Steigerung der Steuerlast von 4,4 Milliarden Mt. 1913 auf 9,8 Milliarden RM. 1925 größer ist, als die Steigerung der durchschnittlichen Belastung der Einkommen.
%% des gesamten Volkseinkommens werden also gegenwärtig durch Steuern, d. h. durch die öffentlichen Körperschaften reabsorbiert.
Besonders interessiert das Verhältnis der direkten zu den indirekten Steuern. Die Bedeutung der Einkommensteuer im Gesamtsteuersystem, also relativ zum Gesamtsteueraufkommen, ist, wenn man allein von der ärmeren Landbevölkerung absieht,
Gehst du vorüber an dem Schmerz, Der dir begegnen mag,
Vielleicht verschließest du dein Herz Folgt dir die Reue nach. Wie schmerzlich ist es, wenn fortan Der Vorwurf mit dir geht:
Vielleicht hätt' es ein Wort getan, Doch nun ist es zu spät! ( Blätter aus dem Stuttgarter Diakonissenhaus.
Vom Grüßen.
Warum fällt manchen Menschen das Grüßen so schwer? Da sind ein paar Leute, die sich mir wegen Kleinigkeiten verpflichtet fühlen mögen, die mir jedesmal leid tun, wenn ich sie von fern sehe. Wie mögen sie es wohl diesmal anstellen, um ihren Hut nicht rüden zu müssen? Gern würde ich ihnen die Verlegenheit ersparen und zuerst den Hut ziehen. Aber das geht nicht. Sie starren wie hypnotisiert in ein Schaufenster oder drehen sich um und blicken jemand nach, als ob sie ihn durch und durch schauen wollten. Einer von ihnen rennt sogar immer in einen Hausgang. In diesen Fällen kann man noch eine Erklärung finden. Es ist ein peinlich empfundenes Dankgefühl. Diesem Mißbehagen will man ausweichen, dadurch, daß man nicht hinschaut.
Völlig unerklärlich wird die Sache jedoch, wenn man Menschen begegnet, die man kennt, ohne daß ein Dank- oder Schuld= gefühl sich störend einmischt, die ungefähr gleich viel" sind wie wir, wo teiner mehr" ist als der andere. Vom Moment des Erblidens bis zum Greifen nach dem Huf spielt sich da oft ein Miniaturdrama ab in bligartigem Wechsel von Furcht und Hoffnung, bei dem die Gesichtsmaste die entscheidende Rolle spielt, Furcht sich etwas zu vergeben und Hoffnung geehrt zu werden lassen, da oft im Augenblid wahre physiognomische Kabinettstücke entstehen. Es ist das Geltungsbedürfnis, der Kampf um die soziale Rangstufe, der hier in der symbolischen Handlung des Grußes ausgekämpft wird. Da geht es zu wie im Krieg. Man sucht die wahren Absichten des Gegners durch Verstellung und List zu erforschen; man zwingt ihn Farbe zu bekennen. Da wird gearbeitet mit Ueberrumplung, mit Scheinangriff"( des
Nr. 14.
Sonnabend, den 2. April 1927.
fällt gegenüber der Steigerung feines Einfor Danon abgefehen ergibt sich aber, daß selbst b rung der steuerlichen Belastung, wie sie vor d Gintommensgrenze des Regierungsrats befta pittig nicht mehr vorhanden ist; der ungelern einen größeren Teil feines Gintommens an Gt gierungsrat und der Volksschullehrer, und größeren Teil als der gelernte Schlosser. Aud geringes Einkommen in der Nachkriegszeit wird, zablt immer noch sehr viel mehr als der Re der Boltsschullehrer. Ueberhaupt tritt in beid die tatsächliche Steuerliche Bevorzugung der im öf befindlichen Personen klar hervor. Ferner ist es Der Arzt, dem es gegenwärtig schlecht geht, etwa mie der Bankdirektor.
überall zurüdgegangen, selbst in der Klasse der Reichen mit über 100 000 RM. Einkommen, welche, absolut gesprochen, das Drei bis Vierfache und im Verhältnis zu ihrem Einkommen, das Zweieinhalb bis Dreifache an Einkommensteuern zu zahlen haben. Weitaus am stärksten gestiegen sind die Grund- und Gebäudesteuern, in denen sich bekanntlich die fiskalische Staatshoheit an die Stelle des Privateigentums am Hausbesig zum großen Teil gejezt hat. Gewerbe- und Verkehrssteuern sind im Verhältnis zum Gesamtsteuerauftommen ziemlich unverändert geblieben, mit Ausnahme der Umsatzsteuer, welche allerdings sehr erheblich ins Gewicht fällt, welche sich aber auch in beson derem Maße zur Abwälzung auf den Konsum eignet und fast jogar zu einer verstärkten Abwälzung gerade gegenüber dem Kleineinfäufer einladet. Sehr start zurüdgegangen ist dagegen die relative Belastung durch Zölle auf etwa ein Drittel bis ein Viertel der Vorkriegszeitverhältnisse und auch der Be laftungsanteil durch die Verbrauchssteuern ist start zurüdgegan gen, wenn auch nicht im gleichen Umfange wie bei den Zöllen. Der Nachweis des Rüdgangs des Belastungsanteils durch Zölle und Verbrauchssteuern widerspricht der herrschenden Auffassung. daß gerade durch Zölle und Verbrauchssteuern eine stärkere Belastung der kleinen Einkommen herbeigeführt worden sei; diese ist vielmehr bedingt durch die höheren Grund- und Gebäudesteuern und durch die Umsatzsteuer.
Die in den Großstädten lebende Bevölkerung var mehr für die städtische Verwaltung als für als für die Landesverwaltung. Aber das Ver Seich und Ländern hat sich wesentlich zu Ungun wtichoben.
Und nun die allgemeinen Folgerungen, w zieht. Abgesehen davon, daß die steuerliche
haupt viel zu hoch ist, tritt die soziale Unzu gegenwärtigen Steuerverteilung klar zutage, valles Verständnis dafür hat, daß vom reine punkt aus gewisse wirtschaftlich produktive J nicht ganz richtig erfaßt werden können. Goziale liegt nicht nur in der relativ zu hohen Belastu Einkommen, sondern auch vor allem in der viel tung der Familien mit Kindern. Es ist s de diese pro Einheit des Einkommens geringer belastet sein sollten als die Ledigen oder die Ver Kinder. Wie dies zu geschehen hat, ist eine Schließlich betont die Arbeit mit Recht, daß ähnlich unbefriedigenden Ergebnis auch offe jehr viel einfacheren Steuergesetzgebung gelang
Wir haben eben die Zahlen für die Durchschnittsbelastung des deutschen Bürgers gegeben. Wie stellt sich aber die Belastung für die verschiedenen Berufsstände und Einkommentlassen? Wir stellen die Ergebnisse der Arbeit in der folgenden Tabelle zu sammen. Die Zahlen beziehen sich auf einen verheirateten Ar beiter in einer Mittelstadt, soweit wir nicht im Text eine andere Angabe machen. Die für die Familie angenommene Kinder zahl hat die Arbeit nun allerdings sehr verschieden gefaßt; fie gibt im allgemeinen der Familie zwei Kinder; aber der ge lernte Arbeiter gelernter Schlosserhat acht Kinder, wo von zwei über 14 Jahre sind; der Billenbefizer, in seinem früheren Leben Hotelbesitzer, ist kinderlos, und die Kleinrentnerin ist verwitwet. Die Steuerbelastung auf das Gesamt einkommen betrug beim:
ungelernten Arbeiter gelernten Arbeiter ( Schlosser) Buchhalter Regierungsrat
1913
1925
Proz.
Proz.
9,67
25,52
10,24
23,69
11,49
26,08( Großstadt)
10,01
24,23
Volksschullehrer
8,05
25,28( Großstadt)
Arzt
11,83
28,14( Großstadt)
Bankdirektor
14,18
28,92
1913
1925
Kleinrentnerin
15,24
Billenbesitzer
15,00
66,31
Großvermögensbesitzer
16,46
44,33 Bei dieser Tabelle fällt der Volksschullehrer aus dem Ge samtbilde heraus. Bei ihm ist zu berücksichtgen, daß er heute viel besser gestellt ist als vor dem Kriege, so daß gerade bei ihm die Steigerung der steuerlichen Belastung nicht ins Gewicht
SCHIEL
Mit dem Gelde
auskommen
ist nicht leicht. Die Hausfrau, welche sich für das leibliche Wohlergehen der ganzen Familie verantwortlich fühlt, tischt
deshalb öfter einen guten Oetker- Pudding at Sol
nahrṇafter
und wohlschmeckender Oetker- Pudding wird von alt und jung gern gegessen. Die Zubereitung nach beigegebenen Asweisungen ist sehr einfach. Infolge des hohen Nährwertes kann an anderer Stelle gespart werden. Versuchen Sie einmal Dr. Oetker's Gala- Schokoladen- Puddingpulver zu
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Hutes), der den gegnerischen Hut zum Weichen bringen soll. Oder man versucht durch ein Lächeln oder Nicen den gegnerischen Hut um den Bruchteil einer Sefunde eher in Bewegung zu setzen als den eigenen. Es kommt auch oft so, daß beide hart nädig bleiben, sich gegenseitig anstarren und ohne Gruß mitein ander zu reden anfangen. Meist beginnt das Gespräch dann mit einem„ Na?" Dieses„ Na?" kann gedeutet werden als ,, Du kannst wohl nicht zuerst grüßen?" oder als„ Wie gehts?" Dieser Kampf ist jedoch unentschieden. Der wird das nächste Mal wieder ausgefochten. Da gibt es Menschen, die sich früher einmal tannten. Sie verkehrten jahrelang nur noch in der stummen Sprache des Grußes. Es ist aber keine lebendige Beziehung mehr darin. Die jedesmalige Begegnung stellt sie vor die Frage: Wollen wir weitermachen?" Und sie machen weiter, aber nicht gern. Das ist der„ sauer" gewordene Gruß, sauer in doppelter Bedeutung.
"
Das Auf- den- Gruß- warten" tann oft inpertinente Formen annehmen. Ein solches Grußdrama fand einmal folgenden Abschluß. Der, der immer zuerst grüßte, ließ es auf einmal darauf ankommen, da war der andere ganz starr und grüßte dann ironisch in so übertriebener Weise, daß sie von da ab sich über haupt nicht mehr anschauten. Ich fannte ein wahres Grußgenie, einen Virtuosen der sozialen Abstufung des Grußes vom unscheinbaren Lüften bis zum Hutziehen bis zur Erde. Dieser Mann trug in sich einen unsichtbaren, aber genauen Maßstab für die soziale Enschätzung. War ein ihm Begegnender in eine höhere Gehaltsklasse gekommen, hatte er eine Erbschaft gemacht, eine Beförderung oder Ehrung erfahren, so drückte sich das mathe matisch genau in der Spannweite seines Grußes aus. Aber auch soziale Wertverminderungen zeigte dieser Seismograph untrüglich an.
Wie alles so ist heute auch der Gruß vielfach entjeelt und mechanisiert. Früher sagte man„ Gott zum Gruß!" oder„ Grüß Gott!" Herrlicheres gibt es nicht als diese Begrüßung zwischen zwei Menschen, auch nichts Herzlicheres. Heute bekommt man meist„ Den Teufel zum Gruß". Mit Heuchelei, Uebelnehmerei, Impertinenz, Liebedienerei, Hoffart und noch vielen anderen schönen Dingen ähnlicher Art hat der Feind den Gruß zu infi
Die vorstehend besprochene Arbeit der beide mit erschredender Deutlichkeit, in recht un habem Maße der Hausbesitz( in der Tabelle if befiz angeführt, der Maßstab gilt jedoch für den desis) in Deutschland belastet ist. Die Belastur diejenige der Großvermögenbefizer um fast ge Daß eine solche Belastung auf die Dauer den
finanziell aushöhlen muß, bedarf eines weitere Sollten Regierung und Volksvertreter nicht men, so kann eine Katastrophe im Hausbesitz da unter diesen Umständen nur derjenige noch kann, der in der Lage ist, aus anderen Mi leiften.
Aufklärungsfahrt des Oberhessische Club E. V., Gießen am 24. M Wie in früheren Jahren vor dem Krieg
Oberbeffische Automobil- Club am 24. März hrt unter Beteiligung von 11 Wagen sein insgesamt 50 Teilnehmern. Zweck der Fahrt Beobachtung und Registrierung aller den G treffenden Vorgänge, wie falsches Ausweiche Seite jahrend, versperrend, schlechte oder feh sowie Verhalten von Fußgängern, Kindern u je zwei Beobachter in jedem Wagen, und an stellung des Zustandes der Straßen und ihre ebenjo Bahnübergänge, ferner des Zustande Orts und Warnungstafeln. Gleichzeitig und zahlreich erschienenen Vertretern der C Brovinzialdirektion und des Kreisamtes, d der Polizei, der Stadtverwaltung, der Sch Dereins, der Radfahrerverbände und des einigten Fuhrwerksbesitzer Gelegenheit geget eigener Anschauung ein Bild von den Ver Der Straße zu machen. Nach kurzer Begri durch den 1. Vorsitzenden, Herr Dr. Gg. G
zieren verstanden. Er will immer Feinds Seele und Seele. Unmerklich padt der Fei ihren schwachen Seiten. Im Gruß bekom Menschen dann sich nicht mehr, wie sie vor lollen, sondern wie sie der Teufel will. gegenseitige Achtung haben das Wort dat valität, die Ansprüche des Jch; seine Eitel fionen haben auch diese liebliche Beziehung v vielfach zur Karikatur gemacht. Auch bein ganze Unnatur und Herzensdürre der gotter Seele zum Ausdruck.
Für den Christen ist das Grüßen tei lachen über die seltsamen Kapriolen, die Brigens oder Gegrüßtwerdens wegen mach Totheiten wird er erst recht seiner inneren
weil er einer völlig andern Wertbestimm weiß, als die ist, welche ein Gruß oder die Derleihen oder verjagen kann. ( Aus dem Evang. Gemeindeblatt
Taft.
Eine Schulbubengeschicht Es war mittags halb ein Uhr. Der Lat
des Ehulhauses hatte große Aehnlichkeit mi draht hoch oben in der Luft, auf den sich Zwitscheroögel gesetzt. Nur daß der Latte
der Erde war, und daß darauf lauter munte Man hörte gleich, sie hatten etwas Außer Sprechen und tauschten sich ihre gegenseitige lich vernehmbar aus.„ Unsere Mutter ha trzählt," schrie einer aufgeregt ,,, es ist a Lommt er zum erstenmal wieder in die Sa Selbein bekommen, und damit muß er n herumistelzen. Und ich soll ihm den Apfel
Da tann er ja gewiß nicht mehr mit wo er sonst der flintste war, wenn er ein H nimmt wunder, wie das aussicht", meinte ein


