Sonnabend, den 30. Oftober 1926.
geist immer neu gestaltend am Werte sein. Wenn Luther heute unter uns wandelte, so würde er reiche Arbeit haben; mit dem Schwerte seines Geistes würde er manche tote Form im firchlichen und öffentlichen Leben zerschlagen und den Geist der Wahrheit und der Liebe zum Siege führen. Wo find die Männer und Frauen, die in seiner Gefolgschaft streiten wollen? Luther erwache, führ' du unsere Sache! E. J.
Um die Wohnungszwangswirtschaft.
Dem hessischen Landtag sind drei Anträge zugegangen, die sich mit der Loderung der Zwangswirtschaft befassen.
Die Deutsche Bollspartei beantragt:
Der Landtag möge beschließen, die Regierung zu ersuchen, unverzüglich Maßnahmen zum systematischen Abbau der Wohnungszwangswirtschaft zu treffen, und zwar dahingehend, daß
1. in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl nach der Boltszählung vom 16.6. 1925 von
a) über 20 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 1000 Mart ab,
b) über 10000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 800 Mart ab,
c) über 3000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 600 Mart ab,
d) in den übrigen Gemeinden jämtliche Wohnungen; 2. die nicht Wohnzweden dienenden Räume allgemein von der Wohnungszwangswirtschaft befreit werden;
3. entschrechende Uebergangsbestimmungen getroffen werden; 4. auf einen entsprechenden Abbau der Wohnungsämter und Mieteinigungsämter hingewirkt wird.
Die mit Gewerberäumen vermieteten Wohnräume sind, wie unter 1 beantragt, zu behandeln.
Die Demotraten beantragen:
Die Hessische Regierung möge die Wohnungen, welche mehr als 1200 Mart Friedensmiete tosten, in Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern, sowie die gewerblichen Räume von der Wohnungszwangswirtschaft befreien. Bei der Ueberleitung in den neuen Zustand wären Härten möglichst zu vermeiden.
Das Zentrum beantragt:
Die Regierung wird ersucht, auf Grund des§ 22 des Reichsmietengesetzes in der Fassung vom 10. Juli 1926, des§ 52 des Mieterschutzgesetzes vom 30. Juni 1926 und des§ 2 Abs. 1 des Gesetzes über den Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken vom 1. Juni 1926 anzuordnen:
1. die Aufhebung des Reichsmietengesetzes für„ ,, teuere" Wohnungen und„, teure" Geschäftsräume;
2. eine Einschränkung des Mieterschutzes für die gleichen Wohnungs- und Geschäftsräume;
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Gießener Zeitung"
6 gleichen Monatsraten geleistet werden fann, vermag ich in dieser Allgemeinheit teine Folge zu geben. Ein derartiges Verfahren würde einer einseitigen Begünstigung eines Berufsstandes gleichkommen, was vermieden werden muß. Die Prüfung der Frage ob und inwieweit, die Boraussetzungen zur Gewährung Don Stundungen und Ratenzahlungen gegeben sind, muß den Finanzämtern überlassen bleiben, die über derartige Anträge unter Würdigung der im jeweils gegebenen Fall vorliegenden wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse unterscheiden wetden. Für die Zahl und Höhe der Raten tommt es hierbei insbesondere auf die Höhe der Abschlußzahlung und die Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen an.
Die Lage der hessischen Studienassessoren.
Die mißliche Lage der hessischen Studienasessoren, die den Eingeweihten nur zu bekannt ist, der breiteren Oeffentlichkeit aber erst im Frühjahr 1926 durch die Notwehr der Assessoren gegen den trotzdem erfolgten, in den letzten Tagen sogar fortgesetzten Abbau vor Augen gejührt wurde, ergibt sich mit erschredender Deutlichkeit noch einmal aus einer Eingabe, die der Hessische Philologenverein am 30. August an das Landesamt für das Bildungswesen richtete. Danach ist in feinem deutschen Land das Zahlenverhältnis zwischen den Studienrats: und Studienassessorenstellen auch nur annähernd so ungünstig wie in Hessen. Während in Baden das Verhältnis 7: 1 durch den Landtag bereits anerkannt ist und zu seiner Erreichung in den Staatsvoranschlag 143 neue Stellen eingesetzt sind, Bayern fogar 16,5: 1 aufweist, tommen in Hessen auf 638 Studienräte 168 Assessoren. Das ergibt das Verhältnis 3,5: 1! Um diesem Uebelstand abzuhelfen, fordert der Hessische Philologenverein die Anstellung der 80 ältesten Assessoren. Durch diese Maßnahme würde sich das Verhältnis bis auf 8: 1 bessern. Die tünstliche Niedrighaltung der Stellenzahl in Hessen führt zu einer beispiellosen Ueberalterung der Assessoren. Von den 168 hessischen Studienassessoren sind nicht weniger als 115 bereits 35 Jahre u. älter! Zahlen reden im vorliegenden Falle allerdings eine für die Beteiligten traurige, gleichzeitig aber Regie: rung und Landtag mahnende Sprache.
zu:
Sind die höheren Schulen Hessens
Standesschulen?
Vom Hessischen Philologenverein geht uns folgender Artikel
Als zu Beginn dieses Jahres die Gesundung der zerrütteten hejjischen Staatsfinanzen in erster Linie auf Kosten der Einrichtungen des Erziehungs- und Bildungswesens vorgenommen wurde, nahm in der Debatte über diese kurzsichtige Politik die
3. die Aufhebung des Mieterschutz- und des Reichsmietenge Frage nach dem Wert der einzelnen Bildungsinstitute und der setzes für unvermietete Räume und
4. die Aufhebung der Wohnungsmangel- Vorschriften für Geschäftsräume und möblierte Zimmer.
Stundungen und Ratenzahlungen für die Einkommensteuer.
Einem hessischen Landesfachverband gegenüber hat sich das Landesfinanzamt in folgender Weise geäußert:
Der Herr Reichsminister der Finanzen hat in seinem Runderlaß vom 28. 7. 1925- II e 3959- angeordnet, daß bei Handwerkern und Kleingewerbetreibenden, bei denen die Entrichtung der laufenden Borauszahlungen zu Unbilligkeiten führt, in Anwendung des§ 105 Abs. 2 der Reichsabgabeordnung die Ents richtung der Abschlußzahlung in Ratenzahlungen gestattet wer ben kann. Ihrem Antrag vom 10. 8. 1926, die Finanzämter mit Rücksicht auf diesen Runderlaß allgemein anzuweisen, die Abschlußzahlung auf Einkommensteuer 1925 für Bädereibetriebe regelmäßig auf bes. Antrag derart zu stunden, daß Zahlung in
Radler im Regen.
Ri. Als das Fahrrad noch das Sportwerkzeug der oberen zehntausend war eine Fahrt von zwanzig Kilometern bei gutem Wetter als Gipfelleistung bestaunt wurde, legte man auf das elegante Aussehen von Rad und Radler mehr Gewicht, als auf eine praktische Einstellung beider Faktoren im Kampf mit Weg und Wetter. Man kleidete sich elegant, holte das Fahrrad nur bei absolut sicherem Wetter hervor und zog bedächtigen Tritts seine Straße. Diese Benutzung des Fahrrades ging so= lange gut, bis der Radler trotz aller Gutwetter- Prophezeiungen vom Regen überrascht wurde. Der erste Gedanke bei dieser Ueberraschung richtete sich auf einen Schirm, aber diese Jdee wurde bald wieder verworfen und mit hochgeschlagenem Kragen nahm der Radler den Kampf mit dem feuchten Element auf. Schon nach wenigen Tritten bemerkte er eine höchst unliebsame Befeuchtung des Gesichts und nach der Ursache forschend mußte er die Bemerkung machen, daß das Vorderrad in neckischer Weise eine Flut von schmutzigen Wassertropfen emporwarf. Dieser unangenehmen Befeuchtung der Visage glaubte der Regenradler durch eine möglichst aufrechte Haltung entgehen zu können und so weit ihm die sogenannte„ Kuhhornlentstange" eine gerade Haltung gestattete, vollführte er sein Brust heraus". Das Gesicht hatte der Radler einigermaßen geschützt, aber das Vorderrad hatte sich seine Füße und Beine zum Ziel seines Tropfenbombardements genommen und etwas unangenehm machte sich die Feuch tigkeit an Strümpfen und Schuhen bemerkbar. Auch damit fand sich der Radler ab, aber kaum an die Erscheinung gewöhnt, fühlte er eine unliebsame Kälte auf dem Rücken. Mechanisch strich er mit der Hand über das Rückenteil der Jacke, um der Kälte zu wehren, als er an der Hand ein Gefühl verspürte, daß mit einem Bespritzen verteufelt große Aehnlichkeit hatte. Der Gedanke an das Wasserspiel des Vorderrades breitete sich im Hirn des mo dernen Nickelmanns aus und schreckliche Ahnungen stiegen in ihm auf.
Die Feuchtigkeit von oben machte dem Radler weniger Pein, als das von den Rädern emporgeschleuderte Wasser. Das vom Himmel kommende Wasser war sauber, aber das von unten fommende war mit dem Schmutz der Straße vermischt und hinterließ
Erziehung überhaupt einen breiten Raum ein. Bei diesen Erörterungen wurde gelegentlich den höheren Schulen teils versteckt, teils offen der alte Vorwurf gemacht, daß sie Standesschu= len seien. Dabei ist jedem, der die Verhältnisse einigermaßen kennt, klar, daß die verdächtigende Behauptung, die höhere Schule werde ausschließlich oder auch nur vorwiegend von den Kindern der höheren Stände besucht, nur einer bedauerlichen Unkenntnis des Sachverhalts oder geradezu der bestimmten Absicht böswilliger Verdrehung der Tatsachen entspringen kann.
Die Haltlosigkeit der Behauptung wird nun noch einmal überzeugend durch eine ebenerschienene gründliche Untersuchung dargetan. Die Inanspruchnahme der höheren Schulen Hessens durch die verschiedenen Stände und Berufsklassen erörtert Studienrat Diemer, Mainz, in den Südwestdeutschen Schulblättern 1926 Nr. 8/9.
Nr. 44.
daß bei einzelnen Berufsarten, etwa zwischen höheren, mittleren und unteren Beamten, in manchen Fällen die Grenzlinien nicht ganz scharf zu ziehen waren, stügen sie sich auf sichere und einwandfreie Unterlagen.
Die Bäter der 14 209 Schüler, die die staatlichen höheren Knabenschulen Hessens besuchen, verteilen sich danach folgendermaßen auf die einzelnen Berufsstände:
1. höhere Beamten des Reiches, der Länder, der Gemeinden
2. mittlere Beamten
3. untere Beamten
4. Angehörige freier Berufe mit akad.Vorbildung 5. Angehörige freier Berufe ohne akad. Vorbildung 6. Offiziere und höhere Militärbeamten
7. sonstige Militärpersonen
8. Großlandwirte
9. Kleinlandwirte
10. Besitzer und Direktoren von Fabriken, Aktiengesellschaften usw.
11. Handel und Gewerbetreibende
12. Selbständige Handwerksmeister
13. Privatangestellte in leitender Stellung 14. sonstige Privatangestellte 15. Arbeiter
16. sonstige Berufe und Erwerbslose
zusammen
7,21 pбt. 20,46 pCt. 10,77 pCt.
3,10 pCt. 1,74 pct. 0,58 pCt.
0,18 pбt. 0,51 pбt. 6,84 pбt.
3,24 pCt. 15,58 pt. 10,48 pt.
2,53 pCt. 8,27 pct.
7,33 pt. 1,18 pCt. 100 pCt.
Nach dem Maß der Beteiligung steht also der mittlere Beamienstand an her Spige; auf ihn folgen die Handel- und Gewerbetreibenden, benen sich die unteren Beamten und dann die selbständigen Hande erismeister anschließen. An 5. Stelle stehen die Brivatangestehien, au 6. Stelle die Arbeiter, an 7. Stelle erst die höheren Beamten.
In Hessen stent ciso der Mittelstand den weitaus größten Teil der Schüler und Schülerinnen der höheren Schulen; in be= trächtlichem Abstand kommen erst die verschiedenen höheren Stände, deren Beteiligung nur unwesentlich höher ist, als die der dichtauffolgenden niederen Stände.
Die Sichtung des auf den hessischen Fragebogen vorliegen. den Zahlenmaterials unter dem Gesichtspunkt der Verteilung der Kinder der einzelnen Berufe auf die verschiedenen höheren Schularten ergab im Einklang mit früheren Feststellungen vom Gymnasium bis zur Realschule eine sozial absteigende Linie. ,, Die Beteiligung der oberen Klassen wird geringer, die der un teren größer, je realistischer die Anstalt ist. Daß die Kinder aus dem Mittelstand und vor allem aus den unteren Klassen sich aber mehr praktischen Berufen als wissenschaftlichen Berufen zu wenden, ist eine Erscheinung. zu der vermutlich mehrere Gründe zusammenwirten: von den Vorfahren ererbte natürliche Be gabung, Familientraditionen und die Einkommens- und Bermögensverhältnisse der Eltern". Diemer schließt seine interessante Untersuchung mit folgenden zusammenfassenden Sätzen:
,, Die vorliegende Statistik zeigt klar, daß die Bezeichnung der höheren Schule in Hessen als Standesschule völlig unhaltbar und ohne jede Begründung ist. Alle Berufsschichten sind bei uns vertreten, nur daß die eine Gruppe diesen, die andere jenen Typ der höheren Schule bevorzugt. Aber das ist ein gutes Recht; daraus irgend welche Folgerungen zu Ungunsten einer bestimm ten Schulart zu ziehen, wäre eine soziale Ungerechtigkeit. Die höhere Schule jeder Art ist eine Schule des Volkes im besten Sinne geworden. Wir Lehrer der höheren Schulen freuen uns über jeden begabten und leistungsfähigen Schüler, woher er auch tommen mag. Kommt der Begabte aus unteren Schichten, so werden Mittel und Wege gefunden werden, ihn im weitesten Maße zu unterstützen. Gerade für die Schüler der höheren Schule gilt das Schlagwort Freie Bahn dem Tüchtigen" in einem Maße, wie sonst nirgends." SH.
von Albin Klein, Giessen
Diemers Feststellungen betreffen nur die staatlichen höheren Lehranstalten und lassen die privaten Anstalten unberücksichtigt. Sie beruhen auf Fragebogen, die mit größter Gewissenhaftigkeit Drucksachen aller Art bezieht man am billigsten für jede Anstalt gesondert ausgefüllt wurden. Abgesehen davon, unliebsame Spuren am Rad und an der Kleidung des unter den Regen gekommenen Stahlroßreiters.
sehen. In der Ausführung hat man nicht nur auf das Praktische, jondern auch auf das Elegante gesehen und neben dem Schutz des Radlers den Schutz der Maschine im Auge behalten. Um das lästige Bespritzen der Füße durch das gegen das Schutzblech geschleuderte Regenwasser zu schützen, werden die Schutzbleche des Vorderrades am unteren Ende mit einem fast bis auf den Erdbo den reichenden Leder versehen. Um die Kette gegen das Hinterrad hat man eine Verkleidung aus Leder konstruiert, die hinter dem Tretkurbellager montiert wird und neben der Kette auch die Füße des Radlers schützt. Da bei Wind die Gefahr besteht, daß das gegen das Vorderradblech geschleuderte Wasser dem Fahrer in das Gesicht geweht wird, läßt man das Vorderradblech über den Gabelkopf hinausragen.
Mit dem festen Vorsatz, das Teufelding von Fahrrad nie wieder zu benutzen, erreichte der Fahrer mit Mühe und Not sein Heim. Aber der erste Sonnenstrahl brachte seinen Vorsatz ins Wanken und vertrauensvoll wandte er sich an den Hersteller seines Rades, um von diesem Schutz gegen die Unbillen des Wetters zu erbitten. Die Fahrradfabrik umgab Vorder- und Hinter- schutzblech geschleuderte und seitlich spritzende Wasser zu schützen, rad mit einem gebogenem Blech, aber dem Sportradler war diese Verkleidung seines Rades nicht elegant genug und die Techniker versuchten mit abnehmbaren Schmutzfängern die Wünsche der Radler zu erfüllen. Viele Konstruktionen von Schmutzfängern erblickten das Licht der Welt, aber keine erfüllte so gut ihren Zwed wie das einfache Schutzblech.
Gegen das von unten kommende Wasser war der Radfahrer einigermaßen geschützt, aber einen Schirm gegen den von oben kommenden Regen konnte er sich nicht zulegen, weil er beide Hände zur Steuerung des Rades brauchte und außerdem durch den Schirm mit dem Wind in Konflikt geraten wäre. Man versuchte es mit dem Regenmantel, aber dieses sonst herrliche BeKleidungsstück klaffte über den Oberschenkel beim Treten auseinander und seine feuchten Zipfel schlugen höchst unangenehme Bolten. Da tam ein fluger Kopf auf den Gedanken, die Pelerine des damals modernen Havelods oder Hohenzollernmantels als Schutz zu verwenden. Die Pelerine schützte nicht nur den ganzen Mann, sondern auch das Fahrrad gegen den Regen, weil man die Pelerine über die Lenkstange legen konnte.
Die Regenschutzfrage war gelöst und als das Fahrrad seinen Siegeslauf begann, arbeiteten so viele Köpfe an einer Verbesserung der Regenschutzvorrichtungen, daß bald eine alle befriedigende Lösung gefunden werden konnte.
Mit der Lösung des Regenschutzproblems wuchs die Beliebtheit des Rades. Aus dem Sportwerkzeug wurde ein Verkehrsmittel und man darf sagen, daß die modernen Markenräder mit voller Ausrüstung als„ Allwettermaschine" mindestens so elegant aussehen, wie die ersten Sportmaschinen, auf denen die oberen Zehntausend schüchterne Fahrten unternahmen, um eine neue ,, Mode" mitmachen zu können. Mit Ausnahme der Rennmaschinen werden heute alle Fahrräder mit Schutzblechen ver
Der moderne Radler wird gegen das von oben fommende Wasser durch die als„ Radlerpelerine" bekannte Bekleidung ge= schützt und auch sein Fahrrad genießt Schuß durch den Umhang. Das Fahren im Regen hat seine Schreden verloren. Die Technik hat dem Radler alles gegeben, was ihn vor dem Unwetter schützen fann und fein Radfahrer läßt sich heute von einer Fahrt ab halten, wenn Jupiter pluvius seine Schleusen geöffnet hat.
Zum 31. Oktober 1517.
Abend ist's vor Allerheil'gen, Vespergloden läuten ein, Durch Studenten, Bauern, Junker zieht ein Mönch mit Fadel [ schein. Mönchlein, Mönchlein! Doch er breitet betend seine Rolle aus, Fünfundneunzig Thejen schlägt er an oas alte Gotteshaus. Mächtig dröhnt es, prächtig tönt es durch de. Nachbarstädte Rah, Scheuen Blickes schlägt Herr Tezzel seinen Ablaßkasten zu. Mächtig wogt's bis an die Alpen, schwillt bis an den Tiberstrom, Und des Vatikanes Feste zittert samt dem Petersdom. In den Katakomben rührt sich aller Heiligen Gebein, An den Himmel Klopft die Botschaft, und die Engel jubeln drein. Also werden Städte, Länder, Zeiten, Himmel neu bewegt, Wenn ein Mann die Thesen Gottes an die Tür der Kirche schlägt. R. Kögel.
Sonnabend, ben 30. Oft
Machtmittel zur po
In der Zeitschrift„ Der Me über„ Die Machtmittel zur poli scheidet da vor allem zwei 6 materiellen und die ideellen of sind: Militär bezw. Waffen, W Menschenmassen. Zu den perfo mitteln rechnet er: Organisatio Führerpersönlichkeiten.
Der Wert des ersten Macht verschieden sein, je nach der D der inneren Ueberzeugung, mit
Durchbildung, nach ihrer Zahl, die bewaffnete Polizei, die nu
jorgen hat, gehört zu diesem Ma Staates ist es gerechtfertigt, da im Besize dieses politischen Ma
Der zweite politische Mad Geld, ist in seiner Auswirkung in
Heute ist in Deutschland und and so groß, daß sie die Staatsgeft
Machtfaktor beeinflußt; denn je durch Geld gemacht.
Als dritter Faktor sind M stellen. Sie sind in ihrem rohen ftets politische Machtfaktoren gen
rechnen mußte. zu ihrem Ginja wie Redner, Zeitungen, Schlagw schenmassen wirten sich politisch, aus, zumal, da sie äußerst unzuv jederzeit durch die besseren Redr Geld dem Gegner abspenstig gem Und nun zu den personellen hier der Berfasser: Organisation Wert dieses Machtmittels ist je ganisation verschieden. In dem Organisation in der großen Zah Fall in der starten inneren Dis wieder in der tiefen sittlichen Ei in der einseitigen Anschauungsart
Im Allgemeinen befigt eine Org weniger fie materielle Masse ist, d höher sie ist, je größer die Diszi ihrer Mitglieder ist.
Letzten Endes jedoch ist in a lichkeit immer diejenige, die die p gewährleistet. Sie ist deshalb d sich denken läßt. Alle materielle toren bleiben wirkungslos oder wi die richtigen Führer fehlen. Di die einzige absolut stabile politisch mittel fönnen von einer Hand i geschlossene Führerpersönlichkeit u lich. Allerdings kann sie durch dingten Rechtsbruch kalt gestellt fie als Märtyrer noch nach. So s und Wirken die offenen oder geh sie haben die größte Macht, die Wehe eines Volkes gebrauchen Führerfrage die weitaus wicht Bolt.
Lota
Straßenbau- Kursus
Der vom Deutschen Land Hochschule, Berlin- Charlottenbu stügung des Reiches für die leit amten der Landkreise veranstalt 25, ds. Mts. beendet. Es habe genommen. Von den berufenst jestematischem Ausbau alle Fra den modernen Straßenbau in E wird wesentlich dazu beitragen der Landstraßen fördern zu h
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Reubefestigung der Rod
auf der Rodheimerstraße zwisch straße ist wieder frei, da die B straße beendet sind.
• Ein seltener Geburtstag. ter Stadt, Frau Beate Ma voller geistiger Frische ihren 37 * Italienische Geldscheine lienischen Regierung vom 9. G
und Annuilierung der italieni fügt worden. Mit dem 31. De gültigkeit und bis zum 30. Ju
italienischen Bostämtern zum
Ja Anbetracht, daß viele deutsa fachen und anzunehmen ist, daß deren Besitz befinden, hat sich
in Frankfurt a. M., Neue Mai Umtausch der ihm zugesandten Heilstättenverein für de
煮
jährige ordentliche Mitgliederv
den 13. November 1926, vormit stätte in Gießen statt. Die Bortrag des Chefarztes der fasten i. D., Herrn Dr. med. Tuberkulojenbekämpfung", der
wird.
*
Einheitsturzschrift. Wi beitsturzschrift durch Schulen jur Durchführung gekommen i in privaten Kreisen immer m liches Zeichen der Einigkeit der
tober in Berlin erfolgte Zusam perschaften zur Pflege der Ein


